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Die
vorliegende Erfindung betrifft kosmetische Zubereitungen mit einer
Kombination aus wasserlöslichen und/oder wasserdispergierbaren
Lipiden und einem Copolymer aus Hydroxyethylacrylat/Natrium-acryloyldimethyltaurat.
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Polymere
Verbindungen, beispielsweise Polyacrylate oder Polysaccharide, werden
seit vielen Jahren als „Verdickungsmittel" zur Erhöhung
der Viskosität insbesondere von wässrigen Lebensmitteln,
kosmetischen Zubereitungen, Baustoffen, etc. eingesetzt.
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Ein
besondere Herausforderung stellt die Verdickung kosmetischer Zubereitungen
dar. Kosmetische Zubereitungen sind zum Teil hoch komplexe Mischungen
(beispielsweise wässrige Gele oder Emulsionen) aus unterschiedlichsten
chemischen Verbindungen. Ein Verdickungsmittel für kosmetische
Zubereitungen muss daher eine hohe Verträglichkeit gegenüber
einer Vielzahl von Substanzen aufweisen. Trotz der (scheinbar) großen
Auswahl an polymeren Verdickungsmitteln, stellt es für
den Fachmann bis heute regelmäßig als ein großes
Problem dar, ein für eine kosmetische Zubereitung geeignetes
Verdickungsmittel zu finden. Insbesondere die Temperaturstabilität,
Lagerstabilität, Toleranz gegenüber anderen Inhaltsstoffen
und die kosmetische Performance bereiten dem Fachmann Schwierigkeiten
bei der Formulierung einer kosmetischen Zubereitung.
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Ein
besonderes Problem bei der Verdickung kosmetischer Zubereitungen
ist es, dass die Zubereitungen durch den Zusatz des polymeren Verdickungsmittels
klebrig werden und zum „Fäden ziehen" neigen.
Die zunehmende Klebrigkeit macht die Produkte sensorisch unattraktiv.
Klebrigkeit und die Neigung zum „Fäden ziehen"
erschwert zudem die Entnahme aus dem Vorratsgefäß.
Besonders unangenehm treten diese Phänomene bei gelartigen
Zubereitungen (insbesondere transparenten Gelen) sowie bei Zubereitungen
auf, welche wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare
Lipide (z. B. ethoxylierte Silikonderivate) enthalten.
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Es
war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile
des Standes der Technik zu beseitigen, und ein neues, sensorisch
attraktiveres und einfach herzustellendes viskoses Kosmetikum zu
entwickeln.
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Überraschend
gelöst wird die Aufgabe durch eine kosmetische transparente
oder translucente Zubereitung enthaltend
- a)
Hydroxyethylacrylat/Natriumacryloyldimethyltaurat-Copolymer,
- b) ein oder mehrere wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare
Lipide.
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Zwar
kennt der Fachmann die
EP 1496081 ,
doch konnte diese Schrift nicht den Weg zur vorliegenden Erfindung
weisen.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung Hydroxyethylacrylat/Natriumacryloyldimethyltaurat-Copolymer
in einer Konzentration von 0,1 bis 3 Gewichts-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung Hydroxyethylacrylat/Natriumacryloyldimethyltaurat-Copolymer
in einer Konzentration von 0,2 bis 2,0 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung, enthält.
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Dabei
ist es erfindungsgemäß bevorzugt wenn als Hydroxyethylacrylat/Natriumacryloyldimethyltaurat-Copolymer
die Verbindung mit der CAS-No.: 111286-86-3 eingesetzt wird.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die Zubereitung
wasserlösliche und/oder wasserdisperigierbare Lipide in
einer Gesamtkonzentration von 0,01 bis 20 Gewichts-%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Zubereitung
wasserlösliche Lipide in einer Gesamtkonzentration von
0,05 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung,
enthält.
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Unter „wasserlösliche
und/oder wasserdispergierbare Lipide" werden erfindungsgemäß solche
Lipide verstanden, die bei Raumtemperatur (20°C) wasserlöslich
oder wasserdispergierbar sind.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, als wasserlösliche
und/oder wasserdispergierbare Lipide eine oder mehrere Verbindungen
gewählt aus der Gruppe der Verbindungen ethoxylierte (PEG
oder PPG) Silikonöle (wie z. B. Dimethicone oder Methylether
Dimethyl Silicone), ethoxylierte synthetische oder natürliche
Ester oder quaternisiertes Silikonöl eingesetzt werden.
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Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt, als wasserlösliche
und/oder wasserdispergierbare Lipide eine oder mehrere Verbindungen
gewählt aus der Gruppe ethoxylierte Derivate (PEG-Modifizierung,
PPG-Modifizierung oder die beiden) von Dimethicon, Glyceriden, Recinoleate,
Castoroil, Methylether Dimethylsilane, Olivate, Cocoate, Methicone,
Methylglucoseether, Cocoglyceride, Oliveglyceride, Sunflowersglyceride,
laurate, Distearate, Avocadoate, Beeswax, eingesetzt werden.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung in Form eines Gels, insbesondere eines transparenten
oder transluzenten Gels vorliegt. Dabei sind transparente oder transluzente Gele
erfindungsgemäß bevorzugt.
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Erfindungsgemäß besonders
bevorzugt ist es, wenn die erfindungsgemäße Zubereitung
eine Transmission bei 420 nm von 60–100% aufweist.
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Die
erfindungsgemäße Transmission bei Raumtemperatur
wird dabei mit dem Gerät Agilent 8453 UV-Visible Spectrophotometer
gemessen.
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Die
erfindungsgemäße Zubereitung weist erfindungsgemäß vorteilhaft
eine Viskosität von 100 bis 20000 mPas, bevorzugt von 1000
bis 10000 mPas, gemessen mit dem Gerät Gerät R123
von der Firma Rheo (Athengstett, Deutschland), Spindel 1 bei 25°C
auf.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung ein oder mehrere Parfümstoffe gewählt
aus der Gruppe der Verbindungen Limonen [5989-27-5], Citral, Linalool
[78-70-6], apha-Isomethylionon [1335-46-2], Geraniol [106-24-1],
Citronellol [106-22-9], [24851-98-7], [18479-58-8], [54464-57-2], [80-54-6],
[1222-05,5], [32388-55-9], [105-95-3], [31906-04-4], [8008-57-9],
[32210-23-4], [120-57-0], [115-95-7], [101-86-0], [140-11-4], [6259-76-3]
und [127-51-5], 2-Isobutyl-4-hydroxy-4-methyltetrahydropyran, 2-tert-Pentylcyclohexylacetat,
3-Methyl-5-phenyl-1-pentanol, 7-Acetyl-1,1,3,4,4,6-hexamethyltetralin,
Adipinsäurediester, alpha-Amylcinnamaldehyd, Alpha-Methylionon,
Amyl C, Butylphenylmethyl-propionalcinnamal, Amylsalicylat, Amylcinnamylalkohol,
Anisalkohol, Benzoin, Benzylalkohol, Benzylbenzoat, Benzylcinnamat, Benzylsalicylat,
Bergamotöl, bitteres Orangenöl, Butylphenylmethylpropioal,
Cardamomöl, Cedrol, Cinnamal, Cinnamylalkohol, Citronellylmethylcrotonat,
Citronenöl, Coumarin, Diethylsuccinat, d-Limonene, Ethyllinalool, Eugenol,
Evernia Furfuracea Extract, Evernia Prunastri Extract, Farnesol,
Guajakholzöl, Hexylcinnamal, Hexylsalicylat, Hydroxycitronellal,
Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexencarboxaldehyde, Lavendelöl,
Lemonenöl, Linaylacetat, Mandarinenöl, Menthyl
PCA, Methylheptenon, Muskatnussöl, Rosmarinöl,
süßes Orangenöl, Terpineol, Tonkabohnenöl,
Triethylcitrat und/oder Vanillin enthält.
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Es
ist dabei erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die
erfindungsgemäße Zubereitung ein oder mehrere Parfümstoffe
in einer Gesamtkonzentration von 0,001 bis 1 Gewichts-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Es
ist dabei erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die
erfindungsgemäße Zubereitung ein oder mehrere Parfümstoffe
in einer Gesamtkonzentration von 0,001 bis 0,5 Gewichts-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung 0,1 bis 99,9 Gewichts-% Glycerin, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung, enthält.
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Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung von 0,1 bis 15 Gewichts-% Glycerin, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung ein oder mehrere Lösungsvermittler in einer
Gesamtkonzentration von 0,005 bis 15 Gewichts-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung ein oder mehrere Lösungsvermittler in einer
Gesamtkonzentration von 0,25 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.
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Als
erfindungsgemäße Lösungsvermittler können
erfindungsgemäß vorteilhaft eine oder mehrere
Verbindungen aus der Gruppe der Verbindungen der ethoxylierten Kohlenhydrate
oder Fettsäurederivate eingesetzt werden, beispielsweise
Polyoxyethylen(20)sorbitanmonolaurat (Tween 20) oder Polyoxyethylenoxypropylen-monostearat
(Atlas G-2162), Propylenglykol, Caprylyl/Caprylglucoside, Natriumlauroylsarcosinat, C12-13
Alkyllactate.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft
enthält die erfindungsgemäße Zubereitung
Ethanol.
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Ethanolhaltige
erfindungsgemäße Zubereitungen enthalten Ethanol
erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Konzentration
von 0,001 bis zu 30 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zubereitung, bevorzugt 0,001 bis 10 Gew.-%.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft
enthält die erfindungsgemäße Zubereitung
eine oder mehrere Verbindungen gewählt aus der Gruppe der
Verbindungen Isopropanol, Propylenglykol, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl-
oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder
-monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether
und ana loge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z. B. Ethanol, Isopropanol,
1,2-Propandiol, 2-Methyl-1,3-propandiol; 1,2-Pentandiol; 1,2-Hexandiol,
1,2-Octandiol.
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Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt, wenn die Zubereitung
ein oder mehrere Diole gewählt aus der Gruppe der Verbindungen
2-Methyl-1,3-propandiol, Pentan-1,2-diol, Hexan-1,2-diol, Heptan-1,2-diol,
Octan-1,2-diol, Nonan-1,2-diol, Decan-1,2-diol enthält.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die Zubereitung
einen oder mehrere weitere UV-Filter enthält, gewählt
aus der Gruppe der Verbindungen Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäuresalze;
2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäuresalze; 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol
und dessen Salze; 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäuresalze;
2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäuresalze;
2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol);
2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]propyl]-phenol; 3-(4-Methylbenzyliden)campher;
3-Benzylidencampher; Ethylhexylsalicylat; Terephthalidendicamphersulfonsäure;
4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester; 4-(Dimethylamino)benzoesäure-amylester;
4-Methoxybenzalmalon-säuredi(2-ethylhexyl)ester; 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester;
4-Methoxyzimtsäureisoamylester; 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon,
2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon; 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon;
2-(4'-Diethylamino-2'-hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester,
4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan; Homomenthylsalicylat;
2-Ethylhexyl-2-hydroxybenzoat; 2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat;
Dimethicodiethylbenzalmalonat; 3-(4-(2,2-bis-Ethoxycarbonylvinyl)-phenoxy)propenyl)-methoxysiloxan/Dimethylsiloxan-Copolymer;
2,4-Bis-{[4-(2-ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin
(INCI: Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazin); Dioctylbutylamidotriazon (INCI:
Diethylhexyl-Butamidotriazone); 2,4-bis-[5-1(dimethylpropyl)benzoxazol-2-yl-(4-phenyl)-imino]-6-(2-ethylhexyl)-imino-1,3,5-triazin
mit der (CAS Nr. 288254-16-0); 4,4',4''-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester)
(auch: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1,3,5-triazin
(INCI: Ethylhexyl Triazone); Titandioxid, Zinkoxid, Merocyanine
gewählt aus der Gruppe der Verbindungen

in einer
Konzentration von 0,01 bis 40 Gewichts-% bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung.
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Erfindungsgemäß vorteilhafte
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind dadurch
gekennzeichnet, dass die Zubereitung als weitere Inhaltsstoffe eine
oder mehrere Verbindungen gewählt aus der Gruppe der Verbindungen
alpha-Liponsäure, Folsäure, Phytoen, D-Biotin,
Coenzym Q10, alpha-Glucosylrutin, Carnitin, Carnosin, natürliche
und/oder synthetische Isoflavonoide, Flavonoide, Kreatin, Kreatinin,
Taurin, β-Alanin, Tocopherylacetat, Dihydroxyaceton; 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure,
Glycerylglycose, (2-Hydroxyethyl)harnstoff, Vitamin E bzw. seine
Derivate und/oder Licochalcon A, sodium Hyaluronate, Dioic acid,
Salicylsäure enthält.
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Derartige
Wirkstoffe können in einer Einzelkonzentration von 0,01
bis 10 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung
vorteilhaft eingesetzt werden.
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Die
erfindungsgemäßen Zubereitungen können
ferner vorteilhaft auch Selbstbräunungssubstanzen enthalten,
wie beispielsweise Dihydroxyaceton und/oder Melaninderivate in Konzentrationen
von 1 Gew.-% bis zu 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zubereitung.
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Ferner
vorteilhaft können die erfindungsgemäßen
Zubereitungen auch Repellentien zum Schutz vor Mücken,
Zecken und Spinnen und dergleichen enthalten. Vorteilhaft sind z.
B. N,N-Diethyl-3-methylbenzamid (Handelsbezeichnung: Meta-delphene, „DEET"),
Dimethylphtalat (Handelsbezeichnung: Palatinol M, DMP), 1-Piperidincarbonsäure-2-(2-hydroxyethyl)-1-methylpropylester
sowie insbesondere 3-(N-n-Butyl-N-acetyl-amino)-propionsäureethylester
(unter dem Handelsnamen Insekt Repellent® 3535
bei der Fa. Merck erhältlich). Die Repellentien können
sowohl einzeln als auch in Kombination eingesetzt werden.
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Besonders
vorteilhafte Zubereitungen werden ferner erhalten, wenn als Zusatz-
oder Wirkstoffe Antioxidantien eingesetzt werden. Erfindungsgemäß enthalten
die Zubereitungen vorteilhaft eines oder mehrere Antioxidantien.
Als günstige, aber dennoch fakultativ zu verwendende Antioxidantien
können alle für kosmetische Anwendungen geeigneten
oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
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Vorteilhaft
werden solche Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend
aus Aminosäuren (z. B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan)
und deren Derivate, Imidazole (z. B. Urocaninsäure) und
deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin
und deren Derivate (z. B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z. B. α-Carotin, β-Carotin,
Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate,
Liponsäure und deren Derivate (z. B. Dihydroliponsäure),
Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z. B. Thioredoxin,
Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-,
Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-,
Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie
deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat,
Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide,
Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen
(z. B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone,
Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen
Dosierungen (z. B. pmol bis μmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren
(z. B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure,
Phytinsäure, Phytin, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren
(z. B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure),
Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin,
Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte
Fettsäuren und deren Derivate (z. B. γ-Linolensäure,
Linolsäure, Ölsäure), Folsäure
und deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate,
Tocopherole und Derivate (z. B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und
Derivate (Vitamin-A-palmitat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes,
Rutinsäure und deren Derivate, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol,
Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure,
Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose
und deren Derivate, Sesamol, Sesamolin, Zink und dessen Derivate
(z. B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen Derivate
(z. B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z. B. Stilbenoxid,
Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten
Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide
und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
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Die
Menge der vorgenannten Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen)
in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30
Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05–20 Gew.-%, insbesondere
1–10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
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Sofern
Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die zusätzlichen
Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen
aus dem Bereich von 0,001–10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Formulierung, zu wählen.
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Sofern
Vitamin A, bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate
das oder die zusätzlichen Antioxidantien darstellen, ist
vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von
0,001–10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung,
zu wählen.
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Erfindungsgemäß vorteilhaft
enthält die erfindungsgemäße Zubereitung
Feuchthaltemittel. Vorteilhafte Feuchthaltemittel (Moisturizer)
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Milchsäure
und/oder Lactate, insbesondere Natriumlactat, Butylenglykol, Propylenglykol,
Biosaccaride Gum-1, Glycine Soja, Ethylhexyloxyglycerin, Pyrrolidoncarbonsäure
und Harnstoff. Ferner ist es insbesondere von Vorteil, polymere
Moisturizer aus der Gruppe der wasserlöslichen und/oder
in Wasser quellbaren und/oder mit Hilfe von Wasser gelierbaren Polysaccharide
zu verwenden. Insbesondere vorteilhaft sind beispielsweise Hyaluronsäure,
Chitosan und/oder ein fucosereiches Polysaccharid, welches in den
Chemical Abstracts unter der Registraturnummer 178463-23-5 abgelegt
und z. B. unter der Bezeichnung Fucogel®1000
von der Gesellschaft SOLABIA S. A. erhältlich ist. Moisturizer
können vorteilhaft auch als Antifaltenwirkstoffe zum Schutz
vor Hautveränderungen, wie sie z. B. bei der Hautalterung
auftreten, verwendet werden.
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Es
ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn die erfindungsgemäße
Zubereitung ein oder mehrere Feuchthaltemittel in einer Gesamtkonzentration
von 0,1 bis 20 Gewichts-% und bevorzugt in einer Gesamtkonzentration
von 0,5 bis 10 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitung, enthält.
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Die
kosmetischen Zubereitungen gemäß der Erfindung
können kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise
in solchen Zubereitungen verwendet werden, z. B. Konservierungsmittel,
Konservierungshelfer, Komplexbildner, Bakterizide, Substanzen zum
Verhindern oder Steigern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente,
die eine färbende Wirkung haben.
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Es
ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die Zubereitung
ein oder mehrere Parabene (z. B. Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butylparaben)
enthält. Vergleichsversuch
| | 1 | 2 |
| PPG-1-PEG-9-Lauryl
Glycol Ether | 0,5 | 0,5 |
| Glycerin | 2,0 | 2,0 |
| PEG-17
Dimethicone | 1,0 | 1,0 |
| Acrylates/C10-30
Alkyl Acrylate Crosspolymer1 | 0,7 | |
| Hydroxyethyl
Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer2 | | 0,7 |
| Parfum | 0,08 | 0,08 |
| Konservierungsmittel | 0,6 | 0,6 |
| Sodium
Hydroxide | q.
s., pH = 7 | q.
s., pH = 7 |
| Aqua | a.
d 100 | a.
d. 100 |
- 1Carbopol ETD 2020,
Noveon
- 2Sepinov EMT 10, Seppic
-
0,4
g von einer bei 25°C gelagerten Formulierung wird zwischen
Daumen und Zeigefinger aufgetragen. Die Formulierung wird vorsichtig
zusammengedruckt und die Finger auseinander gestellt. Der Prozess wird
3 Mal bei einer Geschwindigkeit von 2 Bewegungen/s durchgeführt.
Bewertet wird die Länge der Spitze bzw. die Länge
des sich gebildeten Produktfadens.
| | 1 | 2 |
| Länge
der Spitze in cm | 2,0 | 0,05 |
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Beispiele
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Die
nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen
ohne sie einzuschränken. Die Angaben beziehen sich stets
auf Gewichts-%, sofern nicht andere Angaben gemacht werden.
| | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
| PPG-1-PEG-9-Lauryl
Glycol Ether | 0,5 | 1,0 | 0,5 | 0,7 | 0,6 |
| Glycerin | 38,5 | 2,0 | 8,0 | 5,0 | 2,0 |
| Hydroxyethylacrylat/Natriumacryloyldimethyltaurat-Copolymer | 1,0 | 0,8 | 0,5 | 0,2 | 2,0 |
| PEG-70
Mango Glycerides | 1,0 | | | | |
| PEG-17
Dimethicone | | 2,0 | | | |
| PEG-75
Shea Butter Glycerides | | | 1,0 | | |
| Bis-PEG-18
Methyl Ether Dimethyl Silane | | | | 3,0 | |
| PEG-40
Hydrogenated Castor Oil | | | | | 0,5 |
| Octadecendioic
acid | | 0,1 | | | |
| Salicylic
Acid | | 0,1 | | | |
| Ubiquinone | | 0,03 | | | |
| Kreatin | | | | 1 | |
| Methylhydantoin-2-imide | | | | 0,1 | |
| Sodium
Hyaluronate | | | | | 0,1 |
| Ethanol | | | 10 | | |
| Na2H2EDTA | | 0,3 | | | |
| Parfüm,
Konservierungsmittel | q.
s. | q.
s. | q.
s. | q.
s. | q.
s. |
| Farbstoffe,
usw. | q.
s. | q.
s. | q.
s. | q.
s. | q.
s. |
| Natriumhydroxid | q.
s. | q.
s. | q.
s. | q.
s. | q.
s. |
| Wasser | Ad
100,0 | Ad
100,0 | Ad
100,0 | Ad
100,0 | Ad
100,0 |
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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