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Gebiet der vorliegenden Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Halbleiterherstellung
und betrifft insbesondere die Herstellung eines Halbleiterbauelements,
das eine geringere Neigung aufweist, elektrische Kurzschlüsse aufgrund
von Hohlräumen
in der Kontaktdielektrikumszwischenschicht (ILD) zu bilden.
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Beschreibung des Stands der
Technik
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Moderne
integrierte Schaltungen enthalten eine Vielzahl von Schaltungselementen,
etwa Widerstände,
Kondensatoren, Transistoren, und dergleichen. Typischerweise werden
diese Schaltungselemente auf und in einer Halbleiterschicht hergestellt, etwa
einer Siliziumschicht, wobei es für gewöhnlich notwendig ist, benachbarte
Halbleitergebiete, in denen die einzelnen Schaltungselemente ausgebildet sind,
im wesentlichen elektrisch von einander zu trennen. Ein repräsentatives
Beispiel in dieser Hinsicht ist ein Feldeffekttransistor, dessen
aktiver Bereich, d. h. die stark dotierten Drain- und Sourcegebiete
und einem dazwischenliegenden leicht invers dotierten Kanalgebiet,
durch eine Isolationsstruktur definiert ist, das in dem Halbleitermaterial
ausgebildet ist.
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Da
die kritischen Strukturgrößen der
Schaltungselemente, etwa die Gatelänge von Feldeffekttransistoren,
ständig
abnimmt, wird auch die Fläche, die
von den Isolationsstrukturen umschlossen wird, sowie auch die Isolationsstrukturen
selbst, in ihrer Größe verringert.
Unter den zahlreichen Verfahren zur Herstellung der Isolationsstrukturen
hat sich die sogenannte Flachgrabenisolations(-STI)technik als die
zuverlässigste
erwiesen und ist nunmehr die am häufigsten eingesetzte Technik
zur Herstellung von Isolationsstrukturen in modernsten integrierten Schaltungen.
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Gemäß der STI-Technik
werden einzelne Schaltungselemente durch flache Graben, die in das Siliziummaterial
geätzt
werden, voneinander isoliert. Dieses Halbleitermaterial kann ein
Halbleitersubstrat sein, wenn Vollsubstratbauelemente betrachtet
werden. Alternativ kann eine Halbleiterschicht auf einem isolierenden
Substrat hergestellt werden, wie dies beispielsweise bei Silizium-auf-Isolator-(SOI)Substraten
der Fall ist, wobei die Schaltungselemente in der Halbleiterschicht
gebildet sind. Die Gräben
werden nachfolgend mit einem dielektrischen Material, etwa einem
Oxid, gefüllt,
um die erforderliche elektrische Isolierung benachbarter Schaltungselemente zu
erreichen.
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Andererseits
müssen
die Schaltungselemente elektrisch kontaktiert werden. Ein typisches
Beispiel eines derartigen elektrischen Kontakts bei der Herstellung
von Halbleiterbauelementen ist die Herstellung von Kontaktelementen
bzw. Kontaktpfropfen, wobei eine Öffnung, die sich durch ein
Zwischenschichtdielektrikum (ILD) erstreckt, mit einem leitenden
Material gefüllt
wird, um eine elektrische Verbindung zu dem jeweiligen Schaltungselement
herzustellen. Ein Unterseitengebiet und Seitenwandgebiet der Öffnung werden
typischerweise mit einer geeigneten Zwischenschicht versehen, d.
h. einer leitenden Schicht, so dass ein nachfolgend abgeschiedenes
leitendes Material eine gute Haftung zu der umgebenden dielektrischen
Schicht aufweist und eine unerwünschte
Wechselwirkung des leitendenden Materials mit der umgebenen dielektrischen
Schicht während
der weiteren Bearbeitung sowie während des
Betriebs des Halbleiterbauelements vermieden wird. In modernen Halbleiterbauelementen
sind die Verbindungspfropfen typischerweise aus einem Metall auf
Wolframbasis hergestellt, das in einer Zwischenschicht in den dielektrischen
Stapel vorgesehen ist, der typischerweise aus Siliziumdioxid aufgebaut
ist, wobei eine untere Ätzstoppschicht,
die typischerweise aus Siliziumnitrid besteht, vorgesehen ist.
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In
modernen integrierten Schaltungen werden Öffnungen, sogenannte Kontaktlöcher, ausgebildet,
die ein Aspektverhältnis
aufweisen, das bis zu ungefähr
8:1 oder mehr betragen kann, und die Öffnung kann einen Durchmesser
von 0,1 μm
oder kleiner aufweisen. Ferner führt
die hohe Integrationsdichte bzw. die Packungsdichte der Schaltungselemente
und insbesondere die hohe Packungsdichte von Feldeffekttransistoren
auch zu einem großen
Aspektverhältnis
zwischen den Gateelektroden benachbarter Transistoren. Die Ätzstoppschicht,
die über den
Schaltungselementen ausgebildet ist, erhöht dieses Aspektverhältnis noch
weiter. Daher ist in hoch integrierten Schaltungen der ILD-Abscheideprozess nicht
in der Lage, die hervorgerufene Spalte zwischen benachbarten Schaltungselementen,
beispielsweise zwischen benachbarten Gateelektroden von Feldeffekttransistoren,
zu füllen
und es werden Hohlräume
entlang benachbarter Gates hervorgerufen.
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Mit
Bezug zu den 1a–1d wird
nunmehr ein typischer konventioneller Prozess zur Herstellung von
Kontakten zu benachbarten Schaltungselementen gemäß gut etablierter
Wolframtechnologien detaillierter beschrieben, um die Probleme bei
der Herstellung eines zuverlässigen
Halbleiterbauelements mit hoher Ausbeute darzulegen.
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1a zeigt
schematisch ein Halbleiterbauelement 100 während einer
Fertigungsphase für
die Herstellung eines Kontaktzwischenschichtdielektrikums über zwei
benachbarten Schaltungselementen etwa Transistoren 110,
die über
einem geeigneten Halbleitersubstrat 101 ausgebildet sind.
Jedes Schaltungselement 110 umfasst ein oder mehrere Kontaktgebiete,
etwa ein Kontaktgebiet einer Gateelektrode 111 und von
Drain- und Sourcegebieten 112. Die Kontaktgebiete enthalten
einen Silizidbereich 111a, 112a, der für einen
guten und zuverlässigen
elektrischen Kontakt sorgt. Die Schaltungselemente 110 werden
von einem dielektrischen Material bedeckt, dass eine Kontaktätzstoppschicht 102 aufweist,
die aus Siliziumnitrid ausgebildet sein kann. Die Schaltungselemente 110 sind
elektrisch durch eine flache Grabenisolation 114 getrennt.
Die flache Grabenisolation 114 kann geringfügig abgesenkt
sein in Bezug auf die Kontaktgebiete 112a der Source- und
Draingebiete 112. Obwohl einer anfänglichen Fertigungsphase die
flache Grabenisolation entsprechend der Oberfläche der Halbleiterschicht 101 eingeebnet wird,
kann eine geringfügige
Absenkung des STI aufgrund des Materialabtrags aus dem STI während der Herstellung
der Schaltungselemente 110, beispielsweise durch Ätz- oder
Reinigungsprozesse, stattfinden.
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In
hoch integrierten Schaltungen, wie sie in 1a gezeigt
sind, führt
der geringe Abstand zwischen den Gateelektroden 111 der
Schaltungselemente 110 zu einem großen Aspektverhältnis des Spalts 116 zwischen
den Gateelektroden 111. Die Ätzstoppschicht 102 sowie
die leichte Vertiefung der flachen Grabenisolation 114 vergrößert dieses
Aspektverhältnis
noch weiter.
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1b zeigt
das Halbleiterbauelement 100 aus 1a in
einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium, wobei Siliziumdioxid 103 auf
der Ätzstoppschicht 102 auf
der Grundlage gut bekannter Verfahren abgeschieden wird, beispielsweise
durch plasmaunterstütze
CVD-Verfahren, etwa auf der Grundlage von TEOS (Tetraethylorthosilikat, Si(OC2H5)4),
wodurch eine dichte und kompakte Materialschicht geschaffen wird.
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Die
Erfinder erkannten, dass durch schmale Spalte 116 der Abscheideprozess
für das
Zwischenschichtdielektrikum 103 nicht in der Lage ist,
diese Spalte 116 vollständig
zu füllen,
sondern dass ein Hohlraum 118 entsteht, wie dies schematisch
in 1c gezeigt ist, die das Halbleiterbauelement 100 während einer
weiter fortgeschrittenen Herstellungsphase zeigt. Es sollte beachtet
werden, dass die 1a–1d nicht
maßstabsgetreu
sind, sondern zu einem gewissen Maße für Darstellungszwecke überzeichnet
sind.
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1d zeigt
das Halbleiterbauelement 100 in einer weiter fortgeschrittenen
Herstellungsphase. Dabei ist die Herstellung des Zwischenschichtdielektrikums 103 abgeschlossen.
Nach optionalem Einebnungsprozessen zum Einebnen der Schicht 103 wurde
eine fotolithographische Sequenz ausgeführt auf der Grundlage gut etablierter
Verfahren, woran sich anisotrope Ätzrezepte und Techniken zur
Herstellung der Kontaktöffnungen 104 in
der Schicht 103 anschließen. Der Prozess zur Herstellung
der Kontaktöffnungen 104 kann
zuverlässig
auf der Grundlage der Ätzstoppschicht 102 gesteuert
werden. Danach kann ein weiterer Ätzprozess ausgeführt werden,
um schließlich
die Kontaktätzstoppsicht 102 auf
Grundlage gut etablierter Verfahren zu öffnen. Danach wird die Titanschicht,
beispielsweise eine Ti/TiN Schicht auf der Grundlage einer ionisierten
physikalischen Dampfabscheidung, etwa einer Sputter-Abscheidung 105,
ausgebildet. Der Betriff „Sputtern" oder „Sputter-Abscheidung" beschreibt einen
Mechanismus, in welchem Atome aus einer Oberfläche eines Zielmaterials beim
Auftreffen ausreichen energetischer Teilchen herausgelöst werden.
Obwohl im Prinzip die Barrierenschicht 105 auch unter Anwendung
von CVD-Verfahren hergestellt werden kann, wird die Sputter-Abscheidung häufig für das Abscheiden
der Barrierenschicht 105 aus den folgenden Gründen eingesetzt.
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Die
Sputter-Abscheidung erlaubt die relativ gleichförmige Abscheidung von Schichten über große Substratflächen hinweg,
da das Sputtern auf der Grundlage großflächiger Zielmaterialien erreicht
werden kann. Die Steuerung der Schichtdicke durch die Sputter-Abscheidung ist relativ
einfach, im Vergleich zu einer CVD-Abscheidung und kann durch Auswahl eines
konstanten Satzes an Betriebsbedingungen erreicht werden, wobei
die Abscheidezeit so eingestellt wird, dass die gewünschte Schichtdicke
erhalten wird. Ferner kann die Zusammensetzung von Verbindungen,
etwa Titannitrid, die in der Barrierenschicht 105 verwendet
werden, einfacher und präziser
in Sputter-Abscheideprozessen
im Vergleich zu CVD-Prozessen gesteuert werden. Des weiteren können die
Oberflächen
der Substrate die bearbeitet werden, vor dem eigentlichen Abscheiden
der Schicht durch Sputtern gereinigt werden, so dass Kontaminationen
der Oberfläche
effizient abgetragen werden können
und eine Rekontamination vor dem eigentlichen Abscheidprozess in
wirksamer Weise unterdrückt
werden kann. Für
eine effiziente Abscheidung eines moderat dünnen Materials innerhalb der Kontaktöffnungen 104 mit
einem relativ großen
Aspektverhältnis
werden sogenannte ionisierte Sputter-Abscheideverfahren eingesetzt, in denen
die Zielmaterialatome, die aus dem Zielmaterial freigesetzt werden,
in effizienter Weise durch eine entsprechende Plasmaumgebung ionisiert
werden, während
sie sich in Richtung auf das Substrat zu bewegen. Auf der Grundlage
einer DC(Gleichspannungs-) oder RF(Hochfrequenz-)Vorspannung wird
die Richtungstreue der sich bewegenden ionisierten Zielatome deutlich
verbessert, wodurch das Abscheiden des Zielmaterials an der Unterseite
der Kontaktöffnungen 104 selbst
für hohe
Aspektverhältnisse
ermöglicht wird.
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Wie
in 1d gezeigt ist, wird der Hohlraum 118,
der in der dielektrischen Zwischenschicht 103 gebildet
ist, durch zwei benachbarte Kontaktöffnungen 104 geöffnet. Die
nachfolgende Ti/TiN-Barrierenschicht kann die Öffnung 120 in der
Kontaktdurchführung 104 nicht
verschließen.
Daher wird bei der folgenden Abscheidung von Wolfram 112 der
Hohlraum 118 (zumindest teilweise) gefüllt und ein elektrischer Kurzschluss
zwischen benachbarten Kontakten wird hervorgerufen. Ein derartiger
elektrischer Kurzschluss reduziert die Gesamtausbeute.
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Das
US-Patent US 5,789,314 A betrifft
ein Verfahren für
eine Oberseiten- und Zwischenmetalloxidbeschichtung bei dem eine
Hohlraumbildung während
der Herstellung von integrierten Schaltungen unterdrückt oder
eliminiert wird. Diese Druckschrift offenbart die Herstellung von
Intermetallisolierungen für
Leitungen aus Substraten aus Silizium, worin eine Vertiefung in
einer konformen Oxidschicht gebildet wird, um die Lage eines Hohlraumes
gezielt in der Höhe
zu den Leitungen einzustellen oder zu vermeiden.
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US-Patent US 6,740,549
B1 betrifft Gatestrukturen mit Seitenwandspacern, bei denen
selektive Abscheideverfahren verwendet wurden. in dieser Offenbarung
wird zwischen Gateelektroden selektiv eine Isolierung gebildet,
um dadurch die Bildung von Hohlräumen
zu verhindern bzw. zu unterdrücken.
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Die
europäische Patentanmeldung EP0736896
A2 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Niedrigverlustkontakten.
Die Druckschrift zeigt eine abgesenkte Grabenisolierung zwischen
Transistoren eines CMOS mit Kontakten.
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Das
US-Patent US 4,945,070 A betrifft
ein Verfahren zur Herstellung einer CMOS-Vorrichtung mit flachen Source- und
Drain-Anschlüssen.
Diese Druckschrift zeigt eine abgesenkte Isolierung einer CMOS-Schaltung.
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Die
US-Patentanmeldung US 2002/0036349 A1 betrifft eine Halbleitervorrichtung
und deren Herstellung. In dieser Druckschrift werden Hohlräume gezielt
eingebaut, indem der Dotierstoff und die „Reflow"-Temperatur gesteuert wird. Weiterhin
zeigt diese Offenbarung die Bildung der Hohlräume um Leitungen der ersten
Metallisierung.
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Die
US-Patentanmeldung US 2004/0094821 A1 betrifft Lückenstrukturen aus Luft für Dual-Damaszener-Anwendungen.
In dieser Druckschrift werden in höheren Metalllagen Lücken aus
Luft („Air
gaps") gebildet,
wobei sich die „Air
gaps" dann auch
bis in unterliegende Metalllagen erstrecken können.
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Die
vorliegende Offenbarung richtet sich an diverse Verfahren und Bauelemente,
die die Auswirkungen eines oder mehrerer der zuvor erkannten Probleme
vermeiden oder zumindest reduzieren.
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Überblick über die Erfindung
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Im
Allgemeinen richtet sich die vorliegende Offenbarung an eine Technik,
die die Herstellung eines Halbleiterbauelements und insbesondere
die Herstellung von Kontaktpfropfen in Halbleiterbauelementen ermöglicht,
die direkt die Schaltungselemente, etwa Transistoren, miteinander
verbinden, wobei die Ausbildung von Kurzschlüssen aufgrund geöffneter
Hohlräume
in dem Kontaktzwischenschichtdielektrikum durch Ausbilden einer
Vertiefung zwischen den jeweiligen benachbarten Schaltungselementen deutlich
verringert wird. Folglich kann im Vergleich zu konventionellen Techniken,
in denen beabsichtigt keine Vertiefung zwischen zwei benachbarten
Schaltungselementen gebildet wird, sondern in denen vielmehr versucht
wird, die Ausbildung einer Vertiefung aufgrund des Entfernens von
Material des Isolationsgrabens zu vermeiden, durch Anwenden der Prinzipien
der vorliegenden Erfindung selbst für sehr stark größenreduzierte
Halbleiterbauelemente eine deutlich geringere Ausbildung von elektrischen
Kurzschlüssen
erreicht werden. Die neue Technik ermöglicht damit eine sehr hohe
Integrationsdichte und einen sehr geringen Abstand zwischen benachbarten Gates,
wobei dennoch zuverlässige
Halbleiterbauelemente bei hoher Ausbeute bereitgestellt werden.
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Ein
anschauliches Verfahren umfasst die Merkmale des Anspruches 1.
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Ein
weiteres anschauliches Verfahren umfasst das selektive Ätzen einer
Grabenisolation, die zwischen zwei Schaltungselementen angeordnet
ist, so dass in einem nachfolgend ausgebildeten Zwischenschichtdielektrikum
ein Hohlraum gebildet wird, der von Kontaktstrecken beabstandet
ist, entlang denen Kontaktelemente zum Kontaktieren von Kontaktgebieten
der Schaltungselemente durch das Zwischenschichtdielektrikumsmaterial
gebildet werden, gemäß Anspruch
8.
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Ein
anschauliches Halbleiterbauelement umfasst die Merkmale des Anspruches
13.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Weitere
Ausführungsformen
sind hierin offenbart und in den angefügten Patentansprüchen definiert
und gehen deutlich aus der folgenden detaillierten Beschreibung
hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert
wird, in denen:
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1a–1d schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der Herstellung
einer Kontakt-ILD und von Kontaktpfropfen auf der Grundlage einer
konventionellen Technologie zeigen;
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2a–2e schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der Herstellung
einer Kontakt-ILD und von Kontaktpfropfen in diversen Fertigungsphasen
zeigen;
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3a–3c schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während des Absenkens
eines flachen Grabenisolation in diversen Fertigungsphasen zeigen;
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4a und 4b schematisch
Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der
Herstellung einer Kontakt-ILD und von Kontaktpfropfen in zwei Fertigungsphasen
darstellen; und
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5 schematisch
eine Querschnittsansicht eines hierin beschriebenen Halbleiterbauelements zeigt.
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Detaillierte Beschreibung
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Obwohl
der vorliegende Gegenstand mit Bezug zu Ausführungsformen beschrieben wird,
wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den
Zeichnungen angegeben sind, sollte beachtet werden, dass die folgende
detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen,
die vorliegende Erfindung auf die speziellen anschaulichen offenbarten
Ausführungsformen
einzuschränken, sondern
die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich
beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Erfindung dar,
deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert
ist.
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Im
Allgemeinen betrifft der hierin offenbarte Gegenstand eine verbesserte
Technik zur Verhinderung der Ausbildung elektrischer Kurzschlüsse zwischen
Kontaktpfropfen, die jeweilige Kontaktgebiete von Schaltungselementen
etwa von Transistoren, Kondensato ren und dergleichen, verbinden.
Zu diesem Zweck wird eine Vertiefung zwischen zwei benachbarten
Schaltungselementen gebildet, beispielsweise zwischen zwei benachbarten
Kontaktgebieten benachbarter Schaltungselemente, wodurch der Ort eines
Hohlraums abgesenkt wird, der sich augrund des geringen Abstands
zwischen zwei benachbarten Schaltungselementen während des Abscheidens eines
Kontaktzwischenschichtdielektrikumsmaterials ausbildet. In einigen
anschaulichen Ausführungsformen
wird die Vertiefung gebildet, in dem Material von einer Grabenisolation
zwischen zwei benachbarten Elementen abgetragen wird. Gemäß weiterer
anschaulicher Ausführungsformen
ist die Grabenisolation eine flache Grabenisolation. Das Absenken
der Position des Hohlraums in der Kontakt-ILD reduziert die Wahrscheinlichkeit,
dass der Hohlraum während der
Herstellung von Kontaktelementen geöffnet wird, was wiederum zu
einer geringeren Wahrscheinlichkeit eines elektrischen Kurzschlusses
zwischen benachbarten Kontaktelementen zweier benachbarter Schaltungselemente
führt.
Die Technik der vorliegenden Erfindung kann in effizienter Weise
auf die Herstellung von Kontaktstrukturen von selbst sehr hoch integrierten
Halbleiterbauelementen ausgedehnt werden, die kritische Abmessungen
von 100 nm und deutlich kleiner aufweisen, beispielsweise 65 nm
und kleiner.
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Das
Absenken der Position des Hohlraums, der in der Kontakt-ILD ausgebildet
wird, in Bezug auf Kontaktgebiete der jeweiligen Schaltungselemente vereinfacht
die Herstellung, da die Ausbildung von Kontaktlöchern und damit die Herstellung
von Kontaktpfropfen weniger kritisch ist. Des weiteren erhöht das Absenken
der Lage des Hohlraums, der in der Kontakt-ILD gebildet wird, die
Ausbeute, so dass die Herstellungskosten verringert werden. Durch
das Ermöglichen
einer dichteren Packung benachbarter Schaltungselemente kann die
Schaltungsgeschwindigkeit des Halbleiterbauelements erhöht werden. Ferner
eröffnet
die Erfindung die Möglichkeit
die Genauigkeit und Präzision
bei der Kontaktherstellung zu verbessern. Ferner ermöglicht es
die Erfindung, die Zuverlässigkeit
und/oder Effizienz des Halbleiterbauelements zu erhöhen.
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Mit
Bezug zu den 2a–2e werden weitere
anschauliche Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung nunmehr detaillierter beschrieben.
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2a zeigt
schematisch ein Halbleiterbauelement 200, das zwei Schaltungselemente 210 aufweist,
etwa Kondensatoren, Wiederstände,
oder ein anderes Schaltungselement. In einer anschaulichen Ausführungsform
repräsentiert
jedes Schaltungselement 210 ein Transistorelement, das über einem Substrat 201 ausgebildet
ist. Das Substrat 201 kann ein beliebiges geeignetes Substrat
repräsentieren, um
darauf Halbleiterbauelemente herzustellen, etwa ein SOI-(Silizium-auf-Isolator)Substrat,
ein Halbleitervollsubstrat, oder ein beliebiges anderes Trägermaterial
mit einer darauf ausgebildeten geeigneten Halbleiterschicht, um
darauf und darin Schaltungselemente herzustellen.
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Das
in 2a gezeigte Halbleiterbauelement 200 kann
gemäß gut etablierter
Verfahren zur Herstellung von Schaltungselementen, etwa die Schaltungselemente 210,
auf der Grundlage geeigneter kristalliner, polykristalliner und
amorpher Halbleitermaterialien gebildet werden. In anschaulichen Ausführungsformen
repräsentieren
die Schaltungselemente 210 ein modernes Halbleiterbauelement
auf Siliziumbasis, wobei die minimalen kritischen Abmessungen, etwa
eine Gatelänge,
d. h. in 2a die horizontale Abmessung
der Gateleketrode 211, 90 nm und weniger oder 50 nm und
weniger für
modernste Bauelemente betragen kann. In einigen anschaulichen Ausführungsformen
umfasst die Herstellung der Schaltungselemente 210 moderne
Silizidierungsprozesse zur Bereitstellung von Kontaktgebieten. Die
Schaltungselemente 210 enthalten ein oder mehrere Kontaktgebiete 211a, 212a,
die in dem gezeigten Beispiel durch entsprechende Metallsilizidbereiche 235 einer
Gateelektrode 211 und von Source- und Draingebieten 212 repräsentiert
sind. In anderen Ausführungsformen
können
die Kontaktgebiete 211a, 212a direkt durch die
Gateelektrode 211 und die Source- und Draingebiete 212 gebildet
sein, wobei die Silizidgebiete 235 weggelassen werden.
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Gemäß einer
anschaulichen Ausführungsform
ist das Silizid 235 ein sehr gut leitenden Metallsilizid,
beispielsweise Nickelsilizid, das durch eine chemische Reaktion
zwischen einer abgeschiedenen Nickelschicht und dem darunter liegenden
Silizium enthaltenen Material gebildet wird. Auf diese Weise wird
ein großer
Anteil an Nickelmonosilizid erzeugt, wobei im wesentlichen das Ausbilden
des weniger leitenden Nickelsilizid vermieden wird. Währen der Ausbildung
der entsprechenden Nickelsilizidgebiete wird eine Wärmebehandlung
ausgeführt,
um damit die entsprechende chemische Reaktion in Gang zu setzen
und die geeignete Phase des Nickelsilizids zu stabilisieren. Beispielsweise
sollte in nachfolgenden Prozessschritten eine gewisse Temperatur
nicht überschritten
werden, etwa ungefähr
400°C, um
damit nicht in unerwünschter
Weise weiter Nickelmonosilizid in unerwünschtes Nickelsilizid umzuwandeln.
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Das
Halbleiterbauelement 200 umfasst ferner eine flache Grabenisolation 214.
Die Grabenisolation 214 kann gemäß gut bekannter Rezepte und Verfahren
hergestellt werden, beispielsweise durch Ätzen eines Grabens 214a in
die Halbleiterschicht 201 und nachfolgendes Auffüllen des
Grabens 214a mit einem geeigneten isolierenden Material 214b, etwa
Siliziumdioxid. Nach dem Einfüllen
des isolierenden Materials 214b in den Graben 214a wird
typischerweise die Oberfläche
der sich ergebenden Struktur eingeebnet, beispielsweise durch chemisch mechanisches
Polieren (CMP). Auf der resultierenden Struktur, in der die Grabenisolation 214 nunmehr ausgebildet
ist, werden die Schaltungselemente 210 unter Anwendung
gut bekannter Techniken und Rezepte hergestellt.
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Nach
dem Ende der Herstellung der Schaltungselemente 210 werden
die Schaltungselemente typischerweise mit einer Ätzstoppschicht und einem Kontaktzwischenschichtdielektrikum
abgedeckt. Jedoch werden gemäß einer
Ausführungsform,
die in 2a gezeigt ist, nach der Herstellung
des Silizids in den Kontaktgebieten 212a, 211a die
Schaltungselemente 210 mit einer geeigneten Maskierungsschicht 225 abgedeckt,
die nachfolgend so strukturiert wird, dass der Isolationsgraben 214 freigelegt wird.
Das Abscheiden und Strukturieren der Maskierungsschicht 225 kann
auf der Grundlage gut etablierter Prozesse und Rezepte erfolgen.
Es sollte beachtet werden, dass der Isolationsgraben 214 bereits in
Bezug auf die Kontaktgebiete 212a der Source- und Draingebiete
der Transistoren 210 aufgrund vorhergehender Ätz- oder
Reinigungsprozesse abgesenkt sein kann, die zum Abtrag einer gewissen
Materialmenge 214b des Isolationsgrabens 214 beigetragen
haben. Der Prozess 230 zum Ätzen der Grabenisolation wird
unter Anwendung bekannter Techniken und Rezepte für das jeweilige
Grabenisolationsmaterial 214b ausgeführt, beispielsweise mittels nass-chemischer
oder trocken-chemischer
Techniken, und der Prozess wird so ausgeführt, dass eine gewünschte Tiefe
der Vertiefung 231 (2b) erreicht
wird. In 2b ist die Maskierungsschicht 225 unter
Anwendung gut etablierter Prozesse und Rezepte entfernt.
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In
der in 2b gezeigten Ausführungsform erstreckt
sich die Vertiefung 231 bis hinab zu einer Tiefe d, die
in einigen Fällen
ungefähr
einer Tiefe eines Dotierstoffprofils der Source- und Draingebiete 212 entspricht.
Gemäß anderer
Ausführungsformen erstreckt
sich die Vertiefung 231 bis zu einer Tiefe d, die unterhalb
des Dotierstoffprofils 213 der Source- und Draingebiete 212 liegt.
In noch anderen Ausführungsformen
erstreckt sich die Vertiefung 231 bis zu einer Tiefe d,
die innerhalb des Dotierstoffprofils 213 liegt. Es sollte
ferner beachtet werden, dass gemäß anschaulicher
Ausführungsformen
die Vertiefung 231 im wesentlichen senkrecht zu einer Gatelänge der Transistoren 210 gebildet
ist, wie dies in den 2a–2e gezeigt
ist.
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2c zeigt
das Halbleiterbauelement 200 in einem weiter fortgeschrittenen
Herstellungsstadium, in welchem eine Kontaktätzstoppschicht 202 auf der
Grundlage gut etab lierter Techniken abgeschieden wurde, die typischerweise
eine CVD-Technik mit oder ohne plasmaunterstützter Abscheideatmosphäre beinhalten.
Die Kontaktätzstoppschicht
vergrößert das
Aspektverhältnis
des Spalts 216 zwischen den Gatestrukturen, die die Gateelektrode 211 und
Abstandshalterelemente 232 beinhalten, noch weiter. Die
Erfinder erkannten, dass es für
gewöhnlich
nicht möglich
ist, die Ausbildung von Hohlräumen
in dem Spalt zwischen dicht liegenden Gateelektroden und aufgrund
von ungünstig
geformten Abstandshalterprofilen zu vermeiden.
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2d zeigt
das Halbleiterbauelement 200 in einer Fertigungsphase während des
Abscheidens des Zwischenschichtdielektrikums 203, wobei
die Ausführung
des Hohlraums 218 abgeschlossen ist. Die Kontakt-ILD 203 kann
gemäß gut etablierter
Verfahren hergestellt werden, beispielsweise mittels CVD-Techniken.
Das Material der Kontakt-ILD kann Siliziumdioxid sein oder kann
ein Material auf Basis von Siliziumdioxid sein. Das Siliziumdioxid
wird auf der Grundlage von TEOS gebildet, wodurch eine dichte und
kompakte Materialschicht geschaffen wird. Obwohl die Ausbildung
eines Hohlraums aufgrund der Vertiefung 231 in 2d nicht
vermieden wurde, findet die Ausbildung eines Hohlraums 218 in dem
Zwischenschichtdielektrikummaterial 203 bei einer größeren Tiefe
in Bezug auf die benachbarten Kontaktbereiche 212a in Vergleich
zu einem Hohlraum statt, der ohne die Vertiefung 231 gebildet
würde.
Aufgrund der tieferen Lage des Hohlraums sind Kontaklochwege (die
durch die gepunkteten Linien 219 in 2d angezeigt
sind), entlang denen Kontaktlöcher
zum Kontaktieren der Kontaktgebiete 212a durch das Zwischenschichtdielektrikumsmaterial 203 hindurch
gebildet werden, und die sich von den benachbarten Kontaktbereichen 212a nach
oben erstrecken, von dem Hohlraum 218 beabstandet. Es sollte
beachtet werden, dass die Tiefe d der Vertiefung 231 entsprechend
der angewendeten Technologie angepasst ist. Um beispielsweise die
geeignete Tiefe d der Vertiefung 231 zu bestimmen, können eine
Sequenz aus Bauelementen 200 mit unterschiedlichen Tiefen
d für die
Vertiefungen 231 hergestellt und entsprechende Bilder von
Querschnittsaufnahmen des Bauelements 200 erstellt werden,
um eine optimale Tiefe d für
die aktuelle Geometrie der benachbarten Schaltungselemente 210,
der Schichtdicken, der Abscheideparameter, etc., zu bestimmen.
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2e zeigt
das Halbleiterbauelement 200 in einem weiter fortgeschrittenen
Herstellungsstadium, wobei das Zwischenschichtdielektrikum 203 bis zu
seiner endgültigen
Dicke abgeschieden ist. Nach der Herstellung des Zwischenschichtdielektrikumsmaterials 203 kann
dessen Oberfläche
mittels eines geeigneten Verfahrens, beispielsweise chemisches mechanisches
Polieren (CMP) eingeebnet werden. Gemäß anderer anschauli cher Ausführungsformen wird
ein Einebnungsschritt weggelassen. Nach der Herstellung des Zwischenschichtdielektrikumsmaterials 203 werden
Kontaktlöcher 204 durch
Fotolithographie und moderne Ätztechniken
hergestellt, wobei abhängig
von den Entwurfserfordernissen eine Breite der Öffnungen 204 in der
gleichen Größenordnung liegen
kann, wie für
die entsprechenden kritischen Abmessungen, d. h. die jeweilige Gatelänge der Schaltungselemente 210.
Nach der Herstellung der Kontaktöffnungen
wird das Bauelement 200 in eine Umgebung für eine Vorbehandlung
eingebracht, um damit Ätznebenprodukte
zu entfernen, die sich auf den freiliegenden Bereichen der Kontaktgebiete 211 und 212 ausgebildet
haben können.
Danach wird einen Barrierenschicht 205 auf der Unterseite
und den Seitenwänden
der Kontaktöffnungen 204 gebildet. Die
Barrierenschicht 205 kann eine einzelne Schicht oder zwei
oder mehr Schichten aufweisen. Zum Beispiel umfasst die Barrierenschicht 205 eine
Titanbeschichtung und eine Titannitridschicht in einer Wolframkontakttechnologie,
die in 2e gezeigt ist. Das Abscheiden
der Barrierenschicht kann durch gut etablierte Verfahren bewerkstelligt
werden, etwa durch einen Sputter-Prozess. Nachfolgend wird die Kontaktöffnung mit
einem Material auf Wolframbasis, beispielsweise unter Anwendung
von CVD (chemische Dampfabscheidung) gefüllt. Gemäß anderen anschaulichen Ausführungsformen
können
andere Kontakttechnologien eingesetzt werden, beispielsweise können Kupferpfropfen
anstelle von Wolframpfropfen mit einem geeigneten Barrierenmaterial, etwa
Tantal und/oder Tantalnitrid, verwendet werden. Wie in 2e gezeigt
ist, ist der Hohlraum 218 relativ tief im Hinblick auf
die benachbarten Kontaktgebiete 212a der benachbarten Schaltungselemente 210 angeordnet.
Folglich stört
der Hohlraum 218 die Kontaktlöcher 204 nicht und
somit wird der Hohlraum 218 bei der Ausbildung der Kontaktlöcher 204 nicht
geöffnet.
Somit führt
der Hohlraum 218, obwohl er in dem Halbleiterbauelement 200 vorhanden
ist, nicht zur Ausbildung eines elektrischen Kurzschlusses zwischen
benachbarten Kontaktgebieten 212a von benachbarten Schaltungselementen 210.
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Die 3a–3c zeigen
eine weitere Ausführungsform
eines Fertigungsprozesses für
ein Halbleiterbauelement 300. Die in 3a gezeigte Fertigungsphase
ist ähnlich
zur Fertigungsphase des Halbleiterbauelements 200, das
in 2a gezeigt ist, so dass die Details davon nicht
wiederholt werden. Das Halbleiterbauelement 200 in 3a unterscheidet
sich von dem Halbleiterbauelement 200 in 2a dahingehend,
dass kein Silizid in den Kontaktgebieten 211a, 212a gebildet
ist, bevor die Schaltungselemente 210 mit der Maskierungsschicht 225 bedeckt werden. Ähnlich zu
dem in 2a dargestellten Prozess wird
ein Ätzprozess 230 an
dem Halbleiterbauelement 200, das in 3a gezeigt
ist, ausgeführt, um
Material von der Grabenisolation 214 abzutragen.
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3b zeigt
das Halbleiterbauelement 300 aus 3a, wobei
die Maskierungsschicht 225 entfernt ist und wobei die Grabenisolation 214 bis
zu einer vorbestimmten Tiefe d in Bezug auf benachbarte Kontaktgebiete 212a benachbarter
Schaltungselemente 210 geätzt ist, wodurch eine Vertiefung 231 über der
Grabenisolation 214 gebildet wird.
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3c zeigt
das Halbleiterbauelement 300 in einem weiter fortgeschrittenen
Herstellungsstadium, wobei ein Metallsilizid 235 in benachbarten
Kontaktgebieten 212a der benachbarten Schaltungselemente 210 gebildet
ist. Das Silizid 235 kann so hergestellt werden, wie dies
in Bezug auf 2a beschrieben ist.
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Da
die Vertiefung 231 über
der Grabenisolation 214 entfernt wurde, bevor das Kontaktsilizid 235 der
Schaltungselemente 210 gebildet wird, kann das Kontaktsilizid 235 auch
an den Seitenwänden 231a der
Vertiefung 231 gebildet werden. Da auf diese Weise die
Fläche
des Kontaktsilizids 235 vergrößert wird, kann der Gesamtwiderstand
des Schaltungselements 210 verringert werden. Dies ist
Vorteilhaft im Hinblick auf die Bauteilgeschwindigkeit und die Leistungsaufnahme
des Halbleiterbauelements 300. Nach der in 3c dargestellten
Fertigungsphase können
die in den 2c–2e gezeigten
Schritte an dem Halbleiterbauelement 300, das in 3c gezeigt
ist, ausgeführt
werden.
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Der
hierin offenbarte Gegenstand schafft die Möglichkeit, den Abstand zwischen
zwei benachbarten Schaltungselementen 210, z. B. den Abstand
zwischen zwei benachbarten Gates 211, wie dies beispielhaft
in 4a gezeigt ist, noch weiter zu verringern. Die
Transistoren der 4a enthalten kein Kontaktgebiet
neben den Seitenwandabstandshaltern 232. Vielmehr wird
zum elektrischen Kontaktieren der Source- und Draingebiete 212 der
Schaltungselemente 210 des Halbleiterbauelements 400 ein Ätzverfahren
durchgeführt,
um Kontaktlöcher 204 durch
die Seitenwandabstandshalter 232 zu den Source-/Draingebieten 212 zu ätzen. Obwohl
dies zu sehr dicht liegenden Kontaktlöchern 204 führt, tritt aufgrund
der Ausbildung des Hohlraums 218 in dem Zwischenschichtdielektrikums 203 bei
einer sehr geringen Tiefe gemäß den hierin
offenbarten anschaulichen Ausführungsformen
ein elektrischer Kurzschluss nicht auf, selbst in sehr dicht gepackten
Halbleiterbauelementen 400, wie sie in den 4a und 4b gezeigt
sind. In 4b ist mindestens ein Teil des
Hohlraums 218 vertikal auf dem gleichen Niveau wie die
Schaltungselemente angeordnet.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform,
die in 5 gezeigt ist, werden die Geometrie und die Prozessbedingungen
für die
Herstellung des Zwischenschichtdielektrikums 203 so gewählt, dass
der Hohlraum 218 zumindest teilweise vertikal unter den benachbarten
Kontaktgebieten 212a der benachbarten Schaltungselemente 210 gebildet
wird. Diese Ausführungsform
liefert eine sehr sichere und zuverlässige Ausbildung von Kontaktlöchern 204 in
dem Zwischenschichtdielektrikum 203, ohne dass die Gefahr
besteht, dass ein elektrischer Kurzschluss zwischen den benachbarten
Kontaktgebieten 212 der benachbarten Schaltungselemente 210 hervorgerufen
wird.
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Es
gilt also: Der vorliegende Gegenstand hält eine verbesserte Technik
bereit, die die Ausbildung von Halbleiterbauelementen ermöglicht,
die eine geringere Neigung aufweisen, einen elektrischen Kurzschluss
zwischen benachbarten Kontaktgebieten von benachbarten Schaltungselementen
zu erzeugen. Es wurde erkannt, dass es schwierig ist, die Ausbildung von
Hohlräumen
in Spalten zwischen dicht gepackten Schaltungselementen zu vermeiden,
insbesondere zwischen dicht gepackten Polygates mit ungünstig geformten
Abstandshalterprofilen. Jedoch ist es durch die Anwendung der Prinzipien
der vorliegenden Erfindung möglich,
das öffnen
der Hohlräume
in dem Spalt durch ein Kontaktloch zu vermeiden. Der Hohlraum ist
sehr tief in dem Zwischenschichtdielektrikum 203 anzuordnen,
selbst im Graben einer Grabenisolation, wie dies in einigen anschaulichen Ausführungsformen
der Fall ist. Gemäß einigen
anschaulichen Ausführungsformen
wird der Hohlraum des Spalts sehr tief und nahe an dem abgesenkten STI
angeordnet. Gemäß einer
Ausführungsform
wird nach dem Herstellen eines Kontaktsilizids der STI in den kritischen
Gebieten durch nass-chemische oder trocken-chemische Prozesse entfernt.
Daher ist das Höheniveau,
bei welchem sich der Hohlraum ausbildet, wesentlich tiefer und der
Hohlraum kann durch ein Kontaktloch nicht geöffnet werden. Gemäß einer weiteren
Ausführungsform
wird das Abtragen des STI-Materials in den kritischen Gebieten vor
der Herstellung des Silizids ausgeführt. Dies führt zur Ausbildung von einem
Kontaktsilizid an den Seitenwänden der
Vertiefung über
dem STI und somit wird eine gute elektrische Verbindung und ein
geringer Wiederstand der Kontaktgebiete des Schaltungselements erreicht. Daher
ermöglicht
die Erfindung eines großes
Aspektverhältnis
für den
Spalt zwischen benachbarten Schaltungselementen und bietet daher
die Möglichkeit,
Halbleiterbauelemente im Hinblick auf die Arbeitsgeschwindigkeit,
Zuverlässigkeit
und Effizienz weiter zu verbessern. Ferner wird die Herstellung vereinfacht
und die Kosten werden verringert. Ferner werden Genauigkeit und/oder
Präzision
des Halbleiterbauelements verbessert.
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Weitere
Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Erfindung werden
für den
Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Daher ist diese
Beschreibung als lediglich anschaulich und für den Zwecke gedacht, dem Fachmann
die allgemeine Art und Weise des Ausführens der vorliegenden Erfindung
zu vermitteln. Selbstverständlich
sind die hierin gezeigten und beschriebenen Formen der Erfindung
als die gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsformen
zu betrachten.