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DE102007026947B4 - Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben eines Einspritzventils - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben eines Einspritzventils Download PDF

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DE102007026947B4
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Erwin Dr. Achleitner
Dirk Dr. Baranowski
Franz Kunz
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Continental Automotive GmbH
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Abstract

Verfahren zum Betreiben eines Einspritzventils (18) umfassend einen elektromagnetischen Aktuator und eine von diesem angetriebene Ventilnadel (68), die in einer Schließposition ein Zumessen von Fluid unterbindet und außerhalb der Schließposition ein Zumessen von Fluid frei gibt, bei dem
– ein Ansteuervorgang für das Zumessen von Fluid eine Fangphase (PH_CATCH) mit vorgegebener Fangphasendauer (T_CATCH) und eine nachgelagerte Haltephase (PH_HLD) umfasst, wobei während der Fangphase (PH_CATCH) der elektromagnetische Aktuator mit einem in dem Vergleich zu der restlichen Fangphase (PH_CATCH) und der Haltephase (PH_HLD) erhöhten Spannungswert (U_BOOST) beaufschlagt wird, bis ein maximaler Stromwert (I_MAX) erreicht ist,
– bei Erreichen eines vorgegebenen Bruchteilwertes (I_G_FRAC) des Stroms während der Fangphase (PH_CATCH), der kleiner ist als der maximale Stromwert (I_MAX), ein zugeordneter Zeitpunkt (t_ACT) erfasst wird und abhängig von diesem ein Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) seit Beginn der jeweiligen Fangphase (PH_CATCH) ermittelt wird und
– eine Diagnose des Einspritzventils (18) abhängig von dem Bruchteilzeitintervall (T_FRAC)...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben eines Einspritzventils. Derartige Einspritzventile werden beispielsweise eingesetzt zum Zumessen von Kraftstoff oder auch zum Zumessen von Zusatzstoffen zum Aufbereiten von Abgasen von Brennkraftmaschinen.
  • Im Hinblick auf immer striktere Vorschriften bezüglich zulässiger Schadstoffemissionen von Kraftfahrzeugen, in denen Brennkraftmaschinen angeordnet sind, machen es erforderlich, die Schadstoffemissionen bei dem Betriebkraftmaschine so gering wie möglich zu halten. In diesem Zusammenhang ist es eine Herausforderung einen gut reproduzierbaren Betrieb des jeweiligen Einspritzventils sicher zustellen und mögliche Fehler rechtzeitig zu erkennen. Einen Einfluss auf das Verhalten des Einspritzventils haben in diesem Zusammenhang insbesondere Bauteiletoleranzen, eine Betriebsdauer seit Inbetriebnahme des Einspritzventils und Arbeitsbedingungen des Einspritzventils.
  • In der DE 101 38 483 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung eines elektromagnetischen Verbrauchers, insbesondere zur Kraftstoffzumessung in eine Brennkraftmaschine beschrieben. Der Verbraucher ist dabei ein Einspritzventil und wird von einer Ansteuerung mit einem Stromimpuls beaufschlagt. Ausgehend von einer Größe, die die Dauer des Stromimpulses charakterisiert, wird die Ansteuerung korrigiert. Die Größe, welche die Dauer des Stromimpulses charakterisiert, ist von der Zeitdauer abhängig, die verstreicht, bis der Strom eine vorgegebene Stromhöhe erreicht hat.
  • Aus der DE 196 45 062 A1 ist ein Verfahren zum Erkennen des Schließens von mehreren Zylinderspulen in einer Zylinderspulenanordnung und einer Zylinderspulenarmatur, die sich zwi schen den ersten und zweiten Zylinderspulen bewegt, bekannt. Dabei werden die Anstiegszeiten der einzelnen pulsweiten-modulierten-Stromimpulse für jede Zylinderspule bestimmt, um daraus mechanische Bewegungen des jeweiligen Ventils zu detektieren bzw. Fehler zu erkennen.
  • Die DE 10 2004 022 947 B3 zeigt ein Verfahren zum pulsweiten modulierten Ansteuern einer induktiven Last, beipielsweise eines Magnetventils einer Einspritzanlage, welche zwischen Versorgungsklemmen in Reihe zu einem Schalter angeordnet ist. Der Schalter wird dabei von einer Pulsweitenmodulatoreinrichtung angesteuert, nachdem ein durch die induktive Last fließender Strom einen vorgegebenen Sollwert erreicht hat. Nach dem Erreichen des vorgegebenen Sollwertes/Sollstromes schaltet die Pulsweitenmodulatoreinrichtung den Schalter mit einem Tastverhältnis ein und aus, welches aus dem Stromanstiegsverhalten beim Einschalten des Stromes ermittelt wurde.
  • In der DE 41 30 711 A1 ist eine Vorrichtung, insbesondere eine Endstufe einer elektronischen Kraftstoffeinspritzeinrichtung einer Brennkraftmaschine beschrieben. Sie dient zur Steuerung zumindest eines elektromagnetischen Ventiles und die mit einem elektronischen Steuergerät in Verbindung steht und die eine Einrichtung zur Erfassung der Bewegung des elektromagnetischen Ventils aufweist. Das elektromagnetische Ventil liegt dabei mit einem Stellglied in einem Stromkreis und eine Regeleinrichtung ist vorgesehen, welche das Stellglied ansteuert, wobei der Regelungseinrichtung eine Kenngröße des Stromkreises zugeführt wird. Als Kenngröße dient dabei der im Stromkreis fließende Strom.
  • Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben eines Einspritzventils zu schaffen, das beziehungsweise die einen zuverlässigen Betrieb des Einspritzventils ermöglicht.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Die Erfindung zeichnet sich gemäß eines ersten Aspekts aus durch ein Verfahren und eine korrespondierende Vorrichtung zum Betreiben eines Einspritzventils umfassend einen elektromagnetischen Aktuator und eine von diesem angetriebene Ventilnadel, die in einer Schließposition ein Zumessen von Fluid unterbindet und außerhalb der Schließposition ein Zumessen von Fluid frei gibt. Ein Ansteuervorgang für das Zumessen von Fluid umfasst eine Fangphase mit vorgegebener Fangphasendauer und eine nachgelagerte Haltephase. Während der Fangphase wird der elektromagnetische Aktuator mit einem in dem Vergleich zu der restlichen Fangphase und der Haltephase erhöhten Spannungswert beaufschlagt, bis ein maximaler Stromwert erreicht ist. Bei Erreichen eines vorgegebenen Bruchteilwertes während der Fangphase, der kleiner ist als der maximale Stromwert, wird ein zugeordneter Zeitpunkt erfasst. Abhängig von dem zugeordneten Zeitpunkt wird ein Bruchteilzeitintervall seit Beginn der jeweiligen Fangphase ermittelt. Eine Diagnose des Einspritzventils wird abhängig von dem Bruchteilzeitintervall und vorgegebenen minimalen und maximalen Zeitdauerschwellenwerten durchgeführt. So kann besonders zuverlässig ein Fehler im Bereich des Einspritzventils erkannt werden und es können dann gegebenenfalls geeignete Fehlermaßnahmen eingeleitet werden. Durch eine geeignete Wahl des Bruchteilwertes kann eine sehr zuverlässige Diagnose mit einer sehr geringen Fehlerwahrscheinlichkeit der Diagnose durchgeführt werden.
  • Insbesondere kann so auch eine Diagnose bei Kleinstmengen an zuzumessendem Fluid während eines Ansteuervorgangs durchgeführt werden und es ist keine Ausblendung der Diagnose bei derartigen Kleinstmengen notwendig.
  • Der Bruchteilwert kann besonders vorteilhaft in etwa zwischen 30 bis 70 Prozent des maximalen Stromwertes während der Fangphase betragen, so insbesondere in etwa 50 Prozent.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung wird abhängig von dem Bruchteilzeitintervall ein Anpassen der Fangphasendauer durchgeführt. Auf diese Weise können Einflüsse, die in ihrer Größe den einwandfreien Betrieb des Einspritzventils nicht unzulässig beeinflussen, berücksichtigt werden und so eine besonders fehlerfreie Diagnose sichergestellt werden. Derartige Einflüsse können beispielsweise Bauteiletoleranzen sein, Alterungseffekte oder auch sonstige Einflüsse sein, wie beispielsweise Temperatureinflüsse. So kann ein individuelles Anpassen des jeweiligen Einspritzventils erfolgen mit der Wirkung, dass ein diesbezüglich vorteilhaft ausgebildetes Einspritzventil auch mit einer äußerst geringen Kleinstmengenzumessung reproduzierbar beaufschlagt werden kann.
  • Mittels einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird das Bruchteilzeitintervall in einem ersten Temperaturintervall einer für eine im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur ermittelt. Dies ermöglicht eine besonders präzise Diagnose und zwar insbesondere im Zusammenhang mit dem Anpassen der Fangphasendauer. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn das erste Temperaturintervall repräsentativ ist für einen Kaltbetrieb des Einspritzventils.
  • Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Bruchteilzeitintervall in einem zweiten Temperaturintervall der für die im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur ermittelt wird, wobei das zweite Temperaturintervall repräsentativ ist für einen Warmbetrieb des Einspritzventils. Auf diese Weise kann eine äußerst zuverlässige Diagnose durchgeführt werden und zwar insbesondere, wenn auch in ein Anpassen der Fangphasendauer gegebenenfalls durchgeführt wird.
  • Gemäß eines zweiten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Verfahren und eine korrespondierende Vorrichtung zum Betreiben des Einspritzventils, bei dem bei Erreichen einer vorgegebenen Bruchteilzeitdauer während der Fangphase, ein zugeordneter Bruchteilsstromwert erfasst wird. Die vorgegebene Bruchteilzeitdauer ist kleiner als die Fangphasendauer. Eine Diagnose des Einspritzventils wird abhängig von dem Bruchteilsstromwert und vorgegebenen minimalen und maximalen Stromschwellenwerten durchgeführt. Auf diese Weise kann insbesondere bei geeigneter Wahl der Bruchteilzeitdauer eine äußerst zuverlässige Diagnose mit einer sehr geringen Fehler- Wahrscheinlichkeit der Diagnose durchgeführt werden. Die Bruchteilzeitdauer kann besonders vorteilhaft in etwa 30 bis 70 Prozent der Fangphasendauer betragen, insbesondere in etwa 50 Prozent.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des zweiten Aspekts wird abhängig von dem Bruchteilstromwert ein Anpassen der Fangphasendauer durchgeführt. Auf diese Weise können Einflüsse, die in ihrer Größe den einwandfreien Betrieb des Einspritzventils nicht unzulässig beeinflussen, berücksichtigt werden. Derartige Einflüsse können beispielsweise Bauteiletoleranzen sein, Alterungseffekte oder auch sonstige Einflüsse sein, wie beispielsweise Temperatureinflüsse. So kann ein individuelles Anpassen des jeweiligen Einspritzventils erfolgen mit der Wirkung, dass ein diesbezüglich vorteilhaft ausgebildetes Einspritzventil auch mit einer äußerst geringen Kleinstmengenzumessungstoleranz temperaturunabhängig reproduzierbar beaufschlagt werden kann.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des zweiten Aspekts wird der Bruchteilstromwert in einem ersten Temperaturintervall einer für eine im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur ermittelt. Dies ermöglicht eine besonders präzise Diagnose und zwar insbesondere im Zusammenhang mit dem Anpassen der Fangphasendauer. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn das erste Temperaturintervall repräsentativ ist für einen Kaltbetrieb des Einspritzventils.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Bruchteilstromwert in einem zweiten Temperaturintervall der für die im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur ermittelt, wobei das zweite Temperaturintervall repräsentativ ist für einen Warmbetrieb des Einspritzventils. Auf diese Weise kann eine äußerst zuverlässige Diagnose durchgeführt werden und zwar insbesondere, wenn auch ein Anpassen der Fangphasendauer gegebenenfalls durchgeführt wird.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird abhängig von einem Istwert eines elektrischen Stroms einer Fluidpumpe, die dem Einspritzventil zugeordnet ist, die im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur ermittelt. Auf diese Weise kann besonders einfach und ohne das Vorsehen zusätzlicher Sensorik die für die Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur ermittelt werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Brennkraftmaschine mit einem Einspritzventil und einer Steuervorrichtung,
  • 2 eine Detailansicht des Einspritzventils gemäß 1,
  • 3 Signalverläufe im Rahmen eines Ansteuervorgangs des Einspritzventils,
  • 4 ein erstes Ablaufdiagramm eines ersten Programms und
  • 5 ein zweites Ablaufdiagramm eines zweiten Programms.
  • Elemente gleicher Konstruktion oder Funktionen sind figurenübergreifend mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
  • Eine Brennkraftmaschine (1) umfasst einen Ansaugtrakt 1, einen Motorblock 2, einen Zylinderkopf 3 und einen Abgastrakt 4. Der Ansaugtrakt 1 umfasst bevorzugt eine Drosselklappe 5, ferner einen Sammler 6 und ein Saugrohr 7, das hin zu einem Zylinder Z1 zu einem Einlasskanal in den Motorblock 2 geführt ist. Der Motorblock 2 umfasst ferner eine Kurbelwelle 8, welche über eine Pleuelstange 10 mit dem Kolben 11 des Zylinders Z1 gekoppelt ist.
  • Der Zylinderkopf 3 umfasst einen Ventiltrieb mit einem Gaseinlassventil 12 und einem Gasauslassventil 13.
  • Der Zylinderkopf 3 umfasst ferner ein Einspritzventil 18 und eine Zündkerze 19. Alternativ kann das Einspritzventil 18 auch in dem Saugrohr 7 angeordnet sein.
  • In dem Abgastrakt 4 ist ein Katalysator 21 angeordnet, der bevorzugt als Drei-Wege-Katalysator ausgebildet ist.
  • Ferner ist in einer nicht dargestellten Fluidzuführung zu dem Einspritzventil 18 eine Fluidpumpe 22 vorgesehen, welche insbesondere als Hochdruckpumpe ausgebildet ist. Die Fluidpumpe umfasst einen ihr zugeordneten elektrischen Aktuator, mittels dessen ihr Pumpverhalten gesteuert werden kann.
  • Eine Steuervorrichtung 25 ist vorgesehen, der Sensoren zugeordnet sind, die verschiedene Messgrößen erfassen und jeweils den Wert der Messgröße ermitteln. Betriebsgrößen umfassen neben den Messgrößen auch von diesem abgeleitete Größen. Die Steuervorrichtung 25 ermittelt abhängig von mindestens einer der Betriebsgrößen Stellgrößen, die dann in ein oder mehrere Stellsignale zum Steuern der Stellglieder mittels entsprechender Stellantriebe umgesetzt werden. Die Steuervorrichtung 25 kann auch als Vorrichtung zum Betreiben des Einspritzventils bezeichnet werden.
  • Die Sensoren sind ein Pedalstellungsgeber 26, welcher eine Fahrpedalstellung eines Fahrpedals 27 erfasst, ein Luftmassensensor 28, welcher einen Luftmassenstrom stromaufwärts der Drosselklappe 5 erfasst, ein erster Temperatursensor 32, welcher eine Ansauglufttemperatur erfasst, ein Saugrohrdrucksensor 34, welcher einen Saugrohrdruck erfasst in dem Sammler 7, ein Kurbelwellenwinkelsensor 36, welcher einen Kurbelwellenwinkel erfasst, dem dann eine Drehzahl zugeordnet wird.
  • Ferner ist ein zweiter Temperatursensor 38 vorgesehen, der eine Kühlmitteltemperatur erfasst. Ferner ist ein Drucksensor 39 vorgesehen, der einen Fluiddruck FUP, insbesondere in einem Hochdruckspeicher der Fluidzuführung, erfasst. Ferner ist ein dritter Temperatursensor 40 vorgesehen, der eine Temperatur, also insbesondere eine Fluidtemperatur in der Fluidzuführung, also insbesondere in einem Hochdruckspeicher erfasst.
  • Eine Abgassonde 42 ist vorgesehen, die stromaufwärts oder in dem Katalysator 21 angeordnet ist und die einen Restsauerstoffgehalt des Abgases erfasst und deren Messsignal MS1 charakteristisch ist für das Luft/Kraftstoff-Verhältnis in dem Brennraum des Zylinders Z1 und stromaufwärts der Abgassonde vor der Oxidation des Kraftstoffs, im Folgenden bezeichnet als das Luft/Kraftstoff-Verhältnis in den Zylindern Z1 bis Z4.
  • Je nach Ausführungsform der Erfindung kann eine beliebige Untermenge der genannten Sensoren vorhanden sein oder es können auch zusätzliche Sensoren vorhanden sein.
  • Die Stellglieder sind beispielsweise die Drosselklappe 5, die Gaseinlass- und Gasauslassventile 12, 13, das Einspritzventil 18, die Zündkerze 19 oder die Fluidpumpe 22.
  • Neben dem Zylinder Z1 sind auch noch weitere Zylinder Z1–Z4 vorgesehen, denen dann auch entsprechende Stellglieder und gegebenenfalls Sensoren zugeordnet sind. Somit kann die Brennkraftmaschine eine beliebige Anzahl an Zylindern Z1–Z4 aufweisen.
  • Die Steuervorrichtung 25 umfasst bevorzugt einen Speicher zum Speichern von Programmen und/oder Daten. Ferner ist eine Recheneinheit vorgesehen, die beispielsweise einen Mikroprozessor umfasst, in der die Programme oder Teile von Programmen während des Betriebs der Brennkraftmaschine abgearbeitet werden. Darüber hinaus kann beispielsweise eine Ansteuerlogik zum Durchführen einer Ansteuerung des Einspritzventils auch in einem spezifischen integrierten Schaltkreis, so zum Beispiel in einem anwenderspezifischen IC oder einem Mikrocontroller integriert sein.
  • Das Einspritzventil 18 (2) umfasst einen Fluideinlasskörper 50 mit einer Einlassausnehmung 52, die hydraulisch gekoppelt ist mit der Fluidzuführung und von dieser insbesondere mit Kraftstoff versorgt wird. Das Einspritzventil 18 umfasst ferne eine Rückstellfeder 54. Ein elektromagnetischer Aktuator ist vorgesehen, der eine Spule 56, ein magnetisches Gehäuse 58, ein Ventilkörpergehäuse 60 und einen Anker 62 umfasst und grundsätzlich auch den Fluideinlasskörper 50. Darüber hinaus ist dem elektromagnetischen Aktuator auch ein nicht magnetisches Gehäuse 64 zugeordnet.
  • Darüber hinaus umfasst das Einspritzventil 18 einen Ventilkörper 66 in dem in einer Ausnehmung 70 eine Ventilnadel 68 angeordnet ist. Die Ventilnadel 68 ist so mit dem elektromagnetischen Aktuator, insbesondere mit dem Anker 62, mechanisch so gekoppelt, dass sie in einer Schließposition einen Fluidfluss durch eine Einspritzdüse 72 unterbindet und außerhalb der Schließposition einen Fluidfluss durch die Einspritzdüse 72 ermöglicht. Ein Hub der Ventilnadel 68 ist gegeben durch ihre Position in der Schließposition und andererseits ihre Position – eine Offenposition –, wenn der Anker 62 in Anlage mit dem Fluideinlasskörper 50 ist. Dabei ist der Hub L der Ventilnadel 68 maximal, wenn der Anker 62 in Anlage ist mit dem Fluideinlasskörper 50.
  • Ein Ansteuervorgang für das Zumessen von Fluid ist im Folgenden näher anhand der Signalverläufe gemäß der 3 erläutert. Auf der Abszisse ist die Zeit t aufgetragen. Auf der Ordinate ist am linken Rand ein Strom I durch den elektromagnetischen Aktuator bezüglich seiner Werteinheiten aufgetragen und auf der rechten Seite sind die prozentualen Einheiten bezüglich des Hubes L und die Werteinheiten bezüglich der Spannung U aufgetragen.
  • Die Spannung U ist die durch die Steuervorrichtung 25 vorgegebene, über dem elektromagnetischen Aktuator des Einspritzventils 18 abfallende Spannung. In der 3 ist exemplarisch ein Ansteuervorgang dargestellt.
  • In einer Vorladephase wird ein niedriger Stromwert vorgegeben, der größer null ist aber andererseits auch kleiner ist als ein Haltstromwert I_HLD. Auf diese Weise können insbesondere Wirbelstromverluste reduziert werden und ein reproduzierbares Öffnen der Ventilnadel 68 ermöglicht werden. Im Anschluss an die Vorladephase PH_PREC schließt sich eine Fangphase PH_CATCH an während der der elektromagnetische Aktuator mit einem in dem Vergleich zu der restlichen Fangphase und einer nachgelagerten Haltephase erhöhten Spannungswert U_BOOST beaufschlagt wird, bis ein maximaler Stromwert I_MAX erreicht ist. Im Anschluss an das Erreichen des maximalen Stromwertes I_MAX wird der elektromagnetische Aktuator mit einem Versorgungsspannungswert U_V beaufschlagt, der beispielsweise durch ein Bordnetz eines Fahrzeugs, in dem die Brennkraftmaschine angeordnet ist, vorgegeben sein kann, und der Schwankungen unterliegen kann. Das Beaufschlagen des elektromagnetischen Aktuators mit dem Versorgungsspannungswert U_V erfolgt dann bis zum Ablauf einer vorgegebenen Fangphasendauer T_CATCH, die bevorzugt abhängig von einem Kraftstoffdruck FUP und/oder dem Versorgungsspannungswert U_V vorgegeben ist und beispielsweise abhängig von einem Kennfeld ermittelt werden kann. Je nachdem, wann der maximale Stromwert I_MAX während der Fangstromphase PH_CATCH erreicht wird oder auch nicht erreicht wird, kann der erhöhte Spannungswert U_BOOST auch bis maximal für die gesamte Fangstromphase PH_CATCH vorgegeben sein.
  • Nachgelagert zu der Fangphase PH_CATCH umfasst der Ansteuervorgang die Haltephase PH_HLD. Zwischen der Fangphase PH_CATCH und der Haltephase PH_HLD kann auch eine Klemmphase vorgesehen sein, in der der Strom I geeignet schnell auf den Haltestromwert I_HLD reduziert wird. Dies kann beispielsweise durch ein Beaufschlagen des elektromagnetischen Aktuators mit einem erhöhten Spannungswert U_BOOST entgegengesetzter Polarität im Vergleich zu der Fangphase PH_CATCH erfolgen.
  • Nach Abschluss der Haltephase PH_HLD wird der Strom I durch den elektromagnetischen Aktuator auf null reduziert und der zugeordnete Hub verringert sich dann wieder zu null Prozent, das heißt in die Schließposition. Bevorzugt wird der der Strom I durch den elektromagnetischen Aktuator schnell durch ein Beaufschlagen des elektromagnetischen Aktuators mit dem erhöhten Spannungswert U_BOOST entgegengesetzter Polarität im Vergleich zu der Fangphase PH_CATCH auf null reduziert. Die Fangphase PH_CATCH ist so vorgegeben, dass die Ventilnadel ihre Offenposition erreichen soll.
  • Eine Einspritzdauer T_INJ ist gegeben durch die Gesamtdauer der Fangphase PH_CATCH, der Haltephase PH_HLD und gegebenenfalls der Klemmphase.
  • Ein Programm zum Betreiben des Einspritzventils wird gestartet in einem Schritt S1 (4) und zwar bevorzugt zeitnah zu einem Start der Brennkraftmaschine. In dem Schritt S1 können Variablen initialisiert werden.
  • In einem Schritt S2 wird geprüft, ob ein aktueller Ansteuervorgang sich gerade in der Fangphase PH_CATCH befindet. Ist dies nicht der Fall, so wird die Bearbeitung in einem Schritt S4 fortgesetzt, der einen Wartezustand darstellt und währenddessen gegebenenfalls auch andere Programme abgearbeitet werden können. Die Bearbeitung wird anschließend in einem Schritt S2 fortgesetzt, wobei das Programm in dem Wartezustand so geeignet kurz verharrt, dass die Schritte des Programms ausreichend oft abgearbeitet werden, also insbesondere verharrt das Programm in dem Schritt S4 deutlich kürzer als die Zeitdauer des Ansteuervorgangs und die Fangphasendauer T_CATCH.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S2 hingegen erfüllt, so wird die Bearbeitung in einem Schritt S6 fortgesetzt, in dem geprüft wird, ob der Strom I durch den elektromagnetischen Aktuator größer oder gleich einem vorgegebenen Bruchteilwert I_G_FRAC ist. Der vorgegebene Bruchteilwert I_G_FRAC ist dabei so vorgegeben, dass er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf jeden Fall innerhalb der Fangphasendauer T_CATCH, also insbesondere auch bei fehlerhaftem oder fehlerfreiem Einspritzventil, erreicht wird. Bevorzugt hat der vorgegebene Bruchteilswert I_G_FRAC einen Wert zwischen in etwa 30 bis 70 Prozent, insbesondere in etwa 50 Prozent des maximalen Stromwertes I_MAX. Der maximale Stromwert kann beispielsweise zwischen 6 und 15 Ampere betragen.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S6 nicht erfüllt, so verzweigt das Programm in den Schritt S4. Das Verharren des Programms in dem Schritt S4 ist in diesem Zusammenhang insbesondere so gewählt, dass in dem Schritt S6 eine Abarbeitung so häufig erfolgt, dass das Überschreiten des Bruchteilswertes I_G_FRAC durch den Strom I möglichst zeitgenau erfasst wird.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S6 erfüllt, so wird die Bearbeitung in einem Schritt S8 fortgesetzt, in dem der dem Erfüllen der Bedingungen des Schrittes S6 zugeordnete Zeitpunkt t_ACT erfasst wird und abhängig von diesem ein Bruchteilzeitintervall T_FRAC seit Beginn der jeweiligen Fangphase PH_CATCH ermittelt wird.
  • In einem Schritt S10 wird anschließend geprüft, ob das Bruchteilzeitintervall T_FRAC größer ist als ein minimaler Zeitdauerschwellenwert THD_T_MIN und kleiner ist als ein maximaler Zeitdauerschwellenwert THD_T_MAX.
  • Bevorzugt sind die minimalen und maximalen Zeitdauerschwellenwerte abhängig von dem Kraftstoffdruck FUP und/oder dem Versorgungsspannungswert U_V vorgegeben und sind beispielsweise in Kennfeldern gespeichert, abhängig von denen sie dann zur Durchführung des Schrittes S10 ermittelt werden.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S10 nicht erfüllt, so wird in einem Schritt S12 ein Fehlereintrag ERR durchgeführt. Somit kann durch den Fehlereintrag ERR beispielsweise ein fehlerhaftes Einspritzventil diagnostiziert werden oder ein Versorgungsspannungsfehler diagnostiziert werden. Alternativ kann jedoch auch erst bei mehrfachen Fehlereinträgen auf ein fehlerhaftes Einspritzventil 18 diagnostiziert werden. Im Anschluss an den Schritt S12 wird die Bearbeitung in dem Schritt S4 fortgesetzt.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S10 hingegen erfüllt, so wird die Bearbeitung bevorzugt in einem Schritt S14 fortgesetzt. Alternativ kann die Bearbeitung auch direkt in dem Schritt S4 fortgesetzt werden. In dem Schritt S14 wird die Fangphasendauer T_CATCH abhängig von dem Bruchteilszeitintervall T_FRAC, dem Kraftstoffdruck FUP und bevorzugt der des Versorgungsspannungswertes U_V angepasst. In diesem Zusammenhang sind die minimalen und maximalen Stromwerte THD_I_MIN, THD_I_MAX so vorgegeben, dass bei Erfüllen der Bedingung des Schrittes S10 durchaus ein fehlerfreier Betrieb des Einspritzventils möglich ist und somit durch ein geeignetes Anpassen der Fangphasendauer T_CATCH in dem Schritt S14 die Energie zum Öffnen des Einspritzventils konstant unabhängig von den Temperaturen vorgegeben werden kann und insbesondere auch Kleinstmengen-Zumessungen von Fluid mit einer Diagnose beaufschlagt werden können.
  • Im Anschluss an die Bearbeitung des Schrittes S14 wird die Bearbeitung in dem Schritt S4 fortgesetzt.
  • In einer weiteren Ausgestaltung des Programms gemäß der 4 ist ein Schritt S16 zusätzlich vorgesehen, der nach dem Schritt S1 und auch nach dem Schritt S4 und vor dem Schritt S2 abgearbeitet wird. Dabei wird in dem Schritt S16 geprüft, ob eine im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur TEMP_REL in einem ersten Temperaturintervall TEMP_INT1 oder in einem zweiten Tem peraturintervall TEMP_INT2 liegt. Dabei ist das erste Temperaturintervall TEMP_INT1 bevorzugt repräsentativ für einen Kaltbetrieb des Einspritzventils, also beispielsweise minus 30 bis 30 Grad Celsius der Temperatur der Spule 56. Das zweite Temperaturintervall ist bevorzugt repräsentativ für einen Warmbetrieb des Einspritzventils, so zum Beispiel 30 bis 150 Grad Celsius.
  • In dem Schritt S16 kann so beispielsweise nur geprüft werden, ob die in dem Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur TEMP_REL in dem ersten Temperaturintervall ist oder alternativ ob sie in dem zweiten Temperaturintervall TEMP_INT2 ist oder ob sie entweder dem ersten oder dem zweiten Temperaturintervall TEMP_INT1, TEMP_INT2 ist.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S16 erfüllt so wird dann die Bearbeitung in dem Schritt 2 fortgesetzt. Ist die Bedingung des Schrittes S16 hingegen nicht erfüllt, so wird bevorzugt in den Schritt S4 verzweigt. Durch das Vorsehen des Schrittes S16 kann erreicht werden, dass die Diagnose für entweder das erste oder das zweite oder auch das erste und das zweite Temperaturintervall TEMP_INT1, TEMP_INT2 durchgeführt wird. Insbesondere kann auch so dann in diesen Temperaturintervallen ein entsprechendes Anpassen der Fangphasendauer T_CATCH erfolgen. Bevorzugt ist die Bedingung des Schrittes S16 so ausgestaltet, dass lediglich die Abarbeitung des Schrittes S14 von ihr beeinflusst wird, also das Anpassen ggf. nur erfolgt, wenn die Bedingung des Schrittes S16 erfüllt ist.
  • Die für die Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur TEMP_REL kann abhängig von Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine ermittelt werden. So kann sie beispielsweise abhängig von der mittels des zweiten Temperatursensors 38 ermittelten Kühlmitteltemperatur oder auch bei Vorhandensein des dritten Temperatursensors 40 abhängig von der mittels dieser erfassten Kraftstofftemperatur ermittelt werden. Einfach und ohne Notwendigkeit des Vorhandenseins des dritten Temperatursensors 40 kann die in dem Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur TEMP_REL abhängig von einem Istwert des elektrischen Stroms der Fluidpumpe 22 oder einem anderen Temperaturmodell ermittelt werden.
  • Dabei kann die für die Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur TEMP_REL beispielsweise repräsentativ sein für die Temperatur der Spule 56 des elektromagnetischen Aktuators.
  • Vorzugsweise ist ein vorgegebenes Temperaturmodell vorhanden, mittels dessen abhängig von dem Istwert des elektrischen Stroms der Fluidpumpe 22 die für die Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur TEMP_REL ermittelt wird. Darüber hinaus kann die für die im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur TEMP_REL auch eingesetzt werden zum geeignet angepassten Ermitteln der Fangphasendauer T_CATCH und/oder zum Ermitteln entsprechend abhängig vorgegebener minimaler und maximaler Zeitdauerschwellenwerte THD_T_MIN, THD_T_MAX.
  • Aus den notwendigen Anpassungen in dem Schrit S14, was auch als Adaptionsverhalten bezeichnet werden kann, kann auf den aktuellen Widerstand nach dem Endstufenausgang geschlossen werden, so zum Beispiel auf erhöhten Widerstand für Steckerverbindung oder Drift der magnetischen Einspritzventilleistungsfähigkeit über Lebenszeit und Temperatur, insbesondere Temperatur der Spule 56. So ist eine verbesserte Diagnose möglich und auch eine Korrektur der Einspritzparameter.
  • Ein zweites Programm, das anhand des Ablaufdiagramms der 5 näher erläutert ist unterscheidet sich von dem Programm gemäß der 4 durch die Schritte S26 bis S30 und S34 die im Vergleich zu den Schritten S6 bis S10 und S14 modifiziert sind. Die Schritte S20, S22, S24, S32 und S36 entsprechen demgegenüber den Schritten S1, S4, S12 und S16.
  • In dem Schritt S26 wird geprüft, ob die aktuelle Zeitdauer T_ACT bezogen auf den Beginn der jeweiligen Fangphase PH_CATCH größer oder gleich ist der einer vorgegebenen Bruchteilszeitdauer T_G_FRAC. Die vorgegebene Bruchteilszeitdauer T_G_FRAC ist dabei so vorgegeben, dass sie kleiner ist als die Fangphasendauer T_CATCH und zwar insbesondere deutlich kleiner als diese, so beispielsweise zwischen 30 und 70 Prozent der Fangphasendauer T_CATCH, beispielsweise in etwa 50 Prozent der Fangphasendauer. Wenn die vorgegebene Bruchteilszeitdauer T_G_FRAC genau 50 Prozent der Fangphasendauer T_CATCH beträgt lässt sich diese besonders einfach durch eine einfache Bitschiebeoperation mittels eines Timers, der auch für die Fangphasendauer T_CATCH vorgesehen ist, ermitteln.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S26 nicht erfüllt, so wird die Bearbeitung in dem Schritt S24 fortgesetzt. Ist die Bedingung des Schrittes S26 hingegen erfüllt, so wird in einem Schritt S28 der Strom I durch den elektromagnetischen Aktuator erfasst und einem Bruchteilstromwert I_FRAC zugeordnet.
  • In einem Schritt S30 wird anschließend geprüft, ob der Bruchteilstromwert I_FRAC größer ist als ein vorgegebener minimaler Stromschwellenwert THD_I_MIN und kleiner ist als ein vorgegebener maximaler Stromschwellenwert THD_I_MAX. Die minimalen und maximalen Stromschwellenwerte THD_I_MIN, THD_I_MAX sind bevorzugt abhängig von dem Kraftstoffdruck FUP und/oder dem Versorgungsspannungswert U_V vorgegeben und werden abhängig von diesen Größen bevorzugt ermittelt. Sie können jedoch alternativ auch fest vorgegeben sein. Falls die Bedingung des Schrittes S30 nicht erfüllt, so erfolgt in dem Schritt S32 ein Fehlereintrag ERR. Entsprechendes gilt auch für die Zeitdauerschwellenwerte THD_T_MIN, THD_T_MAX.
  • Ist die Bedingung des Schrittes S30 hingegen erfüllt, so kann die Bearbeitung in einem Schritt S34 fortgesetzt werden und danach dann in dem Schritt S24 fortgesetzt werden, sie kann jedoch auch direkt in dem Schritt S24 fortgesetzt werden.
  • In dem Schritt S34 wird entsprechend zum Schritt S14 die Fangphasendauer T_CATCH angepasst, mit dem Unterschied dass das Anpassen statt abhängig von dem Bruchteilszeitintervall T_FRAC abhängig von dem Bruchteilsstromwert I_FRAC erfolgt.

Claims (13)

  1. Verfahren zum Betreiben eines Einspritzventils (18) umfassend einen elektromagnetischen Aktuator und eine von diesem angetriebene Ventilnadel (68), die in einer Schließposition ein Zumessen von Fluid unterbindet und außerhalb der Schließposition ein Zumessen von Fluid frei gibt, bei dem – ein Ansteuervorgang für das Zumessen von Fluid eine Fangphase (PH_CATCH) mit vorgegebener Fangphasendauer (T_CATCH) und eine nachgelagerte Haltephase (PH_HLD) umfasst, wobei während der Fangphase (PH_CATCH) der elektromagnetische Aktuator mit einem in dem Vergleich zu der restlichen Fangphase (PH_CATCH) und der Haltephase (PH_HLD) erhöhten Spannungswert (U_BOOST) beaufschlagt wird, bis ein maximaler Stromwert (I_MAX) erreicht ist, – bei Erreichen eines vorgegebenen Bruchteilwertes (I_G_FRAC) des Stroms während der Fangphase (PH_CATCH), der kleiner ist als der maximale Stromwert (I_MAX), ein zugeordneter Zeitpunkt (t_ACT) erfasst wird und abhängig von diesem ein Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) seit Beginn der jeweiligen Fangphase (PH_CATCH) ermittelt wird und – eine Diagnose des Einspritzventils (18) abhängig von dem Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) und vorgegebenen minimalen und maximalen Zeitdauerschwellenwerten (THD_T_MIN, THD_T_MAX) durchgeführt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem abhängig von dem Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) ein Anpassen der Fangphasendauer (T_CATCH) durchgeführt wird.
  3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) in einem ersten Temperaturintervall (TEMP_INT1) einer für eine im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur (TEMP_REL) ermittelt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das erste Temperaturintervall (TEMP_INT1) repräsentativ ist für einen Kaltbetrieb des Einspritzventils.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, bei dem das Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) in einem zweiten Temperaturintervall (TEMP_INT2) der für die im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur (TEMP_REL) ermittelt wird, wobei das zweite Temperaturintervall (TEMP_INT2) repräsentativ ist für einen Warmbetrieb des Einspritzventils (18).
  6. Verfahren zum Betreiben eines Einspritzventils (18) umfassend einen elektromagnetischen Aktuator und eine von diesem angetriebene Ventilnadel (68), die in einer Schließposition ein Zumessen von Fluid unterbindet und außerhalb der Schließposition ein Zumessen von Fluid frei gibt, bei dem – ein Ansteuervorgang für das Zumessen von Fluid eine Fangphase (PH_CATCH) mit vorgegebener Fangphasendauer (T_CATCH) und eine nachgelagerte Haltephase (PH_HLD) umfasst, wobei während der Fangphase (PH_CATCH) der elektromagnetische Aktuator mit einem in dem Vergleich zu der restlichen Fangphase (PH_CATCH) und der Haltephase (PH_HLD) erhöhten Spannungswert (U_BOOST) beaufschlagt wird, bis ein maximaler Stromwert (I_MAX) erreicht ist, – bei Erreichen einer vorgegebenen Bruchteilzeitdauer (T_G_FRAC) während der Fangphase (PH_CATCH), wobei die Bruchteilzeitdauer (T_G_FRAC) kleiner ist als die Fangphasendauer (T_CATCH), ein zugeordneter Bruchteilstromwert (I_FRAC) erfasst wird und eine Diagnose des Einspritzventils abhängig von dem Bruchteilstromwert (I_FRAC) und vorgegebenen minimalen und maximalen Stromschwellenwerten (THD_I_MIN, THD_I_MAX) durchgeführt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem abhängig von dem Bruchteilsstromwert (I_FRAC) ein Anpassen der Fangphasendauer (T_CATCH) durchgeführt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, bei dem der Bruchteilsstromwert (I_FRAC) in einem ersten Temperaturintervall (TEMP_INT1) einer für eine im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur (TEMP_REL) ermittelt wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei dem das erste Temperaturintervall (TEMP_INT1) repräsentativ ist für einen Kaltbetrieb des Einspritzventils (18).
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, bei dem der Bruchteilsstromwert (I_FRAC) in einem zweiten Temperaturintervall (TEMP_INT2) der für die im Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevanten Temperatur (TEMP_REL) ermittelt wird, wobei das zweite Temperaturintervall (TEMP_INT2) repräsentativ ist für einen Warmbetrieb des Einspritzventils (18).
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5 oder 8 bis 10, bei dem abhängig von einem Istwert eines elektrischen Stroms einer Fluidpumpe (22), die dem Einspritzventil zugeordnet ist, die in dem Zusammenhang mit der Ansteuerung des elektromagnetischen Aktuators relevante Temperatur (TEMP_REL) ermittelt wird.
  12. Vorrichtung zum Betreiben eines Einspritzventils (18) umfassend einen elektromagnetischen Aktuator und eine von diesem angetriebene Ventilnadel (68), die in einer Schließposition ein Zumessen von Fluid unterbindet und außerhalb der Schließposition ein Zumessen von Fluid frei gibt, wobei die Vorrichtung dazu ausgebildet ist – während einer Fangphase (PH_CATCH) den elektromagnetischen Aktuator mit einem in dem Vergleich zu der restlichen Fangphase (PH_CATCH) und der Haltephase (PH_HLD) erhöhten Spannungswert (U_BOOST) zu beaufschlagen, bis ein maximaler Stromwert (I_MAX) erreicht ist, wobei einen Ansteuervorgang für das Zumessen von Fluid die Fangphase (PH_CATCH) mit vor gegebener Fangphasendauer (T_CATCH) und die nachgelagerte Haltephase (PH_HLD) umfasst, – bei Erreichen eines vorgegebenen Bruchteilwertes (I_G_FRAC) des Stroms während der Fangphase (PH_CATCH), der kleiner ist als der maximale Stromwert (I_MAX), einen zugeordneten Zeitpunkt (t_ACT) zu erfassen und abhängig von diesem ein Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) seit Beginn der jeweiligen Fangphase (PH_CATCH) zu ermitteln und – eine Diagnose des Einspritzventils (18) abhängig von dem Bruchteilzeitintervall (T_FRAC) und vorgegebenen minimalen und maximalen Zeitdauerschwellenwerten (THD_T_MIN, THD_T_MAX) durchzuführen.
  13. Vorrichtung zum Betreiben eines Einspritzventils (18) umfassend einen elektromagnetischen Aktuator und eine von diesem angetriebene Ventilnadel (68), die in einer Schließposition ein Zumessen von Fluid unterbindet und außerhalb der Schließposition ein Zumessen von Fluid frei gibt, wobei die Vorrichtung dazu ausgebildet ist – während einer Fangphase (PH_CATCH) den elektromagnetischen Aktuator mit einem in dem Vergleich zu der restlichen Fangphase (PH_CATCH) und der Haltephase (PH_HLD) erhöhten Spannungswert (U_BOOST) zu beaufschlagen, bis ein maximaler Stromwert (I_MAX) erreicht ist, wobei einen Ansteuervorgang für das Zumessen von Fluid die Fangphase (PH_CATCH) mit vorgegebener Fangphasendauer (T_CATCH) und die nachgelagerte Haltephase (PH_HLD) umfasst, – bei Erreichen einer vorgegebenen Bruchteilzeitdauer (T_G_FRAC) während der Fangphase (PH_CATCH), wobei die Bruchteilzeitdauer (T_G_FRAC) kleiner ist als die Fangphasendauer (T_CATCH), einen zugeordneten Bruchteilstromwert (I_FRAC) zu erfassen und eine Diagnose des Einspritzventils abhängig von dem Bruchteilstromwert (I_FRAC) und vorgegebenen minimalen und maximalen Stromschwellenwerten (THD_I_MIN, THD_I_MAX) durchzuführen.
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