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DE102007013029A1 - Windsichter-Betriebsverfahren und Windsichter - Google Patents

Windsichter-Betriebsverfahren und Windsichter Download PDF

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DE102007013029A1
DE102007013029A1 DE200710013029 DE102007013029A DE102007013029A1 DE 102007013029 A1 DE102007013029 A1 DE 102007013029A1 DE 200710013029 DE200710013029 DE 200710013029 DE 102007013029 A DE102007013029 A DE 102007013029A DE 102007013029 A1 DE102007013029 A1 DE 102007013029A1
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static
air
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DE200710013029
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Roland Dr. Nied
Hermann Sickel
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Netzsch Condux Mahltechnik GmbH
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Netzsch Condux Mahltechnik GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B7/00Selective separation of solid materials carried by, or dispersed in, gas currents
    • B07B7/08Selective separation of solid materials carried by, or dispersed in, gas currents using centrifugal force
    • B07B7/083Selective separation of solid materials carried by, or dispersed in, gas currents using centrifugal force generated by rotating vanes, discs, drums, or brushes

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  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Windsichter-Betriebsverfahren, wobei Sichtgut (P) über eine Produktzuleitung (1) zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) zugeführt wird und wobei das Sichtgut (P) zusammen mit einem Fluidstrom (F) in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad (3) zugewandte Innenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) aufgegeben wird. Alternativ ist ein Windsichter-Betriebsverfahren vorgesehen, wobei Sichtgut (P) über eine Produktzuleitung (1) zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) zugeführt wird und wobei ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung (2) an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) zugeleitet wird. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen Windsichter (W), mit einer Produktzuleitung (1) zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3), wobei die Produktzuleitung (1) zum Aufgeben von Sichtgut (P) zusammen mit einem Fluidstrom (F) in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad (3) zugewandte Innenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) ausgelegt ist. Vorrichtungsmäßig ist alternativ ein Windsichter (W) vorgesehen, mit einer Produktzuleitung (1) zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3), wobei eine ...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Windsichter-Betriebsverfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und einen Windsichter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
  • Üblicherweise werden solche Windsichter, wie beispielsweise ein Windsichter gemäß der Offenbarung in der EP 641 609 B1 , so betrieben, dass durch eine Produktzuleitung zu sichtendes Material, das auch als Sichtgut zu bezeichnen ist, mittels einer Dosierschnecke o. ä. zwischen einen statischen Leitschaufelkorb und ein innerhalb des Leitschaufelkorbes angeordnetes Sichtrad zugeführt wird. Der Leitschaufelkorb und das Sichtrad sind in einem Sichtergehäuse untergebracht. Ein Betriebsmedium in Form von Sichtgas/-dampf wird über eine Betriebsmediumzuführleitung zwischen dem Sichtergehäuse und dem Leitschaufelkorb eingeleitet und durchströmt den statischen Leitschaufelkorb. Auf der Innenseite des Leitschaufelkorbes wird das Sichtgut intensiv von dem Betriebsmedium durchströmt, dispergiert und zwecks Trennung zum Sichtrad transportiert. Das Grobgut gelangt schließlich durch einen von einer Blende definierten hinteren Sichtraum in einer schraubenförmigen Bewegung zum Grobgutaustritt.
  • Solche Windsichter sind häufig einer Mühle, einem Trockner oder anderen verfahrenstechnischen Apparaten nachgeschaltet. Nach diesen Apparaten liegt das Sichtgut meistens in einem Gas- oder Dampfstrom oder allgemein Fluidstrom dispergiert vor. Um eine Sichtung, wie sie vorstehend beschrieben wurde, durchführen zu können, muss das Sichtgut vom Fluidstrom mit tels eines Filters getrennt werden. Es wurde versucht, diesen Aufwand einzusparen und den Partikel-Fluidstrom direkt dem Windsichter zuzuführen. Bei entsprechenden in der Praxis bekannt gewordenen Beispielen war jedoch das Sichtergebnis (d. h. Ausbeute, "Sauberkeit" des Grobgutes) immer schlechter als mit dem eingangs beschriebenem Verfahren, d. h. Trennung des Sichtgutes vom Fluidstrom mittels eines Filters, oder es musste ein hoher Anteil eines (frischem) Sekundärfluides von mindestens 50% zugeführt werden.
  • Die vorliegende Erfindung hat daher das Ziel, ein Windsichter-Betriebsverfahren und einen Windsichter im Hinblick auf die vorstehende Problematik weiter zu optimieren.
  • Dieses Ziel wird mit einem Windsichter-Betriebsverfahren nach dem Anspruch 1 und mit einem Windsichter-Betriebsverfahren nach dem Anspruch 3 sowie einem Windsichter nach dem Anspruch 13 und einem Windsichter nach dem Anspruch 15 erreicht.
  • Damit ist bei einem gattungsgemäßen Windsichter-Betriebsverfahren, bei dem Sichtgut über eine Produktzuleitung zwischen einen statischen Leitschaufelkorb und ein davon umgebenes Sichtrad zugeführt wird, erfindungsgemäß weiter vorgesehen, dass das Sichtgut zusammen mit einem Fluidstrom in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad zugewandte Innenseite des statischen Leitschaufelkorbes aufgegeben wird.
  • Alternativ ist bei einem solchen gattungsgemäßen Windsichter-Betriebsverfahren, bei dem Sichtgut über eine Produktzuleitung zwischen einen statischen Leitschaufelkorb und ein davon umgebenes Sichtrad zugeführt wird, erfindungsgemäß weiter vorgesehen, dass ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes zugeleitet wird.
  • Jedes dieser Windsichter-Betriebsverfahren, das in seiner Gesamtheit auch als Verfahren zur In-line-Sichtung bezeichnet werden kann, ermöglicht es einerseits, die Trennung von Sichtgut vom Fluidstrom mittels eines Filters zu vermeiden, was in vorteilhafter Weise eine Vereinfachung des Verfahrens und drastische Senkung der Kosten zur Folge hat, und enthält andererseits als weiteren Vorteil die Einsparung der gesonderten Betriebsmittelzufuhr für den Windsichter. Vorteilhaft bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ferner, dass es sich bei jedem an sich bekannten Windsichter durch entsprechende Umstellungen einrichten und anwenden lässt, die sich durch die folgenden Einsparungen im Betrieb von selbst amortisieren.
  • Als vorteilhafte Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Sichtgut der Produktzuleitung aus einer dem Windsichter vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom dispergiert zugeführt wird, wobei der Fluidstrom vorzugsweise ein Gas- oder Dampfstrom ist.
  • Eine weitere mit Vorteil ggf. anzuwendende Ausgestaltung besteht darin, dass ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes zugeleitet wird und insbesondere den statischen Leitschaufelkorb zur Verdünnung der Partikel-/Fluidsuspension zwischen dem statischen Leitschaufelkorb und dem Sichtrad durchströmt. Zwar erfordert diese Ausgestaltung wieder eine gesonderte Betriebsmittelzufuhr, jedoch wird dadurch auch noch eine weitergehendere Verbesserung des Prozesses insgesamt ermöglicht.
  • Bei der vorstehenden weiteren Ausgestaltung ist es bevorzugt, wenn das Zusatzfluid Frischgas oder Frischdampf ist. Besonders bevorzugt ist bei der Zufuhr von Zusatzfluid, dass das Zusatzfluid zu einem Anteil von höchstens 25%, vorzugsweise höchstens 15% bezogen auf die Partikel-/Fluidsuspension zugeführt wird, so dass der Aufwand der gesonderten Betriebsmittelzufuhr wesentlich unter dem gemäß dem Verfahren nach dem eingangs er läuterten Stand der Technik bleibt. Alternativ oder zusätzlich kann mit die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsichtlich anderer physikalischer Größen, insbesondere Dichte und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar sein, so dass die Betriebsparameter innerhalb des Windsichters damit eingestellt werden können. Noch eine weitere zusätzliche oder alternative bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetz zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und dass das Zusatzfluid über die entsprechend angeordnete Betriebsmediumzuführleitung von der Rückseite des Windsichters her in einen der Rückseite des Windsichters benachbarten hinteren Sichtraum des Windsichters zugeführt wird.
  • Es ist ferner eine vorzugsweise Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wenn das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetz zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und wenn der statische Leitschaufelkorb bezogen auf diese Vorderseite und Rückseite in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist. Alternativ oder zusätzlich kann mit Vorzug vorgesehen sein, dass der statische Leitschaufelkorb eine Mehrzahl von verstellbaren Leitschaufeln mit jeweils einem Spalt zwischen zwei Leitschaufeln enthält, und dass jeder Spalt zwischen den Leitschaufeln einzeln einstellbar ist.
  • Durch die Erfindung wird zur Erreichung des oben genannten Zieles und der vorstehend für das Verfahren genannten Vorteile ferner ein gattungsgemäßer Windsichter mit einer Produktzuleitung zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen statischen Leitschaufelkorb und ein davon umgebenes Sichtrad dadurch verbessert, dass die Produktzuleitung zum Aufgeben von Sichtgut zusammen mit einem Fluidstrom in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad zugewandte Innenseite des statischen Leitschaufelkorbes ausgelegt ist.
  • Vorrichtungsmäßig ist alternativ ein gattungsgemäßer Windsichter mit einer Produktzuleitung zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen statischen Leitschaufelkorb und ein davon umgebenes Sichtrad dadurch verbessert, dass eine Betriebsmediumzuführleitung vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes zuzuleiten.
  • Bei dem Windsichter kann ferner mit Vorzug vorgesehen sein, dass die Produktzuleitung ausgelegt ist, um das Sichtgut aus einer dem Windsichter vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom dispergiert zuzuführen, wobei der Fluidstrom insbesondere ein Gas- oder Dampfstrom ist.
  • Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, dass eine Betriebsmediumzuführleitung vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes zuzuleiten und insbesondere den statischen Leitschaufelkorb zur Verdünnung der Partikel-/Fluidsuspension zwischen dem statischen Leitschaufelkorb und dem Sichtrad zu durchströmen. Dabei ist das Zusatzfluid vorzugsweise Frischgas oder Frischdampf ist. Besonders bevorzugt ist dabei, wenn das Zusatzfluid (Z) zu einem Anteil von höchstens 25%, bevorzugt höchstens 15% bezogen auf die Partikel-/Fluidsuspension zugeführt wird. Noch eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung dieses Aspektes besteht darin, dass die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsichtlich anderer physikalischer Größen, insbesondere Dichte und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar ist. Außerdem ist es noch bevorzugt, wenn das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetz zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und die Betriebsmediumzuführleitung so angeordnet ist, dass das Zusatzfluid von der Rückseite des Windsichters her in einen der Rückseite des Windsichters benachbarten hinteren Sichtraum des Windsichters zugeführt wird.
  • Es ist ferner bevorzugt, wenn bei dem Windsichter vorgesehen ist, dass das Sichtrad eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite und entgegengesetz zu einer Rückseite jeweils des Windsichters liegt, und dass der statische Leitschaufelkorb bezogen auf diese Vorderseite und Rückseite in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist.
  • Noch eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung des Windsichters besteht darin, dass der statische Leitschaufelkorb eine Mehrzahl von verstellbaren Leitschaufeln mit jeweils einem Spalt zwischen zwei Leitschaufeln enthält, und dass jeder Spalt zwischen den Leitschaufeln einzeln einstellbar ist.
  • Weitere bevorzugte und/oder vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und deren Kombinationen sowie den gesamten vorliegenden Anmeldungsunterlagen.
  • Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung lediglich exemplarisch näher erläutert, worin
  • 1 in einem schematischen Querschnitt einen Windsichter zeigt, und
  • 2 den Windsichter aus der 1 in einem Querschnitt zeigt, der senkrecht zu dem Schnitt der Darstellung der 1 verläuft.
  • Anhand des nachfolgend beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs- und Anwendungsbeispiels wird die Erfindung lediglich exemplarisch näher erläutert, d. h. sie ist nicht auf dieses Ausführungs- und Anwendungsbeispiel oder auf die jeweiligen Merkmalskombinationen innerhalb des einzelnen Ausführungs- und Anwendungsbeispiels beschränkt. Verfahrens- und Vorrichtungsmerkmale ergeben sich jeweils analog auch aus Vorrichtungs- bzw. Verfahrensbeschreibungen.
  • Einzelne Merkmale, die im Zusammenhang mit dem konkreten Ausführungsbeispiel angeben und/oder dargestellt sind, sind nicht auf dieses Ausführungsbeispiels oder die Kombination mit den übrigen Merkmalen dieses Ausführungsbeispiels beschränkt, sondern können im Rahmen des technisch Möglichen, mit jeglichen anderen Varianten, auch wenn sie in den vorliegenden Unterlagen nicht gesondert behandelt sind, kombiniert werden.
  • Gleiche Bezugszeichen in den einzelnen Figuren und Abbildungen der Zeichnungen bezeichnen gleiche oder ähnliche oder gleich oder ähnlich wirkende Komponenten. Anhand der Darstellungen in der Zeichnung werden auch solche Merkmale deutlich, die nicht mit Bezugszeichen versehen sind, unabhängig davon, ob solche Merkmale nachfolgend beschrieben sind oder nicht. Andererseits sind auch Merkmale, die in der vorliegenden Beschreibung enthalten, aber nicht in der Zeichnung sichtbar oder dargestellt sind, ohne weiteres für einen Fachmann verständlich.
  • In den 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Windsichters W in einem schematischen Querschnitt dargestellt. Der Windsichter W enthält eine Produktzuleitung 1, eine Betriebsmediumzuführleitung 2 (siehe 2), ein Sichtrad 3, einen Leitschaufelkorb 4, ein Abströmrohr 5, einen Grobgutaustritt 6 und eine Blende 7. Der Leitschaufelkorb 4 enthält Leitschaufeln 8 mit jeweils einem Spalt 9 zwischen zwei Leitschaufeln 8.
  • Dieser Windsichter W wird nun so betrieben, dass, wie die in der 1 verdeutlicht ist, durch die Produktzuleitung 1 zu sichtendes Material, das auch als Sichtgut P (einschließlich der Strömungsrichtung repräsentiert durch den mit dem Bezugszeichen versehenen Pfeil) zu bezeichnen ist, als Partikel-Fluidstrom, d. h. zusammen mit einem Fluidstrom F (einschließlich der Strömungsrichtung repräsentiert durch den mit dem Bezugszeichen versehenen Pfeil), von einer Mühle, einem Trockner oder anderen verfahrenstechnischen Apparaten (nicht gezeigt) direkt dem Windsichter W zugeführt wird, und zwar zwischen den statischen Leitschaufelkorb 4 und das innerhalb des Leitschaufelkorbes 4 angeordnete Sichtrad 3. Das Sichtgut P wird somit zusammen mit dem Fluidstrom F in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad 3 zugewandte Innenseite des statischen Leitschaufelkorbes 4 aufgegeben. Der Leitschaufelkorb 4 und das Sichtrad 3 sind in einem Sichtergehäuse G untergebracht.
  • Auf der Innenseite des Leitschaufelkorbes 4 wird das Sichtgut P zusammen mit dem Fluidstrom F als Partikel-/Fluidsuspension dispergiert und zwecks Trennung zum Sichtrad 3 transportiert. Grobgut gelangt schließlich durch einen von einer Blende 7 definierten hinteren Sichtraum S (siehe 2) in einer schraubenförmigen Bewegung zum Grobgutaustritt 6. Bezüglich der aus dem Sichtrad 3 austretenden Strömung (Fluid und kleine Partikel) hat das Sichtrad 3 eine Austragsseite, an der das Abströmrohr 5 für die Ableitung des Feingutes aus dem Windsichter W liegt. Die Austragsseite des Sichtrades 3 definiert eine Vorderseite V (in der Darstellung der 1 die dem Betrachter zugewandte Seite, und siehe 2 auf der linken Seite) des Windsichters W. Entgegengesetzt zu der Vorderseite V des Windsichters W liegt eine Rückseite R des Windsichters W. Die Betriebsmediumzuführleitung 2 ist so angeordnet, dass das Zusatzfluid Z von der Rückseite R des Windsichters W her in den der Rückseite R des Windsichters W benachbarten hinteren Sichtraum S des Windsichters W zugeführt wird.
  • Ein Zusatzfluid Z (einschließlich der Strömungsrichtung repräsentiert durch den mit dem Bezugszeichen versehenen Pfeil) als weiteres Betriebsmedium in Form von Sichtgas/-dampf wird somit über die Betriebsmediumzuführleitung 2 zwischen dem Sichtergehäuse G und dem Leitschaufelkorb 4 eingeleitet, also auf die vom Sichtrad 3 abgewandte Außenseite des Leitschaufelkorbes 4, und durchströmt den statischen Leitschaufelkorb 4 zum Sichtrad 3 hin. Die durch die Produktzuleitung 1 zwischen das Sichtrad 3 und den Leitschaufelkorb 4 eingeleitete Partikel-/Fluidsuspension mit dem Sichtgut und dem Fluidstrom wird zusätzlich von dem Zusatzfluid Z intensiv quer durchströmt, was die Dispersion der Partikel-/Fluidsuspension und die Trennung weiter günstig beeinflusst.
  • Auf diese Weise kann das Trennen von Sichtgut vom Fluidstrom mittels eines Filters wie beim Stand der Technik entfallen, und es wird ein hervorragendes Sichtergebnis (d. h. Ausbeute, "Sauberkeit" des Grobgutes) erhalten.
  • Das zu sichtende oder zu mahlende Gut besteht aus gröberen und feineren Partikeln, die in einem Luftstrom mitgeführt werden und den Produktstrom bilden, der in das Gehäuse G des Windsichters W beispielsweise einer Strahlmühle eingeführt wird. Der Produktstrom gelangt in radialer Richtung in das Sichtrad 3 des Windsichters W. In dem Sichtrad 3 werden die gröberen Partikel aus dem Luftstrom ausgeschieden und der Luftstrom verlässt mit den feinen Partikeln axial das Sichtrad 3 durch das Abströmrohr 5. Der Luftstrom mit den auszufilternden oder herzustellenden feinen Partikeln kann dann einem Filter zugeführt werden, in dem ein Fluid, wie beispielsweise Luft, und feine Partikel voneinander getrennt werden.
  • Grundsätzlich lässt sich die Erfindung bei jeglichem Windsichter selbst nachträglich realisieren, wie insbesondere bei Windsichtern gemäß dem Offenbarungsgehalt der EP 641 609 B1 , die ebenfalls auf den vorliegenden Erfinder zurück geht. Allgemein hat dieser vorbekannte und im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung verwendbare Windsichter ein feststehendes Gehäuse, das in Achsrichtung gesehen eine Spirale bildet, einen in dem Gehäuse ortsfest angeordneten Leitschaufelkranz mit einstellbaren Schaufeln, einen zum Schaufelkranz achsgleich innerhalb des Leitschaufelkranzes angeordnetes, um die Gehäuseachse drehendes, beschaufeltes Sichtrad, einen tangential in den Ringraum zwischen Sichtrad und Leitschaufelkranz mündenden Rohgaseinlass, einen parallel zu diesem gerichteten, in den Ringraum zwischen Leitschaufelkranz und Spiralgehäuse mündenden Sichtgaseinlass sowie einen Grobgutaustrag im Endbereich der Strömung im Ringraum zwischen Leitschaufelkranz und Sichtrad, wobei der Grobgutauslass in Achsrichtung des Spiralgehäuses gegenüber dem Sichtgaseinlass und dem Sichtguteinlass versetzt angeordnet ist (vergleiche 2) und das Spiralgehäuse hierdurch die Raumform einer Schnecke mit zumindest einer vollen Schneckenwindung hat. Ferner kann bei diesem bekannten Windsichter vorgesehen sein, dass das Sichtrad und der ebenfalls schneckenförmige feststehende Leitschaufelkranz derart einander zugeordnet sind, dass die Schaufeln des Sichtrades sowohl im Einlassbereich als auch im Auslassbereich des Sichtergehäuses die Schaufeln des Leitschaufelkranzes möglichst weitgehend überdecken. Im übrigen ist der vollständige Offenbarungsgehalt der EP 641 609 B1 hinsichtlich der baulichen Ausgestaltung eines Windsichters hier durch Bezugnahme vollumfänglich aufgenommen ist, um bloße umfangreiche Wiederholungen zu vermeiden. Außerdem ist die vorliegende Erfindung nicht auf die Kombination mit dem aus der EP 641 609 B1 bekannten Windsichter beschränkt.
  • Die Erfindung ist anhand des Ausführungsbeispiels in der Beschreibung und in der Zeichnung lediglich exemplarisch dargestellt und nicht darauf beschränkt, sondern umfasst alle Variationen, Modifikationen, Substitutionen und Kombinationen, die der Fachmann den vorliegenden Unterlagen insbesondere im Rahmen der Ansprüche und der allgemeinen Darstellungen in der Einleitung dieser Beschreibung sowie der Beschreibung des Ausführungsbeispiels und dessen Darstellungen in der Zeichnung entnehmen und mit seinem fachmännischen Wissen sowie dem Stand der Technik kombinieren kann. Insbesondere sind alle einzelnen Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung und ihrer Ausführungsvarianten kombinierbar.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 641609 B1 [0002, 0032, 0032, 0032]

Claims (24)

  1. Windsichter-Betriebsverfahren, wobei Sichtgut (P) über eine Produktzuleitung (1) zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtgut (P) zusammen mit einem Fluidstrom (F) in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad (3) zugewandte Innenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) aufgegeben wird.
  2. Windsichter-Betriebsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung (2) an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) zugeleitet wird und insbesondere den statischen Leitschaufelkorb (4) zur Verdünnung der Partikel-/Fluidsuspension zwischen dem statischen Leitschaufelkorb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmt.
  3. Windsichter-Betriebsverfahren, wobei Sichtgut (P) über eine Produktzuleitung (1) zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium über eine Betriebsmediumzuführleitung (2) an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) zugeleitet wird.
  4. Windsichter-Betriebsverfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) den statischen Leitschaufelkorb (4) zur Verdünnung einer Partikel-/Fluidsuspension aus dem Sichtgut (P) und einem Fluidstrom (F) zwischen dem statischen Leitschaufelkorb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmt.
  5. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) Frischgas oder Frischdampf ist.
  6. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) zu einem Anteil von höchstens 25%, bevorzugt höchstens 15% bezogen auf die Partikel-/Fluidsuspension zugeführt wird.
  7. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsichtlich anderer physikalischer Größen, insbesondere Dichte und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar ist.
  8. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetz zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass das Zusatzfluid (Z) über die entsprechend angeordnete Betriebsmediumzuführleitung (2) von der Rückseite (R) des Windsichters (W) her in einen der Rückseite (R) des Windsichters (W) benachbarten hinteren Sichtraum (S) des Windsichters (W) zugeführt wird.
  9. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtgut (P) der Produktzuleitung (1) aus einer dem Windsichter (W) vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom (F) dispergiert zugeführt wird.
  10. Windsichter-Betriebsverfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidstrom (F) ein Gas- oder Dampfstrom ist.
  11. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetz zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass der statische Leitschaufelkorb (4) bezogen auf diese Vorderseite (V) und Rückseite (R) in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist.
  12. Windsichter-Betriebsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der statische Leitschaufelkorb (4) eine Mehrzahl von verstellbaren Leitschaufeln (8) mit jeweils einem Spalt (9) zwischen zwei Leitschaufeln (8) enthält, und dass jeder Spalt (9) zwischen den Leitschaufeln (8) einzeln einstellbar ist.
  13. Windsichter (W), mit einer Produktzuleitung (1) zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Produktzuleitung (1) zum Aufgeben von Sichtgut (P) zusammen mit einem Fluidstrom (F) in einer Partikel-/Fluidsuspension auf die dem Sichtrad (3) zugewandte Innenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) ausgelegt ist.
  14. Windsichter (W) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebsmediumzuführleitung (2) vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) zuzuleiten und insbesondere den statischen Leitschaufelkorb (4) zur Verdünnung der Partikel-/Fluidsuspension zwischen dem statischen Leitschaufelkorb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmen zu lassen.
  15. Windsichter (W), mit einer Produktzuleitung (1) zur Zufuhr von Sichtgut zwischen einen statischen Leitschaufelkorb (4) und ein davon umgebenes Sichtrad (3), dadurch gekennzeichnet, dass eine Betriebsmediumzuführleitung (2) vorgesehen ist, um ein Zusatzfluid (Z) als zusätzliches Betriebsmedium an die dem Sichtrad (3) abgewandte Außenseite des statischen Leitschaufelkorbes (4) zuzuleiten.
  16. Windsichter (W) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsmediumzuführleitung (2) vorgesehen ist, um das Zusatzfluid (Z) den statischen Leitschaufelkorb (4) zur Verdünnung einer Partikel-/Fluidsuspension aus dem Sichtgut (P) und einem Fluidstrom (F) zwischen dem statischen Leitschaufelkorb (4) und dem Sichtrad (3) durchströmen zu lassen.
  17. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) Frischgas oder Frischdampf ist.
  18. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzfluid (Z) zu einem Anteil von höchstens 25%, bevorzugt höchstens 15% bezogen auf die Partikel-/Fluidsuspension zugeführt wird.
  19. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzfluidzufuhr mengenmäßig und/oder hinsichtlich anderer physikalischer Größen, insbesondere Dichte und/oder Temperatur, regelbar oder steuerbar ist.
  20. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetz zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass die Betriebsmediumzuführleitung (2) so angeordnet ist, dass das Zusatzfluid (Z) von der Rückseite (R) des Windsichters (W) her in einen der Rückseite (R) des Windsich ters (W) benachbarten hinteren Sichtraum (S) des Windsichters (W) zugeführt wird.
  21. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Produktzuleitung (1) ausgelegt ist, um das Sichtgut (P) aus einer dem Windsichter (W) vorgeschalteten Einrichtung in einem Fluidstrom (F) dispergiert zuzuführen.
  22. Windsichter (W) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidstrom (F) ein Gas- oder Dampfstrom ist.
  23. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 13 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtrad (3) eine Austragsseite hat, die benachbart zu einer Vorderseite (V) und entgegengesetz zu einer Rückseite (R) jeweils des Windsichters (W) liegt, und dass der statische Leitschaufelkorb (4) bezogen auf diese Vorderseite (V) und Rückseite (R) in einen vorderen und einen rückseitigen Teil geteilt ist.
  24. Windsichter (W) nach einem der Ansprüche 13 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der statische Leitschaufelkorb (4) eine Mehrzahl von verstellbaren Leitschaufeln (8) mit jeweils einem Spalt (9) zwischen zwei Leitschaufeln (8) enthält, und dass jeder Spalt (9) zwischen den Leitschaufeln (8) einzeln einstellbar ist.
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