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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Auflage und Hülle und
deren Verwendung in Verbindung mit medizinischen Geräten
sowie eine Vorrichtung zur Reinigung. Dabei findet die Erfindung
Anwendung bei kosmetischen, medizinischen, pharmazeutischen und
technischen Verfahren, vorzugsweise bei der medizinischen und kosmetischen
Behandlung äußerer Gewebeschichten.
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Hintergrund der Erfindung
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Die
Haut ist verantwortlich für die Regulierung des Wasserhaushaltes
und dient als Sperr und Schutzschicht gegen äußere
Einflüsse. Um von außen in tiefer liegende Geweberegionen
vordringen zu können, wurden eine Reihe von medizinischen
Verfahren entwickelt. Diese Verfahren dienen dazu Krebszellen abzutöten,
Gewebezellen anzuregen oder die Eindringtiefe von Medikamenten zu
erhöhen. Andere Verfahren nutzen Schallquellen zur Anregung
innerer Heilungsprozesse oder zur Gewebeanalyse. Ein derartiges
Verfahren und Vorrichtung ist in
DE 692 146 72 T2 zur Emittierung von Schallwellen
beschrieben. Hier werden thermische Effekte und Gravitationseffekte
im Gewebe erzeugt. In
EP
1364 624 A1 wird eine Gelauflage aus Polyacylamide verwendet,
um die Laserbehandlung zu verbessern. Bei den bekannten Verfahren
wird über die Haut Energie in Form von elektromagnetischen
Feldern, Licht, ionisierenden Strahlen- oder Ultraschallwellen dem
biologischen Gewebe zugeführt. Schwierigkeiten treten immer
dann auf, wenn bereits die Schutzschicht der Haut geschädigt
ist oder allergische Reaktionen auftreten.
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Um
in tiefer liegende Gewebeschichten einzudringen, werden z. B. wassergefilterte
Infrarot-A-Strahlen (wIRA) oder ungefiltertes Infrarotlicht eingesetzt.
Wie in
DE 101 16 763
C1 beschrieben, wird die Strahlung einer Halogenlampe durch
eine spezielle Hydroküvette gefiltert, welche die Haut
belastenden Strahlenanteile herausnimmt. Es kommt hierbei zu einer
gesteigerten Tiefenwirkung mit bekannten Hauptwirkungen der bestrahlten
Gewebe, wie eine Entspannung der Muskulatur, Entzündungshemmung
und Schmerzlinderung.
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Andere
Verfahren benutzen Ultraschall, um Wirkstoffe besser in die Haut
oder in das Haar einzubringen oder um durch einen gepulsten Ultraschall die
Geweberegeneration anzuregen. Damit der Schall in das Gewebe übertragen
wird, benötigt man eine Ankopplungs-Substanz. Man benutzt
in der Regel Substanzen, wie z. B. Aquasonic
® oder
sonstige handelsübliche Ultraschallgele, zur Ankopplung.
Diese Gele sind notwendig, damit das Ultraschallsignal übertragen
werden kann. In
DE
100 56 062 A1 ist ein Behandlungsverfahren für
Haare beschrieben, bei dem mit Hilfe von Ultraschall und mit einer
Temperaturerhöhung Wirkstoffe in das Haar eingebracht werden.
Zum Stand der Technik ist weiter bekannt, dass mit Ultraschall Medikamente
in Cremes in tiefere Geweberegionen eingebracht werden können.
Das Verfahren wird als Ultrasonophorese bezeichnet. Grundsätzlich
kommt es aufgrund der Schallschwingungen, insbesondere bei höherer
Dosierung und einer kontinuierlichen Anwendung, zu einer Erwärmung
speziell an den Grenzschichten. Diese Temperatur erhöhung von
ca. 40–45°C verbessert die Dehnbarkeit des Kollagengewebes
(Narben, Sehnen, Bänder).
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Andere äußere
Behandlungsmethoden benutzen Warm- oder Kaltkompressen zur Behandlung von
Gewebeverletzungen oder zur Regeneration der Haut. Diese Kompressen
bestehen in der Regel aus einem Gelmaterial und sind mit einem Kunststoffmaterial
ummantelt.
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Die
bekannten Verfahren haben den gravierenden Nachteil, dass in der
unmittelbaren Umgebung der Haut kein steuerbarer Materialaustausch stattfindet
oder im Fall einer Wunde keine ausreichende Sterilität
gewährleistet werden kann. Von besonderem Nachteil ist,
dass die Energiestrahlen direkt auf die Haut auftreffen und es bereits
hier zu einer Haut- und Gewebeschädigung kommt. Bei Behandlungen
mit energiereichen Strahlen, die sich über mehrere Wochen
hinziehen, ist bekannt, dass die Regenerationsfähigkeit
der Haut und das innere Gewebe nicht nur beeinträchtigt,
sondern sogar auch ganz zerstört werden kann. Derartige
Gewebedefekte führen zu schwer heilenden Wunden oder zu
einer starken Vernarbung der behandelten Geweberegionen. Im letzteren
Fall bilden aktivierte Fibroblasten zu viel Kollagen. Nachteilig
ist, dass Medizinprodukte, die energetische Strahlen oder Schallwellen
aussenden, zu Komplikationen und Nebenwirkungen führen, die
die Lebensqualität von Patienten beeinträchtigen. Hierzu
gehören die Pigmentierung der Haut, Hautschuppung, Ödembildung
im Weichteilgewebe, Radiodermatitis, Ekzembildung, um nur einige
zu nennen. Nachteilig ist insbesondere, dass bei den derzeitigen Ultraschallbehandlungen
Gelkissen aus künstlichen Materialien verwendet werden,
die nicht die Eigenschaften von Ultraschallgelen besitzen. Der Einsatz von
handelsüblichen Gelen hingegen ist auf Wunden und an unzugänglichen
Stellen, wie auf dem Auge, in engen Hautfalten oder in der Scheide,
ungeeignet.
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Die
beschriebenen Nachteile der Haut- und Gewebebehandlungen sind übertragbar
auf andere medizinische, pharmazeutische und kosmetische Bereiche
sowie auf biologische und technische Gebiete.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Aufgabe der Erfindung betrifft in erster Linie eine Schutz-, Kühlungs-
und Transfer-Auflage oder -Hülle für Strahlen
oder Schallwellen und in zweiter Linie auch einen Stoffaustausch
in Verbindung mit energiereichen Strahlen oder Schallwellen. Weiter
ermöglicht die Erfindung die Weiterentwicklung bereits
vorhandener therapeutischer und diagnostischer Verfahren oder erweitert
die Einsatzmöglichkeiten dieser Verfahren. Durch die Wiederaufbereitung
der Auflagen bzw. Hüllen in einer Reinigungsvorrichtung
wird ein wirtschaftlicher und Material sparender Einsatz ermöglicht.
Die Auflagen und Hüllen finden Anwendung in Kombination
mit medizinischen Geräten und nach medizinischen und technischen Behandlungsverfahren.
Durch den Einsatz eines Hydrogewebes im Bereich der medizinischen
Bestrahlung und Ultraschallverfahren, beim Einbringen von pharmazeutischen
Stoffen sowie bei der kosmetischen Behandlung werden diese für
den Menschen sicherer und erlauben zusätzlich einen Stofftransfer vor
und nach der Behandlung. Hierzu kann insbesondere ein Stofftransfer
und Stoffaustausch über die Haut unterstützt werden,
beispielsweise mit dem Ziel, die biologischen Regenerationsprozesse
der Haut und innerer Gewebe zu aktivieren. Besonders vorteilhaft
lässt sich die Erfindung im Bereich der Ultraschalldiagnostik
und Ultraschallbehandlung einsetzten, da die Erfindung den Einsatz
dieser Technologie erweitert und dabei die wirtschaftliche Verwendung und
Hygiene durch die Aufbereitung verbessert wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Auflage
oder Hülle nach Anspruch 1 und durch eine Vorrichtung nach
Anspruch 17 gelöst. Die abhängigen Ansprüche
betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
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Es
wurde herausgefunden, dass ein eng anliegendes und saugfähiges
Hydrogewebe aus Bakteriencellulose mit einem hohen Wasser- oder
Flüssigkeitsanteil geeignet ist, um die drei Eigenschaften „schützen,
kühlen und übertragen" miteinander zu verbinden.
Das bevorzugte Material besitzt dabei eine ausgeprägte
Kühlungs- und Schutzfunktion durch einen verdunstungsfähigen
hohen Flüssigkeits- bzw. Wasseranteil mit einer weichen
und glatten Oberfläche. Es wurde überraschender
Weise entdeckt, dass die übertragung von Strahlung, Licht-
und Schallwellen oder von Stoffen, insbesondere durch einen hohen
beweglichen Wasseranteil in einem Netzwerk aus dünnen Fasern
bzw. einer faservernetzte Hydroschicht begünstigt wird. überraschend war
insbesondere, dass das Bakteriencellulosefaser-Netzwerk die Übertragung
von Ultraschallwellen nicht oder nur geringfügig beeinflusst.
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Die
Aufgabe wird bevorzugt gelöst durch eine Auflage und Hülle
im Bereich medizinischer, pharmazeutischer, kosmetischer und technischer
Anwendungen, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus einem Hydrogewebe
aus Bakteriencellulosefasern oder einem Faserverbund mit einem beweglichen
Wasseranteil oder Flüssigkeitsanteil von mindest 60 Gew.%
besteht und eine faservernetzte Hydroschicht in Verbindung mit einem
selbst ausgebildeten Wasserfilm ein Übertragungsmedium
für Schallwellen bildet oder Strahlung abbremst, streut oder
herausfiltert und dabei oder danach zur Kühlung und zum
Stoffaustausch aus der Haut oder Gewebe beiträgt.
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Mit
dem beweglichen Wasseranteil ist ein herauspressbar zusammenhängender,
wässriger Anteil gemeint, der sich aus dem engmaschigen
feinen Fasernetzwerk aus Bakteriencellulosefasern oder einem Materialverbund
aus diesen Fasern mit Mikrofasern oder Gelkörpern eines
anderen Stoffes herausdrücken und/oder mechanisch bewegen
lässt. Es wurde unerwartet gefunden, dass gerade Bakteriencellulosevliese
mit einer durchgehenden Gewebeanordnung eine in sich zusammenhängende
Wasserschicht und Wasserfilm bilden, die sich besonders gut zur Übertragung
von Schallwellen und zur Streuung und zum filtern von Strahlen eignen.
Durch den Kontakt mit einer Haut oder einem Gewebe oder durch leichten
Druck von außen bildet sich von selbst ein Wasserfilm von
wenigen μm bis in den nm-Bereich aus. Dieser Film steht
in Kontakt mit der inneren Wasserschicht und stellt somit ein geeignetes
Medium für das Einkoppeln von Schallwellen und die Streuung
und das Filtern von Strahlung dar. Es wurde gefunden, dass sich
die Erfindung in Form einer Auflage oder einer Hülle auf
alle Bakteriencellulosearten anwenden lässt. Voraussetzung
ist jedoch, dass zumindest ein beweglicher Wasseranteil oder Flüssigkeitsanteil
von mindest 60 Gew.% vorhanden ist. Insbesondere die Ausbildung
eines eigenen sich immer neu aufbauenden Wasserfilms verbessert
die Einkopplung von Ultraschall. Diese Eigenschaft des Hydrogewebes
hat gegenüber bekannten Gelkissen oder Gelen den Vorteil,
dass die Ultraschallsonde auf der Auflage oder in Verbindung mit
einer Hülle besonders gut gleitet, ohne den Ankopplungskontakt
zu verlieren. Entsprechend gilt dies, wenn das Hydrogewebe die Ultraschallsonde
umkleidet. Hier bildet sich ein Wasserfilm, z. B. auf der Haut,
und unterstützt so das Gleiten. Eine zuhängende
Wasserschicht von Dicken von z. B. 2–10 mm im Hydrogewebe
bildet eine geeignete Vorlauf- und Streustrecke oder eine Filterstrecke
für energiereiche Strahlen oder ein Ankopplungsmedium für
Schallwellen. Bereits Schichtdicken im Hydrogewebe zwischen 0,2–2
mm, ermöglichen das Einkoppeln von Schallwellen. Größere
Dicken bis 20 mm und mehr sind eher für die therapeutische Applikation
hoch energetischer Strahlen bzw. zum gezielten Einkoppeln von hochfokussierten
Ultraschall (FUS) geeignet. Es wurde herausgefunden, dass bei der
neuartigen Verwendung besonders flexible und saugfähige
Hydrogewebe auf unebenen Untergrund Vorteile gegenüber
herkömmlichen Ultraschallgelen bei der Ulraschall-Bilddarstellung
aufweisen.
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Vorzugsweise
besitzt das Hydrogewebe einen Gewebeanteil an Bakteriencellulosefasern
zwischen 60–100%. Dadurch, dass dieser Anteil gleichmäßig
und netzartig im Material verteilt ist, ergeben sich die Besonderheiten
der Bakteriencellulose. Ein herkömmlicher Schwamm besitzt
diese Eigenschaften nicht, sondern besitzt hier Trennwände
oder Trennflächen. Der Gewichtsanteil an Wasser oder an wässriger
Lösung in der Bakteriencellulose kann bis zu 99% betragen
und wird dabei in erster Line durch physikalische Kräfte
und/oder durch Wasserstoffbrückenbindungen fest gehalten
ohne nicht von selbst aus dem Gewebe zu tropfen. Es konnte gezeigt
werden, dass sich Bakteriencellulose mit einer glatten Oberfläche
in nm Bereich und einer durchgehend vernetzten Struktur sich besonders
gut für die Ultraschallübertragung an unebenen
Flächen eignet, weil sich die Bakteriencellulose ohne technische
Hilfe an eine biologische Oberfläche ansaugt und eine Kontaktschicht
ausbildet. Der Einsatz ist dabei hygienischer im Vergleich zu bekannten
Ultraschallgelen.
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Das
in der Bakteriencellulose enthaltende Wasser oder die Flüssigkeit
ist dabei nicht wie in einem Gel gebunden. Durch z. B. Andrücken
des Ultraschallkopfes wird Wasser oder Flüssigkeit aus
der Bakteriencellulose herausgedrückt und es bildet sich ein
dünner wässriger Film, zumindest auf der glatten Celluloseoberfläche.
Dabei wird auch wässriges Medium nach außen verdrängt
und je nach Druck wird ein direkter Kontakt mit dem inneren beweglichen und
herauspressbaren Wasser bzw. Lösungsanteil hergestellt.
Die verformbare Struktur des Hydrogewebes sorgt zusätzlich
dafür, dass sich die Form des Ultraschallkopfes optimal
anschmiegen kann. Der direkte Kontakt mit dem beweglichen wässrigen
Anteil verbessert auch den Materialtransport, z. B. in das Material
hinein oder aus diesem heraus. Es hat sich gezeigt, dass ein Hydrogewebe
aus Bakteriencellulose sich gut für die Ultraschallankopplung
eignet. Da die Wasserfreisetzung auch durch Verdunstung herbeigeführt
werden kann, kommt es zusätzlich zu einer effektiven Kühlung
der Haut, ohne das diese austrocknet. Es wurde gefunden, dass eine
Bakteriencellulose mit einem hohen Wassergehalt von über
70 Gew.% mit einer glatten Oberfläche nicht nur die Bildung
eines eigenen Wasserfilms zur Ultraschallkopplung ermöglicht,
sondern auch eine effektive, schnelle Verdunstung und somit einen
Stoffaustausch mit der Umgebung. Gele oder hoch vernetzte Hydrogelauflagen
hingegen besitzen diese Eigenschaften nicht. Unsere Beobachtungen
belegen jedoch, dass gerade diese Wasserbeweglichkeit im Bakteriencellulose-Gewebe,
welche aus feinsten Fasernetzen besteht, nicht nur Vorteile für
die Ankopplung eines Ultraschalls erbringt, sondern auch die Wirkung
von energiereichen Strahlen sinnvoll verändert.
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Gemäß der
Erfindung findet das Material Anwendung während einer Ultraschalldiagnostik (Echo-Impuls-Verfahren)
oder -behandlung in der Art, dass die Auflage oder Hülle
zur Ankopplung von Ultraschall verwendet wird. Die Ultraschallsonden können
ohne Gel auf das Hydrogewebe aufgelegt werden und durch die weiche,
feuchte und glatte Oberfläche wird der Schall auf die Haut
oder ein biologisches Gewebe übertragen. Das Hydrogewebe formt
sich dabei auch an unebene Flächen an und unterstützt
die Anwendung dadurch, dass wässrige Moleküle
in und aus dem Material transportiert werden können und
damit ein enger Kontakt mit biologischen Oberflächen hergestellt
wird. Die Auflage oder Hülle aus Bakteriencellulose mit
Schichtdicken von 0,2–20 mm verhält sich wie eine
stabile Wasserschicht, ohne das diese auseinanderfließen
kann. Die Wasserschicht dient dabei als eine Art Vorlaufstrecke
für Strahlen und Wellen zur Weiterleitung auf die Haut,
auf Gewebe oder einem anderen Material. Die verwendete Bakteriencellulose
besitzt einen DPw-Wert zwischen 4000 bis 9000 (Polymerisationsgrad),
wobei die Syntheserichtung vorzugsweise in der Ebene verläuft.
Durch die weiche Oberfläche mit einer Oberflächenrauhigkeit
im nm Bereich lassen sich kleinste Unebenheiten von einer anderen
Oberfläche abbilden. Um jedoch das Material, insbesondere
im medizinischen Bereich, einsetzen zu können, sind längere
Bakteriencellulose-Molekülketten, ein durchgängiges
Hydronetzwerk und eine glatte Oberfläche von Vorteil. Aus
hygienischen Gründen kann das Material alkoholische oder
andere antiseptische Lösungen enthalten. Da das Material
eine Sterilbarriere bildet, ist es möglich, über
einen Wundbereich Ultraschall zu applizieren. Besonders vorteilhaft
ist, dass derartige Auflagen zur Abdeckung des OP-Feldes eingesetzt
werden können. Hierbei kann über die Auflage in
unmittelbarer Nähe und ohne Gel das Operationsfeld mit
einer Ultraschalldiagnostik beobachtet werden. Da insbesondere die
Auflagen in unterschiedlichen Dicken und Ausformungen hergestellt
werden können, läßt sich hier die Ultraschallsonde
flächig aufsetzen, obwohl der Untergrund Verformungen,
z. B. Erhöhungen oder Vertiefungen, besitzt. Das Schallsignal
wird so im Vergleich zu Gel besonders gut weitergeleitet. Was für
den Ultraschall wichtig ist, z. B. eine glatte ebene Fläche
auf unebenen Untergrund, ist auch für das Einbringen von
energiereicher Strahlung von Bedeutung. Das Behandlungsverfahren
in tiefere Geweberegionen kann so optimal eingestellt und standardisiert
werden.
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Gemäß der
Erfindung wurde ebenfalls gefunden, dass die Auflage bei einer Infrarotlicht-Behandlung
sich wie ein Wasserfilter verhält. Hierbei liegt die Bakteriencellulose
auf der zu bestrahlenden Haut auf. Je nach Dicke der Auflage wird
ein Teil der schädigenden Strahlung herausgefiltert, gleichzeitig die
betreffenden Gewebeareale gekühlt und sogar ein temperaturgetriebener
Stoffaustausch ermöglicht. Die erfinderische Auflage kann
auch im Bereich einer radiologischen Strahlentherapie (z. B. Gammabestrahlung)
zur Erzeugung von Streustrahlung zum Einsatz kommen und zur Bekämpfung
von Hautkrebs eingesetzt werden. Streustrahlung ist im tieferen
Gewebe eigentlich nicht erwünscht. Alternativ könnte das
Material bei der intensitätsmodulierten Strahlentherapie
(IMRT) sinnvoll eingesetzt werden. Im Fall der Hautbehandlung kann
es erwünscht sein, dass durch die Dicke der Auflage die
Strahlungsintensität, z. B. die einer ionisierenden Strahlung,
sich am Wirkungsort einstellen lässt und darüber
hinaus Stoffe zusätzlich mit der Umgebung bzw. mit dem
Gewebe ausgetauscht werden. Es versteht sich dabei von selbst, dass
das Hydromaterial auch im Bereich der nassen Wundversorgung Anwendung
findet. Die besonderen Eigenschaften der Kühlung gekoppelt
mit einem Stoffaustausch erlaubt es, dass z. B. die Behandlung einer
Brustbestrahlten nach der Bestrahlung fortgeführt wird.
Das Ziel ist dabei, dass Stoffe, die beim Zell tod und durch aktivierte
Gewebezellen entstehen, aus dem oberen Gewebe bzw. den oberen Hautschichten
entzogen oder hier ausgedünnt werden.
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Gemäß dem
weiteren Aspekt der Erfindung ersetzt das Hydrogewebe als Hülle
für Ultraschallsonden das übliche Ultraschallgel
als Ankopplungsmedium bzw. Übertragungsmedium. Der Vorteil
ist, dass das Material als Schutzhülle in Form eines Hohlkörpers
oder als eine Art Schutzkappe die Sonde umhüllt und sich
flexibel auch an unebenen Flächen anlegt und ansaugt, um
dadurch zusätzlich die Luft zwischen den Grenzflächen
zu verdrängen. Dadurch, dass feuchte Kontaktflächen
bzw. ein Flüssigkeitsfilm vorliegt, kann der Schall optimal übertragen werden.
Durch diese Schutzhülle wird es möglich, dass
die Ultraschallsonde an unzugänglichen Stellen im Körper,
wie z. B. in die Scheide, eingebracht werden kann. Ein anderes Anwendungsgebiet
ist der Augapfel. Hier wird beispielsweise eine Auflage aus dem
Hydrogewebe eingesetzt. Alternativ kann das Material auch Extremitäten,
wie Finger oder Zehen ganz oder nur im vorderen Teil, umhüllen,
um diese zu schützen oder sicher behandeln zu können.
Dies gilt entsprechend auch für andere Körperteile.
Anwendung von Hochfrequenzsonden (bis zu 50 MHz), aber auch gepulste
Frequenzen der unterschiedlichsten Bereiche können mit
dem Hydrogewebe kombiniert werden.
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Gemäß dem
Einsatzzweck der Erfindung wurde gefunden, dass insbesondere durch
die Behandlung erzeugte erhöhte Wärmeenergie in
einem biologischen Gewebe zu einem erhöhten Stofftransfer
führt. Gleichzeitig wird das Gewebe oder die Haut vor übermäßigem
Energieeintrag geschützt. Der hohe Lösungs- und
Wasseranteil, der im geeigneten Fall über 90 Gew.% im Hydrogewebe
beträgt, ist eine Voraussetzung, um die genannten Funktionen
in Verbindung mit ionisierender Strahlung, Laserlicht oder Schallwellen
während oder nach der Behandlung eines biologischen Materials
zu ermöglichen. Dabei kann die Auflage oder die Hülle
aus Bakteriencellulose Lösungen mit oder ohne Wirkstoffe
enthalten und in der weiteren Ausbildung der Erfindung eine Übertragung
dieser Wirkstoffe über die Haut vorgesehen sein. Dadurch,
dass das Wasser in der Bakteriencellulose reversibel gebunden ist,
unterstützt das Material in Verbindung mit energetischen
Strahlen oder Schallwellen vorzugsweise einen temperaturgetriebenen
Stoffaustausch mit einem biologischen Gewebe. Dies erfolgt durch
eine Zunahme der Stoffverdunstung, die dadurch entsteht, dass Energie
von außen zugeführt wird oder wurde.
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Weiter
wurde gefunden, dass Bakteriencellulose eine Hydrobalance, ein Stofftransfer
und eine Entschlackung vom biologischen Gewebe während, aber
auch nach der Behandlung mit energetischen Strahlen oder Schallwellen
ermöglicht. Das kann in der Art erfolgen, dass Stoffe und
Keime aus den oberen Regionen einer angrenzenden biologischen Oberfläche, wie
die z. B. einer Haut, verstärkt in das Material oder in
die Schutzschicht einwandern oder sich Keime an die untere Materialfläche
anlagern, ohne die Haut oder das biologische Gewebe zu schädigen.
Die Erfindung unterstützt dabei das zelluläre Gleichgewicht
in der Art, dass auf natürliche Weise in Verbindung mit
einem Lösungsaustausch die Geweberegeneration unterstützt
wird. Diese wiederum hat Einfluss auf die Fibroblastenaktivierung
sowie auf andere zellulären Abläufe. Dies zeigt
sich auch in der Art, dass die Hautschuppung und eine Hautpigmentierung,
beispielsweise nach der Strahlentherapie, durch die erfinderische
Auflage reduziert ist. Die Ausbildung einer Radidermatitis ist somit
im Bereich der bestrahlten Hautareale vermindert.
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Da
das Material ein biokompatibles und vorzugsweise natives nasses
Material ist, ist das Anwendungsgebiet nicht auf unversehrte Haut
beschränkt. Das Material kann auch bei Wunden in Verbindung
mit einer zusätzlichen Bestrahlungstherapie zum Einsatz
kommen. Dabei wird die energetische Strahlung oder werden die Schallwellen
in der Auflage oder in der Hülle selbst auch Wärme
erzeugen. Die Wärmeentwicklung in der Auflage und über
das biologische Gewebe wird als zusätzliche treibende Kraft
für den Stoffaustausch genutzt. Dieser kompatible Effekt
verkürzt die Stoffaustauschzeiten und verbessert die Akzeptanz
bei der Anwendung sowie den wirtschaftlichen Einsatz. Weiterer Vorteil
ist, dass durch den hohen Schutzanteil des Wassers in der Auflage
hochenergetische Infrarot- oder ionisierende Strahlung, Laserlicht
oder Ultraschallwellen die Haut und die inneren Gewebe weniger stark
schädigt. Darüber hinaus entsteht weniger Wärme
im biologischen Gewebe und Temperaturen über 45°C
werden weitestgehend vermieden.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass das Hydrogewebe
aus Bakteriencellulose sich im Wasserdampf oder nach einem anderen
Verfahren sterilisieren und reinigen lässt. Die Art der
Reinigung kann durch Waschen, aber auch durch geeignete Lösungs-
und Reinigungsmittel erfolgen. Um das Hydrogewebe, das immer nass sein
muss, an einer Ultraschallsonde oder die Ultraschallsonde selbst
zu reinigen, kann eine eigens hierfür ausgerichtete Reinigungs-
und Lagerungsvorrichtung mit einer Sprühdüse zum
Einsatz kommen. Da derzeit keine geeigneten und spezifischen Reinigungsvorrichtungen
für Ultraschallsonden existieren, kann diese Vorrichtung
auch das handelsübliche Gel heraus waschen. Die verwendete
Bakteriencellulose ist stabil gegen alkoholische Lösungen,
aber auch gegenüber Laugen. Damit können entsprechende Reinigungsmittel
zum Einsatz kommen, um die Hygiene zu sichern. Weiter ist es vorstellbar,
dass das Hydrogewebe auch als Schwamm, Vlies oder als Gelkissen
ausgebildet oder verbunden oder zum Teil oder ganz ummantelt ist.
Zur Ummantelung oder als zusätzliche Abdeckung eignen sich
Latices, Sili kone, Polyurethane und andere Folien oder Hüllen
mit oder ohne Poren, die nach außen Wassermoleküle
durchlassen, um einen Wasserfilm zu ermöglichen.
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Gemäß der
Erfindung wird bevorzugt ein Hydrogewebe aus Bakteriencellulose
oder in Verbindung mit einem Kunststoffmaterial oder eine Kombination
aus diesen Materialien in Form einer gelartigen Folie, Gewebe oder
Vlies oder einer schwammartigen Struktur verwendet. Dabei sind Bakteriencellulosen
geeignet, die keinen dünnen auch abgegrenzten Schichtaufbau, ähnlich
einem Blätterteig oder wie die Seiten in einem Buch, aufweisen.
Eine einheitliche und durchgehend hohe Materialfestigkeit mit Dicken
zwischen 0,2–20 mm überträgt den Schall besser
als ein uneinheitlicher Aufbau. Dabei ist es nicht von Bedeutung,
wie die Bakteriencelulose hergestellt ist, sondern nur wichtig,
dass diese Cellulose einen eigenen Flüssigkeits- bzw. Wasserfilm
herstellt. Hier wurde gefunden, dass eine gleichmäßig strukturierte
und synthetisch hergestellte bakterielle Cellulose mit einer Oberflächenrauhigkeit
zwischen 10–500 nm und einem über 60% igen Gewichtsanteil an
herauspressbarem Wasser oder einer Flüssigkeit bevorzugt
ist, um z. B. eine 1–200 μm dicke Wasserschicht
bzw. einen Wasserfilm zu ermöglichen. Durch Herauspressen
oder leichtem mechanischen Druck von oben kann mehr Wasser auf die
Oberfläche gelangen und so die Filmdicke anwachsen. Dickere Filmdicken
entsteht auch nur dort, wo z. B. von oben ein Druck erzeugt wird.
Die Bakteriencellulose weist dabei einen mittleren Polymerisationsgrad
mit einem DPw-Wert zwischen 4000–9000 auf. Diese Bakteriencellulose
kann andere mit der Cellulose fest vernetzte und/oder nur eingelagerte
Stoffanteile oder Füllstoffe enthalten. Dies ist dann erforderlich,
wenn das Material gefriergetrocknet werden soll oder das Hydrogewebe
bestimmten mechanischen Ansprüchen genügen muss.
Die gefriergetrocknete Bakteriencellulose muss vor der Anwendung
mit einer auf die Anwendung abgestimmten Lösung getränkt
werden.
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Bei
der vorliegenden Erfindung ist das enthaltende Wasser oder die Flüssigkeit
physikalisch beweglich und kann beispielsweise verdunsten. Durch
den Verdunstungseffekt und der niedrigen Oberflächenrauhigkeit
im nm Bereich wird ein direkter Kontakt mit der anliegenden Oberfläche
erzeugt. Ein flächiger Kontakt verbessert und vergrößert
dabei den Stoffaustausch mit einer biologischen Oberfläche.
Weiter wurde gefunden, das die bevorzugte bakteriell synthesierte
Cellulose auch in geringen Mengen zusätzliche Kunststofffasern
mit Dicken im μm Bereich enthalten kann. Ein Mischgewebe
aus Fremdfasern und biologischen Fasern entsteht durch die biologische
Aktivität der Acetobacter Xylinum Bakterien, die die Fremdfasern
mit Bakteriencellulose umweben. In den Zwischenräumen des
Netzwerkes sind Wasser- und Lösungsmoleküle bevorzugt über
Wasserstoff-Brückenbildung und OH-Gruppen an den Cellulosefäden
verbunden. In einer einfachen Ausführungsform kann eine
reine und native Bakteriencellulose oder ein Mischmaterial mit anderen
Hydrogelen, wie Kol lidon oder anderen Stoffen, wie z. B. Hyaloronsäure,
verwendet werden. Beim bekannten Herstellungsprozess wird sichergestellt,
dass die Bakteriencellulose einen mittleren Polymerisationsgrad
(DPw-Wert) von mindestens 4000 aufweist. Gemäß den
gewünschten Eigenschaften können 0,1–10%
PVA, CMC oder MC oder andere Additive in Form von Hydrogele zum
Nährmedium hinzugefügt sein.
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Bakteriencellulose
in Form von Auflagen oder Hüllen werden durch bekannte
Herstellverfahren mit cellulosebildenden Bakterien beispielsweise mit
einem einer formstabilen Celluloseschicht produzierenden Stamm des
Mikroorganismus Acetobacter Xylinum beimpft und bei einer Temperatur
um ca. 28°C kultiviert (siehe Herstellverfahren
WO01061026 ,
DE 100 2275C2 ). Die Nährlösung
enthält in bekannter Weise D-Glucose, Dinatriumhydrogenphosphat,
Zitonensäure und Standardextracte. Die Stabilität
und der innere Aufbau der Bakteriencellulose, kann bei der Herstellung
durch zusätzliche Zusätze von wasserlöslichen
Polymeren oder Gewebefasern oder Netze verbessert werden. Diese
Zusätze können z. B. Polyvinylalkohol (PVA), Carboxymethylcellulose
(CMC) oder Methylcellulose (MC) oder ähnliche Zusätze
sein. Diese Zusätze werden in Konzentration zwischen 0,1–10%
zum Kultivierungsmedium hinzugegeben. Der Gesamtwassergehalt eines
geeigneten Hydrogewebes liegt zwischen 80–99 Gew.% und
kann jedoch durch Zusatzstoffe oder durch Entfernen von Wasser bei
70 Gew.% liegen, wobei der herauspressbare Anteil mindestens 60% beträgt.
Durch das Gewebe besitzt die Bakteriencellulose, insbesondere bei
Dicken unter 5 mm, gute semitransparente Eigenschaften. Bei Dicken über
10 mm ist das Hydrogewebe nicht mehr durchsichtig. In Weiterbildung
bekannter Herstellverfahren wurde erstmalig eine Matrize, Abformung
oder ein geformter Untergrund bzw. Boden im Herstellbehältnis
eingebracht, so wurde beobachtet, dass die Bakterien diesen geformten
Untergrund nachbilden. Es entsteht eine Auflage aber auch Hülle
mit unterschiedlichen Dicken oder mit einer geeigneten Abformung zur
Auflage auf Augen, Nasen, Extremitäten, Brust- und Pobereich
oder anders gestaltete Bereiche des menschlichen Körpers.
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Der
Aufbau der Auflagen und Hüllen kann derart gestaltet sein,
dass eine Lochfolie oder eine Folie mit sichtbaren Poren zur Erweiterung
der Einsatzfähigkeit des Materials während des
Herstellungsprozesses eingebracht wird. Die Verbindung erfolgt dabei
nicht durch Nähen, sondern durch Auflagerung der Folie
auf eine bereits vorhandene Celluloseschicht. Anschließend
wird der Aufbau mit beimpfter Nährlösung benetzt
und der Vorgang des Benetzens wiederholt.
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Die
Hydrogewebeauflage besitzt eine hohe Verformbarkeit und Flexibilität
und kann auf unebene Hautbereiche, beispielsweise im Kniegelenk-,
Gesicht- oder im Schulterbereich, auf liegen. Damit bieten die Auflagen
insgesamt auch gute Eigenschaften für die Anwendung z.
B. in Form eines Plasters, als Wundauflage, als Umschlag oder als
Pad.
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Die
Festigkeit und der Aufbau des Hydrogewebes hat den Vorteil, dass
die Auflagen oder Hüllen aus dem Hydrogewebe durch einfache
Reinigung und/oder sterilisieren aufbereitbar sind. Eine einfache
Reinigung erfolgt in der Form, dass das verwendete Material in kochendes
Wasser gereinigt wird. Dabei wird, wie folgt, vorgegangen: Verwendete
Hydroauflagen, werden in einem Gefäß mit Deckel
eingebracht und mit ausreichend kochendem Wasser übergossen.
Anschließend wird Salz oder eine Salzmischung hinzugegeben,
um eine physiologische Salzlösung, z. B. Ringer- oder Kochsalz-Lösung,
herzustellen. Alternativ zum kochenden Wasser wird das Hydrogewebe
in einer physiologischen Lösung eingelegt und die Lösung
durch ein Mikrowellengerät zum Kochen gebracht. Nach dem
Abkühlen ist das Hydrogewebe so gut wie steril und kann
verwendet werden. Von Vorteil sind Reinigungsverfahren, bei dem
zusätzlich ein Sprühstrahl zur Reinigung eingesetzt
wird, um Partikelablagerungen auf dem Material zu entfernen.
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Die
Reinigung kann auch automatisch mit einer Reinigungsvorrichtung
erfolgen, die im Boden eine Sprühdüse aufweist.
Dies kann dann sinnvoll sein, wenn das Material in Verbindung mit
einer Ultraschallsonde angewendet wird und nicht bei jeder Anwendung
von dieser Sonde entfernt werden soll. Die Vorrichtung dient dabei
gleichzeitig als Lagerungsvorrichtung, um die Bakteriencellulose
feucht zu halten. Es kann alternativ weiter vorgesehen sein, dass in
der Vorrichtung durch Heizstäbe die hier enthaltende Reinigungs-
oder Lagerungslösung aufgekocht wird, um eine Sterilisierung
zu erreichen. Eine Vorrichtung zur Reinigung von Ultraschallsonden
verbessert die Hygiene im Bereich der Ultraschalldiagnostik insgesamt
auch ohne die Verbindung mit Hydromaterialien. Dabei kann die Vorrichtung
für sich alleine, aber auch in Verbindung mit einem Ultraschallgerät
Anwendung finden.
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Einsatzgebiete und Ausführungsformen
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Gemäß der
Erfindung kann die Kühlungs-, Schutz und Transfer-Auflage
oder -Hülle, wie folgt zum Einsatz kommen:
- a) Gewebe wird im ersten Schritt mit Infrarotlicht, Laserlicht,
ionisierende Strahlen oder mit Ultraschallwellen behandelt. Nach
Stunden oder unmittelbar nach der Behandlung kommt es zu einer erhöhten
Wärmeentwicklung im Gewebe. Dies ist beispielsweise dann
der Fall, wenn Weichteilgewebe, wie die Brust, radiologischer Strahlung
ausgesetzt wurde. In einem zweiten Schritt wird die Auflage auf
die Brust aufgelegt. Es kommt zu einer Kühlung des Gewebes
und gleichzeitig zu einem effektiven Stoff austausch aus dem Gewebe über
die Haut in das Material hinein. Dabei wird die Haut entschlackt.
- b) Die Auflage wird im ersten Schritt als eine Schutzschicht,
Sperrschicht oder Transferschicht auf eine biologische Gewebeoberfläche
aufgelegt. Dabei treffen z. B. Infrarotstrahlen oder Ultraschallwellen
auf diese Schutzschicht und werden auf die biologische Gewebeoberfläche übertragen.
Die Strahlung wird durch den Wasseranteil und Stoffanteil gefiltert
und Schallwellen weitergeleitet. Die Wärmeentwicklung oder
der Schalleintrag erfolgt somit nicht direkt an der Gewebeoberfläche.
Gewebeschädigungen werden so vermieden. Nach der Behandlung
verbleibt das Material für eine bestimmte Zeit auf dem
Gewebe und tauscht weiter Stoffe mit der anliegenden Fläche aus.
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Ausführungsformen
der Auflagen, Ummantelungen und Hülsen aus Bakteriencellulose
ergeben sich durch die Anwendungen. Diese können folgende Ausführungsformen
umfassen:
- 1. Kleine Auflagen in runder oder
ovaler Form für Anwendungen am Auge.
- 2. Größere Auflagen in runder oder rechteckiger Form
zum Abdecken von Bestrahlungsfeldern.
- 3. Kleine Auflagen mit Dicken bis 1–2 cm für
therapeutische Ultraschallbehandlungen.
- 4. Längliche Hülsen bzw. Kappen mit einer Öffnung
für Ultraschallsonden zum Einbringen in Körperöffnungen.
- 5. Hülle als Ummantelungen für sonstige Ultraschallsonden.
- 6. Streifenförmige Auflagen für den Halsbereich oder
für Extremitäten.
- 7. Abdeckungen mit Durchbrüchen zur Abdeckung von Operationsbereichen
für mikrochirurgische Eingriffe.
- 8. Abdeckungen mit geeigneten Aussparungen oder Ausformungen
als passende Auflage für Brust, Po, Mund, Nase, Augen oder
Gesicht.
-
Im
Bereich der Ultraschalldiagnostik und -behandlung ist Bakteriencellulose
bzw. das erfinderische Hydrogewebe für folgende Einsatzbereiche
geeignet:
- • Ultraschalldiagnostik
der Schilddrüse
- • Pädiatrische Ultraschalldiagnose
- • Ultraschalldiagnose in der Gastroenterologie
- • Kardioechographie
- • Ultraschalldiagnose in der Dermatologie
- • Ultraschalldiagnose in der Traumatologie (z. B. Tiefe
einer Nekrose)
- • Ultraschalltherapie in der Sportphysiotherapie
- • Ultraschalltherapie bei schlecht heilenden Wunden
- • Fokussierte Ultraschalltherapie
- • Ultrasonophorese
-
Bei
einer Ausführungsform in Form einer flächigen
Auflage, enthält das Hydrogewebe eine alkoholische oder
antibakterielle Lösung und wird als Kontaktfläche
auf die Haut aufgelegt, um eine Bilddiagnostik zu ermöglichen.
Im Bereich einer anderen Ultraschalldiagnostik ist eine stabförmige
Ultraschallsonde mit einer Kappe aus Hydrogewebe umkleidet. In der
wieder verwendbaren Form wird diese Kappe zusätzlich mit
einem Latexschlauch überstülpt und beispielsweise
in die Scheidenöffnung eingeführt. Vorteil ist,
dass keine Verkeimung oder Verunreinigung an der Ultraschallsonde
auftritt und auch die Reinigung der Sonde vom Gel wird überflüssig.
Alternativ wird auf den Latexschlauch verzichtet, wenn das Produkt
als Einmalprodukt und/oder steril verwendet werden soll.
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Ein
praktisches Einsatzgebiet der Erfindung ist die Behandlung von Körperregionen
mit Infrarotlicht. Hier werden flächige Auflagen mit einer
Dicke zwischen z. B. 1–6 mm auf die Haut aufgelegt und
in einem definierten Abstand mit einer herkömmlichen Infrarotquelle
bestrahlt. Bei kleineren Flächen und einer höheren
Strahlendosis kommen auch größere Dicken zum Einsatz.
Das energiereiche Infrarotlicht trifft auf die Hydrogewebeauflage
auf und erzeugt hier eine erhöhte Temperatur. Der unbedenkliche
Lichtanteil wird vom enthaltenden Wasser herausgefiltert. Trotz
der erhöhten Temperatur kommt es durch den Kühlungseffekt
der Auflage zu keinen Hautschädigungen. Die Temperaturerhöhung
im bestrahlten Bereich ermöglicht eine schnellere Stoffaufnahme
aus den oberen Hautschichten und führt so zur Entschlackung.
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Bei
kosmetischen Ausführungen kann das Hydrogewebe Stoffe wie
Hyaluronsäure, lösliches Collagen, Wachstumsstoffe,
Tannin, Vitamine, pflanzliche Extrakte, Öle etc. oder andere
kosmetisch relevante Wirkstoffe enthalten oder durch Inkubation mit
einer Lösung, die diese Stoffe enthält, eingebracht
werden. Hier werden Bakteriencellulose-Auflagen zur Behandlung von
Narbengewebe oder nach einem Peeling der Haut in Kombination mit
Laser oder Ultraschallsonden eingesetzt. Ziel ist das Einbringen
von kosmetischen Stoffen und von Wasser in die oberen Hautschichten.
Dies kann dann sinnvoll sein, wenn zuvor eine Unterspritzung mit
Hyaluronsäure stattgefunden hat.
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Die
Erfindung kann auf alle Lebensbereiche sowie auf kommerzielle oder
gewerbliche Anwendungen übertragen werden, wo eine Schutz-,
Kühlungs- und Transfer-Auflage oder -Hülle mit
einem Austausch von Stoffen, Flüssigkeiten, Medien oder Partikel
erwünscht ist.
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Insbesondere überall
dort, wo es gilt, eine wirtschaftliche kosmetische und medizinische
Behandlung zu gewährleisten.
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Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Wahl des Einsatzgebietes,
der Behandlungsformen und Anwendungen sowie durch eine wirtschaftliche
Verwendung der eingesetzten Materialien und aus der Beschreibung
und der beigefügten Zeichnung.
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Es
versteht sich, dass die vorstehenden genannten und die nachstehenden
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellungen verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
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Ausführungsbeispiele
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung darstellt und werden in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen:
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1 Einsatz
und Funktion der Erfindung bei der Ultraschalldiagnostik oder – behandlung
als Auflage oder Hülle in Kontakt mit einer Oberfläche.
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2a Ausbildung
eines Wasserfilms in Verbindung mit einem Ultraschallkopf.
-
2b.
Auflage zur Herstellung einer ebenen Oberfläche auf einen
unebenen Untergrund.
-
3.
Einsatz und Funktion der Erfindung bei der Infrarotlicht-Behandlung
von Gewebe.
-
4.
Einsatz und Funktion der Erfindung bei Strahlenbehandlung mit ionisierenden
Strahlen.
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5.
Einsatz und Funktion der Erfindung bei der Untersuchung in Körperhöhlen.
-
6.
Detaildarstellung eines ummantelten Beutels mit einer Medienzuführung.
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7.
Aufbereitungs- und Halterungsvorrichtung für Schallsonden.
-
1.
zeigt den Einsatz und Funktion der Erfindung bei der Ultraschalldiagnostik
oder – behandlung als Auflage oder Hülle in Kontakt
mit einer Oberfläche. Die Abbildung A. zeigt ein Hydrogewebe 1 bzw.
eine Hydroschicht, welche auf eine Oberfläche 12 einer
Haut oder eines Werkstoffes 5 aufliegt. Durch den Druck
(Pfeil e.) der Sonde 4 von oben wird zumindest auf der
Oberfläche 3 weiteres Wasser herausgedrückt
und ein dünner Wasserfilm (nicht gezeigt) gebildet. Dieser
Film kann sich auch zwischen der Oberfläche 12 und
der Außenfläche der Bakteriencellulose bilden.
Die äußere Oberfläche 3 ermöglicht
ferner eine Verdunstung des Wassers. Im Falle einer Hautauflage
kann das Hydrogewebe 1 Stoffe (Pfeil d.) aus der Haut aufnehmen
oder gegebenenfalls auch Stoffe zum Austausch anbieten. Zur Ermittlung
eines Ultraschallbildes liegt die Ultraschallsonde 4 direkt
auf der Oberfläche 3 der Auflage 1 an.
Der Ultraschall 9 wird über die Auflage 1,
z. B. auf die Oberfläche 3, in das Material 5 (z.
B. Haut) transportiert. Mit 10 ist das Echo dargestellt,
das seinen Weg zurück zur Sonde nimmt. In Abbildung B,
ist eine Ultraschallsonde 4, zumindest im vorderen Teil,
von einer Hydrogewebe-Hülse 2 ummantelt und z.
B. mit einem Silikonring 6 an dieser fixiert. Durch den
Druck von oben (Pfeil e) entsteht hier ebenfalls ein Wasserfilm zwischen
der Oberfläche 3 und der Sondenaußenfläche.
Der herausgedrückte Wasseranteil kann jedoch nicht abfließen.
In Abbildung C ist ebenfalls eine Hülse 2 im Schnitt
dargestellt, die einen Ultraschallkopf 4 ummantelt. Hier
jedoch liegt der Ultraschallkopf nicht direkt auf das Hydrogewebe
auf, sondern im Inneren der Hülse 2 befindet sich
ein Raum 8, in dem eine Lösung oder ein Gel eingebracht
sein kann. Diese Lösung dient zur Schallübertragung
und der Wasserfilm zwischen der Bakteriencellulose und der Haut bzw.
Material verbessert die Schallübertragung. Durch den Einsatz
von Bakteriencellulose wird so das Schallsignal optimal weitergeleitet.
Die Hülse 2 ist mit einer Manschette 7 so
fixiert, dass die innere Lösung oder das Material nicht
entweichen kann. Letztere Ausführung kann bevorzugt bei
der Materialprüfung zum Einsatz kommen, aber auch zum Einbringen
von Wirkstoffen in die Haut.
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2a.
zeigt die Ausbildung eines Wasserfilms in Verbindung mit einem Ultraschallkopf.
Gezeigt ist, wie durch Aufdrücken von oben (Pfeil e) zusätzliches
Wasser oder wässriges Medium (Pfeil g.) aus einem Hydrogewebe 1 bzw.
einer Hydroschicht herausgedrückt wird und sich zwischen
Ultraschallkopf 4 und der Oberfläche 3 zu
einem sichtbaren wässrigen Film 33 ansammelt.
Der Film 33 ist nur wenige μm dick und das wässrige
Medium wird durch den Druck von oben nach außen 34 abgedrängt.
Die Dicke des Films wird zwar reduziert, jedoch der Kontakt mit
der inneren beweglichen Flüssigkeitsschicht bleibt bestehen.
Diese Schicht 33 in Form einer glänzenden Hydrohaut
bildet sich bereits durch das Eigengewicht des Materials. In dieser
Schichtdicke ist es kaum auf der Oberfläche des Materials
sichtbar. Ein Wasserfilm bildet sich auch zwischen einem biologischen
Gewebe und der Auflage, jedoch wird dieser Film durch die Verdunstung über
das Hydrogewebe beeinflusst.
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Ferner
entsteht so ein direkter Kontakt und Austausch mit dem beweglichen
Medium in der Auflage (Pfeil g.). Je nach Andruck, Dichte und Aufbau des
Hydrogewebes 1 kann sich zwischen der unteren Seite des
Hydrogewebes 1 und der Oberfläche 12 ein permanenter
wässriger Film ausbilden. Durch Verdunstung (Pfeil f) wird
Flüssigkeit nach außen abgegeben und dies wiederum
saugt Flüssigkeit (Pfeil d) z. B. aus der Haut 5 auf.
Durch die weiche und verformbare Oberfläche 3 des
Hydrogewebes 1 bildet sich der Film mit der Bewegung des
Ultraschalkopfes fort und ermöglicht so eine optimale Ankopplung
für das Ultraschallsignal.
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2b.
zeigt eine Auflage zur Herstellung einer ebenen Oberfläche
auf einen unebenen Untergrund. Gezeigt ist eine Auflage 1,
die eine Ab- bzw. Ausformung 35 besitzt. Durch diese Ausformung 35 deckt
die Auflage optimal einen unebenen Untergrund 12, z. B.
einer unebenen Körperregion 5 ab, um hier eine
Behandlung durchführen zu können. Es wird eine
plane bzw. ebene äußere Fläche 3 zu
einem unebenen Untergrund hergestellt. Weiter ist eine Ultradünne,
Flüssigkeitsschicht 33 gezeigt, welche insbesondere
typisch für dickere Bakteriencellulose-Auflagen ist. Durch
die ebene Fläche mit einer weichen verformbaren Oberfläche 3 kann
hier die Ultraschallsonde glatt anliegen und der Schall eingekoppelt
werden. Das Sende- 9 und Empfangssignal 10 wird
optimal eingebracht. Damit verbessert die Auflage den Einsatz vom
Echo-Impuls-Verfahren. Alternativ kann auch eine Hülle
Ab- oder Ausformungen aufweisen.
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3.
zeigt den Einsatz und die Funktion der Erfindung bei der Infrarotlicht-Behandlung
von Gewebe. Auf der Haut 5 eines Patienten liegt eine flächige
Hydrogewebe-Auflage 1. Über eine beabstandete
Lichtquelle 14 wird Ultrarotlicht 11 unterschiedlicher
Intensität ausgesendet. Das ausgesendete Licht 11 wird
durch die Auflage, die direkt mit der Hautoberfläche 12 Kontakt
hat, gefiltert und nur das länger wellige Licht durchgelassen.
In der Haut 5 erzeugt der eingedrungene Rotlichtanteil
eine Erwärmung. Diese wiederum treibt die Verdunstung über
die Oberfläche 3 an (siehe Pfeil a.) und ermöglicht
eine Kühlung, trotz der Energiezufuhr auf der Haut. An
der Grenzschicht 12 kann sich ebenfalls ein Wasserfilm 33 bilden,
da der Eintritt des Gewebewassers in die Auflage 1 durch
die Verdunstung mit gesteuert wird und über die Haut mehr
Flüssigkeit angeboten werden kann als verdunstet wird.
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4.
zeigt Einsatz und Funktion der Erfindung bei der Strahlenbehandlung
mit ionisierenden Strahlen. Entsprechend zu der 3 wird
hier über eine Röntgen- oder andere Strahlungsquelle 15 ionisierende
oder elektromagnetische Strahlung ausgesendet. Beabstandet liegt
hier eine Auflage 1 auf eine Hautoberfläche 12 auf.
Die Strahlung 13 dringt dabei über die Oberfläche 3 zuerst
in das Hydrogewebe 1 ein und erzeugt eine Streustrahlung 16,
die sich in typischer Weise (Pfeile a) in die Haut oder in ein anliegendes
Gewebe 5 eindringt. Durch die Dicke der Vorlaufstrecke
der Auflage 1 wird eine geeignete Wirkungsdosis in die
oberen Geweberegion eingebracht. Da das Material kontinuierlich
kühlt und ein Materialaus tausch stattfindet, können
kombinierte Behandlungen ermöglicht werden. Durch die Wärmeentwicklung
als Folgewirkung oder zeitversetzt und damit einhergehend kann es
zu einer vermehrten Transpiration der Haut kommen. Hierbei kann
sich im Kontaktbereich Haut/Auflage ebenfalls ein wässriger Film 33 bilden.
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5.
zeigt den Einsatz und die Funktion der Erfindung bei der Untersuchung
in Körperhöhlen. Eine stabförmig ausgeführte
Ultraschallsonde ist ganz oder nur im vorderen Bereich mit einem
Hydrogewebe 2 umgeben. Mit einem Silikonring 6 oder
einer Manschette 7 ist die Hülle mit dem Kopfteil
verbunden. Die Hydrogewebehülle 2 wird dabei zur
Ultraschallübertragung in eine Körperhöhle 17 eingesetzt.
An der Grenzfläche Körpergewebe und Bakteriencellulose 12 entsteht
ein Wasserfilm 33 durch mechanischen Druck der Ultraschallsonde.
Dieser wird auch dadurch möglich, dass das Gewebe selbst Flüssigkeit
abgeben kann. Wird keine Zusatzhülle zum Schutz und nur
eine sterile Hülle 2 aus Bakteriencellulose verwendet,
kann hier auch ein Stoffaustausch stattfinden. Alternativ kann die
Vorrichtung auch zusätzlich von einer dünnen Latexhülle
umgeben sein, die als Schutz vor Infektionen dient. Diese zusätzliche
Kunststoff-Hülle kann verworfen werden. Gezeigt ist die
Anwendung eines Echoimpuls-Verfahrens. Alternativ kann hier auch
ein therapeutischer Ultraschall für die Behandlung des
Gewebes zum Einsatz kommen. Denkbar wäre auch die Zertrümmerung
von Nierensteinen. Hier würde die Bakteriencellulose als Übertragungsmedium
für Stoßwellen dienen.
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6.
zeigt eine Detaildarstellung eines ummantelten Beutels mit einer
Medienzuführung. Die Schnittdarstellung zeigt einen Beutel 18,
der von einem Hydrogewebe 2 ummantelt ist. Der Beutel 18 wird über
einen Schlauch 19 mit Lösung versorgt. Mit 20 ist
dargestellt, dass über Kanäle im Beutel 18 Stoffe über
die Wandung der Hülle 2 eindringen können. Alternativ
kann das Innere 8 des Beutels 18 auch undurchlässig
für Lösungen sein. In diesem Fall können radiaktive
Strahlen 13, z. B. Technetium, eingebracht werden. Durch
den hohen wässrigen Anteil der Bakteriencellulosehülle 2 wird
eine geeignete Streustrahlung 16 ermöglicht. Letztere
wiederum kann im Inneren eines Körpers Krebszellen zerstören.
Anstelle eines Beutels kann hier ein Katheter mit dem Hydrogewebe
eingebettet oder ummantelt sein. Diese Vorrichtung hat den Vorteil,
dass das innere Patientengewebe gezielt bestrahlt werden kann.
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7.
zeigt eine Aufbereitungs- und Halterungsvorrichtung für
Schallsonden. Gezeigt ist eine Ultraschallsonden-Reinigungsvorrichtung 40 bestehend
aus einem Behälter 29 und einer Halterung 28 für
Sonden 4. Um die Ultraschallsonde 4 im unteren Bereich
reinigen zu können, befindet sich zumindest im Boden eine
Sprüh- oder Spülvorrichtung 21. Alternativ kann
diese auch seitlich angebracht sein. Als zusätzlicher Schutz
für die Ultraschalsondekönnen Silikonbänder 25 vorgesehen
sein, die in einem Halterungsgestell 31 eingebracht sind.
Das Gestell 31 ist z. B. herausnehmbar und besitzt hierfür
im Außenbereich Aufnahmen 32 für diese
Ringe 25. So wird ein Silikongitter aus Silikonringen ermöglicht.
Mit dem Pfeil D, wird verdeutlicht, dass hier eine Lösung
direkt auf eine Ultraschallsonde 4 gestrahlt wird. Die
Sonde 4 kann dabei mit einem Hydrogewebe 2 ummantelt sein.
Die Hülle 2 wird vorzugsweise über Ringe 6 oder
Manschetten 7 fixiert. Damit die Reinigungslösung
nicht nach oben herausspritzt, ist ein zweiteiliger oder ähnlicher
Deckel 27 mit einem Bügel 36 vorgesehen.
Wie mit dem Pfeil C (aufklappen) oder Pfeil A (schieben) gezeigt,
kann der Deckel entfernt werden. Pfeil B stellt das Einbringen der
Sonde in die Halterung 28 dar. Um einen maschinell steuerbaren Reinigungsablauf
zu ermöglichen, sind Zuleitungen 22 und Ableitungen 23 vorgesehen.
Im oberen Behälterteil kann auch ein Überlauf 26 vorgesehen
sein. Die hier gezeigte Vorrichtung 40 dient gleichzeitig
zur Lagerung einer Sonde in Verbindung mit einem Hydrogewebe. Die
Form und Größe der Vorrichtung richtet sich nach
dem jeweiligen Sondentyp. Es versteht sich dabei von selbst, dass
so auch mehrere Sonden gleichzeitig gereinigt werden können.
Alternativ kann die Vorrichtung mit einer Heizspirale versehen sein,
um die hier enthaltende Lösung zu erhitzen und Keime abzutöten.
Vorzugsweise ist die Vorrichtung Teil eines Ultraschalgerätes
und das Spülen der Sonde wird hierüber gesteuert.
Alternativ kann diese aber auch für sich alleine Anwendung
finden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 69214672
T2 [0002]
- - EP 1364624 A1 [0002]
- - DE 10116763 C1 [0003]
- - DE 10056062 A1 [0004]
- - WO 01061026 [0024]
- - DE 1002275 C2 [0024]