-
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung einer Gewindebuchse
in einer Platte mittels eines Schraubdornprozesses, wobei die Gewindebuchse
in einer Bohrung in der Platte aufgenommen ist und die Gewindebuchse
ein Innengewinde aufweist.
-
Buchsen
oder Gewindebuchsen in plattenförmigen
Elementen erfüllen
verschiedenste Aufgaben. Zum einen schützen sie das plattenförmige Element,
beispielsweise eine Blechplatte aus einem Aluminiumlegierungsmaterial
oder dergleichen, vor mechanischen Einwirkungen von Befestigungsbolzen. Zum
anderen können
derartige Buchsen auch als Lager oder Krafteinleitungspunkte dienen.
-
Buchsen
und Gewindebuchsen im Besonderen können mittels verschiedener
Verfahren in den plattenförmigen
Elementen befestigt werden.
-
So
kann beispielsweise eine Buchse in eine vorher in das plattenförmige Element
mit geringem Übermaß in Bezug
auf die Buchse eingebrachte Befestigungsbohrung eingeklebt werden.
-
Alternativ
ist es beispielsweise möglich,
die Bohrung mit einem geringen Untermaß auszubilden und die Buchse
sehr stark abzukühlen,
was beispielsweise mit flüssigem
Stickstoff erfolgen kann. Nach vollständiger Abkühlung der Buchse wird diese in
die vorbereitete Bohrung eingesetzt. Infolge der dann einsetzenden
Wiederer wärmung
dehnt die Buchse sich langsam wieder in radialer Richtung aus, so
dass ein fester Reibschluss zwischen der Buchse und der Bohrung
entsteht.
-
Darüber hinaus
sind Verfahren bekannt, bei denen eine radiale Aufweitung der Buchse
unter hohem Krafteinsatz mittels eines im Wesentlichen zylindrischen
Werkzeugs erfolgt.
-
Allen
vorstehend erwähnten
Verfahren ist gemeinsam, dass sie relativ zeitaufwändig sind
(Klebetechnik), aufwändige
Werkzeuge erfordern (Kälteschrumpfen
bzw. Durchziehtechnik) oder aber kein einseitiges Arbeiten erlauben
(s. g. "Blind"-Buchsensetzverfahren).
-
Aufgabe
der Erfindung ist es, die vorstehend beschriebenen Nachteile der
Verfahren zur Befestigung von Buchsen in plattenförmigen Elementen
zu vermeiden.
-
Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den folgenden Schritten des
Patentanspruchs 1 gelöst:
- – Einsetzen
der Gewindebuchse in die Bohrung,
- – Einschrauben
eines Werkzeugs, insbesondere eines Gewinderollers, mit einem Übermaß in die Gewindebuchse.
-
Hierdurch
ist im Vergleich zu den vorbekannten Verfahren eine schnelle, einfache
und sichere Befestigung einer ersten Ausführungsvariante einer Gewindebuchse
mit einer durchgehenden Gewindebohrung in der Platte mit einem verhältnismäßig geringen Werkzeugeinsatz
möglich.
Die Befestigung der Buchse in der Platte erfolgt vor allem durch
Reibschluss infolge eines Presssitzes zwischen der Gewindebuchse
und der Bohrung, der durch das Aufweiten der Gewindebuchse in radialer
Richtung mittels eines geeigneten Werkzeugs erreicht wird. Die radiale, plastifizierend
erfolgende Aufweitung der Gewindebuchse erfolgt bevorzugt mit einem
relativ einfach aufgebauten, in konventionelle Bohreinrichtungen einspannbaren
Gewinderoller.
-
Gleichzeitig
werden durch die radiale Aufweitung der Gewindebuchse im umgebenden
Plattenmaterial der Bohrung negative mechanische Spannungen erzeugt,
wo durch äußere lastinduzierte positive
Lastspitzen im Bohrungsbereich abgeschwächt werden. Hierdurch kann
die Gefahr des Auftretens von Ermüdungserscheinungen sowie die Gefahr
der Entstehung von Rissen verringert und die Lebensdauer der Buchsenverbindung
insgesamt erhöht
werden.
-
Darüber hinaus
ist eine einseitige Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens möglich, das
heißt
es ist keine Zugänglichkeit
zu beiden Plattenseiten vonnöten.
-
Eine
Fortbildung des Verfahrens sieht vor, dass in die Platte eine einseitig
geschlossene Gewindebuchse eingesetzt wird, um einen druckdichten Abschluss
der Bohrung in der Platte durch die darin mittels Schraubdornen
befestigte Gewindebuchse zu erreichen.
-
Im
Gegensatz zur ersten Ausführungsvariante
einer Gewindebuchse, die nach Maßgabe des erfindungsgemäßen Verfahrens
mittels eines Schraubdornprozesses in der Platte befestigt wird,
weist die zweite Variante der Gewindebuchse keine durchgehende Bohrung
auf. Vielmehr setzt sich das vom Bund wegweisende Ende der Gewindebuchse
in einen Hohlzylinder mit einem Deckel fort. Der Hohlzylinder mit
dem Deckel bildet einen kappenartigen Verschluss des hinteren Endes
der Gewindebuchse und ermöglicht
einen druckdichten Verschluss der Plattenbohrung. Die zweite Variante
der Gewindebuchse ist mit einem Innengewinde versehen, da es sich
bis in den Hohlzylinder hinein erstrecken kann. Hierdurch kann beispielsweise
ein Schraubbolzen (Stehbolzen) in die in der Platte befestigte Gewindebuchse zur
Anbindung von weiteren Komponenten eingeschraubt werden.
-
Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass das Innengewinde
der Gewindebuchse nachträglich
entfernt wird.
-
Hierdurch
kann die in die Platte eingesetzte Gewindebuchse zum Beispiel als
Verstärkungsbuchse,
als Durchführung
oder als Lager für
einen Drehbolzen dienen.
-
Eine
vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass der Bund
der Gewindebuchse spanend entfernt wird.
-
Hierdurch
ist eine ebene Plattenoberseite im Bereich der eingesetzten Gewindebuchse
erreichbar.
-
Nach
einer weiteren Fortbildung des Verfahrens ist vorgesehen, dass das
Werkzeug mittels einer Bohreinrichtung in die Gewindebuchse eingeschraubt
wird. Diese Ausgestaltung ermöglicht
eine einfache händische
und/oder maschinelle Durchführung
des Verfahrens.
-
Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass
zwischen einer Hülse
der Bohreinrichtung und einem Bund der Gewindebuchse während des
eigentlichen Schraubdornprozesses eine mechanische Verbindung hergestellt
wird. Hierdurch wird das Mitdrehen der Gewindebuchse in der Plattenbohrung
während
des eigentlichen Schraubdornprozesses unterbunden. Die mechanische
Verbindung zwischen dem Bund der Gewindebuchse und der Hülse der
Bohreinrichtung kann zum Beispiel durch einen Formschluss und/oder
einen Reibschluss erfolgen. Im Falle eines zumindest bereichsweisen
Formschlusses weist der Bund der Gewindebuchse mindestens eine Anlagefläche auf,
die mit mindestens einer korrespondierend ausgebildeten Anlagefläche an der
Hülse zumindest
bereichsweise in Formschluss zu bringen ist. Die Hülse umgibt
hierbei den Gewinderoller bevorzugt koaxial. Der Formschluss kann
zum Beispiel auch durch eine Vielfachverzahnungsverbindung, eine
Dreikant-, eine Vierkant- oder eine Sechskantverbindung gebildet
sein.
-
Die
erfindungsgemäße Aufgabe
wird darüber
hinaus durch ein Werkzeug nach Maßgabe des Patentanspruchs 9
gelöst.
-
Dadurch,
dass mittels des in die Gewindebuchse eingeschraubten Werkzeugs
diese in radialer Richtung aufweitbar ist, ergibt sich vor allem
durch den hierdurch erzeugten Reibschluss der Gewindebuchse in der
Plattenbohrung ein mechanisch sehr fester Sitz, eine lange Lebensdauer
sowie eine hohe "Fatigue"-Widerstandfähigkeit
der auf diese Weise hergestellten Verbindung. Durch die Aufweitung
erfolgt eine bleibende plastische Umformung der Gewindebuchse.
-
Zur
Durchführung
des Verfahrens ist nur ein konstruktiv relativ einfach aufgebautes
Werkzeug, insbesondere ein so genannter Gewinderoller, erforderlich,
der mit leichtem Übermaß in die
bereits in der Plattenbohrung befindliche Gewindebuchse rotierend
eingeführt
wird. Der Antrieb des Gewinderollers erfolgt hierbei bevorzugt mittels
einer verhältnismäßig einfach
ausgeführten
Bohreinrichtung. Aufwändige
hydraulische Druck- oder Zugwerkzeuge sind nicht erforderlich.
-
Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens und des Werkzeugs sind
in den weiteren Patentansprüchen
dargelegt.
-
In
der Zeichnung zeigt:
-
1 Eine
Bohrung in einer Platte mit eingesetzter Gewindebuchse,
-
2 die
Gewindebuchse mit eingeschraubtem Werkzeug während des Schraubdornprozesses,
-
3 die
Gewindebuchse nach dem Abschluss des Schraubdornprozesses,
-
4 die
Gewindebuchse mit entferntem Bund,
-
5 eine
Draufsicht auf eine Gewindebuchse mit Bund und Anlageflächen, und
-
6 eine
druckdicht ausgebildete Gewindebuchse.
-
In
der Zeichnung weisen dieselben konstruktiven Elemente jeweils die
gleiche Bezugsziffer auf.
-
Die 1 bis 4,
auf die im Weiteren zugleich Bezug genommen wird, zeigen in ihrer
Gesamtheit schematisch den Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Befestigung von Gewindebuchsen in einer Platte mittels eines
Schraubdornprozesses sowie den prinzipiellen Aufbau des hierfür eingesetzten
Werkzeugs.
-
In
eine Platte 1 wird zunächst
eine zylindrische Bohrung 2 eingebracht. In diese vorbereitete (Pass-)Bohrung 2 wird
in einem ersten Verfahrensschritt (vgl. 1) die zu
befestigende Gewindebuchse 3 eingesetzt. Die Gewindebuchse 3 kann
in Bezug auf die Bohrung 2 ein geringes Übermaß aufweisen,
um ein unkontrolliertes Herausfallen der Gewindebuchse 3 zu
vermeiden. Eine Längsachse 4 veranschaulicht
die Symmetrie der Gesamtanordnung. Die Gewindebuchse 3 weist
ein Innengewinde 5 auf.
-
In
einem zweiten Verfahrensschritt (vgl. 2) wird
in die so vorbereitete Gewindebuchse 3 ein bevorzugt als
Gewinderoller 6 ausgebildetes Werkzeug 7 rotierend
um die Längsachse 4 eingeführt, um
den Schraubdornprozess einzuleiten. Der Gewinderoller 6 weist
auf seiner Außenfläche ein
Außengewinde 8 auf,
dessen geometrische Gestalt dem des Innengewindes 5 entspricht.
Im Bereich des Außengewindes 8 weist
der Gewinderoller 6 eine in etwa zylindrische Formgebung
auf. Abweichend von dieser geometrischen Gestalt kann der Abschnitt
des Außengewindes 8 auch
tonnenförmig
oder leicht nach unten hin konisch ausgebildet sein, um das Einführen in
die Gewindebuchse 3 zu erleichtern. Darüber hinaus kann eine Kombination
von Kühl- und/oder
Schmiermitteln zur Erleichterung des Schraubdornprozesses eingesetzt
werden.
-
Entscheidend
ist, dass das Außengewinde 8 in
Bezug auf die Gewindebuchse 3 ein leichtes Übermaß von etwa
1 bis 5% aufweist. Hierdurch kommt es während des Einschraubens des
Gewinderollers 6 zu einer plastischen radialen Aufweitung
der Gewindebuchse 3 in der Bohrung 2, so dass
die Gewindebuchse 3 im Wesentlichen aufgrund des sich hieraus ergebenden
Presssitzes bzw. des sich hierdurch ergebenden Reibschlusses in
der Bohrung 2 festgesetzt wird.
-
Die
radiale Aufweitung der Gewindebuchse 3 erzeugt im Bereich
der Leibung der Bohrung 2 zudem negative mechanische Spannungen
im Material. Infolge dieses Effektes werden positive mechanische Spannungen
im Material der Platte 1, die im Bereich der Bohrung 2 von äußeren mechanischen
Lasten induziert werden abgeschwächt,
wodurch die Gefahr von Rissbildungen und Ermüdungserscheinungen im Bereich
der Bohrung 2 verringert wird. Letztendlich ergibt sich
durch diese Effekte eine Erhöhung
der Lebensdauer der Verbindung zwischen der Gewindebuchse 3 und
der Platte 1.
-
Der
Gewinderoller 6 weist einen Schaft 9 auf, mittels
dessen der Gewinderoller 6 in das Futter einer nicht dargestellten
Bohreinrichtung eingespannt wird. Mittels der Bohreinrichtung wird
der Gewinderoller 6 in Rotation um die Längsachse 4 versetzt.
Hierbei kann eine Drehzahlverlaufskurve über die Zeit programmgesteuert
einstellbar sein. Die Bohreinrichtung ist bevorzugt so leicht und
kompakt ausgebildet, dass eine händische
Durchführung
des Verfahrens möglich
ist. Gleichzeitig wird hierdurch auch ein automatisierter Einsatz
des Schraubdornprozesses erleichtert, weil die Handhabungsgeräte nur relativ
geringe Lasten aufzunehmen haben. Ein unteres Schaftende des Gewinderollers 9 kann
leicht konisch verjüngt
ausgebildet sein, um das Einführen
in die Gewindebuchse 3 zu erleichtern.
-
Der
Gewinderoller 6 ist von einer Hülse 10 bevorzugt koaxial
umgeben. Die Hülse 10 ist
in Bezug auf den Gewinderoller 6 bzw. die Gewindebuchse 3 feststehend
ausgebildet, das heißt
die Hülse 10 folgt
nicht der Drehbewegung des Gewinderollers 6. Zwischen der
Hülse 10 und
einem umlaufenden Bund 11 der Gewindebuchse 3 besteht
zumindest bereichsweise ein Formschluss und/oder ein Reibschluss.
Dieser wird im gezeigten Ausführungsbeispiel
der 3 durch beide Anlageflächen 12, 13 im Bereich
des Bundes 11 der Gewindebuchse 3 bewirkt, an
denen im unteren Endbereich der Hülse 10 angeordnete
Anlageflächen
(nicht dargestellt) anliegen und das Mitdrehen der Gewindebuchse 3 während des
Schraubdornprozesses verhindern. Ein Formschluss zwischen der Hülse 10 und
dem Bund 11 der Gewindebuchse 3 kann alternativ
auch durch eine Vielzahl von aneinander liegenden bzw. ineinander
greifenden Anlageflächen,
eine Verzahnung oder dergleichen gebildet sein. Für die Güte und Qualität der durch
Schraubdornen erzeugten mechanischen Verbindung ist in jedem Fall
entscheidend, dass jedes Mitdrehen der Gewindebuchse 3 unterbleibt.
-
In
einem dritten Verfahrensschritt (vgl. 3) wird
die Drehrichtung des in der Bohreinrichtung aufgenommenen Gewinderollers 6 umgekehrt, so
dass der Gewinderoller 6 sich wieder aus der nunmehr plastisch
aufgeweiteten Gewindebuchse 3 "herausschraubt". Nach dem vollständigen Herausschrauben des
Gewinderollers 6 ist der eigentliche Schraubdornprozess
abgeschlossen. Es können dann
noch weitere optionale Nachbearbeitungsschritte, wie zum Beispiel
das Entfernen des Bundes 11 und/oder des Innengewindes 5 erfolgen.
-
Die
wellenförmigen
Verformungslinien 14, 15 stellen bleibende plastische
Verformungen des Leibungsbereichs der Bohrung 2 nach dem
Abschluss des Schraubdornprozesses dar, die zum Beispiel bei einer
geringen Materialstärke
der Gewindebuchse 3, einer entsprechend hohen Druckwirkung
des Gewinderollers 6 und bei einem bestimmten Grad von plastischer
Verformbarkeit des Plattenmaterials entstehen können. In diesem Fall beruht
die Befestigung der Gewindebuchse 3 in der Bohrung 2 nicht
allein auf den durch Presssitz hervorgerufenen Reibschluss, sondern
ergänzend
auf einem zumindest bereichsweise wirkenden Formschluss zwischen
der Bohrung 2 bzw. deren entsprechend der Verformungslinien 14, 15 geringfügig gewellter
Innenfläche bzw.
Leibungsfläche.
Es kommt in einem derartigen Fall zu einer Art "Verzahnung" zwischen der Gewindebuchse 3 und
der Bohrung 2, die einen zusätzlich zum Reibschluss zumindest
bereichsweisen Formschluss darstellt.
-
In
einem vierten Verfahrensschritt (vgl. 4) kann
erforderlichenfalls der Bund der Gewindebuchse 3 spanend
entfernt werden. Zur spanenden Entfernung des Bundes 11 der
Gewindebuchse 3 können
im Bereich der Hülse 10 geeignete
Werkzeuge angeordnet sein, die nach dem Abschluss des Schraubdornprozesses
zum Beispiel ausgefahren werden und in einem Arbeitsgang ohne einen
erneuten Werkzeugwechsel zum Abschluss das Abtragen des Bundes 11 ermöglichen.
-
Weiterhin
kann in einem nachfolgenden Verfahrensschritt das Innengewinde 5 der
Gewindebuchse 3 zum Beispiel durch Reiben oder Schaben entfernt
werden, um eine Gewindebuchse 3 mit einer im Wesentlichen
glatten Bohrung ohne Gewindegänge
zu erzeugen. Wenn mittels der Gewindebuchse 3 zum Beispiel
Gewindebolzen in der Platte 1 befestigt werden sollen,
ist die Entfernung des Innengewindes 5 nicht nötig.
-
Die
Platte 1 ist zumindest teilweise mit einem metallischen
Material, insbesondere mit einem Aluminiumlegierungsmaterial gebildet.
-
Anhand
der 5, die eine Draufsicht auf die Gewindebuchse 3 zeigt,
soll die Wirkung des Formschlusses zwischen der Hülse 10 der
Bohreinrichtung und der Gewindebuchse 3 näher erläutert werden.
-
Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
der 5 weist der umlaufende Bund 11 der Gewindebuchse 3 zwei
Ausnehmungen 16, 17 auf, die die Anlageflächen 12, 13 bilden.
In diese Ausnehmungen 16, 17, die jeweils in etwa
die geometrische Form eines Kreisabschnittes aufweisen, werden während des Schraubdornprozesses
entsprechende in einem Endbereich der Hülse 10 des Werkzeugs 7 angeordnete
Vorsprünge
eingebracht, die an den Anlageflächen 12, 13 der
Ausnehmungen 16, 17 zumindest bereichsweise formschlüssig anliegen
und ein Mitdrehen der Gewindebuchse 3 in der Bohrung 2 in
der Platte 1 verhindern.
-
Die 6 zeigt
ferner eine Ausführungsvariante
einer Gewindebuchse, die nach dem Entfernen des Bundes einen druckdichten
Abschluss der Bohrung in der Platte 1 erlaubt.
-
Eine
Gewindebuchse 18 ist in einer Bohrung 19 in einer
Platte 20 aufgenommen und ist mittels des vorstehend beschriebenen
Schraubdornprozesses in radialer Richtung plastisch aufgeweitet
worden, so dass ein fester Presssitz der Gewindebuchse 18 in der
Platte 20 gewährleistet
ist.
-
Im
Unterschied zur Gewindebuchse 3 nach Maßgabe der 4 ist
ein Innengewinde 21 der Gewindebuchse 18 nicht
durch Reiben entfernt worden. Hierdurch kann zum Beispiel ein in
der 6 nicht gezeigter Schraubbolzen in die Gewindebuchse 18 eingeschraubt
werden, um weitere Bauteile an die Platte 20 anzubinden.
Weiterhin weist die Gewindebuchse 18 in Übereinstimmung
mit der Darstellung der Gewindebuchse 3 (vgl. 4)
einen umlaufenden Bund 23 mit zwei Anlageflächen 24, 25 auf,
die – wie
mit den punktierten Linien angedeutet – nach dem Abschluss des eigentlichen
Schraubdornverfahrens spanend entfernt wurden.
-
Als
ein weiterer Unterschied zur Ausführungsvariante der im Rahmen
der Erläuterung
der 1 bis 5 beschriebenen Gewindebuchse 3 weist
die Gewindebuchse 18 zwar ebenfalls eine im Wesentlichen
hohlzylindrische Gestalt mit einer Längsachse 22 und einem
Innengewinde 21 auf, an einem von dem umlaufenden Bund 23 wegweisenden
Ende 26 der Gewindebuchse 18 ist diese jedoch geschlossen
ausgebildet, das heißt
die Gewindebuchse 18 weist keine durchgehende Gewindebohrung
bzw. kein durchgehendes Innengewinde 21 auf. Vielmehr setzt
sich ein Gewindeabschnitt 27 der Gewindebuchse 18 mit
dem Innengewinde 21 in einen Hohlzylinder 28 mit
einem Boden 29 fort, der das vom Bund 23 wegweisende
Ende 26 der Gewindebuchse 18 kappenartig fortsetzt,
das heißt
druckdicht verschließt.
-
Hierdurch
ist es möglich,
die Bohrung 19 in der Platte 20 im Vergleich zu
der vorstehend dargestellten Ausführungsvariante druckdicht abzuschließen, wobei
gleichzeitig beispielsweise ein Schraubbolzen in das Innengewinde 21 der
Gewindebuchse 18 einschraubbar ist, bis dieser den Boden 29 des Hohlzylinders 28 innenseitig
berührt.
Die Gewindebuchse 18 weist hierbei über ihre gesamte Längenerstreckung
einschließlich
des Gewindeabschnittes 27 mit dem Innengewinde 21 sowie
des kappenartigen Hohlzylinders 28 mit dem Boden 29 einen
konstanten Außendurchmesser
auf, so dass die Gewindebuchse 18 von oben in die Bohrung 19 in
der Platte 20 bis zu dem einen Anschlag bildenden Bund 23 eingesteckt werden
kann.
-
Die
gesamte Gewindebuchse 18, einschließlich der spanend entfernten
Anlageflächen 24, 25, des
gleichfalls spanend abgehobenen umlaufenden Bundes 23,
des Innengewindes 21, des Gewindeabschnittes 27 sowie
des Hohlzylinders 28 mit Boden 29, ist einstückig aus
einem mechanisch hochfesten Metall oder einer Metalllegierung gebildet.
Die beiden Ausführungsvarianten
von Gewindebuchsen 3, 18 können beispielsweise mit hochfesten
Aluminiumlegierungen, mit Edelstahllegierungen oder mit Titanlegierungen
gebildet sein.
-
- 1
- Platte
- 2
- Bohrung
- 3
- Gewindebuchse
- 4
- Längsachse
- 5
- Innengewinde
- 6
- Gewinderoller
- 7
- Werkzeug
- 8
- Außengewinde
- 9
- Schaft
- 10
- Hülse
- 11
- Bund
- 12
- Anlagefläche
- 13
- Anlagefläche
- 14
- Verformungslinie
- 15
- Verformungslinie
- 16
- Ausnehmung
(Buchse)
- 17
- Ausnehmung
(Buchse)
- 18
- Gewindebuchse
- 19
- Bohrung
- 20
- Platte
- 21
- Innengewinde
- 22
- Längsachse
- 23
- Bund
- 24
- Anlagefläche
- 25
- Anlagefläche
- 26
- Ende
Gewindebuchse (vom Bund weggerichtetes Ende)
- 27
- Gewindeabschnitt
- 28
- Hohlzylinder
- 29
- Boden