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DE102007022935B4 - Dichteinlage für Behälterverschlüsse - Google Patents

Dichteinlage für Behälterverschlüsse Download PDF

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DE102007022935B4 DE200710022935 DE102007022935A DE102007022935B4 DE 102007022935 B4 DE102007022935 B4 DE 102007022935B4 DE 200710022935 DE200710022935 DE 200710022935 DE 102007022935 A DE102007022935 A DE 102007022935A DE 102007022935 B4 DE102007022935 B4 DE 102007022935B4
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    • B65D53/00Sealing or packing elements; Sealings formed by liquid or plastics material
    • B65D53/04Discs

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)
  • Packages (AREA)

Abstract

Dichteinlage für Behälterverschlüsse,
mit einer Trägerschicht (10),
wobei die Trägerschicht (10) aus einem extrudierten Schaummaterial besteht,
und mit einer auf die Trägerschicht (10) aufgetragenen Filmschicht (30),
wobei die Filmschicht (30) ein extrudiertes Polymer ist, und
wobei die Filmschicht (30) eingefärbt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Dichteinlage für Behälterverschlüsse, mit einer Trägerschicht und mit einer auf die Trägerschicht aufgetragenen weiteren Schicht. Die Erfindung betrifft außerdem einen Behälterdeckel.
  • Dichteinlagen für Behälterverschlüsse sind bereits aus älteren Patentschriften bekannt. So beschreibt die US 2,620,939 A eine Dichteinlage, die aus einer metallischen Membran mit einer Abdecklage aus steifem Papier besteht. Auf der dem Papier abgewandten Seite wird eine Folie aus einem bei Hitze aufschmelzendem Werkstoff vorgesehen, die in Form einer Unterlegscheibe oder auch in Form einer durchgehenden Folie ausgebildet sein kann. Durch Anlegen eines dielektrischen Hochfrequenzfelds wird die Metallscheibe erhitzt, die untere Folie aufgeschmolzen und somit die Dichtscheibe auf der Behältermündung festgesiegelt. Um den Einbau der Scheibe zu erleichtern, kann diese Filmschicht eingefärbt sein. Die Folie kann durch Aufwalzen einer flüssigen Lösung mit anschließendem Verdampfen des Lösungsmittels auf der Metallschicht angebracht werden. Möglich ist es auch, die Membran auf der Unterseite der Metallschicht mit einer weiteren Kunststoffschicht zu versehen, die bei einer höheren Temperatur aufschmilzt und die Haftung der verschiedenen Schichten untereinander verstärkt.
  • Aus der FR 2 573 392 A1 ist ein Behälterdeckel bekannt, der mittels einer eingelegten Zwischenscheibe verschließbar ist, wobei der äußere Behälterdeckel teilweise transparent sein kann.
  • Dichteinlagen für Behälterverschlüsse bestehen häufig aus geschäumtem Polyethylen oder geschäumtem Polypropylen. Diese Dichteinlagen sind scheibenförmig und im Regelfall rund, insgesamt bilden sie also eine zylindrische Scheibe. Auch als solche sind sie bereits ein auf dem Markt erhältliches Produkt. Die scheibenförmige Dichteinlage wird in beispielsweise eine Schraubkappe eingelegt und dann mit der Schraubkappe zum Verschließen eines Gefäßes beispielsweise aus Glas oder Kunststoff verwendet. Das Gefäß kann dann beispielsweise Nahrungsmittel oder kosmetische Produkte enthalten.
  • Die scheibenförmige Dichteinlage enthält neben der Trägerschicht aus geschäumtem Polyethylen oder geschäumtem Polyprofilen häufig auch noch weitere Schichten.
  • Zusätzlich zu der Trägerschicht, die eine wärmedämmende, isolierende und abdichtende Funktion hat und durch ihre schaumartige Konsistenz auch in der Lage ist, gewisse Fertigungstoleranzen auszugleichen, sollen den Dichteinlagen noch weitere Materialeigenschaften mitgegeben werden. So wird es gelegentlich gewünscht, dass außerdem gewisse Barriereeigenschaften vorliegen, beispielsweise in Form von Sauerstoff- oder Wasserdampfsperren. Auch bestimmte mechanische Eigenschaften wie etwa Gleiteigenschaften oder eine weitere mechanische Abdichtfunktion können erwünscht sein
  • Bei Behältern etwa für Kosmetika ist es beispielsweise gewünscht, zumindest eine Seite der Dichteinlage möglichst glatt und angenehm für eine Berührung mit den Fingern zu gestalten, wobei gleichzeitig selbstverständlich großes Augenmerk auf die optische Anmutung auch der Dichteinlagen gelegt wird, da diese von dem Benutzer oder der Benutzerin nach dem Öffnen der Behälter gesehen wird.
  • Um diese Oberflächeneigenschaften zu bekommen, werden Kaschierungsfolien eingesetzt. Um eine optisch möglichst ansprechende Anmutung zu bekommen, werden farbige Kaschierungsfolien verwendet.
  • Farbige Kaschierungsfolien sind jedoch sehr kostspielig, da zur Herstellung derartiger Folien ein Farbstoff zugesetzt werden muss, der eine komplette Charge derartiger Folien einfärbt. Soll danach wieder eine klare Folie mit derselben Anlage hergestellt werden, hat dies erhebliche kostspielige Reinigungsarbeiten zur Folge, unter anderem auch einen längeren Stillstand für die Durchführung dieser Arbeiten. Alle diese Bemühungen fließen natürlich dann in die Kosten für die farbige Kaschierungsfolie ein.
  • Ohne diese farbige Kaschierungsfolie dagegen sieht jede einzelne Dichtscheibe von beiden Seiten weiß aus, da die Trägerschicht im Regelfall eine schaumextrudierte, weiße Schicht ist.
  • Eine Färbung der Trägerschicht im Schaumextrusionsverfahren wäre an sich physikalisch möglich. Es bestünde jedoch das Problem, dass die Schaumextrusionsanlagen jeweils sehr kostspielig und zeitaufwändig umgerüstet werden müssten, um einen bestimmten Farbton dem Schaumstoff beizumengen. Eine sehr gründliche Reinigung der Schaumextrusionsanlagen sowie eine rückführende Umrüstung würden dann anschließend ebenfalls erforderlich.
  • Daher wird dieser in Anwenderkreisen geäußerte Wunsch nach farbigen Dichteinlagen und farbigen Dichtscheiben bisher nicht oder nur in seltenen, die hohen Umrüstkosten rechtfertigenden Sonderfällen erfüllt werden können.
  • Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine wirtschaftlichere Möglichkeit vorzuschlagen, Anwendern Dichteinlagen für Behälterverschlüsse sowie Behälterdeckel mit derartigen Dichteinlagen anbieten zu können, die einen farbigen Eindruck beim Betrachter hervorrufen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Dichteinlage für Behälterverschlüsse, mit einer Trägerschicht, wobei die Trägerschicht aus einem extrudierten Schaummaterial besteht, und mit einer auf die Trägerschicht aufgetragenen Filmschicht, wobei die Filmschicht ein extrudiertes Polymer ist, und wobei die Filmschicht eingefärbt ist.
  • Die Aufgabe wird weiter durch einen Behälterdeckel mit den Merkmalen von Anspruch 5 gelöst.
  • Bevorzugt wird als extrudiertes Polymer für die Filmschicht ein Polyolefin eingesetzt.
  • Die bisher übliche Kaschierungsfolie wird vollständig weggelassen. Statt dieser bisher regelmäßig üblichen Folie wird jetzt eine Filmschicht aufgetragen, die aus einem extrudierten Polymer, bevorzugt etwa einem Polyolefin, insbesondere einem Polyethylen oder einem Ethylen-Copolymer besteht.
  • Es ist nämlich möglich, mit einer solchen Filmschicht ebenfalls eine glatte Oberfläche zu erzielen, die von der haptischen Anmutung her einer Kaschierungsfolie recht ähnlich ist. Auch diese Oberfläche ist glatt und entspricht auch den weiteren Anforderungen, die einer Dichteinlagenoberfläche gegenüber etwa kosmetischen Material erhoben werden.
  • Insbesondere hat eine solche Schicht einen ganz wesentlichen Vorteil. Hier kann während des Auftragens recht problemlos ein Farbstoff zugesetzt werden. Dieser Farbstoff ändert die chemischen Eigenschaften und insbesondere das haptische Gefühl beim Anfassen nicht gegenüber einer ungefärbten Filmschicht.
  • Der Farbstoff hat auch nicht die Nachteile, die sonst auftreten, wenn der Farbstoff bei der Herstellung entweder einer Kaschierungsfolie oder auch einer farbigen Trägerschicht im Schaumextrudierverfahren auftreten. Die Filmschicht wird nämlich auf eine schon existierende geschäumte Trägerschicht aufgetragen und die dazu verwendeten Apparaturen sind wesentlich leichter zu reinigen, so dass auch ein Wechsel sehr einfach möglich ist.
  • Bei Versuchen hat sich ein unter der Marke „Lupolen"® von der BASF AG angebotener Werkstoff als gut geeignet herausgestellt.
  • Polymerfilmschichten, insbesondere in Form von Lupolenfilmschichten, werden normalerweise als Klebschichten eingesetzt, um beispielsweise eine Trägerschicht mit einer Kaschierungsfolie zu verbinden. Lässt man den zweiten, zu verklebenden Bestandteil, hier also die Kaschierungsfolie, weg, so bleibt jedoch keine klebende Schicht übrig, sondern nach dem Auftragen eine weiche, glatte, sanfte, nicht klebende Oberfläche.
  • Diese Polymerfilmschicht hält sich lediglich selbst an der Trägerschicht, hat aber nach dem Auftragen keine Klebwirkung mehr gegenüber anderen Schichten.
  • Die Erfindung macht von der Erkenntnis Gebrauch, dass eine solche Dichteinlage für Behälterverschlüsse eben nicht nur aus dem wesentlichen Bestandteil Trägerschicht bestehen muss, der sowohl den Herstellern von Dichteinlagen als auch den Anwendern als einziger Bestandteil präsent ist. Auch das Vorsehen einer Kaschierungsfolie zur Erzielung einer glatten Oberfläche ist keineswegs zwingend, auch wenn dies in der Fachwelt bisher so gesehen wurde.
  • Die Filmschicht ist an sich klar und transparent, so dass ein Betrachter durch sie hindurch auf die Trägerschicht sehen kann. Eine gefärbte Filmschicht wirkt sich also für den Betrachter von einer Seite aus so aus, als sei die gesamte Dichteinlage mit einer Farbe versehen.
  • Die Filmschicht hat nun darüber hinaus den Vorteil, dass sie erst bei der letztendlichen Herstellung der Dichteinlage angefügt wird und für eine variable und gezielte Beifügung von Farbpigmenten zur Verfügung steht. Weder wird sie als Schaumextrusionselement hergestellt, noch muss zuvor eine Kaschierungsfolienbahn erstellt werden.
  • Das bevorzugt verwendete Material der Polymerfilmschicht ist ein extrudiertes Polyolefin, das heiß extrudiert wird, so ähnlich wie bei seinem Einsatz als Klebemedium in Form etwa einer Lupolenfilmschicht.
  • Für derartige Farbstoffe besteht eine breite Auswahl und es ist auch möglich, relativ rasch die Färbung dieser Filmschicht zu wechseln, um unterschiedlich gefärbte Dichteinlagen zu produzieren.
  • Die so entstehenden Dichteinlagen wären auf einer Seite für den Betrachter farbig, beispielsweise orange, auf der anderen Seite dagegen weiß, da er dort die unkaschierte und nicht mit einer Filmschicht versehene Oberfläche der Trägerschicht sieht.
  • Möglich ist es auch, die Dichteinlagen auf beiden flächigen Seiten mit einer Farbe zu versehen, und zwar insbesondere mit unterschiedlichen Farbtönen.
  • Damit lässt sich auf sehr einfache Weise ein erheblicher Rationalisierungseffekt bei der Bevorratung mit Dichtscheiben erzielen. So sind häufig zwei unterschiedliche Arten von Dichtscheiben gewünscht, um zwei unterschiedliche Inhalte von Behältern in irgendeiner Form für den Endverbraucher rasch voneinander unterscheidbar zu machen, beispielsweise zwei unterschiedlich stark gewürzte oder gesüßte, aber im Übrigen ähnlich aussehende Lebensmittel, beispielsweise Säfte, oder auch zwei verschieden streichfähige Cremes. Hier kann nun erfindungsgemäß der Hersteller oder Abfüller des entsprechenden Produktes mit ein und derselben Dichteinlage einfach durch unterschiedliches Einlegen in den Behälterdeckel auf ganz einfache Art und Weise für den Endverbraucher veranschaulichen, welche Version des entsprechenden Produktes er gerade vor sich hat. Er kann beispielsweise die Dichteinlage auf einer Seite grün und auf der anderen Seite rot einfärben lassen, hat trotzdem nur eine Sorte Dichteinlage auf Lager und kann trotzdem zwei Sorten voneinander unterscheidbar machen.
  • Natürlich ist auch ein Anpassen an zwei verschiedene Lebensmittelfarben oder auch Cremefarben möglich, wenn dies der Abfüller wünscht.
  • Es gibt jedoch außerdem noch einen ganz besonderen, weiteren Effekt. So besteht der Wunsch verschiedener Hersteller von Waren, außen auf den Behälter durch die Verwendung einer bestimmten Hintergrundfarbe oder einer bestimmten Farbe in einem bestimmten Bereich des Behälterdeckels für den potentiellen Kunden zu verdeutlichen, welche bestimmte Sorte ihres Produktes sich in dem Behälter befindet. Für die Hersteller von Kosmetika mag es zum Beispiel interessant sein, außen auf der Verpackung durch die Verwendung eines bestimmten Farbtons anzudeuten, dass die Handcreme in dem Behälter mit einem bestimmten Zusatz versehen ist, etwa einem Duft von Veilchen oder Kamille oder einem anderen Geruchsstoff. Dies kann entweder durch eine Bedruckung des Verschlussdeckels des Behälters erfolgen, oder durch eine vollständige Verwendung eines Werkstoffes mit einer bestimmten Färbung. Letzteres ist relativ kostspielig, ersteres ist nicht in allen Fällen erwünscht.
  • Erfindungsgemäß ist es jedoch möglich, für eine bestimmte Serie den Behälterverschlussdeckel transparent oder jedenfalls in Teilbereichen transparent auszuführen, wobei der Hersteller des Behälterverschlussdeckels noch nicht berücksichtigen muss, welche Produktsorte sein Kunde, also der Hersteller der Kosmetika, in dem Behälter anordnen will. Durch das Verwenden einer in den Behälterverschlussdeckel eingelegten Dichteinlage mit einer gewünschten Färbung kann durch den transparenten Behälterdeckel hindurch dem Käufer die gewünschte Information vermittelt werden, wobei der potentielle Käufer darüber hinaus auch noch einen besonders authentischen Eindruck bekommt, da er auf Grund des transparenten Deckels psychologisch den Eindruck bekommt, er könne weiter in den Behälter hineinsehen, als wenn dieser vollflächig bedruckt wäre.
  • Das bedeutet, dass der Hersteller der Kosmetika erst durch die Wahl einer bestimmten Dichteinlage in dem Behälterverschlussdeckel die Entscheidung realisieren muss, welches Produkt er nun in diesen Behälter füllen möchte. Das vereinfacht die Vorratshaltung erheblich, da die Behälterdeckel in größeren Stückzahlen identisch mit gleicher Färbung (nämlich transparent) verwendet werden können, während nur unterschiedliche Dichtscheiben vorrätig gehalten werden müssen, also in der Lagerhaltung wesentlich weniger Platz einnehmen.
  • Die Behälterdeckel selbst können also völlig identisch bleiben, für verschiedenste Sorten kann immer wieder der gleiche Typ verwendet werden. Zur Kennzeichnung genügt einfach das Einlegen der unterschiedlichen Arten von Dichtscheiben, wobei es dem Hersteller oder Abfüller natürlich unbenommen bleibt, etwa den Behälter selbst unterschiedlich zu beschriften und nur den Behälterdeckel rationeller zu fertigen und auf Vorrat zu halten.
  • Ein weiterer interessanter Einsatzzweck ergibt sich, um durch eine Färbung auf der einen Seite der Trägerschicht die beiden Seiten einer Dichteinlage voneinander unterscheidbar zu machen. Es kann dann nämlich die Seite mit der Filmschicht optisch erkennbar gemacht werden, da die andere Seite aufgrund des Fehlens einer Filmschicht und den Fehlen einer Färbung weiß bleibt. Hier kann mittels automatischer optischer Erkennung eine Orientierung der Dichteinlagen so erfolgen, dass jeweils eine gewünschte Seite in eine bestimmte Richtung orientiert wird, etwa für Einlegemaschinen. Dadurch kann eine nunmehr unnötige manuelle Sortierung vollständig eingespart werden.
  • Die Dichteinlagen müssen häufig in Einlegemaschinen Behälterverschlüssen zugeführt werden, in die sie eingelegt werden sollen. Um diese Zufuhr der Dichteinlagen zu den Einlagemaschinen möglichst wirtschaftlich vornehmen zu können, werden die Dichteinlagen lose geschüttet in Kartons verpackt. Aus diesen Kartons werden sie dann in Zuführtrichter oder in ähnliche Geräte eingefüllt.
  • Damit die auf diese Weise lose geschüttet in den Kartons verpackten Dichteinlagen auch in den Maschinen verarbeitet werden können und eine in bestimmter Weise orientierte oder beschichtete Seite nach dem Einsetzen in den Verschluss auf jeden Fall auf der richtigen, je nach Anwendungsfall dem Füllgut benachbarten oder abgewandten Seite vorhanden ist, kann nun eine automatische Sortierung durch Farberkennungseinrichtungen erfolgen.
  • Andernfalls müsste eine kostspielige Orientierung der Dichteinlagen beim Hersteller durch ein Abpacken in Schläuche erfolgen. Das zeitraubende Bestücken von Einlegemaschinen und Magazinen mit nur wenigen hundert Dichteinlagen beinhaltenden Schläuchen beim Verschlusshersteller kann dann ebenfalls unterbleiben.
  • Sehr wichtig für den Anwender ist es, dass sich durch die Erfindung, physikalisch abgesehen von der unterschiedlichen Färbung nichts verändert. Die Oberflächenstrukturen sind von beiden Seiten genauso, wie sie bei einer herkömmlichen, ungefärbten Dichteinlage auch wären, so dass sämtliche Handhabungs mechanismen, Einlegemaschinen etc. nicht umgestellt werden müssen und die eingefärbten Dichteinlagen genauso behandelt werden können, wie herkömmliche aus einer vorhergehenden Charge.
  • Es lässt sich also problemlos realisieren, herkömmliche, nicht eingefärbte Dichtscheiben gemischt oder abwechselnd mit den erfindungsgemäßen, einen farblichen Eindruck auf den Betrachter hervorrufenden Dichtscheiben einzusetzen. Der Hersteller eines Produktes ist also nicht darauf angewiesen, eine Charge herkömmlicher Dichtscheiben zunächst aufzubrauchen, dann Umstellungen vorzunehmen, und dann erst die neuen Dichtscheiben verwenden zu können. Er kann stattdessen problemlos die neuartigen Dichtscheiben in seine Produktion einfließen lassen. Er behält auch keine Restmengen bisheriger Produkte zurück, die vollständig aufgebraucht werden können.
  • Auch sämtliche Prüf- und Testmaßnahmen, die beispielsweise auf physikalischen Eigenschaften der Dichtscheiben beruhen, müssen praktisch nicht geändert werden. Weder ändert sich die Dicke oder das spezifische Gewicht oder das Gesamtgewicht einer Dichtscheibe, noch ändern sich die Reibungsbeiwerte und ähnliche Eigenschaften. Lediglich die optischen Eigenschaften sind verändert.
  • Diese geänderten optischen Eigenschaften ermöglichen es beispielsweise, zwei verschiedenartige Dichteinlagen, die beispielsweise mit unterschiedlichen Filmschichten oder Trägerschichten ausgerüstet sind, um für sehr spezielle Verwendungszwecke eingesetzt zu werden, voneinander unterscheidbar zu machen. Dies war bisher ein Problem, wenn derartige Dichtscheiben für den Betrachter völlig identisch aussehen, aber nur für jeweils einen Verwendungszweck eingesetzt werden können. Hier kann nun herstellerseitig durch eine bestimmte, vom Kunden gewünschte Färbung von vornherein Vorsorge getroffen werden. Danach können diese Dichteinlagen mit bloßem Auge sauber voneinander unterschieden werden.
  • Zur Herstellung der Dichteinlagen wird wie erwähnt, zunächst eine Folienbahn hergestellt. Diese Folienbahn besteht aus der Trägerschicht und, auf einer Seite, der gefärbten Filmschicht.
  • Auch diese gesamte Folienbahn ist ein selbständig handelbares Produkt, denn aus verpackungstechnischen oder anderen wirtschaftlichen Gründen heraus ist es gelegentlich gewünscht, die Dichteinlagen erst vor Ort kurz vor dem Herstellen der Verpackungen beziehungsweise dem Verpacken der fertigen Produkte aus den Folienbahnen zu fertigen. Dies geschieht, in dem aus diesen Folienbahnen die Dichteinlagen maschinell ausgestanzt werden und dann unmittelbar zur Weiterverarbeitung verwendet werden können.
  • Zur Herstellung dieser Dichteinlagen können daher auch derartige Folienbahnen an einem anderen Ort und geraume Zeit vor dem Ausstanzen der Dichteinlagen produziert werden, sodass sie dann als fertige Bahnwaren insbesondere in größeren Rollen den ausstanzenden Fertigungsbetrieben zugeliefert werden. Auch eine solche Folienbahn hilft weiter, in dem sie nämlich Anwendern Dichteinlagen für Behälterverschlüsse anbieten kann, die einen farbigen Eindruck beim Betrachter hervorrufen.
  • Im Folgenden wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigt:
  • 1 eine perspektivische Ansicht auf eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Dichteinlage; und
  • 2 eine perspektivische Ansicht auf die Ausführungsform aus 1 aus anderer Richtung.
  • Eine in den 1 und 2 dargestellte Dichteinlage besteht in erster Linie zunächst aus einer Trägerschicht 10. Diese Trägerschicht 10 kann in bevorzugten Ausführungsformen eine Schaumstoffschicht sein, beispielsweise aus Polyethylen oder aus Polypropylen. Die Trägerschicht 10 ist ebenso wie die gesamte Dichteinlage oder auch Dichtscheibe zylindrisch; sie besitzt also einen kreisförmigen Umfang und ist weitgehend an jeder Stelle gleich dick. Beides ist nicht zwingend Voraussetzung, es kann sich auch um mehreckige oder anders geformte Dichtscheiben handeln, auch gewisse Toleranzen bei den Dickenabmessungen sind möglich.
  • Auf die Trägerschicht 10 wird eine Filmschicht 30 aufgebracht. Diese Filmschicht 30 wird bevorzugt in heißer Form aus einem Extruder zugeführt; es kann sich um ein Polymer, insbesondere um ein Polyolefin handeln. Insbesondere handelt es sich um eine Lupolenfilmschicht.
  • Diese Filmschicht 30 ist, anders als im Stand der Technik, bei der Erfindung gefärbt. Sie kann beispielsweise mit einem leuchtend bordeauxroten Farbstoff versetzt werden ohne ihre Eigenschaften in irgendeiner Form einzubüßen. Der Farbstoff ebenso wie der Rest der Filmschicht 30, dringen nicht durch die Trägerschicht hindurch, sind von der anderen Seite also nicht merkbar oder sichtbar.
  • Schaut nun ein Betrachter auf die Dichteinlage, so sieht er entweder von unten aus auf die gefärbte Filmschicht 30 oder von oben auf die nicht gefärbte Trägerschicht 10. Die Filmschicht 30 verdeckt auf der einen Seite den weißen Schaumstoff der Trägerschicht 10, die für den Betrachter damit nicht mehr sichtbar ist. Wird das Auge des Betrachters durch eine optoelektronische Erkennungseinrichtung mit einem Werkzeug gedanklich ersetzt, so kann diese anhand der wahrgenommenen Farbe auch automatisch entscheiden, welche Farbe oder auch, ob sie überhaupt eine Farbe gesehen hat. Daraus kann eine optoelektronische Erkennungseinrichtung dann auch entnehmen, welche Seite der Dichteinlage ihr zugewandt war. Dies kann beispielsweise auch die gefärbte Filmschicht 30 gewesen sein oder aber eben die weiße Trägerschicht 10.
  • Entsprechend kann die optoelektronische Erkennungseinrichtung veranlassen, dass für die weitere Verarbeitung die Dichteinlage entweder gedreht oder ausgesondert oder andererseits in unveränderter Lage weiterbehandelt beziehungsweise transportiert werden soll.
  • Soweit das Material der Filmschicht 30 dem nicht entgegensteht, kann zur Färbung der Filmschicht 30 auch ein ultraviolett- oder infrarotdetektierbares Farbmaterial verwendet werden.
  • Die Werkzeuge für die optoelektronische Abtastung müssen nicht anspruchsvoll sein, da sie lediglich zwei unterschiedliche Zustände (hell, dunkel) voneinander unterscheiden müssen, denn andere Zustände können nicht auftreten. Dies ist durch geeignete Wahl des Farbstoffes leicht zu realisieren und dementsprechend kann das optoelektronische Werkzeug die Entscheidungsfindung auch sehr rasch an den nachgeordneten Einrichtungen zum Tragen bringen.
  • 10
    Trägerschicht
    30
    Filmschicht

Claims (5)

  1. Dichteinlage für Behälterverschlüsse, mit einer Trägerschicht (10), wobei die Trägerschicht (10) aus einem extrudierten Schaummaterial besteht, und mit einer auf die Trägerschicht (10) aufgetragenen Filmschicht (30), wobei die Filmschicht (30) ein extrudiertes Polymer ist, und wobei die Filmschicht (30) eingefärbt ist.
  2. Dichteinlage für Behälterverschlüsse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Filmschicht (30) ein Polyolefin ist.
  3. Dichteinlage für Behälterverschlüsse nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Filmschicht (30) eine Filmschicht aus einem Polyethylen oder einem Ethylen-Copolymer ist.
  4. Dichteinlage für Behälterverschlüsse nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Filmschicht (30) gegenüberliegende Seite der Trägerschicht (10) ebenfalls mit einer Filmschicht versehen ist, die gleich oder anders eingefärbt ist als die erste Filmschicht (30).
  5. Behälterdeckel für Behälter, mit einer Dichteinlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Fläche des Behälterdeckels wenigstens teilweise aus einem transparenten, den Blick von außerhalb des Behälters durch den Behälterdeckel auf die Dichteinlage erlaubenden Material gebildet ist.
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