DE102007029478A1 - Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine. Bei einer Brennkraftmaschine, deren Kühlmitteltemperatur mittels eines Kühlmittelsensors detektiert wird, woraufhin in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur die Brennkraftmaschine beim Starten mittels Starter zum Erwärmen ihres Brennraums auf eine Starterdrehzahl gebracht wird, woraufhin nach einer vorgegebenen Zeitspanne und/oder einer vorgegebenen Anzahl von Umdrehungen der Brennkraftmaschine Kraftstoff zur äußeren Gemischbildung mittels Einspritzvorrichtung in einen Ansaugtakt der Brennkraftmaschine eingespritzt wird, wobei die Menge der Verbrennungsluft mittels einer Drosselklappe gesteuert wird und das angesaugte Kraftstoff-Luft-Gemisch im zuvor erwärmten Brennraum der Brennkraftmaschine mittels Zündvorrichtung gezündet wird, wird das Einspritzen von Kraftstoff zunächst mit einer Mindestmenge begonnen und anschließend die Mindestmenge stetig bis zu einer Kaltstartmenge erhöht. Das erfindungsgemäße Verfahren ist für fremdgezündete Brennkraftmaschinen mit äußerer Gemischbildung vorgesehen.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Die Startfähigkeit, insbesondere die Kaltstartfähigkeit, von Brennkraftmaschinen hängt vorrangig vom Dampfdruck des einzuspritzenden Kraftstoffs ab. Alkohol-, Alkohol-Misch- und Schlecht- sowie Sommerkraftstoffe weisen einen niedrigen Dampfdruck auf, wodurch die Kaltstartfähigkeit der Brennkraftmaschine auf Grund der geringen Verdampfungsqualität herabgesetzt ist.
- Ein Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine ist aus der Offenlegungsschrift
DE 42 23 680 A1 bekannt. Die fremdgezündete Brennkraftmaschine weist eine Einspritzvorrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine auf. Die Menge der von der Brennkraftmaschine angesaugten Verbrennungsluft wird von einer Drosselklappe gesteuert. Zur Verbesserung der Startfähigkeit wird vor dem Starten der Brennkraftmaschine die Kühlmitteltemperatur detektiert und abhängig von Kraftstoffart und/oder Kraftstoffqualität die Brennkraftmaschine zunächst mittels eines Starters angeschleppt. Durch die dabei erzeugte Kompressionsarbeit werden die Brennräume vorgewärmt, wodurch es zum verbesserten Verdampfen des eingespritzten Kraftstoffs im Brennraum kommt. Nach einer vorgegebenen Zeitspanne des Anschleppens der Brennkraftmaschine wird Kraftstoff in den Ansaugtrakt eingespritzt und das aus dem Ansaugtrakt in den Brennraum angesaugte Kraftstoff-Luft-Gemisches mittels einer Zündvorrichtung gezündet. Nachteilig ist dabei, dass das Einspritzen des Kraftstoffs in den Ansaugtrakt mit einer gegenüber einer Leerlaufmenge deutlich erhöhten Kaltstartmenge erfolgt, so dass der eingespritzte Kraftstoff trotz der Vorwärmung des Brennraums mittels des Anschleppens bei niedrigen Temperaturen bzw. Kühlmitteltemperaturen lediglich zu einem geringen Teil verdampft, somit eine Zündkerze der Zündvorrichtung mit nicht verdampften bzw. flüssigen Kraftstoff benetzt wird und die Brennkraftmaschine nicht gestartet werden kann. - Das erfindungsgemäße Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass das Einspritzen von Kraftstoff zunächst mit einer gegenüber einer bisherigen Leerlauf- bzw. Kaltstartmenge abgesenkten Mindestmenge begonnen wird, wobei anschließend die Mindestmenge stetig bis zu einer Kaltstartmenge erhöht wird.
- Vorteilhafterweise wird mittels der geringen Mindestmenge eine vollständige Verdampfung des eingespritzten Kraftstoffs erreicht, so dass ein Benetzen der Zündkerze mit nicht verdampftem Kraftstoff vermieden werden kann, wodurch ein Zünden eines zündfähigen Kraftstoff-Luft-Gemisches in dem Brennraum sichergestellt wird.
- Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Verfahrens zum Starten einer Brennkraftmaschine möglich.
- Zur Verbesserung des Verfahrens bezüglich der Verdampfung des eingespritzten Kraftstoffs wird zu Beginn des Einspritzens die Drosselklappe geschlossen. Vorteilhafterweise wird mit dem vollständigen Schließen der Drosselklappe ein Unterdruck im Ansaugtrakt erzeugt, der die Verdampfungseigenschaften des Kraftstoffs verbessert.
- Zur weiteren Verbesserung des Verfahrens bezüglich der Verdampfung des eingespritzten Kraftstoffs wird die Kraftstoffart und/oder die Kraftstoffqualität mittels Sensor bestimmt. Vorteilhafterweise kann durch ein adaptives Erkennen die Kraftstoffart und/oder die Kraftstoffqualität bestimmt werden, so dass das Verfahren zum Starten der Brennkraftmaschine selbsttätig bei beim Einspritzen den Temperaturen nicht angepasster Kraftstoffe mit einem zu niedrigen Dampfdruck, wie Sommerkraftstoffen, Alkohol- oder Alkohol-Misch-Kraftstoffen und Schlechtkraftstoffen, und/oder bei sehr niedrigen Temperaturen durchgeführt wird.
- Weitere Merkmale und Merkmalskombinationen ergeben sich aus der Beschreibung sowie den Zeichnungen. Das Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Dabei zeigen:
-
1 eine Gegenüberstellung der zeitlichen Verläufe der Mengen des eingespritzten Kraftstoffs eines herkömmlichen und des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Starten einer Brennkraftmaschine und -
2 eine Gegenüberstellung der zeitlichen Verläufe der Drehzahlen der Brennkraftmaschine eines herkömmlichen und des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Starten einer Brennkraftmaschine. - Das Verfahren ist beispielhaft für eine Brennkraftmaschine abgestellt, die eine Einspritzvorrichtung zur äußeren Gemischbildung in einem Ansaugtrakt, im Ansaugtrakt eine Drosselklappe zum Steuern der von der Brennkraftmaschine angesaugten Verbrennungsluft und in einem Brennraum eine Zündvorrichtung zum Zünden eines Kraftstoff-Luft-Gemisches der Brennkraftmaschine aufweist. Zum Starten der Brennkraftmaschine schleppt ein Starter die Brennkraftmaschine zunächst an, wonach nach einer vorgegebenen Zeitspanne und/oder einer vorgegebenen Anzahl von Umdrehungen Kraftstoff in den Ansaugtrakt eingespritzt wird. Das im Ansaugtrakt anschließend gebildete Kraftstoff-Luft-Gemisch wird in den Brennraum gesaugt und mittels einer Zündkerze der Zündvorrichtung im Brennraum gezündet. Des Weiteren weist die Brennkraftmaschine einen Kühlmittelsensor zum Detektieren der Kühlmitteltemperatur auf. Insbesondere soll beim erfindungsgemäßen Verfahren mit dem Kühlmittelsensor die Brennraumtemperatur ermittelt werden.
- In den Figuren sind die zeitlichen Verläufe der Mengen des eingespritzten Kraftstoffs (
1 ) und die Drehzahlen der Brennkraftmaschine (2 ) eines herkömmlichen Verfahrens (durchgezogener Linie) und eines erfindungsgemäßen Verfahrens (gestrichelte Linie) zum Starten einer Brennkraftmaschine, insbesondere im Kaltstartbetrieb, qualitativ gegenüber gestellt. - Bei einem herkömmlichen Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine wird die Temperatur bzw. die Kühlmitteltemperatur detektiert. Bei niedrigen Temperaturen bzw. Kühlmitteltemperaturen wird beim Starten der Brennkraftmaschine mittels des Starters zum Zeitpunkt t0 bzw. nach einer vorgegebenen Zeitspanne und/oder einer vorgegebenen Anzahl von Umdrehungen der Brennkraftmaschine mit einer Starterdrehzahl zum Zeitpunkt t1' mit dem Einspritzen einer Kaltstartmenge Kraftstoff begonnen. Die Kaltstartmenge ist gegenüber einer Leerlaufmenge nach einem Startende tSE deutlich erhöht und wird in einer vorgegebenen Zeitspanne oder einer vorgegebenen Anzahl von Umdrehungen der Brennkraftmaschine bis zum Zeitpunkt t1 eingespritzt (
1 ). - Bei Verwendung eines für niedrige Temperaturen geeigneten Kraftstoffs hingegen, insbesondere eines Kraftstoffs mit einem erhöhten Dampfdruck, wird ein vor dem Zeitpunkt t1 (
1 ) liegender Zeitpunkt t2 (2 ) erreicht, ab dem das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Brennraum der Brennkraftmaschine mittels der Zündkerze frühzeitig gezündet werden kann und die Drehzahl der Brennkraftmaschine von der Starterdrehzahl bis zum Ende des Startvorgangs tSE stetig ansteigt und nach dem Ende des Startvorgangs tSE eine geeignete Leerlaufdrehzahl einnimmt. Beim herkömmlichen Verfahren wird die Menge des eingespritzten Kraftstoffs stetig bis zu einem nach dem Zeitpunkt t2 liegenden Zeitpunkt t3 abgesenkt, bis schließlich eine geeignete Leerlaufmenge Kraftstoff zum Betrieb der Brennkraftmaschine mit einer Leerlaufdrehzahl erreicht wird. - Mit einem Winterkraftstoff (DVPE Klasse D/D1 = 60,0–90,0 kPa) mit einem gegenüber einem Sommerkraftstoff (DVPE Klasse A = 45,0–60,0 kPa) erhöhten Dampfdruck, kann bis Temperaturen T von ca. –30°C (nach DIN EN 228) eine zum Starten der Brennkraftmaschine ausreichende Verdampfung des eingespritzten Kraftstoffs sichergestellt werden, so dass die Brennkraftmaschine nach dem gattungsbildenden Verfahren gestartet werden kann.
- Beim herkömmlichen, gattungsbildenden Verfahren wird beim Einspritzen den Temperaturen nicht angepasster Kraftstoffe mit einem zu niedrigen Dampfdruck, wie Sommerkraftstoffen, Alkohol- oder Alkohol-Misch-Kraftstoffen und Schlechtkraftstoffen, und/oder bei sehr niedrigen Temperaturen (T << –15°C) das Startverhalten der Brennkraftmaschine deutlich verschlechtert. Durch die schlechte Verdämpfungsqualität der Kraftstoffe und/oder den sehr niedrigen Temperaturen wird nur ein geringer Teil des eingespritzten Kraftstoff verdampft, so dass der größere Anteil der erhöhten Kaltstartmenge bereits kurz nach dem Startbeginn t0 bzw. t1' unverdampft in den Brennraum gelangt und die Zündkerze mit Kraftstoff benetzt. Durch das Benetzen mit unverdampftem bzw. flüssigem Kraftstoff kann die Zündkerze keine Zündfunken ausbilden und das Kraftstoff-Luft-Gemisch nicht gezündet werden. Selbst mit Absenken der Kaltstartmenge zum Zeitpunkt t3 bzw. zum Startende tSE wird die Brennkraftmaschine lediglich mit der Starterdrehzahl über den Zeitpunkt t2 hinaus bis zum Startende tSE oder einem Startabbruch t2' geschleppt (
1 ). - Beim erfindungsgemäßen Verfahren zum Starten der Brennkraftmaschine hingegen, wird in einer vorgegebenen Zeitspanne und/oder einer vorgegebenen Anzahl von Umdrehungen der Brennkraftmaschine bis zum Zeitpunkt t4 kein Kraftstoff eingespritzt (
1 ). In dieser Zeitspanne bis zum Zeitpunkt t4 wird die Brennkraftmaschine lediglich vom Starter auf eine Starterdrehzahl gebracht, wodurch die Brennräume der Brennkraftmaschine mittels mechanischer Reibung und Gaswechsel, insbesondere der Verdichtung, erwärmt werden. Vorteilhafterweise wird dabei ein Schmiermittel der Brennkraftmaschine umgewälzt und erwärmt, so dass die Reibungsverluste mit zunehmender Zeitdauer oder Anzahl der Umdrehungen der Brennkraftmaschine insgesamt abnehmen. Erst ab dem Zeitpunkt t4 wird zunächst mit dem Einspritzen einer Mindestmenge Kraftstoff begonnen, wobei anschließend die Mindestmenge bis zu einem Zeitpunkt t5 zu einer Kaltstartmenge stetig gesteigert wird (1 ). Vorteilhafterweise ist die Mindestmenge Kraftstoff deutlich kleiner als die Kaltstartmenge beim herkömmlichen Verfahren und/oder kleiner als eine gegenüber der Kaltstartmenge kleineren Leerlaufmenge, so dass eine Benetzung der Elektroden der Zündkerze mit Kraftstoff, insbesondere zu Beginn des Startens der Brennkraftmaschine, durch die Verdampfung der geringen Mindestmenge zuverlässig vermieden werden kann. Durch die stetig ansteigende, eingespritzte Kraftstoffmenge in einem nach dem Zeitpunkt t4 liegenden Zeitpunkt t6 (2 ) liegt im Brennraum der Brennkraftmaschine eine zum Zünden ausreichende Menge an zündfähigem Kraftstoff-Luft-Gemisch vor. Mit dem Beginn der Verbrennung des angesaugten Kraftstoff-Luft-Gemisches steigt die Temperatur im Brennraum bzw. des Kühlwassers an, so dass die stetig von der Mindestmenge zum Zeitpunkt t4 zur Kaltstartmenge zum Zeitpunkt t5 ansteigende eingespritzte Kraftstoff (1 ) im ausreichenden Maße verdampft und gezündet werden kann. Dadurch steigt die Drehzahl der Brennkraftmaschine von der Starterdrehzahl zum Zeitpunkt t6 bis zu einer Leerlaufdrehzahl stetig bis nach dem Startende tSE an. Die Kaltstartmenge kann vom Zeitpunkt t5 bis zum Startende tSE beibehalten werden oder ab einem Zeitpunkt t7 stetig bis zu einer geeigneten Leerlaufmenge nach dem Startende tSE abgesenkt werden. - Zur Weiteren Verbesserung der Zerstäubung bzw. der Verdampfung des eingespritzten Kraftstoffs kann die Drosselklappe vollständig geschlossen werden, so dass im Ansaugtrakt ein Unterdruck entsteht, wodurch die Verdampfungseigenschaften des eingespritzten Kraftstoffs verbessert werden können und der Kraftstoff insgesamt leichter verdampft. Sobald es zum Zünden des Kraftstoff-Luft-Gemisches kommt, wird die Drosselklappe aus ihrer Schließstellung wieder in eine geeignete Offenstellung überführt. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens können die Kraftstoffart und/oder die Kraftstoffqualität mittels einer adaptiven Erkennung bestimmt werden, so dass die Kraftstoffeigenschaften bereits vor dem Starten der Brennkraftmaschine vorliegen. Dabei werden die Kraftstoffart und/oder die Kraftstoffqualität von einem Sensor detektiert und die so gewonnenen Messdaten der Detektierung zusammen mit den Messdaten des Kühlmittelsensors in einem an sich bekannten Steuergerät der Brennkraftmaschine verarbeitet, wodurch das erfindungsgemäße Verfahren auch im Hinblick auf die Verdampfungsqualität des einzuspritzenden Kraftstoffs automatisiert werden kann.
- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine können auch bei niedrigen Temperaturen Kraftstoffe mit einem niedrigen Dampfdruck eingespritzt werden, so dass die Brennkraftmaschine sicher gestartet werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich auch zum zuverlässigen Starten einer Brennkraftmaschine bei sehr niedrigen Temperaturen (T << –15°C).
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- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 4223680 A1 [0003]
- Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - DIN EN 228 [0017]
Claims (3)
- Verfahren zum Starten einer Brennkraftmaschine, bei dem die Kühlmitteltemperatur mittels eines Kühlmittelsensors detektiert wird, woraufhin in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur die Brennkraftmaschine beim Starten mittels Starter zum Erwärmen ihres Brennraums auf eine Starterdrehzahl gebracht wird, woraufhin nach einer vorgegebenen Zeitspanne und/oder einer vorgegebenen Anzahl von Umdrehungen der Brennkraftmaschine Kraftstoff zur äußeren Gemischbildung mittels Einspritzvorrichtung in einen Ansaugtakt der Brennkraftmaschine eingespritzt wird, wobei die Menge der Verbrennungsluft mittels einer Drosselklappe gesteuert wird und das angesaugte Kraftstoff-Luft-Gemisch im zuvor erwärmten Brennraum der Brennkraftmaschine mittels Zündvorrichtung gezündet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Einspritzen von Kraftstoff zunächst mit einer Mindestmenge begonnen wird und anschließend die Mindestmenge stetig bis zu einer Kaltstartmenge erhöht wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn des Einspritzens die Drosselklappe geschlossen wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftstoffart und/oder die Kraftstoffqualität mittels Sensor bestimmt wird.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |