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DE102007028224A1 - Gehäuseteil und Gehäuse aus zweilagigem Kunststoff - Google Patents

Gehäuseteil und Gehäuse aus zweilagigem Kunststoff Download PDF

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DE102007028224A1
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DE
Germany
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wall
housing
hearing
hearing aid
housing part
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DE102007028224A
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English (en)
Inventor
Wai Kit David Ho
Wee Haw Koo
Beng Hai Tan
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Sivantos Pte Ltd
Original Assignee
Siemens Medical Instruments Pte Ltd
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Publication date
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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Abstract

Hörvorrichtungen und insbesondere Hörgeräte sollen kompakter und unempfindlicher gegenüber Stößen von außen gestaltet werden. Dazu wird ein Gehäuseteil (19) eines Gehäuses (10) für eine Hörvorrichtung mit einer mehrlagigen Wand, umfassend eine Außenwand (20) und eine Innenwand (21), bereitgestellt. Die Außenwand (20) ist aus einem ABS-Kunststoff gefertigt. Die Innenwand (21) hingegen besteht aus einem weicheren Kunststoff als die Außenwand (20). Darüber hinaus sind die Außenwand (20) und die Innenwand (21) durch einen Zwei-Komponenten-Spritzguss aneinander gespritzt. Dies führt nicht nur zu einer hochwirksamen Stoßdämpfung, sondern auch zu einer Reduzierung des Bauraums für Stoßdämpfungselemente.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gehäuseteil eines Gehäuses für eine Hörvorrichtung mit einer mehrlagigen Wand, die eine Außenwand und eine Innenwand umfasst. Unter einer Hörvorrichtung wird hier insbesondere ein am Ohr tragbares Gerät, wie ein Hörgerät, ein Headset oder Kopfhörer verstanden.
  • Hörgeräte sind tragbare Hörvorrichtungen, die zur Versorgung von Schwerhörenden dienen. Um den zahlreichen individuellen Bedürfnissen entgegenzukommen, werden unterschiedliche Bauformen von Hörgeräten wie Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) und In-dem-Ohr-Hörgeräte (IdO), z. B. auch Concha-Hörgeräte oder Kanal-Hörgeräte (CIC), bereitgestellt. Die beispielhaft aufgeführten Hörgeräte werden am Außenohr oder im Gehörgang getragen. Darüber hinaus stehen auf dem Markt aber auch Knochenleitungshörhilfen, implantierbare oder vibrotaktile Hörhilfen zur Verfügung. Dabei erfolgt die Stimulation des geschädigten Gehörs entweder mechanisch oder elektrisch.
  • Hörgeräte besitzen prinzipiell als wesentliche Komponenten einen Eingangswandler, einen Verstärker und einen Ausgangswandler. Der Eingangswandler ist in der Regel ein Schallempfänger, z. B. ein Mikrofon, und/oder ein elektromagnetischer Empfänger, z. B. eine Induktionsspule. Der Ausgangswandler ist meist als elektroakustischer Wandler, z. B. Miniaturlautsprecher, oder als elektromechanischer Wandler, z. B. Knochenleitungshörer, realisiert. Der Verstärker ist üblicherweise in eine Signalverarbeitungseinheit integriert. Dieser prinzipielle Aufbau ist in 1 am Beispiel eines Hinter-dem-Ohr-Hörgeräts dargestellt. In ein Hörgerätegehäuse 1 zum Tragen hinter dem Ohr sind ein oder mehrere Mikrofone 2 zur Aufnahme des Schalls aus der Umgebung eingebaut. Eine Signalverarbeitungseinheit 3, die ebenfalls in das Hörgerätegehäuse 1 integriert ist, verarbeitet die Mikrofonsignale und ver stärkt sie. Das Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit 3 wird an einen Lautsprecher bzw. Hörer 4 übertragen, der ein akustisches Signal ausgibt. Der Schall wird gegebenenfalls über einen Schallschlauch, der mit einer Otoplastik im Gehörgang fixiert ist, zum Trommelfell des Geräteträgers übertragen. Die Stromversorgung des Hörgeräts und insbesondere die der Signalverarbeitungseinheit 3 erfolgt durch eine ebenfalls ins Hörgerätegehäuse 1 integrierte Batterie 5.
  • Bei Hörvorrichtungen und insbesondere bei Hörgeräten treten vielfach Probleme auf, die durch Vibrationen des Hörers hervorgerufen werden. Dadurch entstehen beispielsweise Rückkopplungen, die ein störendes Pfeifen des Hörgeräts verursachen. Andererseits werden Hörgeräte im täglichen Gebrauch auch Stößen ausgesetzt, die nicht zu einer Beschädigung oder Zerstörung des Hörgeräts führen dürfen. Aus diesem Grund werden sie sogenannten „Falltests" unterworfen. Durch sie kann festgestellt werden, ob das Hörgerät gewisse Stöße unbeschadet ertragen kann. Insbesondere sind Hörer von Hörgeräten stoßempfindlich und müssen entsprechend geschützt werden.
  • Bislang löste man diese Stoßprobleme damit, dass der Hörer entsprechend stoßunempfindlich ausgebildet wurde. Weitere Maßnahmen zur Verminderung der Stoßempfindlichkeit bestehen darin, den Hörer in eine PU-Form (Polyurethan) einzubetten. Damit ist jedoch zwangsläufig ein größerer Raum für einen Hörer vorzusehen. Eine weitere Alternative zur Verbesserung der Stoßresistenz besteht darin, größere Gummiaufhängungen für den Hörer zu verwenden. Auch dies führt zu einem unerwünscht großen Bauraum.
  • Aus der Druckschrift DE 198 25 998 A1 ist ein am Kopf tragbares Hörgerät bekannt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass in die Gehäuseschalen, wie bei dem obigen Beispiel, Formteile aus elastischem Material eingebracht sind, die beim Schließen des mit den Geräteteilen bestückten Gehäuses beidseits gegen das Verstärker- und Übertragungsteil anliegen und den Zwischenraum zwischen dem Verstärker- und Übertragungsteil und den Innenseiten der Gehäuseschalen ausfüllen und das Verstärker- und Übertragungsteil im Gehäuse arretieren.
  • Weiterhin zeigt die Patentschrift DE 102 48 755 B4 eine Dämpfungsvorrichtung für Hörgerätegehäuse. Sie besteht aus einem Werkstoff, der mehrere Materialien umfasst. Dabei besitzt der Werkstoff in einer Richtung mindestens einen Übergang von einem ersten Material mit einem Elastizitätsmodul auf ein zweites Material mit einem niedrigeren Elastizitätsmodul und einen Übergang von dem zweiten Material auf ein drittes Material mit einem dritten Elastizitätsmodul, das größer ist als das zweite Elastizitätsmodul. Außerdem besitzt das erste und/oder dritte Material eine negative Poisson-Zahl. Damit können schwingungsdämpfende Gehäusestrukturen geschaffen werden. Das Hörgerätegehäuse wird vorzugsweise durch eine Lasersinterverfahren erzeugt.
  • Des Weiteren beschreibt die Druckschrift WO 2006/125434 A1 einen Hörgerätehaken, der aus mehreren Abschnitten besteht. Ein Abschnitt davon besteht aus einem elastischen Material, so dass die Schwingungen des Tragehakens gedämpft werden.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Hörvorrichtung, insbesondere ein Hörgerät, stoßunempfindlicher zu gestalten.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen Gehäuseteil eines Gehäuses für eine Hörvorrichtung mit einer mehrlagigen Wand, umfassend eine Außenwand und eine Innenwand, wobei die Außenwand aus ABS-Kunststoff gefertigt ist und die Innenwand aus einem weicheren Kunststoff als die Außenwand gefertigt ist, und wobei die Außenwand und die Innenwand durch einen 2-Komponenten-Spritzguss aneinandergespritzt sind.
  • In vorteilhafter Weise wird somit die Außenwand des Gehäuseteils aus einem schlagfesten ABS-Kunststoff (Acrylnitril-Butadien-Styrol) gefertigt. Damit sind Verforgungen des Ge häuseteils bzw. des Gehäuses kaum zu erwarten. Da außerdem die Innenwand des Gehäuseteils einen angespritzten weichen Kunststoff umfasst, werden die Komponenten im Inneren der Hörvorrichtung bzw. des Hörgeräts auch bei Schlägen, die von außen einwirken, gut geschützt. Der 2-Komponenten-Spritzguss bringt den weiteren Vorteil, dass der Gehäuseteil bzw. das gesamte Gehäuse mit wenig Aufwand hergestellt werden kann.
  • Des Weiteren kann durch den mehrlagigen Wandaufbau ein hoher Schutz erzielt werden, auch wenn die Wand insgesamt verhältnismäßig dünn ist. Insbesondere kann so gegenüber den bekannten PU-Einbettungen Bauraum eingespart werden.
  • Bei einer speziellen Ausführungsform, insbesondere für ein Ido-Hörgerät kann die gesamte Außenwand des Gehäuses, d. h. die Schale des IdO-Hörgeräts, zweilagig mit der erwähnten harten Außenwand aus ABS-Kunststoff und der angespritzten weichen Innenwand aufgebaut sein. Damit werden sämtliche Komponenten der Hörvorrichtung im Inneren des Gehäuses sicher gegen bestimmte Stöße von außen geschützt. Gerade bei IdO-Hörgeräten kommt auch der Vorteil zum Tragen, dass das Gehäuse mit seinen mehreren Lagen sehr dünnwandig ausgebildet sein kann und trotzdem hinreichenden Schutz gegen Stöße bietet.
  • Entsprechend einer weiteren Ausführungsform kann für eine Hörvorrichtung ein Gehäuse einlagig aus einem ABS-Kunststoff gespritzt werden, wobei nur ein Gehäuseteil zur Aufnahme eines Hörers der Hörvorrichtung zweilagig entsprechend dem oben erwähnten Gehäuseteil gebildet ist. Auf diese Weise kann der besonders stoßempfindliche Hörer selektiv gegenüber Einwirkungen von außen geschützt werden.
  • Wie bereits erwähnt, lässt sich die Erfindung besonders vorteilhaft bei Hörgerätegehäusen einsetzen, denn bei Hörgeräten ist stets darauf zu achten, deren Gesamtvolumen möglichst minimal auszubilden.
  • Die vorliegende Erfindung ist anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert, in denen zeigen:
  • 1 den prinzipiellen Aufbau eines Hörgeräts mit seinen wesentlichen Komponenten gemäß dem Stand der Technik;
  • 2 einen Längsschnitt durch ein HdO-Hörgerät mit einem erfindungsgemäßen Gehäuseteil;
  • 3 einen Querschnitt durch das Hörgerät von 2;
  • 4 einen Längsschnitt durch ein IdO-Hörgerät mit erfindungsgemäßem Gehäuse und
  • 5 einen Querschnitt durch das Hörgerät von 4.
  • Die nachfolgend näher geschilderten Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dar.
  • Das in 2 dargestellte HdO-Hörgerät besitzt ein Gehäuse 10 aus einem ABS-Kunststoff, der sehr schlagstabil ist. An dem Hörgerätegehäuse ist in gewohnter Weise ein Tragehaken 11 befestigt. Im Inneren des Gehäuses 10 befinden sich Mikrofone 12, die jeweils elektrisch an eine Verstärkerleiterplatte 13 angeschlossen sind. Auf der Verstärkerleiterplatte 13 ist außerdem ein Lautstärkesteller 14 (volume control) angeordnet. Die Stromversorgung der Verstärkerleiterplatte 13 erfolgt über Batteriekontakte 15 durch eine Batterie 16. Das elektrische Ausgangssignal der Verstärkerleiterplatte 13 wird einem Hörer 17 zugeführt. Das Schallausgangssignal des Hörers 17 wird mit Hilfe eines Anschlussstücks 18 in den Tragehaken 11 geleitet.
  • Der Hörer 17 stellt ein sehr schlagempfindliches Bauelement dar. Daher wird der Hörer 17 innerhalb des Gehäuses 10 durch eine separate Einfassung 19 geschützt. Diese umgibt den Hörer 17 an allen Seiten. Die Einfassung 19 ist einteilig mit dem Gehäuse 10 verbunden und stellt somit ein Gehäuseteil dar. Sie besteht hier (aus der Sicht des Hörers 17) aus einer Außenwand 20 und einer Innenwand 21. Die Außenwand 20 ist aus dem gleichen ABS-Kunststoff wie das Gehäuse 10 gespritzt. Durch 2-Komponenten-Spritzgusstechnik ist die Innenwand 21, die aus einem weicheren Kunststoff besteht als die Außenwand 20, an die Außenwand 20 angespritzt (overmold technology).
  • Ein Querschnitt III-III ist in 3 wiedergegeben. Er ist durch die Einfassung 19, den Hörer 17, den Lautstärkesteller 14 und das Gehäuse 10 gezogen. Auch hier ist die Zweilagigkeit der Einfassung 19 zu erkennen. Die Außenwand 20 der Einfassung 19 ist an der Außenseite des Hörgeräts identisch mit dem Gehäuse 10. Gerade am Boden und an der linken Seite des Hörgeräts von 3 besteht also die zweilagige Wand aus dem harten ABS-Gehäuse 10 und der weichen Kunststoffinnenlage 21. Auch an diesen Stellen sind die beiden Lagen aneinander gespritzt.
  • Durch das Anspritzen wird vermieden, dass ein Zwischenraum zwischen beiden Lagen besteht. Hierdurch wird der zur Verfügung stehende Bauraum besser ausgenutzt. Außerdem lässt sich durch den Zwei-Schicht-Aufbau ein sehr dünner und doch ein hocheffektiver Stoßschutz erzielen. Darüber hinaus dient die doppellagige Schicht und insbesondere das weiche Innenmaterial der Innenwand 21 auch zur Absorption von Vibrationen, die der Hörer 17 vollführt. Die Vibrationen werden so nicht oder nur gedämpft beispielsweise zu den Mikrofonen 12 übertragen, so dass auch die Wahrscheinlichkeit von Rückkopplungen reduziert ist.
  • In 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die vorliegende Erfindung für eine IdO-Schale 30 genutzt wird. Sie besteht ebenfalls aus einer harten Außenwand 31 aus ABS-Kunststoff. An der Innenseite ist die Innenwand 32 wiederum in der 2-Komponenten-Spritzgusstechnik angespritzt. Die Innenwand 32 besteht aus einem weicheren Kunststoff als die ABS-Außenwand 31. Die Hörgeräteschale 30 beherbergt und schützt hier gleichzeitig einen Hörer 33, eine Hybridschaltungsplatine sowie die Batterie 35. Weitere Komponenten des Hörgeräts sind hier der Übersicht halber nicht eingezeichnet. Das sogenannte „face plate" 36 zum Verschließen der Hörgeräteschale 30 ist hier lediglich einlagig gespritzt, kann aber ebenfalls zweilagig ausgeführt sein.
  • Ein Querschnitt V-V durch das Ido-Hörgerät von 4 ist in 5 dargestellt. Ähnlich wie in 3 ist hier auch der Hörer 33 in die zweilagige Schale 30 eingebettet. Die Außenwand 31 sorgt für die mechanische Stabilität und Schlagfestigkeit und die Innenwand 32 dämpft die Vibrationen des Hörers 33 und schützt ihn vor Schlägen von außen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19825998 A1 [0006]
    • - DE 10248755 B4 [0007]
    • - WO 2006/125434 A1 [0008]

Claims (4)

  1. Gehäuseteil (19) eines Gehäuses (10, 30) für eine Hörvorrichtung mit – einer mehrlagigen Wand, umfassend eine Außenwand (20, 31) und eine Innenwand (21, 32) dadurch gekennzeichnet, dass – die Außenwand (20, 31) aus ABS-Kunststoff gefertigt ist und – die Innenwand (21, 32) aus einem weicheren Kunststoff als die Außenwand gefertigt ist, wobei – die Außenwand und die Innenwand durch einen 2-Komponenten-Spritzguss aneinandergespritzt sind.
  2. Gehäuse für eine Hörvorrichtung, wobei die gesamte Außenwand (20, 31) des Gehäuses (10, 30) zweilagig entsprechend dem Gehäuseteil (19) von Anspruch 1 aufgebaut ist.
  3. Gehäuse (10, 30) für eine Hörvorrichtung, das einlagig aus einem ABS-Kunststoff gespritzt ist, wobei nur ein Gehäuseteil (19) zur Aufnahme eines Hörers (17) der Hörvorrichtung zweilagig entsprechend Anspruch 1 gebildet ist.
  4. Hörgerät mit einem Gehäuse (10, 30) nach Anspruch 3.
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