DE102007026569A1 - Verfahren zur Ermittlung von Lagerschäden an einem Zylinder einer Rotationsdruckmaschine - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Ermittlung von Lagerschäden an einem Zylinder einer Rotationsdruckmaschine beschrieben, umfassend die Verfahrensschritte: - Erfassung von Auslenkungen eines Zylinders quer zu dessen Achse nahe eines den Zylinder stützenden Lagers während des Betriebs der Rotationsdruckmaschine, - Aufzeichnung der erfassten Auslenkungen, - Analyse der Aufzeichnung, wobei - ein Innenring-Lagerschaden ermittelt wird, wenn ein Ereignis über die Aufzeichnung hinweg eine Innenring-Periodizität zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Innenring des Lagers von zwischen Innen- und Außenring angeordneten Wälzkörpern während der Aufzeichnung überrollt wird, und - ein Außenring-Lagerschaden ermittelt wird, wenn ein Ereignis über die Aufzeichnung hinweg eine Außenring-Periodizität zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Außenring des Lagers von zwischen Innen- und Außenring angeordneten Wälzkörpern während der Aufzeichnung überrollt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung von Lagerschäden an einem Zylinder einer Rotationsdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Um bei der Durchführung von Wartungsarbeiten kostspielige Stillstandszeiten an einer Rotationsdruckmaschine so gering wie möglich zu halten, ist es anstrebsam, Lagerschäden frühzeitig und während des regulären Betriebs der Rotationsdruckmaschine erkennen zu können. Darüber hinaus ist es anstrebsam, ein schadhaftes Lagerbauteil vorab, vorzugsweise während des regulären Betriebs der Rotationsdruckmaschine identifizieren zu können, um das entsprechende Bauteil bereits vor Durchführung der Wartungsarbeiten zu beschaffen.
- Durch die
ist ein Verfahren zur Schadensdiagnose an Wälz- und Gleitlagern bekannt, welches den Effekt nutzt, dass sich bei einem defekten Lager Gleichlaufstörungen aufgrund erhöhter Reibung bzw. infolge von Blockierungseffekten einstellen. Das Verfahren sieht vor, mittels eines zeitlich hoch auflösenden Messwertaufnehmers Ungleichförmigkeiten in der Drehzahl zu ermitteln und das Drehzahlsignal im Zeit- und Frequenzbereich bzw. hinsichtlich der Phasenlage zu bewerten. Nachteilig hieran ist die aufgrund der leistungsstarken Antriebe und der großen Trägheit der Zylinder von Rotationsdruckmaschinen aufwändige, und hinsichtlich einer Früherkennung von Lagerschäden im Bereich des Fehlers des Messwertaufnehmers untergehende Bestimmung von Ungleichförmigkeiten in der Drehzahl eines Zylinders einer Rotationsdruckmaschine.DD 252 102 A3 - Durch die
EP 10 77 372 A2 ist ein Verfahren zur Ermittlung von Schäden an einem sich zyklisch bewegenden Maschinenelement bekannt, bei dem ein durch die Bewegung verursachtes Signal von einem Sensor aufgenommen wird und aus dem Signal ein Anteil mit einer einstellbaren Periode separiert wird. Bei dem Sensor kann es sich um einen an einem Lagerring angeordneten Beschleunigungssensor, einen ein mit einer Maschine hergestelltes Produkt abtastenden Sensor, einen an einem zu untersuchenden Bauteil angeordneten Schwingungsaufnehmer oder um einen an einer Welle oder einem Zahnrad angeordneten Drehzahlaufnehmer handeln. Die Separation erfolgt, indem das Signal einem rotierenden Ringspeicher zugeführt wird, der von zyklisch angeordneten Speicherelementen gebildet wird, die nacheinander mit einem an einem Eingang des Ringspeichers anliegenden Eingangssignal beaufschlagt werden. Die Rotationsfrequenz des Ringspeichers wird dabei mit der Periodendauer der gesuchten Signalanteile in Übereinstimmung gebracht. Die gesuchten Signalanteile werden als Ausgangssignal des Ringspeichers erhalten. Zur Ermittlung von Schäden wird entweder der separierte Teil des Signals, oder der verbleibende Teil des Signals einer Schadensanalyse unterzogen. Nachteilig hieran ist die erforderliche, aufwändig zu bestimmende Periodendauer der gesuchten Signalanteile, auf die die Rotationsfrequenz des Ringspeichers abgestimmt werden muss. Außerdem besteht hierbei die Gefahr, Schäden bestimmter Bauteile durch eine Konzentration auf bestimmte Periodendauern zu übersehen. Schäden an Bauteilen mit Periodendauern, die ein Bediener vor Ausführung des Verfahrens übersieht, nicht erkennt, oder zu berücksichtigen vergisst und auf die demnach auch die Rotationsfrequenz des Ringspeichers nicht abgestimmt wird, bleiben unerkannt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Ermittlung von Lagerschäden an einem Zylinder einer Rotationsdruckmaschine zu schaffen.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Ein Verfahren zur Ermittlung von Lagerschäden an einem Zylinder einer Rotationsdruckmaschine umfasst demnach die Verfahrensschritte:
- – Erfassung von Auslenkungen eines Zylinders der Rotationsdruckmaschine quer zu dessen Achse nahe eines den Zylinder im Bereich eines seiner Enden stützenden Lagers während des Betriebs der Rotationsdruckmaschine,
- – Aufzeichnung der erfassten Auslenkungen,
- – Analyse der Aufzeichnung anhand der Periodizität von in der Aufzeichnung erkennbarer Ereignisse, wobei
- – ein Innenring-Lagerschaden ermittelt wird, wenn ein in der Aufzeichnung erkennbares, periodisch wiederkehrendes Ereignis über die Aufzeichnung hinweg eine Innenring-Periodizität zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Innenring des Lagers von zwischen Innen- und Außenring angeordneten Wälzkörpern während der Aufzeichnung überrollt wird, und
- – ein Außenring-Lagerschaden ermittelt wird, wenn ein in der Aufzeichnung erkennbares, periodisch wiederkehrendes Ereignis über die Aufzeichnung hinweg eine Außenring-Periodizität zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Außenring des Lagers von zwischen Innen- und Außenring angeordneten Wälzkörpern während der Aufzeichnung überrollt wird.
- Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass mit einfachen Mitteln während des Betriebs einer Rotationsdruckmaschine Lagerschäden frühzeitig, lange vor dem Eintritt von Betriebsstörungen durch einen Ausfall des Lagers ermittelt und schadhafte Lagerbauteile vorab, während des regulären Betriebs der Rotationsdruckmaschine identifizieren werden können.
- Dabei werden vorzugsweise zumindest Auslenkungen des Zylinders in vertikaler Richtung quer zu dessen Achse erfasst. Dies ist vorteilhaft, da in dieser Richtung durch Einwirkung der Schwerkraft sowohl die höchste Lagerbelastung und damit die höchste Schadenswahrscheinlichkeit besteht, als auch dass der Zylinder in dieser Richtung bei einem sich anbahnenden oder bestehenden Lagerschaden aufgrund seiner Gewichtskraft beim Überrollen eines Lagerschadens eine Auslenkung zeigt.
- Die Analyse der Aufzeichnung erfolgt vorzugsweise über eine Umdrehung des Zylinders, wobei die Analyse einen Innenring-Lagerschaden ergibt, wenn ein in der Aufzeichnung erkennbares, periodisch wiederkehrendes Ereignis über eine Umdrehung des Zylinders hinweg eine Innenring-Periodizität zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Innenring des Lagers von zwischen Innen- und Außenring angeordneten Wälzkörpern während einer Umdrehung des Zylinders überrollt wird, und einen Außenring-Lagerschaden ergibt, wenn ein in der Aufzeichnung erkennbares, periodisch wiederkehrendes Ereignis über eine Umdrehung des Zylinders hinweg eine Außenring-Periodizität zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Außenring des Lagers von zwischen Innen- und Außenring angeordneten Wälzkörpern während einer Umdrehung des Zylinders überrollt wird.
-
- DI:
- Innenringdurchmesser
- MDR:
- Mittlerer Durchmesser Rollenbahn
- NR:
- Anzahl der Wälzkörper (Rollen).
-
- Zur Erfassung einer Umdrehung des Zylinders, bzw. als Indikator für volle Umdrehungen des Zylinders, kann ein Impulsgeber, beispielsweise in Form einer optisch abtastbaren Umdrehungsmarkierung am Umfang des Zylinders angeordnet und abgetastet werden, um ein jeweils eine Umdrehung des Zylinders anzeigendes Signal zu erhalten. Dieses Signal wird vorzugsweise synchron mit der Aufzeichnung erfasst.
- Zur Erfassung von Auslenkungen kann mindestens ein Auslenkungen eines Zylinders der Rotationsdruckmaschine abtastender Messtaster nahe eines den Zylinder im Bereich eines seiner Enden stützenden Lagers z. B. gestellfest angeordnet werden. Der gestellfest angeordnete Messtaster erzeugt dabei ein den Auslenkungen der abgetasteten Oberfläche gegenüber dem gestellfesten Messtaster bzw. ein dem Abstand der Oberfläche des Zylinders gegenüber dem gestellfest angeordneten Messtaster proportionales Signal.
- Vorzugsweise arbeitet der Messtaster berührungslos. So können beispielsweise Sensoren als Messtaster verwendet werden, mit denen eine Bestimmung von Abständen durch akustische oder optische Laufzeitmessungen oder durch optische Interferenzmessungen möglich sind. Ebenso ist denkbar, einen induktiven oder kapazitiven Messtaster zu verwenden.
- Um Lagerschäden nicht nur in einer Richtung ermitteln zu können, sind vorzugsweise zwei um 90° zueinander um die Achse des Zylinders versetzt angeordnete Messtaster vorgesehen.
- Die Signale mehrerer Messtaster können getrennt, oder gemeinsam aufgezeichnet werden. Im Falle einer gemeinsamen Aufzeichnung können die Signale der einzelnen Messtaster entsprechend deren unterschiedlicher Umfangspositionen am Zylinder phasenverschoben aufgezeichnet werden.
- Vorzugsweise ist mindestens ein Messtaster in einer solchen Position angeordnet, dass im Bereich eines Lagerschadens eine Auslenkung des Zylinders durch die Schwerkraft erfolgt.
- Die Aufzeichnung der erfassten Auslenkungen kann beispielsweise in einem Auslenkungs-Zeit-Diagramm, oder in einem mittels beispielsweise am Umfang des Zylinders gleichmäßig verteilt angeordneter und abgetasteter Impulsgeber erstellten Auslenkungs-Drehwinkel-Diagramm erfolgen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Ermittlung von Lagerschäden an einem Zylinder einer Rotationsdruckmaschine; -
2 eine durch ein Verfahren zur Ermittlung von Lagerschäden an einem Zylinder einer Rotationsdruckmaschine gewonnene Aufzeichnung des Verlaufs der Auslenkung des Zylinders über etwa einer Umdrehung; -
3 eine schematische Darstellung eines Lagers. - Bei einer in
1 dargestellten Vorrichtung01 zur Durchführung eines Verfahrens zur Ermittlung von Lagerschäden10 an einem Zylinder02 einer Rotationsdruckmaschine ist ein gestellfest angeordneter, induktiver Messtaster03 vorgesehen, um vertikale Auslenkungen04 des Zylinders02 der Rotationsdruckmaschine quer zu dessen Achse nahe eines den Zylinder02 im Bereich eines seiner Enden stützenden Lagers05 während des Betriebs der Rotationsdruckmaschine berührungslos zu erfassen. Jedes mal, wenn ein Wälzkörper12 des Lagers05 im Laufe einer Umdrehung U des Zylinders02 einen Lagerschaden10 durchlaufen, macht sich dies in einer durch den Messtaster03 erfassbaren vertikalen Auslenkung04 bemerkbar. Die Lage13 des Zylinders02 beim Überrollen eines Lagerschadens10 ist durch die gestrichelte Linie stark überhöht angedeutet. Eine vom Messtaster03 erfasste Auslenkung14 einer Oberfläche des Zylinders02 hängt entsprechend den trigonometrischen Gesetzmäßigkeiten von der Winkellage des Messtasters03 zur Achse des Zylinders02 von der vertikalen Auslenkung04 ab und ist somit direkt proportional der vertikalen Auslenkung04 . - Die Auslenkungen
04 bzw.14 werden kontinuierlich oder in kurzen zeitlichen Abständen im Bereich von Millisekunden in diskreten Schritten aufgezeichnet. Die Aufzeichnung08 kann mittels eines Milligraphen06 oder elektronisch, beispielsweise mittels eines Personal-Computers oder einer Steuereinrichtung am Maschinenleitstand der Rotationsdruckmaschine erfolgen. Um durch vorzugsweise berührungsloses Abtasten ein Maß für jeweils eine volle Umdrehung U des Zylinder02 zu erhalten, ist eine beispielsweise optisch oder induktiv erfassbare Umdrehungsmarkierung11 am Umfang des Zylinders02 angeordnet. Sowohl der Messtaster03 , als auch die Umdrehungsmarkierung11 können im Bereich eines Schmitzrings und/oder Messrings und/oder Zapfens und/oder Ballens des Zylinders02 angeordnet sein. - Als Messergebnis wird eine in
2 näher dargestellte Aufzeichnung08 beispielsweise in Form eines Auslenkungs-Zeit-Diagramms07 erhalten. Ebenso ist ein Auslenkungs-Drehwinkel-Diagramm geeignet, bei dem die Auslenkungen04 bzw.14 über einem kontinuierlich oder in diskreten Schritten fortschreitenden Drehwinkel des Zylinders02 aufgetragen werden. Mittels einer geeigneten Analyseeinrichtung – entweder manuell, oder computergestützt elektronisch – wird anschließend eine Analyse der Aufzeichnung08 anhand der Periodizität von in der Aufzeichnung08 erkennbarer Ereignisse09 durchgeführt. - Dabei wird ein Innenring-Lagerschaden ermittelt, wenn ein in der Aufzeichnung
08 erkennbares, periodisch wiederkehrendes Ereignis09 in der Aufzeichnung08 über eine Umdrehung U des Zylinders02 hinweg eine Innenring-Periodizität IP zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Innenring15 des Lagers05 (3 ) von zwischen Innen-15 und Außenring16 angeordneten Wälzkörpern12 (3 ) während einer Umdrehung U des Zylinders02 überrollt wird. Ein Außenring-Lagerschaden wird demgegenüber ermittelt, wenn ein in der Aufzeichnung erkennbares, periodisch wiederkehrendes Ereignis09 über die Aufzeichnung hinweg eine Außenring-Periodizität AP zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Außenring16 des Lagers05 (3 ) von zwischen Innen-15 und Außenring16 angeordneten Wälzkörpern12 (3 ) während einer Umdrehung U des Zylinders02 überrollt wird. -
-
- Im Ausführungsbeispiel ist
- DI
- = 137 mm;
- DA
- = 165 mm;
- MDR
- = 151 mm;
- NR
- = 27.
- Demnach ist der Wälzkörperdurchmesser DW = 14 mm.
- Aus den obigen Angaben ergibt sich im Ausführungsbeispiel eine Außenring-Periodizität AP von AP = 12,25 und eine Innenring-Periodizität IP von IP = 14,75.
- Wird die in
2 dargestellten Aufzeichnung08 näher betrachtet, sind die Ereignisse09 deutlich wiederkehrend erkennbar. Über eine volle Umdrehung U des Zylinders02 teilen die von 0 bis 12 durchnummerierten Ereignisse09 die Aufzeichnung08 in 12,25 Teile. - Dies entspricht der Außenring-Periodizität AP, weshalb die Analyse zu einem Außenring-Lagerschaden kommt.
-
- 01
- Vorrichtung
- 02
- Zylinder
- 03
- Messtaster
- 04
- Auslenkung
- 05
- Lager
- 06
- Milligraph
- 07
- Auslenkungs-Zeit-Diagramm
- 08
- Aufzeichnung
- 09
- Ereignis
- 10
- Lagerschaden
- 11
- Umdrehungsmarkierung
- 12
- Wälzkörper
- 13
- Lage
- 14
- Auslenkung
- 15
- Innenring
- 16
- Außenring
- AP
- Außenring-Periodizität
- DA
- Außenringdurchmesser
- DI
- Innenringdurchmesser
- DW
- Wälzkörperdurchmesser
- U
- Umdrehung
(
02 ) - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DD 252102 A3 [0003]
- - EP 1077372 A2 [0004]
Claims (13)
- Verfahren zur Ermittlung von Lagerschäden (
10 ) an einem Zylinder (02 ) einer Rotationsdruckmaschine mit Folgenden Verfahrensschritten: – Erfassung von Auslenkungen (04 ;14 ) eines Zylinders (02 ) quer zu dessen Achse nahe eines den Zylinder (02 ) stützenden Lagers (05 ) während des Betriebs der Rotationsdruckmaschine, – Aufzeichnung der erfassten Auslenkungen (04 ;14 ), – Analyse der Aufzeichnung (07 ,08 ), wobei – ein Innenring-Lagerschaden ermittelt wird, wenn ein Ereignis (09 ) über die Aufzeichnung (07 ,08 ) hinweg eine Innenring-Periodizität (IP) zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Innenring (15 ) des Lagers (05 ) von zwischen Innen- (15 ) und Außenring (16 ) angeordneten Wälzkörpern (12 ) während der Aufzeichnung (07 ,08 ) überrollt wird, und – ein Außenring-Lagerschaden ermittelt wird, wenn ein Ereignis (09 ) über die Aufzeichnung (07 ,08 ) hinweg eine Außenring-Periodizität (AP) zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Außenring (16 ) des Lagers von zwischen Innen- (15 ) und Außenring (16 ) angeordneten Wälzkörpern (12 ) während der Aufzeichnung (07 ,08 ) überrollt wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest Auslenkungen (
04 ) des Zylinders (02 ) in vertikaler Richtung quer zu dessen Achse erfasst werden. - Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Analyse der Aufzeichnung (
07 ,08 ) über eine Umdrehung (U) des Zylinders (02 ) erfolgt, wobei die Analyse einen Innenring-Lagerschaden ergibt, wenn ein in der Aufzeichnung (07 ,08 ) erkennbares Ereignis (09 ) über eine Umdrehung (U) des Zylinders (02 ) hinweg eine Innenring-Periodizität (IP) zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Innenring (15 ) des Lagers (05 ) von zwischen Innen- (15 ) und Außenring (16 ) angeordneten Wälzkörpern (12 ) während einer Umdrehung (U) des Zylinders (02 ) überrollt wird, und einen Außenring-Lagerschaden ergibt, wenn ein in der Aufzeichnung (07 ,08 ) erkennbares Ereignis (09 ) über eine Umdrehung (U) oder mehrere Umdrehungen (U) des Zylinders (02 ) hinweg eine Außenring-Periodizität (AP) zeigt, die derjenigen Zahl entspricht, wie oft eine Umfangsposition am Außenring (16 ) des Lagers (05 ) von zwischen Innen- (15 ) und Außenring (16 ) angeordneten Wälzkörpern (12 ) während einer Umdrehung (U) des Zylinders (02 ) überrollt wird. - Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung einer Umdrehung (U) des Zylinders (
02 ) ein Impulsgeber (11 ) am Umfang des Zylinders (02 ) angeordnet und abgetastet wird, um ein jeweils eine Umdrehung (U) oder mehrere Umdrehungen (U) des Zylinders (02 ) anzeigendes Signal zu erhalten, wobei dieses Signal synchron mit der Aufzeichnung (07 ,08 ) erfasst wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung von Auslenkungen (
04 ;14 ) des Zylinders nahe einem den Zylinder (02 ) stützenden Lagers (05 ) mindestens ein Auslenkungen (14 ) einer Oberfläche eines Zylinders (02 ) abtastender Messtaster (03 ) nahe eines den Zylinder (02 ) stützenden Lagers (05 ) gestellfest angeordnet wird, welcher Messtaster (03 ) ein den Auslenkungen (14 ) der abgetasteten Oberfläche gegenüber dem gestellfesten Messtaster (03 ) proportionales Signal erzeugt. - Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Messtaster (
03 ) berührungslos oder berührend arbeitet. - Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei um 90° zueinander versetzt angeordnete Messtaster (
03 ) vorgesehen sind. - Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale mehrerer Messtaster (
03 ) getrennt aufgezeichnet werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale mehrerer Messtaster (
03 ) gemeinsam aufgezeichnet werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Messtaster (
03 ) in einer solchen Position angeordnet ist, dass im Bereich eines Lagerschadens (10 ) eine Auslenkung (04 ) des Zylinders (02 ) durch die Schwerkraft erfolgt. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzeichnung (
07 ,08 ) der erfassten Auslenkungen (04 ,14 ) in einem Auslenkungs-Zeit-Diagramm (07 ) erfolgt. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzeichnung (
07 ,08 ) der erfassten Auslenkungen (04 ,14 ) in einem Auslenkungs-Drehwinkel-Diagramm erfolgt. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Auslenkungen (
04 ;14 ) am Ballen und/oder Zapfen und/oder Schmitzring und/oder Messring des Zylinders (02 ) erfolgt.
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