DE102007029648A1 - Sensorvorrichtung für eine automatische Türanlage - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Sensorvorrichtung für eine automatiscung als eine Kombination von mindestens zwei Sensoren ausgebildet ist, welche mit einer Steuerungseinheit zur Betätigung mindestens eines Flügels der Türanlage zusammenwirkt, wobei die Signale der Sensoren der Sensorvorrichtung zu einem Signal zusammengefasst sind und als ein gemeinsames Signal der Steuereinheit der Türanlage zugeführt sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Sensorvorrichtung für eine automatische Türanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Aus der
DE 102 60 109 A1 ist eine Schiebetüranlage bekannt, mit mindestens einem in einer Laufschiene verschiebbar geführten Schiebeflügel, der über eine einen Antriebsmotor enthaltende Antriebseinrichtung antreibbar ist. Der Antriebsmotor und die Laufschiene sind in einem gemeinsamen Gehäuse aufgenommen, wobei der Antriebsmotor über eine Sensorvorrichtung ansteuerbar ist. Die Sensorvorrichtung weist zwei Sensoren auf, wobei der erste Sensor zum Erfassen einer Annäherung an die Tür und der zweite Sensor zum Erfassen von Hindernissen im Bewegungsbereich des Schiebeflügels ausgebildet ist. Die Sensorvorrichtung ist in dem Gehäuse angeordnet und als austauschbares Modul ausgebildet. - Bekannt ist es weiterhin, diese in einem Modul zusammengefassten Sensoren einzeln an die Steuereinheit der Türanlage anzuschließen, da die einzelnen Sensoren unterschiedliche Signalarten aufweisen können. Nachteilig entsteht dadurch ein erhöhter Montageaufwand, und es entstehen mögliche Fehlerquellen, wie eine fehlerhafte Montage oder ein Leitungsbruch der Signalübertragungsleitung.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Anschluss einer Sensorvorrichtung zu vereinfachen.
- Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.
- Automatische Türanlagen können als Schiebetüranlage mit einem oder zwei Flügeln oder als automatische Drehtür, mit einem schwenkbar angeordneten Flügel ausgebildet sein. Eine solche Türanlage weist einen Türantrieb auf, welcher ein Gehäuse umfasst, in dem die – je nach Ausführung unterschiedlichen – erforderlichen Antriebselemente, wie Motor, Antriebsriemen, Führungen und Umlenkrollen sowie zur Ansteuerung der Bewegung der Türflügel eine Sensorvorrichtung und eine Steuereinheit angeordnet sind.
- Die Sensorvorrichtung umfasst mindestens zwei Sensoren, welche unterschiedliche Bereiche vor der Türanlage erfassen und zur Auslösung oder zum Anhalten einer Bewegung der Flügel mit der Steuereinheit zusammenwirken. Eine weitere Sensorvorrichtung ist erforderlich, um beide Seiten der Türanlage zu erfassen.
- Die Sensorvorrichtung kann ein Modulgehäuse aufweisen, in dem die mindestens zwei Sensoren angeordnet sind, oder die Sensoren können direkt in das Gehäuse des Türantriebs eingebaut sein. Ein erste Sensor kann dabei als Bewegungsmelder, beispielsweise als Passiv-Infrarot-Melder, Ultraschall-Melder oder Radarmelder, zum Erfassen einer sich der Tür nähernden Person ausgebildet sein. Erfasst dieser Sensor eine sich annähernde Person, so kann der Antriebsmotor zum Öffnen des Flügels angesteuert werden. Ein zweiter Sensor kann als Präsenzsensor, beispielsweise als Aktiv-Infrarot-Taster, zum Erfassen eines Hindernisses im Bewegungsbereich des Flügels ausgebildet sein, der bei Drehtüren auch sich mitbewegend auf dem Flügel angeordnet wird. Ein Aktiv-Infrarot-Taster weist nebeneinander angeordnet einen Lichtsender und einen Lichtempfänger auf. Der Lichtsender sendet Lichtimpulse aus, die nach Reflektion von dem Lichtempfänger empfangen werden. Ändert sich der Lichtweg, z. B. in Folge einer sich im Lichtstrahl befindlichen Person, so ändern sich die reflektierten Lichtimpulse, und der Lichtempfänger generiert daraufhin ein Signal, welches zu Schalt- oder Steuerzwecken verwendbar ist.
- Präsenzmelder geben üblicherweise binäre Signale zur Steuerung der Flügel an die Steuereinheit weiter. Jedoch besteht die Forderung, insbesondere für Türen in Fluchtwegen, diese Signale abzusichern, damit beispielsweise eine Unterbre chung der Signalleitung erkannt wird. Dazu kann am Sensor ein weiterer Anschluss für ein Prüfsignal vorgesehen sein, über welchen der Sensor und die Übertragung geprüft werden kann.
- Bewegungsmelder für eine Verwendung in Fluchtwegen können eine zweite, redundante Signalleitung zum Anschluss an die Steuereinheit aufweisen, wobei die Steuereinheit die Redundanz überwacht. Eine weitere Möglichkeit zum Betrieb von Bewegungsmeldern besteht darin, ein analoges Signal zur Steuereinheit zu übertragen, das ein Strom- oder Spannungssignal, beispielsweise zwischen 0 und 10 mA oder 0 und 24 V, sein kann. Im Gegensatz zum binären Signal, liegt hierbei immer ein Strom- bzw. Spannungssignal an, und eine Unterbrechung oder ein Defekt des Sensors kann von der Steuereinheit erkannt werden. Alternativ dazu ist es auch möglich, ein Signal mit einer bestimmten Frequenz zu übertragen. Auch hier liegt stets ein Signal an der Steuereinheit an und ein Fehlen des Signals wird als Fehler erkannt.
- Durch eine Vereinheitlichung der Signale wird durch die Erfindung die Vielzahl von unterschiedlichen Signalvarianten, die von der Steuereinheit verarbeitbar sein müssen, auf ein einziges Signal als Analog- oder Frequenzsignal reduziert und es sind keine weiteren Prüfanschlüsse an den Sensoren erforderlich. Vorteilhaft wird dazu ein analoges Strom- oder Spannungssignal oder ein Frequenzsignal verwendet.
- Im Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel in der Zeichnung anhand der Figuren näher erläutert.
- Dabei zeigen:
-
1 eine Ansicht einer automatischen Türanlage mit einer Sensorvorrichtung; -
2 eine schematische Darstellung der Sensorvorrichtung mit Signalfluss zur Steuereinheit. - In der
1 ist eine automatische Türanlage1 gezeigt, welche als Schiebetüranlage mit zwei Flügeln3 ausgebildet ist. Die Türanlage1 weist weiterhin einen Türantrieb2 auf, welcher ein Gehäuse umfasst, in dem die in der Figur nicht weiter dargestellten erforderlichen Antriebselemente, wie Motor, Antriebsriemen, Führungen und Umlenkrollen sowie zur Ansteuerung der Bewegung der Flügel3 eine Sensorvorrichtung4 und eine Steuereinheit7 angeordnet sind. - Die Sensorvorrichtung
4 umfasst mindestens zwei Sensoren5 ,6 , welche unterschiedliche Bereiche vor der Türanlage erfassen, und die mit der Steuereinheit7 zur Auslösung oder zum Anhalten einer Bewegung eines oder beider Flügel3 zusammenwirken. Selbstverständlich ist eine weitere Sensorvorrichtung4 auf der anderen Seite der Türanlage1 angeordnet, die ebenfalls mit der Steuereinheit7 zusammenwirkt, um ein beidseitiges Begehen der Tür zu ermöglichen. - Die Sensorvorrichtung
4 kann ein Modulgehäuse aufweisen, in dem die zwei Sensoren5 ,6 angeordnet sind, oder die Sensoren5 ,6 können direkt in das Gehäuse des Türantriebs2 eingebaut sein. Der erste Sensor5 kann als Bewegungsmelder, beispielsweise als Passiv-Infrarot-Melder, Ultraschall-Melder oder Radarmelder, zum Erfassen einer sich der Tür nähernden Person ausgebildet sein. Ermittelt dieser Sensor5 eine sich annähernde Person, so kann er den Antriebsmotor zum Öffnen des Flügels3 ansteuern. Der Erfassungsbereich des Bewegungsmelders ist als Annäherungsbereich10 in der Figur skizziert. Der Bereich kann abhängig vom Sensor und dessen Einstellung eine andere Form und einen anderen Abstand gegenüber den Flügeln3 aufweisen. - Der zweite Sensor
6 kann als Präsenzsensor, beispielsweise Aktiv-Infrarot-Taster, zum Erfassen eines Hindernisses im Bewegungsbereich des Flügels3 ausgebildet sein. Der Aktiv-Infrarot-Taster weist nebeneinander angeordnet einen Lichtsender und einen Lichtempfänger auf. Der Lichtsender sendet Lichtimpulse aus, die nach Reflektion von dem Lichtempfänger empfangen werden. Ändert sich der Lichtweg, z. B. in Folge einer sich im Lichtstrahl befindlichen Person, so ändern sich die reflektierten Lichtimpulse, und der Lichtempfänger generiert daraufhin ein Signal, welches zu Schalt- oder Steuerzwecken verwendbar ist. Der Erfassungsbereich befindet sich im Nahbereich9 in unmittelbarer Nähe zu den Flügeln3 . - Auch dieser eingezeichnete Nahbereich
9 kann in seiner Erstreckung und Lage variieren. - Um bei der gemeinsamen Verwendung eines Präsenzsensors und eines Bewegungssensors eine einfache und sichere Kommunikation zur Steuereinheit
7 zu erzielen, werden die unterschiedlichen Signalarten in der Sensorvorrichtung vereinheitlicht und zu einem gemeinsamen Signal8 zusammengefasst, wie es in der2 schematisch dargestellt ist. - Die Sensorvorrichtung
4 umfasst den Sensor5 und den Sensor6 , welche in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sein können. Der Sensor5 kann ein Bewegungssensor sein, welcher ein binäres Signal abgibt. Dieses Signal wird mit einem Analog- oder Frequenzsignal des Sensors6 , der als Präsenzsensor ausgebildet ist, zusammengeführt und als gemeinsames Signal8 an die Steuereinheit7 zur Verarbeitung übergeben. - Durch die Vereinheitlichung der Signale wird die Vielzahl von unterschiedlichern Signalvarianten, die von der Steuereinheit
7 verarbeitbar sein müssen auf ein einziges Signal8 reduziert, und es sind keine weiteren Prüfanschlüsse an den Sensoren5 ,6 bzw. an der Steuereinheit7 erforderlich. Vorteilhaft wird dazu ein analoges Strom- oder Spannungssignal oder ein Frequenzsignal verwendet. -
- 1
- Türanlage
- 2
- Türantrieb
- 3
- Flügel
- 4
- Sensorvorrichtung
- 5
- Sensor
- 6
- Sensor
- 7
- Steuereinheit
- 8
- Signal
- 9
- Nahbereich
- 10
- Annäherungsbereich
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10260109 A1 [0002]
Claims (5)
- Sensorvorrichtung (
4 ) für eine automatische Türanlage (1 ), wobei die Sensorvorrichtung (4 ) als eine Kombination von mindestens zwei Sensoren (5 ,6 ) ausgebildet ist, welche mit einer Steuereinheit (7 ) zur Betätigung mindestens eines Flügels (3 ) der Türanlage (1 ) zusammenwirkt, wobei die Signale der Sensoren (5 ,6 ) der Sensorvorrichtung (4 ) zu einem Signal (8 ) zusammengefasst sind und als ein gemeinsames Signal (8 ) der Steuereinheit (7 ) der Türanlage (1 ) zugeführt sind. - Sensorvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Signal (
8 ) ein analoges Signal ist. - Sensorvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Signal (
8 ) ein Frequenzsignal ist. - Sensorvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Sensor (
5 ) als Bewegungsmelder, insbesondere als Passiv-Infrarot-Melder oder Ultraschallmelder oder Radarmelder, ausgebildet ist. - Sensorvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Sensor (
6 ) als Lichttaster, insbesondere als Aktiv-Infrarot-Lichttaster, ausgebildet ist.
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE102007029648A1 true DE102007029648A1 (de) | 2009-01-02 |
Family
ID=40075909
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE102007029648A Withdrawn DE102007029648A1 (de) | 2007-06-26 | 2007-06-26 | Sensorvorrichtung für eine automatische Türanlage |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE102007029648A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2540947A1 (de) * | 2011-06-30 | 2013-01-02 | GEZE GmbH | Antrieb zum Öffnen und/oder Schließen eines beweglichen Flügels einer Tür oder eines Fensters |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10260109A1 (de) | 2002-12-19 | 2004-07-01 | Geze Gmbh | Schiebetüranlage |
-
2007
- 2007-06-26 DE DE102007029648A patent/DE102007029648A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10260109A1 (de) | 2002-12-19 | 2004-07-01 | Geze Gmbh | Schiebetüranlage |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2540947A1 (de) * | 2011-06-30 | 2013-01-02 | GEZE GmbH | Antrieb zum Öffnen und/oder Schließen eines beweglichen Flügels einer Tür oder eines Fensters |
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