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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung,
um mit einer Magnetresonanzanlage automatisch eine Perfusion zu
bestimmen. Darüber
hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestaltete
Magnetresonanzanlage sowie ein Computerprogrammprodukt, mit welchem
das erfindungsgemäße Verfahren
ausgeführt
werden kann, und einen elektronisch lesbaren Datenträger, auf welchem
das erfindungsgemäße Verfahren
gespeichert ist.
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In
J. Wang et al., „Perfusion
functional MRI reveals cerebral blond flow pattern under psychological
stress”,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 102 (2005), Seiten 17804–17809 ist
ein Verfahren beschrieben, um mit einer Bestimmung von Perfusion
Veränderungen
im zerebralen Blutfluss (CBF) zu messen, welche mit bestimmten Stressformen
in Verbindung stehen.
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In
J. A. Mumford, T. Nichols, „Modeling
and inference of multisubject fMRI data”, IEEE Eng. Med. Biol. Mag.
25 (2006), Seiten 42–51
werden verschiedene Verfahren für
das Gebiet der funktionellen Magnetresonanztomographie beschrieben.
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In
T. R. Oakeset et al. ”Integrating
VBM into General Linear Model with voxelwise anatomical covariates”, Neuroimage
34 (Jan. 2007), Seiten 500–508
wird ein Verfahren beschrieben, um die Bildgebung von Gehirnfunktionen
zu verbessern.
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Die
WO 2004/114213 A2 beschreibt
Techniken und Vorrichtungen, um die Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit
von funktionellen Magnetresonanztomographiemessungen in Abhängigkeit
vom BOLD-Effekt
zu verbessern.
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MR-Perfusionsverfahren
(Verfahren zur Bestimmung der Perfusion mittels einer Magnetresonanzanlage)
werden beispielsweise eingesetzt, um einen Blutfluss in verschiedenen
Körperbereichen,
z. B. im Kopf (zerebraler Blutfluss (CBF)), zu messen. CBF ist das
Volumen an arteriellem Blut (mL), welches in 100 g Gewebe pro Minute
fließt;
beim Menschen ist ein typischer Wert für CBF im Gehirn
.Setzt man die Dichte Gehirns
nahe 1 g/mL, so ist CBF beim Menschen
oder 0.01 s
–1.
Wenn man sich also auf ein Volumen bezieht, so sind die Dimensionen
des CBF einfach der Kehrwert der Zeit, d. h. eine Ratenkonstante,
welche die Versorgung eines Gewebevolumens mit arteriellem Blut
definiert. CBF hat keine kausale Verbindung mit der Menge des Blutes
in einem Gewebe (CBV, cerebrales Blutvolumen), noch mit der Bewegung
des Blutes innerhalb eines Volumens (Blutgeschwindigkeit). Während einer
Bestimmung der Perfusion mittels einer Magnetresonanzanlage werden nach
dem Stand der Technik ASL-Verfahren („Arterial Spin Labelling”-Verfahren)
eingesetzt, wobei das in Blut enthaltene Wasser in einen besonderen
magnetischen Zustand (in der Regel eine invertierte Magnetisierung)
versetzt wird; kurz gesagt: das Blut wird ,gelabelt', um die Blutpartikel,
welche in ein betrachtetes Volumenelement einströmen, von anderem Gewebe in
diesem Volumenelement unterscheiden zu können. Dabei werden zum einen
MR-Bilder mit einer perfusionsempfindlichen Bildsequenz und zum
anderen MR-Kontrollbilder mit einer Kontrollbildgebungssequenz erzeugt.
Die Perfusionsinformation wird dabei nur durch eine kleine Veränderung
in einem Bildkontrast gebildet, welcher zwischen den in einen interessierenden
Bereich einfließenden
gekennzeichneten Blutpartikeln, die den besonderen magnetischen
Zustand aufweisen, und dem Gewebe in diesem Bereich, von dem die
MR-Bilder erfasst werden, vorhanden ist. Typischerweise liegt ein
Perfusionssignal in der Größenordnung
von nur wenigen Prozent der gesamten Intensität des entsprechenden MR-Bildes.
Daher ist die Erfassung von Bildern einer relativen Perfusion bzw.
von Bildern zur Be rechnung einer quantitativen Perfusion anfällig gegenüber Artefakten.
Aus diesem Grund müssen
heutzutage mehrere MR-Bilder zur Erfassung eines geringen Perfusionssignals über mehrere
Minuten erstellt werden, woraus sich dann über der Zeit eine Reihe von
mit einer Perfusionsinformation gekennzeichneten MR-Bildern und
Kontrollbildern (ohne Perfusionsinformation) ergibt. Dabei wird
abwechselnd jeweils ein Bild mit einer Perfusionsinformation und
ein entsprechendes Kontrollbild erstellt.
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Um
aus diesen Bildern mit einer Perfusionsinformation und den entsprechenden
Kontrollbildern MR-Bilder zu erstellen, in welchen die Perfusion sichtbar
gemacht wird, wird nach dem Stand der Technik jeweils die Differenz
zwischen einem mit einer Perfusionsinformation behafteten Bild und
seinem entsprechenden Kontrollbild gebildet. Der dadurch erhaltene
Differenzwert wird dann über
der Reihe von Bildern gemittelt. Schließlich wird ein Skalierungs-
oder Kalibrierungsfaktor bestimmt, um eine relative oder quantitative
Perfusionsinformation in den sich ergebenden MR-Bildern zu erlangen.
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Die
Güte der
herkömmlich
berechneten, eine Perfusionsinformation darstellenden, MR-Bilder
ist gering, da die Verfahren zur Bestimmung der Perfusion nach dem
Stand der Technik sehr fehleranfällig sind,
beispielsweise gegenüber
Artefakten oder anderen Störungen.
Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Güte der eine
Perfusionsinformation darstellenden MR-Bilder zu verbessern.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch ein Verfahren zur automatischen Bestimmung von Perfusion
nach Anspruch 1, eine Vorrichtung für eine Magnetresonanzanlage
zur automatischen Bestimmung von Perfusion nach Anspruch 16, eine
Magnetresonanzanlage nach Anspruch 28, ein Computerprogrammprodukt
nach Anspruch 29 und einen elektronisch lesbaren Datenträger nach
Anspruch 30 gelöst.
Die abhängigen
Ansprüche
definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
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Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur automatischen
Bestimmung von Perfusion mit Hilfe einer Magnetresonanzanlage bereitgestellt.
Dabei erstellt das erfindungsgemäße Verfahren
nacheinander mehrere erste MR-Daten, welche mit einer perfusionsempfindlichen
Bildgebungssequenz von einem Volumenelement in einem Körper eines
Lebewesens ermittelt werden. In ähnlicher Weise
werden nacheinander mehrere zweite MR-Daten mit einer Kontrollbildgebungssequenz,
insbesondere mit einer perfusionsunempfindlichen Bildgebungssequenz,
von demselben Volumenelement ermittelt. Darüber hinaus umfasst das erfindungsgemäße Verfahren
einen Schritt, die ersten MR-Daten und die zweiten MR-Daten mittels
einer statistischen Analyse derart auszuwerten, dass dadurch die
Perfusion in dem Volumenelement bestimmt wird.
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Unter
einer perfusionsempfindlichen Bildgebungssequenz wird dabei verstanden,
dass einer Perfusion unterliegende Partikel in einen ersten magnetischen
Zustand versetzt werden, so dass sich diese Partikel, wenn sie in
das Volumenelement einströmen,
von anderen Partikeln, z. B. von dem nicht einer Perfusion unterliegenden
Gewebe, bei der Erfassung der ersten MR-Daten mittels der Magnetresonanzanlage
unterscheiden. Durch die Kontrollbildgebungssequenz werden die der
Perfusion unterliegenden Partikel in einen zweiten magnetischen
Zustand versetzt, welcher möglichst
gut von dem ersten magnetischen Zustand bei der Ermittlung der zweiten MR-Daten
mittels der Magnetresonanzanlage zu unterscheiden ist und vorzugsweise
unempfindlich gegenüber
Perfusionseffekten ist.
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Im
Unterschied zum Stand der Technik wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
keine Differenz zwischen den ersten MR-Daten und den zweiten MR-Daten gebildet,
um die Perfusion zu bestimmen, sondern die Gesamtmenge aus den ersten
MR-Daten und den zweiten MR-Daten wird einer statistischen Analyse
unterzogen. Indem erfindungsgemäß keine
Differenz zwischen den ersten MR-Daten und den zweiten MR-Daten
gebildet wird, kann vorteilhafterweise auch ein entsprechender absoluter
Wert aus den ersten MR-Daten und den zweiten MR-Daten berechnet
werden, der zur Bestimmung der Perfusion verwendet werden kann.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird insbesondere ausgehend von den ersten MR-Daten und den zweiten
MR-Daten eine Folge von MR-Bildern erzeugt, wobei in einzelnen sich
jeweils entsprechenden Bildpunkten bzw. Voxeln innerhalb dieser MR-Bilder ein Signalverlauf
bestimmt wird. Vorteilhafterweise wird dann mittels der statistischen
Analyse dieser Signalverlauf untersucht, wobei durch die statistische
Analyse Koeffizienten bestimmt werden, welche dann analysiert werden,
um eine Information über
die Perfusion zu erhaltern.
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Bei
einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
werden für
das Volumenelement abwechselnd erste MR-Daten, darauf folgend zweite MR-Daten,
darauf folgend wieder erste MR-Daten, usw. erfasst. Anders ausgedrückt, wird
mittels der Magnetresonanzanlage abwechselnd ein MR-Bild mit der
perfusionsempfindlichen Bildgebungssequenz und jeweils davor und
danach ein MR-Bild mit der Kontrollbildgebungssequenz erstellt.
Der Signalverlauf eines eine Perfusion aufweisenden Voxels bezüglich eines
von der Magnetresonanzanlage erfassten perfusionsempfindlichen Wertes
weist dann eine Zickzackform auf, da der Wert bei den ersten MR-Daten
beispielsweise einen hohen Messwert und bei den zweiten MR-Daten
entsprechend einen im Vergleich niedrigen Messwert aufweist. Dieser
zickzackförmige
Signalverlauf kann dann mit der statistischen Analyse ausgewertet
werden, um die Perfusionsinformation für das entsprechende Voxel zu
ermitteln.
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Die
statistische Analyse kann gemäß dem General
Linear Model oder gemäß dem Student's t-Test durchgeführt werden.
Alternativ können
andere statistische Verfahren, wie z. B. eine Kreuzkorrelation,
verwendet werden.
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Dabei
kann mit dem General Linear Model eine relative Perfusionsinformation
oder auch eine quantitative Perfusionsinformation ermittelt werden, während der
Student's t-Test
insbe sondere dafür
eingesetzt wird, um eine Aussage zu treffen, ob sich die Intensität eines
Bildelements im ersten MR-Datensatz von der Intensität eines
entsprechenden Bildpunktes im zweiten MR-Datensatz unterscheidet.
Außerdem
lassen sich Aussagen über
die Qualität
der ersten und zweiten MR-Daten erfassen, welche dann vorteilhafterweise
dafür verwendet
werden können, um
z. B. aufgrund schlechter Qualität
bestimmte erste und/oder zweite MR-Daten von der Bestimmung der
Perfusionsinformation auszuschließen und/oder eine Bedienperson
anzuweisen, weitere erste und zweite MR-Daten zu erfassen, da noch
nicht ausreichend viele erste und zweite MR-Daten einer befriedigenden
Qualität
vorhanden sind.
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Speziell
mit dem Student's
t-Test können
statistische Maßzahlen
eines Kontrastes innerhalb erfindungsgemäß erstellter MR-Bilder berechnet
werden, welche direkt mit einem Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis bezüglich der Perfusionsangaben
in den MR-Bildern
korrelieren. Eine in Echtzeit erfolgende Anzeige dieser Maßzahlen
bzw. des Kontrast-zu-Rausch-Verhältnisses
ermöglicht
einer Bedienperson eine Qualität
der Perfusionsinformation innerhalb der erfindungsgemäßen erstellten
MR-Bilder in Abhängigkeit von
der Zeit, in welcher die ersten und zweiten MR-Daten erfasst werden,
zu verfolgen.
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Zur
Verbesserung der Perfusionsinformation durch die statistische Analyse
kann der statistischen Analyse mindestens eine Modellfunktion bzw.
ein Funktionsmodell als mindestens ein Regressor hinzugefügt werden.
Dabei entspricht der mindestens eine Regressor einem oder mehreren
Regressoren aus einer Gruppe, welche die folgenden Regressoren umfasst:
- • Regressoren,
welche aus von der Magnetresonanzanlage erfassten Messergebnissen
abgeleitet werden. Z. B., wenn sich aus den Messergebnissen systematische
Fehler der Magnetresonanzanlage herleiten lassen, kann dieser Fehler über eine
entsprechende Modellfunktion von der statistischen Analyse berücksichtigt
werden. Auch Bewegungen eines Lebewesens, für welches die Bestimmung der
Perfusion durchgeführt wird,
können über die
Messergebnisse erfasst werden, solange es sich um Bewegungen eines starren
Körpers
handelt, also keine Deformation des Körpers bei der Bewegung auftritt.
- • Regressoren,
welche von nicht zur Magnetresonanzanlage gehörenden Vorrichtungen erfasst werden.
Wenn Störungen,
welche die Erfassung der ersten und zweiten MR-Daten beeinflussen, von
diesen Vorrichtungen erfasst werden, können diese Störungen über eine
entsprechende Modellfunktion von der statistischen Analyse berücksichtigt
werden.
- • Regressoren,
welche aus funktionalen Änderungen
bzw. Veränderungen
des Lebewesens abgeleitet werden. Unter der funktionalen Änderung wird
dabei insbesondere eine Änderung
eines physiologischen Zustands des Lebewesens oder eine funktionale
Aktivität
des Lebewesens verstanden. Ein Beispiel für eine funktionale Aktivität ist ein
periodisches Bewegen eines Körperteils,
z. B. eines Fingers, des Lebewesens. Dabei kann die funktionale
Aktivität über Veränderungen
der Perfusion, über
Veränderungen
eines zerebralen Blutflusses oder durch Veränderungen beim BOLD (,Blond
Oxygenation Level Dependent')
Effekt erfasst werden.
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Unter
einem Regressor wird dabei entsprechend der statistischen Analyse
eine erklärende
Größe verstanden,
welche einen erklärenden
Einfluss auf eine zu erklärende
Größe, bei
der vorliegenden Erfindung insbesondere auf die Perfusion, aufweist. Dabei
gibt es unerwünschte
bzw. störende
Regressoren, wie z. B. ungeplante Bewegungen des Lebewesens, aber
auch erwünschte
bzw. nützliche
Regressoren, wie z. B. eine geplante funktionale Aktivität des Lebewesens.
Zwar können
sowohl unerwünschte
als auch erwünschte
Regressoren erfindungsgemäß von der
statistischen Analyse bei der Bestimmung der Perfusion berücksichtigt
werden, aber die erwünschten
Regressoren können
besser bzw. genauer z. B. bei dem General Linear Model eingeplant
werden, da vorher bekannt ist, dass der entsprechende Regressor
existiert und wann er wie auftritt.
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Diese
Modellfunktionen bilden zusammen mit einer Perfusionsmodellfunktion,
mit welcher eine Aussage über
die Perfusion gemacht wird, eine Eingabe für eine mehrdimensionale statistische
Analyse gemäß dem General
Linear Model.
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Die
Gruppe der Regressoren kann darüber hinaus
erfindungsgemäß folgende
Regressoren umfassen:
- • Eine Bewegung des Lebewesens.
Darunter ist insbesondere eine nicht geplante Bewegung zu verstehen.
- • Eine
Abtaststabilität
der Magnetresonanzanlage. Bisweilen unterliegt die Erfassung der
ersten und zweiten MR-Daten
gewissen Schwankungen, wenn eine Stabilität, mit welcher die Magnetresonanzanlage
die ersten und zweiten MR-Daten erfasst, nicht konstant ist.
- • Eine
Atmung des Lebewesens. Abhängig
von der Atmung bewegt sich zumindest ein Teil des Lebewesens.
- • Ein
Herzschlag des Lebewesens. Abhängig
von dem Herzschlag bewegt sich zumindest das Herz des Lebewesens
und zum anderen hängt
beispielsweise auch die Strömungsgeschwindigkeit des
Blutes von dem Herzschlag ab.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ist nicht nur in der Lage, eine Perfusionsinformation zu erstellen,
sondern kann darüber
hinaus folgende weitere Ergebnisse ermitteln:
- • Angaben über die
Zuverlässigkeit
von durch das erfindungsgemäße Verfahren
für das
entsprechende Volumenelement ermittelten Ergebnissen. Beispielsweise
mittels des Student's
t-Tests kann eine Qualitätsangabe
gemacht werden, wie gut beispielsweise erfindungsgemäß bestimmte quantitative
Perfusionsinformationen sind.
- • Angaben über ein
Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis
für einen
bestimmten Bildpunkt innerhalb des Volumenelements. Dadurch ist
vorteilhafterweise eine Aussage über
die Güte
der von dem erfindungsgemäßen Verfahren
bestimmten Perfusionsinformation möglich.
- • Angaben über folgende
Artefakte:
– eine
Atmung des Lebewesens
– ein
Herzschlag des Lebewesens
– eine
Bewegung des Lebewesens
– eine
funktionale Aktivität
des Lebewesens
– den
BOLD-Effekt.
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Die
Angaben über
die Artefakte umfassen dabei beispielsweise eine Aussage über den
Umfang oder das Ausmaß der
Artefakte, was wiederum beispielsweise einen Rückschluss auf die Qualität der bestimmten
Perfusionsinformation zulässt.
Wenn z. B. durch die statistische Analyse erfasst wird, dass die
Atmung und/oder die Bewegung des Lebewesens bei der Erfassung der
ersten und zweiten MR-Daten unverhältnismäßig heftig war, so dass dadurch
die Güte
der Perfusionsinformation in Mitleiden schaft gezogen werden könnte, kann
diese Information für
eine Auswertung der Perfusionsinformation wertvoll sein.
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Es
können
erfindungsgemäß auch Abbildungen
erstellt werden, welche eine Intensität und/oder statistische Signifikanz
der verschiedenen Regressoren getrennt pro Regressor darstellen.
Durch diese Abbildungen kann z. B. abgeleitet werden, welche Voxel
innerhalb eines bestimmten MR-Bildes durch die Atmung, den Herzschlag,
eine Bewegung usw. beeinflusst werden.
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Mit
Hilfe der vorab beschriebenen Ergebnisse kann eine Qualitätssteuerung
der erfassten ersten und zweiten MR-Daten vorgenommen werden. Dazu können beispielsweise
abhängig
von den Ergebnissen bereits erstellte erste und/oder zweite MR-Daten aus
dem Verfahren ausgeschlossen bzw. nicht analysiert werden. Darüber hinaus
können
weitere erste und/oder zweite MR-Daten
erstellt werden, wenn die Ergebnisse dies nahelegen. Dies kann beispielsweise
der Fall sein, wenn die statistische Analyse erfasst, dass ein Umfang
oder ein Ausmaß eines
oder mehrerer Artefakte über
einem vorbestimmten Schwellenwert liegt. Die Qualität der erfassten
ersten und zweiten MR-Daten wird zum Beispiel durch eine zu heftige
Bewegung des Lebewesens stark beeinflusst, wobei diese Bewegung
selbst durch eine Auswertung der MR-Daten erkannt wird. Auch eine
falsch positive oder eine falsch negative Perfusionsinformation
kann aus den vorab beschriebenen Ergebnissen abgeleitet werden und
zur Qualitätssteuerung
eingesetzt werden.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
können
mit Hilfe der statistischen Analyse auch MR-Bilder erstellt werden,
welche folgende Informationen enthalten:
- • Eine Änderung
der Blutoxygenierung eines Gewebes des betrachteten Volumenelements.
Da der BOLD-Effekt eine Auswirkung auf die von einer Magnetresonanzanlage
erfassten Ergebnisse hat, kann die Änderung der Blutoxigenierung
aus den ersten und zweiten MR-Daten abgeleitet werden.
- • Eine
funktionale Aktivität
des Lebewesens. Da die funktionale Aktivität des Lebewesens ebenfalls
eine Auswirkung auf die von der Magnetresonanzanlage erfassten Ergebnisse
aufweist, kann ein Umfang einer funktionalen Aktivität auch aus den
ersten und zweiten MR-Daten abgeleitet werden.
- • Ein
Ergebnis einer Korrelation zwischen dem BOLD-Effekt und einer bestimmten
funktionalen Aktivität.
Da die statistische Analyse bereits zur Ermittlung der Perfusionsinformation
eingesetzt wird, ist es vorteilhafterweise kein großer Mehraufwand,
mittels der statistischen Analyse auch die Korrelation zwischen
dem BOLD-Effekt und einer bestimmten funktionalen Aktivität zu bestimmen.
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MR-Bilder,
welche die Perfusionsinformation enthalten und ausgehend von den
ersten und zweiten MR-Daten erstellt werden, können erfindungsgemäß ständig in
Echtzeit erstellt werden, so dass sie ständig durch neu erfindungsgemäß erfasste
erste und zweite MR-Daten aktualisiert werden. Mit anderen Worten:
es wird eine erste Serie von MR-Bildern, welche die Perfusionsinformation
darstellen, insbesondere dann erstellt, wenn die statistische Analyse vorab
ermittelt hat, dass die in dieser ersten Serie dargestellte Perfusionsinformation
eine entsprechende Güte
aufweist. Diese erste Serie wird dann ausgehend von den bereits
ermittelten ersten und zweiten MR-Daten und weiteren neu erfassten ersten
und zweiten MR-Daten ständig
aktualisiert.
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Natürlich können die
ersten und zweiten MR-Daten auch erst nach Abschluss der Erfassung aller
ersten und zweiten MR-Daten
ausgewertet werden.
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Die
von dem erfindungsgemäßen Verfahren erstellten
MR-Bilder, welche die Perfusionsinformation aufweisen, können entweder
ausgehend von den gesamten ersten und zweiten MR-Daten, welche erfindungsgemäß erfasst
wurden, erstellt werden oder sie können ausgehend von einer bestimmten
Teilmenge der ersten und zweiten MR-Daten erstellt werden. Wenn
die MR-Bilder von einer Teilmenge der ersten und zweiten MR-Daten
erstellt werden, enthält diese
Teilmenge insbesondere keine ersten und zweiten MR-Daten, welche
laut der statistischen Analyse zur Ermittlung der Perfusionsinformation
unbrauchbar sind. Darüber
hinaus umfasst diese Teilmenge möglichst
aktuelle erste und zweite MR-Daten, so dass beispielsweise aus dieser
Teilmenge periodisch die ältesten
ersten und zweiten MR-Daten entfernt werden.
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Wenn
die statistische Analyse mit dem General Linear Model ausgeführt wird,
können
Koeffizienten dieses General Linear Models derart skaliert werden,
dass mit diesen Koeffizienten eine Angabe über eine relative Perfusion
und/oder eine Angabe über
eine absolute Perfusion gemacht werden kann.
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Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung wird auch eine Vorrichtung für eine Magnetresonanzanlage
zur automatischen Bestimmung von Perfusion bereitgestellt. Diese
Vorrichtung umfasst eine Ansteuereinheit zur Ansteuerung der Magnetresonanzanlage, eine
Empfangsvorrichtung zum Empfang von mehreren ersten und zweiten
MR-Daten, welche von der Magnetresonanzanlage (insbesondere von
Lokalspulen) aufgenommen werden, und eine Auswertevorrichtung, um
diese ersten und zweiten MR-Daten auszuwerten und daraus MR-Bilder
zu erstellen. Die Vorrichtung ist dabei derart ausgestaltet, dass
sie die Magnetresonanzanlage über
die Ansteuervorrichtung derart ansteuert, dass die Magnetresonanzanlage
erste und zweite MR-Daten aufnimmt bzw. erfasst. Die Ansteuervorrichtung
steuert die Magnetresonanzanlage dabei derart an, dass die Magnetresonanzanlage
bei dem Empfang der ersten MR-Daten eine perfusionsempfindliche
Bildgebungssequenz bezüglich
des Volumenelements vornimmt und bei dem Empfang der zweiten MR-Daten
eine Kontrollbildgebungssequenz, insbesondere eine perfusionsunempfindliche
Bildgebungssequenz, bezüglich des
Volumenelements vornimmt. Die Vorrichtung ist in der Lage, mit Hilfe
ihrer Auswertevorrichtung eine statistische Analyse der ers ten und
zweiten MR-Daten vorzunehmen, um dadurch die Perfusion in dem Volumenelement
zu bestimmen.
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Die
Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung
entsprechen im Wesentlichen den Vorteilen des erfindungsgemäßen Verfahrens,
weshalb sie hier nicht wiederholt werden.
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Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung wird auch eine Magnetresonanzanlage
bereitgestellt, welche die vorab beschriebene Vorrichtung umfasst.
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Darüber hinaus
beschreibt die vorliegende Erfindung ein Computerprogrammprodukt,
insbesondere eine Software, welche man in einen Speicher einer programmierbaren
Steuerung einer Magnetresonanzanlage laden kann. Mit Programmmitteln
und diesem Computerprogrammprodukt können alle vorab beschriebenen
Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens
ausgeführt
werden, wenn das Computerprogrammprodukt in der Vorrichtung läuft.
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Schließlich offenbart
die vorliegende Erfindung einen elektronisch lesbaren Datenträger, z.
B. eine DVD, auf welchem elektronisch lesbare Steuerinformationen,
insbesondere Software, gespeichert ist. Wenn diese Steuerinformationen
von dem Datenträger
gelesen und in eine Steuerung einer Magnetresonanzanlage gespeichert
werden, können
alle erfindungsgemäßen Ausführungsformen
des vorab beschriebenen Verfahrens durchgeführt werden.
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Mit
der vorliegenden Erfindung werden die Erfassung und die Evaluierung
von MR-Bildern, welche eine Perfusionsinformation aufweisen, gegenüber dem
Stand der Technik maßgeblich
verbessert. Neben einer Perfusionsinformation können erfindungsgemäß auch Informationen über die
Genauigkeit der ermittelten Ergebnisse (z. B. quantitative Perfusionsinformation), über ein
Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis
und über
einen Umfang von bestimmten Artefakten ermittelt werden. Diese Informationen
können
in Form von Bildern präsentiert werden.
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Die
vorliegende Erfindung ist insbesondere für eine Bestimmung von Perfusion
oder Strömungen von
Flüssigkeiten
im Körper
eines Lebewesens mittels einer Magnetresonanzanlage geeignet, um
die Perfusion in MR-Bildern kenntlich zu machen. Selbstverständlich ist
die vorliegende Erfindung nicht auf diesen bevorzugten Anwendungsbereich
beschränkt,
sondern kann auch eingesetzt werden, um weitere Informationen oder
Ergebnisse, wie z. B. eine Änderung
der Blutoxigenierung eines Gewebes, einen Umfang einer funktionalen
Aktivität
oder die Güte einer
in einem MR-Bild dargestellten Information, zu ermitteln. Generell
ist das erfindungsgemäße Verfahren
einsetzbar, wenn eine Information aus Datensätzen, welche diese Information
enthalten, und aus Kontrolldatensätzen, welche sich hauptsächlich dadurch
von den Datensätzen
unterscheiden, dass sie die Information nicht aufweisen, zu bestimmen
ist.
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand von erfindungsgemäßen Ausführungsformen unter
Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung erläutert.
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1 stellt
eine erfindungsgemäße Magnetresonanzanlage
mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
dar.
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2a stellt
eine Zeitserie von ersten und zweiten MR-Daten bzw. MR-Bildern dar, wobei
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2b ein
entsprechendes General Linear Model von den ersten und zweiten MR-Daten
darstellt.
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1 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
für eine Magnetresonanzanlage 5,
mit welcher eine automatische Bestimmung von Perfusion möglich ist.
Kernstück
dieser Magnetresonanzanlage 5 ist ein Tomograph 3,
in welchem ein Patient O auf einem Ziegenbrett 2 in einem
ringförmigen
Grundfeldmagneten (nicht dargestellt), welcher einen Messraum 4 umschließt, positioniert
ist.
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Das
Liegenbrett 2 ist in Längsrichtung,
d. h. entlang der Längsachse
des Tomographen 3, verschiebbar. Innerhalb des Grundfeldmagneten
befindet sich im Tomographen 3 eine Ganzkörperspule (nicht
dargestellt), mit welcher Hochfrequenzpulse ausgesendet und auch
empfangen werden können. Außerdem weist
der Tomograph 3 Gradientenspulen (nicht dargestellt) auf,
um in jeder der Raumrichtungen einen Magnetfeldgradienten anlegen
zu können.
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Angesteuert
wird der Tomograph 3 von einer Steuereinrichtung 6,
welche hier getrennt von dem Tomographen 3 dargestellt
ist. An die Steuereinrichtung 6 ist ein Terminal 7 angeschlossen,
welches einen Bildschirm 8, eine Tastatur 9 und
eine Maus 10 aufweist. Das Terminal 7 dient insbesondere
als Benutzerschnittstelle, über
welche eine Bedienperson die Steuereinrichtung 6 und damit
den Tomographen 3 bedient. Sowohl die Steuereinrichtung 6 als
auch das Terminal 7 sind Bestandteil der Magnetresonanzanlage 5.
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Darüber hinaus
ist in 1 eine DVD 14 dargestellt, auf welcher
eine Software abgespeichert ist, mit der das erfindungsgemäße Verfahren
ausgeführt werden
kann, wenn die Software in die Steuereinrichtung 6 geladen
worden ist.
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Die
Magnetresonanzanlage 5 kann des Weiteren auch alle weiteren üblichen
Komponenten bzw. Merkmale aufweisen, wie z. B. Schnittstellen zum
Anschluss eines Kommunikationsnetzes, beispielsweise eines Bildinformationssystems,
oder Ähnliches. Alle
diese Komponenten sind jedoch der besseren Übersichtlichkeit wegen in der 1 nicht
dargestellt.
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Über das
Terminal 7 kann eine Bedienperson mit der Steuereinrichtung 6 kommunizieren
und so für
eine Durchführung
von gewünschten
Messungen sorgen, indem beispielsweise der Tomograph 3 von der
Steuereinrichtung 6 derart angesteuert wird, dass erforderliche
Hochfrequenzpulssequenzen durch die Antenne ausgesendet werden und
die Gradientenspulen in geeigneter Weise geschaltet werden. Über die
Steuereinrichtung 6 werden auch vom Tomographen 3 kommende
erste MR-Daten 21 und zweite MR-Daten 22 akquiriert
und in einer Auswerteeinheit 13, bei welcher es sich um
ein Modul der Steuereinrichtung 6 handelt, in entsprechende
Bilder (MR-Bilder) umgesetzt. Diese Bilder werden dann beispielsweise
auf dem Bildschirm 8 dargestellt und/oder in einem Speicher
hinterlegt bzw. über
ein Netzwerk versandt.
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Das
Liegenbrett 2 ist mittels der Steuereinrichtung 6 motorisch
innerhalb des Tomographen 3 verfahrbar. Die Steuereinrichtung 6 weist
eine Ansteuereinheit 11 an, welche automatisch das Liegenbrett 2 durch
den Tomographen 3 fährt
bzw. verschiedene Positionen innerhalb des Tomographen 3 anfährt. Darüber hinaus
sorgt die Ansteuereinrichtung 11 dafür, dass ein definierter Magnetfeldgradient
anliegt und gleichzeitig von der Ganzkörperspule ein Hochfrequenzsignal,
welches im Wesentlichen der Magnetresonanzfrequenz entspricht, ausgesendet wird.
Alternativ kann das Hochfrequenzsignal auch mit einer speziell ausgeführten Lokalspule
(Sende-/Empfangsspule) gesendet werden.
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Mit
Hilfe eines Empfangskanals 12 bzw. einer Messeinrichtung
der Steuereinrichtung 6 werden dann die ersten MR-Daten 21 und
die zweiten MR-Daten 22 aus einem entsprechenden Volumenelement 15 im
Körper
des Patienten O mit einer Lokalspule 1 ermittelt und aufgezeichnet.
In der Auswertevorrichtung 13 werden dann aus diesen ersten MR-Daten
bzw. MR-Bildern 21 und zweiten MR-Daten bzw. MR-Bildern 22 MR-Bilder
erstellt, in welchen eine Perfusion sichtbar gemacht ist.
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In 2a ist
eine Zeitserie von ersten MR-Bildern 21 und zweiten MR-Bildern 22 dargestellt.
Dabei wurde mittels des ASL („Arterial
Spin Labeling”)
bei der Aufnahme der ersten MR-Bilder 21 arterielles Blut
innerhalb eines Kopfes des Lebewesens O, welches in ein betrachtetes
Voxel 19 einströmt,
derartig gekennzeichnet, dass in das Voxel 19 einströmendes Blut
von dem Gewebe innerhalb des Volumenelementes zu unterscheiden ist.
Dagegen findet bei der Aufnahme der zweiten MR- Bildern 22 keine solche Kennzeichnung
des arteriellen Blutes statt. Wie in 2a dargestellt
ist, wird nach einer Aufnahme eines ersten MR-Bildes 21 jeweils
ein zweites MR-Bild 22 aufgenommen, wobei nach jedem zweiten
MR-Bild 22 jeweils ein erstes MR-Bild 21 aufgenommen
wird. Mit anderen Worten besteht die über der Zeit aufgenommene Reihe
von ersten und zweiten MR-Bildern 21, 22 abwechselnd
aus einem ersten MR-Bild 21 und
einem zweiten MR-Bild 22.
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Das
weiße
mit dem Bezugszeichen 19 gekennzeichnete Rechteck entspricht
dem Voxel, in welchem aktuell die Perfusion bestimmt wird. Es sei darauf
hingewiesen, dass das Volumenelement 15 in 1 innerhalb
eines Beines des Patienten O dargestellt ist, während das Voxel 19 in 2a innerhalb des
Kopfes des Patienten angeordnet ist.
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In 2b ist
das General Linear Model dargestellt. Dabei entsprechen einzelne
Komponentenwerte des linken Vektors Y (y1,
y2, y3, usw.) einzelnen Messwerten
bezüglich
des Voxels 19 von entsprechend vielen zeitlich aufeinander
folgenden ersten und zweiten MR-Bildern 21, 22.
Mit anderen Worten entspricht der Vektor Y einem Signalverlauf über der Zeit
eines Bildpunktes oder Voxels 19 von aufeinander folgenden
MR-Bildern 21, 22.
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Die
direkt rechts neben dem Gleichheitszeichen stehende Matrix enthält zum einen
ein Perfusionsmodell 18 und zum anderen drei Funktionsmodelle 17.
Das Perfusionsmodell 18 ist dabei ein Vektor, welcher die
Werte 1, 0, 1, 0, usw. aufweist, so dass in der 2b ein
grauer Strich einer 1 und ein weißer Strich einer 0 entspricht.
Dabei bedeutet ein Wert 1, dass die entsprechende Komponente des
Y-Vektors eine Perfusionsinformation aufweist, und der Wert 0 sagt
aus, dass die entsprechende Komponente des Y-Vektors keine Perfusionsinformation
enthält.
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Die
drei Funktionsmodelle 17 sind ein Funktionsmodell zur Abbildung
einer Stabilität
bzw. Instabilität
eines Abtastver haltens der Empfangsvorrichtung 12. Gleichermaßen kann
ein Funktionsmodell zur Abbildung des Herzschlags des Patienten
O und ein Funktionsmodell zur Abbildung einer funktionalen Aktivität, wie z.
B. einer periodischen Bewegung eines Fingers des Patienten O, hier
eingesetzt werden. Dabei weisen die ein entsprechendes Funktionsmodell
darstellenden Vektoren 17 in der Regel jeweils als Komponentenwert
eine 1 auf, wenn die Instabilität vorliegt
bzw. das Herz gerade schlägt
bzw. der Finger bewegt wird, oder eine 0 auf, wenn dies nicht der
Fall ist. Wenn beispielsweise der BOLD-Effekt eine Zeit lang während der
Erfassung der ersten und zweiten MR-Bilder 21, 22 einen
erhöhten
Wert aufweist, würde
ein entsprechender Vektor (nicht dargestellt) eines den BOLD-Effekt
darstellenden Funktionsmodells in dieser Zeit sowohl für die entsprechenden ersten
MR-Bilder 21 als auch für
die entsprechenden zweiten MR-Bilder 22 als Komponentenwert
eine 1 besitzen.
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Die
aus dem Perfusionsmodell 18 und den drei Funktionsmodellen 17 bestehende
Matrix wird auch als Design-Matrix bezeichnet.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass bei dem General Linear Model anstelle
eines Komponentenwertes 0 auch ein Komponentenwert –1 verwendet
werden kann, so dass die Vektoren der Design-Matrix 17, 18 dann
die Komponentenwerte –1
und +1 aufweisen.
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Der
Vektor, mit welchem die Design-Matrix 17, 18 multipliziert
wird, enthält
von der statistischen Analyse mit dem General Linear Model 16 zu
bestimmende Koeffizienten μ,
T1, T2, T3 bzw. quantitative Parameter. Dabei gibt
der Parameter μ einen
quantitativen Wert für
die Perfusion in dem Voxel 19 an. In gleicher Weise gibt
der Parameter T1 einen quantitativen Wert
für die
Stabilität
des Abtastverhaltens der Empfangsvorrichtung 12, der Parameter
T2 einen quantitativen Wert für den Herzschlag
des Patienten O und der Parameter T3 einen
quantitativen Wert für die
funktionale Aktivität
des Patienten O bezüglich des
Voxels 19 an.
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Ein
Vektor U (μ1, μ2, μ3, ...) umfasst Restfehler, welche durch
Rauschen verursacht werden oder von Fehlern gebildet werden, die
durch die Funktionsmodelle 17 nicht abgebildet werden.
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Die
Bestimmung der Perfusion bzw. des Parameters μ sowie der Parameter T
1, T
2, T
3 erfolgt
dabei mittels des durch die Ausgestaltung der Design-Matrix
17,
18 angepassten
General Linear Models ausgehend von den entsprechenden Messwerten
für verschiedene
Voxel, so dass schließlich
eine Information über
die Perfusion (und über
die Stabilität des
Abtastverhaltens, den Herzschlag und die funktionale Aktivität) in einem
größeren Volumenabschnitt bestimmt
und dargestellt werden kann. Der Parameter μ kann dann derart skaliert werden,
dass er einen relativen oder auch einen absoluten Perfusionswert (Einheit:
repräsentiert.
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Bei
einer entsprechenden Wahl eines Funktionsmodels 17 können mit
dem General Linear Model über
die entsprechenden Koeffizienten T1, T2, T3 auch Wahrscheinlichkeiten
und andere statistische Maßzahlen
ermittelt werden, welche eine Maßzahl der Zuverlässigkeit
oder der Qualität
der pro Voxel bestimmten Ergebnisse (z. B. Perfusion) repräsentieren.