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DE102007019456B3 - Verfahren zur Messung von Strömungen - Google Patents

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DE102007019456B3
DE102007019456B3 DE200710019456 DE102007019456A DE102007019456B3 DE 102007019456 B3 DE102007019456 B3 DE 102007019456B3 DE 200710019456 DE200710019456 DE 200710019456 DE 102007019456 A DE102007019456 A DE 102007019456A DE 102007019456 B3 DE102007019456 B3 DE 102007019456B3
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DE
Germany
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particles
balls
carrier medium
flow
fluidization
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DE200710019456
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English (en)
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Melanie Dipl.-Ing. Voges
Joachim Dipl.-Ing. Klinner
Christian Dr. Willert
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Deutsches Zentrum fuer Luft und Raumfahrt eV
Original Assignee
Deutsches Zentrum fuer Luft und Raumfahrt eV
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F1/00Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow
    • G01F1/704Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow using marked regions or existing inhomogeneities within the fluid stream, e.g. statistically occurring variations in a fluid parameter

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)

Abstract

Ein Generator zur Erzeugung einer Strömung von Partikeln (16) in einem Trägermedium weist einen Fluidisierungsbehälter (10) auf, der ein Fluidisierungsbett (14) enthält, welches von dem Trägermedium von unten durchströmt wird. Die Partikel (16) bestehen aus porösem SiO<SUB>2</SUB> mit einem Durchmesser von etwa 0,5 - 1,5 µm. Das Fluidisierungsbett (14) enthält ein Gemisch aus den Partikeln (16) und Kugeln (15), die einen wesentlich größeren Durchmesser haben. Die Kugeln dienen dazu, die Ausbildung fester Strömungswege im Fließbett zu verhindern und eine gleichmäßige Durchströmung ohne die Ausbildung von Pfeifen sicherzustellen. Das Fließbett (14) befindet sich in einem Boden (11), der sich trichterförmig nach oben erweitert. Erzeugt wird ein Partikelstrom von hoher Konstanz und Gleichmäßigkeit. Der Partikelstrom wird in eine Strömung eingeleitet, um darin Strömungsvektoren zu messen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung von Strömungen, bei welchem in die zu messende Strömung ein Trägermedium, das Partikel enthält, eingeleitet wird und die Bewegungen der Partikel ausgewertet werden, wobei das Einbringen der Partikel in das Trägermedium in einem Fluidisierungsbehälter erfolgt.
  • Die Erfindung steht im Zusammenhang mit der Anwendung von optischer Laser-Messtechnik zur Strömungs- und Geschwindigkeitsmessung. Für die meisten solcher Verfahren, wie z. B. PIV, DGV, L2F, LDA ..., ist es notwendig, die zu untersuchende Strömung mit kleinsten Partikeln anzureichern, die der Strömung optimal folgen. Diese Partikel werden in der Strömung in einem Beobachtungsvolumen durch einen Laser beleuchtet und das gestreute Licht der Teilchen in der Strömung wird mittels einer Kamera oder eines Photodetektors aufgenommen. Die verschiedenen Verfahren bedienen sich dann des Doppler-Shifts des gestreuten Lichts, dem reinen Partikel-Versatz oder der Flugzeitbestimmung, um Strömungsgeschwindigkeit und -richtung sowie weitere Parameter zu bestimmen.
  • Die besondere Schwierigkeit für die sonst berührungslose Laser-optische Messtechnik besteht darin, die untersuchte Strömung möglichst homogen, kontinuierlich und reproduzierbar mit geeigneten Partikeln anzureichern. Das Einbringen der Partikel in die zu messende Strömung wird auch als „Seeding" bezeichnet. Andererseits werden auch die eingebrachten Partikel „Seeding" genannt. Die Partikel müssen immer klein genug sein, um der Strömung optimal folgen zu können. Gleichzeitig dürfen die Partikel eine bestimmte Größe nicht unterschreiten, um genügen Streulicht zu erzeugen.
  • Die seit Jahren stetig voranschreitende Entwicklung in der Lasermesstechnik ermöglicht inzwischen neben vielen Standardanwendungen (Windkanal, Freistrahl etc.) auch den erfolgreichen Einsatz in immer komplizierteren Umgebungen. Neben Anwendungen in ein- und mehrstufigen Turbomaschinen (Turbine, Verdichter) kommen die verschiedenen Messtechnik-Verfahren auch in Brennkammerströmungen (Flugtriebwerke, stationäre Energiegewinnung) sowie trans- und supersonisch beschleunigten Strömungskanälen (Wiedereintrittsszenarien, Jetströmungen) zum Einsatz. Mit der wachsenden Komplexität der messtechnischen Anwendungen steigen auch die Anforderungen an die sog. Tracer-Partikel, die der Strömung zugeführt werden müssen.
  • In der Vergangenheit wurde das jeweilige Seeding der Strömung mithilfe von Partikel-Generatoren auf der Basis des bereits genannten Fließbett-Verfahrens erzeugt. Die Erfahrungen zeigen, dass sich der Einsatz dieser Partikel-Generatoren unter kritischen Randbedingungen gegenüber Flüssig-Partikeln prinzipiell bewährt hat. Dennoch bereiten die kontinuierliche Förderung und die Einstellung reproduzierbarer Partikel-Massenströme nach wie vor große Schwierigkeiten. Für Strömungsmessungen in Brennkammern ist es häufig auch erforderlich, einen konstanten Massenstrom einzuhalten, so dass der Partikelgenerator zur Reduzierung von Verschmutzungen nicht einfach zwischen zwei Messungen abgeschaltet werden kann. In diesem Fall wird der Förder-Luftstrom bereits erfolgreich durch eine Bypass-Leitung aufrechterhalten, ohne dass Seeding gefordert wird.
  • Um die Anwendung der Laser-Messtechnik auch unter kritischen Bedingungen, d. h. hohe Temperatur- und Druckeinflüsse oder reagierende Strömungen, zu ermöglichen, werden über die homogene Verteilung und reproduzierbare, gleichmäßige Förderung hinaus zusätzliche Anforderungen an die physikalischchemischen Eigenschaften der Partikel gestellt: Die Teilchen sollten inert (reaktions-träge), temperatur- und druckbeständig sein sowie gute Förder- oder Zerstäubungseigenschaften besitzen. Die optimale Größe der Partikel liegt, je nach Wahl der angewendeten Laser-Messtechnik und Versuchsumgebung, im Bereich von 0,3–1,5 μm. Dies trifft u. a. auf die Primärteilchen feststoffbasierter, oft auch metallischer Materialien zu, die geeigneter Weise in Pulver- bzw. feinster Puderform vorliegen.
  • Zur Förderung der genannten Partikel werden Seeding-Generatoren auf Basis des Fließbett-Verfahrens eingesetzt, da sich diese Art der Förderung in den letzten Jahren prinzipiell als geeignet gezeigt hat. Hierbei wird das pulverförmige Seeding von unten mit einem Trägermedium (Druckluft, Stickstoff) durchspült, wodurch die Partikelschüttung aufgelockert wird. Durch Regeln des eingangsseitigen Drucks wird die Fließgeschwindigkeit im Partikelgenerator (zylindrisches Rohr) so lange erhöht, bis die Partikel aus dem Fließbett ausgetragen werden und dem Trägermedium folgen. Eventuell vorhandene Agglomerate werden austrittsseitig über eine Schallstelle (Blende) zerstört. Um in der Blende sonische Strömungsbedingungen (Schallgeschwindigketi) zu erreichen, ist ein Druckverhältnis von 2:1 im Partikelgenerator gegenüber dem austrittsseitigen Druck einzustellen. Die Verwendung von Schallstellen zur Agglomerat-Zerkleinerung ist ebenfalls ein bekanntes Verfahren.
  • In U.S. 5,148,229 ist ein Verfahren der Laser-Velocimetry zur Messung der dreidimensionalen Geschwindigkeitskomponenten eines Partikels in einer Fluidströmung beschrieben. Zur Erfassung von zwei Geschwindigkeitskomponenten werden die Doppler-Signale ausgewertet, die von einem in der Fluidströmung enthaltenen Partikel ausgesandt werden. Die dritte Geschwindigkeitskomponente wird anhand einer Flugzeit des Partikels in dem Messvolumen bestimmt.
  • DE 199 28 698 A1 (DIR) beschreibt eine Vorrichtung zur Durchführung von Particle-Image-Velocimetry-Messungen, bei der eine Lichtquelle einen Lichtschnitt beleuchtet, der von Partikel passiert wird.
  • U.S. 4,662,798 beschreibt ein Verfahren zur Dosierung und Regulierung des Massenstromes von Feststoffpartikeln in einer transportierten Feststoffpartikel-Gas-Suspension.
  • In der Zeitschrift Aerosol Science, 1974, Vol. 5 pp. 449–455 K. Willeke, C. S. K. Lo, K. T. Whitby „Dispersion Characteristics of a Fluidizied Bed" ist das Einbringen von Feststoffpartikeln in eine Fluidströmung zur Erzielung einer Staubdispersion beschrieben. Kugelförmige Feststoffe werden in ein Fluidisierungsbett eingebracht, das Bronze- oder Nickelkugeln enthält. In das die Kugeln enthaltende Fluidisierungsbett wird portionsweise Staub eingebracht. Dieser Staub steigt mit dem Trägerfluid auf. Das Verfahren dient zur Klassifizierung der Staubpartikel und zur Messung der Korngrößenverteilung bei intermittierenden Staubinjektionen. Es ist kein Geschwindigkeitsmessverfahren.
  • In der Zeitschrift "Measurement Science and Technology 13 (2002) 1–12" ist eine Seeding-Vorrichtung beschrieben, die Partikel in einen Luftstrom abgibt. Es handelt sich um einen Vicount 2000-Seeder, der Ölpartikel mit einem Durchmesser von 0,5–1,0 μm liefert. Der Seeder war mit einer Anordnung verbunden, die einen Windtunneleinlass überspannt.
  • Bei den bekannten Verfahren zur Messung von Strömungen treten folgende Schwierigkeiten auf:
    Eine ungleichmäßige und teilweise schwallartige Förderung des Seedings, besonders beim Einschalten, führt zu Verschmutzung der Prüfstrecke, was zu starker Reduzierung der Signalrate der entsprechenden Lasermessung führt. Die häufigen Unterbrechungen einer Messung zur Reinigung der optischen Zugänge der Messstrecke von Seedingrückständen erschwert zudem die Einstellung vergleichbarer Arbeitspunkte bzw. Strömungszustände am Prüfstand, da tagesabhängige Umgebungseinflüsse nicht immer ausgeschlossen werden können. Zudem ist trotz der Verwendung von Blenden, die den Massenstrom auf einen bestimmten Bereich begrenzen, eine reproduzierbare Wiederholung einer Messung mit gleichen Randbedingungen und Seedingmengen kaum möglich. Darüber hinaus haben die Seedingmaterialien Aluminiumoxid (Al2O3) und solides Siliziumoxid (SiO2) die Tendenz, Wasser anzulagern. Dadurch ist nach längerer Lagerung auch in luftdichten Behältnissen stets eine Prozedur zum Ausheizen der enthaltenen Feuchtigkeit notwendig, da die Partikel sonst stark zur Bildung von Agglomeraten neigen. Diese lassen sich im ungünstigsten Fall nicht mehr an der Schallstelle zerkleinern, bzw. verhindern sogar eine Förderung durch Verklumpung im Partikelgenerator. Für die beiden genannten Materialien ist es daher auch unabdingbar, für die Partikelförderung ausschließlich trockene, ölfreie Druckluft oder Inertgas (Stickstoff) zu verwenden. Die Bereitstellung dieser Fördermedien ist nicht in jeder Anlage problemlos möglich und daher oft kostenintensiv. Aluminiumoxid und Titandioxid haben zudem einen sehr großen Anteil kleinster Primärteilchen (< 300 nm). Diese können vor allem von den flächigen laser-optischen Verfahren nicht mehr detektiert werden, sondern tragen nur zu einer Verstärkung des Hintergrundleuchtens (diffuses Streulicht) und zur Verschmutzung bei. Beide Phänomene verschlechtern die Signalausbeute bis hin zum Scheitern einer repräsentativen Messung. Darüber hinaus ist die Form der Primärteilchen bei Al2O3 und TiO2 unregelmäßig und kantig (REM-Bilder). Dadurch ist die Intensität des gestreuten Lichts der Teilchen abhängig von der zufälligen Orientierung der Teilchen in der Strömung und beeinträchtigt somit ebenfalls die Signalausbeute. Dies stellt sich gerade in den hochturbulenten, komplizierten technischen Strömungen der heutigen messtechnischen Anwendungen als besonders nachteilig dar.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Messung von Strömungen anzugeben, das eine gleichmäßige und reproduzierbare Förderung eines Partikel enthaltenden Trägermediums ermöglicht, wodurch letztlich die Genauigkeit der Geschwindigkeitsmessung erhöht und der erforderliche Zeitaufwand verringert wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch den Patentanspruch 1 definiert. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einem trichterförmigen Boden des Fluidisierungsbehälters ein Gemisch aus Kugeln und Partikeln angeordnet wird, das von dem Trägermedium durchströmt wird.
  • Die Kugeln, die im Vergleich mit den Partikeln sehr groß sind, verhindern die Ausbildung und das Auswaschen fester Strömungswege der Partikel. Sie bewirken eine räumliche Vergleichmäßigung der Partikelverteilung. Durch den trichterförmigen Boden des Fluidisierungsbehälters wird erreicht, dass sich der Fluidstrom, der an der engsten Stelle des Trichters von unten eingeführt wird, divergierend nach oben ausbreitet und die Partikel in gleichmäßiger Flächenverteilung mitnimmt. Damit kann ein hoher Massenstromdurchsatz an Partikeln erreicht werden. Die Partikel sind in dem Gemisch aus Kugeln und Partikeln von Anfang an enthalten und sie werden nicht lediglich eingeimpft. Dadurch besteht in dem Fluidisierungsbett ein großer Partikelvorrat. Insbesondere, wenn das Fluidisierungsbett intermittierend durchströmt wird, ergeben sich untereinander gleiche Fluidisierungsimpulse mit gleichbleibender Verteilungsdichte der Partikel. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können auch solche Partikel verarbeitet werden, die zur Bildung von Agglomeraten oder Klumpen neigen.
  • Als besonders zweckmäßig für Strömungsmessungen haben sich Partikel erwiesen, die aus Siliziumdioxid bestehen. Solche kugelförmigen Partikel sind unter der Bezeichnung „Monosphere 800" (M800, SiO2) der Firma Merck erhältlich und unter der Bezeichnung „Godball" (SiO2) der Firma Seika, Japan. Die Besonderheit der Godball-Partikel besteht darin, dass sie einerseits porös sind und eine geringe spezifische Dichte von 0,18–0,25 haben und andererseits eine hervorragende Streulicht-Charakteristik. Die Kugelform ist rund bei einer Größenverteilung von 0,5–1,5 μm.
  • Die großen Kugeln bestehen beispielsweise aus Bronze. Sie werden mit den Partikeln in Mischungsverhältnissen von 2:1 bis 3:1 eingesetzt. Durch ihre Größe und ihr Gewicht verbleiben die Bronzekugeln im Partikelgenerator und werden nicht mitgefördert. Durch die geringe Dichte der Partikel sind geringere Fließbettgeschwindigkeiten zum Fördern der Partikel ausreichend. Darüber hinaus neigt das genannte Material weniger zur Anlagerung von Feuchtigkeit und zur Bildung von Agglomeraten.
  • Die Kugeln haben einen Durchmesser der mindestens um den Faktor 20 größer ist als derjenige der Partikel, vorzugsweise um den Faktor 40 und insbesondere um den Faktor 70. Die Partikel sind somit extrem feinkörnig im Vergleich zu den größeren Kugeln.
  • Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 den Aufbau eines Fluidisierungsbehälters zur Erzeugung eines Trägermediums, das Partikel enthält in der Betriebsstellung,
  • 2 den Fluidisierungsbehälter bei Bypassbetrieb und
  • 3 eine Darstellung der Kugeln und Partikel in dem Fluidisierungsbett.
  • In den Zeichnungen ist lediglich die Erzeugung einer Partikel enthaltenden Trägerströmung dargestellt, nicht aber die eigentliche Messstrecke, die von der Messströmung durchströmt wird.
  • Die dargestellte Vorrichtung enthält einen Fluidisierungsbehälter 10, der mit vertikaler Achse aufgestellt ist. Am unteren Ende befindet sich ein trichterförmiger Boden 11, der sich von einem Lufteinlass 12 aus nach oben erweitert. Der trichterförmige Boden 11 bildet einen Diffusor, der eine gleichmäßige Verteilung und Ausbreitung der Luftströmung bewirkt. Am Lufteinlass befindet sich eine Sinterplatte 13, deren Porosität so fein ist, dass sie die Partikel, deren Durchmesser in der Größenordnung von 1 μ liegt, zurückhält. Die Sinterplatte 13 trägt das Fließbett 14. Dieses besteht aus einem Gemisch aus Kugeln 15 und Partikeln 16 (3). Die von unten einströmende Luft nimmt die Partikel 16 mit, die in den Behälterraum hinein aufsteigen, während die Kugeln 15 innerhalb des trichterförmigen Bodens 11 verbleiben. Dadurch bildet sich oberhalb des Fließbettes 14 eine mit Partikeln angereicherte Trägerströmung aus. Diese gelangt zu dem Partikelauslass 18. Dort befindet sich eine Blende 19, die ausgewechselt bzw. verstellt werden kann, um unterschiedliche Strömungsraten einzustellen.
  • Die Luft wird dem Fluidisierungsbehälter 10 durch eine Zuführleitung 20 zugeführt, die einen Absperrhahn 21 enthält und zu dem Einlass eines pneumatisch gesteuerten Dreiwegehahns 22 führt. In der Betriebsstellung, die in 1 dargestellt ist, verbindet der Dreiwegehahn 22 die Zuführleitung 20 mit der Behälterleitung 23, die zum Einlass 12 führt.
  • In der Bypassstellung, die in 2 dargestellt ist, verbindet der Dreiwegehahn 22 die Zuführleitung 20 mit einer Bypassleitung 24, die unterhalb der Blende 19 in den Auslass 18 mündet. Da der Dreiwegehahn 22 in jeder der beiden Schaltstellungen die gleiche Luftströmung liefert, erhält der Partikelauslass 18 abwechselnd eine Luftströmung mit Partikeln und eine Luftströmung ohne Partikel. Der Eingangsdruck der Zuführleitung 20 beträgt bis 40 bar.
  • 3 zeigt schematisch die Verteilung der Kugeln 15 und der Partikel 16 im Fließbett 14. Man erkennt, dass die Kugeln mehrfache Umlenkungen der verschiedenen Strömungspfade bewirken, so dass sich keine festen Bahnen ausbilden können. Hinzu kommt, dass die aufsteigende Luft die Kugeln lockert bzw. geringfügig anheben kann, so dass auch hierdurch eine ständige Variation der Strömungswege eintritt. Oberhalb des Fließbettes 14 bildet sich eine Wolke, die nur Partikel 16 enthält.
  • Der Fluidisierungsbehälter 10 bildet einen Partikelströmungsgenerator zur Erzeugung einer Partikel enthaltenden Trägerströmung, die in die Messströmung eingeleitet wird.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Messung von Strömungen, bei welchem in die zu messende Strömung ein Trägermedium, das Partikel (16) enthält, eingeleitet wird und die Bewegungen der Partikel ausgewertet werden, wobei das Einbringen der Partikel in das Trägermedium in einem Fluidisierungsbehälter (10) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem trichterförmigen Boden (11) des Fluidisierungsbehälters (10) ein Gemisch aus Kugeln (15) und Partikeln (16) angeordnet wird, das von dem Trägermedium durchströmt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln (15) einen Durchmesser haben, der um mindestens den Faktor (20) größer ist als derjenige der Partikel (16), vorzugsweise mindestens um den Faktor 40, insbesondere mindestens um den Faktor 70.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermedium durch eine Sinterplatte (13) in den Fluidisierungsbehälter (10) eingeführt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des Trägermediums so bemessen ist, dass die Kugeln (15) in dem trichterförmigen Bereich des Fluidisierungsbehälters verbleiben.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermedium über einen Dreiwegehahn (22) entweder dem Einlass des Fluidisierungsbehälters (10) oder dem Auslass zugeführt wird, so dass in beiden Betriebszuständen dieselbe Strömung des Trägermediums aufrechterhalten wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel (16) aus porösen SiO2 bestehen.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikelgröße ca. 0,5–1,5 μm beträgt.
  8. Vorrichtung zur Erzeugung eines Partikelstromes in einem Trägermedium, mit einem Fluidisierungsbehälter, der an seinem unteren Ende einen Einlass für ein Trägermedium und am oberen Ende einen Auslass aufweist und einem im unteren Bereich des Fluidisierungsbehälters vorgesehenen Fließbett (14), dadurch gekennzeichnet, dass das Fließbett (14) in einem sich trichterförmig nach oben erweiternden Boden (11) des Fluidisierungsbehälters (10) angeordnet ist und dass das Fließbett ein Gemisch aus Kugeln (15) und Partikeln (16) enthält.
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DE19928698A1 (de) * 1999-06-23 2000-09-21 Deutsch Zentr Luft & Raumfahrt Vorrichtung zur Durchführung von PIV-Messungen

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Meas. Sci. Technol. 13(2002)1-12
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