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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Feststellen des Zustands eines Partikelfilters. Bei Filtern
für feinste
Partikel, beispielsweise Rußpartikelfiltern
für den
Abgasstrom einer Dieselbrennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs,
besteht das Problem, dass sich der Filter während des Betriebs mit der
Zeit mit den gefilterten Partikeln zunehmend belädt. Die Folge ist, dass das zu
filternde Medium, beispielsweise das Abgas, nicht mehr ungehindert
durch den Filter strömen
kann. Daher muss der Filter von Zeit zu Zeit von den Partikeln befreit
werden. Dies kann beispielsweise durch einen Abbrand der Partikel
erfolgen. Der Zeitpunkt, zu dem eine Reinigung oder auch eine sonstige
Wartung des Partikelfilters erforderlich ist, variiert abhängig von den
Betriebsbedingungen des Systems. Um den richtigen Zeitpunkt für die Regeneration
oder Wartung zu bestimmen, ist es wünschenswert, den Zustand des
Filters, beispielsweise seine Beladung mit gefilterten Partikeln,
festzustellen.
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Eine
bekannte Methode zur Feststellung des Beladungszustands eines Partikelfilters
basiert auf der Tatsache, dass mit zunehmender Beladung des Filters
mit Partikeln eine Druckdifferenz zwischen dem Filtereingang und
dem Filterausgang entsteht. Diese Druckdifferenz kann in eine Aussage über die Beladung
des Filters umgesetzt werden. Ein solches bekanntes System ist schematisch
in 1 dargestellt. Mit (A) ist in 1 der
Zustrom bereits vorgereinigter, aber noch mit Rußpartikeln beladener Abgase
in einen Dieselpartikelfilter bezeichnet. Der Abgasstrom trifft
in dem Filter auf mit (B) bezeichnete Filterlamellen. Die Filterlamellen
halten die aus dem Abgasstrom herauszufilternden Rußpartikel
zurück, wie
in 1 in der Schnittvergrößerung (C) dargestellt. Nach
Durchlaufen der Filterlamellen gelangt der gereinigte Abgas strom
aus dem Filter heraus, in 1 mit (D)
bezeichnet. Um den Beladungszustand des Filters festzustellen, sind
bei dem bekannten System Drucksensoren (E) vorgesehen, die eine Druckdifferenz
zwischen dem Filtereingang und dem Filterausgang messen. Wird mittels
der Drucksensoren ein bestimmter, kritischer Beladungszustand des Filters
festgestellt, wird eine Regenerationsphase des Filters eingeleitet,
in der der Filter durch einen Abbrand der Partikel gereinigt wird.
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Nachteilig
bei dem bekannten System ist, dass die gemessene Druckdifferenz
von diversen äußeren Parametern,
wie beispielsweise der Temperatur, abhängt. Um dies zu berücksichtigen,
muss ein separater Temperatursensor, in 1 mit (F)
bezeichnet, vorgesehen werden. Dies macht die bekannte Vorrichtung
aufwendig. Außerdem
nehmen neben der Temperatur noch andere Parameter, wie beispielsweise
Druck, Feuchte, etc. einen störenden Einfluss
auf die Messung. Insbesondere reagiert die bekannte Beladungsmessung
empfindlich auf Lastwechsel der Brennkraftmaschine und damit verbundene Änderungen
des Abgasmassenstroms. Daher ist mit der bekannten Vorrichtung die
Feststellung des Beladungszustands eines Partikelfilters nicht immer
zuverlässig
möglich.
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Aus
der
EP 1 564 387 A1 ist
es weiterhin bekannt, zum Feststellen der Beladung eines Partikelfilters
mittels eines Elektrodenpaars eine elektrische Größe zu erfassen,
die mit der Dielektrizitätszahl
der in einem zwischen den Elektroden angeordneten Volumenteilbereich
vorhandenen Materie korreliert. Insbesondere kann dabei als elektrische
Größe die elektrische
Kapazität
erfasst werden. Nachteilig bei dem bekannten Verfahren ist, dass
die gemessenen elektrischen Größen, beispielsweise
die gemessenen Kapazitäten,
sehr klein sind, so dass eine aufwändige Messanordnung erforderlich
ist, um anhand dieser Messung auf die Beladung des Partikelfilters
zu schließen.
Hinzukommt, dass die Messung der elektrischen Größe, beispielsweise die Kapazitätsmessung,
aufgrund der erforderlichen Frequenzanregung kompliziert ist. Auch
ist die Messung aufgrund des kleinen Messsignals anfällig gegen
Störeinflüsse, beispielsweise
durch ein Auftreten bzw. eine Änderung
von Luftströmungen
in dem Filter.
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In
der nachveröffentlichten
US 2007/0 144 260
A1 wird die zerstörungsfreie Überprüfung eines Partikelfilters
beschrieben. Bei der Überprüfung wird der
Partikelfilter auf Fertigungsfehler (beispielsweise Filterbruch)
untersucht. Hierzu wird an der einen Seite des Partikelfilters ein
Ultraschall-Puls generiert und an der anderen Seite des Partikelfilters
das Echo des Pulses empfangen. Aus dem Echo des Ultraschallsignals
wird auf den Zustand des Partikelfilters geschlossen. Aus dieser
Veröffentlichung
geht somit hervor, ein gepulstes Signal zu verwenden, um den Zustand
des Partikelfilters festzustellen.
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In
der
US 5 157 340 A werden
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Rußbeladung
eines Partikelfilters beschrieben. Die Rußbeladung wird bestimmt, indem
die dielektrischen Eigenschaften des Partikelfilters anhand eines
Mikrowellen-Signals erfasst werden. Hierzu ist an einem Ende des
Partikelfilters eine Sendeantenne angebracht und am anderen Ende
des Partikelfilters eine Empfängerantenne.
Aus dem Vergleich der beiden Signale wird auf die Beladung des Partikelfilters
geschlossen, wobei das gesendete Signal als elektromagnetische Schwingung
mit vorgegebener Frequenz aufgebracht wird.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung anzugeben, mit denen der Zustand eines Partikelfilters
in besonders einfacher und zuverlässiger Weise festgestellt werden
kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem
Verfahren gemäß dem unabhängigen Patentanspruch
1 sowie einer Vorrichtung gemäß dem unabhängigen Patentanspruch
10 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den abhängigen Patentansprüchen sowie
der Beschreibung und den Figuren.
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Zur
Lösung
des der Erfindung zugrunde liegenden Problems wird ein Verfahren
zum Feststellen des Zustands eines Partikelfilters vorgeschlagen, umfassend
die Schritte: Initiieren eines elektromagnetischen Impulses in dem
Partikelfilter mittels einer Initiierungseinrichtung, Messen einer
zwischen zwei an den Partikelfilter angesetzten Elektroden durch den
elektromagnetischen Impuls erzeugten elektrischen Spannung mittels
einer mindestens die zwei Elektroden umfassenden Messeinrichtung
und Auswerten der gemessenen elektrischen Spannung mittels einer
Auswerteeinrichtung, wobei der Zustand des Partikelfilters festgestellt
wird.
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In
Bezug auf die Vorrichtung wird das der Erfindung zugrunde liegende
Problem durch eine Vorrichtung zum Feststellen des Zustands eines
Partikelfilters gelöst,
umfassend eine Initiierungseinrichtung, mit der ein elektromagnetischer
Impuls in dem Partikelfilter initiierbar ist, eine Messeinrichtung
umfassend mindestens zwei an den Partikelfilter angesetzte Elektroden,
zwischen denen eine durch den elektromagnetischen Impuls erzeugte
elektrische Spannung messbar ist, und eine Auswerteeinrichtung,
mit der die gemessene elektrische Span nung auswertbar ist, wobei
der Zustand des Partikelfilters feststellbar ist.
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Erfindungsgemäß ist eine
Initiierungseinrichtung vorgesehen, mit der ein elektromagnetischer Impuls,
beispielsweise mittels einer Funkenstrecke, in dem Partikelfilter
erzeugt wird. Der erzeugte Impuls durchläuft dabei den Filter. Durch
das elektromagnetische Feld des den Filter durchlaufenden elektromagnetischen
Impulses wird zwischen den beiden an den Filter angesetzten Elektroden
der Messeinrichtung eine elektrische Spannung erzeugt. Diese elektrische
Impulsspannung wird von der Messeinrichtung gemessen.
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Die
Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass die zwischen den
Elektroden durch den Impuls erzeugte elektrische Spannung von dem
Zustand des Partikelfilters abhängt.
So kommt es beispielsweise mit zunehmender Beladung des Filters mit
Rußpartikeln
zu einer Veränderung
der durch den Impuls erzeugten Spannung. Die Auswerteeinrichtung
stellt den Zustand des Partikelfilters also auf Grundlage der Tatsache
fest, dass die durch den elektromagnetischen Impuls zwischen den
Messelektroden erzeugte elektrische Spannung von dem jeweiligen
Zustand des Partikelfilters abhängt.
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Erfindungsgemäß wird in
einfacher Weise eine Spannungsmessung durchgeführt. Eine aufwändige Kapazitätsmessung,
insbesondere mittels einer Frequenzanregung, ist dabei nicht erforderlich. Der
elektromagnetische Impuls stellt dabei eine ausreichend große Energie
für ein
großes
und robustes Messsignal zur Verfügung.
Durch geeignete Wahl des erzeugten Impulses kann die Größe des zugehörigen Messsignals
entsprechend den jeweiligen Anforderungen gesteuert werden. Durch
die Messung der durch den elektromagnetischen Impuls erzeugten Spannung
steht somit ein im Vergleich zum Stand der Technik großes und
robustes Messsignal zur Verfügung.
Es kann daher in einfacher Weise eine zuverlässige Messung durchgeführt werden.
Dabei ist die Bestimmung des Filterzustands unabhängig von äußeren Parame tern,
wie beispielsweise einer Änderung
der durch den Filter strömenden
Masse, zum Beispiel einer Änderung
des Abgasmassenstroms bei Lastwechseln einer Brennkraftmaschine.
Auch andere äußere Parameter
wie Temperatur, Feuchte, etc. wirken sich weniger auf das Messergebnis
aus als bei den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren.
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Gleichzeitig
zeichnet sich die Erfindung durch einen einfachen und robusten elektrischen Aufbau
aus, der auch unter rauen Betriebsbedingungen zuverlässig arbeitet.
Auch die Auswertung des Messergebnisses kann in einfacher Weise
erfolgen. Erfindungsgemäß kann der
Zustand des Partikelfilters somit in einfacher Weise mit größerer Zuverlässigkeit
und Genauigkeit als beim Stand der Technik festgestellt und bewertet
werden.
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Sofern
bei der Bestimmung des Zustands ein für die Funktion des Filters
kritischer Zustand, beispielsweise eine maximal zulässige Beladung
mit gefilterten Partikeln, festgestellt wird, kann eine Regeneration
des Filters durch eine Regenerationseinrichtung eingeleitet werden,
wobei der Filter beispielsweise von der Beladung mit gefilterten
Partikeln gereinigt wird. Dazu können
die in dem Filter angesammelten Partikel abgebrannt werden. Die
Bestimmung des Filterzustands kann zyklisch wiederholt in bestimmten
Abständen
erfolgen. Das System bleibt so über
seine gesamte Betriebsdauer, beispielsweise der Lebensdauer eines
mit dem Filter ausgestatteten Kraftfahrzeugs, wartungsfrei.
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Bei
dem Partikelfilter kann es sich insbesondere um einen Partikelfilter
zur Gasfiltration, beispielsweise Abgasfiltration für ein Kraftfahrzeug, handeln.
Dabei kann der Filter zum Filtern hochfeiner Partikel vorgesehen
sein. Beispiele für
einen solchen Partikelfilter sind Rußpartikelfilter, zum Beispiel
für Dieselbrennkraftmaschinen
von Kraftfahrzeugen. Der Filter kann aus einem Keramikwerkstoff
hergestellt sein. In dieser Hinsicht bewährt hat sich in der Praxis
der Keramikwerkstoff Korderit.
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Vorzugsweise
dient das erfindungsgemäße Verfahren
bzw. die erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Feststellen des Beladungszustands des Partikelfilters, also seines
Beladungsgrads mit gefilterten Partikeln. Es ist jedoch auch denkbar,
mit der erfindungemäßen Vorrichtung
bzw. dem erfindungsgemäßen Verfahren
alternativ oder zusätzlich
zu dem Beladungszustand einen anderen Zustand des Filters festzustellen,
beispielsweise einen Materialdefekt. Auch das Auftreten eines solchen
Materialdefekts, wie beispielsweise eines Bruchs, führt zu einer
Veränderung
der durch den elektromagnetischen Impuls zwischen den Elektroden
erzeugten elektrischen Spannung. Anhand der durch den Impuls erzeugten Spannung
kann also auch auf einen Defekt des Partikelfilters geschlossen
werden.
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Die
Elektroden der Messeinrichtung können beispielsweise
direkt an das Filtermaterial angesetzt sein. Es ist jedoch auch
denkbar, dass die Elektroden beispielsweise an ein das Filtermaterial
einschließendes
Gehäuse
angesetzt werden, oder dass ein anderes Zwischenelement zwischen
den Elektroden und dem Partikelfilter vorgesehen ist. Entscheidend ist
dabei nur, dass durch den in dem Filter erzeugten elektromagnetischen
Impuls eine für
eine zuverlässige
Messung ausreichende Spannung zwischen den Elektroden erzeugt wird.
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Es
ist denkbar, dass die Auswerte- und die Messeinrichtung separate
Einrichtungen sind. Sie können
aber auch als eine gemeinsame Mess- und Auswerteeinrichtung ausgebildet
sein.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Initiierungseinrichtung
mindestens zwei Elektroden aufweisen, mit denen der elektromagnetische
Impuls initiierbar ist. Gemäß dieser
Ausgestaltung des Verfahrens wird der elektromagnetische Impuls
also durch mindestens zwei Elektroden initiiert. Dabei wird mittels
der beiden Elektroden eine Spannung an den Filter angelegt, so dass
es entlang einer Funkenstrecke zu einer Entladung zwischen den Elektroden
und somit dem Erzeugen eines elektromagnetischen Impulses in dem
Partikel filter kommt. Dazu können
die Elektroden zweckmäßigerweise
an den Partikelfilter angesetzt sein. Wiederum ist es denkbar, dass
die Elektroden direkt an den Partikelfilter angesetzt sind oder,
dass zwischen ihnen und dem Partikelfilter ein Zwischenelement,
beispielsweise ein Gehäuse
vorgesehen ist. Entscheidend ist nur, dass es zwischen den Elektroden
zu einer ausreichenden Entladung und somit einem elektromagnetischen
Impuls in dem Filter kommen kann. Mit dieser Ausgestaltung ist die
Initiierung eines elektromagnetischen Impulses in besonders einfacher
und präziser
Weise möglich.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Initiierungseinrichtung
mindestens ein Blitzgerät
aufweisen, mit dem der elektromagnetische Impuls initiierbar ist.
In diesem Fall wird der Impuls also durch ein Blitzgerät initiiert.
Es hat sich überraschend
herausgestellt, dass bereits ein von einem Fotoblitzgerät in dem
Filter erzeugtes elektromagnetisches Feld für den erfindungsgemäßen Zweck
ausreichend ist. Mit dieser Ausgestaltung kann ohne weiteren Schaltungsaufwand
in besonders einfacher Weise der elektromagnetische Impuls erzeugt
werden.
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Der
Partikelfilter kann insbesondere eine zylindrische Form aufweisen.
Dabei kann die Initiierungseinrichtung derart angeordnet sein, dass
der elektromagnetische Impuls in Richtung der Zylinderachse initiierbar
ist. Gemäß dieser
Ausgestaltung des Verfahrens wird der elektromagnetische Impuls in
Richtung der Zylinderachse initiiert. Gemäß dieser Ausgestaltung durchläuft der
elektromagnetische Impuls den Partikelfilter in Richtung der Zylinderachse. Er
kann dabei insbesondere auf der Zylinderachse selbst oder parallel
zu dieser initiiert werden. Bei zylinderförmigen Partikelfiltern erfolgt
der Durchfluss des zu filternden Mediums, beispielsweise eines Abgases, üblicherweise
in Richtung der Zylinderachse. Es ist sowohl denkbar, den elektromagnetischen
Impuls in Strömungsrichtung
des zu filternden Mediums durch den Partikelfilter zu erzeugen,
als auch in der Strömungsrichtung
entgegenge setzter Richtung. Sofern der elektromagnetische Impuls
mittels zweier Elektroden der Initiierungseinrichtung initiiert
wird, können
die beiden Elektroden also insbesondere im Bereich des Filtereingangs
und des Filterausgangs angeordnet sein. In diesem Fall verläuft die
Funkenstrecke zur Entladung zwischen den Elektroden durch den Partikelfilter
in Richtung seiner Zylinderachse. Dabei kann die Entladung in beiden
Richtungen zwischen den Elektroden erfolgen. Sofern der elektromagnetische
Impuls mittels eines Blitzgeräts erzeugt
wird, kann dieses also wahlweise auf der Filtereingangs- oder auf
der Filterausgangsseite im Bereich einer der Stirnseiten des Zylinders
derart angeordnet sein, dass der Blitz und somit der elektromagnetische
Impuls jeweils in Richtung des Partikelfilters ausgelöst wird.
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Wenn
der Partikelfilter eine zylindrische Form aufweist, können die
Elektroden der Messeinrichtung insbesondere an die Mantelfläche des
Zylinders angesetzt sein. Der Vorteil dieser Anordnung der Messelektroden,
insbesondere in Verbindung mit einer Initiierung des elektromagnetischen
Impulses in Richtung der Zylinderachse liegt darin, dass unter minimaler
Beeinträchtigung
des Strömungsweges
des zu filternden Mediums durch den Filter ein besonders einfach
zu realisierender und im Betrieb robuster Aufbau erreicht wird.
Die Messelektroden können
dabei insbesondere einander gegenüberliegend auf der Mantelfläche angeordnet
sein. Es ist zum Beispiel denkbar, die Elektroden in Achsrichtung
des Zylinders in etwa mittig auf der Mantelfläche anzubringen. Es sind aber
auch andere Positionen denkbar.
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Selbstverständlich sind
auch andere Formen des Partikelfilters denkbar, beispielsweise eine
Quaderform. Bei derartigen Filtern strömt das zu filternde Medium
insbesondere in Richtung der Quaderlängsachse durch den Filter.
Die Initiierungseinrichtung kann dabei wiederum derart angeordnet
sein, dass der elektromagnetische Impuls in Richtung der Quaderlängsachse
initiiert werden kann. Der Impuls kann durch eine geeigne te Anordnung
der Initiierungseinrichtung wie bei einem zylindrischen Filter in
Strömungsrichtung
des zu filternden Mediums aber auch dieser entgegengesetzt erzeugt
werden. Die Messelektroden können
wiederum an die Außenflächen des Quaders
angesetzt sein, insbesondere einander gegenüberliegend. Auf diese Weise
wird ein einfacher Aufbau der Messanordnung erreicht.
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Man
kann sich die Vorrichtung angenähert wie
einen Kondensator vorstellen, wobei die Messelektroden als Kondensatorplatten
eines Plattenkondensators und der dazwischen liegende Partikelfilter als
Dielektrikum wirken. Durch den zwischen den Messelektroden angeregten
elektromagnetischen Impuls, insbesondere sein elektromagnetisches Feld,
wird eine Spannung zwischen den Elektroden erzeugt. Mit einer Veränderung
des Zustands des Partikelfilters, beispielsweise einer Beladung
mit leitfähigen
Rußpartikeln,
verändert
sich die durch den elektromagnetischen Impuls erzeugte elektrische Spannung.
Aus diesem Zusammenhang kann auf den Zustand des Filters geschlossen
werden.
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Gemäß einer
weiter bevorzugten Ausgestaltung kann die Messeinrichtung mindestens
zwei weitere an den Partikelfilter angesetzte Elektroden aufweisen,
zwischen denen ebenfalls eine durch den elektromagnetischen Impuls
erzeugte Spannung messbar ist bzw. gemessen wird. Gemäß dieser
Ausgestaltung wird also zwischen mindestens zwei unterschiedlichen
Elektrodenpaaren eine durch den elektromagnetischen Impuls erzeugte
elektrische Spannung gemessen. Durch eine geeignete Anordnung der
Messelektrodenpaare ist es somit möglich, eine räumlich aufgelöste Aussage über den
Zustand des Filters zu treffen. Dabei kann insbesondere eine Mehrzahl
von Elektrodenpaaren vorgesehen sein. So ist es denkbar, mehrere
Elektrodenpaare auf der Mantelfläche
eines beispielsweise zylinderförmigen Partikelfilters
in Richtung der Zylinderachse versetzt anzuordnen. Auf diese Weise
kann die Beladung des Partikelfilters mit Rußpartikeln in verschiedenen
Bereichen entlang der Zy linderachse festgestellt werden. Auch ist
es möglich,
verschiedene Elektrodenpaare zur Messung der elektrischen Spannung
radial verteilt über
den Zylinderumfang vorzusehen. Durch eine geeignete Anordnung der
Elektrodenpaare ist es möglich,
ein dreidimensionales Zustandsbild, insbesondere Beladungsbild,
des Filters zu erstellen.
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In
besonders einfacher Weise kann auf den Zustand des Partikelfilters
geschlossen werden, wenn mittels der Messeinrichtung die Amplitude
der durch den Impuls erzeugten elektrischen Spannung messbar ist
bzw. gemessen wird. Die Messeinrichtung kann dazu insbesondere eine
Einrichtung zum Messen der Spannungsamplitude aufweisen. Es hat sich
in der Praxis herausgestellt, dass sich abhängig vom Zustand des Filters,
insbesondere seiner Beladung, eine Auswirkung in besonders deutlicher
Weise hinsichtlich der Amplitude der erzeugten elektrischen Spannung
einstellt. Insbesondere kommt es mit zunehmender Beladung des Filters
mit Rußpartikeln
zu einem Anstieg der Amplitude der erzeugten Spannung, aus dem auf
den jeweiligen Filterzustand geschlossen werden kann. Soweit es
zu einer Oszillation der durch den Impuls erzeugten Spannung kommt,
kann die Amplitude der Oszillation gemessen werden. Als Messgröße kann
insbesondere die so genannte „Voltage
Peak-to-Peak VPP", also der Abstand zwischen zwei maximalen
Spannungsamplituden einer Oszillation ausgewertet werden. Alternativ oder
zusätzlich
ist es insbesondere denkbar, dass mittels der Mess- und/oder Auswerteeinrichtung
eine zeitaufgelöste
Messung und Auswertung der erzeugten elektrischen Spannung erfolgt.
Auf diese Weise kann noch genauer auf den Zustand des Partikelfilters
geschlossen werden.
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Um
die Abhängigkeit
des Zusammenhangs zwischen elektromagnetischen Impuls und dadurch erzeugter
elektrischer Spannung von dem Zustand des Partikelfilters auszuwerten,
sind verschiedene Vorgehensweisen möglich.
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So
ist es beispielsweise denkbar, dass die Auswerteeinrichtung eine
Vergleichseinrichtung zum Vergleich zwischen dem Messergebnis der
Messeinrichtung und dem von der Initiierungseinrichtung initiierten
elektromagnetischen Impuls aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltung des
Verfahrens wird mittels der Auswerteeinrichtung ein Vergleich zwischen
dem Messergebnis der Messeinrichtung und dem von der Initiierungseinrichtung
initiierten elektromagnetischen Impuls durchgeführt. Bei dieser Vorgehensweise
findet also ein Vergleich statt zwischen dem elektromagnetischen
Impuls und der dadurch erzeugten elektrischen Spannung. Für diesen
Vergleich kann eine den elektromagnetischen Impuls charakterisierende
Größe mit einer
die durch den Impuls erzeugte elektrische Spannung charakterisierenden
Größe verglichen
werden. Das Ergebnis dieses Vergleichs ist abhängig von dem Zustand des Filters,
beispielsweise seiner Beladung mit gefilterten Partikeln. Aus dem
Vergleichsergebnis kann somit auf den Partikelzustand geschlossen
werden. Es ist dabei beispielsweise denkbar, dass im Rahmen eines
Kalibrierverfahrens eine den Zusammenhang zwischen dem Vergleichsergebnis
und dem Partikelfilterzustand beschreibende Kennlinie erstellt wird, anhand
der die Auswerteeinrichtung eine Aussage über den Filterzustand trifft.
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Als
den elektromagnetischen Impuls charakterisierende Größe kann
beispielsweise eine für
eine Entladung zwischen zwei den Impuls erzeugenden Elektroden angelegte
elektrische Spannung dienen. Auch ist es denkbar, dass eine das
zur Erzeugung des Impulses eingesetzte Blitzgerät charakterisierende Größe wie beispielsweise
seine Ladespannung, Lichtleistung, Energie etc. betrachtet wird.
Als charakterisierende Größe kann
beispielsweise auch das elektromagnetische Feld des Impulses selbst,
also die elektrische und/oder magnetische Feldstärke, oder die Impulsenergie
dienen. Als charakteristische Größe für die durch
den Impuls erzeugte elektrische Spannung kann beispielsweise die
Amplitude der Spannung oder eine andere Größe dienen. Natürlich sind
weitere charakterisierende Größen denkbar,
wie sie dem Fachmann grundsätzlich
bekannt sind.
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Eine
alternative oder auch in Kombination mit der oben beschriebenen
Vorgehensweise mögliche
Vorgehensweise besteht darin, dass mittels der Auswerteeinrichtung
ein Vergleich zwischen dem Messergebnis der Messeinrichtung und
mindestens einem Referenzwert durchgeführt wird. Zu diesem Zweck weist
die Auswerteeinrichtung eine Vergleichseinrichtung zum Vergleich
zwischen dem Messergebnis der Messeinrichtung und mindestens einem Referenzwert
auf. In diesem Fall kann also wiederum eine die erzeugte elektrische
Spannung charakterisierende Größe mit vorher
im Rahmen eines Kalibrierverfahrens erstellten Referenzwerten verglichen werden.
So ist es möglich,
im Rahmen des Kalibrierverfahrens eine Kennlinie zu erstellen, die
möglichen charakteristischen
Größen der
erzeugten elektrischen Spannung jeweils einen bestimmten Filterzustand,
beispielsweise Beladungszustand, zuordnet. Indem anhand der tatsächlich ermittelten
charakteristischen Größe eine
Zuordnung innerhalb der Kennlinie erfolgt, kann mittels der Auswerteeinrichtung
auf den Zustand des Partikelfilters geschlossen werden. Bei dieser
Vorgehensweise wird vorzugsweise zu jeder Messung der gleiche elektromagnetische
Impuls angeregt.
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Selbstverständlich sind
noch weitere Vorgehensweisen denkbar zur Auswertung der gemessenen
elektrischen Spannung, um den Filterzustand festzustellen. Derartige
Vorgehensweisen sind dem Fachmann grundsätzlich bekannt, so dass sie
an dieser Stelle nicht näher
erläutert
werden.
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Mit
der Erfindung und ihren Ausgestaltungen kann somit in zuverlässiger,
genauer und einfacher Weise der Zustand eines Partikelfilters festgestellt werden.
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Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen schematisch:
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1 eine
Vorrichtung zum Feststellen der Beladung eines Partikelfilters gemäß dem Stand
der Technik in einer Schnittansicht,
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2 eine
erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Feststellen des Zustands eines Partikelfilters in einer halbtransparenten
Darstellung in einer perspektivischen Seitenansicht,
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3 die
in 2 dargestellte Vorrichtung in einer Draufsicht,
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4 die
in den 2 und 3 dargestellte Vorrichtung in
einer perspektivischen Seitenansicht im Betrieb,
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5 die
in den 2, 3 und 4 dargestellte
Vorrichtung in einer halbtransparenten Darstellung in einer perspektivischen
Seitenansicht im Betrieb,
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6a–6c Diagramme
mit erfindungsgemäß gemessenen
elektrischen Spannungen,
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7 eine
in der Praxis eingesetzte erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht
von oben,
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8 die
in 7 dargestellte Vorrichtung in einer perspektivischen
Seitenansicht,
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9 eine
Anordnung zum Erzeugen eines elektromagnetischen Impulses in der
in den 7, 8 dargestellten Vorrichtung.
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In
den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Gegenstände. In
den Figuren ist schematisch ein Partikelfilter 1 dargestellt.
Der Partikelfilter 1 weist eine im Wesentli chen zylinderförmige Gestalt
auf. Selbstverständlich
sind auch andere Formen möglich,
beispielsweise eine Quaderform. Das Filtermaterial ist vorliegend
lamellenförmig
und aus einem keramischen Werkstoff hergestellt, insbesondere aus
Korderit. In den 2 und 5 ist zur
Veranschaulichung des Aufbaus der Vorrichtung eine Hälfte des
Zylinderkörpers
transparent dargestellt. Der Partikelfilter 1 dient zum
Filtern von Rußpartikeln im
Abgasstrom einer Dieselbrennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs.
Der Pfeil 2 stellt dabei die Strömungsrichtung des vom Motor
kommenden und zum Auspuff des Kraftfahrzeugs geleiteten Abgases durch
den Partikelfilter 1 dar.
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Die
Vorrichtung umfasst eine Initiierungseinrichtung 3, im
vorliegend dargestellten Beispiel ein konventionelles Fotoblitzgerät 3.
Dabei ist das Blitzgerät 3 an
der den Filterauslass bildenden Stirnseite 4 des zylinderförmigen Partikelfilters 1 angeordnet. Das
Blitzgerät 3 ist
dabei derart angeordnet, dass der durch das Blitzgerät 3 erzeugbare
Blitz in Richtung der Zylinderachse des Filters 1 in diesen
hinein ausgelöst
werden kann. Selbstverständlich
kann das Blitzgerät 3 auch
auf der den Filtereinlass bildenden, der Stirnseite 4 gegenüber liegenden
Stirnseite des Filters angeordnet werden. Alternativ zu einem Blitzgerät 3 kann
als Initiierungseinrichtung 3 natürlich auch ein Elektrodenpaar
verwendet werden, das beispielsweise an den gegenüberliegenden
Stirnseiten des zylinderförmigen
Partikelfilters 1 angeordnet ist, so dass durch Anlegen
einer Spannung an die Elektroden eine Entladung in Richtung der
Zylinderachse durch den Partikelfilter 1 erfolgt und auf
diese Weise ein elektromagnetischer Impuls in dem Partikelfilter 1 erzeugt
werden kann.
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Die
Vorrichtung weist weiterhin zwei an die Zylindermantelfläche des
Partikelfilters 1 angesetzte Elektroden 5, 6 auf.
Die Elektroden 5, 6 sind dabei in Richtung der
Zylinderachse mittig und einander gegenüberliegend direkt an den Partikelfilter 1 angesetzt.
Die Elektroden 5, 6 sind Teil einer als gemeinsame
Einrichtung ausgebildeten Mess- und Auswerteeinrichtung. Die gemeinsame
Mess- und Auswerteeinrichtung weist ein Mess- und Auswerteelement 7 auf,
mit dem die Elektroden 5, 6 durch eine elektrische
Verbindung 8 verbunden sind. Die Mess- und Auswerteeinrichtung
kann beispielsweise einen nicht näher dargestellten Mikroprozessor
aufweisen. Selbstverständlich
ist es auch denkbar, anstelle einer gemeinsamen Mess- und Auswerteeinrichtung
getrennte Mess- und Auswerteeinrichtungen vorzusehen.
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Zusätzlich zu
dem Elektrodenpaar 5, 6 können weitere Elektrodenpaare
auf der Zylindermantelfläche
vorgesehen sein. Derartige weitere Elektroden sind in den 7 bis 9 schematisch
teilweise dargestellt und mit dem Bezugszeichen 9 bezeichnet.
Durch eine geeignete axial und radial verteilte Anordnung der Elektroden 5, 6, 9 auf
der Zylindermantelfläche
ist es möglich,
eine räumlich
aufgelöste Aussage über den
Filterzustand zu treffen. Die Elektroden 5, 6, 9 können beispielsweise
aus einem Kupferwerkstoff bestehen.
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In
den 4 und 5 ist der Partikelfilter 1 im
Betrieb dargestellt. In Abgasströmungsrichtung 2 trifft
auf den Filtereingang ein mit einer Vielzahl von Rußpartikeln 10 beladener
Abgasstrom. Im Zuge des Durchströmens
des Partikelfilters 1 in Richtung seiner Zylinderachse
wird ein Großteil
der Rußpartikel 10 von
dem lamellenförmigen
Filtermaterial zurückgehalten,
so dass der aus dem Partikelfilter 1 austretende Abgasstrom
nur noch eine geringe Anzahl von Rußpartikeln 10 aufweist.
Der Abgasstrom wird durch den Partikelfilter 1 somit weitgehend
von Rußpartikeln 10 gereinigt.
Dabei führen
die von dem Filter 1 zurückgehaltenen Rußpartikel 10 zu
einer abhängig
von den Betriebsparametern mit der Betriebsdauer zunehmenden Beladung
des Partikelfilters 1.
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Um
den Zustand, insbesondere den Beladungszustand des Partikelfilters 1 festzustellen,
wird mittels der Initiierungseinrichtung 3 ein elektromagnetischer
Impuls in dem Partikelfil ter 1 initiiert. Dazu wird das
Blitzgerät 3 im
vorliegenden Beispiel so ausgelöst,
dass ein Blitz den Filter 1 in Richtung seiner Zylinderachse
durchläuft.
Der Blitz bewirkt einen elektromagnetischen Impuls, also ein elektromagnetisches
Feld in dem Partikelfilter 1. Dadurch wird zwischen den
Elektroden 5, 6 eine entsprechende elektrische
Spannung erzeugt. Diese elektrische Spannung wird mittels des Mess-
und Auswerteelements 7 aufgenommen. Im dargestellten Beispiel
erfolgt eine zeitaufgelöste
Messung der Spannung.
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Das
Ergebnis einer derartigen, unter Laborbedingungen durchgeführten Messung
ist für
ein Ausführungsbeispiel
in den Diagrammen 6a bis 6c für verschiedene Messparameter
dargestellt. Auf der Abszisse der Diagramme ist dabei jeweils die
Zeit aufgetragen, wobei jedes Quadrat des Diagramms in dem dargestellten
Beispiel einer Zeit von 2,5 μs
entspricht. Auf der Ordinate der Diagramme ist die jeweils gemessene
elektrische Spannung aufgetragen, wobei jedes Quadrat des Diagramms
einer Spannung von etwa 5 V entspricht.
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In
dem in den 6a bis 6c dargestellten
Beispiel wurde ein Fotoblitzgerät
mit einer Ladespannung von 300 V verwendet. Damit wurde ein Blitz
mit einer Energie von ca. 7 J erzeugt. Der Blitz wurde mit Hilfe
der Testtaste ca. 1,5 cm über
der Filtereingangs- bzw. Filterausgangsseite ausgelöst.
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In 6a ist
dabei die über
den Elektroden 5, 6 gemessene elektrische Spannung
im Fall eines im Wesentlichen unbeladenen Partikelfilters 1 dargestellt.
Die gemessene elektrische Spannung veränderte sich dabei im Wesentlichen
nicht abhängig
davon, ob der Blitz von der Filtereingangs- oder der Filterausgangsseite
in den Partikelfilter 1 ausgelöst wird. In 6b ist
die gemessene elektrische Spannung im Fall eines mit Rußpartikeln
beladenen Filters 1 dargestellt, wobei der Blitz von der
Einlassseite des Filters 1, also der berußten Seite,
aus in den Partikelfilter 1 ausgelöst wurde. In 6c ist
die gemessene elektrische Spannung für den wie in 6b mit Rußpartikeln
beladenen Partikelfilter 1 dargestellt, wobei der Blitz
in dem in 6c dargestellten Beispiel von der
Filterausgangsseite, also der unberußten Seite, in den Partikelfilter 1 hinein
ausgelöst
wurde. Der in den 6b und 6c untersuchte
Partikelfilter 1 war mit ca. 6,98 g/l Ruß beladen.
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In
allen drei Diagrammen ist zu erkennen, dass durch den in dem Partikelfilter 1 initiierten
elektromagnetischen Impuls zwischen den Elektroden 5, 6 eine
um eine Ruhespannung oszillierende elektrische Spannung erzeugt
wird. Die Oszillation klingt dabei mit der Zeit ab. Deutlich zu
erkennen ist der Unterschied in der Amplitude der Oszillation zwischen
dem in 6a dargestellten Fall des unbeladenen
Partikelfilters 1 und den in den 6b, 6c dargestellten
Fällen
des beladenen Partikelfilters 1. Insbesondere kommt es
mit zunehmender Beladung des Filters 1 mit Rußpartikeln 10 zu
einem deutlichen Anstieg der Spannungsamplitude. Dies gilt sowohl für den Fall
der Anordnung des Blitzgeräts 3 auf
der Filtereingangsseite, als auch für den Fall der Anordnung des
Blitzgeräts 3 auf
der Filterausgangsseite.
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Im
vorliegenden Beispiel wird durch die Mess- und Auswerteeinrichtung
der Abstand zwischen zwei maximalen Spannungsamplituden einer Oszillation
(Voltage Peak-to-Peak VPP) gemessen und
ausgewertet. Im dargestellten Beispiel wurde im Fall des unbeladenen
Partikelfilters 1 (6a) ein Wert
von ca. 10 VPP gemessen. Im Fall des beladenen
Filters (6b, 6c) wurde
dagegen ein Wert von ca. 25 VPP gemessen.
Auf Grundlage dieses Spannungsunterschieds kann die Mess- und Auswerteeinrichtung
auf einen Beladungsgrad des Partikelfilters 1 mit Rußpartikeln 10 schließen.
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Dazu
kann die Mess- und Auswerteeinrichtung zum Beispiel durch eine in
diese integrierte, nicht näher
dargestellte Vergleichseinrichtung einen Vergleich zwischen der
gemessenen Spannung VPP und mehreren Referenzwerten
durchführen.
So kann die gemessene Spannung VPP anhand
einer im Rahmen eines vorhergehenden Kalibrierverfahrens erstellten
Kennlinie einem bestimmten Beladungsgrad des Filters 1 zugeordnet
werden. Mittels des Vergleichs der gemessenen Spannung VPP mit einer Reihe von Referenzwerten kann
somit in einfacher Weise auf den Zustand des Partikelfilters 1 geschlossen werden.
Selbstverständlich
ist es auch denkbar, dass die Mess- und Auswerteeinrichtung mittels
einer Vergleichseinrichtung einen Vergleich der gemessenen elektrischen
Spannung VPP mit dem von der Initiierungseinrichtung
initiierten elektromagnetischen Impuls, also insbesondere einer
den elektromagnetischen Impuls charakterisierenden Größe durchführt und
daraus auf den Filterzustand schließt. Dies kann wiederum anhand
einer zuvor erstellten Kennlinie erfolgen.
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Natürlich können auch
andere Zustände
des Filters 1, wie beispielsweise Materialdefekte, die
sich ebenfalls auf die erzeugte elektrische Spannung auswirken,
bewertet werden.
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Das
vorliegend beschriebene Verfahren zum Feststellen des Zustands des
Partikelfilters 1 kann insbesondere in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
Sofern dabei ein kritischer Zustand, insbesondere ein für die Funktion
des Filters 1 kritischer Beladungsgrad festgestellt wird,
kann mittels einer nicht näher
dargestellten Regenerationseinrichtung eine Regenerationsphase des
Partikelfilters 1 eingeleitet werden. Im Zuge dieser Regenerationsphase können beispielsweise
die in dem Partikelfilter 1 angesammelten Rußpartikel 10 abgebrannt
werden und der Partikelfilter 1 auf diese Weise gereinigt
werden. Anschließend
kann der Filter 1 wieder zuverlässig seine Funktion erfüllen. Der
Partikelfilter 1 bleibt somit über den gesamten Lebenszyklus
des Kraftfahrzeugs wartungsfrei.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist es somit in besonders einfacher Weise möglich, den Zustand des Partikelfilters 1,
insbesondere sei nen Beladungsgrad mit Rußpartikeln, zuverlässig und
mit hoher Genauigkeit festzustellen.
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- 1
- Partikelfilter
- 2
- Strömungsrichtung
des zu filternden Abgases
- 3
- Initiierungseinrichtung
- 4
- Stirnfläche des
zylinderförmigen
Partikelfilters
- 5,
6
- Elektroden
der Messeinrichtung
- 7
- Mess-
und Auswerteelement
- 8
- Elektrische
Verbindung
- 9
- Weitere
Elektroden der Messeinrichtung
- 10
- Rußpartikel