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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet von funkgesteuerten
Uhren. Genauer gehören
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung zu Vorrichtungen, Schaltungen und Verfahren zum
Empfangen mindestens eines Funksignals in einer funkgesteuerten
Uhr unter Verwendung einer einzelnen Referenzzeitsteuerungsquelle.
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DISKUSSION DES STANDES DER
TECHNIK
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Eine
funkgesteuerte Uhr ist eine Uhr, die ihre Zeit durch Empfangen und
Decodieren eines speziellen Zeitcodesignals einstellen kann. Das
Zeitcodesignal wird mit der momentanen Zeit und dem gegenwärtigen Datum
codiert und kann auch eine Zeitumstellung und/oder einen Schaltjahranzeiger
enthalten. Das Zeitcodesignal kann auch Paritätsbits zum Sicherstellen eines
genauen Empfangs enthalten. Typischerweise moduliert dieses Zeitcodesignal
ein Niederfrequenzträgersignal,
das durch eine von der Regierung eingerichtete Funkstation gesendet
wird. Mehrere Regierungen auf der Welt haben ein oder mehrere Funkstationen
eingerichtet, um diese Zeitcodesignale zu senden, einschließlich: das WWVB-Senden
der Vereinigten Staaten bei 60 kHz; das MSF-Senden des Vereinten
Königreichs
bei 60 kHz; das DCF77-Senden Deutschlands bei 77,5 kHz; das JJY-Senden Japans bei
40 kHz (Senden in der Fukushima-Präfektur) und bei 60 kHz (Senden
an der Grenze der Saga-Präfektur
und der Fukoka-Präfektur);
das BPC-Senden Chinas bei 68,5 kHz; das HGB-Senden der Schweiz bei
75 kHz; und das östliche
RTZ-Senden Russlands bei 50 kHz. Zudem senden einige Sender in dem
LORAN-C-Navigationssystem
(das bei 100 kHz sendet) Zeitcodesignale, die mit der koordinierten
Universalzeit (UTC) synchronisiert sind. Jede dieser Funkstationen
moduliert den Träger
in im we sentlichen der gleichen Art und Weise: Reduziere Trägerpulsweitenmodulation.
Da unterschiedliche Funkstationen im Allgemeinen Zeitcodesignale
auf unterschiedlichen Frequenzen senden, muss jedoch eine funkgesteuerte
Uhr, die für den
Betrieb in mehr als einem Ort und/oder Land vertrieben wird, derart
aufgebaut sein, dass sie Zeitcodesignale auf vielzähligen Frequenzen
empfängt.
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Gesendete
Zeitcodesignale werden durch Modulieren eines Trägersignals mit einem Zeitcodesignal
erzeugt. Im Allgemeinen wird die Modulation durch das Folgende ausgeführt: ein
Trägersignal
wird an einen genauen Oszillator (zum Beispiel einen Cäsiumoszillator)
angeschlossen; ein 60-Bit-Zeitcode, der zumindest die momentane
Zeit und das momentane Datum enthält, wird mit Bezug auf eine
nationale Zeitquelle (zum Beispiel die UTC) erzeugt; und die Trägerleistung
fällt ab
und wird zu vorgegebenen Zeiten in Abhängigkeit von dem modulierten
Wert eines spezifischen Zeitcodebits wiederhergestellt.
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Viele
funkgesteuerte Uhren enthalten einen Quarzkristall für Zeitaufrechterhaltungszwecke
und mindestens einen zusätzlichen
Quarzkristall zum Demodulieren des gesendeten Zeitcodesignals. Der Quarzkristall,
der für
Zeitaufrechterhaltungszwecke verwendet wird, wird oft geteilt, um
einen Impuls pro Sekundensignal zu erzeugen, der eine Anzeigevorrichtung
antreibt. Die Frequenz des Quarzsignals, die zum Demodulieren des
gesendeten Zeitcodesignals verwendet wird, korreliert mit der Frequenz
der bestimmten Funkstation, die empfangen wird.
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1 zeigt
ein Beispiel einer herkömmlichen funkgesteuerten
Uhr, die für
den Betrieb in einem einzelnen Ort und/oder Land verkauft wird.
Ein erster Quarzkristall 11 ist mit einer Oszillatorschaltung 12 zum
Bereitstellen eines Referenzzeitsteuerungssignals 13 gekoppelt.
Typischerweise hat der erste Quarzkristall 11 eine Resonanzfrequenz
von 32768 Hz. Die Oszillatorschaltung 12 ist weiterhin
mit einem Frequenzteiler 20 gekoppelt, der ein Echtzeitsignal 21 erzeugt.
Das Echtzeitsignal 21 wird verwendet, um eine Zeitsteuerungsvorrichtung 30 anzutreiben und
hat typischerweise eine Frequenz von einem Impuls pro Sekunde. Ein
Niederfrequenzsendezeitcodesignal 41 wird durch eine Antenne 42 empfangen
und durch einen Hochfrequenzverstärker 43 erzeugt, um
ein moduliertes Zeitcodesignal 44 zu erzeugen. Der Hochfrequenzverstärker 43 ist
mit einem zweiten Quarzkristall 51 gekoppelt, um ein Zeitcodesignal 55 zu
erzeugen. Die Resonanzfrequenz des zweiten Quarzkristalls 51 wird
durch den Ort und/oder das Land bestimmt, in dem die funkgesteuerte
Uhr für
den Betrieb spezifiziert ist. Zum Beispiel kann eine Einheit, die
für den
Betrieb in den Vereinigten Staaten verkauft wird, einen zweiten
Quarzkristall 51 mit einer Resonanzfrequenz von 60 kHz
haben. Das Zeitcodesignal 55 wird durch einen Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 60 empfangen,
der ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal 61 erzeugt.
Die Zeitsteuerungsvorrichtung 30 kann deshalb durch Empfangen
des Zeitsetz- und/oder Korrektursignals 61 mit dem gesendeten
Zeitcodesignal 41 synchronisiert werden.
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Neuere
funkgesteuerte Uhren werden für den
Betrieb in vielen Orten und/oder Ländern verkauft und können deshalb
vielzählige,
gesendete Zeitcodesignale auf unterschiedlichen Frequenzen empfangen. 2 zeigt
ein Beispiel, wie herkömmliche
vielkanalfunk-gesteuerte Uhren sich von herkömmlichen einzelkanalfunk-gesteuerten
Uhren unterscheiden. Ein gesendetes Niederfrequenzzeitcodesignal 141 wird
durch eine Antenne 142 empfangen und durch einen Hochfrequenzverstärker 143 verstärkt, der
ein moduliertes Zeitcodesignal 144 erzeugt. Eine Quarzkristallmatrix 150 empfängt das modulierte
Zeitcodesignal 144. Die Quarzkristallmatrix kann Quarzkristalle 151, 152, 153 enthalten,
um das modulierte Zeitcodesignal 144 in das Zeitcodesignal 155 zu
wandeln. Zum Beispiel kann eine funkgesteuerte Uhr, die für den Betrieb
in den Vereinigten Staaten, in Japan und in Deutschland verkauft
wird, jeweils Quarzkristalle mit den Resonanzfrequenzen von 60 kHz,
40 kHz und 77,5 kHz haben. Die Schaltmatrix 154 bestimmt,
welcher aus der Vielzahl von Quarzkristallen 151, 152, 153 elektrisch
verbunden wird und wird durch ein auswählbares Frequenzsteuersignal 170 konfiguriert.
In einigen Implementationen sind jedoch alle Quarzkristalle 151, 152, 153 elektrisch
verbunden und somit ist die Schaltmatrix 154 nicht notwendig.
In diesen Implementationen wird die funkgesteuerte Uhr an Orten
verwendet, wo nur ein gesendetes Zeitcodesignal 141 vorhanden ist,
und somit wird ein gültiges
Zeitcodesignal 155 durch nur einen der Quarzkristalle 151, 152, 153 erzeugt. Ähnlich zu
der herkömmlichen
einzelkanalfunk-gesteuerten Uhr wird das Zeitcodesignal 155 durch
einen Funkempfänger/Zeitcodedecodierer
160 empfangen, um ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal 161 zu
erzeugen. Zusätzlich
zu den vielzähligen Quarzkristallen,
die in der Quarzkristallmatrix verwendet werden, kann die herkömmliche
vielkanalfunkgesteuerte Uhr auch einen zusätzlichen Quarzkristall haben,
um ein Echtzeitsignal 21 zu erzeugen, wie in 1 gezeigt
ist.
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Quarzkristalle
werden in herkömmlichen Funkzeituhren
verwendet, da sie eine sehr hohe Frequenzstabilität haben.
Die Verwendung von Quarzkristallen, um ein Echtzeitsignal zu erzeugen,
führt zu Uhren,
die eine sehr genaue Zeit aufrechterhalten. Die innewohnende Stabilität der Quarzkristalle
erhöht
auch die Wahrscheinlichkeit der genauen Demodulation eines gesendeten
Zeitcodesignals, da der Träger
des gesendeten Zeitcodesignals an den Träger eines sehr stabilen Cäsiumoszillators
angeschlossen ist. Die Verwendung von vielzähligen Quarzkristallen erhöht jedoch
die Kosten und die Größe dieser
funkgesteuerten Uhren signifikant. Eine herkömmliche gesteuerte Quarzkristall-Funkuhr kann
bis zu N + 1 Quarzkristalle enthalten, wobei N die Anzahl der Funkfrequenzen
ist, für
die die gesteuerte Quarzkristall-Funkuhr für den Empfang konfiguriert
ist. Zum Beispiel kann eine funkgesteuerte Uhr, die zur Ver wendung
in den Vereinigten Staaten, Japan und Deutschland verkauft wird,
bis zu 4 Quarzkristalle enthalten. Zusätzlich zu den erhöhten Produktkosten
gibt es auch Ingenieur- und Herstellungsschwierigkeiten: vielzählige Quarzkristalle
müssen
in die Vorrichtung passen. Die Verwendung vielzähliger Quarzkristalle in einer
funkgesteuerten Uhr kann deshalb von Nachteil sein, da erhöhte Materialkosten und
Ingenieursaufgaben vorhanden sind.
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Es
besteht deshalb ein Bedarf für
eine funkgesteuerte Uhr, die Funksignale bei jeder aus einer Vielzahl
von Frequenzen empfangen kann, aber die Verwendung eines einzelnen
Quarzkristalls ermöglicht.
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ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung betreffen Vorrichtungen, Schaltungen
und Verfahren zum Empfangen mindestens eines Funksignals in einer
funkgesteuerten Uhr unter Verwendung einer einzelnen Referenzzeitsteuerungsquelle.
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In
einem Aspekt betrifft die Erfindung eine funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung
bzw. Timingvorrichtung, die enthalten kann: einen Funkempfänger, der
aufgebaut ist, (i) ein örtliches
Trägersignal,
das von einem Referenzzeitsteuerungssignal abgelitten wird, und
mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen;
einen Decodierer, der aufgebaut ist, (i) das Zeitcodesignal zu empfangen
und (ii) ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal daraus zu erzeugen;
und eine Zeitsteuerungsvorrichtung, die aufgebaut ist, (i) ein Echtzeitsignal,
das von dem Referenzzeitsteuerungssignal abgelitten wird, und (ii)
das Zeitsetz- und/oder Korrektursignal zu empfangen.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Schaltung für eine funkgesteuerte
Zeitsteuerungsvorrichtung, die enthalten kann: eine Referenzzeitsteuerungssignalquelle;
einen Frequenzgenerator, der aufgebaut ist, (i) ein Referenzzeitsteuerungssignal
und ein auswählbares
Frequenzsteuersignal zu empfangen und (ii) ein örtliches Trägersignal aus dem Referenzzeitsteuerungssignal
und dem auswählbaren
Frequenzsteuersignal zu erzeugen; einen Funkempfänger, der aufgebaut ist, (i)
das örtliche
Trägersignal
und mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen;
und einen Decodierer, der aufgebaut ist, (i) das Zeitcodesignal
zu empfangen und (ii) ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal daraus
zu erzeugen.
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In
noch einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Schaltung
für eine
funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung, die enthalten kann: einen Frequenzgenerator
bzw. Frequenzsynthesizer, der aufgebaut ist, (i) ein Referenzzeitsteuerungssignal und
ein Steuersignal für
auswählbare
Frequenz zu empfangen und (ii) ein örtliches Trägersignal aus dem Referenzzeitsteuerungssignal
und dem Steuersignal für
auswählbare
Frequenz zu erzeugen; und einen Funkempfänger, der aufgebaut ist, (i)
ein örtliches
Trägersignal
und mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Synchronisieren
einer funkgesteuerten Zeitsteuerungsvorrichtung, das aufweisen kann
Multiplizieren und/oder Dividieren eines Referenzzeitsteuerungssignals
mit einem ersten Verhältnis/durch
ein erstes Verhältnis
bzw. eine erste Zahl, um ein Echtzeitsignal zu erzeugen; Multiplizieren und/oder
Dividieren des Referenzzeitsteuerungssignals mit einem zweiten Verhältnis/durch
ein zweites Verhältnis
bzw. Zahl, um ein örtliches
Trägersignal
zu erzeugen; und Erzeugen eines Zeitcodesignals aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal; und Decodieren
des Zeitcodesignals, um ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal zu
erzeugen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt vorteilhafterweise eine ökonomische
Lösung
für das
Empfangen mindestens eines Funksignals in einer funkgesteuerten
Uhr unter Verwendung einer einzelnen Referenzzeitsteuerungsquelle
bereit. Zudem stellt die vorliegende Erfindung vorteilhafterweise
eine neuartige Implementation einer funkgesteuerten Uhr bereit,
die Zeitcodesignale empfangen kann, welche auf einer Vielzahl von
Frequenzen gesendet werden. Diese und weitere Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden vollständig
aus der detaillierten Beschreibung der bevorzugten, unten stehenden
Ausführungsformen
offensichtlich.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Diagramm, das eine herkömmliche
einzelkanalfunk-gesteuerte Uhr zeigt, die ein Quarzkristall zum
Demodulieren eines modulierten Zeitcodesignals verwendet;
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2 ist
ein Diagramm, das einen Abschnitt einer herkömmlichen vielkanalfunk-gesteuerten
Uhr zeigt, worin der einzelne Quarzkristall von 1 durch
mehrere Quarzkristalle ersetzt worden ist, um ein moduliertes Zeitcodesignal
zu demodulieren;
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3 ist
ein Diagramm, das eine vielkanalfunk-gesteuerte Uhr der vorliegenden
Erfindung zeigt;
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4 ist
ein Diagramm, das eine Implementation eines Frequenzgenerators gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt;
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5 ist
ein Diagramm, das eine Implementation eines Funkempfänger/Zeitcodedecodierers
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Bezug
wird nun im Detail auf die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
genommen, von denen Beispiele in den beiliegenden Zeichnungen erläutert sind.
Obwohl die Erfindung in Verbindung mit den bevorzugten Ausführungsformen
beschrieben wird, ist anzumerken, dass sie nicht dafür beabsichtigt
sind, die Erfindung auf diese Ausführungsformen zu beschränken. Im
Unterschied dazu ist die Erfindung vorgesehen, alle Alternativen,
Modifikationen und Äquivalente
abzudecken, die in dem Prinzip und dem Bereich der Erfindung, wie
es durch die angehängten
Ansprüche
definiert ist, enthalten sind. Zudem sind in der nachfolgenden,
detaillierten Beschreibung der vorliegenden Erfindung vielzählige spezifische
Details erläutert,
um ein tiefes Verständnis
der vorliegenden Erfindung bereitzustellen. Es ist jedoch für einen
Fachmann leicht ersichtlich, dass die vorliegende Erfindung ohne
diese spezifischen Einzelheiten ausgeführt werden kann. In anderen
Beispielen wurden bestens bekannte Verfahren, Prozeduren, Komponenten
und Schaltungen nicht im Detail beschrieben, um nicht unnötigerweise
Aspekte der vorliegenden Erfindung zu verhüllen.
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Für die Bequemlichkeit
und Einfachheit werden die Ausdrücke "Daten", "Signal" und "Signale" austauschbar verwendet,
wie es auch die Ausdrücke "verbunden mit", "gekoppelt mit", "gekoppelt an" und "in Kommunikation
mit" sein können (wobei
sich diese Ausdrücke
auch auf direkte und/oder indirekte Beziehungen zwischen verbunden,
gekoppelt und/oder zu Kommunika tionselementen beziehen können, außer der
Kontext der Verwendung der Ausdrücke
gibt etwas anderes unzweideutig an), aber diesen Ausdrücken geben
im allgemeinen auch ihre fachspezifischen Bedeutungen an. Auch für die Bequemlichkeit und
Einfachheit können
die Ausdrücke "berechnen", "rechnen", "bestimmen", "verarbeiten", "manipulieren", "transformieren", "betreiben", "anzeigen" und "setzen" (oder Ähnliche)
austauschbar verwendet werden und beziehen sich im Allgemeinen auf
den Betrieb und Verarbeitungen eines Computers, eines Verarbeitungssystems,
einer Logikschaltung oder einer ähnlichen
Verarbeitungsvorrichtung (z.B. einer elektrischen, optischen oder
Quanten berechnenden oder verarbeitenden Vorrichtung), die Daten
verarbeitet und transformiert, die als physikalische (z.B. elektronische)
Mengen wiedergegeben werden. Die Ausdrücke beziehen sich auf Aktionen,
Operationen und/oder Prozesse der Verarbeitungsvorrichtungen, die
physikalische Mengen innerhalb der Komponente(n) eines Systems oder
eines Aufbaus (z.B. Register, Speicher, eine andere Informationsspeicherung, Übertragung
oder Anzeigevorrichtungen usw.) in andere Daten, die ähnlich als
physikalische Mengen wiedergegeben werden, innerhalb weiterer Komponenten
des gleichen oder eines unterschiedlichen Systems oder Aufbaus verarbeiten
oder transformieren.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Vorrichtungen, Schaltungen und Verfahren
zum Empfangen mindestens eines Funksignals in einer funkgesteuerten
Zeitsteuerungsvorrichtung mit einer einzelnen Taktquelle. In einem
Aspekt der Erfindung kann eine funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung
enthalten einen Funkempfänger,
der aufgebaut ist, (i) ein örtliches
bzw. lokales Trägersignal,
das von einem Referenzzeitsteuerungssignal abgelitten wird, und
mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen;
einen Decodierer, der aufgebaut ist, (i) das Zeitcodesignal zu empfangen und
(ii) ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal daraus zu erzeugen;
und eine Zeitsteuerungsvorrichtung, die aufgebaut ist, (i) ein Echtzeitsignal,
das von dem Referenzzeitsteuerungssignal abgelitten wird, und (ii) das
Zeitsetz- und/oder Korrektursignal zu empfangen.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Schaltung für eine funkgesteuerte
Zeitsteuerungsvorrichtung, die enthalten kann: eine Referenzzeitsteuerungssignalquelle;
einen Frequenzgenerator, der aufgebaut ist, (i) ein Referenzzeitsteuerungssignal
und ein Steuersignal für
eine auswählbare
Frequenz und (ii) ein örtliches
Trägersignal
aus dem Referenzzeitsteuerungssignal und dem Steuersignal für auswählbare Frequenz
zu erzeugen; einen Funkempfänger,
der aufgebaut ist, (i) das örtliche
Trägersignal
und mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen;
und einen Decodierer, der aufgebaut ist, (i) das Zeitcodesignal
zu empfangen und (ii) ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal daraus
zu erzeugen.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Schaltung für eine funkgesteuerte
Zeitsteuerungsvorrichtung, die enthalten kann: einen Frequenzgenerator
bzw. Frequenzsynthesizer, der aufgebaut ist, (i) ein Referenzzeitsteuerungssignal
und ein Steuersignal für
auswählbare
Frequenz zu empfangen und (ii) ein örtliches Trägersignal aus dem Referenzzeitsteuerungssignal
und dem Steuersignal für auswählbare Frequenz
zu erzeugen; und einen Funkempfänger,
der aufgebaut ist, (i) ein örtliches Trägersignal
und mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen.
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Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Synchronisieren einer funkgesteuerten Zeit steuerungsvorrichtung,
das enthalten kann: Multiplizieren und/oder Dividieren eines Referenzzeitsteuerungssignals
mit einem ersten Verhältnis
bzw. durch ein erstes Verhältnis,
um ein Echtzeitsignal zu erzeugen; Multiplizieren und/oder Dividieren
des Referenzzeitsteuerungssignals mit einem zweiten Verhältnis bzw.
durch ein zweites Verhältnis, um
ein örtliches
Trägersignal
zu erzeugen; Erzeugen eines Zeitcodesignals aus dem örtlichen
Trägersignal und
dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal; und Decodieren
des Zeitcodesignals, um ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal zu
erzeugen.
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Die
Erfindung in ihren verschiedenen Aspekten wird mit größerem Detail
nachstehend mit Bezug auf beispielhafte Ausführungsformen erläutert.
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Eine beispielhafte funkgesteuerte
Zeitsteuerungsvorrichtung
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In
einer Ausführungsform
enthält
eine exemplarische funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung: einen
Funkempfänger,
der aufgebaut ist, (i) ein örtliches
Trägersignal,
das von einem Referenzzeitsteuerungssignal abgelitten wird, und
mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen, und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen;
einen Decodierer, der aufgebaut ist, (i) das Zeitcodesignal zu empfangen
und (ii) ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal daraus zu erzeugen; und
eine Zeitsteuerungsvorrichtung, die aufgebaut ist, (i) ein Echtzeitsignal,
das von dem Referenzzeitsteuerungssignal abgelitten wird, und (ii)
das Zeitsetz- und/oder Korrektursignal zu empfangen.
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Es
wird nun Bezug auf 3 genommen. Eine Referenzzeitsteuerungssignalquelle 210 erzeugt
ein Referenzzeitsteuerungssignal 213, 214. Für die Zwecke
dieser Erläuterung
sind das Referenzzeitsteuerungssignal 213 und das Referenzzeitsteu erungssignal 214 typischerweise
das gleiche Signal. Eines oder beide der Referenzzeitsteuerungssignale
können
jedoch mit Bezug auf das andere eingestellt, modifiziert oder sonst
wie unterschiedlich verarbeitet werden (z.B. verzögert, invertiert,
geteilt und/oder multipliziert). Ein Echtzeitsignal 221 wird aus
dem Referenzzeitsteuerungssignal 213 abgelitten. Ein örtliches
bzw. lokales Trägersignal 285 wird aus
dem Referenzzeitsteuerungssignal 214 abgelitten. Ein Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 260 empfängt ein
moduliertes Zeitcodesignal 244 und das örtliche Trägersignal 285 und
erzeugt im Allgemeinen in Antwort darauf ein Zeitsetz- und/oder
Korrektursignal 267. Das Zeitsetz- und/oder Korrektursignal 267 und
das Echtzeitsignal 221 werden durch die Zeitsteuerungsvorrichtung 230 empfangen.
Im Allgemeinen sind das Echtzeitsignal 221 und das Zeitsetz-
und/oder Korrektursignal 267 durch herkömmliche Logik innerhalb der
Zeitsteuerungsvorrichtung 230 synchronisiert. Diese Synchronisation kann
jedoch außerhalb
der Zeitsteuerungsvorrichtung 230 unter Verwendung weiterer
herkömmlicher digitaler
und analoger Verfahren auftreten, die für Fachleute bestens bekannt
sind.
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In
einer Implementation kann die funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung
einen Echtzeitsignalgenerator 220 enthalten, der das Referenzzeitsteuerungssignal 213 empfängt und
das Echtzeitsignal 221 erzeugt. Der Echtzeitsignalgenerator 220 kann
ein oder mehrere Multiplizierer und/oder Dividierer enthalten und
der Aufbau dieser Echtzeitsignalgeneratoren ist Fachleuten bestens
bekannt.
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In
einer weiteren Implementation kann die funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung
einen Frequenzgenerator 280 enthalten, der derart aufgebaut ist,
dass er das Referenzzeitsteuerungssignal 214 empfängt und
ein örtliches
Trägersignal 285 erzeugt. Der
Frequenzgenerator 280 kann eine Phaseneinrastschaltung
(phase locked loop) vom ganzzahligen Typ oder Fraktional-N (oder "fractal-N", wie er manchmal
genannt wird) -Typ und mindestens einen Teiler haben. Die Frequenzgeneratoren,
die diese Phaseneinrastschaltung und einen Frequenzteiler aufweisen,
sind herkömmlich
und ihr Aufbau, ihre Realisierung und ihr Betrieb ist Fachleuten
bestens bekannt. Ein Beispiel eines Frequenzgenerators, der eine
Phaseneinrastschaltung vom ganzzahligen Typ und einen Frequenzteiler
aufweist, ist in 4 gezeigt.
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Gemäß 4 wird
ein Referenzzeitsteuersignal 314 durch einen ersten Frequenzteiler 381 geteilt.
Ein Phasen- und/oder
Frequenzdetektor 382 empfängt sowohl das geteilte Referenzzeitsteuerungssignal
von einem Frequenzteiler 381 und ein Rückkoppelsignal 389.
Der Phasen- und/oder Frequenzdetektor 382 ist mit einem
Schleifenfilter 383 gekoppelt, der weiterhin mit einem
spannungsgesteuerten Oszillator 384 gekoppelt ist. Der
Phasen- und/oder Frequenzdetektor 382, der Phasenfilter 383 und
der spannungsgesteuerte Oszillator 384 sind herkömmlich und
ihr Aufbau, ihre Realisierung und ihr Betrieb sind einem Fachmann
bestens bekannt. Zum Beispiel kann der Phasen- und/oder Frequenzdetektor 382 einen
herkömmlichen
Typ I Phasendetektor aufweisen, der auf eine Phasendifferenz zwischen
zwei Eingangssignalen reagiert. In der einfachsten Form kann der
Typ I Phasendetektor als ein digitales "Exklusiv-ODER"-Gatter
funktionieren. In Alternative kann der Phasen- und/oder Frequenzdetektor 382 einen
herkömmlichen
Typ II Phasenfrequenzdetektor aufweisen, der auf eine Zeitsteuerungsdifferenz
zwischen Übergangsflanken
(d.h. der Anstiegsflanke oder der abfallenden Flanke) von zwei Eingangssignalen
antwortet bzw. reagieren. Der spannungsgesteuerte Oszillator 384 ist
mit einem Frequenzteiler 387 gekoppelt, um ein örtliches
Trägersignal 285 zu
erzeugen. Zudem ist der spannungsgesteuerte Oszillator 384 mit
einem Frequenzteiler 388 gekoppelt, der ein Phaseneinrastschaltung-Rückkoppelsignal 389 erzeugt.
Das Rück koppelsignal 389 der
Phaseneinrastschaltung wird von dem Phasen- und/oder Frequenzdetektor 382 empfangen.
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Die
Teilerverhältnisse
innerhalb der Frequenzteiler 381, 387, 388 werden
durch den Status eines Steuersignals 370 für auswählbare Frequenz gesteuert.
Das Steuersignal 370 für
auswählbare Frequenz
kann ein digitales Multibitsignal mit n Bit sein, wobei 2n die Anzahl der konfigurierbaren Zustände des
Frequenzgenerators sind (z.B. die Anzahl der möglichen, lokalen Trägerfrequenzen,
die hergestellt werden können).
Die Anzahl der konfigurierbaren Zustände des Frequenzgenerators
kann sich direkt auf die Anzahl der gesendeten Zeitcodesignalfrequenzen
beziehen, für
die die funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung für den Empfang
aufgebaut ist. Das Steuersignal 370 für auswählbare Frequenz wird durch
die Steuersignallogik 371 decodiert, um Steuersignale P
372, Q 373 und R 374 zu steuern, die die Teilerverhältnisse
der jeweiligen Frequenzteiler 381, 387, 388 bestimmen.
Jedes Steuersignal P, Q oder R kann auch ein digitales Multibitsignal
sein. Zum Beispiel, wenn der Frequenzteiler 381 8 konfigurierbare
Zustände
erfordert, kann P ein Dreibitsignal sein. Der exemplarische Frequenzgenerator
ist somit programmierbar und kann ein oder mehrere örtliche Trägersignale
mit der gleichen oder unterschiedlichen Frequenz erzeugen. Ein einzelnes, örtliches Trägersignal
(z.B. 285) kann eine aus einer Vielzahl von Frequenzen
haben.
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In
einer Implementation und unter Bezug wieder auf 3 kann
jeder Zustand des Steuersignals 270 für auswählbare Frequenz mit einem bestimmten
gesendeten Funkzeitsignal, das zu empfangen ist, korreliert sein
[z.B. WWVB (Senden bei 60 kHz) korreliert mit dem Zustand eines
der Steuersignale für
auswählbare
Frequenz, DCF77 (Senden bei 77,5 kHz) korreliert mit dem Zustand
Zwei der Steuersignale für
auswählbare
Frequenz, JJY (Senden bei 40 kHz) korreliert mit dem Zustand Drei des
Steuersignals für
auswählbare
Frequenz, JJY (Senden bei 60 kHz) korreliert mit dem Zustand Eins
oder dem Zustand Vier des Steuersignals für auswählbare Frequenz, und MSF (Senden
bei 60 kHz) korreliert mit dem Zustand Eins oder Fünf des Steuersignals
für auswählbare Frequenz.]
In einer anderen Implementation kann jeder Zustand des Steuersignals
für auswählbare Frequenz 270 mit
unterschiedlichen Werten für
den Zweck des Frequenzabtastens (z.B. "bis 17,5 kHz" korreliert mit dem Zustand Eins des
Steuersignals für
auswählbare
Frequenz, "nach
unten 17,5 kHz" korreliert
mit dem Zustand Zwei des Steuersignals für auswählbare Frequenz; "nach unten 20 kHz" korreliert mit dem
Zustand Drei des Steuersignals für
auswählbare
Frequenz und "nach
oben 20 kHz" korreliert
mit dem Zustand Vier des Steuersignals für auswählbare Frequenz). Das Steuersignale für auswählbare Frequenz 270 kann
durch eine einfache Nutzerstellenvorrichtung aufgebaut sein, zum Beispiel
einen externen Schalter oder Knopf. In Alternative kann das Steuersignal
für auswählbare Frequenz 270 innerhalb
einer funkgesteuerten Zeitsteuerungsvorrichtung aufgebaut sein.
In einer Implementation kann das Steuersignal für auswählbare Frequenz 270 durch
einen Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 260 abgelitten
werden. Zum Beispiel kann der Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 260 eine
Logik enthalten, die das Vorhandensein eines gültigen Sendezeitcodesignals 241 bestimmt.
Der Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 260 kann
weiterhin eine Logik enthalten, die derart aufgebaut sein kann,
dass sie sequenziell jeden Zustand des Steuersignals für auswählbare Frequenz 270 auswählt, bis
ein gültiges,
gesendetes Zeitcodesignal 241 vorhanden ist.
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Zudem
hängt die
Implementation und der Aufbau der Frequenzteiler 381, 387, 388,
wie in 4 gezeigt ist, im Allgemeinen von der Frequenz sowohl
des Referenzzeitsteuerungssignals 314 als auch des örtlichen
Trägersignals 285,
das erzeugt werden soll, ab. Zum Beispiel wird eine funkgesteuerte
Zeitsteuerungsvorrichtung betrachtet, die derart aufgebaut ist,
dass sie ein gesendetes Funkzeitsignal auf dem WWVB der Vereinigten
Staaten empfängt,
das bei 60 kHz sendet. Wenn die funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung
einen Direktwandlungsempfänger
hat, sollte ein örtliches
Trägersignal 285 mit
einer Frequenz von 60 kHz erzeugt werden. Es wird auch die gleiche
funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung betrachtet, wo das Referenzzeitsteuerungssignal 314 eine
Frequenz von 32768 Hz hat. In einer exemplarischen Implementation
kann der Frequenzteiler 381 mit einem Verhältnis von
1024 aufgebaut sein, kann der Frequenzteiler 387 mit einem
Verhältnis
von 3 aufgebaut sein und kann der Frequenzteiler 388 mit
einem Verhältnis
von 5625 aufgebaut sein. Die Phase und/oder Frequenzdetektor 382 vergleicht
deshalb das Referenzzeitsteuerungssignal 314 (Frequenz
von 32768 Hz) geteilt durch 1024 und das Ausgangssignal 386 des
Spannungs-gesteuerten Oszillators (Frequenz von 180 Hz) geteilt
durch 5625. Wie gezeigt wird, sollte der Phasen- und/oder Frequenzdetektor 382 bei
Frequenz unterhalb 3 kHz arbeiten können (z.B. ist die Vergleichsfrequenz
32 kHz in dem vorstehenden Beispiel). Wenn der Frequenzgenerator
eine Phaseneinrastschaltung vom Fraktional-N-Typ aufweist, könnte die
Vergleichsfrequenz jedoch gleich der Frequenz des Referenzzeitsteuerungssignals 314 sein
(und somit kann der Frequenzteiler 318 weggelassen werden).
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In
noch einer weiteren Implementation kann die funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung,
wie in 3 gezeigt ist, mindestens eine Antenne 242 und/oder
mindestens einen Hochfrequenzverstärker 243 enthalten,
um mindestens ein gesendetes Zeitcodesignal 241 zu empfangen
und/oder zu verstärken.
Obwohl die gesendeten Zeitcodesignale im Allgemeinen in dem Niederfrequenzspektrum
(zwischen 30 kHz bis 300 kHz) sind, haben gesendete Zeitcodesignale
typischerweise Frequenzen von 40 kHz (für Übertragungen von Japan); 50
kHz (für Übertragungen
im östlichen
Russland); 60 kHz (für Übertragungen
von sowohl den Vereinigten Staaten als auch Japan); 68,5 kHz (für Übertragun gen
von China); 75 kHz (für Übertragungen
von der Schweiz); und 77,5 kHz (für Übertragungen von Deutschland). In
einer typischen Implementation wird das gesendete Niederfrequenz-Zeitcodesignal 241 von
der Antenne 242 empfangen und durch den Hochfrequenzverstärker 243 verstärkt. Der
Ausgang des Hochfrequenzverstärkers 243 ist
ein moduliertes Zeitcodesignal 244.
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Der
Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 260 kann
aus separaten Funktionselementen bestehen. Wie in 5 gezeigt
ist, sind das örtliche
Trägersignal 285 und
das modulierte Zeitcodesignal 244 Eingänge des Funkempfängers 461.
Der Funkempfänger 461 kann
aus einem Mischer 463 und einem Signalkonditionierer 464 bestehen.
Der Ausgang des Funkempfängers 461 ist
ein Zeitcodesignal 466, das durch einen Zeitcodedecodierer 462 empfangen wird.
Typischerweise enthält
das Zeitcodesignal 466 mindestens die momentane Zeit, das
Zeitcodesignal 466 kann aber auch enthalten: das Datum;
Zeitumstellungen und Schaltjahranzeiger; Paritätsinformationen; und/oder andere
weitere Informationen. In einer Implementation ist der Zeitcodedecodierer 462 innerhalb
eines Mikroprozessors enthalten. In einer alternativen Implementation
ist der Zeitcodedecodierer 462 innerhalb eines Logik-Feld-Elements
(zum Beispiel einer programmierbaren Logikvorrichtung oder einem
programmierbaren Gate-Array-Feld) oder
in einer applikationsspezifischen integrierten Schaltung enthalten.
Der Zeitcodedecodierer 462 erzeugt das Zeitsetz- und/oder
Korrektursignal 267. Wie vorstehend erläutert wurde und in 3 gezeigt wurde,
können
das Zeitsetz- und/oder Korrektursignal 267 und das Echtzeitsignal 221 mit
der Zeitsteuerungsvorrichtung 230 synchronisiert sein.
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Eine exemplarische Schaltung für eine funkgesteuerte
Zeitsteu erungsvorrichtung
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In
einer weiteren Ausführungsform
kann eine Schaltung für
eine funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung enthalten: eine Referenzzeitsteuerungssignalquelle;
einen Frequenzgenerator, der aufgebaut ist, (i) ein Referenzzeitsteuerungssignal
und ein Steuersignal für
auswählbare
Frequenz zu empfangen und (ii) ein örtliches Trägersignal aus dem Referenzzeitsteuerungssignal
und dem Steuersignal für auswählbare Frequenz
zu erzeugen; einen Funkempfänger,
der aufgebaut ist, (i) das örtliche
Trägersignal
und mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und mindestens einem modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen; und
einen Decodierer, der aufgebaut ist, (i) das Zeitcodesignal zu empfangen
und (ii) ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal daraus zu erzeugen.
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Es
wird nun auf 3 Bezug genommen. Eine Referenzzeitsteuerungssignalquelle 210 erzeugt
ein Referenzzeitsteuerungssignal 213, 214. In einer
Implementation kann die Referenzzeitsteuerungssignalquelle 210 einen
Quarzkristall 211 und eine Oszillatorschaltung 212 enthalten.
Der Quarzkristall 211 kann weiterhin eine Resonanzfrequenz von
ungefähr
2x Hz haben, wobei X eine ganze Zahl aus
10 bis 20 (z.B. 14 ≤ X ≤ 18) ist.
In einer Implementation hat der Kristall eine Frequenz von ungefähr 32768
Hz (d.h., X ist gleich 15). Das Referenzzeitsteuerungssignal 213 und
das Referenzzeitsteuerungssignal 214 können die gleichen sein oder
unterschiedlich sein, wie vorstehend erläutert wurde. Ein Frequenzgenerator 280 empfängt das
Referenzzeitsteuerungssignal 214 und ein auswählbares
Frequenzsteuersignal 270 und erzeugt ein örtliches
Trägersignal 285.
Ein Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 260 empfängt das örtliche
Trägersignal 285 und ein
moduliertes Zeitcodesignal 244 und erzeugt ein Zeitsetz-
und/oder Korrektursignal. Der Funkempfänger/Zeitcodedecodierer 260 kann
separate Elemente, wie vorstehend beschrieben wurde und in 5 gezeigt
wird, enthalten: einen Funkempfänger 461 und
einen Zeitcodedecodierer 462.
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In
noch einer weiteren Implementation und wie in 3 gezeigt
ist, kann die funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung mindestens
eine Antenne 242 und/oder mindestens einen Hochfrequenzverstärker 243 enthalten,
um mindestens ein gesendetes Zeitcodesignal 241 zu empfangen
und/oder zu verstärken.
Obwohl die gesendeten Signale im Allgemeinen in dem niederfrequenten
Spektrum sind (zwischen 30 kHz und 300 kHz) haben gesendete Zeitcodesignale typischerweise
Frequenzen von: 40 kHz (Übertragungen
von Japan); 50 kHz (für Übertragungen
vom östlichen
Russland); 60 kHz (für Übertragungen
von sowohl den Vereinigten Staaten als auch Japan); 68,5 kHz (für Übertragungen
von China); 75 kHz (für Übertragungen
von der Schweiz); und 77,5 kHz (für Übertragungen von Deutschland).
In einer typischen Implementation wird das niederfrequente, gesendete Zeitcodesignal 241 durch
die Antenne 242 empfangen und durch den Hochfrequenzverstärker 243,
wie vorstehend beschrieben wurde, verstärkt.
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In
einer weiteren Implementation und wieder unter Bezugnahme auf 5 kann
der Funkempfänger 461 vom
Direktwandlungstyp sein. Wenn ein gesendetes Trägersignal, das mit einem Basisbandsignal
moduliert ist, mit einem örtlichen
Trägersignal
gemischt wird, dessen Frequenz gleich dem Trägersignal ist, wie in dem Fall
der Direktwandlungsfunkempfänger,
ist das Signal, das sich ergibt, das modulierte Basisbandsignal.
Wenn der Funkempfänger 461 vom Direktwandlungstyp
ist, hat das örtliche
Trägersignal 285 somit
eine Frequenz gleich der Frequenz des gewünschten, gesendeten Zeitcodesignals 241.
Zum Beispiel erzeugt eine Schaltung für eine funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung,
die einen Direktwandlungsfunkempfänger hat, eine örtliche
Trägerfrequenz
von 77,5 kHz, um das deutsche, gesendete Zeitcodesignal zu empfangen.
In einer alternativen Implementation und für eine verbesserte Empfängerselektivität kann der
Funkempfänger 461 vom
Superheterodyn-Typ sein. Die Superheterodyn-Funkempfänger kombinieren
ein gesendetes Träger signal,
das mit einem Basisbandsignal moduliert ist, und ein örtliches
Trägersignal,
dessen Frequenz gleich dem gesendeten Trägersignal plus oder minus einem
festgelegten Versatz (z.B. der Zwischenfrequenz) ist. Im Allgemeinen
ist die Zwischenfrequenz kleiner als die örtliche Trägerfrequenz. Der Ausgang des
Mischers wird dann gefiltert, um die ungewünschten Modulationsprodukte
zu entfernen. Das sich ergebende Signal ist das modulierte Basisbandsignal.
Somit, wenn der Funkempfänger 461 vom
Superheterodyn-Typ ist, hat das örtliche
Trägersignal 285 eine
Frequenz gleich der des gewünschten,
gesendeten Zeitcodesignals 241 plus der festgelegten Zwischenfrequenz. Zum
Beispiel erzeugt eine Schaltung für eine funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung,
die einen Superheterodyn-Empfänger
mit einer Zwischenfrequenz von 4,5 kHz enthält, eine örtliche Trägerfrequenz von 82 kHz, um
das deutsche, gesendete Zeitcodesignal (77,5 kHz plus 4,5 kHz) empfangen
zu können.
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In
einer weiteren Implementation kann die funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung
einen Echtzeitsignalgenerator enthalten. Es wird nun wieder Bezug
auf 3 genommen. Der Echtzeitsignalgenerator 220 empfängt das
Referenzzeitsteuerungssignal 213 und erzeugt das Echtzeitsignal 221. Der
Echtzeitsignalgenerator 220 kann ein oder mehrere Multiplizierer
und/oder Teiler enthalten und der Aufbau dieses Echtzeitsignalgenerators
ist für
Fachleute bestens bekannt. Wenn die Referenzzeitsteuerungssignalquelle 210 einen
Quarzkristall 211 mit einer Resonanzfrequenz von 32768
Hz aufweist oder daraus besteht, wird das Echtzeitsignal 221 verwendet,
um die Zeitsteuerungsvorrichtung anzutreiben, und es hat eine Frequenz
von einem Impuls bzw. Puls pro Sekunde.
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In
einer weiteren Implementation kann der Frequenzgenerator 280 eine
Phaseneinrastschaltung vom ganzzahligen Typ oder vom Fraktional-N-Typ
und mindestens einen Teiler enthalten. Die Frequenzgeneratoren,
die eine solche Phaseneinrast schaltung und einen solchen Frequenzteiler
aufweisen, sind herkömmlich
und ihre Designimplementation und ihr Betrieb sind Fachleuten bestens
bekannt. Ein Beispiel eines Frequenzgenerators, der eine Phaseneinrastschaltung
vom ganzzahligen Typ und einen Frequenzteiler hat, ist in 4 gezeigt
und wird vorstehend erläutert.
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Eine weitere beispielhafte
Schaltung für
eine funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung
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In
einer noch weiteren Ausführungsform kann
eine Schaltung für
eine funkgesteuerte Zeitsteuerungsvorrichtung enthalten: einen Frequenzgenerator,
der aufgebaut ist, (i) ein Referenzzeitsteuerungssignal und ein
Steuersignal für
auswählbare Frequenz
zu empfangen und (ii) ein örtliches
Trägersignal
aus dem Referenzzeitsteuerungssignal und dem Steuersignale für auswählbare Frequenz
zu erzeugen; und einen Funkempfänger,
der aufgebaut ist, (i) das örtliche
Trägersignal
und mindestens ein moduliertes Zeitcodesignal zu empfangen und (ii)
ein Zeitcodesignal aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal zu erzeugen.
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Es
wird nun Bezug auf 3 genommen. Ein Frequenzgenerator 280 empfängt ein
Referenzzeitsteuerungssignal 214 und ein Steuersignal für auswählbare Frequenz 270 und
erzeugt ein örtliches Trägersignal 285.
Das örtliche
Trägersignal 285 und das
modulierte Zeitcodesignal 244 können von einem Funkempfänger (zum
Beispiel dem Funkempfänger 461,
der in 5 gezeigt ist) empfangen werden, der einen Mischer 463 und
einen Signalkonditionierer 464 enthält und der das Zeitcodesignal 466 erzeugen
kann. In einer Implementation enthält die Schaltung einen Zeitcodedecodierer 462,
der das Zeitcodesignal empfängt
und ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal 267 erzeugt.
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In
einer weiteren Implementation kann die Schaltung mindestens einen
Hochfrequenzverstärker
enthalten, um mindestens ein gesendetes Zeitcodesignal verstärken zu
können.
Wie vorstehend erläutert
wurde und in 5 gezeigt ist, kann ein Hochfrequenzverstärker 243 mit
einer Antenne 241 und einem Funkempfänger 461 für die Zwecke
der Verstärkung
eines gesendeten Zeitcodesignals 241 gekoppelt sein. Der
Hochfrequenzverstärker 243 gibt
das modulierte Zeitcodesignal 244 aus.
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In
noch einer weiteren Implementation kann die Schaltung eine Referenzzeitsteuerungssignalquelle
enthalten. Wie in 3 gezeigt ist, kann die Referenzzeitsteuerungssignalquelle 210 sowohl
mit dem Frequenzgenerator 280 als auch mit dem Echtzeitsignalgenerator 220 gekoppelt
sein und ein Referenzzeitsteuerungssignal 213, 214 dafür bereitstellen.
In einer weiteren Implementation kann die Referenzzeitsteuerungssignalquelle 210 ein
Kristalloszillator sein.
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Ein exemplarisches Verfahren
der Synchronisierung einer funkgesteuerten Zeitsteuerungsvorrichtung
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In
einer weiteren Ausführungsform
kann ein Verfahren zum Synchronisieren einer funkgesteuerten Zeitsteuerungsvorrichtung
enthalten: Multiplizieren und/oder Teilen eines Referenzzeitsteuerungssignals
mit einem ersten Verhältnis
bzw. durch ein erstes Verhältnis,
um ein Echtzeitsignal zu erzeugen; Multiplizieren und/oder Teilen
des Referenzzeitsteuerungssignals mit einem zweiten Verhältnis bzw.
durch ein zweites Verhältnis,
um ein örtliches
Trägersignal zu
erzeugen; Erzeugen eines Zeitcodesignals aus dem örtlichen
Trägersignal
und dem mindestens einen modulierten Zeitcodesignal; und Decodieren
des Zeitcodesignals, um ein Zeitsetz- und/oder Korrektursignal zu
erzeugen. Typischerweise enthält
das Zeitcodesignal mindestens die momentane Zeit. Das Zeitcodesignal
kann jedoch auch enthalten: das Datum; Zeitumstellungen und Schalt jahranzeiger;
Paritätsinformationen;
und/oder weitere Informationen.
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In
einer Implementation kann das Verfahren zum Erzeugen eines Zeitcodesignals
enthalten: Empfangen eines modulierten Zeitcodesignals; und Demodulieren
des modulierten Zeitcodesignals mit dem örtlichen Träger. In einer anderen Implementation
kann das Verfahren auch das Einstellen des Echtzeitsignals in Übereinstimmung
mit dem Zeitsetz- und/oder Korrektursignal derart enthalten, dass
die verhältnisgesteuerte
Zeitsteuerungsvorrichtung mit einem gesendeten Zeitcodesignal synchronisiert wird.
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In
noch einer weiteren Implementation kann das Verfahren auch das Anzeigen
einer Wiedergabe des Echtzeitsignals enthalten. Die Wiedergabe kann in
einer traditionellen, analogen Form (bewegliche Zeitbänder) oder
in einem digitalen Anzeigeelement, zum Beispiel einer Flüssigkristallanzeige
(LCD), angezeigt werden.
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Die
Frequenz des erzeugten, örtlichen
Trägersignals
kann dem Zustand eines Steuersignals für auswählbare Frequenz entsprechen.
Der Zustand des Steuersignale für
auswählbare
Frequenz kann durch eine einfache Nutzerschnittstelle ausgewählt werden,
zum Beispiel einen äußeren Schalter
oder Knopf. In Alternative kann das Steuersignal für auswählbare Frequenz
innerhalb der funkgesteuerten Zeitsteuerungsvorrichtung durch ein
Logikelement aufgebaut sein. Ein Verfahren zum Konfigurieren des Steuersignals
für auswählbare Frequenz
innerhalb des Logikelements kann die Schritte enthalten Auswählen eines
ersten Zustands des Steuersignals für auswählbare Frequenz entsprechend
einer ersten, gewünschten
Sendeverhältnisstation;
Bestimmen, ob ein gültiges
Zeitcodesignal empfangen worden ist; und, wenn ein gültiges Zeitcodesignal
nicht empfangen worden ist, Auswählen
eines zweiten Zustands des Steuersignals für auswählbare Frequenz, das einer
zweiten, gewünschten
Sendefunkstation entspricht und ähnliches
bzw. gleiches Bestimmen, ob ein gültiges Zeitcodesignal empfangen
worden ist. Der Prozess kann sequenziell das Auswählen jedes Zustands
des Steuersignals für
auswählbare
Frequenz entsprechend jeder Sendefunkstation, die empfangen werden
soll, wiederholen.
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SCHLUSSFOLGERUNG/ÜBERSICHT
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Die
vorliegende Erfindung stellt somit Vorrichtungen, Schaltungen und
Verfahren bereit, die einer funkgesteuerten Uhr ermöglichen,
Funksignale bei jeder aus einer Vielzahl von Frequenzen unter Verwendung
eines einzigen Quarzkristalls zu empfangen.
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Die
vorhergehenden Beschreibungen und spezifischen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wurden zum Zwecke der Erläuterung
und Beschreibung bereitgestellt. Es ist nicht beabsichtigt, dass
sie die Erfindung ausschöpfen
oder auf die genauen offenbarten Formen beschränken, und offensichtlich sind
viele Modifikationen und Variationen im Lichte der vorstehenden
Lehre möglich.
Die Ausführungsformen
wurden gewählt
und beschrieben, um am besten die Prinzipien der Erfindung und ihre
praktische Anwendung zu erläutern,
um dadurch anderen Fachleuten zu ermöglichen, die Erfindung am besten zu
verwenden, und verschiedene Ausführungsformen
und verschiedene Modifikationen, wie sie für eine bestimmte Verwendung
geeignet sind, werden bedacht. Es ist beabsichtigt, dass der Bereich
der Erfindung durch die Ansprüche
definiert wird, die hier angehängt
sind, und durch ihre Äquivalente.