[go: up one dir, main page]

DE102007019329A1 - Durch thermisches Spritzen aus vorwiegend metallischen Werkstoffen hergestellte Bauteile - Google Patents

Durch thermisches Spritzen aus vorwiegend metallischen Werkstoffen hergestellte Bauteile Download PDF

Info

Publication number
DE102007019329A1
DE102007019329A1 DE102007019329A DE102007019329A DE102007019329A1 DE 102007019329 A1 DE102007019329 A1 DE 102007019329A1 DE 102007019329 A DE102007019329 A DE 102007019329A DE 102007019329 A DE102007019329 A DE 102007019329A DE 102007019329 A1 DE102007019329 A1 DE 102007019329A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
component
thermal spraying
materials
heating
cooling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102007019329A
Other languages
English (en)
Inventor
Markus Dirscherl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HERMLE MASCHINENBAU GMBH, 78559 GOSHEIM, DE
Original Assignee
Innovaris GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Innovaris GmbH and Co KG filed Critical Innovaris GmbH and Co KG
Priority to DE102007019329A priority Critical patent/DE102007019329A1/de
Priority to PCT/EP2008/003054 priority patent/WO2008128694A1/de
Publication of DE102007019329A1 publication Critical patent/DE102007019329A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/115Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces by spraying molten metal, i.e. spray sintering, spray casting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C4/00Coating by spraying the coating material in the molten state, e.g. by flame, plasma or electric discharge
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C4/00Coating by spraying the coating material in the molten state, e.g. by flame, plasma or electric discharge
    • C23C4/12Coating by spraying the coating material in the molten state, e.g. by flame, plasma or electric discharge characterised by the method of spraying
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F2998/00Supplementary information concerning processes or compositions relating to powder metallurgy

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Coating By Spraying Or Casting (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Bauteil, welches aus mindestens zwei Materialien durch thermisches Spritzen hergestellt ist, wobei das Bauteil durch die Materialkombination und deren räumliche Verteilung im Bauteil vorbestimmte Eigenschaften aufweist.

Description

  • Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Verfahren, bei dem Bauteile aus mindestens zwei verschiedenen Materialien durch thermisches Spritzen hergestellt werden, sowie diese Bauteile.
  • Die individuelle Änderung der Eigenschaften verschiedener Materialien bei einer Änderung der Temperatur wird in einer Vielzahl von technischen Anwendungen ausgenutzt. So führt die unterschiedliche thermische Längenausdehnung von zwei miteinander verbundenen Metallen zu einer mechanischen Verformung, die z. B. in den sogenannten Bimetallschaltern ausgenutzt wird.
  • Andere Werkstoffkombinationen können nach einer mechanischen Verformung durch Erwärmung wieder in ihre ursprüngliche Form gebracht werden. Durch Aufeinanderschichten von Materialien unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit ergibt sich ein Körper, der längs der Schichten als Wärmeleiter und quer zu den Schichten als Isolator dient.
  • Die Änderung des elektrischen Widerstands mit der Temperatur wird in Widerstandsthermometern genutzt. Die Thermokraft führt zu einem Stromfluss, wenn zwei unterschiedliche Metalle einen geschlossenen Stromkreis bilden und die beiden Kontaktstellen unterschiedliche Temperaturen aufweisen. Dieser Effekt wird in Thermoelementen zur Temperaturmessung oder in Umkehrung des Effektes in Peltier-Elementen zur Kühlung genützt.
  • In der Mikroelektronik werden durch dotieren von Silizium auch bereits Körper erzeugt, die diese Effekte ausnutzen und hauptsächlich in der Sensorik eingesetzt werden.
  • Im makrotechnischen Maßstab erweist sich der Aufbau derartiger Bauteile jedoch insbesondere dann als schwierig wenn sehr unterschiedliche Materialien wie z. B. Aluminium oder Kupfer und Stahl miteinander verbunden werden sollen, wobei sich gerade mit diesen Kombinationen hochinteressante thermische Eigenschaften erzielen lassen. Mechanische Verfahren scheitern dabei daran, dass entweder keine ausreichende Verbindung zustande kommt oder Zusatzwerkstoffe wie Kleber oder Lote verwendet werden, die die gewünschten Eigenschaften negativ beeinflussen.
  • In Frage kommen noch aufbauende Verfahren, wie das direkte und indirekte Lasersintern im Pulverbett, das Elektronenstrahlsintern sowie das Auftragsschweißen.
  • Das Indirekte Selektive Lasersintern ist ein Derivat des Selektiven Lasersinterns, bei dem die Energie des zum Einsatz kommenden Laserstrahls ein Anschmelzen des, ein jedes metallische Pulverkorn umhüllenden, polymeren Binders und damit das Entstehen eines sogenannten »grünen« Bauteils bewirkt. In sequentiell nachgeschalteten Prozessschritten wird die Bauteilfestigkeit gesteigert, der polymere Binder entfernt und die dadurch entstehende Porosität durch Infiltration eines niedrigschmelzenden metallischen Werkstoffs gesenkt. Gerade letzterer Prozessschritt bewirkt jedoch bei den Bauteilen thermische Eigenschaften, die weitestgehend denen des infiltrierten Metalls entsprechen.
  • Das Direkte Selektive Lasersintern unterscheidet sich vom Indirekten Selektiven Lasersintern durch den Einsatz energiereicherer Laserstrahlen, die nicht einen polymeren Binder, sondern das metallische Pulver selbst anschmelzen oder aufschmelzen. Die Einschränkung dieses Verfahrens liegt ebenso wie beim Laserauftragsschweißen darin, dass keine Materialkombinationen wie z. B. Aluminium und Stahl verarbeitet werden können.
  • DE 2 044 249 A beschreibt einen Verbundwerkstoff oder -element, bestehend aus mindestens zwei Komponenten, von denen die eine innerhalb der anderen angeordnet ist, wobei der Grenzflächenverbund im wesentlichen auf der gesamten Berührungsfläche zwischen den Komponenten derart beschaffen ist, dass seine lokale Scherfestigkeit mit zunehmender Zugspannung in dem Werkstoff oder Element abnimmt.
  • Die DE 10 2005 001 367 A1 betrifft ein Bauteil mit einer Hybridstruktur. Desweiteren wird ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Bauteils beschrieben.
  • DE 10 2005 020 907 A1 offenbart eine Hohlstruktur aus faserverstärktem Kunststoff mit Lasteinleitungselementen zur Einleitung, Aufnahme und zur Lagerung von Kräften und/oder von Momenten, wobei der faserverstärkte Kunststoff an die Innenkonturen der Lasteinleitungselemente angeordnet ist.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bauteil und ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Bauteils bereitzustellen, das obige Probleme ausräumt.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Bauteil gelöst, welches aus mindestens zwei verschiedenen Materialien durch thermisches Spritzen hergestellt ist, wobei das Bauteil durch die Materialkombination und deren räumliche Verteilung im Bauteil vorbestimmte Eigenschaften, insbesondere mechanische Verformbarkeit, Längenausdehnung oder Wärmefluss aufweist. Hierdurch wird ein Bauteil geschaffen, das durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien oder Materialmischungen spezifische Charakteristika, wie etwa eine Geometrieveränderung innerhalb des Bauteils, z. B. zur Regelung eines Kühlkanals, aufweist.
  • Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung weist das Bauteil innere Kavitäten auf, welche etwa als Kühlkanal wirken. Durch die spezielle Material- oder Materialmischungsauswahl im Bauteil lassen sich durch adäquates Ansteuern der spezifisch gewählten Materialien oder Materialmischungen etwa Verengungen oder Erweiterungen des Kühlkanals oder ein Schalteffekt zwischen zwei Kühlkanälen oder Kavitäten erzielen.
  • Vorzugsweise ist mindestens eines der verwendeten Materialien elektrisch nicht leitfähig und/oder mindestens eines der verwendeten Materialien magnetisierbar.
  • Vorteilhafterweise kann das Bauteil ein selbstregelndes Verhalten aufweisen.
  • Ferner wird obige Aufgabe auch durch ein thermisches Spritzverfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Bauteils, welches aus mindestens zwei Materialien hergestellt ist, gelöst, indem dem Bauteil während des Herstellprozesse gezielt Wärme partiell oder komplett zugeführt und/oder entzogen wird.
  • Beim thermischen Spritzen, bevorzugt Kalkgasspritzen oder kinetisches Kompaktieren, werden Partikel miteinander verbunden und daraus die gewünschte Struktur erstellt. In Kombination von thermischem Spritzen mit einem abtragenden Verfahren und einem temporären Füllmaterial können komplexe Geometrien, z. B. mit Hinterschneidungen oder Hohlräume realisiert werden. Durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien oder Materialmischungen lassen sich in einem Bauteil Bereiche mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften realisieren. Diese Materialübergänge müssen nicht schlagartig sein, es können auch fließende Übergänge von einem Material in ein anderes realisiert werden. Die Änderung der Mischungsverhältnisse kann dabei beliebig sein.
  • Grundsätzlich werden beim thermischen Spritzen Partikel meist in einem Gasstrom erwärmt und mit hoher Geschwindigkeit auf eine Oberfläche gespritzt. Die unterschiedlichen Spritzverfahren unterscheiden sich von der Temperatur und der Partikelgeschwindigkeit. Durch Verfahrensparameter, wie z. B. Partikeltemperatur und Partikelgeschwindigkeit, Materialeigenschaft (z. B. Härte, Größe, Geometrie, Dichte, Oxidgehalt), Werkstoffkombination und Substrattemperatur, Spritzfleck-Geometrie, Vorschubgeschwindigkeit, Bahnüberlappung, können dem Bauteil bzw. Bauteilbereichen bestimmte Eigenschaften, wie z. B. Eigenspannungen (z. B. Zug- oder Druckspannungen), Härte, Porosität oder Werkstoffkennwerte, wie z. B. E-Module, zugeordnet werden.
  • Wird nun dem Bauteil während des Herstellprozesses gezielt Wärme partiell oder komplett zugeführt und/oder entzogen, können etwa im Bauteil während des Herstellprozesses Bereiche geschaffen werden, welche spezielle physikalische Eigenschaften aufweisen, die sich in einem späteren Einsatz des hergestellten Bauteils nutzen lassen
  • Vorzugsweise kann die Beheizung beim Herstellprozess des Bauteils durch magnetische Induktion, durch Anlegen einer Spannung und den elektrischen Widerstand im Bauteil selbst oder die Kühlung durch den Peltier-Effekt erzielt werden.
  • Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen. Es zeigt:
  • 1 ein Bauteil, durch welches Wärmeströme gezielt gelenkt werden;
  • 2 ein weiteres mechanisch aktives Bauteil; und
  • 3 ein Bauteil mit einem selbstregelnden Kühlkanal.
  • In 1 ist ein Bauteil dargestellt, durch welches Wärmeströme gezielt gelenkt werden. Eingebettet in ein thermisch schlecht leitendes Material 1 befindet sich eine Leitschicht 2, durch die ausgewählte Punkte der Oberfläche 3 temperiert werden können. Die Wärmezu- oder -abfuhr erfolgt dabei über seitliche Kontaktflächen 4. Basierend auf diesem Prinzip können damit Kühlkanäle mit thermisch gut leitfähigen Abzweigungen versehen werden, um kritisch belastete Bereiche in einer Kunststoffspritzgussform optimal zu kühlen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in einer komplexen Kontur unmittelbar oberhalb der Ober fläche Bereiche aus einem Material hoher Wärmekapazität anzubringen, um lokale Temperaturspitzen abzudämpfen.
  • Durch Einbettung magnetischen Materials in einen unmagnetischen Bereich kann über Induktion lokal Wärme erzeugt und ebenfalls durch thermisch leitfähige Strukturen in dem Körper verteilt werden. Dies ist insbesondere bei sich bewegenden oder drehenden Teilen interessant, wenn eine Kabel- oder Schlauchverbindung nicht oder nur unter hohem Aufwand angebracht werden kann.
  • Kombinationen mit elektrisch nicht leitfähigen Schichten, z. B. aus PTFE, erlauben die direkte Integration von Peltier-Elementen zur lokalen Kühlung oder eine direkte Beheizung über den veränderten elektrischen Widerstand einzelner Bereiche. Grundlage für den Peltier-Effekt ist der Kontakt von zwei Metallen, die eine unterschiedliche Energie der Leitungsbänder besitzen. Leitet man einen Strom durch zwei hintereinander liegende Kontaktstellen, so wird auf der einen Kontaktstelle Wärmeenergie aufgenommen, damit das Elektron in das energetisch höhere Leitungsband des benachbarten Metalls gelangt, hier kommt es zur Abkühlung. Auf der anderen Kontaktstelle fällt das Elektron von einem höheren auf ein tieferes Energieniveau, so dass hier Energie in Form von Wärme abgegeben wird.
  • Ein weiteres Beispiel eines mechanisch aktiven Bauteils zeigt 2. Auf einem Grundmaterial 5 wird ein Gradientenwerkstoff 6 aufgetragen, dessen Materialzusammensetzung sich mit der Höhe kontinuierlich verändert. Den Abschluss bildet eine Deckschicht 7. Das Bauteil bildet ein im mechanischen Ausschlag optimiertes Bimetall. Durch einen geeigneten dreidimensionalen Gradienten oder eine geeignete dreidimensionale Werkstoffkombination können komplexe Geometrieänderungen realisiert werden
  • Auf der Basis der einen Gradienten eines gut wärmeleitfähigen Materials aufweisenden Werkstoffes lassen sich Bauteile mit veränderlicher Wärmeleitfähigkeit in nahezu jeder Richtung aufbauen, um abhängig von den äußeren Randbedingungen, z. B. eine optimale Temperaturverteilung im Inneren eines Körpers sicherzustellen. Grundsätzlich können durch den Einsatz von Gradienten werkstoffen beim thermischen Spritzen Materialien kombiniert werden, die herkömmlich nur schwer oder gar nicht kombinierbar sind. Dazu gehört z. B. die Kombination von Aluminium mit Kupfer oder Stahl, Edelstahl oder Eisen. Bei schlagartigen Übergängen zwischen verschiedenen Materialien stellt die Grenzschicht bei vielen Materialpaarungen die Schwachstelle dar. Durch einen Gradienten kann die Anbindung verbessert und die Belastung auf einen größeren Bereich verteilt werden. Durch die Optimierung der Materialverbindung können größere Verformungen und somit auch starke Belastungen zugelassen werden. Je nach Werkstoffkombination und Anwendung können die Bauteil- und Werkstoffeigenschaften durch eine Wärmebehandlung weiter beeinflusst werden.
  • Besonders interessant ist hierbei, dass sich auch Partikelgemische verarbeiten lassen, die es ermöglichen, innerhalb des Körpers Strukturen mit sich stetig verändernder Materialzusammensetzung zu erzeugen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund einer Verarbeitung von Stahl mit Aluminium oder Kupfer von Bedeutung, da wegen der hohen Unterschiede in der thermischen Leitfähigkeit dieser Materialien Bauteile mit völlig neuen Eigenschaften erzeugt werden können. Eine weitere Verfeinerung ergibt sich, wenn im Rahmen des Aufbaues Strukturen durch mechanische Bearbeitung eingebracht werden, die anschließend mit einer neuen Materialzusammensetzung wieder ausgefüllt werden. Bei der Materialzusammensetzung sollten insbesondere die unterschiedlichen Wärmeleitungskoeffizienten oder auch Längenausdehnungskoeffizienten der einzelnen Materialien berücksichtigt werden. Je weiter diese Koeffizienten der einzelnen Materialien auseinander liegen, umso stärker ist der physikalische Effekt.
  • In 3 ist schließlich ein thermisch aktives Bauteil dargestellt, bei dem das thermische Verhalten zur gezielten Regelung oder einer Optimierung des Wärmeflusses verwendet werden kann. Durch gezielte Verformung einzelner integraler Bereiche können z. B. Kühlkanäle verengt oder erweitert werden. In einer vorteilhaften Weiterbildung können sogar Ventile realisiert werden, wie sich 3 entnehmen lässt, bei denen sich durch Verschließen oder Verengen des einen Kanals ein anderer öffnet oder erweitert. Hierbei wird, wie in 3 er sichtlich, das Ventil einstückig während des Herstellungsprozesses mit dem Bauteil ausgebildet. Durch die geeignete Wahl der das Ventilglied bildenden Materialkombination und der resultierenden unterschiedlichen Längenausdehnung etwa bei Wärme- bzw. Kältebeaufschlagung wird in 3 der eine Kanal geöffnet/erweitert und der andere geschlossen/verengt und umgekehrt.
  • Diese Geometrieveränderung kann durch elektrische Heizungen oder interne Kanäle, welche mit einem Medium zum Heizen oder Kühlen durchströmt werden, realisiert werden. In einer bevorzugten Weiterbildung kann die Geometrieveränderung auch selbstregelnd sein. Durch Erwärmung oder Kühlung eines Bauteils oder eines Bereichs kann die Geometrieveränderung insofern selbstregelnd ausgestaltet sein, als bestimmte Eigenschaften, wie z. B. Geometrieveränderungen, Temperaturverhalten, kompensiert, entgegengewirkt oder verstärkt werden. Ferner kann durch die Bewegung etwa ein Sensor betätigt werden, der die Regelung beeinflusst. Auch kann etwa ein Kühlkanal in einem derartigen Bauteil mit thermisch gut leitfähigen Abzweigungen versehen werden, um kritisch belastete Bereiche in etwa einer Kunststoffspritzgussform optimal zu kühlen.
  • Obgleich nicht dargestellt, kann etwa auch durch eine Verformung ein Wärmeübergang oder eine Wärmeleitung, etwa durch Spaltbildung oder Spaltvergrößerung oder Spaltverkleinerung im Bauteil beeinflusst werden.
  • Somit kann auf der Basis der einen Gradienten eines gut wärmeleitfähigen Materials aufweisenden Werkstoffes ein Bauteil mit veränderlicher Wärmeleitfähigkeit in nahezu jeder Richtung aufgebaut werden, um abhängig von den äußeren Randbedingungen, z. B. eine optimale Temperaturverteilung im Inneren eines Körpers sicherzustellen.
  • Wenn das Bauteil vorbestimmte thermische Spannungen aufweisen soll, werden diese durch eine gezielte Beheizung und Kühlung des Bauteils sowie durch geeignete Verfahrensparameter, wie z. B. Partikeltemperatur, Partikelgeschwindigkeit, Materialeigenschaft, Werkstoffkombination, Substrattemperatur, Spritzfleck, Vorschubgeschwindigkeit, Bahnüberlappung, eingebracht. Damit lassen sich mechanische Verformungen des fertigen Bauteils durch ein Wärmen und Abkühlen erreichen.
  • Die Offenbarung der Figuren wird als expliziter Inhalt der vorliegenden Beschreibung angesehen.
  • Die vorhergehende Beschreibung der vorliegenden Erfindung dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung. Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich, ohne den Umfang der Erfindung sowie ihrer Äquivalente zu verlassen.
  • 1
    Material
    2
    Leitschicht
    3
    Oberfläche
    4
    Kontaktfläche
    5
    Grundmaterial
    6
    Gradientenwerkstoff
    7
    Deckschicht
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 2044249 A [0010]
    • - DE 102005001367 A1 [0011]
    • - DE 102005020907 A1 [0012]

Claims (9)

  1. Bauteil, welches aus mindestens zwei verschiedenen Materialien durch thermisches Spritzen hergestellt ist, wobei das Bauteil durch die Materialkombination und deren räumliche Verteilung im Bauteil vorbestimmte Eigenschaften, insbesondere mechanische Verformbarkeit, Längenausdehnung oder Wärmefluss aufweist.
  2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil innere Kavitäten aufweist.
  3. Bauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der verwendeten Materialien elektrisch nicht leitfähig ist.
  4. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Materialien magnetisierbar ist.
  5. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil ein selbstregelndes Verhalten aufweist.
  6. Thermisches Spritzverfahren zur Herstellung eines Bauteiles nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bauteil während des Herstellprozesses gezielt Wärme partiell oder komplett zugeführt und/oder entzogen wird.
  7. Thermisches Spritzverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung durch magnetische Induktion erfolgt.
  8. Thermisches Spritzverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung durch Anlegung einer Spannung und den elektrischen Widerstand im Bauteil selbst hervorgerufen wird.
  9. Thermisches Spritzverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kühlung im Bauteil selbst der Peltier-Effekt ausgenutzt wird.
DE102007019329A 2007-04-24 2007-04-24 Durch thermisches Spritzen aus vorwiegend metallischen Werkstoffen hergestellte Bauteile Ceased DE102007019329A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102007019329A DE102007019329A1 (de) 2007-04-24 2007-04-24 Durch thermisches Spritzen aus vorwiegend metallischen Werkstoffen hergestellte Bauteile
PCT/EP2008/003054 WO2008128694A1 (de) 2007-04-24 2008-04-16 Durch thermisches spritzen aus vorwiegend metallischen werkstoffen hergestellte bauteile

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102007019329A DE102007019329A1 (de) 2007-04-24 2007-04-24 Durch thermisches Spritzen aus vorwiegend metallischen Werkstoffen hergestellte Bauteile

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102007019329A1 true DE102007019329A1 (de) 2008-10-30

Family

ID=39672545

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102007019329A Ceased DE102007019329A1 (de) 2007-04-24 2007-04-24 Durch thermisches Spritzen aus vorwiegend metallischen Werkstoffen hergestellte Bauteile

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE102007019329A1 (de)
WO (1) WO2008128694A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN111844629A (zh) * 2019-04-29 2020-10-30 浙江万豪模塑股份有限公司 一种汽车配光镜注塑模具以及3d打印方法

Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2044249A1 (de) 1969-09-06 1971-03-18 National Research Development Corp London Verbundwerkstoff
DE19733124C1 (de) * 1997-07-31 1998-12-10 Siemens Ag Chipkarte für kontaktlose Daten- und/oder Energieübertragung sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE19753821A1 (de) * 1997-12-04 1999-06-10 Rohr Lukas Dr Phil Verbundwerkstoff auf Kunststoffbasis, Verfahren zu seiner Herstellung sowie Verwendung des Verbundwerkstoffes
DE10207589A1 (de) * 2002-02-22 2003-10-16 Leoni Ag Verfahren zum Erzeugen einer Leiterbahn auf einem Trägerbauteil sowie Trägerbauteil
DE102005020907A1 (de) 2004-04-29 2005-12-15 Technische Universität Dresden Hohlstruktur aus faserverstärktem Kunststoff mit Lasteinleitungselementen
DE102005001367A1 (de) 2005-01-11 2006-07-20 Johnson Controls Interiors Gmbh & Co. Kg Metallverstärkte Hybridstruktur
DE10222301B4 (de) * 2002-05-18 2006-08-10 Leoni Ag Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Streckelements

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA2087388A1 (en) * 1992-01-31 1993-08-01 Fritz B. Prinz Method for fabrication of three-dimensional articles
US5398193B1 (en) * 1993-08-20 1997-09-16 Alfredo O Deangelis Method of three-dimensional rapid prototyping through controlled layerwise deposition/extraction and apparatus therefor
US6700053B2 (en) * 2000-07-03 2004-03-02 Komatsu Ltd. Thermoelectric module
DE10058748C1 (de) * 2000-11-27 2002-07-25 Markus Dirscherl Verfahren zur Herstellung eines Bauteils sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
AU2005211540B2 (en) * 2003-05-01 2010-07-08 Covidien Ag Incorporating rapid cooling in tissue fusion heating processes

Patent Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2044249A1 (de) 1969-09-06 1971-03-18 National Research Development Corp London Verbundwerkstoff
DE19733124C1 (de) * 1997-07-31 1998-12-10 Siemens Ag Chipkarte für kontaktlose Daten- und/oder Energieübertragung sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE19753821A1 (de) * 1997-12-04 1999-06-10 Rohr Lukas Dr Phil Verbundwerkstoff auf Kunststoffbasis, Verfahren zu seiner Herstellung sowie Verwendung des Verbundwerkstoffes
DE10207589A1 (de) * 2002-02-22 2003-10-16 Leoni Ag Verfahren zum Erzeugen einer Leiterbahn auf einem Trägerbauteil sowie Trägerbauteil
DE10222301B4 (de) * 2002-05-18 2006-08-10 Leoni Ag Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Streckelements
DE102005020907A1 (de) 2004-04-29 2005-12-15 Technische Universität Dresden Hohlstruktur aus faserverstärktem Kunststoff mit Lasteinleitungselementen
DE102005001367A1 (de) 2005-01-11 2006-07-20 Johnson Controls Interiors Gmbh & Co. Kg Metallverstärkte Hybridstruktur

Also Published As

Publication number Publication date
WO2008128694A1 (de) 2008-10-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60130370T2 (de) Spritzgiessvorrichtung mit Filmheizungen
EP2655037B1 (de) Heisskanaldüse sowie verfahren zu deren herstellung
EP2875928B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Formwerkzeugs
DE112007003090T5 (de) Verfahren zum Herstellen eines dreidimensional geformten Gegenstandes
WO2011110346A2 (de) Verfahren zum herstellen eines kühlbaren formwerkzeugs
DE102014107847A1 (de) Formwerkzeug für die Herstellung eines Kunststoffkörpers aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial
DE102009053517A1 (de) Spritzgießmaschine
DE102014018080A1 (de) Verfahren und Anlage zur additiven Fertigung von amorphen kristallinen und/oder teilkristallinen Metallbauteilen - Selective Amorphous Metal Extrusion (SAME)
DE102015116409A1 (de) Verbundkörper mit mindestens einer Funktionskomponente und ein Verfahren zur Herstellung des Verbundkörpers
DE102020118836B3 (de) Fertigungsverfahren für ein formgebendes Werkzeugteil eines Formwerkzeugs
EP1148985B1 (de) Düse zum spritzgiessen von kunststoff
DE102015216754A1 (de) Kontaktelement für elektrischen Schalter und Herstellungsverfahren
AT408299B (de) Heizvorrichtung für elektrische heizplatten, zündeinrichtungen, temperatursensoren od. dgl.
DE69115101T2 (de) Gesintertes Verbundwerkstück und das Verfahren zu seiner Herstellung.
EP1319453B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum in-situ Ausschäumen von Hohlprofilen mit Metallschaum
DE102007019329A1 (de) Durch thermisches Spritzen aus vorwiegend metallischen Werkstoffen hergestellte Bauteile
WO2017037015A1 (de) Additive herstellung eines formkörpers
EP2343143A2 (de) Verfahren zur Fertigung von Bauteilen aus Refraktärmetallen
DE102018107561A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Werkzeugs für die Verwendung in Kunststoffverarbeitungsprozessen sowie ein solches Werkzeug
EP3371816B1 (de) Verfahren zum herstellen eines magnetokalorischen verbundmaterials und verbundmaterial mit einem magnetokalorischen pulver
DE102009018762A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines metallischen Verbundwerkstoffs mit Kohlenstoffnanoröhren sowie eines endformnahen Bauteils aus diesem Verbundwerkstoff
EP3184207A1 (de) Verfahren zum herstellen eines porösen bauteils sowie poröses bauteil
EP2986444A1 (de) Bearbeitungswerkzeug zum thermischen bearbeiten von bauteilen
EP3729476A1 (de) Verfahren zur herstellung eines weichmagnetischen formteils und weichmagnetisches formteil
EP4072833B1 (de) Verfahren zur herstellung eines verbundkörpers und verbundkörper

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: HERMLE MASCHINENBAU GMBH, 78559 GOSHEIM, DE

R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R002 Refusal decision in examination/registration proceedings
R003 Refusal decision now final