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DE102007022055B3 - Verfahren zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in einer Entfernung bewegenden Fahrzeugs - Google Patents

Verfahren zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in einer Entfernung bewegenden Fahrzeugs Download PDF

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DE102007022055B3
DE102007022055B3 DE200710022055 DE102007022055A DE102007022055B3 DE 102007022055 B3 DE102007022055 B3 DE 102007022055B3 DE 200710022055 DE200710022055 DE 200710022055 DE 102007022055 A DE102007022055 A DE 102007022055A DE 102007022055 B3 DE102007022055 B3 DE 102007022055B3
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Airbus Defence and Space GmbH
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Abstract

Ein Verfahren zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs (1), weist folgende Schritte auf: - Bereitstellen eines Arrays (2) mit akustischen Sensoren; - Bereitstellen von akustischen Sendern (4, 5, 6) am Fahrzeug (1) zum Erzeugen eines orthogonalen Referenzsignals (7); - Synchronisation der akustischen Sender (4, 5, 6) und der akustischen Sensoren (3) mit einer absoluten Referenzzeit; - Korrelation der empfangenen Signale mit den Referenzsignalen (7); - Bestimmen der absoluten akustischen Lage der Geräuschquellen sowie der relativen Orientierung der Geräuschquellen durch Triangulation. Hierdurch werden die Nachteile der bekannten Lösung des Standes der Technik vermieden und eine verbesserte Lösung zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs zur Verfügung gestellt. Außerdem wird durch die Erfindung eine einfache und kostengünstige Lösung zur Verfügung gestellt, die auf den Zugriff externer Messstationen, wie beispielsweise Radarstationen, verzichtet.

Description

  • Die Erfindung betrifft Verfahren zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in einer Entfernung bewegenden Fahrzeugs. Ferner betrifft die Erfindung ein System zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs.
  • Aus dem Stand der Technik sind Verfahren zu Quelllokalisierung von Geräuschquellen an Fahrzeugen bekannt.
  • So beschreibt die DE 199 10 329 A1 ein Verfahren zur Bestimmung der Außengeräuschzusammensetzung von Fahrzeugen in einem Akustikprüfstand. Dabei werden zur exakteren Bestimmung des Anteils einer Einzelgeräuschquelle am Vorbeifahrgeräusch folgende Schritte vorgeschlagen: Ermitteln eines von der Gesamtheit der Einzelschallquellen des Fahrzeugs hervorgerufenen Schallfelds beim Fahrbetrieb mittels am Fahrzeug angebrachter Nahfeldmikrofone und im Prüfstand angeordneter Fernfeldmikrofone. Ermitteln eines von Lautsprechern hervorgerufenen Schallfelds bei ruhendem Fahrzeug, wobei die Lautsprecher an Positionen oder in der Nähe der Position der Einzelgeräuschquellen des Fahrzeugs angeordnet sind, zumindest eine den jeweiligen Lautsprecherbetrieb charakterisierende Größe erfasst und die Lautsprecher nacheinander in Betrieb genommen werden. Berechnen der den Lautsprecherbetrieb charakterisierenden Größen, welche bei simultaner Anregung zur Erzeugung des Fahrgeräuschs aus dem ersten Schritt notwendig sind und Berechnung eines durch eine Einzelschallquelle erzeugten Schalldruckpegels an einem bestimmten Mikrophonprodukt im Feld. Hierdurch soll eine exakte Bestimmung des Anteils einzelner Einzelgeräuschquellen am Vorbeifahrgeräusch eines Straßenfahrzeugs ermöglicht werden. Eine Positionsbestimmung, wie sie für Fahrzeuge in großer Entfernung erforderlich ist, erfolgt hier nicht. Auch sind atmosphärische Störungen durch die Messung in definierter Prüfstandumgebung ausgeschlossen.
  • Ferner offenbart die US 7,054,228 B1 Verfahren zur Lokalisierung und Quantifizierung von Geräuschquellen mittels Verwendung von Arrays von Akustischen Vektor-Sensoren. In einer Auswertungseinrichtung werden hier der Schalldruck und die Geräuschintensität bestimmt, welche eine Richtungsbestimmung der Geräuschquelle ermöglichen sollen. Die ungefähren räumlichen Koordinaten der Geräuschquelle werden dabei mittels einer quadratischen Triangulationsformel bestimmt. Hiermit kann ein überfliegendes Flugzeug geortet und nachverfolgt werden sowie dessen Geräusch-Volumen bestimmt werden. Eine Bestimmung verschiedener Geräuschquellen am Flugzeug selbst ist mit diesem Verfahren nicht möglich, da hierzu die absolute Ortsbestimmung des in großer Entfernung vorüberfliegenden Flugzeugs zu ungenau ist und dieses lediglich als Koordinatenpunkt wiedergegeben werden kann.
  • Eine anderes bekanntes Verfahren zur Bestimmung der Geräuschquellen eines Flugzeugs im Überflug ist in Piet, J. F. et al. „Localization of the Acoustic Sources of the A340 with Large Phased Microphone Array during Flight Tests", American Institute of Aeronautics and Astronautics, Paper 2002–2506, S. 1–11 beschrieben. Darin ist die Nutzung eines Mikrophonarrays vorgesehen. Die Geräuschmessung ist dabei mit einer sehr genauen Bestimmung der Flugzeugposition und der Flugzeuglage verbunden, die mittels GPS Daten oder mittels Radartechnik erfolgt. Dabei sollte die Genauigkeit in der Größenordung der Wellenlänge liegen. Nachteil dieses bekannten Verfahrens ist es, dass elektromagnetische Wellen zur Positionsbestimmung des Flugzeugs verwendet werden, die nicht der Änderung der lokalen Schallgeschwindigkeit durch atmosphärische Schwankungen wie Wind, Temperatur, etc. unterworfen sind. Der Nachteil der Positionsbestimmung mittels GPS, Radar, Funk, etc. besteht also darin, dass elektromagnetische Wellen verwendet werden. Diese elektromagnetischen Wellen breiten sich anders als die zu messenden Schallwellen aus, d. h. es wird zwar die geometrische Position exakt bestimmt, die relevante „akustische" Position wird jedoch nur ungenau ermittelt. Hierdurch fokusiert das Mikrophonarray häufig auf eine falsche Position und die Messergebnisse der Quelllokalisierung der Lärmquelle sind praktisch nicht brauchbar.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Lösungen des Standes der Technik zu vermeiden und eine verbesserte Lösung zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich z. B. in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs zur Verfügung zu stellen. Außerdem soll durch die Erfindung ferner eine einfache und kostengünstige Lösung zur Verfügung gestellt werden, die auf den Zugriff externer Messstationen, wie beispielsweise Radarstationen verzichtet.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein System zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lösung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in einer Entfernung bewegenden Fahrzeugs, weist dabei folgende Schritte auf:
    • – Bereitstellen eines Arrays mit akustischen Sensoren;
    • – Bereitstellen von akustischen Sendern am Fahrzeug zum Erzeugen eines orthogonalen Referenzsignals;
    • – Synchronisation der akustischen Sender und der akustischen Sensoren mit einer absoluten Referenzzeit;
    • – Korrelation der empfangenen Signale mit den Referenzsignalen;
    • – Bestimmen der absoluten akustischen Lage der Geräuschquellen sowie der relativen Orientierung der Geräuschquellen durch Triangulation.
  • Hierdurch werden die Nachteile der bekannten Lösungen des Standes der Technik vermieden und eine verbesserte Lösung zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich entfernt bewegenden Fahrzeugs zur Verfügung gestellt. Außerdem wird durch die Erfindung eine einfache und kostengünstige Lösung zur Verfügung gestellt, die auf den Zugriff externer Messstationen, wie beispielsweise Radarstationen, verzichtet. Das Fahrzeug kann sich insbesondere in relativ großer Entfernung befinden, beispielsweise wenn es sich um ein vorbei fliegendes Flugzeug handelt, oder es kann sich in relativ geringer Entfernung befinden, beispielsweise im Fall einer Nahmessung an einem Hubschrauber, wobei z. B. auch Strömung einwirkt.
  • Erfindungsgemäß werden für die Ortung und für die Lagebestimmung, d. h. für den Drehwinkel bzw. die Orientierung, akustische Referenzquellen verwendet. Diese senden orthogonale akustische Signalfolgen aus. Diese Signalfolgen können beispielsweise Chirpsignale, Barkercodes, Goldcodes, etc. sein. Mittels dieser Referenzsignale kann dann die akustische Position des Fahrzeugs exakt bestimmt werden. Ein besonderer Vorteil ist dabei, dass sowohl die Ortungssignale als auch das Mess-System auf akustischer Ausbreitung beruhen. Das heißt, die Ortung berücksichtigt automatisch alle Phänomene der atmosphärischen Wellenausbreitung bzw. Boden- und Geländeeffekte wie Reflexionen, etc., und lässt damit eine exakte Positionsbestimmung zu. Ferner sind keine zusätzlichen Mess- oder Hilfssysteme nötig. Insbesondere entfällt die Bestimmung der Absolutposition bei spielsweise mittels Radar, da für das erfindungsgemäße Verfahren die Bestimmung der akustischen Relativposition ausreicht.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die akustischen Sensoren als Mikrofone ausgebildet sind. Diese haben sich bei der Geräuschmessung als zuverlässig und vielseitig erwiesen. Insbesondere lassen Mikrofone die Messung weiter Frequenzbereiche zu und bieten somit eine Fülle an Rohdaten zur weiteren Auswertung.
  • Noch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die orthogonalen Referenzsignale unterschiedlich kodiert sind. Hierdurch lassen sich die Referenzsignale einzelnen Bauteilen am Fahrzeug und somit definierten Positionen zuordnen.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die akustischen Sender als Lautsprecher oder andere geeignete elektromechanische Wandler ausgebildet sind, deren Ausdehnung klein gegenüber der jeweiligen Wellenlänge ist. Hier kommen insbesondere kleine Bauarten zur Anwendung, damit die Sender nicht das Strömungsverhalten ungünstig beeinflussen.
  • Noch eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zumindest drei Sender am Fahrzeug vorgesehen sind. Hierdurch lässt sich in einfacher Weise eine Positionsbestimmung durchführen, die bei weniger als drei Sendern aufwändiger ist.
  • Ferner sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, dass das sich bewegende Fahrzeug ein Flugobjekt, insbesondere ein Flugzeug, im Überflug ist. Hier kommt die Erfindung besonders zum Tragen, da die Entfernungen zwischen Fahrzeug und Array hier besonders groß sind. Aber auch Geräuschquellen von in der Ferne vorüberfahrende Land- oder Wasserfahrzeuge können vorteilhaft mit diesem Verfahren lokalisiert werden.
  • Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Blickrichtung des Arrays über eine Zeitverzögerung an jedem akustischen Sensor gesteuert wird. Dies wird von einer Auswertungseinrichtung gesteuert.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass eine Kreuzkorrelation aus der Orthogonalfolge des Signals und einem Mustervergleich erfolgt. Hierdurch lassen sich die Messergebnisse verfeinern bzw. verifizieren.
  • Schließlich sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, dass eine Bestimmung der Dämpfung der Signale durch die Ausbreitung aufgrund der orthogonalen Referenzsignale erfolgt. Es wird also durch Verwendung von Normquellen, d. h. durch Leistungsnormierung, auch die Dämpfung des Signals durch die Ausbreitung bestimmt.
  • Ein erfindungsgemäßes System zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs weist ein Array mit akustischen Sensoren, akustische Sender am Fahrzeug zum Erzeugen von orthogonalen Referenzsignalen und eine Auswertungseinheit auf. Dabei kann die Auswertungseinheit als digitale Recheneinheit mit Echtzeitbetrieb ausgestaltet sein.
  • Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der beigefügten Figur näher dargestellt. Die Figur zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Flugzeugs im Überflug über ein entsprechendes Messfeld.
  • Darin ist schematisch ein Flugzeug 1 dargestellt, welches sich in Pfeilrichtung mit einer Geschwindigkeit v in der Zeichnungsebene von links nach rechts bewegt. Dabei überfliegt das Flugzeug 1 einen Mikrophonarray 2, der aus etwa 60 in gekreuzten Linien angeordneten Mikrophonen 3 aufgebaut ist. Dabei ist jedes der Mikrophone 3 genau definiert und in einem x-y Raster genau lokalisierbar.
  • Am Flugzeug 1 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel drei akustische Sender 4, 5, 6 angeordnet. Dabei ist an der linken Flügelspitze ein Sender 4, an der rechten Flügelspitze ein Sender 5 und im Bug ein Sender 6 angeordnet. Die Sender 4, 5, 6 sind als Lautsprecher ausgebildet, die unterschiedlich kodierte orthogonale Referenzsignale 7 aussenden. Die ausgesendeten Signalfolgen der orthogonalen Signale 7 können dabei Chirpsignale, Barkercodes, Goldecodes oder andere geeignete Signalfolgen sein. Durch die unterschiedliche Kodierung, ist jedes Referenzsignal 7 dem entsprechenden Flugzeugbauteil und damit der Lage am Flugzeug 1 zuordenbar.
  • Die orthogonalen Referenzsignale 7 werden zu Beginn der Messkampagne mit der Referenzzeit der Mikrofonzeiterfassung synchronisiert. Dies ist unerlässlich, da nur so die Signallaufzeit korrekt bestimmt werden kann.
  • Durch Korrelation der empfangenen Signale 7 mit den Referenzen am Boden kann die akustische Laufzeit jedes Senders zu jedem Mikrophon bestimmt werden. Daraus folgt über Triangulation sowohl die absolute akustische Orientierung als auch die relative Orientierung, d. h. die Neigung bzw. das Kippen.
  • Neben den Referenzsignalen 7 werden auch die übrigen durch das überfliegende Flugzeug erzeugten Geräusche vom Mikrophonarray nach ihrer unterschiedlichen Lage erfasst. Dies sind beispielsweise Triebwerksgeräusche, Interferenzen von aerodynamischen Bauteilen, reflektierte Schallwellen, etc.
  • Da die Messung und Ortung der Referenzsignale 7 und der Schallwellen des Fluggeräuschs auf der selben Wellenausbreitung beruhen, werden Laufzeitschwankungen, die beispielsweise durch atmosphärische Störungen wie Temperaturschichten oder Wind erzeugt werden, in die Messung bewusst einbezogen. Dadurch orientiert sich das Mikrofonarray 2 automatisch auf die akustisch relevante Position des sich bewegenden Flugzeugs 1.
  • Das Mikrofonarray 2 arbeitet dabei wie ein klassisches Array als Beamformer. Die Blickrichtung des Arrays wird über eine Zeitverzögerung an jedem Mikrofon gesteuert. Diese Blickrichtung wird im Sinne dieser Erfindung aus der Positionsbestimmung über die Sender 4, 5, 6 am sich bewegenden Flugzeug 1 bestimmt.
  • Die Synchronisation der Sender 4, 5, 6 und der Mikrofone 3 sowie die Signalerfassung und Auswertung erfolgt über eine (nicht gezeigte) Auswertungseinheit. Dabei handelt es sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel um eine digitale Recheneinheit im Echtzeitbetrieb. Es ist aber auch möglich, eine Offline-Auswertung oder spätere Auswertung der Signale vorzunehmen. In der Auswertungseinheit kann auch eine Kreuzkorrelation der Orthogonalfolgen der Referenzsignale 7 und des Mustervergleichs der Signalkodierung erfolgen.
  • Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der in den Patentansprüchen beanspruchten Lösung auch bei anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.
  • 1
    Flugzeug
    2
    Mikrofonarray
    3
    Mikrofon
    4
    Sender
    5
    Sender
    6
    Sender
    7
    Referenzsignal

Claims (10)

  1. Verfahren zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in einer Entfernung bewegenden Fahrzeugs (1), wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist: – Bereitstellen eines Arrays (2) mit akustischen Sensoren; – Bereitstellen von akustischen Sendern (4, 5, 6) am Fahrzeug (1) zum Erzeugen eines orthogonalen Referenzsignals (7); – Synchronisation der akustischen Sender (4, 5, 6) und der akustischen Sensoren (3) mit einer absoluten Referenzzeit; – Korrelation der empfangenen Signale mit den Referenzsignalen (7); – Bestimmen der absoluten akustischen Lage der Geräuschquellen sowie der relativen Orientierung der Geräuschquellen durch Triangulation.
  2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die akustischen Sensoren (3) als Mikrofone ausgebildet sind.
  3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die orthogonalen Referenzsignale (7) unterschiedlich kodiert sind.
  4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die akustischen Sender (4, 5, 6) als Lautsprecher oder andere geeignete elektromechanische Wandler ausgebildet sind, deren Ausdehnung klein gegenüber der jeweiligen Wellenlänge ist.
  5. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest drei Sender (4, 5, 6) am Fahrzeug (1) vorgesehen sind.
  6. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das sich bewegende Fahrzeug (1) ein Flugobjekt, insbesondere ein Flugzeug, im Überflug ist.
  7. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blickrichtung des Arrays (2) über eine Zeitverzögerung an jedem akustischen Sensor (3) gesteuert wird.
  8. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kreuzkorrelation aus der Orthogonalfolge des Referenzsignals (7) und einem Mustervergleich erfolgt.
  9. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bestimmung der Dämpfung der Signale durch die Ausbreitung aufgrund der orthogonalen Referenzsignale (7) erfolgt.
  10. System zum Lokalisieren von Geräuschquellen eines sich in großer Entfernung bewegenden Fahrzeugs (1) gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei dieses ein Array (2) mit akustischen Sensoren (3), akustische Sender (4, 5, 6) am Fahrzeug (1) zum Erzeugen von orthogonalen Referenzsignalen (7) und eine Auswertungseinheit aufweist.
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