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DE102007021269B4 - Reparaturlötkopf für oberflächenmontiertes Bauelement und Verfahren zu dessen Betrieb - Google Patents

Reparaturlötkopf für oberflächenmontiertes Bauelement und Verfahren zu dessen Betrieb Download PDF

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DE102007021269B4
DE102007021269B4 DE102007021269A DE102007021269A DE102007021269B4 DE 102007021269 B4 DE102007021269 B4 DE 102007021269B4 DE 102007021269 A DE102007021269 A DE 102007021269A DE 102007021269 A DE102007021269 A DE 102007021269A DE 102007021269 B4 DE102007021269 B4 DE 102007021269B4
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Bernd Dipl.-Ing. Müller
Ulrich Dipl.-Ing. Wittreich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K1/00Soldering, e.g. brazing, or unsoldering
    • B23K1/018Unsoldering; Removal of melted solder or other residues
    • H10W72/0711
    • H10W72/07141
    • H10W72/07178
    • H10W72/072
    • H10W72/07232
    • H10W72/07236

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Connection Of Electric Components To Printed Circuits (AREA)

Abstract

Reparaturlötkopf (11) für ein oberflächenmontiertes Bauelement (32)
– mit einer Aufnahmefläche (17), die auf das zu entlötende Bauelement (32) aufgesetzt werden kann und
– mit einer Wärmequelle, mit der die Aufnahmefläche (17) erwärmt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
dass
– die Aufnahmefläche (17) durch eine Trennmembran (14) gebildet ist, welche gemeinsam mit einer Gehäusestruktur (12) des Reparaturlötkopfes (11) auf der der Aufnahmefläche abgekehrten Seite der Trennmembran einen Hohlraum (21) ausbildet, wobei
– der Hohlraum (21) zwei unabhängige Zuläufe (23a, 23b) und einen Rücklauf (26) für ein fluidisches Wärmeübertragungsmedium (22) als Wärmequelle aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Reparaturlötkopf für ein oberflächenmontiertes Bauelement. Der Reparaturlötkopf weist eine Aufnahmefläche auf, die auf das zu entlötende Bauelement aufgesetzt werden kann. Außerdem ist der Reparaturlötkopf mit einer Wärmequelle versehen, mit der die Aufnahmefläche erwärmt werden kann.
  • Ein Reparaturlötkopf der eingangs genannten Art ist beispielsweise in der Druckschrift US 4 1066 204 A beschrieben. Der dort beschriebene Reparaturlötkopf weist als Aufnahmefläche für ein zu entlötendes Bauelement eine gelochte Metallplatte auf, die auf die Oberfläche des zu entlötenden Bauelementes aufgesetzt werden kann. Über ein Wärmeelement, welches als Wärmequelle dient, wird anschließend eine Wärmemenge in das zu entlötende Bauelement eingebracht, was zu einem Erweichen der Lotkontakte zwischen dem zu entlötenden Bauelement und dem Substrat führt. Wegen der Bohrungen in der Aufnahmeplatte ist es möglich, das Bauelement an der Aufnahme festzusaugen. Hierzu weist der Reparaturlötkopf einen Vakuumanschluss auf, der in einen durch die Aufnahmeplatte mitgebildeten Hohlraum mündet. Nach dem Anlegen eines Unterdruckes kann der Reparaturlötkopf von dem Substrat abgehoben werden, wobei das durch Unterdruck fixierte Bauelement wegen der erweichten Lotverbindungen an dem Reparaturlötkopf verbleibt.
  • Gemäß der Druckschrift DE 10 2004 003 521 B3 ist ein Reparaturlötkopf beschrieben, bei dem ein flüssiges Wärmeübertragungsmedium verwendet wird, um die Lötstellen eines auf einer Leiterplatte befindlichen Bauteils aufzuschmelzen. Zu diesem Zweck wird der Reparaturlötkopf auf das Bauteil aufgesetzt, so dass dieses mit dem flüssigen Wärmeübertragungsmedium in Kontakt kommt. Dieses wird nach erfolgter Wärmeübertragung über einen gesonderten Kanal wieder zurückgeführt. Zusätzlich weist der Reparaturlötkopf einen Unterdruckanschluss auf, mit dem das entlötete Bauelement angesaugt und von der Leiterplatte entfernt werden kann.
  • Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, einen Reparaturlötkopf anzugeben, welcher sich vergleichsweise flexibel an unterschiedliche Anwendungsfälle anpassen lässt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Aufnahmefläche durch eine Trennmembran gebildet ist, welche gemeinsam mit einer Gehäusestruktur des Reparaturlötkopfes auf der der Aufnahmefläche abgekehrten Seite der Trennmembran einen Hohlraum ausbildet, wobei der Hohlraum zwei unabhängige Zuläufe und einen Rücklauf für ein fluidisches Wärmeübertragungsmedium als Wärmequelle aufweist. Unter einem fluidischen Wärmeübertragungsmedium im Sinne der Erfindung ist ein Wärmeübertragungsmedium zu verstehen, welches entweder gasförmig oder flüssig ist. Wichtig ist somit, dass das Wärmeübertragungsmedium fließfähig ist. Hierdurch wird vorteilhaft sichergestellt, dass die Wärme gut dosiert an das zu entlötende Bauteil herangeführt werden kann. Durch das Vorsehen von zwei unabhängigen Zuläufen kann weiterhin die in das zu entlötende Bauelement eingebrachte Wärme vorteilhaft durch Mischen zweier Teilmengen des Wärmeübertragungsmediums in einem bestimmten Verhältnis genau eingestellt werden. Hierdurch kann vorteilhaft eine thermische Überbeanspruchung des Einbauplatzes und bei vorgesehener Wiederverwertung auch des entlöteten Bauelementes Beachtung finden.
  • Als Aufnahme für das zu entlötende Bauelement kommt eine Trennmembran zum Einsatz. Hierdurch kann das Wärmeübertragungsmedium sauber in dem durch die Trennmembran gebildeten Hohlraum zirkulieren, ohne dass hierdurch der Einbauplatz verschmutzt würde. Die Trennmembran weist eine gewisse Elastizität auf, die es ermöglicht, die Aufnahme mit einer möglichst großen Übertragungsfläche für eine Wärmeübertragung auf das auszulötende Bauelement aufzusetzen. Hierbei wird eine gewisse Anpresskraft benötigt.
  • Die Trennmembran kann aus einem Elastomer wie Silikon oder aus einer Metallfolie hergestellt werden. Für die Metallfolie können insbesondere auch Legierungen verwendet werden, die einen Schmelzbereich aufweisen, der sich mit den verfahrensbedingten Arbeitstemperaturen des Reparaturlötkopfes überschneidet. Dabei kann das elastische Verhalten der im Schmelzbereich befindlichen Legierung zu einer Verbesserung der elastischen Eigenschaften der Trennmembran genutzt weren. Beispiele für die letztgenannten Legierungen sind SnPb, SnBi, SnSb, SnAg oder SnIn.
  • Die schonende Möglichkeit eines Entlötens macht vorteilhaft den Reparaturlötkopf vielseitiger einsetzbar, da auch empfindliche Bauelemente entlötet werden können. Insbesondere kann der Reparaturlötkopf vorteilhaft auch für ein anschließendes Einlöten eines neuen Bauteils verwendet werden, wobei durch die dosierte Zirkulation des Wärmeübertragungsmediums eine thermische Überbeanspruchung des einzulötenden Bauteils verhindert wird.
  • Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Trennmembran auswechselbar an der Gehäusestruktur befestigt ist. Dies bedeutet, dass Trennmembranen unterschiedlicher Geometrie vorgehalten werden können, welche jeweils auf ein bestimmtes zu entlötendes Bauelement oder eine Gruppe von Bauelementen mit ähnlicher Geometrie zugeschnitten sind. Dies erleichtert die Umrüstung des Reparaturlötkopfes bei wechselnden Anforderungen an die zu entlötenden Bauteile vorteilhaft.
  • Weiterhin ist gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Trennmembran in einer formveränderlichen Einspannung gehalten. Zum einen ermöglicht die formveränderliche Einspannung eine Anpassung an Trennmembranen mit unterschiedlichen Geometrien, sobald diese ausgewechselt werden. Weiterhin kann eine formveränderliche Einspannung jedoch auch verwendet werden, um die gerade verwendete Trennmembran im Rahmen ihrer Elastizität zu verformen und so eine Anpassung ein und derselben Membran an unterschiedliche zu entlötende Bauelemente vorzunehmen. Die erleichterte Anpassbarkeit des Reparaturlötkopfes an verschiedene Bauelement-Geometrien schafft vorteilhaft eine weitere Erhöhung der Flexibilität beim Einsatz.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn die formveränderliche Einspannung aus einer Vielzahl beweglicher Fixierungsstifte besteht, die den Rand der Trennmembran halten.
  • So ist es beispielsweise vorteilhaft, wenn die formveränderliche Einspannung aus einer Vielzahl beweglicher Fixierungsstifte besteht, die den Rand der Trennmembran halten. An diesen Fixierungsstiften sind geeignete Formelemente vorgesehen, die in den Rand der Trennmembran eingreifen und diese in einer bestimmten Stellung fixieren. Soll die Form der Trennmembran verändert werden, so können die Fixierstifte verstellt werden, wodurch eine Anpassung der Form der Trennmembran an eine andere Art von auszulötenden Bauelementen erfolgen kann. Die flexible Verwendungsmöglichkeit des Reparaturlötkopfes wird dadurch vorteilhaft verbessert.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Trennmembran rechteckig ist, wobei zwei gegenüberliegende Ränder mit konstantem Abstand zueinander und die anderen beiden Ränder mit veränderbarem Abstand zueinander in der Einspannung gehalten sind. Hierdurch wird vorteilhaft eine Trennmembran geschaffen, die sich auf die weit verbreiteten rechtwinkligen Bauelemente anpassen lässt. Dabei ist über die beiden Ränder mit veränderbarem Abstand vorteilhaft auch das Format der zu entlötenden Bauelemente leicht einzustellen. Die Wärmeübertragung kann dabei vorteilhaft immer auf einem möglichst großen Flächenanteil des auszulötenden Bauelementes ausgeweitet werden.
  • Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Trennmembran einen Vakuumanschluss aufweist, der mit der Aufnahmefläche kommuniziert. Über den Vakuumanschluss kann vorteilhaft ein Unterdruck zwischen der Trennmembran und dem Bauelement aufgebaut werden, welcher zu einer Haftung des Bauelementes an der Aufnahmefläche führt. Hierdurch ist gewährleistet, dass der Reparaturlötkopf auch als Handhabungswerkzeug für das einzulötende bzw. auszulötende Bauelement verwendet werden kann. Dies erleichtert eine Verwendung des Reparaturlötkopfes, mit der das Ein- bzw. Auslöten von Bauelementen in einem Arbeitsgang erfolgen kann.
  • Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Entlöten eines oberflächenmontierten Bauelementes. Bei diesem Verfahren wird ein Reparaturlötkopf mit einer Aufnahmefläche auf das zu entlötende Bauteil aufgesetzt, die Aufnahmefläche durch eine Wärmequelle beheizt, bis Lotkontakte zwischen dem Bauelement und der Oberfläche erweichen und dann das Bauelement von der Oberfläche des Substratbauteils abgehoben. Ein solches Verfahren ist aus der eingangs bereits erwähnten Druckschrift US 4 066 204 A bekannt.
  • Allgemein bekannt ist die Verwendung eines solchen Verfahrens auch zum Einlöten von Bauelementen. Dabei wird ein oberflächenmontierbares Bauelement dadurch eingelötet, dass ein Reparaturlötkopf mit einer Aufnahmefläche auf das einzulötende Bauteil fixiert wird, das Bauelement mit dem Reparaturlötkopf auf die Oberfläche des vorgesehenen Einbauortes (also auf das Substratbauteil) aufgesetzt wird und die Aufnahmefläche durch eine Wärmequelle beheizt wird, bis Lotdepots zwischen dem Bauelement und der Oberfläche erweichen und sich Lotkontakte ausbilden.
  • Es besteht nun der Wunsch, die Verfahren der genannten Art möglichst flexibel und schonend für die aus- bzw. einzulötenden Bauelemente anwenden zu können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass als Wärmequelle ein fluidisches Wärmeübertragungsmedium zum Einsatz kommt, welches in zwei Teilmengen mit unterschiedlichen Temperaturen vorgehalten wird. Dabei wird die Aufnahmefläche durch eine Trennmembran gebildet, welche gemeinsam mit einer Gehäusestruktur des Reparaturlötkopfes auf der der Aufnahmefläche abgekehrten Seite der Trennmembran einen Hohlraum ausbildet. Zur Beheizung der Aufnahmefläche werden über zwei unabhängige Zuläufe von den Teilmengen des Wärmeübertragungsmediums zur Einstellung einer geforderten Temperatur geeignete Anteile in Hohlräume eingeleitet und das Wärmeübertragungsmedium durch einen Rücklauf wieder zurückgeleitet. Durch die Verwendung eines fluidischen Wärmeübertragungsmediums, also eines Gases oder vorzugsweise einer Flüssigkeit, werden die bereits genannten Vorteile erreicht. Insbesondere können an dem Reparaturlötkopf Trennmembranen unterschiedlicher Geometrie befestigt werden, ohne dass eine zuverlässige Wärmeübertragung über das fluidische Wärmeübertragungsmedium gefährdet würde. Denn das Wärmeübertragungsmedium kann sich den unterschiedlichen Geometrien der Trennmembran ohne weiteres anpassen. Hierdurch wird aber auch eine größere Flexibilität für das Verfahren erreicht, da durch Verwendung verschiedener Trennmembranen oder von Trennmembranen mit variabler Geometrie eine Anpassbarkeit an unterschiedliche aus- oder einzulötende Bauelemente erfolgen kann. Gleichzeitig wird das Verfahren vorteilhaft auch schonender, da das Wärmeübertragungsmedium unabhängig von der Geometrie der Trennmembran zu einer gleichmäßigen Wärmeübertragung ohne thermische Belastungsspitzen verwendet werden kann.
  • Gemäß einer Ausgestaltung dieser Erfindung ist vorgesehen, dass für die Einstellung des geforderten Temperaturverlaufes ein Zeitprofil berücksichtigt wird. Dabei zielt der geforderte Temperaturverlauf letztendlich auf die Einstellung der zum Entlöten geforderten Temperatur, bei der die Lotkontakte erweichen. Hierdurch kann vorteilhafterweise sichergestellt werden, dass eine thermische Überbeanspruchung aufgrund einer zu rapiden Erwärmung des ein- oder auszulötenden Bauelementes vermieden werden kann. Das Zeitprofil kann beispielsweise eine lineare Erwärmung des Bauelementes vorsehen. Dabei kann die Erstellung des Profils in Abhängigkeit des zu erwärmenden Bauteiles aus Erfahrungswerten ermittelt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Bauelement oder die Oberfläche des Substrates, auf dem das Bauelement aus- bzw. eingelötet werden soll, mit einer Temperaturüberwachung zu versehen. Hierbei kann beispielsweise ein Temperatursensor Verwendung finden, mit dessen Hilfe eine Steuerung oder auch Regelung des Temperaturverhaltens des sich erwärmenden Bauelementes erzeugt werden kann.
  • Eine andere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Trennmembran einen Vakuumanschluss aufweist, der mit der Aufnahme kommuniziert, wobei das Bauelement durch Anlegen eines Vakuums an den Vakuumanschluss auf der Aufnahmefläche fixiert und nach dem Erweichen der Lotkontakte von der Oberfläche abgehoben wird. Durch Vorsehen eines Vakuumanschlusses lässt sich vorteilhaft das Bauelement besonders einfach auf der Aufnahmefläche fixieren. Dabei ist überdies auch eine verhältnismäßig schonende Handhabung des Bauelementes möglich, da auf mechanische Handhabungsgeräte verzichtet werden kann. Der Vakuumanschluss macht sich vorteilhaft auch die Elastizi tät der Trennmembran zu Nutze, da durch die elastische Trennmembran ein dichtes Abschließen zwischen der Aufnahmefläche und dem Bauelement gewährleistet werden kann.
  • Für das Verfahren des Auslötens ergibt sich eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung dadurch, dass nach dem Fixieren des Bauelementes auf der Aufnahmefläche und vor dem Erweichen der Lotkontakte der Abstand des Reparaturlötkopfes von der Oberfläche unter Aufbau von Zugspannungen in der Trennmembran vergrößert wird. Hierdurch werden Vorspannungen in der Trennmembran erzeugt, die bei einem Erweichen der Lotkontakte zu einer Entspannung der Trennmembran unter Vergrößerung des Abstandes des zu entlötenden Bauelementes von der Oberfläche führen. Hierdurch kann vorteilhaft vermieden werden, dass durch einen Anpressdruck des Reparaturlötkopfes auf das zu entlötende Bauelement dieses zunächst auf die Oberfläche aufgedrückt wird, wobei sich der erweichende Lotwerkstoff verteilen würde. Durch das sofortige Abheben des Bauelementes wird eine unnötige Verschmtzung der Oberfläche mit Lotwerkstoff weitgehend vermieden, so dass der Einbauort nach dem Entfernen des Bauelementes einfach von Lotresten befreit werden kann.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind im Folgenden anhand der Zeichnugen beschrieben. Gleiche oder sich entsprechende Zeichnungselemente sind in den einzelnen Figuren mit jeweils den gleichen Bezugszeichen versehen und werden nur insofern mehrfach erläutert, wie sich Unterschiede zwischen den einzelnen Figuren ergeben. Es zeigen
  • 1 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Reparaturlötkopfes im schematischen Querschnitt,
  • 2 eine Aufsicht in den Hohlraum des Reparaturlötkopfes gemäß 1,
  • 3 und 4 schematisch einen Querschnitt und eine Aufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Reparaturlötkopfes,
  • 5 ein Temperaturprofil für den Betrieb des erfindungsgemäßen Reparaturlötkopfes und
  • 6 bis 8 ausgewählte Schritte eines Entlötens als Ausführungsbeispiel für das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Ein Reparaturlötkopf 11 gemäß 1 besteht aus einer Gehäusestruktur 12, die beispielsweise in nicht dargestellter Weise an den Greifarm eines Bestückungsautomaten angebunden sein kann. Die Gehäusestruktur 12 weist bewegliche Führungsstifte 13 auf, die dazu dienen, eine Trennmembran 14 an deren Rand 15 zu fixieren. Zum Abdichten gegenüber der Umgebung ist weiterhin eine elastische Manschette 14 vorgesehen. Die Trennmembran 14 weist eine in 1 nach unten gerichtete Aufnahmefläche 17 auf, an der ein nicht näher dargestelltes Bauelement, welches bevorzugt zu diesem Zweck eine ebene Fläche anbietet, angelagert werden kann. Das Bauelement kann durch einen Vakuumanschluss 18, der zu diesem Zweck mit einer Vakuumpumpe 19 verbunden ist, an der Aufnahmefläche 17 fixiert werden. Hierfür bildet ein Teil der Trennmembran 14 eine Saugglocke 20 aus.
  • Die Trennmembran 14 bildet zusammen mit einer Manschette 16 und der Gehäusestruktur einen Hohlraum 21, in den ein Wärmeübertragungsmedium, beispielsweise Öl 22, eingefüllt werden kann. Da der Hohlraum von der Umgebung abgeschlossen ist, wird hierdurch eine Verschmutzung des zu handhabenden Bauelementes sowie des Einbauortes (Substrat, nicht dargestellt) vermieden.
  • Zur Erzeugung definierter Temperaturverhältnisse im Hohlraum 21 kann das Öl 22 durch voneinander unabhängige Zuläufe 23a, 23b in den Hohlraum 21 gepumpt werden. Hierzu stehen zwei Pumpen 24a, 24b zur Verfügung, die das Öl aus zwei Reservoirs 25a, 25b pumpen. Die Temperatur des in den Reservoirs 25a, 25b vorgehaltenen Öls ist unterschiedlich (beispielsweise Raumtemperatur und 200°C). Durch Steuerung der Volumenströme beider Öle kann daher ein Mischungsverhältnis in dem Hohlraum 21 mit vorhersagbarer Temperatur erzeugt werden. Hierdurch lässt sich ein vorgegebener Erwärmungszustand eines an der Aufnahmefläche 17 fixierten Bauelementes erzeugen.
  • Um einen Kreislauf aufrecht zu erhalten, wird das Öl 22 über einen Rücklauf 26 mittels einer Pumpe 27 in die Reservoirs 25a, 25b zurückgepumpt. Dabei wird über Wärmetauscher 28a, 28b die in den Reservoirs herrschende Temperatur wieder eingestellt. Dementsprechend ist hierfür entweder eine Kühlung oder eine Beheizung des rücklaufenden Öls notwendig.
  • In 2 ist dargestellt, wie mittels der Führungsstifte 13 ein Aufweiten des Durchmessers der Trennmembran 14 erfolgen kann. Die Stifte sind zu diesem Zweck in nicht näher dargestellter Weise radial beweglich gelagert, so dass ein radiales Auseinanderbewegen ihrer Endpunkte zu einer Aufweitung des Randes 15 der Trennmembran 14 führt. Zu erkennen ist weiterhin, dass der im Zentrum der Trennmembran 14 angeordnete Vakuumanschluss 18 von der elastischen Verformung der Membran 14 unbeeinflusst bleibt. Als Material für die Trennmembran 14 kann beispielsweise HTV-Silikonkautschuk (HTV: Hoch-Temperatur-Vernetzend) verwendet werden, da Bauteile aus diesem Material in der stabilisierten Form eine Temperaturbeständigkeit von bis zu 300°C aufweisen können. Eine Trennmembran aus Silikonkautschuk genügt daher den Anforderungen des Anwendungsfalls. Neben einer Temperaturbeständigkeit gegen das eingeleitete Wärmeübertragungsmedium ist weiterhin eine chemische Beständigkeit gegenüber dem Wärmeübertragungsmedium notwendig. Für die Verformbarkeit muss eine genügende Elastizität vorhanden sein. Zuletzt ist auch eine genügende Wärmeleitfähigkeit erforderlich, damit die Temperatur des Wärmeübertragungsmediums auf das Bauelement übertragen werden kann.
  • Die 3 und 4 zeigen eine andere Bauform der Trennmembran. Diese ist in 3 im schematischen Schnitt dargestellt sowie in 4 als Aufsicht von oben. Die Trennmembran 14 hat einen wannenförmigen Aufbau mit rechteckigem Grundriss. Der 3 lässt sich entnehmen, dass die gegenüberliegenden Seitenwände 29 entlang eines Wandelementes 30 geführt sind und mit diesen überlappen, so dass eine Dichtung zustande kommt. Andererseits sind die Seitenwände 29 und das Wandelement 30 nicht fest miteinander verbunden, so dass sich die Seitenwand 29 bei einer Verformung an dem Wandelement 30 entlangschieben kann.
  • Der Füllstand mit dem Öl 22 ist angedeutet. Er befindet sich aus Gründen einer zuverlässigen Dichtung unterhalb des Randes der Seitenwand 29. Der restliche Aufbau des Reparaturlötkopfes 11 ist nicht genauer dargestellt, kann jedoch entsprechend 1 aufgebaut sein.
  • Der 4 kann entnommen werden, wie der Verstellmechanismus für die Trennmembran 14 bei diesem Ausführungsbeispiel ausgebildet ist. Neben den Wandelementen 30, die parallel zueinander stehen und mit einem konstanten Abstand im Reparaturlötkopf 11 angeordnet sind, sind zwei weitere Wandelemente 31 vorgesehen, an denen die Seitenwand 29 befestigt ist. Diese Wandelemente 31 lassen sich zwischen den Wandelementen 30 verschieben, wodurch die Trennmembran 14 eine Längung erfährt und der Reparaturlötkopf 11 auf ein Bauteil anderen Formats angepasst werden kann.
  • Die Trennmembran 14 gemäß dieser Ausgestaltung kann beispielsweise durch eine hochflexible Kupferfolie gebildet werden. Die Verwendung von Kupfer hat den wesentlichen Vorteil, dass eine Wärmeübertragung aufgrund der guten Wärmeleiteigenschaften von Kupfer schnell erfolgen kann. Andererseits weist die Kupferfolie eine genügende Elastizität auf, damit diese sich zwecks einer besseren Wärmeübertragung gut an die Oberfläche des Bauelementes anpassen kann.
  • Der 5 lässt sich entnehmen wie beispielsweise für ein Auslöten eines Bauelementes ein Temperaturprofil erstellt werden kann. Soll das Bauelement nach dem Auslöten beispielsweise einer neuen Verwendung zugeführt werden, so sind hinsichtlich der Erwärmung die Vorgaben des Herstellers zu beachten. Diese bestehen aus einer maximal zulässigen Temperatur Tmax sowie einer zulässigen Erwärmungsgeschwindigkeit δT/δt. Um trotz dieser Vorgaben eine möglichst schnelle Erwärmung des Bauelementes zu gewährleisten, wird für das Wärmeübertragungsmedium ein Temperaturprofil gewählt, welches durch die Vorgaben, des Herstellers beeinflusst ist. Die Temperatur des Wärmeübertragungsmediums liegt dabei immer um den Betrag ΔT höher als die aktuell gemessene Temperatur des Bauelementes, so dass eine konstante Erwärmung δT/δt gewährleistet wird. Wird die maximal zulässige Temperatur Tmax des Bauelementes erreicht, wird die Temperatur des Wärmeübertragungsmediums durch Zumischen von kaltem Wärmeübertragungsmedium auf die Temperatur des Bauelementes Tmax abgesenkt, so dass diese Temperatur im Bauelement gehalten wird. Sobald die Lötverbindungen erweichen, kann das Bauelement aus dem Einbauort entfernt werden. Anschließend ist eine weitere Einhaltung der Temperatur Tmax nicht mehr erforderlich.
  • Die 6 bis 8 zeigen ausgewählte Schritte eines Auslötens eines Bauelementes 32. Dieses ist mit Lotkontakten 33 auf einer Leiterplatte 34 befestigt. Bei dem Verfahrensschritt gemäß 6 wird der Reparaturlötkopf 11, der entsprechend 1 aufgebaut ist, auf das Bauelement 32 aufgesetzt. Der Vakuumanschluss 18 wird evakuiert, so dass in der Glocke 20 ein Unterdruck entsteht, der die Trennmembran 14 auf dem Bauelement 32 fixiert. Die Trennmembran hat bis zur Einspannungsstelle im Reparaturlötkopf 11 eine Höhe h.
  • Bei dem Verfahrensschritt gemäß 7 wird der Reparaturlötkopf 11 um den Betrag x angehoben. Es zeigt sich, dass aufgrund der Elastizität der Trennmembran 14 und aufgrund des festen Anliegens der Trennmembran 14 auf dem Bauelement 32 eine Längung der Trennmembran in Richtung der Höhe h um den Betrag x erfolgt. Hierdurch werden Zugspannungen in der Trennmembran induziert, aufgrund derer das Bauelement 32 einer Zugkraft Z von der Leiterplatte 34 weg unterworfen wird. Es zeigt sich auch, dass durch die Längung der Trennmembran um den Betrag x die Saugglocke 20 ein etwas größeres Volumen erhält.
  • Der 8 lässt sich entnehmen, dass bei einem Erweichen der Lotkontakte 33 aufgrund des Wärmeeintrags durch den Reparaturlötkopf 11 die eingeprägte Zugkraft Z (siehe 7) zu einem Abheben des Bauelementes 32 führt. Hierbei wird der Abstand der Unterseite des Bauelementes 32 von der Leiterplatte 34 um den Betrag x vergrößert, so dass die Lotkontakte 33 zur Leiterplatte 34 gelöst werden. Dabei verringert sich die Höhe der Saugglocke wieder auf h. Auf der Leiterplatte verbleiben Lotreste 35, die in einem nachfolgenden (nicht dargestellten) Schritt von der Leiterplatte entfernt werden müssen, sofern der Einbauplatz zur Aufnahme eines neuen Bauelementes vorbereitet werden soll. Das Bauelement 32 kann mit dem Reparaturlötkopf von der Platte entfernt und beispielsweise entsorgt oder einer neuen Verwendung zugeführt werden.

Claims (11)

  1. Reparaturlötkopf (11) für ein oberflächenmontiertes Bauelement (32) – mit einer Aufnahmefläche (17), die auf das zu entlötende Bauelement (32) aufgesetzt werden kann und – mit einer Wärmequelle, mit der die Aufnahmefläche (17) erwärmt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass – die Aufnahmefläche (17) durch eine Trennmembran (14) gebildet ist, welche gemeinsam mit einer Gehäusestruktur (12) des Reparaturlötkopfes (11) auf der der Aufnahmefläche abgekehrten Seite der Trennmembran einen Hohlraum (21) ausbildet, wobei – der Hohlraum (21) zwei unabhängige Zuläufe (23a, 23b) und einen Rücklauf (26) für ein fluidisches Wärmeübertragungsmedium (22) als Wärmequelle aufweist.
  2. Reparaturlötkopf (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennmembran (14) auswechselbar an der Gehäusestruktur (12) befestigt ist.
  3. Reparaturlötkopf (11) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennmembran (14) in einer formveränderlichen Einspannung gehalten ist.
  4. Reparaturlötkopf (11) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die formveränderliche Einspannung aus einer Vielzahl beweglicher Führungsstifte (13) besteht, die den Rand der Trennmembran (14) halten.
  5. Reparaturlötkopf (11) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennmembran (14) rechteckig ist, wobei zwei gegenüberliegende Ränder mit konstantem Abstand zueinander und die anderen beiden Ränder mit veränderbarem Abstand zueinander in der Einspannung gehalten sind.
  6. Reparaturlötkopf (11) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennmembran (14) einen Vakuumanschluss (18) aufweist, der mit der Aufnahmefläche (17) kommuniziert.
  7. Verfahren zum Auslöten eines oberflächenmontierten Bauelementes (32), bei dem – ein Reparaturlötkopf (11) mit einer Aufnahmefläche (17) auf das zu entlötende Bauteil (32) aufgesetzt wird, – die Aufnahmefläche (17) durch eine Wärmequelle beheizt wird, bis Lotkontakte (33) zwischen dem Bauelement (32) und der Oberfläche erweichen und – das Bauelement (32) von der Oberfläche abgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, dass – als Wärmequelle ein fluidisches Wärmeübertragungsmedium (22) zum Einsatz kommt, welches in zwei Teilmengen mit unterschiedlichen Temperaturen vorgehalten wird, und – die Aufnahmefläche (17) durch eine Trennmembran (14) gebildet ist, welche gemeinsam mit einer Gehäusestruktur (12) des Reparaturlötkopfes (11) auf der der Aufnahmefläche (17) abgekehrten Seite der Trennmembran (14) einen Hohlraum (21) ausbildet, wobei zur Beheizung der Aufnahmefläche (17) – über zwei unabhängige Zuläufe (23a, 23b) von den Teilmengen des Wärmeübertragungsmediums (22) zur Einstellung einer geforderten Temperatur geeignete Anteile in den Hohlraum (21) eingeleitet werden und – das Wärmeübertragungsmedium (22) durch einen Rücklauf (26) wieder den Hohlraum (21) verlässt.
  8. Verfahren zum Einlöten eines oberflächenmontierbaren Bauelementes (32), bei dem – ein Reparaturlötkopf (11) mit einer Aufnahmefläche (17) auf das einzulötende Bautelement (32) aufgesetzt wird, – das Bauelement (32) mit dem Reparaturlötkopf (11) auf die Oberfläche des vorgesehenen Einbauortes aufgesetzt wird und – die Aufnahmefläche (17) durch eine Wärmequelle beheizt wird, bis Lotdepots zwischen dem Bauelement (32) und der Oberfläche erweichen und sich Lotkontakte ausbilden, dadurch gekennzeichnet, dass – als Wärmequelle ein fluidisches Wärmeübertragungsmedium (22) zum Einsatz kommt, welches in zwei Teilmengen mit unterschiedlichen Temperaturen vorgehalten wird, und – die Aufnahmefläche (17) durch eine Trennmembran (14) gebildet ist, welche gemeinsam mit einer Gehäusestruktur (12) des Reparaturlötkopfes (11) auf der der Aufnahmefläche (17) abgekehrten Seite der Trennmembran (14) einen Hohlraum (21) ausbildet, wobei zur Beheizung der Aufnahmefläche (17) – über zwei unabhängige Zuläufe (23a, 23b) von den Teilmengen des Wärmeübertragungsmediums (22) zur Einstellung einer geforderten Temperatur geeignete Anteile in den Hohlraum (21) eingeleitet werden und – das Wärmeübertragungsmedium (22) durch einen Rücklauf (26) wieder den Hohlraum (21) verlässt.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass für die Einstellung des geforderten Temperaturverlaufes ein Zeitprofil berücksichtigt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennmembran (14) einen Vakuumanschluss (18) aufweist, der mit der Aufnahmefläche (17) kommuniziert, wobei das Bauelement (32) durch Anlegen eines Vakuums an den Vakuumanschluss (18) auf der Aufnahmefläche fixiert und nach dem Erweichen der Lotkontakte von der Oberfläche abgehoben wird.
  11. Verfahren zum Auslöten nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Fixieren des Bauelementes (32) auf der Aufnahmefläche und vor dem Erweichen der Lotkontakte der Abstand des Reparaturlötkopfes (11) von der Oberfläche unter Aufbau von Zugspannungen in der Trennmembran (14) vergrößert wird.
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