-
Die
Erfindung betrifft einen Klappenhalter für eine Möbelklappe, die zwischen einer
ein Schrankfach in einem Möbelkorpus
verschließenden
Schließstellung
und einer nach oben bewegten Offenstellung verstellbar ist, wobei
die Möbelklappe
zweigeteilt ist und von einem oberen Klappenteil und einem unteren
Klappenteil gebildet ist, die an einer Scharnierachse gelenkig miteinander
verbunden sind, so dass sie beim Überführen von der Schließstellung
in die Offenstellung gegensinnige Schwenkbewegungen ausführen, indem
das obere Klappenteil vom Schrankfach weg und das untere Klappenteil
um die Scharnierachse zum Schrankfach hinschwenkt, mit einem Stellhebel
zur Steuerung der Klappenbewegung, der, einerseits um eine erste
Schwenkachse schwenkbar mit dem Möbelkorpus und um eine zweite
Schwenkachse schwenkbar, mittelbar mit dem unteren Klappenteil verbunden
ist, und mit einer Justiereinrichtung zur Lagejustierung der beiden
Klappenteile zueinander und mit Bezug zum Möbelkorpus.
-
Aus
der
WO 2006/039729
A1 ist ein Klappenhalter der obengenannten Art bekannt,
der für zweiteilige
Möbelklappen
bzw. Faltklappen eingesetzt wird. Es ist hier ein längenverstellbarer
Stellarmhebel vorgesehen, dessen Länge und/oder Lagerpunktlage
bei geschlossener Möbelklappe
einstellbar ist. Gemäß erster
Alternative wird dies dadurch erreicht, dass zwei teleskopierbare
Stellarmteile vorgesehen sind, die zum Justieren der Faltklappe ineinander
bzw. auseinander teleskopiert werden, wodurch sich die Länge des
Stellarmhebels verstellt. Mit dieser Voreinstellung, die bei geschlossener
Möbelklappe
durchführbar
ist, beispielsweise indem auf die aufklaffende Mitte der beiden
Faltklappenteile gedrückt
wird, kann dann die Klappe wieder geöffnet und die Stellarmteile
können
dann festgestellt werden. Gemäß der zweiten
Alternative wird die Lagerpunktlage, also der Anlenkpunkt des Stellarmhebels an
der Klappe linear verschoben. Beispielsweise auch durch Drücken auf
die aufklaffende Mitte der Faltklappe. Ist die Lagerpunktlage erreicht,
die einem exakten Anliegen der Faltklappe am Möbelkorpus entspricht, wird
diese fixiert. Damit sich der Lagerpunktlage des Stellarmhebels
linear und parallel zur Klappenebene verschieben kann, ist es notwendig, dass
der Stellarmhebel längenverstellbar
ist.
-
In
der
US 2002/0108311
A1 ist ebenfalls ein Klappenhalter der oben genannten Art
beschrieben, der für
Faltklappen einge setzt wird. Der Klappenhalter besitzt einen längenverstellbaren
Stellarmhebel, der aus zwei Hebelteilen besteht, die zum Justieren der
Faltklappe ineinander bzw. auseinander teleskopierbar sind, wodurch
sich die Länge
des Stellarmhebels einstellen lässt.
Das eine der beiden Hebelteile besitzt zwei einander gegenüberliegende
Hebelschenkel, in denen jeweils zwei Längsschlitze ausgebildet sind.
Das andere der beiden Hebelteile ist zwischen den beiden Hebelschenkeln
derart gelagert, dass von der Außenseite dieses Hebelteils
hervorstehende Führungszapfen
in den Längsschlitzen
geführt
sind. Dadurch lässt
sich die Länge
des Stellarmhebels einstellen. Ist die gewünschte Hebellänge erreicht,
erfolgt eine Fixierung der beiden Hebelteile aneinander, indem eine
Fixierschraube durch eine Bohrung des einen Hebelteils hindurchgeführt und mit
dem anderen Hebelteil verschraubt wird.
-
Herkömmliche
Faltklappen ohne Justiermöglichkeit
besitzen in der Regel einen einteiligen Stellhebel zur Steuerung
der Klappenbewegung. Will man die Faltklappen umrüsten, also
mit einer Justiermöglichkeit
versehen, so ist es gemäß vorstehendem Stand
der Technik notwendig, den kompletten Stellhebel auszutauschen und
einen längenverstellbaren Stellhebel
einzusetzen. Dies ist aufwändig
und teuer.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es, einen Klappenhalter für eine Möbelklappe der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, der einfach aufgebaut ist und mit dem sich die beiden
Klappenteile der Möbelklappe
in einfacher Weise zueinander und mit Bezug zum Möbelkorpus
justieren lassen.
-
Diese
Aufgabe wird durch einen Klappenhalter mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1
gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
-
Der
erfindungsgemäße Klappenhalter
zeichnet sich dadurch aus, dass die. Justiereinrichtung ein mit
dem unteren Klappenteil verbundenes Lagerelement und ein Justierelement
aufweist, das einerseits an der zweiten Schwenkachse schwenkbar
mit dem Stellhebel und andererseits zur Lagejustierung der Möbelklappe
in die gewünschte
Justierlage um eine Drehachse drehbar mit dem Lagerelement verbunden
ist, und wobei Fixiermittel zur drehfesten Fixierung des Justierelementes
am Lagerelement in der eingestellten, gewünschten Justierlage vorgesehen sind.
-
Es
ist also möglich,
bei geschlossener Möbelklappe
eine Justierung vorzunehmen, beispielsweise derart, dass die beiden
Klappenteile in eine koplanare Lage zueinander gedrückt werden,
so dass sie an der Stirnfläche
des Möbelkorpus
flächig
anliegen. Diese Justierung kann mit einfachen Mitteln durchgeführt werden,
nämlich
dadurch, dass sich das Justierelement relativ zum Lagerelement verdreht,
bis die gewünschte
Justierlage erreicht ist. Dabei kann die Lagerpunktlage des Stellhebels,
also die zweite Schwenkachse, lagestabil bleiben. Es ist also kein
längenverstellbarer
Stellhebel notwendig, sondern es ist möglich, die Justiereinrichtung
an einen herkömmlichen,
längenkonstanten
Stellhebel anzubauen. Prinzipiell wäre es jedoch auch möglich, einen
längenverstellbaren
Stellarmhebel vorzusehen, dann hätte
man eine doppelte Justiermöglichkeit.
Der Stellhebel ist nicht direkt, sondern über ein Befestigungselement,
also mittelbar mit dem unteren Klappenteil verbunden.
-
In
besonders bevorzugter Weise sind Vorfixiermittel zur Vorfixierung
des Justierelements am Lagerelement in der eingestellten, gewünschten
Justierlage vor der endgültigen
Fixierung durch die Fixiermittel vorgesehen. Damit kann die Ju stierlage beispielsweise
bei geschlossener Klappe eingestellt werden, wobei diese Justierlage
beim öffnen
der Klappe durch die Vorfixiermittel unverändert gehalten wird, bis schließlich die
endgültige
Fixierung bei geöffneter
Klappe vorgenommen werden kann.
-
Besonders
bevorzugt sind die Vorfixiermittel werkzeuglos betätigbar.
Beispielsweise können
diese durch Drücken
auf ein oder beide Klappenteile betätigt werden.
-
Als
Vorfixiermittel kann wenigstens ein Reibschlusselement vorgesehen
sein, über
das das Justierelement in der gewünschten Justierlage reibschlüssig am
Lagerelement gehalten ist. Um das Justierelement gegenüber dem
Lagerelement verschwenken zu können,
muss also zunächst
die Reibkraft überwunden
werden. Beim öffnen
der Klappe treten in der Regel dann Kräfte auf, die geringer als die
Reibkraft sind, so dass sich die eingestellte Justierlage nicht ändert.
-
Es
ist möglich,
dass ein das Reibschlusselement tragender Führungsstift vorgesehen ist,
der in wenigstens einer, am Lagerelement und/oder am Justierelement
ausgebildeten, konzentrisch zur Drehachse gekrümmten, langlochartigen Führungsaufnahme
aufgenommen und bei der zum Justieren vorgenommenen Verdrehung zwischen
Lagerelement und Justierelement geführt ist.
-
Das
Reibschlusselement besteht bevorzugter Weise aus Gummimaterial.
-
Es
ist möglich,
die Fixiermittel werkzeuglos oder mittels eines Befesitungswerkzeuges
zu betätigen.
-
Bei
einer Weiterbildung der Erfindung weisen die Fixiermittel wenigstens
einen Fixierstift auf, der in wenigstens einen am Lagerelement und/oder
oder am Justierelement ausgebildeten, konzentrisch zur Drehachse
gekrümmten
Langloch aufgenommen und bei der zum Justieren vorgenommenen Verdrehung
zwischen Lagerelement und Justierelement geführt ist, wobei in der gewünschten
Justierlage über den
Fixierstift ein drehfestes Feststellen von Justierelement und Lagerelement
möglich
ist.
-
In
bevorzugter Weise wird der Fixierstift von einem separaten Bauteil
gebildet, das zusätzlich
zum Langloch noch in einem am Justierelement oder am Lagerelement
ausgebildeten Durchgangsloch gelagert ist.
-
Es
ist möglich,
dass das Langloch am Lagerelement und das Durchgangsloch am Justierelement
ausgebildet ist. Alternativ ist es jedoch auch möglich, das Durchgangsloch am
Lagerelement und das Langloch am Justierelement vorzusehen.
-
Alternativ
ist es möglich,
einen Fixierstift vorzusehen, der fest mit dem Justierelement oder
dem Lagerelement verbunden ist, also kein separates Bauteil bildet.
-
In
bevorzugter Weise wird der Fixierstift von einer Schraube gebildet.
-
Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden
näher erläutert. In
der Zeichnung zeigen:
-
1 ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Klappenhalters,
wobei eine einem Schrankfach zugeordnete Möbelklappe im Vertikalschnitt
gezeigt ist und der Klappenhalter in Draufsicht erscheint (die Möbelklappe
befindet sich in ihrer Offenstellung),
-
2 eine
vergrößerte Darstellung
der Einzelheit A aus 1,
-
3 den
Klappenhalter aus 1, wobei sich die Möbelklappe
in einer Zwischenstellung vor der Schließstellung befindet,
-
4 eine
vergrößerte Darstellung
der Einzelheit B aus 3,
-
5 den
Klappenhalter von 1, wobei sich die Möbelklappe
in der Schließstellung
und in der gewünschten
Justierlage befindet,
-
6 eine
vergrößerte Darstellung
der Einzelheit C aus 5,
-
7 eine
Seitenansicht der Justiereinrichtung des erfindungsgemäßen Klappenhalters
und
-
8 die
Justiereinrichtung von 7 in Explosionsdarstellung.
-
Die 1 bis 8 zeigen
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Klappenhalters 11.
Der Klappenhalter 11 ist an einem Schrank, insbesondere
Oberschrank, angeordnet, der in der Höhe an einer Gebäudewand
hängend
befestigt wird. Der Möbelkorpus 12 des
Schrankes weist zwei zueinander entgegengesetzte, vertikale Seitenwände 13,
von denen in der Zeichnung nur eine sichtbar ist, eine Bodenwand 14,
eine Deckenwand 15 und eine Rückwand auf und enthält ein von diesen
Wänden
begrenztes Schrankfach 16, das durch ein Fachbrett 17 in
der Höhe
unterteilt sein kann.
-
Der
Vorderseite des Schrankfachs 16 ist eine Möbelklappe 18 zugeordnet,
die in ihrer aus 5 hervorgehenden Schließstellung
eine vertikale Lage einnimmt und das Schrankfach 16 verschließt. Die Möbelklappe 18 kann
aus dieser Schließstellung
in eine den Zugang zum Schrankfach 16 gestattende Offenstellung
(1) verstellt werden, wobei die Öffnungsbewegung über die
in 3 gezeigte Zwischenstellung nach oben hin erfolgt.
-
Die
Möbelklappe 18 ist
zweigeteilt und wird von einem oberen Klappenteil 19 und
einem unteren Klappenteil 20 gebildet, die an einer Scharnierachse 21 gelenkig
miteinander verbunden sind. Die Scharnierachse 21 ist üblicherweise
von zwei jeweils an einem der beiden seitlichen Endbereiche der
Möbelklappe 18 angeordneten
Scharnieren gebildet. Das Scharnier kann ein am oberen Klappenteil 19 zu
befestigendes oberes Scharnierteil und ein am unteren Klappenteil 20 zu
befestigendes unteres Scharnierteil aufweisen, die mittels eines
die Scharnierachse 21 bildenden Scharnierstiftes oder dergleichen
aneinander angelenkt sind. Die beiden Scharnierteile können an
der dem Schrankfach 16 zugewandten Innenseite der Klappenteile 19, 20 befestigt
sein. Die Scharnierachse 21 kann nahe der Fuge zwischen den
beiden Klappenteilen 19, 20 oder auch mit einem gewissen
Abstand ober- oder unterhalb der Fuge angeordnet sein.
-
Das
obere Klappenteil 19 ist ferner noch um eine Gelenkachse 22 verschwenkbar
am Möbelkorpus 12 gelagert.
Beim Überführen in
die Offenstellung führen
die beiden Klappenteile 19, 20 gegensinnige Schwenkbewegungen
aus, indem das obere Klappenteil 19 vom Schrankfach 16 und
somit vom Möbelkorpus 12 gemäß Pfeil 23 wegschwenkt,
während
das untere Klappenteil 20 um die Scharnierachse 21 zum
Möbelkorpus 12 hin
in Richtung gemäß Pfeil 24 schwenkt,
so dass die Möbelklappe 18 sozusagen
zusammengefaltet wird.
-
An
mindestens einem der beiden seitlichen Endbereiche des Schrankes
ist ein Stellhebel 25 zur Steuerung der Klappenbewegung
angeordnet, der einerseits um eine erste Schwenkachse 26 schwenkbar
mit dem Möbelkorpus 12 und
andererseits um eine zweite Schwenkachse 27 schwenkbar,
mittelbar mit dem unteren Klappenteil 20 verbunden ist.
Der Stellhebel 25 ist als einteiliger Hebel mit konstanter Länge ausgebildet.
-
Dem
Stellhebel 25 ist eine Justiereinrichtung 28 zur
Lagejustierung der beiden Klappenteile 19, 20 zueinander
und mit Bezug zum Möbelkorpus 12 zugeordnet.
-
Die
Justiereinrichtung 28 weist gemäß einer ersten Ausführungsform
ein bewegungsstabil mit dem unteren Klappeneil 20 verbundenes
Lagerelement 29 und ein Justierelement 30 auf,
wobei Letzteres einerseits an der zweiten Schwenkachse 27 schwenkbar
mit dem Stellhebel 25 und andererseits zur Lagejustierung
der Möbelklappe 18 in
die gewünschte
Justierlage um eine Drehachse 31 drehbar mit dem Lagerelement 29 verbunden
ist.
-
Das
Lagerelement 29 ist in bevorzugter Weise plattenartig ausgestaltet
und besitzt eine Befestigungspartie 32 zur Befestigung
am unteren Klappenteil 20 und eine im Wesentlichen senkrecht
dazu ausgerichtete Lagerpartie 33 zur Lagerung des Justierelements 30.
Im Bereich der Befestigungspartie 32 befinden sich wenigstens
zwei Befestigungslöcher 34, die
gemäß einer
ersten Ausführungsform
als Rundlöcher
ausgestaltet sind. Die Befestigungslöcher 34 dienen gemeinsam
mit nicht dargestellten Befestigungsmitteln, beispielsweise Schrauben,
zur bewegungsstabilen also relativ unbeweglichen Befestigung des
Lagerelements 29 an der Rückseite des unteren Klappenteils 20.
In einer in gestrichelten Linien in 8 darge stellten
zweiten Ausführungsform
sind Befestigungslöcher 35 vorgesehen,
die langlochartig ausgestaltet sind. Diese Befestigungslöcher 35 wirken
ebenfalls mit Befestigungsmitteln, insbesondere Schrauben, derart
zusammen, dass das Lagerelement 29 relativ zum unteren
Klappenteil 20 verschieblich an diesem gelagert ist.
-
An
die Befestigungspartie 32 schließt sich im Wesentlichen im
rechten Winkel eine Lagerpartie 33 an. Die Lagerpartie 33 hat
bevorzugterweise eine trapezartige Gestalt und ist einstückig mit
der Befestigungspartie 32 verbunden.
-
Im
unteren Bereich der Lagerpartie 33 befindet sich ein rundes
Lagerloch 36, das im montierten Zustand mit einem am Justierelement 30 ausgebildeten,
ebenfalls runden Lagerloch 37 fluchtet. Durch die beiden
Lagerlöcher 36, 37 ist
ein Lagerbolzen 38 durchsteckbar, der gleichzeitig die
Drehachse 31 zwischen dem Lagerelement und dem Justierelement 30 bildet.
Bevorzugterweise werden Lagerelement und Justierelement mittels
einem durch die beiden Lagerlöcher 36, 37 hindurchgeführten Niet
miteinander verbunden.
-
Oberhalb
des Lagerlochs 36 des Lagerelements 29 befindet
sich eine konzentrisch zur Drehachse 31 gekrümmte, langlochartige
Führungsaufnahme 39,
die Teil von Vorfixiermitteln ist, die zur Vorfixierung des Justierelementes 30 am
Lagerelement 29 dienen. Die langlochartige Führungsaufnahme 39 korrespondiert
im montierten Zustand mit einer Durchgangsöffnung 40 am Justierelement 30.
Durch langlochartige Führungsaufnahme 39 und
Durchgangsöffnung 40 ist
ein ebenfalls zu den Vorfixiermitteln zählender Führungsstift 41 hindurch
gesteckt, der ein Reibschlusselement 42 in Form einer aus Gummimaterial
bestehenden Unterlegscheibe trägt. Der
Führungsstift 41 hat
einen Kopf 43, dessen Durchmesser größer ist als die Öffnungsbreite
der langlochartigen Führungsaufnahme 39.
Der Durchmesser der Unterlegscheibe ist ebenfalls größer als die
Breite der langlochartigen Führungsaufnahme 39.
Dies hat zur Folge, dass sich sowohl Kopf als auch. Unterlegscheibe
an der Rückseite 44 der
Lagerpartie 33 abstützen.
Die Unterlegscheibe ist im befestigten Zustand zwischen der Rückseite
des Kopfes 43 und einer Rückseite 44 der Lagerpartie 33 eingespannt.
Beim Verschwenken des Justierelements 30 um die Drehachse 31 muss
folglich die zwischen der Unterlegscheibe und der Rückseite 44 vorhandene
Reibkraft überwunden
werden.
-
Schließlich befindet
sich im oberen Bereich der Lagerpartie 33 noch ein ebenfalls
konzentrisch zur Drehachse 31 gekrümmtes Langloch 45,
das im montierten Zustand von Lager- und Justierelement 29, 30 mit
einem am Justierelement 30 ausgebildeten Durchgangsloch 46 korrespondiert.
Langloch 45 und Durchgangsloch 46 sind Bestandteile
von Fixiermitteln über
die das Justierelement 30 in der gewünschten Justierlage drehfest
am Lagerelement 29 fixiert werden kann. Zu den Justiermitteln
zählt ferner
noch ein Fixierstift 47 in Form einer Schraube, beispielsweise
als Kreuzschlitzschraube ausgebildet, die durch das Langloch 45 und
Durchgangsloch 46 hindurch gesteckt ist und bei der Verdrehung
des Justierelements 30 bezüglich des Lagerelements 29 im Langloch 45 geführt ist.
Zweckmäßgerweise
befindet sich im Durchgangsloch 46 ein Gewinde, wodurch das
Justierelement 30 in der gewünschten Justierlage durch Anziehen
der Schraube festgestellt werden kann.
-
Das
Justierelement 30 besitzt ebenfalls plattenartige Gestalt
und kann ellipsenartig ausgestaltet sein. Prinzipiell sind jedoch
auch andere Ausgestaltungen möglich.
Neben den bereits beschriebenen Löchern bzw. Öffnungen 37, 40, 46 besitzt
das Justierelement 30 im oberen Bereich zusätzlich noch
ein weiteres Durchgangsloch 48, das mit einer nicht dargestellten Öffnung am
Stellhebel 25 korrespondiert. Durch das Durchgangsloch
und die Öffnung
ist ein die zweite Schwenkachse 27 bildender Schwenkbolzen 49,
insbesondere ein Niet, hindurchgesteckt, wodurch Justierelement 30 und
Stellhebel 25 aneinander angelenkt sind.
-
Wird
die Möbelklappe 18 von
der in 1 dargestellten Offenstellung in eine nach der
in 3 gezeigten Zwischenstellung liegenden Anschlagstellung
verschwenkt, kann das Problem auftreten, dass die beiden Klappenteile 19, 20 nicht
richtig zueinander justiert sind bzw. nicht exakt flächig an
der Stirnfläche
des Möbelkorpus 12 anliegen.
Beispielsweise könnte
es der Fall sein, dass das untere Ende des unteren Klappenteils 20 zwar
an der Stirnseite der Bodenwand 14 anliegt, die Möbelklappe
insgesamt jedoch in der Mitte, also an der Scharnierachse 21 vom
Schrankfach 16 abgehoben ist, also sozusagen aufklafft.
Ebenfalls denkbar ist ein weiterer unerwünschter Zustand, bei dem die
Möbelklappe 18 zwar
in der Mitte also im Bereich der Scharnierachse 21 anliegt,
das untere Ende des unteren Klappenteils 20 jedoch von
der Stirnfläche
der Bodenwand 14 abgehoben ist. Stellt man einen solchen
unerwünschten
Zustand fest, so besteht der Bedarf die Möbelklappe richtig zu justieren
und die Justiereinrichtung 28 kommt zum Einsatz.
-
Die
Möbelklappe 18 wird
also zunächst
geschlossen und es wird beispielsweise festgestellt, dass sie in
der Mitte aufklafft. Als nächstes
wird nun die Möbelklappe 18 auf
Anschlag gedrückt,
d. h. beispielsweise durch zum Möbelkorpus 12 gerichteten Druck
im Bereich der aufklaffenden Mitte. Dabei wird das Justierelement 30 um
die Drehachse 31 gemäß Pfeil 50 im Gegen-Uhrzeigersinn
verdreht, wodurch das untere Klappenteil 20 ein Stück weiter
nach unten kommt, bis es in der richtigen Justierlage parallel zur
Ebene der Schranköffnung
liegt. Bei diesem Vorgang bleibt die zweite Schwenkachse 27,
mit der der Stellhebel 25 und das Justierelement 30 aneinander angelenkt
sind, ortsfest. Durch das Reibschlusselement 42 in Form
der Unterlegscheibe ist eine Justierkraft erforderlich, die die
vom Reibschlusselement 42 erzeugte Reibkraft übersteigt.
Dabei wird der Führungsstift 41 mit
der als Reibschlusselement 42 ausgebildeten Unterlegscheibe
in der langlochartige Führungsaufnahme 39 geführt. Parallel
hierzu wird der als Schraube ausgebildete Fixierstift 47 im
zugeordneten Langloch 45 geführt. Liegen die beiden Klappenteile 19, 20 parallel
zur Ebene der Schranköffnung
ist die gewünschte
Justierlage erreicht (5). Als nächstes wird nun die Möbelklappe 18 wieder
geöffnet,
wobei die Kraft, die zum öffnen
aufgewendet wird, die vom Reibschlusselement 42 vorgegebene
Reibkraft nicht übersteigt,
d. h. das Justierelement 30 verdreht sich nicht weiter
um die Drehachse 31. Die gewünschte Justierlage ist also
voreingestellt und verändert
sich beim öffnen
der Möbelklappe 18 nicht.
Nach dem öffnen
wird dann der Fixierstift 47 angezogen, wodurch Lagerelement 29 und
Justierelement 30 drehfest aneinander fixiert sind. Beim
nachfolgenden öffnen
oder Schließen
findet nunmehr nur noch ein Verschwenken des Stellhebels 25 im
Bereich der zweiten Schwenkachse 27 statt, während sich
die Winkellage von Lagerelement 29 und Justierelement 30 nicht
mehr ändert.
Die Möbelklappe 18 ist
richtig justiert, d. h. die beiden Klappenteile 19, 20 liegen
in der Schließstellung
koplanar zueinander und parallel zur Ebene der Schranköffnung,
wobei die Unterkante des unteren Klappenteils 20 auf derselben
Höhe wie
die Unterkante der Bodenwand 14 liegt.
-
Der
gleiche Justiereffekt ist mit der Ausführungsform erzielbar, bei der
das Lagerelement 29 mittels langlochartigen Befestigungslöchern 35 an der
Rückseite
des unteren Klappenteils 20 gelagert ist. Hier kann durch
Verschieben des unteren Klappenteils 20 bezüglich des
Lagerelementes eine Justierung bewirkt werden.
-
Prinzipiell
ist der erfindungsgemäße Klappenhalter 11 auch
zur Justierung der beiden Klappenteile 19, 20 bei
geöffneter
Möbelklappe 18 einsetzbar.