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Hintergrund
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Die
meisten komplexen biologischen und chemischen Targets erfordern
die Anwendung komplementärer
multidimensionaler Analysehilfsmittel und -verfahren, um eine gegenseitige
Beeinflussung von Target und Matrix zu kompensieren. Eine korrekte
Analyse und Trennung sind wichtig, um zuverlässige quantitative und qualitative
Informationen über
ein Target zu erhalten. Diesbezüglich
wurden bisher analytische Systeme eingesetzt, um verschiedene Arten von
Molekülen
zu trennen. Derartige Trennungen werden bereits mit hoher Geschwindigkeit
und Genauigkeit erzielt. In jüngerer
Zeit wurden diese Systeme eng mit Massenspektrometriesystemen gekoppelt.
Die Kombination von Flüssigchromatographie- und
Massenspektrometriesystemen liefert eine ideale Trennung und Identifizierung
von Molekülen
bei hoher Geschwindigkeit.
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In
den meisten Situationen verwenden Forscher und Wissenschaftler diese
Techniken zur Trennung und Identifizierung. Deshalb ist es wünschenswert,
immer weniger Proben zu verwenden, da die Charakterisierung und
Identifizierung oft die getrennten und identifizierten Materialien
nicht zurückgewinnen
oder schützen
kann. Folglich bewegen sich die meisten analytischen Systeme und
Emitter hin zu einem Testen an immer kleineren Proben. Mit diesen Veränderungen
gehen auch Veränderungen
des Entwurfs der zur Trennung und Charakterisierung verwendeten
Vorrichtungen einher. Beispielsweise wurden neue Chips oder Kleinemitter
zum Verarbeiten und Charakterisieren von kleinen Probenvolumina entwickelt.
Allgemein gesagt wurden kleine Chips mit Elektrospray-Emittern zur
Verwendung bei der Charakterisierung der Moleküle entwickelt, die unter Verwendung
von Flüssigchromatographie
getrennt wurden. Wenn jedoch sehr wenige leitfähige Gase oder nicht-leitfähige Umgebungen
vorliegen, be wirken die Emitter und ihre Oberflächen oft eine Ansammlung geladener
Partikel. Dies geschieht am häufigsten
unter atmosphärischem
oder subatmosphärischem Druck.
Allgemein wird das Elektrospray, nachdem eine Ansammlung geladener
Partikel erfolgt, instabil, und schließlich hört es ohne zusätzliche
Intervention auf zu sprühen.
Sogar bei einer zusätzlichen
Intervention, bei der die potentielle Spannung an die Elektroden
erhöht
wird, kann sich die chemische Analyse verändern und eine qualitative
Verschlechterung bewirken und/oder bewirken, dass falsche Ionenprodukte
analysiert werden.
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Somit
besteht ein Erfordernis, die Vorrichtung und das Verfahren zum Verringern
einer Oberflächenladungserzeugung
in analytischen Systemen, Chips und Emittern zu verbessern. Diese
und andere Probleme, die in der Technik vorliegen, werden durch die
vorliegende Erfindung beseitigt.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein analytisches
System, einen Flüssigchromatographie-Chip
zum Elektrosprühen,
einen Elektrospray-Emitter sowie Verfahren mit verbesserten Charakteristika
aufzuweisen.
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Diese
Aufgabe wird durch ein analytisches System gemäß Anspruch 1, einen Flüssigchromatographie-Chip
zum Elektrosprühen
gemäß Anspruch 8,
einen Elektrospray-Emitter gemäß Anspruch
15 sowie durch Verfahren gemäß den Ansprüchen 22, 23,
24, 25 und 26 gelöst.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein
Verfahren zum Verringern eines Ladungsaufbaus an einem analytischen
System, Chip und/oder Emitter.
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Die
Erfindung liefert ein analytisches System, das folgende Merkmale
aufweist: ein Trennsystem zum Trennen einer Probe, und einen Flüssigchromatographie-Chip,
der zu dem Trennsystem benachbart ist und in Fluidkommunikation
mit dem Trennsystem steht, wobei der Flüssigchromatographie-Chip ein
Ma terial umfasst, das einen Ladungsaufbau an dem Flüssigchromatographie-Chip
verhindert.
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Die
Erfindung liefert ferner einen Flüssigchromatographie-Chip zum Elektrosprühen. Der Chip
umfasst ein Einlasstor, eine Sprühkammer
und einen Sprüh-Emitter.
Das Einlasstor steht in Fluidkommunikation mit der Sprühkammer.
Die Sprühkammer
steht in Fluidkommunikation mit dem Elektrospray-Emitter. Der Elektrospray-Emitter umfasst ein
Material oder eine Beschichtung, das bzw. die einen Ladungsaufbau
an dem Elektrospray-Emitter verhindert.
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Die
Erfindung liefert ferner ein Verfahren. Das Verfahren umfasst ein
Bereitstellen oder Beschichten eines Elektrospray-Emitters mit einem
Material, um einen Ladungsaufbau an dem Elektrospray-Emitter zu
verhindern, und ein Durchleiten eines Analyten durch den Elektrospray-Emitter.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf
die beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 ein
allgemeines Blockdiagramm eines analytischen Systems;
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2 eine
perspektivische Ansicht des LC-Chips und des Halters, die sich außerhalb
des Schnittstellenschlitzes befinden;
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3 eine
perspektivische Ansicht des LC-Chips und des Halters, die in den
Grenzflächenschlitz
eingefügt
sind;
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4 eine
perspektivische Ansicht des LC-Chips und Halters der vorliegenden
Erfindung;
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5 eine
Querschnittsansicht der LC-Chip-Beschichtung der vorliegenden Erfindung;
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6A eine
Vorderansicht des LC-Chips; und
-
6B eine
Rückansicht
des LC-Chips.
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Bevor
die Erfindung nun ausführlich
beschrieben wird, muss man beachten, dass die Singularformen „ein", „eine", „einer" und „der", „die" und „das", wie sie in der
vorliegenden Spezifikation und den beigefügten Patentansprüchen verwendet
werden, Pluralbezugnahmen umfassen, es sei denn, der Kontext gibt
deutlich etwas anderes vor. Somit umfasst beispielsweise eine Bezugnahme
auf „einen Emitter" mehr als einen „Emitter". Eine Bezugnahme auf
ein „hydrophobes
Material" umfasst
mehr als ein „hydrophobes
Material" oder ein
Gemisch von „hydrophoben
Materialien". Bezüglich der
Beschreibung und Beanspruchung der vorliegenden Erfindung wird die
folgende Terminologie gemäß den nachstehend dargelegten
Definitionen verwendet.
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Der
Begriff „benachbart" bedeutet in der Nähe von,
neben oder angrenzend an. Etwas Benachbartes kann auch in Kontakt
mit einer anderen Komponente stehen, die andere Komponente umgeben,
von der anderen Komponente beabstandet sein oder einen Teil der
anderen Komponente enthalten. Beispielsweise kann eine Kapillare,
die zu einem Emitter benachbart ist, neben dem Emitter beabstandet
sein, sie kann den Emitter kontaktieren, sie kann den Emitter umgeben
oder von demselben umgeben sein, sie kann den Emitter enthalten
oder in demselben enthalten sein, sie kann an den Emitter angrenzen
oder sich in der Nähe
des Emitters befinden.
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Der
Begriff „Probe" bezieht sich auf
den interessierenden Analyten in Kombination mit einem Lösungsmittel
oder einem anderen Träger.
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Der
Begriff „analytisches
System" bezieht sich
auf jegliches System, das in der Lage ist, Moleküle zu trennen und zu charakterisieren.
In bestimmten Fällen
kann diese Art von System ein an ein Massenspektrometriesystem gekoppeltes
Flüssigchromatographiesystem
umfassen, muss jedoch nicht auf dieses beschränkt sein.
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Der
Begriff „Ladungsaufbau" bezieht sich auf die
Ansammlung positiver oder negativer Ladungen auf der Oberfläche eines
LC-Chips. Dies kann auf eine einzige Ladung beschränkt sein
oder kann mehrere Ladungen umfassen.
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Der
Begriff „Chipschnittstelle" bezieht sich auf
eine beliebige Schnittstelle, die in der Lage ist, einen LC-Chip
aufzunehmen. Der Begriff umfasst das Gehäuse und zugehörige Teile
zum Aufnehmen eines LC-Chips. In bestimmten Fällen oder bei bestimmten Ausführungsbeispielen
kann der Entwurf eine Ionenquelle umfassen. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel
kann die Ionenquelle getrennt sein.
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Der
Begriff „Beschichten" bezieht sich auf
die Zugabe oder Aufbringung einer oder mehrerer Schichten auf ein
Substrat oder Material. Beispielsweise kann der LC-Chip eine Beschichtung
aus hydrophoben Materialien umfassen.
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Der
Begriff „Detektor" bezieht sich auf
jegliche s) Gerät,
Vorrichtung, Maschine, Komponente oder System, das bzw. die ein
Ion erfassen kann. Detektoren können
Hardware und Software umfassen, müssen aber nicht. Bei einem
Massenspektrometer umfasst der gemeinsame Detektor einen Massenanalysator
und/oder ist mit einem solchen gekoppelt.
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Der
Begriff „Ionenquelle" oder „Quelle" bezieht sich auf
jegliche Quelle, die Analytionen erzeugt. Ionenquellen können verschiedene
in der Technik bekannte Ionenquellen umfassen. Manche Quellen umfassen,
sind aber nicht beschränkt
auf, Elektronenstoß (EI – electron
impact), chemische Ionisation (CI – chemical ionization), Photoionisation (APPI)
und Matrix-unterstützte
Laser-Desorptions-Ionisation (MALDI – matrix assisted laser desorption
ionization). Die Quellen können
in Vakuum oder bei atmosphärischem
Druck oder unterhalb atmosphärischem
Druck vorliegen.
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Der
Begriff „Massenspektrometriesystem" bezieht sich auf
die Kombination eines Massenanalysators, eines Transportsystems
und eines Detektors. Diese Systeme oder Komponenten können auf
verschiedene Weise miteinander verbunden oder einander zugeordnet
sein.
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Der
Begriff „an" sollte breit ausgelegt
werden. Beispielsweise kann ein Ladungsaufbau an einem LC-Chip an
beliebiger Stelle an dem LC-Chip und/oder auf der Oberfläche des
LC-Chips stattfinden.
In bestimmten Fällen
kann dies auf definierte Oberflächen
des LC-Chips oder auf die gesamte Oberfläche des LC-Chips beschränkt sein.
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Der
Begriff „Trennsystem" bezieht sich auf jegliches
System, das in der Lage ist, Moleküle zu trennen oder zu charakterisieren.
Beispielsweise kann ein Trennsystem ein Flüssigchromatographiesystem und
zugehörige
Teile umfassen. Chromatographiesysteme umfassen allgemein eine Säule zur Verwendung
in der Trennung. Säulen
können
analytisch oder präparativ
sein, je nach der für
die Trennung beabsichtigten Verwendung und Menge. Auch andere in
der Technik bekannte Systeme können
verwendet werden.
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben. Die
Figuren sind nicht maßstabsgetreu,
und insbesondere können
bestimmte Abmessungen der Übersichtlichkeit
der Darstellung halber übertrieben
dargestellt sein.
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1 zeigt
ein allgemeines Blockdiagramm eines analytischen Systems 1.
Das analytische System 1 umfasst ein Trennsystem 3,
eine Schnittstelle 5 und ein Massenspektrometriesystem 7.
Das Blockdiagramm ist nicht maßstabsgetreu
und ist in einem allgemeinen Format gezeichnet, da die vorliegende Erfindung
mit einer Vielzahl unterschiedlicher Ar ten von Entwürfen und
Systemen verwendet werden kann. Jedes der Systeme wird ausführlicher
beschrieben.
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Das
Trennsystem 3 kann eine beliebige Anzahl von in der Technik
bekannten Systemen zum Trennen von Molekülen umfassen. Häufiger kann dies
ein analytisches System wie z.B. ein Flüssigchromatographiesystem (LC – liquid
chromatography, Flüssigchromatographie)
sein. Jedoch können
je nach der Art des verwendeten Moleküls andere in der Technik bekannte
Systeme und Verfahren eingesetzt werden. Beispielsweise kann das
Trennsystem 3 auch ein Elektrophoresesystem und/oder eine
Elektrophoresevorrichtung, ein Isoelektrische-Fokussierung-System
und/oder eine -Vorrichtung, ein Bio-Rad oder ein e) Präparative-Elektrophorese-System und/oder
-Vorrichtung eines ähnlichen
Typs, ein zweidimensionales Gel und andere Systeme und/oder Vorrichtungen,
die in der Technik zum Trennen von Molekülen bekannt sind, umfassen. 1 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung, bei dem ein analytisches System eingesetzt wird.
Das analytische System kann eine Hochleistungs-Flüssigchromatographie
(HPLC – high
performance liquid chromatography) und zugehörige Geräte umfassen. Diese Teile und
Entwürfe
sind in der Technik hinreichend bekannt und werden deshalb hier
nicht ausführlicher beschrieben.
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Das
Schnittstellensystem 5 ist zwischen dem Trennsystem 3 und
dem Massenspektrometriesystem 7 angeordnet. 1 zeigt
das Schnittstellensystem 5 in einer unabhängigen Konfiguration
bezüglich des
Massenspektrometriesystems 7. Jedoch kann das Schnittstellensystem 5 bei
bestimmten Ausführungsbeispielen
einen Teil entweder des Trennsystems 3 oder des Massenspektrometriesystems 7 umfassen.
Bei anderen Ausführungsbeispielen
kann jedes der separaten Systeme, einschließlich des Trennsystems 3,
der Schnittstelle 5 und des Massenspektrometriesystems 7,
in ein einziges System oder Gehäuse
(in den Figuren nicht gezeigt) integriert sein. Somit sollten der
vorliegende Entwurf und die vorliegenden Diagramme nicht dahin gehend
interpretiert werden, den breiten Schutzumfang der Erfindung einzuschränken.
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1-3 zeigen
das Schnittstellensystem 5, das ferner eine Chipschnittstelle 9 und
eine Ionenquelle 11 umfasst. Die Chipschnittstelle 9 ist
in der Figur benachbart zu der Ionenquelle 11 gezeigt. Jedoch
können
die Chipschnittstelle 9 und die Ionenquelle 11 bei
bestimmten Ausführungsbeispielen eine
einzige Einheit umfassen. Mit anderen Worten können die Chipschnittstelle 9 und
die Ionenquelle 11 in einem einzigen Gehäuse entworfen
oder positioniert sein. Andere Ausführungsbeispiele sind ebenfalls
möglich.
Jedoch ist es wichtig für
die Erfindung, dass die Chipschnittstelle 9 mit der Ionenquelle 11 gekoppelt
oder ein Teil derselben sein kann.
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Das
Massenspektrometriesystem 7 ist auch in 1-3 gezeigt.
Das Massenspektrometriesystem 1 umfasst einen Massenanalysator 13,
ein Transportsystem 15 und einen Detektor 17.
Das Transportsystem 15 wird zum Transportieren von Ionen
verwendet und ist üblicherweise
zwischen dem Massenanalysator 13 und dem Detektor 17 angeordnet.
Jedoch ist dies keine erforderliche Konfiguration. Der Massenanalysator 13 wird
zum Trennen und Ermitteln des m/z-Verhältnisses der durch die Ionenquelle 11 erzeugten
Ionen verwendet.
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Typische
Massenanalysatoren können
eine Flugzeit (TOF – time
of flight), Ionenfalle, einen Quadrupol, einen Hexapol, einen Oktapol,
einen Tripel-Quadrupol, eine schnelle Flugzeit (Q-TOF – quick time
of flight), eine schnelle Atombombardierung und andere in der Technik
Bekannte umfassen.
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Das
Transportsystem 15 kann eine beliebige Anzahl von Ionentransportvorrichtungen,
die in der Technik bekannt sind, umfassen. Üblicherweise kann bei dem Transportsystem 15 auch
eine Art Skimmer oder eine Ionenoptikführung verwendet werden. Transportsysteme 15 sind
in der Technik hinreichend bekannt und werden deshalb hier nicht
ausführlich erläutert.
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Der
Detektor 17 ist in Verarbeitungsrichtung nach dem Transportsystem 15 positioniert
und kann eine beliebige Anzahl von Detektoren umfassen, die in der
Technik bekannt sind und verwendet werden. Manche üblichen
Detektoren können
Photoelektronenvervielfacher oder eine Technologie eines ähnlichen
Typs umfassen. Die Detektoren können
mit einem Computer und einer Schnittstelle zur Ausgabe der Ergebnisse
an eine Drittbenutzerschnittstelle gekoppelt sein (in den Figuren
nicht gezeigt).
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2 zeigt
eine perspektivische Ansicht des Schnittstellensystems 5,
das üblicherweise
dem Massenspektrometriesystem 7 zugeordnet sein kann. Die
Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel, bei dem die
Ionenquelle 11 eng mit der Chipschnittstelle 9 gekoppelt
ist. Die Chipschnittstelle 9 umfasst einen Chipschlitz 19,
der dazu entworfen ist, den Flüssigchromatograph-Chip
(LC-Chip) 20 aufzunehmen. Der LC-Chip 20 kann
dann in den Chipschlitz 19 eingefügt werden (siehe 3).
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3 zeigt,
dass, wenn der LC-Chip 20 in den Chipschlitz 19 eingefügt wird,
der LC-Chip 20 als Emitter für die Ionenquelle 11 dient.
Eine Kapillare 23 ist in der Ionenquelle 11 benachbart
zu dem LC-Chip 20 angeordnet und ist dahin gehend ausgelegt,
Ionen aufzunehmen, die von dem LC-Chip 20 erzeugt und aus
demselben emittiert werden (nicht in den Figuren gezeigt). Einzelheiten
des LC-Chips 20 werden nun geliefert.
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4 zeigt
den LC-Chip 20 und den Chiphalter 25. Der LC-Chip 20 wurde
teilweise in einen Chiphalter 25 eingefügt und in demselben positioniert.
Der Chiphalter 25 ist dahin gehend entworfen, den LC-Chip
in dem Chipschlitz 19 zu halten und zu positionieren. Außerdem ermöglicht der
Chiphalter 25, dass der LC-Chip 20 in den bzw.
aus dem Chiphalter 25 hinein- bzw. herausgeschoben wird.
Dies ist wichtig, da der LC-Chip 20 in einer Ionisationsregion benachbart
zu einer Kapillare oder einem Bauelement eines ähnlichen Chips positioniert
werden muss. Dies liefert eine ordnungsgemäße Erzeugung und Sammlung von
Ionen. Der LC-Chip 20 kann nach Gebrauch aus dem Chipschlitz 19 und
der Chipschnittstelle 9 herausgenommen und ausgetauscht
werden, falls gewünscht.
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5 und 6 zeigen den LC-Chip 20 und zugehörige Teile.
Der LC-Chip 20 wurde aus dem Chiphalter 25 entnommen.
Der LC-Chip 20 umfasst ein polymeres Material wie zum Beispiel
Polyimid oder Materialien eines ähnlichen
Typs, die in der Technik zum Herstellen derartiger Strukturen und
Vorrichtungen bekannt sind. Das Material ist flexibel und haltbar und
in der Lage, einen oder mehrere Kanäle in dem Material zu entwerfen.
Außerdem
ist dieses Material ideal zum Herstellen mikrofluidischer Kanäle und Entwürfe, auf
Grund seiner Dauerhaftigkeit und Festigkeit sogar bei Stücken mit
kleinem Durchschnitt. Der LC-Chip 20 umfasst einen Körperabschnitt 24 und
einen Spitzenabschnitt 26. Der LC-Chip weist auch ein erstes
Ende 31 und ein dem ersten Ende 31 gegenüberliegendes
zweites Ende 33 auf. Allgemein umfasst der LC-Chip 20 an
dem zweiten Ende 33 ein oder mehrere Flüssigkeitseinlasstore 30.
Diese Einlasstore 30 sind dahin gehend entworfen, ein oder mehr
Fluide, die auf einen oder mehrere Kanäle 34 gerichtet werden,
aufzunehmen. Diese Kanäle
können
in Fluidkommunikation mit einem oder mehreren Schaltwerten oder
Einfangsäulen
stehen. Schaltventile 28 können verwendet werden, um zwischen Wasch-
oder Probeneingaben umzuschalten. Einfangsäulen können verwendet werden, um Verunreinigungen
oder andere Materialien ähnlicher
Art aus dem Fluidstrom zu beseitigen. Die Sprühkammer 34 erstreckt
sich über
die Länge
des LC-Chips 20 und tritt an der Emitterspitze 35 aus.
Der LC-Chip 20 kann auch ein oder mehrere Justierlöcher 39 und 40 umfassen,
die zum Sichern und Ausrichten des LC-Chips 20 in dem Chiphalter 25 verwendet
werden (siehe 4). Der LC-Chip 20 umfasst
ferner eine oder mehrere Metallbahnen 37, die sich entlang
des ersten Endes 31 des LC-Chips 20 erstrecken
und mit der Emitterspitze 35 verbunden sind. Die Metallbahnen 37 sind
mit einem oder mehreren elektrischen Kontakten verbunden.
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Wichtig
für die
Erfindung ist die Emitterspitze 35. Die Emitterspitze 35 kann
ein hydrophobes Material umfassen oder mit einem solchen beschichtet sein.
Die Emitterspitze 35 verstärkt üblicherweise eine Ladung von
den Ionen, die aus der Emitterspitze 35 gesprüht oder
emittiert werden. Es kann bzw. können
eine oder mehrere Emitterspitzen 35 verwendet werden. Die
Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel,
bei dem lediglich eine Emitterspitze 35 verwendet wird.
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Nachdem
die Vorrichtung der Erfindung ausführlich erörtert wurde, ist nun eine Beschreibung
der Funktionsweise der Erfindung an der Reihe.
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Nachdem
der LC-Chip 20 in den Chipschlitz 19 an der Chipschnittstelle 9 eingefügt wurde,
ist das Instrument betriebsbereit. Der LC-Chip 20 wird
dann üblicherweise
unter Verwendung einer oder mehrerer Klemmplatten (nicht im Bild
gezeigt) und der Justierlöcher 39 und 40 in
seiner Position festgehalten. Als Nächstes aktiviert üblicherweise
die Chipschnittstelle 9, um die Emitterspitze 35 in
ihre Position in der Ionisationsregion 27 (nicht gezeigt)
abzusenken oder zu schieben. Wenn der LC-Chip 20 im Betrieb
abgeschlossen ist oder seine Aufgabe erfüllt hat, kann die Emitterspitze 35 aus
der Ionisationsregion 27 zurück in den Chiphalter 25 eingefahren
werden. Es folgt nun eine ausführliche
Beschreibung des LC-Chips 20.
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Üblicherweise
wird eine Probe durch ein oder mehrere der Eingangstore 30 an
den LC-Chip 20 geliefert. Es kann ein Schaltventil verwendet
werden, um zwischen einer Probenquelle und einer Wasch- oder einer
Pufferleitung zu schalten. Die Probe wird dann in eine Einfangsäule und
dann in einen Kanal geleitet. Die Probe durchläuft dann den Kanal, bis sie
die Emitterspitze 35 erreicht, wo sie entladen wird. Während des
Betriebs des LC-Chips 20 sammelt sich die Ladung von den
Ionen, die entladen werden, üblicherweise über die
Oberfläche
des LC-Chips 20 hinweg an. Der Grund dafür liegt
darin, dass der LC-Chip 20 üblicherweise auf Masse gehalten
wird, wohingegen die Kapillare auf Potential gehalten wird. Die
Spannung zwischen der Kapillare und Masse beträgt etwa 120 V. Insbesondere
befinden sich die Bereiche der größten Ladungsansammlung auf
der Oberfläche
des LC-Chips 20 in der Nähe der Emitterspitze 35.
Ein hydrophobes Material kann eine Beschichtung umfassen oder als
solche auf die Emitterspitze 35 und/oder den gesamten LC-Chip 20 aufgebracht
werden. Dies verhindert einen Ladungsaufbau auf der Oberfläche des
LC-Chips 20. Eine Verhinderung eines Ladungsaufbaus ist
für den
ordnungsgemäßen Betrieb
des Instruments und des LC-Chips wichtig. Zusätzliche Ladungen beeinträchtigen
das Sprühen
der Ionen, und oft wird die Emitterspitze 35 während des
Ladungsaufbaus durch die Ionen blockiert oder gehemmt. Dieses Problem
beeinträchtigt
somit den gesamten Betrieb des Instruments sowie die Ausgabe und
Sensibilität
der Instrumente.
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Die
Emitterspitze 35 kann ein hydrophobes Material umfassen
oder mit einem solchen beschichtet sein. Wie erörtert wurde, ermöglichen
diese hydrophoben Materialien einen verbesserten Instrumentenbetrieb.
Sie werden beim Verhindern eines Ladungsaufbaus über die Fläche der Oberfläche des LC-Chips 20 hinweg
gehalten. Nachdem die Ionen aus der Emitterspitze 35 gesprüht wurden,
werden sie durch die Kapillare 23 gesammelt und anschließend an
den Detektor 17 geleitet, der in dem System in Verarbeitungsrichtung
weiter unten angeordnet ist.
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Teileliste
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- 1
- Analytisches
System
- 3
- Trennsystem
- 5
- Schnittstellensystem
- 7
- Massenspektrometriesystem
- 9
- Chipschnittstelle
- 11
- Ionenquelle
- 13
- Massenanalysator
- 15
- Transportsystem
- 17
- Detektor
- 19
- Chipschlitz
- 20
- LC-Chip
- 23
- Kapillare
- 24
- Körperabschnitt
- 25
- Chiphalter
- 26
- Spitzenabschnitt
- 27
- Ionisationsregion
- 30
- Flüssigkeitseinlasstor
- 31
- 1.
Ende des Chips
- 33
- 2.
Ende des Chips
- 34
- Leitung
- 35
- Emitterspitze
- 37
- Metallbahnen
- 39
und 40
- Justierschlitze