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DE102007021338A1 - Piezoelektrische Antriebsvorrichtung - Google Patents

Piezoelektrische Antriebsvorrichtung Download PDF

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DE102007021338A1
DE102007021338A1 DE200710021338 DE102007021338A DE102007021338A1 DE 102007021338 A1 DE102007021338 A1 DE 102007021338A1 DE 200710021338 DE200710021338 DE 200710021338 DE 102007021338 A DE102007021338 A DE 102007021338A DE 102007021338 A1 DE102007021338 A1 DE 102007021338A1
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DE
Germany
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piezoelectric
piezo
drive device
actuator
tuning circuit
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Withdrawn
Application number
DE200710021338
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English (en)
Inventor
Volker Rischmueller
Jörg WALLASCHEK
Peter Froehlich
Walter Haussecker
Vincent Rieger
Jens Twiefel
Dirk Guenther
Tobias Hemsel
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Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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Priority to PCT/EP2008/054532 priority patent/WO2008135350A2/de
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • H02N2/02Electric machines in general using piezoelectric effect, electrostriction or magnetostriction producing linear motion, e.g. actuators; Linear positioners ; Linear motors
    • H02N2/026Electric machines in general using piezoelectric effect, electrostriction or magnetostriction producing linear motion, e.g. actuators; Linear positioners ; Linear motors by pressing one or more vibrators against the driven body
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  • General Electrical Machinery Utilizing Piezoelectricity, Electrostriction Or Magnetostriction (AREA)

Abstract

Piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) sowie Verfahren zum Betreiben eines solchen zum Verstellen von beweglichen Teilen (11), insbesondere im Kraftfahrzeug, mit mindestens einem Piezomotor (12), der mindestens einen Piezoaktor (18) aufweist, wobei mittels mindestens eines Friktionselements (30) des Piezomotors (12) eine Relativbewegung bezüglich einer dem Friktionselement (30) gegenüberliegenden Reibefläche (14) erzeugbar ist, wobei der mindestens eine Piezoaktor (18) mit einer Elektronikeinheit (42) verbunden ist, die eine elektrische Abstimmschaltung (46) aufweist, die die piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) auf eine Resonanzfrequenz (44) regelt.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einer piezoelektrischen Antriebsvorrichtung sowie einem Verfahren zum Betreiben eines solchen nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.
  • Mit der WO 00/28652 A1 ist ein Ultraschall-Motor bekannt geworden, bei dem eine Rotorwelle mittels Ultraschall-Vibratoren in Drehung versetzt wird. Dabei sind zwei Ultraschall-Vibratoren rechtwinklig miteinander verbunden, wobei beide Vibratoren derart mit einer Wechselspannung versorgt werden, dass die beiden Vibratoren mit einer Phasendifferenz zueinander schwingen. Diese Schwingung erzeugt eine Bewegung eines Stößels, der die Rotorwelle in Drehung versetzt. Nachteilig ist bei diesem Ultraschall-Motor, dass aufgrund der Ausbildung und der Betriebsweise der Vibratoren viele Ultraschall-Vibratoren notwendig sind, um ein ausreichendes Antriebsmoment zu erzeugen. Ein solcher Motor ist daher sehr teuer und benötigt für die Überlagerung der verschiedenen angeregten Schwingungen eine aufwändige elektronische Ansteuerung und einen entsprechend großen Bauraum.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Vorteile der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße piezoelektrische Antriebsvorrichtung, sowie das Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche haben demgegenüber den Vorteil, dass durch den Betrieb der Piezoaktoren in ihrer Resonanzfrequenz deren Piezokeramik optimal ausgenutzt wird. Dadurch lässt sich bei relativ geringem Materialeinsatz der Piezokeramik große Auslenkung des Piezoaktors erzeugen, wodurch ein großer Vorschub, beziehungsweise ein großes Moment auf die korrespondierende Reibefläche übertragen werden kann. Durch den Resonanzbetrieb wird die Piezokeramik im Punkt ihrer höchsten Effizienz betrieben, wodurch die elektrische Verlustleistung stark reduziert wird und dadurch eine Erwärmung der Piezokeramik vermieden wird. Durch die Ausnützung der Dielektrizität der Piezokeramik werden keine störenden elektromagnetischen Felder erzeugt, noch wird der Betrieb der Piezokeramik durch äußere Magnetfelder merklich beeinträchtigt. Beim Betrieb des Piezoaktors im Resonanzbetrieb, kann durch das Design des Piezoaktors die Amplitude und die Kraftübertragung des Piezoaktors an die korrespondierende Reibefläche angepasst werden. Aufgrund der hohen Leistungsdichte des Piezoaktors kann der Materialeinsatz der relativ kostenintensiven Piezokeramik reduziert werden, bzw. die Leistung des Piezoantriebs erhöht werden. Besonders vorteilhaft kann der Resonanzbetrieb des Piezoaktors mittels einer elektrischen Abstimmschaltung erzeugt werden, die die Anregungsfrequenz des Piezoaktors auf die Resonanzfrequenz des Piezomotors regelt. Dabei wird vorteilhaft eine Belastung durch die Blindleistung vermieden, wodurch das Bordnetz weniger belastet wird. Verglichen mit herkömmlichen DC-Motoren treten auch keine Anlaufströme oder Blockierströme auf, so dass ein deutlich höherer Wirkungsgrad des Piezoantriebs erzielt werden kann.
  • Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den abhängigen Ansprüchen angegebenen Ausführungen möglich. Mittels der Abstimmschaltung der Elektronikeinheit kann der Piezomotor, beziehungsweise die komplette Antriebsvorrichtung in ihrer Resonanzfrequenz angeregt werden. Durch die Regelung auf den Null-Durchgang des Phasenverlaufs des Antriebssystems kann die Resonanzfrequenz sehr genau eingehalten werden, wodurch der Wirkungsgrad des Piezoaktors deutlich gesteigert werden kann.
  • Günstigerweise wird der Piezomotor bei der Frequenz des Null-Durchgangs des Phasenverlaufs der Impedanz mit positiver Steigung betrieben, die durch die erfindungsgemäße Abstimmschaltung sehr einfach geregelt werden kann.
  • Zur Maximierung der mechanischen Schwingungsamplitude des Piezoaktors wird dieser vorteilhaft im Bereich der Resonanzfrequenz der mechanischen Admittanz bzw. der mechanischen Impedanz angesteuert.
  • Wird der Piezoaktor im Bereich der Resonanz der elektrischen Admittanz betrieben, kann die Blindleistung vorteilhaft minimiert werden, wodurch der Wirkungsgrad des Piezoan triebs optimiert wird. Alternativ kann der Piezoantrieb aber auch in der elektrischen Antiresonanz (Maximum der Impedanz) betrieben werden.
  • Der Piezoaktor ist zweckmäßig einem elektrischen Schwingkreis nachgebildet, der zur Regelung auf die Resonanzfrequenz im Null-Durchgang des Phasenverlaufs des Piezoaktor-Schwingkreises betrieben wird.
  • Im Resonanzbetrieb wird die Piezokeramik, die Elektronikeinheit und die Spannungsquelle nicht mit einer Blindleistung belastet, wodurch die Elektronik einfacher ausgeführt werden kann und beispielsweise auf zusätzliche Schalter und Filterelemente verzichtet werden kann.
  • Die Regelung auf einen Null-Durchgang eines Phasenverlaufs erfolgt besonders einfach mittels eines Phase Locked Loop (PLL), die mit einem Voltage Controlled Oscillator (VCO) als Stellgröße eine Anregungsfrequenz für das Piezoelement bereitstellt.
  • Zur Vereinfachung des Regelaufwands kann ein Varianzbereich um die Resonanzfrequenz herum definiert werden, innerhalb dessen die Anregungsfrequenz ständig gescannt wird.
  • Da sich die Resonanzfrequenz der Piezoaktoren aufgrund äußerer Einflüsse verändern kann, wird die Anregungsfrequenz bzw. der Varianzbereich der veränderlichen Resonanzfrequenz nachgeregelt.
  • Durch die Verwendung einer übergeordneten Steuereinheit, kann diese als Operator auch eine größere Anzahl von Piezoaktoren und/oder Piezomotoren optimal miteinander koordinieren. Durch die Eingabe einer Vielzahl von Zustandssignalen zur Steuerung des Antriebs durch den Operator, kann dieser auch Fehler- oder Wartungsinformationen des Antriebssystems anzeigen.
  • Bevorzugt wird der Piezoaktor nur in Längsschwingungen versetzt, so dass nur Schwingungskomponenten entlang der Längsrichtung mit der größten Ausdehnung des Piezoaktors angeregt werden. Dazu werden die Piezokeramik und die Ausbildung des Gehäuses des Piezoaktors entsprechend optimiert.
  • Ist die Längsrichtung des Piezoaktors im Ruhezustand im Wesentlichen senkrecht zur korrespondieren Reibefläche des Antriebelements ausgerichtet, so kann die Längs schwingung eines einzigen Piezoaktors effektiv in beide entgegengesetzten Bewegungsrichtungen der Relativbewegung gegenüber der Reibefläche umgesetzt werden.
  • Zur Erzeugung einer großen Schwingungsamplitude des Piezoaktors in Längsrichtung ist die Piezokeramik im Piezogehäuse derart vorgespannt, dass im Schwingbetrieb in der Piezokeramik keine Zugkräfte auftauchen. Dadurch lässt sich ein Schwingsystem mit einer hohen Steifigkeit in Längsrichtung erzielen.
  • Aufgrund der Mikrostoßbewegung des Friktionselements gegenüber der korrespondierenden Reibefläche kann eine Relativbewegung erzeugt werden, ohne dass zusätzliche träge Massen in Bewegung gesetzt werden müssen. Durch eine geeignete Wahl der Reibpartner zwischen dem Friktionselement und der korrespondierenden Reibefläche kann die Schwingung des Piezoaktors sehr verlustarm in eine Linearbewegung oder Rotationsbewegung eines Antriebelements umgesetzt werden. Zur Unterstützung der Kraftübertragung kann zusätzlich zum Reibschluss ein Formschluss – beispielsweise eine Mikroverzahnung – zwischen dem Friktionselement und der Reibefläche ausgebildet werden.
  • Aufgrund der Anordnung des Friktionselements gegenüber dem Piezoaktor kann die Längsschwingung des Piezoaktors in eine lineare, eine elliptische odereine kreisförmige Bewegung des Friktionselements, insbesondere dessen der Reibefläche zugewandten Ende, umgesetzt werden. Eine elliptische Bewegung des Friktionselements kann sehr harmonisch auf das Antriebselement übertragen werden, wobei durch die Umkehrung des Umlaufsinns die Richtung der Relativbewegung umgekehrt werden kann.
  • Das Antriebselement mit der Reibefläche kann vorteilhaft als lineare Antriebsschiene oder als Rotorwelle ausgebildet werden. Durch die Haltekraft, mit dem das Friktionselement gegen die lineare Schiene oder den Rotationskörper gepresst wird, wird die tangentiale Bewegungskomponente des Friktionselements auf das Antriebselement übertragen.
  • Besonders günstig ist es, den Piezomotor an dem beweglichen Teil zu befestigen, so dass sich dieser gegenüber einer ortsfesten Reibefläche mit dem beweglichen Teil wegbewegt. Beispielsweise kann der Piezomotor an einer Fensterscheibe befestigt werden, und sich entlang einer Reibefläche einer karosseriefesten Führungsschiene abstoßen. Alternativ kann der Piezomotor ortsfest angeordnet werden und sich entsprechend die Reibefläche bewegen, die an einer linearen Schiene des zu verstellenden Teils angeordnet ist.
  • Wird die Piezokeramik in mehreren Schichten ausgebildet, zwischen denen Elektronen angeschlossen werden, lässt sich mit einer vorgegebenen Spannung eine größere Schwingungsamplitude erzeugen. Werden die Schichten quer zur Längsrichtung des Piezoaktors angeordnet, wird dadurch die Längsschwingung in Längsrichtung maximiert.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Piezomotor exakt zwei Piezoaktoren auf. Diese können günstigerweise derart betrieben werden, dass jeweils ein Piezoaktor für eine Bewegungsrichtung der Relativbewegung angeregt wird. Dies hat den Vorteil, dass immer nur exakt ein Piezoaktor mittels der Elektronikeinheit in Schwingung versetzt wird, und der zweite Piezoaktor lediglich als träge Masse mitschwingt. Dadurch wird eine komplizierte Überlagerung der beiden gleichzeitig angeregten Piezoaktor-Schwingungen unterbunden. Alternativ können mehrere Piezoaktoren auch gleichzeitig angesteuert werden mittels eines identischen oder mittels unterschiedlicher Anregungs- bzw. Versorgungssignale.
  • Beispielsweise kann der Peizomotor für einen Fensterheberantrieb im Kraftfahrzeug an einer Fensterscheibe befestigt werden. Durch die direkte Erzeugung einer linearen Bewegung ist eine sehr schnelle Ansprechzeit mit hoher Dynamik möglich. Durch das Mikrostoßprinzip kann eine äußerst präzise Positionierung des zu verstellenden Teils bei geringer Geräuschemission erzielt werden.
  • Die Resonanzfrequenz der Piezoaktoren kann sehr kostengünstig mittels positivem oder negativen Auswuchten verändert werden, um beispielsweise mehrere Piezoaktoren mit genau einer Anregungsfrequenz betreiben zu können. Dazu kann Gehäusematerial an einer entsprechenden Stelle abgetragen werden, oder Material hinzugefügt werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
  • 1 Eine erfindungsgemäße piezoelektrische Antriebsvorrichtung,
  • 2 eine weitere Ausführung für einen Rotationsantrieb,
  • 3 ein Piezoelement für den Einbau in den Piezoaktor gemäß 1,
  • 4 eine schematische Darstellung zum Betreiben der Antriebsvorrichtung,
  • 5 eine Resonanzkurve des Piezomotors und
  • 6 eine Impedanzkurve für das piezoelektrische Antriebssystem
  • 7a, b ein Verlauf der mechanischen Admittanz mit korrespondierendem Phasenverlauf,
  • 8 schematisch die Regelung des Anregungssignals des Piezoaktors, und
  • 9 eine schematische Darstellung einer Phasenregelschleife der piezoelektrischen Antriebsvorrichtung.
  • In 1 ist eine piezoelektrische Antriebsvorrichtung 10 dargestellt, bei der ein Piezomotor 12 eine Relativbewegung gegenüber einer korrespondierenden Reibefläche 14 ausführt. Die Reibefläche 14 ist hierbei als lineare Schiene 16 ausgebildet, die beispielsweise an einem Karosserieteil 17 befestigt ist. Der Piezomotor 12 weist mindestens einen Piezoaktor 18 auf, der wiederum ein Piezoelement 20 enthält. Hierzu weist der Piezoaktor 18 ein Aktorgehäuse 22 auf, das das Piezoelement 20 aufnimmt. Das Aktorgehäuse 22 ist beispielsweise hülsenförmig ausgebildet. In den dargestellten Ausführungen ist das Piezoelement 20 vom Aktorgehäuse 22 umschlossen. Der Piezoaktor 18 weist eine Längsrichtung 19 auf, in deren Richtung die Ausdehnungen des Piezoaktors 18 größer ist als in einer Querrichtung 24 dazu. Das Piezoelement 20 ist vorzugsweise im Aktorgehäuse 22 in Längsrichtung 19 vorgespannt, derart, dass bei einer Anregung einer Längsschwingung 26 des Piezoelements 20 in diesem keine Zugkräfte auftreten. Durch die Schwingung des Piezoelements 20 wird der gesamte Piezoaktor 18 in Längsschwingung 26 versetzt und überträgt eine Schwingungsamplitude 45 über einen Brückensteg 28 auf ein Friktionselement 30, das in Reibkontakt zur Reibefläche 14 steht. Durch die Längsschwingung 26 des Piezoaktors 18 wird der Brückensteg 28 in eine Kippbewegung oder eine Biegebewegung versetzt, so dass ein der Reibefläche 14 zugewandtes Ende 31 des Friktionselements 30 eine Mikrostoßbewegung ausführt. Die Wechselwirkung zwischen dem Friktionselement 30 und der Reibefläche 14 ist in dem vergrößerten Ausschnitt dargestellt, in dem ersichtlich ist, dass der Brückensteg 28, der in Ruhestellung näherungsweise parallel zur Reibefläche 14 angeordnet ist, bei angeregter Schwingung des Piezoaktors 18 gegenüber der Reibefläche 14 verkippt. Dabei führt das Ende 31 des Friktionselements 30 beispielsweise eine Ellipsenbewegung 32 oder Kreisbewegung aus, mittels derer sich der Piezomotor 12 entlang der linearen Schiene 16 abstößt. Der Piezomotor 12 ist im Bereich von Schwingungsknoten 34 der Piezoaktoren 18 gelagert und beispielsweise mit einem zu bewegenden Teil 11 verbunden. Gleichzeitig wird der Piezomotor 12 über eine Lagerung 36 mit einer Normalkraft 37 gegen die Reibefläche 14 gedrückt. Dadurch führt das Ende 31 des Friktionselements 30 nun eine Ellipsenbewegung 32 aus, die zusätzlich zur Normalkraft 37 eine tangentiale Kraftkomponente 38 aufweist, die den Vorschub des Piezomotors 12 gegenüber der Reibefläche 14 bewirkt. In einer alternativen Ausführung führt das Friktionselement 30 lediglich eine lineare Stoßbewegung unter einem gewissen Winkel zur Normalkraft 37 aus. Dadurch kommt es ebenfalls zu einer Relativbewegung mittels Mikrostößen.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß 1 weist der Piezomotor 12 genau zwei Piezoaktoren 18 auf, die beide näherungsweise parallel zu ihrer Längsrichtung 19 angeordnet sind. Dabei ist der Brückensteg 28 quer zur Längsrichtung 19 angeordnet und verbindet die beiden Piezoaktoren 18 an ihren Stirnseiten 27. Der Brückensteg 28 ist beispielsweise als ebene Platte 29 ausgebildet, in deren Mitte das Friktionselement 30 angeordnet ist. In einer bevorzugten Betriebsweise der piezoelektrischen Antriebsvorrichtung 10 wird für eine Relativbewegung in eine erste Richtung 13 nur einer der beiden Piezoaktoren 18 angeregt. Dabei wirkt der zweite, nicht angeregte Piezoaktor 18 über den Brückensteg 28 als Schwingmasse, aufgrund derer der Brückensteg 28 mit dem Friktionselement 30 gegenüber der Längsrichtung 19 verkippt oder verbogen wird. Entsprechend der Steifigkeit des Aufbaus des Piezomotors 12 wird somit die Längsschwingung 26 des Piezoelements 20 in eine Mikrostoßbewegung mit einer tangentialen Kraftkomponente 38 umgewandelt. Die elektrische Anregung des Piezoelements 20 erfolgt über Elektroden 40, die mit einer Elektronikeinheit 42 verbunden sind. Für eine Bewegung des Piezomotors 12 in die entgegengesetzte Richtungen 15 wird entsprechend das Piezoelement 20 des anderen Piezoaktors 18 mittels der Elektronikeinheit 42 angeregt. Bei dieser Betriebsweise ist immer nur ein Piezoelement 20 des Piezomotors 12 angeregt, so dass es zu keiner Überlagerung von zwei Schwingungsanregungen beider Piezoaktoren 18 kommen kann.
  • Erfindungsgemäß wird die piezoelektrische Antriebsvorrichtung in ihrer Resonanzfrequenz 44 betrieben. Dazu weist die Elektronikeinheit 42 eine Abstimmschaltung 46 auf, die das entsprechende Piezoelement 20 derart ansteuert, dass das gesamte System in Resonanz schwingt. Die Elektronikeinheit 42 kann beispielsweise zumindest teilweise auch innerhalb des Aktorgehäuses 18 oder der Lagerung 36 angeordnet sein. In 1 sind in den beiden Piezoaktoren 18 jeweils die Amplituden 45 der Resonanzfrequenz 44 der Längsschwingung 26 dargestellt, wobei die beiden Piezoaktoren 18 bei dieser Betriebsweise nicht gleichzeitig angeregt werden.
  • In 2 ist eine Variation der Antriebsvorrichtung 10 dargestellt, bei der der Piezomotor 12 in einem Karosserieteil 17 gelagert ist. Hingegen ist die Reibefläche 14 als Umfangsfläche eines Rotationskörpers 48 ausgebildet, so dass durch die Stößelbewegung des Friktionselements 30 der Rotationskörper 48 in Drehung versetzt wird. Entsprechend der zu 1 beschriebenen Betriebsweise kann die Drehrichtung 49 des Rotationskörpers 48 wiederum durch die Ansteuerung von jeweils nur einem Piezoelement 20 an einem der beiden Piezoaktoren 18 vorgegeben werden. Eine solche Antriebsvorrichtung 10 erzeugt eine Rotation als Antriebsbewegung und kann somit an Stelle eines Elektromotors mit nachgeschaltetem Getriebe eingesetzt werden.
  • In 3 ist vergrößert ein Piezoelement 20 abgebildet, wie es beispielsweise im Piezomotor 12 der 1 oder 2 verwendet werden kann. Das Piezoelement 20 weist mehrere voneinander getrennte Schichten 50 auf, zwischen denen die jeweiligen Elektroden 40 angeordnet sind. Wird an den Elektroden 40 über die Elektronikeinheit 42 eine Spannung 43 angelegt, dehnt sich das Piezoelement 20 in Längsrichtung 19 aus. Die Ausdehnung und die Kontraktion der einzelnen Schichten 50 addiert sich auf, so dass durch die Anzahl der Schichten 50 die Gesamtamplitude 45 des Piezoelement 20 in Längsrichtung 19 vorgegeben werden kann. Die Schichten 20 sind dabei quer zur Längsrichtung 19 im Aktorgehäuse 22 angeordnet, so dass der gesamte Piezoaktor 18 durch das Piezoelement 20 in Längsschwingung 26 versetzt wird. Das Piezoelement 20 ist vorzugsweise so ausgelegt, so dass im Resonanzbetrieb des Piezoelements 20 sehr große Amplituden 45 erzeugbar sind.
  • In 4 ist ein Modell der piezoelektrischen Antriebsvorrichtung 10 dargestellt, das als Grundlage zur Einstellung der Resonanzfrequenz 44 dient. Dabei ist in form einer elektrischen Ersatzschaltung 51 der Piezoaktor 18 als Schwingkreis 52 dargestellt, in dem eine Induktivität 53 mit einer ersten Kapazität 54 und einer ohmschen Last 55 in Reihe geschaltet sind. Dazu ist eine zweite Kapazität 56 parallel geschaltet. An diesem Schwingkreis 52 wird eine Spannung 43 mittels der Elektronikeinheit 42 angelegt. Durch die Umwandlung der Längsschwingung 26 des Piezoaktors 18 in die Stößelbewegung des Friktionselements 30 wird die Resonanzfrequenz 44 des Piezoaktors 18 beeinflusst. Weiterhin hängt die Resonanzfrequenz 44 der gesamten Antriebsvorrichtung 10 von der Last 58 ab, die beispielsweise durch das Gewicht des zu verstellenden Teils 11 bestimmt wird. Weiterhin ist die Resonanzfrequenz von der Ankopplung der Kraftübertragung 57 abhängig, die wesentlich durch die Reibbedingung zwischen dem Friktionselement 30 und der Reibefläche 14 bestimmt wird.
  • Gemäß diesem Schaltbild stellt sich bei der Anregung der Verstellvorrichtung 10 mittels der Elektronikeinheit 42 ein Frequenzgang ein, wie er in 5 dargestellt ist. Hierbei ist die Leistung 59 über der Frequenz 69 aufgetragen. Beim Null-Durchgang 61 der dargestellten Blindleistung 62 ergibt sich ein Maximum 63 der Wirkleistung 64. Das Maximum 63 der Wirkleistung 64 tritt bei der Resonanzfrequenz 44 auf, auf die die piezoelektrische Antriebsvorrichtung 10 mittels der Abstimmschaltung 46 geregelt wird. Die Resonanzfrequenz 44 liegt beispielsweise im Bereich zwischen 30 und 80 kHz, vorzugsweise zwischen 30 und 50 kHz.
  • In 6 ist das dazugehörige Impedanzverhalten des Piezomotors 12 über den Frequenzgang dargestellt. Der Phasenverlauf 60 der Impedanz der durch den Schwingkreis 52 gemäß 4 dargestellten Verstellvorrichtung 10 weist einen ersten Null-Durchgang 65 mit positiver Steigung und einen zweiten Null-Durchgang 66 mit negativer Steigung auf, die der Serien- und der Parallelresonanz des Schwingkreises 52 entsprechen. Der Phasenwinkel 68 ist auf der Y-Achse auf der rechten Seite des Diagramms dargestellt. Um die Antriebsvorrichtung 10 im Resonanzbetrieb zu halten – beispielsweise auch bei einer veränderlichen Last 58 – regelt die Abstimmschaltung 46 die Frequenz 69 beispielsweise auf den Null-Durchgang 65 mit positiver Steigung, was elektronisch relativ einfach mittels einer Phasenregelschleife 47 (Phase Locked Loop, PLL) realisierbar ist. Die linke Y-Achse 74 stellt den Betrag 70 der Impedanz dar, wobei der Impedanzverlauf 70 über der Frequenz 69 ein Minimum 71 (Antiresonanz, entspricht dem Maximum der elektrischen Admittanz) am ersten Null-Durchgang 65 und ein Maximum 72 am zweiten Null-Durchgang 66 aufweist.
  • In 7a ist der Verlauf der mechanischen Admittanz 76 dargestellt, wie sie sich aus dem Quotienten der mechanischen Schwingungsgeschwindigkeit des Piezoaktors 18 durch die elektrische Versorgungsspannung 43 ergibt. Die mechanische Admittanz 76 stellt den Kehrwert der mechanischen Impedanz dar (nicht dargestellt), die sich entsprechend aus dem Quotienten der Versorgungsspannung 43 durch die mechanische Schwingungsgeschwindigkeit des Piezoaktors 18 ergibt. Die mechanische Admittanz 76 ist über dem Frequenzbereich 69 dargestellt und bildet bei einer Resonanzfrequenz 44 ein Maximum und bei einer Antiresonanzfrequenz 77 ein Minimum.
  • In 7b ist entsprechend ein Phasenverlauf 60 des mechanischen Phasenwinkels 68 zwischen der mechanischen Schwingungsgeschwindigkeit und der elektrischen Versorgungsspannung 43 aufgezeichnet. Im Bereich der Resonanz 44 der mechanischen Admittanz 76 weist der Phasenverlauf 60 einen Null-Durchgang 66 mit negativer Steigung auf, und bei der Antiresonanzfrequenz 77 einen entsprechenden Null-Durchgang 65 mit positiver Steigung. Die Abstimmschaltung 46 regelt die Anregungsfrequenz 93 des Piezoaktors 18 beispielsweise auf die Resonanzfrequenz 44 der mechanischen Admittanz 76, wobei als Regelgröße der Null-Durchgang 66 mit negativer Steigung des korrespondierenden Phasenverlaufs 60 herangezogen wird.
  • Der Kehrwert der mechanischen Admittanz 76 bildet die mechanische Impedanz (nicht dargestellt), die dann einen sehr ähnlichen Verlauf hat, wie der elektrische Impedanzverlauf 70 gemäß der 6. Der zur mechanischen Impedanz korrespondierende Phasenverlauf (nicht dargestellt) ergibt sich ebenfalls durch den Kehrwert des Phasenverlaufs 60 des mechanischen Phasenwinkels 78 aus 7b und hat damit einen sehr ähnlichen Verlauf wie der Phasenverlauf 60 der elektrischen Impedanz der 6. Im elektrischen Impedanzverlauf 70 der 6 kann ebenfalls durch die Bildung des Kehrwerts die elektrische Impedanz mit entsprechendem Phasenverlauf gebildet werden. Die Resonanzfrequenzen 44 und die Antiresonanzfrequenzen 77 können zwischen der mechanischen Admittanz 76 und der elektrischen Admittanz voneinander abweichen. Entsprechend den Anforderungen der piezoelektrischen Antriebsvorrichtung 10 kann daher der Piezoaktor 18 auf die Resonanzfrequenz 44 oder die Antiresonanzfrequenz 76 der elektrischen oder mechanischen Impedanz geregelt werden.
  • In 8 ist der Regelprozess eines Piezomotors 12 dargestellt, der mittels einer die Abstimmschaltung 46 aufweisende Elektronikeinheit 42 angesteuert wird. Als Stellgröße 80 wird beispielsweise die Anregungsfrequenz 93 der Versorgungsspannung 43 verwendet, wobei aber auch die Amplitude oder andere Parameter des Anregungssignals 94 vorgegeben werden können. Beispielsweise kann als ein Anregungssignal 94 eine Rechteck-, Dreieck, Sinus- oder Trapez-Spannung an den Piezoaktor 18 angelegt werden, deren Frequenz und/oder deren Amplitude geregelt wird. Als Sollwert 83 wird beispielsweise eine bestimmte Resonanzfrequenz 44, oder ein bestimmter Varianzbereich 82 um die Resonanzfrequenz 44 herum vorgegeben, auf den die Abstimmschaltung 46 regelt. Weiterhin können zusätzliche Signale 91 der Elektronikeinheit 42 zugeführt werden, die beispielsweise Umgebungseinflüsse, oder Eingabeanweisungen widerspiegeln. Der Piezomotor 12, der einen oder mehrere Piezoaktoren 18 aufweist, bewirkt eine mechanische Schwingung 99, die mit einer bestimmten Frequenz eine Relativbewegung zwischen dem Piezomotor 12 und der Reibefläche 14 bewirkt. Als Regelgröße 79 werden die Istwerte 84 des Piezomotors 12 bzw. der Verstellvorrichtung 10, beispielsweise die tatsächliche Schwingungsfrequenz an die Abstimmschaltung 46 zurückgegeben.
  • In 9 ist eine Phasenregelschleife 47 (Phased Locked Loop, PLL) dargestellt, die besonders dafür geeignet ist, einen Null-Durchgang 65, 66 des Phasenverlaufs 60, 78 als Regelgröße 79 zu verwenden. Ein Phasendetektor 85 identifiziert die Frequenz 69 des Null-Durchgangs 65, 66 und führt das Signal einem Filter 86 zu. Das IST-Signal 84 wird einem Voltage Controlled Oszillator (VCO) 87 zugeführt, das ein Spannungssignal 43 mit einer bestimmten Frequenz als Stellgröße 80 zur Verfügung stellt. Das Ausgangssignal des VCO 87 wird mittels eines Verstärkers 88 entsprechend verstärkt und dem Piezoaktor 18 zugeführt, der dieses Spannungssignal 43 in eine entsprechende mechanische Schwingung des Piezoelements 20 umsetzt. Für die Regelung auf die Resonanzfrequenz 44 kann sowohl das mechanische Schwingungssignal des Piezoaktors 18 herangezogen werden, oder direkt das elektrische Anregungssignal, so dass der Phasendetektor 85 den Null-Durchgang 65, 66 der mechanischen Admittanz oder der elektrischen Admittanz, beziehungsweise der elektrischen oder mechanischen Impedanz detektiert.
  • Bei dem Einsatz mehrerer Piezomotoren 12 als Antrieb eines Fensters (Teil 11) müssen die Piezomotoren 12 koordiniert werden um den Gleichlauf des Teils 11 zu gewährleisten. Die Vernetzung der einzelnen Piezoaktoren 18 soll für eine Aufsummierung der Antriebskräfte bei gleicher Vorschubgeschwindigkeit sorgen. Die Ansteuerung soll im Betrieb das Betriebsverhalten der jeweiligen Piezomotoren 12 untereinander automatisch abstimmen. Der erforderliche Gleichlauf der Piezomotoren 12 wird über die Elektronikeinheit 42 sichergestellt. Bei dem Einsatz von zwei Schienen 16 mit je einem oder mehreren Piezomotoren 18 pro Schiene 16 können die Piezomotorpositionen ggf. durch geeignete Sensoren erfasst werden. Die Regelung eines einzelnen Piezomotors 12 beinhaltet eine Echtzeitmessung seines tatsächlichen elektromechanischen Zustandes, welcher durch externe Parameter wie Alterung, Last, Abnutzung oder Temperatur beeinflusst wird. Je nach Anforderungen an die Qualität des Antriebs 10 sind unterschiedliche Strategien möglich: Jeder Piezomotor 12 wird mit einer eigenen Steuereinheit 42 angesteuert, oder bei anspruchsvolleren Antriebsvorrichtungen 10 kann auch die folgende Methode zum Einsatz kommen. Sobald mehrere Piezomotoren 12 im Verbund arbeiten wird die Informationsverarbeitung der Mechatronik einer selbst-optimierten Informationsverarbeitung überlagert. Diese Erweiterung des Gesamtantriebsystems in Form von einer übergeordnete Komponente entscheidet welche Piezomotoren 12 wie betrieben werden, welche Parameter und Sollwerte angepasst werden müssen und trifft Fehlerdiagnosen und Wartungsentscheidungen. Diese übergeordnete Einheit oder so genannter Operator 90 beinhaltet eine mathematische Modellierung des Gesamtantriebsystems 10, bestehend aus elektrischer Ansteuerung, dem piezoelektrischen Materialverhalten, dem mechanischen Schwingungssystem sowie einem Modell zum Friktionselement-Reibflächen-Kontakt.
  • Durch Erfassung und Rückführung aller notwendigen Größen in dieses Gesamtmodell ist es möglich, Rückschlüsse auf das Gesamtverhalten zu ziehen und eine Prozessregelung für das gesamte System zu konfigurieren. Der Operator 90 erhält zum einen Informationen von den einzelnen Motorregelungen und vom angetriebenen Teil 11 und nimmt zum anderen Zustandssignale von Außen auf (Benutzereingabe, Umgebungseinflüsse, ...). Der Operator 90 gibt den separaten Elektronikeinheiten 42 geänderte Parameter und Sollwerte vor, und dem Benutzer Systeminformationen wie z. B. Antriebsstatus oder fällige Wartung, zurück. Im Falle eines Ausfalls des Operators 90 sind die einzelnen Piezomotoren 90 noch in der Lage, das Teil 11 zu bewegen. Durch die Integration von weiterer Intelligenz in das Antriebssystem (embedded Systems) sind weitergehende wichtige Funktionen realisierbar wie z. B. Diagnosefähigkeit, Fernparametrierbarkeit und Zustandsprotokollierung der Verstellvorrichtung 10. Bei einer alternativen, vereinfachten Ausführung werden alle Piezoaktoren 18 der Antriebsvorrichtung 10 bei einer Festfrequenz betrieben, die im Resonanzbereich aller Piezoaktoren 18 oder in unmittelbarer Nähe zu diesem liegt. In einer weiteren Ausführung wird die Anregungsfrequenz 93 über dem Varianzbereich 82 kontinuierlich variiert.
  • An der Resonanzfrequenz 44 erreicht der piezoelektrische Antrieb 10 seinen größten Wirkungsgrad. Die Resonanzfrequenz 44 des Piezoaktors 18 hängt dabei von dem Aufbau des Piezomotors 12, den eingesetzten Werkstoffen und den äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Temperatur, Alterung und die Last durch das bewegliche Teil 11 ab. Weiter besitzen die Piezoaktoren 18 unter Umständen voneinander abweichende Resonanzfrequenzen 44, selbst wenn die Piezoaktoren 18 baugleich hergestellt wurden. Um mehrere Piezoaktoren 18 mit einer einzigen Resonanzfrequenz 44 anzusteuern, und dadurch die Abstimmschaltung 46 zu vereinfachen, können die Piezoaktoren 18 mechanisch manipuliert werden, um deren Resonanzfrequenz 44 zu verschieben. Dabei wird beispielsweise Material 95 aus dem Aktorgehäuse 22 abgetragen (siehe 2). Hierzu kann an ansprechenden Stellen des Piezogehäuses 22 mittel Abfräsen, Bohren, Erodieren oder Schleifen Material 95 am Piezoaktor 18 reduziert werden. Als weitere Möglichkeit kann beispielsweise an einem anderen Piezoaktor 18 zusätzliches Material 96 am Piezoaktor 18 befestigt werden, beispielsweise mittel Kleben, Schweißen, Beschichten. Dieses positive oder negative Auswuchten kann an allen zugänglichen Stellen des Piezoaktors 18 realisiert werden, um die Resonanzfrequenz 44 in die gewünschte Richtung zu verschieben.
  • Es sei angemerkt, dass hinsichtlich der in den Figuren und der in der Beschreibung gezeigten Ausführungsbeispiele vielfältige Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Merkmale untereinander möglich sind. So kann beispielsweise die konkrete Ausbildung der Piezoaktoren 18, deren Aktorgehäuse 22, der Piezoelemente 20 (Monoblock, Stapel- oder, Multilayer), des Brückenstegs 28 und des Friktionselements 30 entsprechend der Anwendung variiert werden. Dabei kann die Stößelbewegung als reine Stoßbewegung oder als im wesentlichen elliptische Bewegungsbahn ausgebildet sein, wobei entsprechend der Querkomponente der Kraftübertragung die Reibpaarung zwischen dem Friktionselement 30 und der Reibfläche 14 eine höhere oder geringere Reibzahl aufweist. Als Grenzfall ist auch eine Ausbildung mit reinem Formschluss beispielsweise mittels einer Mikroverzahnung möglich, bei dem das Friktionselement 30 ohne Reibung in entsprechende Aussparungen des Antriebselements, z. B. der linearen Führungsschiene 16 oder des Rotationskörper 48 greift. In einer weiteren Variation kann der Piezoaktor 18 auch mit einer Biegeschwingung betrieben werden, die sich beispielsweise mit der Längsschwingung 26 überlagert. Ebenso können die entsprechenden Schwingungen mehrerer Piezoaktoren 18 eines Piezomotors 12 gleichzeitig angeregt werden (einphasig oder mehrphasig), wodurch eine Überlagerung dieser Schwingungen eine Stößelbewegung bewirkt, die das Antriebselement in Bewegung versetzt. Bevorzugt wird die erfindungsgemäße Antriebseinheit 10 zu Verstellung beweglicher Teile 11 im Kraftfahrzeug verwendet, ist jedoch nicht auf eine solche Anwendung beschränkt.
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 00/28652 A1 [0002]

Claims (24)

  1. Verfahren zum Betreiben einer piezoelektrischen Antriebsvorrichtung (10) zum Verstellen von beweglichen Teilen (11), insbesondere im Kraftfahrzeug, mit mindestens einem Piezomotor (12), der mindestens einen Piezoaktor (18) aufweist, wobei mittels mindestens eines Friktionselements (30) des Piezomotors (12) eine Relativbewegung bezüglich einer dem Friktionselement (30) gegenüberliegenden Reibefläche (14) erzeugbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Piezoaktor (18) mit einer Elektronikeinheit (42) verbunden ist, die eine elektrische Abstimmschaltung (46) aufweist, die die piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) auf eine Resonanzfrequenz (44) regelt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) eine Anregungsfrequenz (93) zur Einhaltung der Resonanzfrequenz (44) auf einen Null-Durchgang (65, 66) eines Phasenverlaufs (60) einer Regelgröße (79) regelt.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) den Null-Durchgang (65, 66) des Phasenverlaufs (60) mit positiver Steigung und/oder mit negativer Steigung identifiziert.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) die piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) im Bereich der Resonanzfrequenz (44) der mechanischen Admittanz (Schwingung über Spannung) oder der mechanischen Impedanz (Kehrwert) betreibt.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) die piezoelektrischen Antriebsvorrichtung (10) im Bereich der Resonanzfrequenz (44) der elektrischen Admittanz oder der elektrischen Impedanz betreibt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) ein Anregungssignal (94) auf ein Maximum oder ein Minimum eines elektrischen oder mechanischen Admittanz- oder Impedanzverlaufs regelt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) derart ausgebildet ist, dass ihre Ersatzschaltung (51) durch eine Induktivität (53), eine Kapazität (54) und einen ohmscher Widerstand (55) nachgebildet wird, die zueinander in Reihe geschaltet sind, wobei eine weitere Kapazität (56) hierzu parallel geschaltet ist, und die Abstimmschaltung (46) die Anregungsfrequenz (93) zur Einhaltung der elektrischen Resonanzfrequenz (44) auf den Null-Durchgang (65, 66) des Phasenverlaufs (60) der Ersatzschaltung (51) regelt.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) die piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) auf die Resonanzfrequenz (44) regelt, derart, dass näherungsweise keine Blindleistung auftritt.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) eine Phasenregelschleife 47 (Phase Locked Loop, PLL) aufweist, die mittels eines VCO 87 (Voltage Controlled Oscillator) die Anregungsfrequenz (93) für den Piezoaktor (18) als Stellgröße (80) vorgibt.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude der Anregungsspannung (43) als Anregungssignal (94) vorgegeben werden kann, insbesondere als Cascaden-Regelung zusammen mit einem weiteren Anregungssignal (94).
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) die Anregungsfrequenz (93) über einen Varianzbereich (82) um die Resonanzfrequenz (44) eines Piezoaktors (18) kontinuierlich variiert, und insbesondere der Varianzbereich (82) bei Abweichungen der einzelnen Resonanzfrequenzen (44) unterschiedlicher Piezoaktoren (18) alle Resonanzfrequenzen (44) umfasst.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmschaltung (46) die Anregungsfrequenz (93), bzw. deren Varianzbereich (82) bei veränderlichen Betriebsbedingungen nachfährt.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ansteuerung mehrerer Piezomotoren (12) ein Operator (90) mittels einer mathematischen Modellierung unter Zuführung von Zustandsignalen der einzelnen Piezoaktoren (18), und/oder von Umgebungseinflüssen und und/oder von Benutzereingaben und/oder von Fehlerdiagnosen die Stellgrößen (80) des Anregungssignals (94) der einzelnen Piezoaktoren (18) vorgibt.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Piezoaktor (18) eine Längsrichtung (19) aufweist, entlang der der Piezoaktor (18) eine größere Ausdehnung aufweist als in einer Querrichtung (24) dazu, und der Piezoaktor (18) mittels der Elektronikeinheit (42) in Längsschwingung (26) – insbesondere ausschließlich in Längsrichtung (19) ohne Querkomponenten – versetzt wird.
  15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Friktionselement (30) eine dynamische Mikrostoßbewegung ausführt und sich mittels Reibschluß und/oder Formschluß an der Reibefläche (14) abstößt.
  16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Friktionselement (30) geometrisch derart am Piezomotor (12) angeordnet ist, dass die Längsschwingung (26) des Piezoaktors (18) in eine elliptische Bahnbewegung (32) oder lineare Stoßbewegung des Friktionselements (30) umgewandelt wird.
  17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für eine erste Bewegungsrichtung (13) der Relativbewegung nur genau ein erster Piezoaktor (18) und für die entgegengesetzte Bewegungsrichtung (15) nur genau ein zweiter Piezoaktator (18) betätigt wird, und die Piezoaktoren (18) dabei insbesondere mit einem identischen Anregungssignal (94) beaufschlagt werden.
  18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) eine Elektronikeinheit (42) aufweist, die zwei oder mehrere Piezoaktoren (18) des Piezomotors (12) immer mit einem einphasigen Anregungssignal (94) ansteuert.
  19. Piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) zur Anwendung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Längsrichtung (19) des Piezoaktors (18) näherungsweise senkrecht zur Reibefläche (14) erstreckt.
  20. Piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Piezoaktor (18) ein Aktorgehäuse (22) aufweist, in dem eine Piezokeramik (21) angeordnet ist, wobei die Piezokeramik (21) im Aktorgehäuse (22) in Längsrichtung (19) vorgespannt ist.
  21. Piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Vorspannen des Piezoelements (20) dessen Dämpfung und damit die Resonanzfrequenz (44) des Piezoaktors (18) einstellbar ist.
  22. Piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonanzfrequenz (44) des Piezoaktors (18) mittels eines gezielten Materialausgleichs am Piezogehäuse (22) einstellbar ist, insbesondere um die Resonanzfrequenzen (44) unterschiedlicher Piezoaktoren (18) aneinander anzugleichen.
  23. Piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gezielte Materialausgleich durch Auftragen von Material oder Abtragen von Material am Aktorgehäuse (22) realisierbar ist.
  24. Piezoelektrische Antriebsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Piezomotor (12) an dem beweglichen Teil (11) angeordnet ist, und die Reibfläche (14) karossieriefest ausgebildet ist.
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