DE102007021877B4 - Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Kraftfahrzeug mit einer Karosserie, welche einen Motorraum, in dem ein Antriebsmotor und ein Getriebe angeordnet sind, und wenigstens zwei in der Form eines Kreuzes relativ zueinander angeordnete, mit der Karosserie verbundene Versteifungsstreben aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Versteifungsstreben (7) derart innerhalb des Motorraums (3) angeordnet sind, dass der Antriebsmotor (4) in Längsrichtung (x) des Kraftfahrzeugs (1) betrachtet im wesentlichen auf einer Seite der Versteifungsstreben (7) und das Getriebe (5) im wesentlichen auf der anderen Seite der Versteifungsstreben (7) angeordnet ist, und dass das Getriebe (5) in einem durch das Kreuz (8) der Versteifungsstreben (7) gebildeten Zwischenraum (9) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Anbringen von Versteifungsstreben an einer Karosserie eines Kraftfahrzeugs.
- Ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeug ist aus der
DE 103 23 724 A1 bekannt. Zur Stabilisierung von Karosserieteilen des Kraftfahrzeugs werden dabei Dämpfungsstreben eingesetzt, die vorzugsweise in Form eines Kreuzes angeordnet sind und beispielsweise zwischen dem Passagier- und dem Kofferraum angeordnet sind. - Ein weiteres gattungsgemäßes Kraftfahrzeug ist aus der
DE 39 42 794 A1 bekannt. Dieses Kraftfahrzeug weist eine Rahmenanordnung mit zwei Längsträgern auf, welche mittels einer kreuzförmig angeordneten Verstrebung miteinander verbunden sind. Die relative Lage des Antriebsmotors und des Getriebes zu den Verstrebungen ist dort jedoch nicht beschrieben. - Die Anordnung von Versteifungsstreben im Bereich des Unterbodens des Kraftfahrzeugs ist in der
DE 199 59 607 A1 beschrieben. - Insbesondere bei im Rennsport eingesetzten Kraftfahrzeugen treten im Betrieb sehr hohe Torsionsmomente auf, die für das Fahrverhalten nachteilig sein können, weshalb eine bessere Versteifung der Karosserie wünschenswert wäre, was durch die beschriebenen Konstruktionen jedoch nicht erreicht werden kann.
- Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kraftfahrzeug mit einer Karosserie sowie ein Verfahren zum Anbringen von Versteifungsstreben an der Karosserie eines Kraftfahrzeugs zu schaffen, bei welchen es möglich ist, eine verbesserte Versteifung der Karosserie zu erreichen.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
- Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Antriebsmotors auf einer und des Getriebes auf der anderen Seite der mittig bzw. quer durch den Motorraum verlaufenden Versteifungsstreben und das Platzieren des Getriebes in einem durch das Kreuz der Versteifungsstreben gebildeten Zwischenraum ist es möglich, die Versteifungsstreben auch in einem Motorraum, in dem an sich sehr beengte Platzverhältnisse herrschen, unterzubringen. Dadurch kann insbesondere bei sportlich geprägten oder im Rennsport eingesetzten Kraftfahrzeugen eine erhebliche Versteifung der Karosserie und somit eine Verbesserung des Fahrverhaltens des Kraftfahrzeugs erreicht werden, da sich die Versteifungsstreben in dem Bereich befinden, an dem üblicherweise die höchsten Torsionsspannungen auftreten. Durch den insbesondere bei größeren Motoren sehr hohen Platzbedarf innerhalb des Motorraums war es bislang nicht möglich, derartige Versteifungsstreben im Motorraum unterzubringen. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht dies, und zwar ohne dass Beschränkungen an dem Antriebsmotor oder an den daran angebauten Aggregaten vorgenommen werden müssen.
- Auch eine Abgasanlage lässt sich problemlos innerhalb des Motorraums unterbringen, wenn diese gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in einem weiteren Zwischenraum des durch die Versteifungsstreben gebildeten Kreuzes angeordnet ist.
- Um das Auftreten hoher Torsionsspannungen und -momente zu verhindern, kann in einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Verbindungsstreben in einer im wesentlichen senkrecht zur Fahrtrichtung ausgerichteten Ebene verlaufen.
- Wenn die Versteifungsstreben mittels jeweiliger Verschraubungen mit der Karosserie verbunden sind, so ergibt sich eine sehr einfache Möglichkeit der Verbindung der Versteifungsstreben mit der Karosserie.
- Eine verfahrensgemäße Lösung, die ein einfaches Anbringen der Versteifungsstreben an der Karosserie des Kraftfahrzeugs sicherstellt, ergibt sich aus den Merkmalen von Anspruch 6.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen. Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellt.
- Es zeigt:
-
1 ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug mit einer Karosserie und im Motorraum desselben angeordnete Versteifungsstreben; -
2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II aus1 ; -
3 eine erste Ausführungsform der Verbindung einer Versteifungsstrebe mit der Karosserie; -
4 eine zweite Ausführungsform der Verbindung einer Versteifungsstrebe mit der Karosserie; und -
5 eine dritte Ausführungsform der Verbindung einer Versteifungsstrebe mit der Karosserie. -
1 zeigt ein Kraftfahrzeug1 mit einer Karosserie2 , welche in ihrem Heckbereich einen Motorraum3 aufweist. Alternativ könnte sich der Motorraum3 auch im vorderen Bereich des Kraftfahrzeugs1 befinden. Innerhalb des Motorraums3 sind in an sich bekannter Weise ein Antriebsmotor4 , ein mit dem Antriebsmotor4 verbundenes Getriebe5 und eine ebenfalls an dem Antriebmotor4 angebrachte Abgasanlage6 angeordnet. Hierbei ist es unerheblich, ob, es sich bei dem Antriebsmotor4 um eine Brennkraftmaschine, also einen Otto- oder Dieselmotor, handelt, ob das Getriebe5 als Automatik- oder als Schaltgetriebe ausgebildet ist und ob die Abgasanlage6 ein-, zwei- oder mehrflutig ausgeführt ist. Auch die Einbaurichtung des Antriebsmotors4 innerhalb des Motorraums3 spielt, keine Rolle. - Innerhalb des Motorraums
3 sind des weiteren zwei mit einem strukturellen Teil der Karosserie2 verbundene Versteifungsstreben7 angeordnet und zwar derart, dass der Antriebsmotor4 in der mit ”x” bezeichneten Längsrichtung des Kraftfahrzeugs1 betrachtet im wesentlichen auf einer Seite der Versteifungsstreben7 und das Getriebe5 im wesentlichen auf der anderen Seite der Versteifungsstreben7 angeordnet ist. - Wie in
2 erkennbar ist, sind die beiden Versteifungsstreben7 in der Form eines Kreuzes8 angeordnet, welches insgesamt vier Quadranten oder Zwischenräume9 bildet. Der Winkel, den die beiden Versteifungsstreben7 miteinander bilden, ist dabei unerheblich und wird im wesentlichen durch die Karosserie2 bestimmt. Hierbei ist das Getriebe5 in einem dieser Zwischenräume9 , und zwar im unteren Zwischenraum9 , angeordnet. In zwei weiteren Zwischenräumen9 des durch die Versteifungsstreben7 gebildeten Kreuzes8 sind Teile der Abgasanlage6 angeordnet. Wie in2 des weiteren zu erkennen ist, sind die Versteifungsstreben7 als über ihre gesamte Länge gerade verlaufende Stangen ausgebildet. - Die Verbindungsstreben
7 verlaufen im vorliegenden Fall in einer im wesentlichen senkrecht zur Fahrtrichtung ”x” ausgerichteten Ebene. Selbstverständlich sind auch geringe Abweichungen von dem Verlauf der Versteifungsstreben7 in der y-z-Ebene möglich. Der Abstand der beiden voneinander unabhängigen Versteifungsstreben7 in Längsrichtung x des Kraftfahrzeugs sollte möglichst gering sein, es ist jedoch nicht erforderlich, dass sich die Versteifungsstreben7 gegenseitig berühren. - Gemäß den drei in den
3 ,4 und5 beschriebenen Ausführungsbeispielen sind die beiden Versteifungsstreben7 mittels jeweiliger Verschraubungen10 mit der Karosserie2 verbunden, wobei jeweils nur eine der Versteifungsstreben7 dargestellt ist. Bei sämtlichen der dargestellten Ausführungsformen werden die Versteifungsstreben7 nach dem Einbau des Antriebsmotors4 und des Getriebes5 in einen durch den Einbau des Antriebsmotors4 und des Getriebes5 gebildeten Freiraum in den Motorraum3 eingeschoben und an der Karosserie2 angebracht. Mittels der mit ”a” bezeichneten Pfeile ist in den3 ,4 und5 die Montagerichtung der Versteifungsstreben7 bezeichnet. - Bei der Ausführungsform gemäß
3 weist die Karosserie2 eine Gewindebohrung11 auf, in welche ein Außengewinde12 der Versteifungsstrebe7 eingeschraubt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite der Versteifungsstrebe7 befindet sich ein weiteres Außengewinde13 , welches mittels einer Verriegelungsmutter14 gegenüber der Karosserie2 fixiert wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines sehr geringen Platzbedarfs sowie die Möglichkeit, die beiden Versteifungsstreben7 mit Hilfe der Verriegelungsmutter14 vorzuspannen. - Bei der in
4 dargestellten Ausführungsform wird die Versteifungsstrebe7 ebenfalls mittels des in die Gewindebohrung11 der Karosserie2 eingreifenden Außengewindes12 zunächst mit der Karosserie2 verbunden und anschließend auf der dem Außengewinde2 gegenüberliegenden Seite mittels einer Lasche15 und mehrerer in jeweilige Bohrungen derselben eingreifender Schrauben16 mit der Karosserie2 verbunden, welche hierfür entsprechende, nicht dargestellte Gewindebohrungen aufweist. - Bei der Ausführungsform der Versteifungsstrebe
7 gemäß5 wird dieselbe mittels zweier in Längsrichtung x des Kraftfahrzeugs1 verlaufender Schrauben17 mit der Karosserie2 verbunden. Problematisch bei dieser Ausführungsform könnte der erforderliche Bauraum zum Anziehen der Schrauben17 sein.
Claims (7)
- Kraftfahrzeug mit einer Karosserie, welche einen Motorraum, in dem ein Antriebsmotor und ein Getriebe angeordnet sind, und wenigstens zwei in der Form eines Kreuzes relativ zueinander angeordnete, mit der Karosserie verbundene Versteifungsstreben aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Versteifungsstreben (
7 ) derart innerhalb des Motorraums (3 ) angeordnet sind, dass der Antriebsmotor (4 ) in Längsrichtung (x) des Kraftfahrzeugs (1 ) betrachtet im wesentlichen auf einer Seite der Versteifungsstreben (7 ) und das Getriebe (5 ) im wesentlichen auf der anderen Seite der Versteifungsstreben (7 ) angeordnet ist, und dass das Getriebe (5 ) in einem durch das Kreuz (8 ) der Versteifungsstreben (7 ) gebildeten Zwischenraum (9 ) angeordnet ist. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem weiteren Zwischenraum (
9 ) des durch die Versteifungsstreben (7 ) gebildeten Kreuzes (8 ) eine Abgasanlage (6 ) angeordnet ist. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstreben (
7 ) als über ihre gesamte Länge gerade verlaufende Stangen ausgebildet sind. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstreben (
7 ) in einer im wesentlichen senkrecht zur Fahrtrichtung (x) ausgerichteten Ebene verlaufen. - Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstreben (
7 ) mittels jeweiliger Verschraubungen (10 ) mit der Karosserie (2 ) verbunden sind. - Verfahren zum Anbringen von Versteifungsstreben an einer Karosserie eines Kraftfahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstreben (
7 ) nach dem Einbau eines Antriebsmotors (4 ) und eines Getriebes (5 ) in einen durch den Einbau des Antriebsmotors (4 ) und des Getriebes (5 ) gebildeten Freiraum in dem Motorraum (3 ) eingeschoben und an der Karosserie (2 ) angebracht werden. - Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstreben (
7 ) mit der Karosserie (2 ) verschraubt werden.
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Effective date: 20110910 |
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