-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
1. Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum
Reinigen von Abgas aus einem Verbrennungsmotor unter Verwendung
eines Katalysators. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Abgasreinigungssystem
mit einem zusätzlichen Kraftstoffventil,
das einen Kraftstoff einer Abgasleitung zuführt, sowie ein Abgasreinigungsverfahren zum
Zuführen
eines Kraftstoffs zu der Abgasleitung.
-
2. Beschreibung des einschlägigen Stands
der Technik
-
Im
Allgemeinen arbeiten Magerverbrennungsmotoren wie Dieselmotoren
vorwiegend im Magerverbrennungsmodus bei einem hohen Kraftstoff-Luftverhältnis (mageres
Gemisch). Somit sind solche Verbrennungsmotoren im Allgemeinen in
der Abgasleitung mit einem NOx-Speicherkatalysator ausgestattet,
um das Abgas durch Absorbieren der im Abgas enthaltenen Stickoxide
(die nachstehend als „NOx" bezeichnet werden)
zu reinigen.
-
Wenn
die NOx-Menge, die durch den NOx-Speicherkatalysator absorbiert
wird, eine Sättigung
erreicht, ist eine NOx-Reduktionsreaktion notwendig, um die NOx-Speicherkapazität des Katalysators
wiederherzustellen. Ein Lösungsansatz
zum Reduzieren von NOx ist es, ein NOx-Reduktionsmittel (Leichtöl oder einen
anderen Kraftstoff) stromauf des NOx-Speicherkatalysators in der
Abgasleitung hinzuzufügen,
um die Sauerstoffkonzentration in der katalytischen Umwandlungseinrichtung
zu verringern, und dann Reduktionsmittel wie überschüssigen Kohlenwasserstoff und
Kohlenmonoxid zu verwenden, um die NOx-Reduktion zu fördern.
-
Das
Abgas von diesen Dieselmotoren enthält Partikel, deren Hauptbestandteil
ein Kohlenstoff ist (und die nachstehend als „PM" bezeichnet werden), Ruß, einen
organisch löslichen
Partikelanteil (SOF) und so weiter. Diese Emissionen bewirken eine
Luftverschmutzung. Ein herkömmliches
Abgasreinigungssystem für
Dieselmotoren, das dafür
konzipiert ist, solche PM und andere Emissionen zu reinigen, weist
einen Partikelfilter auf, der in der Abgasleitung angeordnet ist.
Dieser Partikelfilter fängt
die in dem Abgas enthaltenen PM, die durch die Abgasleitung gelangen,
auf, wodurch die Menge der PM-Emissionen, die in die Atmosphäre freigegeben werden,
reduziert wird. Ein Dieselpartikelfilter (DPF) oder ein Diesel-Partikel-NOx-Reduktionssystem-(DPNR)-Katalysator kann
als Partikelfilter verwendet werden.
-
Die
PM-Ablagerungen sammeln sich auf dem Partikelfilter an, während die
Menge der PM, die in dem Filter aufgefangen worden ist, zunimmt,
wodurch bewirkt wird, dass der Partikelfilter durch die PM-Ablagerungen
verstopft wird. Somit nimmt ein Druckverlust des Abgases, das durch
den Partikelfilter gelangt, zu, und dementsprechend nimmt ein Verbrennungsmotorabgas-Gegendruck
zu. Dadurch wird die Abgabeleistung des Verbrennungsmotors sowie
die Kraftstoffersparnis reduziert. Um die vorstehenden Probleme
zu lösen,
wird in der herkömmlichen
Technik ein Kraftstoff der Abgasleitung (stromauf des Partikelfilters)
zugeführt,
um die Abgastemperatur zu erhöhen,
wodurch eine Oxidation (Verbrennung) der PM-Ablagerungen auf dem
Partikelfilter gefördert
wird (PM-Katalysator-Regenerationsprozess).
-
Wie
vorstehend beschrieben, wird in dem NOx-Reduktionsprozess und dem
PM-Katalysator-Regenerationsprozess,
die beide dazu dienen, die Abgasreinigungsleistung des Katalysators
aufrechtzuerhalten, ein Kraftstoff der Abgasleitung unter Verwendung
eines zusätzlichen
Kraftstoffventils zugeführt,
das in der Abgasleitung angeordnet ist. Weil die Einspritzöffnung des
zusätzlichen
Kraftstoffventils zur Innenseite der Abgasleitung freiliegt, können einige
in dem Abgas enthaltene Substanzen, wie Ruß und SOF, können an
der Öffnung
des Ventils haften bleiben und Ablagerungen bilden. Dies gibt Anlass zur
Sorge, dass, indem die Ablagerungen einem eine hohe Temperatur aufwei senden
Abgas ausgesetzt werden, sich die Eigenschaften der Substanzen verändern und
sich diese Substanzen verfestigen können und die Öffnung des
Ventils verstopft wird. Eine beispielhafter Lösungsansatz zum Verhindern,
dass das zusätzliche
Kraftstoffventil verstopft, ist in der japanischen Patentschrift
2003-222019 beschrieben, in der ein Kraftstoff jederzeit zugeführt wird,
außer während einer
NOx-Reduktion und einer PM-Katalysatorregeneration, um die Temperatur
des distalen Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils zu verringern.
-
Das
Volumen der Saugluft in den Verbrennungsmotor wird beispielsweise
aufgrund von Veränderungen
in der Umgebung, wie z. B. Veränderungen des
atmosphärischen
Drucks beim Fahren von einer niedrigen Höhenlage auf eine erhöhte Höhenlage oder
beim Schalten von einem normalen Fahrbetrieb auf einen transienten
Fahrbetrieb, verringert. Dies führt
zu einer Erhöhung
der Menge der PM-Emissionen. Während
die Menge der PM-Emissionen zunimmt, nimmt auch die Menge der PM
zu, die an der Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils haften bleiben und in diese eintreten, was dazu
beiträgt,
dass sich dort PM-Ablagerungen ausbauen können. Die PM-Ablagerungen können die
Einspritzeinöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils verstopfen.
-
Um
ein derartiges Problem wie die Verstopfung einer Einspritzöffnung zu
lösen,
kann die zusätzliche
Kraftstoffmenge (die zusätzliche
Kraftstoffmenge pro Zeiteinheit) angepasst werden, wenn die Menge
der PM-Emissionen den maximalen Wert der zulässigen Fluktuation erreicht.
Die Anpassung der zusätzlichen
Kraftstoffmenge auf diese Weise gibt jedoch Anlass zur Sorge im
Hinblick auf die Tendenz zu einer reduzierten Kraftstoffersparnis.
-
KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Die
Erfindung sieht ein Abgasreinigungssystem vor, das eine Kraftstoffersparnis
aufrechterhält, während eine
Verstopfung der Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils verhindert wird.
-
Ein
erster Aspekt der Erfindung bezieht sich auf ein Abgasreinigungssystem
mit einem Katalysator, der in einer Abgasleitung in einem Verbrennungsmotor
angeordnet ist, und einem zusätzlichen
Kraftstoffventil zum Zuführen
eines Kraftstoffs in die Abgasleitung. Das Abgasreinigungssystem
beinhaltet eine Anpassungseinrichtung zum Anpassen der Kraftstoffmenge,
die, basierend auf der Variation der Menge der Partikelemissionen
aus einem Verbrennungsraum in dem Verbrennungsmotor, der Abgasleitung
von dem zusätzlichen
Kraftstoffventil zugeführt
wird.
-
Ein
zweiter Aspekt der Erfindung ist ähnlich dem ersten Aspekt, außer dass
das Abgasreinigungssystem ferner eine Anpassungseinrichtung beinhaltet,
die die Menge des Kraftstoffs anpasst, die, basierend auf der Variation
der Menge der Partikel-(PM)-Emissionen
aus dem Verbrennungsraum in dem Verbrennungsmotor, von dem zusätzlichen Kraftstoffventil
der Abgasleitung pro Zeiteinheit zugeführt wird.
-
Das
Volumen der in den Verbrennungsmotor gelangenden Saugluft nimmt
bei Veränderungen
der Umgebung ab, wie z. B. Veränderungen
des atmosphärischen
Drucks aufgrund eines Fahrbetriebs von einer niedrigen Höhenlage
auf eine erhöhte
Höhenlage
oder beim Schalten von einem normalen Fahrbetrieb in einen transienten
Fahrbetrieb. Dies führt
zu einer Erhöhung
der Menge der PM-Emissionen. Angesichts einer solchen Situation
wird die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit basierend auf der Variation der Menge der PM-Emissionen
(z. B. Variation im Ist-Saugluftvolumen) angepasst. Dadurch wird
eine Kraftstoffversorgungsmenge bereitgestellt, die der Variation
der Menge der PM-Emissionen entspricht, wodurch eine übermäßige Kraftstoffversorgung
verhindert wird. Daher wird eine Verstopfung der Einspritzöffnung des
zusätzli chen
Kraftstoffventils verhindert, während
die Ersparnis an Kraftstoff aufrechterhalten wird.
-
Gemäß dem zweiten
Aspekt wird ein Lösungsansatz
zum Anpassen der Kraftstoffversorgungsmenge pro Zeiteinheit geschaffen,
in dem ein Referenz-Kraftstoffzuführintervall mit einem Korrekturkoeffizienten
multipliziert wird, um ein Soll-Kraftstoffzuführintervall zu bestimmen, wobei
das Referenz-Kraftstoffzuführintervall
von der Betriebsbedingung des Verbrennungsmotors abhängt und
der Korrekturkoeffizient von der Variation der Menge der PM-Emissionen
abhängt.
Insbesondere bei diesem Lösungsansatz,
wenn das Ist-Saugluftvolumen in den Verbrennungsmotor geringer ist
als das Referenz-Saugluftvolumen (wenn das Luftvolumenverhältnis (Ist-Saugluftvolumen
geteilt durch Referenz-Saugluftvolumen) gering ist), wird das Referenz-Kraftstoffzuführintervall
mit einem Korrekturkoeffizienten multipliziert, um das Soll-Kraftstoffzuführintervall
zu bestimmen, wodurch der Korrekturkoeffizient das Kraftstoffzuführintervall ändert oder kürzt, d.
h. ein Erhöhen
der Kraftstoffzuführmenge pro
Zeiteinheit vornimmt.
-
In
dem Abgasreinigungssystem mit dem zusätzlichen Kraftstoffventil zum
Zuführen
eines Kraftstoffs in die Abgasleitung nimmt die Temperatur des distalen
Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils ebenfalls zu, während der atmosphärische Druck (Abgastemperatur)
am distalen Ende des zusätzlichen
Kraftstoffventils von einem voreingestellten Referenzwert zunimmt,
wodurch PM-Ablagerungen erzeugt werden. Die PM-Ablagerungen können die Einspritzöffnung des
Kraftstoffzuführventils
verstopfen. Daher entsteht die Notwendigkeit, die Kraftstoffzuführmenge
zu erhöhen.
Angesichts dieser Situation wird gemäß einem dritten Aspekt der
Erfindung das Soll-Kraftstoffzuführintervall
unter Berücksichtigung der
Temperatur des distalen Endes des zusätzlichen Kraftstoffventils
bestimmt.
-
Der
dritte Aspekt der Erfindung ist ähnlich dem
ersten Aspekt der Erfindung, ausgenommen, dass das Abgasreinigungssystem
ferner folgende Merkmale beinhaltet: eine Anpassungseinrichtung zum
Anpassen des Kraftstoffzuführintervalls
zum Zuführen eines
Kraftstoffs von dem zusätzlichen
Kraftstoffventil in die Abgasleitung basierend auf der Variation
der Menge der Partikelemission aus dem Verbrennungsraum in dem Verbrennungsmotor
(Variation der Menge der PM-Emissionen); und eine zusätzliche
Kraftstoffventiltemperatur-Schätzeinrichtung zum
Schätzen
einer Temperatur des zusätzlichen Kraftstoffventils.
Die Anpasseinrichtung vergleicht einen ersten und zweiten Korrekturkoeffizienten
miteinander, wobei der erste Korrekturkoeffizient das Kraftstoffzuführintervall ändert oder
kürzt,
wenn das Ist-Saugluftvolumen in dem Verbrennungsmotor geringer ist
als das Referenz-Saugluftvolumen, und der zweite Korrekturkoeffizient
das Kraftstoffzuführintervall ändert oder
kürzt,
wenn die Temperatur des zusätzlichen
Kraftstoffventils, die durch die zusätzliche Kraftstoffventiltemperatur-Schätzeinrichtung
geschätzt
wird, zunimmt. Das Referenz-Kraftstoffzuführintervall wird mit entweder
dem ersten oder zweiten Korrekturkoeffizienten, der in ein kürzeres Kraftstoffzuführintervall
resultiert, multipliziert, um das Soll-Kraftstoffzuführintervall
zu bestimmen.
-
Wie
vorstehend beschrieben, wird der Korrekturkoeffizient, der in ein
kürzeres
Kraftstoffzuführintervall
(eine größere Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit) resultiert, ausgewählt, um das Referenz-Kraftstoffzuführintervall
anzupassen, wobei ein Korrekturkoeffizient von der Variation der
PM-Emissionen abhängt,
der andere Korrekturkoeffizient von der Temperatur des distalen
Endes des zusätzlichen Kraftstoffventils
abhängt.
Dadurch wird ermöglicht, dass
das Kraftstoffzuführintervall
für jeweils
eine der beiden Bedingungsänderungen,
bei der es wahrscheinlicher ist, dass eine Verstopfung der Einspritzöffnung des
zusätzlichen
Kraftstoffventils verursacht wird, angepasst werden kann; wobei
die Bedingungsänderungen
sich auf einen Anstieg der Temperatur des distalen Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils und auf einen Anstieg der Menge der PM-Emissionen
aufgrund von Veränderungen
in der Umgebung oder während
Fahrbedingungen im transienten Fahrbetrieb beziehen. Dadurch kann
eine Verstopfung der Einspritzöffnung
des zusätzlichen Kraftstoffventils
wirksam verhindert werden. Außerdem
wird eine Kraftstoffzuführmenge,
die für
die vorstehende spezifische Bedingungsränderung passend ist, bereitgestellt.
Dadurch wird eine übermäßige Kraftstoffzufüh rung verhindert.
Während
daher die Kraftstoffersparnis aufrechterhalten wird, wird eine Verstopfung
der Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffsventils verhindert.
-
Obwohl
eine Erhöhung
der Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit eine Verstopfung der Einspritzöffnung des zusätzlichen
Kraftstoffventils verhindert, reagiert der Kraftstoff mit dem Sauerstoff
in dem Katalysator, wodurch bewirkt werden kann, dass die Katalysatortemperatur
einen bestimmten Wertebereich überschreitet
(z. B. 750 C). Es gibt einen Vorschlag für einen Lösungsansatz, um diese Situation zu
vermeiden, bei der, wenn eine Katalysatortemperatur größer oder
gleich einem vorgeschriebenen Wert ist, die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit abhängig
von der Katalysatortemperatur (d. h. eine Variation der Katalysatortemperatur
in Bezug auf den voreingestellten Wert) reduziert wird. Dieser Lösungsansatz
trägt dazu
bei, die Problematik einer thermischen Verschlechterung des Katalysators
aufgrund von übermäßig hohen
Katalysatortemperaturen, die durch die erhöhte Kraftstoffzuführmenge
bewirkt werden, zu verhindern.
-
Es
wird ein beispielhafter Lösungsansatz vorgeschlagen,
um die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit zu reduzieren, wobei das Soll-Kraftstoffzuführintervall,
das kürzer
ist als das Referenz-Kraftstoffzuführintervall, (z. B. das korrigierte
Soll-Kraftstoffzuführintervall)
verwendet wird, um die Kraftstoffzuführdauer pro Intervall zu kürzen, wie
in 8 gezeigt ist. Dieser Lösungsansatz stellt nicht nur
ein kürzeres
Kraftstoffzuführintervall
sicher, das eine Verstopfung der Einspritzöffnung des zusätzlichen Kraftstoffventils
verhindern kann, sondern stellt auch eine geringere Gesamtkraftstoffzuführmenge
sicher. Somit wird, während
ein übermäßiger Anstieg
der Katalysatortemperatur verhindert wird, eine Verstopfung der
Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils ebenfalls verhindert.
-
Es
wird ein weiterer Lösungsansatz
vorgeschlagen, um einen übermäßigen Anstieg
der Katalysatortemperatur zu verhindern, wobei eine restriktive Korrektur
oder eine Erhöhung
der Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit ausgeführt
wird, so dass die Katalysatortemperatur, die basierend auf der Abgastemperatur
geschätzt
wird, keinen vorgeschriebenen Wert überschreitet.
-
Die
Erfindungen gemäß dem zweiten
und dritten Aspekt können
ferner eine Katalysatortemperatur-Erfassungseinrichtung beinhalten,
die eine Temperatur des Katalysators erfasst. Wenn die Variation
der Katalysatortemperatur, die durch die Katalysatortemperatur-Erfassungseinrichtung
erfasst wird, größer oder
gleich einem voreingestellten Wert ist, kann die Anpassungseinrichtung
die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit abhängig
von der Variation der Katalysatortemperatur reduzieren.
-
Die
Erfindungen gemäß dem zweiten
und dritten Aspekt können
ferner eine Kühlmitteltemperatur-Erfassungseinrichtung
zum Erfassen der Temperatur des Kühlmittels des Verbrennungsmotors
beinhalten. Wenn die Variation der Kühlmitteltemperatur, die durch
die Kühlmitteltemperatur-Erfassungseinrichtung
erfasst wird, größer oder
gleich einem voreingestellten Wert ist, reduziert die Anpassungseinrichtung
die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit abhängig
von der Variation der Kühlmitteltemperatur.
-
Bei
dem Verbrennungsmotor kann es sich um einen Dieselmotor handeln.
Der Verbrennungsmotor kann in einem Fahrzeug eingebaut sein.
-
Ferner
ist ein vierter Aspekt der Erfindung auf ein Abgasreinigungsverfahren
gerichtet, das einen Kraftstoff der Abgasleitung in einem Verbrennungsmotor
zuführt,
wobei die Abgasleitung eine darin angeordneten Katalysator aufweist.
Das Abgasreinigungsverfahren beinhaltet ein Anpassen der Kraftstoffmenge,
die der Abgasleitung vom zusätzlichen
Kraftstoffventil basierend auf der Variation der Partikelmengenemission
aus einem Verbrennungsraum in dem Verbrennungsmotor zugeführt wird.
-
Gemäß dem vierten
Aspekt kann die Kraftstoffmenge eine Kraftstoffmenge sein, die der
Abgasleitung von dem zusätzlichen
Kraftstoffventil pro Zeiteinheit zugeführt wird.
-
Gemäß dem vierten
Aspekt kann zum Anpassen der Kraftstoffmenge das Referenz-Kraftstoffzuführintervall
mit dem Korrekturkoeffizienten multipliziert werden, der von der
Variation der Partikelemissionsmenge abhängt, um das Soll-Kraftstoffzuführintervall
zu bestimmen.
-
Gemäß dem vierten
Aspekt kann zum Anpassen der Kraftstoffmenge, wenn das Ist-Saugluftvolumen
in den Verbrennungsmotor geringer ist als das Referenz-Saugluftvolumen,
das Referenz-Kraftstoffzuführintervall
mit einem Korrekturkoeffizienten zum Anpassen oder Kürzen des
Kraftstoffzuführintervalls
multipliziert werden, um das Soll-Kraftstoffzuführintervall zu bestimmen.
-
Gemäß dem vierten
Aspekt kann die Kraftstoffmenge ein Intervall eines Kraftstoffs
sein, der von dem zusätzlichen
Kraftstoffventil der Abgasleitung zugeführt wird.
-
Die
Erfindung gemäß dem vierten
Aspekt kann ferner ein Schätzen
der Temperatur des zusätzlichen
Kraftstoffventils beinhalten. Um die Kraftstoffmenge anzupassen,
werden der erste und der zweite Korrekturkoeffizient miteinander
verglichen, wobei der erste Korrekturkoeffizient zum Ändern oder
Kürzen
des Kraftstoffzuführintervalls
dient, wenn das Ist-Saugluftvolumen in den Verbrennungsmotors geringer
ist als das Referenz-Saugluftvolumen, und der zweite Korrekturkoeffizient
zum Ändern
oder Kürzen des
Kraftstoffzuführintervalls
dient, wenn die Temperatur des zusätzlichen Kraftstoffventils
ansteigt, die durch die zusätzliche
Kraftstoffventiltemperatur-Schätzeinrichtung
geschätzt
wird. Dann wird das Referenz-Kraftstoffzuführintervall mit entweder dem ersten
oder zweiten Korrekturkoeffizienten multipliziert, was in ein kürzeres Kraftstoffzuführintervall
resultiert, und das Soll-Kraftstoffzuführintervall wird bestimmt.
-
Die
Erfindung gemäß dem vierten
Aspekt kann ferner ein Erfassen der Temperatur der Katalysatortemperatur
beinhalten. Um die Kraftstoffmenge anzupassen, wenn die Katalysatortemperatur,
die durch die Katalysatortemperatur-Erfassungseinrichtung erfasst
wird, größer oder
gleich einem voreingestellten Wert ist, wird die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit abhängig
von der Katalysatortemperatur reduziert.
-
Gemäß dem vierten
Aspekt kann eine Kraftstoffeinspritzmenge pro Zeiteinheit durch
Anpassen oder Kürzen
des Kraftstoffzuführintervalls
reduziert werden, während
die Kraftstoffzuführdauer
pro Intervall reduziert wird.
-
Ein
fünfter
Aspekt der Erfindung richtet sich auf ein Abgasreinigungssystem
mit folgenden Merkmalen: einen in einer Abgasleitung in einem Verbrennungsmotor
angeordneten Katalysator; ein zusätzliches Kraftstoffventil zum
Zuführen
eines Kraftstoffs in die Abgasleitung; und einen Anpassungsbereich
zum Anpassen einer Kraftstoffmenge, die der Abgasleitung von dem
zusätzlichen
Kraftstoffventil basierend auf der Variation der Partikelemissionsmengen
von einem Verbrennungsraum in dem Verbrennungsmotor zugeführt wird.
-
In
einem sechsten Aspekt der Erfindung kann ein Abgasreinigungsverfahren
ferner ein Anpassen der Kraftstoffmenge beinhalten, die der Abgasleitung
von dem zusätzlichen
Kraftstoffventil basierend auf der Variation der Partikelemissionsmenge
von dem Verbrennungsraum in dem Verbrennungsmotor zugeführt wird.
-
Gemäß den vorstehenden
Aspekten der Erfindung wird angesichts der Menge der PM-Emissionen,
die von der Menge unter Fahrbedingungen auf ebener und normaler
Fahrbahn zunehmen kann, die Kraftstoffzuführmenge pro Zeiteinheit (Kraftstoffzuführintervall)
basierend auf der Variation der Menge der PM-Emissionen angepasst.
Dadurch wird eine Kraftstoffzuführmenge
bereitgestellt, die der Variation der Menge der PM-Emissionen entspricht,
wodurch eine Verstopfung der Einspritzöffnung des zusätzlichen
Kraftstoffventils verhindert wird, während die Kraftstoffersparnis
beibehalten wird.
-
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
-
Die
vorstehenden und weiteren Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung
werden anhand der vorstehenden Beschreibung von beispielhaften Ausführungsformen unter
Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung näher
erläutert,
in der identische Bezugszeichen zur Darstellung identischer Elemente verwendet
werden. Es zeigen:
-
1 ein
schematisches Diagramm, das ein Beispiel für einen Dieselmotor darstellt,
der mit einem erfindungsgemäßen Abgasreinigungssystem
ausgestattet ist.
-
2 ein
Blockdiagramm der Konfiguration eines Steuerungssystems, das eine
ECU beinhaltet.
-
3 ein
Flussdiagramm, das ein Beispiel für einen Korrekturvorgang für ein Kraftstoffzuführintervall,
das durch die ECU ausgeführt
wird, darstellt.
-
4 ein
Kennfeld zum Berechnen eines Referenz-Kraftstoffzuführintervalls,
das in dem Korrekturvorgang eines Kraftstoffzuführintervalls von 3 verwendet
wird.
-
5 ein
Kennfeld, das einen Korrekturkoeffizienten für ein Kraftstoffzuführintervall
darstellt, der in dem Korrekturvorgang des Kraftstoffzuführintervalls
von 3 verwendet wird.
-
6 ein
Kennfeld, das einen λ-Korrekturkoeffizienten
für eine
Menge von PM-Emissionen darstellt, der in dem Korrekturprozess des
Kraftstoffzuführintervalls
von 3 verwendet wird.
-
7 ein
Kennfeld, das einen Korrekturkoeffizienten für ein Kraftstoffzuführintervall
darstellt, der in dem Korrekturprozess des Kraftstoffzuführintervalls
von 3 verwendet wird.
-
8 ein
Kraftstoffzuführintervall
und eine Zuführzeitspanne.
-
9 ein
weiteres Beispiel, das das Kennfeld des Korrekturkoeffizienten eines
Kraftstoffzuführintervalls
darstellt, das abhängig
von der Temperatur des distalen Endes des zusätzlichen Kraftstoffventils
variiert.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Es
erfolgt eine Beschreibung von einer Ausführungsform der Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung. Eine allgemeine Konfiguration eines Dieselmotors
unter Verwendung einer Kraftstoffzuführvorrichtung der Erfindung
wird unter Bezugnahme auf 1 beschrieben.
-
In
dieser Ausführungsform
kann der Dieselmotor 1 (der nachstehend als „Verbrennungsmotor 1" bezeichnet wird)
ein Vierzylindermotor mit einer Common-Rail-Innenzylinder-Direkteinspritzung
sein. Der Verbrennungsmotor 1 beinhaltet als Hauptkomponenten
ein Kraftstoffzuführsystem 2,
Verbrennungsräume 3,
ein Einlasssystem 6 und ein Abgassystem 7.
-
Das
Kraftstoffzuführsystem 3 beinhaltet
eine Kraftstoffzuführpumpe 21,
eine Common-Rail-Leitung 22, Einspritzdüsen (Kraftstoffeinspritzventile) 23,
ein zusätzliches
Kraftstoffventil 25, eine Verbrennungsmotor-Kraftstoffleitung 26 und
eine Kraftstoffleitung 27.
-
Die
Kraftstoffzuführpumpe 21 zieht
von dem Kraftstofftank einen Kraftstoff und setzt den Kraftstoff unter
Druck, um den unter Druck stehenden Kraftstoff der Common Rail 22 durch
die Verbrennungsmotor-Kraftstoffleitung 26 zuzuführen. Die
Common-Rail 22 funktioniert
als eine Sammeleinrichtung zum Beibehalten des Drucks des von der
Kraftstoffzuführpumpe 21 zugeführten Kraftstoffs
auf einem vorgeschriebenen Wert (wobei der Hochdruck-Kraftstoff, der
von der Kraftstoffzuführpumpe 21 zugeführt wird, gesammelt
wird). Die Common-Rail 22 verteilt den angesammelten Kraftstoff
auf die Einspritzdüsen 23. Bei
einer jeweiligen Einspritzdüse 23 handelt
es sich um ein elekt romagnetisch angesteuertes Ventil, das so ausgelegt
ist, dass es sich öffnet,
wenn eine spezifische Spannung angelegt wird, und einen Kraftstoff in
den zugewiesenen Verbrennungsraum 3 sprüht.
-
Die
Kraftstoffzuführpumpe 21 ist
so ausgelegt, dass sie einen Teil des Kraftstoffs, der aus dem Kraftstofftank
gesogen wird, dem zusätzlichen
Kraftstoffventil 25 durch die Kraftstoffleitung 27 zuführt. Das
zusätzliche
Ventil 25 ist ein elektromagnetisch angesteuertes Ventil,
das so ausgelegt ist, dass es sich öffnet, wenn eine spezifische
Spannung angelegt wird, und einen Kraftstoff dem Abgassystem 7 (von
den Auslasskanälen 71 zu
einem Abgaskrümmer 72)
zuführt.
Eine Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 liegt zur Innenseite des Abgassystems 7 frei.
-
Das
Einlasssystem 6 weist einen Einlasskrümmer 63 auf, der mit
den Einlasskanälen,
die in dem Zylinderkopf ausgebildet sind, verbunden ist. Ein Saugrohr 64,
das in der Einlassleitung beinhaltet ist, ist mit dem Ansaugkrümmer 63 verbunden.
Eine Luftreinigungseinrichtung 65, eine Luftströmungsmesseinrichtung 32 und
ein Drosselventil 62 sind in der Einlassleitung in einer
Reihenfolge von der Seite stromauf aus angeordnet. Die Luftmesseinrichtung 32 ist
so ausgelegt, dass sie ein elektrisches Signal abgibt, dass das
Volumen der Luftströmung
in die Saugleitung durch die Luftreinigungseinrichtung 65 anzeigt.
-
Das
Abgassystem 7 weist einen Abgaskrümmer 72 auf, der mit
Abgaskanälen 71 verbunden
ist, die auf dem Zylinderkopf ausgebildet sind. Die Abgasleitungen 73, 74,
die in der Abgasleitung beinhaltet sind, sind mit dem Abgaskrümmer 72 verbunden. Eine
katalytischen Umwandlungseinrichtung 4 ist ebenfalls in
der Abgasleitung angeordnet.
-
Die
katalytischen Umwandlungseinrichtung 4 beinhaltet einen
NOx-Speicherreduktionskatalysator 4a und einen DPNR-Katalysator 4b.
Der NOx-Speicherreduktionskatalysator 4a ist so ausgelegt,
dass er NOx in Gegenwart einer hohen Sauerstoffkonzentration im
Abgas absorbiert, wenn die Sauerstoffkonzentration im Abgas hoch
ist, und NOx zu NO2 oder NO als Emissionen, in Gegenwart einer geringen
Sauerstoffkonzentration und einer großen Menge eines Reduktionselements
(unverbrannter Kraftstoffkomponenten wie HC) im Abgas reduziert, wenn
die Sauerstoffkonzentration gering ist und ein Überschuss eines Reduktionsmittels
(z. B. unverbrannter Kraftstoff wie HC) im Abgas vorhanden ist. Die
NOx-Emissionen in der Form von NO2 oder NO reagieren unmittelbar
mit HC oder CO, das im Abgas enthalten ist, so dass NO2 oder
NO zu N2 reduziert wird. Die Reduktion von
NO2 oder NO zu N2 bewirkt, dass
HC oder CO zu H2O oder CO2 reduziert
wird.
-
Bei
einem Beispiel verwendet der DPNR-Katalysator 4b eine poröse Keramikstruktur,
die den NOx-Speicherreduktionskatalysator beinhaltet. Die PM im
Abgas werden aufgefangen, wenn sie durch die poröse Wand gelangen. Wenn das
Kraftstoff-Luftverhältnis
des Abgases mager ist, absorbiert der NOx-Speicherreduktionskatalysator
ein im Abgas enthaltenes NOx. Wenn das Kraftstoff-Luftverhältnis fett
ist, wird das gespeicherte NOx reduziert. Der DPNR-Katalysator 4b oxidiert
ebenfalls und verbrennt die aufgefangenen Partikel.
-
Das
Abgasreinigungssystem beinhaltet die katalytische Umwandlungseinrichtung 4,
das zusätzliche
Kraftstoffventil 25 und die Kraftstoffleitung 27 sowie
eine elektronische Steuerungseinheit (ECU) 100. Die ECU 100 steuert
den Betrieb des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25.
-
Der
Verbrennungsmotor 1 weist einen Turbolader (Verdichter) 5 auf.
Der Turbolader 5 beinhaltet eine Turbinenwelle 5a,
ein Turbinenrad 5b und ein Verdichterlaufrad 5c,
wobei das Turbinenrad 5b und das Verdichterlaufrad 5c miteinander über die
Turbinenwelle 5a verbunden sind. Das Verdichterlaufrad 5c ist
zur Innenseite des Saugrohrs 64 gerichtet, während das
Turbinenrad 5b zur Innenseite des Abgasrohrs 73 freiliegt.
Der so konfigurierte Turbolader 5 nutzt eine Abgasströmung (Abgasdruck),
die durch das Turbinenrad 5b aufgenommen wird, um das Verdichterlaufrad 5c zu
drehen, um Luft in den Verbrennungsmotor zu zwingen. In dieser Ausführungsform handelt
es sich bei dem Turbolader 5 um einen variablen Düsen-Turbolader
mit einem variablen Düsen-Flügelradmechanismus 5d auf
der Seite des Turbinenrads 5b. Der Ladedruck des Verbrennungsmotors 1 kann
durch Steuern des Öffnungsgrads
des variablen Düsen-Flügelradmechanismus 5d reguliert werden.
-
Das
Einlasssystem 6 weist einen Ladeluftkühler 61 auf, der im
Saugrohr 64 angeordnet ist. Der Ladeluftkühler 61 ist
so ausgelegt, dass er die Saugluft kühlt, deren Temperatur aufgrund
der forcierten Einführung
durch den Turbolader 5 angestiegen ist. Das Drosselventil 62 ist
ebenfalls in dem Saugrohr 64 stromabwärts des Ladeluftkühlers 6l angeordnet. Das
Drosselventil 62 ist ein elektronisch gesteuertes Ventil,
dessen Öffnung
sich kontinuierlich verändert. Das
Drosselventil 62 reduziert den Querschnitt der Saugluftleitung
unter bestimmten Bedingungen, um das Volumen der Saugluft zu steuern
(zu verringern).
-
Der
Verbrennungsmotor 1 weist eine Abgasrückführungs-(AGR)-Leitung 8 auf,
die das Einlasssystem 6 und das Abgassystem 7 miteinander
verbindet. Die AGR-Leitung 8 führt einen Teil des Abgases
nach Bedarf in das Einlasssystem 6 zurück und führt ein solches Abgas zurück in die
Verbrennungsräume 3,
um die Verbrennungstemperatur zu senken. Dadurch wird die NOx-Emissionsmenge
verringert. Die AGR-Leitung 8 weist ein AGR-Ventil 81 und eine
AGR-Kühleinrichtung 82 auf,
die ein Abgas kühlt,
das durch die AGR-Leitung gelangt (rückgeführt wird). Das Volumen der
AGR, die aus dem Abgassystem 7 in das Einlasssystem 6 eingeführt werden
soll (Abgasvolumen, das zurückgeführt werden soll),
kann durch Steuern des Öffnungsgrads
des AGR-Ventils 81 angepasst werden.
-
Es
erfolgt nun eine Beschreibung der Sensoren. Der Verbrennungsmotor 1 weist
mehrere Typen von Sensoren auf, die an spezifischen Positionen desselben
installiert sind. Die Sensoren geben Signale aus, die die Umweltbedingungen
der spezifischen Positionen sowie Signale anzeigen, die die Betriebsbedingungen
des Verbrennungsmotors 1 anzeigen.
-
Die
Luftströmungsmesseinrichtung 32, stromauf
des Drosselventils 62 in dem Einlasssystem 6,
gibt beispielsweise ein Signal aus, das die erfasste Strömungsrate
der Saugluft (Saugluftvolumen) anzeigt. Der Einlasstemperatursensor 33,
der auf dem Ansaugkrümmer 63 angeordnet
sind, gibt ein Signal aus, das die erfasste Temperatur der Saugluft
anzeigt. Der Einlassdrucksensor 34, der auf dem Ansaugkrümmer 63 angeordnet
ist, gibt ein Signal aus, dass den erfassten Druck der Saugluft
anzeigt. Ein A/F-(Kraftstoff-/Luftverhältnis-)Sensor 35,
stromab der katalytischen Umwandlungseinrichtung 4 im Abgassystem 7,
gibt ein Erfassungssignal aus, das abhängig von der Sauerstoffkonzentration
im Abgas kontinuierlich variiert. Ein Abgastemperatursensor 36,
stromab der katalytischen Umwandlungseinrichtung 4 im Abgassystem 7,
gibt ein Signal aus, das die erfasste Abgastemperatur anzeigt. Ein
Rail bzw. Druckleitungs-Drucksensor 37 gibt ein Signal
aus, das den erfassten Druck des Kraftstoffs anzeigt, der in der
Common-Rail 22 gespeichert ist. Ein Kraftstoffdrucksensor 38 gibt
ein Signal aus, das den erfassten Druck des Kraftstoffs anzeigt,
der durch die Kraftstoffleitung 27 strömt (Kraftstoffdruck).
-
Es
erfolgt nun eine Beschreibung der ECU. Wie in 2 gezeigt
ist, beinhaltet die ECU 100 eine CPU 101, einen
ROM 102, einen RAM 103 und einen Backup-RAM 104.
Der ROM 102 speichert mehrere Steuerungsprogramme, Kennfelder,
die zum Ausführen
dieser Steuerungsprogramme verwendet werden sollen, und andere Daten.
Die CPU 101 führt
verschieden Betriebsabläufe
gemäß den jeweiligen Steuerungsprogrammen
und Kennfeldern, die im ROM 102 gespeichert sind, aus.
Die Ergebnisse der Betriebsabläufe
in der CPU 101 und die von den jeweiligen Sensoren eingegebenen
Daten werden vorübergehend
im RAM 103 gespeichert. Der Backup-RAM 104 ist
ein nichtflüchtiger
Speicher zum Sichern von gespeicherten Daten bei Abschaltung der Stromversorgung,
wie z. B. bei einem Abstellen des Verbrennungsmotors 1.
-
Der
ROM 102, die CPU 101, der RAM 103 und
der Backup-RAM 104 sind miteinander über einen Bus 107 verbunden,
während
sie mit einer Eingabeschnittstelle 105 und einer Ausgabeschnittstelle 106 verbunden
sind.
-
Die
Eingabeschnittstelle 105 verbindet die Luftströmungsmesseinrichtung 32,
den Einlasstemperatursensor 33, den Einlassdrucksensor 34,
den A/F-Sensor 35, den Abgas-Temperatursensor 36, den Druckleitungs-Drucksensor 37 und
den Kraftstoffdrucksensor 38. Zusätzlich verbindet die Eingabeschnittstelle 105 einen
Wassertemperatursensor 31, einen Atmosphärendrucksensor 39,
einen Fahrpedalverstellweg-Sensor 40 und einen Kurbelwellenpositionssensor 41.
Der Wassertemperatursensor 31 gibt ein Signal aus, dass
die erfasste Kühlmitteltemperatur
im Verbrennungsmotor 1 anzeigt. Der Atmosphärendrucksensor 39 erfasst
die Atmosphärendruckvariabel
aufgrund von Umweltbedingungen, die eine Höhenlage beinhalten. Der Fahrpedalverstellwegsensor 40 gibt
ein Signal aus, das den erfassten Verstellweg des Fahrpedals anzeigt.
Der Kurbelwellenpositionssensor 41 gibt einen Impuls aus,
wenn die Abtriebswelle (Kurbelwelle) des Verbrennungsmotors 1 sich
um einen gegebenen Winkel dreht. Die Ausgabeschnittstelle 106 verbindet
wiederum die Einspritzdüse 23,
das zusätzliche
Kraftstoffventil 25, den variablen Düsen-Flügelradmechanismus 5d,
das Drosselventil 62, das AGR-Ventil 81 und andere.
-
Die
ECU 100 führt
die jeweiligen Steuerungen in dem Verbrennungsmotor 1 basierend
auf den Ausgaben von den vorstehend angeführten Sensoren aus. Die ECU 100 führt auch
eine PM-Katalysatorregenerationssteuerung und einen Korrekturprozess
des Kraftstoffzuführintervalls
aus, der später
beschrieben wird.
-
Als
nächstes
erfolgt eine Beschreibung der Katalysatorregenerationssteuerung.
Die ECU 100 schätzt
zuerst die Menge der PM-Ablagerungen in dem DPNR-Katalysator 4b ein.
Ein Lösungsansatz zum
Schätzen
der Menge der PM-Ablagerungen ist es, ein Kennfeld zu verwenden,
auf das experimentell ermittelte Daten über den Betrag der PM-Adhäsion aufgetragen
worden sind, die abhängig
von den Betriebsbedingungen des Verbrennungsmotors 1 variiert
(z. B. Abgastemperatur, Kraftstoffeinspritzungsmenge und Verbrennungsmotordrehzahl).
Die Beträge
der PM-Adhäsion,
die von dem Kennfeld abgelesen werden, werden summiert, um so den
Betrag der PM-Ablagerungen zu erhalten. Ein weiterer Lösungsansatz
wäre die
Schätzung
des Betrags der PM-Ablagerungen basierend auf der Fahrzeugreiseentfernung
oder der Fahrdauer. Eine noch wei tere Alternative beinhaltet eine
Verwendung eines Druckdifferenzsensors, der in der katalytischen
Umwandlungseinrichtung 4 angeordnet ist, um die Druckdifferenz zwischen
einer Stelle stromauf und einer Stelle stromabwärts des DPNR-Katalysators 4b zu
erfassen. Die Menge der PM-Ablagerungen, die durch den DPNR-Katalysator 4b abgefangen
wird, wird basierend auf der Ausgabe von dem Druckdifferenzsensor berechnet.
-
Wenn
die geschätzte
Menge der PM-Ablagerungen größer oder
gleich einem spezifizierter Referenzwert ist, bestimmt die ECU 100,
dass sie die Regeneration des DPNR-Katalysators 4b startet,
und führt
die PM-Katalysatorregenerationssteuerung aus. Insbesondere berechnet
die ECU 100 eine Soll-Kraftstoffzuführmenge und ein Zuführintervall
basierend auf der Verbrennungsmotordrehzahl, die von dem Kurbelwellenpositionssensor 41 ausgegeben
wird, unter Bezugnahme auf das Kennfeld, auf das zuvor experimentell
ermittelte Ergebnisse aufgetragen worden sind. Gemäß dem Berechnungsergebnis
steuert die ECU 100 den Betrieb des zusätzlichen Kraftstoffventils 25,
durch das ein Kraftstoff kontinuierlich dem Abgassystem 7 zugeführt wird.
Die Kraftstoffzuführung
führt zu
einem Temperaturanstieg des DPNR-Katalysators 4b, wodurch
eine Oxidation der PM-Ablagerungen in dem DPNR-Katalysator 4b zu H2O und CO2-Emissionen gefördert wird.
-
Im
Gegensatz zur PM-Katalysatorregenerationssteuerung kann die ECU 100 eine
Schwefelvergiftungs-Wiederherstellungssteuerung oder NOx-Reduktionssteuerung
ausführen.
Die Schwefelvergiftungs-Wiederherstellungssteuerung setzt Schwefel aus
dem NOx-Speicherreduktionskatalysator 4a und dem DPNR-Katalysator 4b frei.
Dies wird durch Erhöhen
der Katalysatortemperatur durch kontinuierliches Zuführen von
Kraftstoff aus dem zusätzlichen
Kraftstoffventil 25 erreicht, während das Kraftstoff-Luftverhältnis des
Abgases auf ein stöchiometrisches
oder fetteres Verhältnis
gesteuert wird. Die NOx-Reduktionssteuerung soll das NOx, das in
dem NOx-Speicherreduktionskatalysator 4a und dem DPNR-Katalysator 4b gespeichert
ist, durch intermittierendes Zuführen
von Kraftstoff aus dem zusätzlichen
Kraftstoffventil 25 zu N2, CO2 und H2O reduzieren.
-
Die
PM-Katalysatorregenerationssteuerung, die Schwefelvergiftungs-Wiederherstellungssteuerung
und die NOx-Reduktionssteuerung werden nach Bedarf individuell ausgeführt. Wenn
es erforderlich ist, alle drei Steuerungen gleichzeitig auszuführen, können diese
Steuerungen in der vorstehend beschriebenen Folge ausgeführt werden.
-
Anschließend erfolgt
eine Beschreibung des Korrekturvorgangs des Kraftstoffzuführintervalls.
Wie zuvor festgestellt wurde, nimmt das Saugluftvolumen in den Verbrennungsmotor 1,
der in das Fahrzeug eingebaut ist, im Anschluss an bestimmte Veränderungen
in der Umgebung ab, wie z. B. einer Veränderung des atmosphärischen
Drucks oder bei Schalten von einem Normalfahrbetrieb auf einen transienten Fahrbetrieb.
Dadurch wird die Menge der PM-Emissionen erhöht. Mit dem Anstieg der Menge
der PM-Emissionen nimmt die Menge der PM zu, die in die Einspritzöffnung des
zusätzlichen
Kraftstoffventils 24 gelangen und an ihr haften bleiben,
was dazu beiträgt,
dass sich PM-Ablagerungen aufbauen. Die PM-Ablagerungen können die
Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 verstopfen. Da die Abgastemperatur
am distalen Ende des zusätzlichen Kraftstoffventils 25 von
der voreingestellten Referenztemperatur ansteigt, nimmt die Temperatur
des distalen Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 ebenfalls zu, wodurch PM-Ablagerungen
erzeugt werden. Die PM-Ablagerungen
können
die Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 verstopfen.
-
Um
dieses Problem zu lösen,
wird bei dieser Ausführungsform
ein Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls eminttemp, der
zum Korrigieren des Kraftstoffzuführintervalls verwendet wird,
basierend auf der Temperatur des distalen Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 berechnet. Zusätzlich wird ein Korrekturkoeffizienten
des Kraftstoffzuführintervalls
emintpm, der zum Korrigieren des Kraftstoffzuführintervalls verwendet wird,
basierend auf der Variation der Menge der PM-Emissionen aufgrund von
Veränderungen
in der Umgebung oder während transienter
Fahrbetriebsbedingungen berechnet. Zwischen eminttemp und emintpm
wird der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls, der in eine größere Menge
einer Kraftstoffzuführung
pro Zeiteinheit resultiert, als ein Soll-Kraftstoffzuführintervall ausgewählt. Dadurch
wird das Merkmal der Beibehaltung einer Kraftstoffersparnis geschaffen,
während
eine Verstopfung der Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 verhindert wird.
-
Es
erfolgt nachstehend eine Beschreibung eines spezifischen Beispiels
des Korrekturprozesses des Kraftstoffzuführintervalls unter Bezugnahme
auf das Flussdiagramm in 3. Die ECU 100 führt den Korrekturprozess
des Kraftstoffzuführintervalls
aus. Eine Routine dieses Korrekturprozesses wird zu einem vorbestimmten
Zeitintervall wiederholt.
-
Bei
Schritt ST1 wird die Verbrennungsmotordrehzahl Ne von der Abgabe
des Kurbelwellensensors 41 gelesen, um eine Soll-Kraftstoffzuführmenge Q
basierend auf der Verbrennungsmotordrehzahl Ne unter Bezugnahme
auf ein Kennfeld Ne zu berechnen, wie eines, das in 4 gezeigt
ist. Die Beziehung zwischen der Verbrennungsmotordrehzahl Ne und
der Soll-Kraftstoffzuführmenge
Q wird im Voraus experimentell, durch Berechnungen etc. erhalten. Dann
wird das Kennfeld, das zum Berechnen der Soll-Kraftstoffzuführmenge
Q verwendet wird, erstellt, indem die Beziehung zwischen der Verbrennungsmotordrehzahl
Ne und der Soll-Kraftstoffzuführmenge
Q aufgetragen wird, und in dem ROM 102 der ECU 100 gespeichert.
-
Bei
Schritt ST2 wird ein Referenz-Kraftstoffzuführintervall Tb (siehe 8)
basierend auf der Soll-Kraftstoffzuführmenge Q und der Verbrennungsmotordrehzahl
Ne unter Bezugnahme auf das Kennfeld, das in 4 gezeigt
ist, berechnet. Das Kennfeld zum Berechnen des Referenz-Kraftstoffzuführintervalls
wird ebenfalls mit experimentellen Daten und Berechnungsdaten über die
Beziehung zwischen der Soll-Kraftstoffzuführmenge Q und der Verbrennungsmotordrehzahl
Ne und dem Referenz-Kraftstoffzuführintervall Tb aufgetragen.
Der ROM 102 in der ECU 100 speichert dieses Kennfeld
im Voraus. Bei Schritt ST2 wird eine Referenz-Abgastemperatur (Umgebungstemperatur
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25) auch erhalten, wenn das Referenz-Kraftstoffzuführintervall
Tb berechnet wird.
-
Bei
Schritt ST3 wird der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls
eminttemp, der verwendet wird, um das Kraftstoffzuführintervall
zu korrigieren, basierend auf der Temperatur des distalen Endes
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 berechnet.
-
Insbesondere
wird basierend auf der Differenz zwischen der Referenz-Abgastemperatur,
die bei ST2 erhalten wird, und der Ist-Abgastemperatur (Veränderung
der Abgastemperatur ΔTh)
der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls eminttemp unter
Bezugnahme auf das in 5 gezeigte Kennfeld berechnet.
Das Kennfeld zum Berechnen des Korrekturkoeffizienten des Kraftstoffzuführintervalls,
das in 5 gezeigt ist, wird anhand von experimentell ermittelten
Daten und Berechnungsdaten über
die Beziehung zwischen der Variation der Abgastemperatur ΔTh und dem
Korrekturkoeffizienten des Kraftstoffzuführintervalls eminttemp aufgetragen.
Der ROM 102 in der ECU 100 speichert diese Kennfeld
im Voraus. Der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls
eminttemp wird als ein kleinerer Wert voreingestellt, während die
Variation der Abgastemperatur ΔTh
zunimmt. Während
der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls eminttemp, der
basierend auf der Temperatur des distalen Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils berechnet wird, reduziert wird, wird das Kraftstoffzuführintervall
kürzer.
-
Es
wird darauf hingewiesen, dass die Abgastemperatur (Umgebungstemperatur
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25) unter Verwendung eines spezifischen
Kennfelds zum Berechnen der Abgastemperatur berechnet werden kann.
Das Kennfeld kann experimentell ermittelte Daten und Berechnungsdaten über eine
Verbrennungsmotordrehzahl Ne, eine Einlasstemperatur, einen atmosphärischen Druck
und so weiter als Parameter verwenden. Der ROM 102 in der
ECU 100 kann diese Kennfeld im Voraus speichern. Alternative
kann ein Abgastemperatursensor bereitgestellt werden, um die Abgastemperatur
stromauf des Abgasturboladers 5 zu erfassen und abzugeben.
-
Bei
Schritt ST4 wird der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls
emintpm, der zum Korrigieren des Kraftstoffzuführintervalls verwendet wird, ba sierend
auf der Variation der Menge der PM-Emissionen aufgrund von Veränderungen
in der Umgebung oder während
transienter Fahrbedingungen berechnet.
-
Insbesondere
wird zunächst
ein Luftvolumenverhältnis
und ein λ-(überschüssiges Luftverhältnis)-Korrekturkoeffizient
für eine
Menge von PM-Emissionen berechnet.
-
Es
erfolgt nun eine Beschreibung des Luftvolumenverhältnisses.
Das Luftvolumenverhältnis
gnr wird durch Dividieren des Ist-Saugluftvolumens in den Verbrennungsmotor 1 berechnet,
das anhand des Ausgangssignals des Luftströmungsmessers 32 durch
das Bezugnahme-Saugluftvolumen über
eine Fahrbedingung auf ebener Fahrbahn (Luftvolumenverhältnis gnr
= Saugluftvolumen geteilt durch Referenz-Saugluftvolumen) erhalten
wird.
-
Anschließend erfolgt
eine Beschreibung der Berechnung des λ-Korrekturkoeffizienten für eine Menge
von PM-Emissionen. Basierend auf dem Luftvolumenverhältnis gnr,
das in dem vorstehend erwähnten
Prozess berechnet wird, und dem atmosphärischen Druck (erfasster Wert),
der anhand des Ausgangssignals des atmosphärischen Drucksensors 39 erhalten
wird, wird der λ-Korrekturkoeffizient emgpmlmd
für eine
Menge von PM-Emissionen unter Bezugnahme auf eine Kennfeld von 6 berechnet.
Das λ-Korrekturkoeffizienten-Kennfeld
von 6 wird mit experimentell ermittelten Daten und Berechnungsdaten über den λ-Korrekturkoeffizienten unter
Verwendung des Luftvolumenverhältnisses
gnr und des atmosphärischen
Drucks als Parameter aufgetragen. Der ROM 102 in der ECU 100 speichert dieses
Kennfeld im Voraus. Der λ-Korrekturkoeffizient
emgpmlmd steigt mit der Verringerung des Luftvolumenverhältnisses
gnr und des atmosphärischen Drucks
an.
-
Basierend
auf dem λ-Korrekturkoeffizienten emgpmlmd,
der so berechnet wird, wird der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls
emintpm unter Bezugnahme auf ein Kennfeld von 7 berechnet.
Das Kennfeld zum Berechnen des Korrekturkoeffizienten des Kraftstoffzuführintervalls,
das in 7 gezeigt ist, wird mit experimentell ermittelten Daten
und Berechnungsdaten über
die Beziehung zwischen dem λ-Korrekturkoeffizienten
emgpmlmd und dem Korrekturkoeffizienten des Kraftstoffzuführintervalls
emintpm aufgetragen. Der ROM 102 in der ECU 100 speichert
dieses Kennfeld im Voraus. Der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls emintpm
ist als kleinerer Wert voreingestellt, da die Variation der Menge
der PM-Emissionen
(λ-Korrekturkoeffizient
emgpmldm) ansteigt. Da der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls
emintpm abnimmt, wird das Kraftstoffzuführintervall kürzer.
-
In
den Schritten ST5 bis ST7 wird der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls eminttemp,
der bei Schritt ST3 berechnet wurde, mit dem Korrekturkoeffizienten
des Kraftstoffzuführintervalls
emintpm verglichen, der bei Schritt ST4 berech net wurde. Der geringere
Wert der beiden wird ausgewählt,
d. h. derjenige, der in eine größere Menge der
Kraftstoffzufuhr pro Zeiteinheit resultiert. Insbesondere wenn der
Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls eminttemp, der
von der Temperatur des distalen Endes des zusätzlichen Kraftstoffventils 25 abhängt, geringer
ist als der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls
emintpm, der von der Variation der Menge der PM-Emissionen abhängt (wenn
das Ergebnis der Bestimmung bei Schritt ST5 stimmt), wird der Korrekturkoeffizient
eminttemp als ein Korrekturkoeffizient des Soll-Kraftstoffzuführintervalls
emintad ausgewählt
(Schritt ST6). Wenn im Gegensatz dazu der Korrekturkoeffizient des
Kraftstoffzuführintervalls
emintpm geringer ist als der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls eminttemp
(wenn das Ergebnis der Bestimmung in Schritt ST5 falsch ist), wird
der Korrekturkoeffizient emintpm als ein Korrekturkoeffizient des
Soll-Kraftstoffzuführintervalls
emintad ausgewählt
(Schritt ST7).
-
Bei
Schritt ST8 wird der Korrekturkoeffizient des Soll-Kraftstoffzuführintervalls
emintad, der bei Schritt ST6 oder ST7 ausgewählt wird, mit dem Referenz-Kraftstoffzuführintervall,
das bei Schritt ST2 berechnet wird, multipliziert, um ein Soll-Kraftstoffzuführintervall
zu erhalten (Soll-Kraftstoffzuführintervall =
[Referenz-Kraftstoffzuführintervall
vor Korrektur] × emintad).
Dann endet die Routine.
-
Gemäß dem Korrekturprozess
des Kraftstoffzuführintervalls
wird entweder der Korrekturkoeffizient des Kraftstoffzuführintervalls
eminttemp oder emintpm ausgewählt,
um das Soll-Kraftstoffzuführintervall
zu korrigieren. Insbesondere der Korrekturkoeffizient, der in ein
kürzeres
Kraftstoffzuführintervall (eine
größere Menge
der Kraftstoffzuführung
pro Zeiteinheit) resultiert, wird ausgewählt. Dadurch wird ermöglicht,
dass das Kraftstoffzuführintervall
für eine jeweilige
der Bedingungsänderungen
wird, bei der die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass eine Verstopfung
des Einspritzlochs des zusätzlichen
Kraftstoffzuführventils 25 bewirkt
wird, entsprechend korrigiert wird; wobei die Temperatur des distalen
Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 ansteigt oder die Menge der PM-Emissionen
aufgrund von Veränderungen
in der Umgebung oder während
transienter Fahrbedingungen zunimmt. Dadurch wird eine Verstopfung
der Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 wirksam verhindert. Zudem wird gemäß dem Korrekturprozess
des Kraftstoffzuführintervalls
eine Kraftstoffzuführmenge
(Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit) bereitgestellt, die der vorstehenden spezifischen
Bedingungsänderung
entspricht. Dadurch wird eine Kraftstoffersparnis gegenüber dem
Fall beibehalten, in dem die Kraftstoffzuführmenge angepasst wird, wenn
die Menge der PM-Emissionen den maximalen Wert der zulässigen Fluktuation
erreicht.
-
Obwohl
durch Erhöhung
der Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit eine Verstopfung der Einspritzöffnung des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 verhindert wird, reagiert der Kraftstoff
auch mit dem Sauerstoff im Katalysator, was verursachen kann, dass
die Katalysatortemperatur einen bestimmten Wertebereich (z. B. 750°C) überschreitet.
Ein Lösungsansatz zur
Vermeidung einer derartigen Situation bietet sich im Folgenden an.
Die Temperatur des DPNR-Katalysators 4b wird basierend
auf der Abgastemperatur geschätzt,
die durch den Abgastemperatursensor 35 erfasst wird. Wenn
die geschätzte
Katalysatortemperatur größer oder
gleich einer vorgeschriebenen Temperatur ist, wird die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit gemäß der geschätzten Katalysatortemperatur
(insbesondere einer Variation der Katalysatortemperatur in Bezug
auf einen voreingestellten Wert) reduziert. Somit wird ein übermäßiger Anstieg der
Katalysatortemperatur verhindert. Es wird darauf hingewiesen, dass
die vorgeschriebene Temperatur für
die Katalysatortemperatur empirisch ermittelt werden kann, indem
der bestimmte Bereich der Katalysatortemperatur (z. B. 750°C) in Betracht
gezogen wird.
-
Bei
einem Lösungsansatz
zum Reduzieren der Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit kann die Kraftstoffzuführdauer pro Intervall, das
in 8 gezeigt ist, gekürzt werden, während das
Soll-Kraftstoffzuführintervall
unverändert
bleibt, nachdem das Kraftstoffzuführintervall korrigiert worden
ist. Durch diesen Lösungsansatz
wird nicht nur ein kürzeres Kraftstoffzuführintervall
sichergestellt, wodurch eine Verstopfung der Einspritzöffnung des
zusätzlichen Kraftstoffventils 25 verhindert
wird, sondern auch eine geringere Gesamt-Kraftstoffzuführmenge
gewährleistet.
Während
somit ein übermäßiger Anstieg der
Katalysatortemperatur verhindert wird, wird zudem auch eine Verstopfung
der Einspritzöffnung
des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 verhindert.
-
Um
einen übermäßigen Anstieg
des Katalysatortemperatur zu verhindern, kann auch der nachstehende
Lösungsansatz
in Betracht gezogen werden. Die Temperatur des DPNR-Katalysators 4b kann
basierend auf der Abgastemperatur geschätzt werden, die durch den Abgastemperatursensor 35 erfasst
wird. Dann wird basierend auf der geschätzten Ist-Katalysatortemperatur
und dem Soll-Kraftstoffzuführintervall
der Anstieg der Katalysatortemperatur geschätzt, der aus den in einem Soll-Kraftstoffzuführintervall
erfolgenden Kraftstoffzuführungen
resultiert. Eine restriktive Korrektur oder Erhöhung der Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit wird ausgeführt,
so dass die geschätzte
Katalysatortemperatur einen vorgeschriebenen Wert (einen basierend
auf der maximal zulässigen
Katalysatortemperatur bestimmten Wert) nicht überschreitet.
-
Es
erfolgt eine weitere Beschreibung einer weiteren Ausführungsform.
In der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wird einer der jeweiligen
Korrekturkoeffzienten des Kraftstoffzuführintervalls, eminttemp oder
emintpm, verwendet, um das Soll-Kraftstoffzuführintervall
zu bestimmen. Die Erfindung ist auf die vorstehende Ausführungsform
beschränkt.
Stattdessen kann das Soll-Kraftstoffzuführintervall unter Verwendung
von lediglich dem Korrekturkoeffizienten des Kraftstoffzuführintervalls emintpm
berechnet werden.
-
Auch
in der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wird das Referenz-Kraftstoffzuführintervall
Tb mit dem Korrekturkoeffizienten des Kraftstoffzuführintervalls,
eminttemp oder emintpm, multipliziert, um die Kraftstoffzuführmenge
zu korrigieren. Alternativ kann die Referenz-Kraftstoffzuführdauer pro
Intervall (siehe 8) mit dem Korrekturkoeffizienten
des Kraftstoffzuführintervalls,
eminttemp oder emintpm, multipliziert werden, um die Kraftstoffzuführmenge
pro Zeiteinheit zu korrigieren. Um die Referenz-Kraftstoffzuführdauer
pro Intervall zu korrigieren, wird der Korrekturkoeffizient eminttemp
des Kraftstoffzuführintervalls
größer eingestellt,
während die
Variation der Abgastemperatur ΔTh
zunimmt. Darüber
hinaus wird der Korrekturkoeffizient emintpm des Kraftstoffzuführintervalls
größer voreingestellt,
während
die Variation der Menge der PM-Emissionen (λ-Korrekturkoeffizient emgpmlmd)
zunimmt.
-
In
der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wird der Korrekturkoeffizient
eminttemp des Kraftstoffzuführintervalls,
der von der Temperatur des distalen Endes des zusätzlichen
Kraftstoffventils 25 abhängt, basierend auf der Variation
der Abgastemperatur ΔTh
berechnet. Alternativ kann der Korrekturkoeffizient eminttemp des
Kraftstoffzuführintervalls
basierend auf der Kühlmitteltemperatur
des Verbrennungsmotors 1 berechnet werden, die anhand eines
Signals erhalten wird, das durch den Wassertemperatursensor 31 ausgegeben
wird, wobei auf das Kennfeld von 9 Bezug
genommen wird.
-
In
der vorstehend beschriebenen Ausführungsform ist ein Vierzylinder-Dieselmotor
mit Direkteinspritzung mit dem erfindungsgemäßen Abgasreinigungssystem ausgestattet.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform beschränkt. Alternativ
können
andere Dieselmotoren mit einer beliebigen Anzahl von Zylindern,
wie z. B. ein Sechszylinder-Dieselmotor mit Direkteinspritzung,
ebenfalls mit dem erfindungsgemäßen Abgasreinigungssystem ausgestattet
sein. Darüber
hinaus ist die Erfindung aber auf die Verwendung bei Dieselmotoren
mit Direkteinspritzung beschränkt,
doch kann sie auch auf andere Typen von Dieselmotoren angewendet
werden. Ferner kann die Erfindung nicht nur bei Fahrzeugmotoren,
sondern auch bei für
andere Zwecke ausgelegte Verbrennungsmotoren verwendet werden.
-
In
der zuvor beschriebenen Ausführungsform
beinhaltet die katalytische Umwandlungseinrichtung 4 den
NOx-Speicherreduktionskatalysator 4a und den DPNR-Katalysator 4b.
Alternativ kann die katalytische Umwandlungseinrichtung 4 einen
DPF neben dem NOx-Speicherreduktionskatalysator 4a oder
einen Oxidationskatalysator beinhalten.
-
Obgleich
die Erfindung unter Bezugnahme auf beispielhafte Ausführungsformen
beschrieben worden ist, wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung
nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen
und Konstruktionen beschränkt
ist. Im Gegensatz dazu soll die Erfindung verschiedene Modifizierungen
und entsprechende Anordnungen umfassen. Darüber hinaus befinden sich andere
Kombinationen und Konfigurationen, die mehr oder weniger Elemente
oder nur ein einzelnes Element umfassen, ebenfalls im Schutzbereich
der Erfindung, wenngleich die verschiedenen Elemente der Ausführungsformen
in verschiedenen Kombinationen und Konfigurationen dargestellt sind.