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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Kupplungsteil mit einem rohrförmigen
Abschnitt, wobei der rohrförmige Abschnitt mindestens einen
radial versetzten Abschnitt zur Ausbildung eines Anschlages aufweist,
an dem ein Sicherungsring in axialer Richtung abgestützt
werden kann. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Kupplungseinrichtung
mit einem solchen Kupplungsteil sowie ein Verfahren zur Herstellung
des Kupplungsteils.
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Aus
dem Stand der Technik sind Kupplungsteile bekannt, an denen ein
anderes Kupplungsteil in axialer Richtung abgestützt ist.
So sind aus der Praxis beispielsweise becherförmige Kupplungseingangsgehäuse
bekannt, die sich aus einem in radialer Richtung erstreckenden Nabenabschnitt
und einem daran anschließenden rohrförmigen Abschnitt zusammensetzen.
Um beispielsweise einen Torsionsschwingungsdämpfer der
Kupplungseinrichtung in axialer Richtung an dem Kupplungseingangsgehäuse
abstützen zu können, ist ein Sicherungsring vorgesehen,
der radial nach außen weisende Zähne aufweist.
Demgegenüber sind in dem rohrförmigen Abschnitt
Schlitze vorgesehen, in die sich die radial nach außen
weisenden Zähne erstrecken. Auf diese Weise kann sich der
Torsionsschwingungsdämpfer in axialer Richtung über
den Sicherungsring, dessen Zähne und den rohrförmigen
Abschnitt an dem Kupp lungseingangsgehäuse abstützen.
Ein solches Kupplungsteil hat den Nachteil, dass es nur schwer herzustellen
ist und keine ausreichende Sicherheit gegen Bauteilversagen bietet.
So müssen die Schlitze in der Nähe der Stirnseite
des becherförmigen Kupplungsteiles vorgesehen werden, was
zur Ausbildung von sehr schmalen Stegen zwischen der Stirnseite
und den Schlitzen führt. Diese Stege bedingen zum einen eine
aufwändige Fertigung und haben zum anderen nicht immer
die notwendige Festigkeit, um eine sichere Funktionsweise zu gewährleisten.
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Demgegenüber
sind andere Kupplungsteile mit rohrförmigen Abschnitten
bekannt, die radial versetzte Abschnitte aufweisen, an denen das
andere Kupplungsteil unter Zwischenlage eines Sicherungsringes axial
abgestützt werden kann. So beschreibt die
DE 26 19 479 C2 ein Kupplungsteil
in Form eines becherförmigen Lamellenträgers,
dessen rohrförmiger Abschnitt eine Keilverzahnung aufweist.
Die Keilverzahnung wird hier durch einen Sägezahnartigen Querschnitt
der Wand des rohrförmigen Abschnitts erzeugt. Um einen
Druckring, gegen den die Lamellen gedrückt werden können,
in axialer Richtung an dem Lamellenträger abzustützen,
ist ein Sicherungs- bzw. Sprengring vorgesehen, der in einer innenliegenden
Nut angeordnet ist. Zur Herstellung der Nut werden die nach innen
ragenden Keilfüße der Keilverzahnung mit zwei
in Umfangsrichtung verlaufenden parallelen Schnitten versehen, um
das dazwischen angeordnete Material anschließend radial nach
außen zu versetzen. Auf diese Weise verbleiben in axialer
Richtung vor und hinter dem versetzten Material nach innen hervorstehende
Abschnitte, zwischen denen die Nut für den Sprengring angeordnet ist
und an denen der Sprengring in axialer Richtung abgestützt
werden kann.
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Der
vorgenannte Stand der Technik hat den Nachteil, dass die Herstellung
des Kupplungsteiles sehr auf wändig ist und somit hohe Kosten
verursacht. Ferner bleibt der Nachteil bestehen, dass der Sprengring
nicht mit der gewünschten Sicherheit in axialer Richtung
an dem Kupplungsteil abgestützt ist.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kupplungsteil
mit einem rohrförmigen Abschnitt, der mindestens einen
radial versetzten Abschnitt zur Ausbildung eines Anschlages aufweist, an
dem ein Sicherungsring in axialer Richtung abstützbar ist,
zu schaffen, das mit geringem Aufwand gefertigt werden kann und
eine sichere Abstützung eines Sicherungsringes in axialer
Richtung an dem Kupplungsteil gewährleistet. Der Erfindung
liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Kupplungseinrichtung mit
einem solchen Kupplungsteil zu schaffen. Des Weiteren liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur kostengünstigen
und einfachen Herstellung eines solchen Kupplungsteiles anzugeben.
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Diese
Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1, 14 bzw.
15 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Das
erfindungsgemäße Kupplungsteil, bei dem es sich
beispielsweise um ein Kupplungseingangsgehäuse o. ä.
handeln kann, weist einen rohrförmigen Abschnitt auf. Der
rohrförmige Abschnitt, innerhalb dessen beispielsweise
ein an dem Kupplungsteil abzustützendes weiteres Kupplungsteil
angeordnet sein kann, weist mindestens einen radial versetzten Abschnitt
zur Ausbildung eines Anschlages auf. So kann an dem Anschlag ein
Sicherungsring in axialer Richtung abgestützt werden. Erfindungsgemäß ist
der radial versetzte Abschnitt über seine gesamte Breite
stoffschlüssig in axialer Richtung mit dem rohrförmigen
Abschnitt verbunden.
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Im
Gegensatz zu dem aus der
DE
26 19 479 C2 bekannten Stand der Technik sind also keinerlei Schlitze
in dem rohrförmigen Abschnitt vorgesehen, die ein radiales
Versetzen des Materials vereinfachen sollen, vielmehr bleibt der
Stoffschluss über die gesamte Breite des radial versetzten
Abschnittes in axialer Richtung erhalten. Hiermit ist der Vorteil
verbunden, dass ein Verfahrensschritt zur Herstellung des Kupplungsteils,
nämlich das Erzeugen der Schlitze, entfällt, wodurch
die Herstellung desselben vereinfacht ist. So kann der versetzte
Abschnitt beispielsweise einfach durch Prägen erzeugt werden. Der
wesentliche Vorteil besteht jedoch darin, dass ein solcher radial
versetzter Abschnitt eine hohe Festigkeit bietet, da der Verbund
mit dem rohrförmigen Abschnitt über die gesamte
Breite des radial versetzten Abschnittes gegeben ist, so dass eine
sichere Abstützung eines Sicherungsringes in radialer Richtung
gewährleistet ist. Unter der Breite des radial versetzten Abschnittes
wird hier dessen Erstreckung in Umfangsrichtung verstanden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils ist der radial versetzte Abschnitt durch eine Einprägung
an dem rohrförmigen Abschnitt erzeugt. So kann beispielsweise ein
in radialer Richtung geführtes Prägewerkzeug die Einprägung
erzeugen und den radial versetzten Abschnitts herstellen. Eine Einprägung
gewährleistet in besonders hohem Maße einen Festigkeitserhalt
des Materials im Bereich des radial versetzten Abschnitts. Somit
ist ein Kupplungsteil geschaffen, das eine sichere axiale Abstützung
eines Sicherungsringes gewährleistet.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils weist die Einprägung eine maximale Einprägetiefe
auf, die geringer als die Dicke der Wand des rohrförmigen Abschnitts
ist. Auf diese Weise ist in vorteilhafter Weise sichergestellt,
dass der Stoffschluss über die gesamte Breite des radial
versetzten Abschnitts gegeben ist, da beispielsweise ein Prägewerkzeug
nicht tiefer vordringt als die Wand des rohrförmigen Abschnitts
dick ist.
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Um
eine besonders hohe Festigkeit im Bereich des radial versetzten
Abschnitts bzw. des Anschlags zu schaffen, ist der Boden der Einprägung, vorzugsweise
auch die gegenüberliegende Oberfläche des Anschlages,
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils gegenüber der Längsachse des rohrförmigen
Abschnitts geneigt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils weist der rohrförmige Abschnitt eine Stirnseite
auf, wobei die Einprägetiefe in Richtung der Stirnseite
abnimmt. Auch hierdurch ist eine besonders sichere Abstützung
des Sicherungsringes an dem radial versetzten Abschnitt bzw. dem
Anschlag gewährleistet.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils ist in Umfangsrichtung ein stetiger Übergang
zwischen dem Boden der Einprägung und der Oberfläche
des rohrförmigen Abschnitts vorgesehen, um eine vorteilhafte
Kraftfein- und -weiterleitung von dem Sicherungsring in den rohrförmigen
Abschnitt zu gewährleisten.
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Um
die vorstehend genannte günstige Krafteinleitung weiter
zu verbessern und damit die Funktionsfähigkeit des radial
versetzten Abschnitts zu erhöhen, ist die Neigung des Bodens
der Einprägung, vorzugsweise auch der gegenüberliegenden
Oberfläche des Anschlages, gegenüber der Längsachse
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils in Umfangsrichtung unterschiedlich stark ausgebildet.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteiles ist die Neigung des Bodens der Einprägung,
vorzugsweise auch der gegenüberliegenden Oberfläche
des Anschlages, gegenüber der Längsachse in der
Mitte des radial versetzten Abschnittes am größten
und in Umfangsrichtung, vorzugsweise stetig, verringert.
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Um
eine geringe axiale Baulänge des Kupplungsteils zu erzielen,
grenzt der radial versetzte Abschnitt in einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils an die Stirnseite des rohrförmigen Abschnitts
an. Da der Stoffschluss zu dem rohrförmigen Abschnitt über
die gesamte Breite des radial versetzten Abschnitts erhalten bleibt,
also keine Schlitze vorgesehen sind, wie dies beispielsweise in
der
DE 26 19 479 C2 beschrieben
ist, können die radial versetzten Abschnitte an die Stirnseite
angrenzen, ohne dass hierdurch die sichere Abstützung des
Sicherungsringes gefährdet wäre.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils ist der radial versetzte Abschnitt radial nach innen
versetzt. Der radial nach innen versetzte Abschnitt bzw. der somit
entstandene Anschlag dient somit der Abstützung eines innerhalb
des rohrförmigen Abschnitts angeordneten Sicherungsrings,
wie dies beispielsweise bei einem Kupplungseingangsgehäuse
der Fall ist.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils ist ein erster radial versetzter Abschnitt und ein
zweiter radial versetzter Abschnitt vorgesehen, die in Umfangsrichtung
nebeneinander angeordnet sind, um ein Anschlagpaar auszubilden,
wobei mehrere umfangsmäßig voneinander beabstandete
Anschlagpaare vorgesehen sind. Eine derartige Anordnung der radial versetzten
Abschnitte bewirkt eine besonders sichere Abstützung des
Sicherungsrings.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils ist zwischen den ersten und zweiten radial versetzten Abschnitten
eines jeden Anschlagpaares ein Abstand vorgesehen. Die radial versetzten
Abschnitte gehen demzufolge nicht unmittelbar ineinander über, was
eine höhere Festigkeit des jeweiligen ersten bzw. zweiten
radial versetzten Abschnittes bewirkt. Der Abstand ist dabei kleiner
als der Abstand zwischen den Anschlagpaaren ausgebildet. Unter den Abständen
ist hier jeweils der Abstand in Umfangsrichtung zu verstehen.
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Um
eine Abstützung des Sicherungsringes in beiden axialen
Richtungen sicherstellen zu können, weist der rohrförmige
Abschnitt in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Kupplungsteils einen ersten
Abschnitt und einen daran anschließenden zweiten Abschnitt
auf, an dem die radial versetzten Abschnitte vorgesehen sind, wobei zwischen
dem ersten und zweiten Abschnitt ein umlaufender Absatz vorgesehen
ist. So kann der erste Abschnitt beispielsweise einen kleineren
oder größeren Durchmesser als der zweite Abschnitt
haben, um den umlaufenden Absatz zu erzeugen. Zwischen dem umlaufenden
Absatz und den Anschlägen ist eine Nut für den
Sicherungsring ausgebildet, die eine Abstützung in beiden
axialen Richtungen gewährleistet.
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Die
erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung, wie beispielsweise
eine Lamellenkupplung, weist mindestens ein erfindungsgemäßes
Kupplungsteil der zuvor beschriebenen Art auf. Das Kupplungsteil
ist vorzugsweise ein Kupplungsgehäuse, ein Lamellenträger
und/oder ein Druckringkolben.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines
Kupplungsteiles weist die folgenden Verfahrensschritte auf: Bereitstellen
eines Kupplungsteiles mit einem rohrförmigen Abschnitt.
Radiales Versetzen mindestens eines Abschnittes des rohrförmigen
Abschnittes zur Erzeugung eines radial versetzten Abschnittes zur
Ausbildung eines axialen Anschlages, an dem beispielsweise ein Sicherungsring
abgestützt werden kann. Erfindungsgemäß erfolgt
das radiale Versetzen des Abschnittes derart, dass der radial versetzte
Abschnitt über seine gesamte Breite stoffschlüssig
in axialer Richtung mit dem rohrförmigen Abschnitt verbunden
bleibt. Dies kann beispielsweise mit Hilfe eines Prägevorgangs erfolgen.
Wie bereits eingangs erwähnt, entfällt bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren der Schritt des Erzeugens
von Schlitzen in dem rohrförmigen Abschnitt, wodurch das
Verfahren wesentlich vereinfacht ist, während das erzeugte
Kupplungsteil gleichzeitig eine größere Sicherheit
bei der Abstützung des Sicherungsringes gewährleistet.
Bezüglich weiterer Vorteile des erfindungsgemäßen
Verfahrens sei auf die obige Beschreibung des erfindungsgemäßen Kupplungsteiles
verwiesen, dessen Vorteile für das Verfahren entsprechend
gelten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt das radiale Versetzen durch Einprägen
bzw. ein Prägeverfahren unter Erzeugung einer Einprägung.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist die maximale Einprägetiefe beim Einprägen
geringer als die Dicke der Wand des rohrförmigen Abschnitts.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt das Einprägen derart, dass der Boden
der Einprägung, vorzugsweise auch die gegenüberliegende
Oberfläche des Anschlages, gegenüber der Längsachse
des rohrförmigen Abschnitts geneigt ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt das Einprägen derart, dass die Einprägetiefe
in Richtung der Stirnseite des rohrförmigen Abschnitts
abnimmt.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird in Umfangsrichtung ein stetiger Übergang
zwischen dem Boden der Einprägung und der Oberfläche
des rohrförmigen Abschnitts erzeugt.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird eine in Umfangsrichtung unterschiedlich stark ausgebildete Neigung
des Bodens der Einprägung, vorzugsweise auch der Oberfläche
des Anschlages, gegenüber der Längsachse erzeugt.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt das Einprägen derart, dass die Neigung
des Bodens der Einprägung, vorzugsweise auch der Oberfläche
des Anschlages, gegenüber der Längsachse in der
Mitte des radial versetzten Abschnittes am größten
ist und in Umfangsrichtung, vorzugsweise stetig, verringert ist.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der radial versetzte Abschnitt an die Stirnseite
des rohrförmigen Abschnitts angrenzend erzeugt.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird der Abschnitt radial nach innen versetzt.
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In
einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Bereitstellen
des Kupplungsteils ferner den Verfahrensschritt des Tiefziehens
eines Rohlings zur Erzeugung des Kupplungsteiles mit dem rohrförmigen
Abschnitt, wobei das Tiefziehen unter Ausbildung eines ersten Abschnitts
und eines daran anschließenden zweiten Abschnitts erfolgt, zwischen
denen ein umlaufender Absatz vorgesehen ist, und im selben Verfahrensschritt
das radiale Versetzen erfolgt, um eine zwischen dem umlaufenden Absatz
und den Anschlägen angeordnete Nut für den Sicherungsring
zu schaffen.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand beispielhafter Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
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1 eine
Seitenansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kupplungsteils in geschnittener Darstellung,
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2 eine
stirnseitige Ansicht des Kupplungsteils von 1,
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3 eine
vergrößerte Darstellung eines Anschlagpaares von 2 in
einer ersten Ausführungsform des Kupplungs teiles,
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4 eine
perspektivische Darstellung des Anschlagpaares von 3,
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5 eine
geschnittene Darstellung entlang der Schnittlinie A-A von 3,
-
6 eine
geschnittene Darstellung entlang der Schnittlinie B-B von 3,
-
7 eine
vergrößerte Darstellung eines Anschlagpaares von 2 in
einer zweiten Ausführungsform des Kupplungsteiles,
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8 eine
perspektivische Darstellung des Anschlagpaares von 7,
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9 eine
geschnittene Darstellung entlang der Schnittlinie A-A von 7 und
-
10 eine
geschnittene Darstellung entlang der Schnittlinie B-B von 7.
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Die 1 und 2 zeigen
ein Kupplungsteil 2 für eine Kupplungseinrichtung,
wie beispielsweise eine Lamellenkupplung, wobei das Kupplungsteil 2 in
der dargestellten Ausführungsform als Kupplungseingangsgehäuse
ausgebildet ist. Es könnte jedoch in abgewandelter Form
ebenso als Lamellenträger oder Druckringkolben innerhalb
der Kupplungseinrichtung fungieren.
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Das
Kupplungsteil 2 ist im Wesentlichen becherförmig
ausgebildet und weist bezogen auf seine Längsachse 4 einen
sich in radialer Richtung erstreckenden ersten Nabenabschnitt 6 auf.
An den ersten Nabenabschnitt 6 schließt sich ein
erster rohrförmiger Abschnitt 8 an, der wiederum
in einen sich in radialer Richtung erstreckenden zweiten Nabenabschnitt 10 übergeht.
Der erste rohrförmige Abschnitt 8 des Kupplungsteils 2 umschließt
dabei einen ersten Raum 12, in dem beispielsweise die Lamellenträger, Lamellen
oder Druckkolben der Kupplungseinrichtung angeordnet sein können.
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An
den zweiten Nabenabschnitt 10 schließt sich ein
zweiter rohrförmiger Abschnitt 14 an, der sich ausgehend
von dem zweiten Nabenabschnitt 10 bis zu einem freien Ende
des zweiten rohrförmigen Abschnitts 14 erstreckt,
wobei das freie Ende als Stirnseite 16 bezeichnet wird.
An der Stirnseite 16 ist eine Öffnung 18 vorgesehen,
durch die weitere Bestandteile der Kupplungseinrichtung in das Kupplungsteil 2 eingebracht
werden können. Durch diese Öffnung 18 ist
auch ein Sicherungsring 20 in das Kupplungsteil 2 eingebracht,
auf den später näher eingegangen wird. Der zweite
rohrförmige Abschnitt 14 umschließt einen
zweiten Raum 22, der mit dem ersten Raum 12 verbunden
ist und beispielsweise der Aufnahme eines Torsionsschwingungsdämpfers
für die Kupplungseinrichtung dienen kann. Die Mittelachse
des zweiten rohrförmigen Abschnitts 14 entspricht
der Längsachse 4.
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Der
zweite rohrförmige Abschnitt 14 ist in Längsrichtung
in zwei weitere Abschnitte unterteilt. So umfasst der zweite rohrförmige
Abschnitt 14 einen ersten Abschnitt 24, der an
den zweiten Nabenabschnitt 10 angrenzt, und einen daran
anschließenden zweiten Abschnitt 26, der sich
bis zu der Stirnseite 16 erstreckt. Der erste Abschnitt 24 hat
dabei einen kleineren Durchmesser als der zweite Abschnitt 26,
so dass ein umlaufender Absatz 28 zwischen dem ersten und
dem zweiten Abschnitt 24, 26 ausgebildet ist. Der
umlaufende Absatz 28 weist dabei in Richtung der Stirnseite 16 bzw.
der Öffnung 18. So kann der Sicherungsring 20 in
der einen axialen Richtung, die anhand des Pfeils 30 angedeutet
ist, an dem Kupplungsteil 2 abgestützt werden.
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Um
den Sicherungsring 20 auch in der entgegengesetzten axialen
Richtung an dem Kupplungsteil 2 abstützen zu können,
die anhand des Pfeils 32 angedeutet ist, weist das Kupplungsteil mehrere
Anschlagpaare 34 auf, die gleichmäßig
in Umfangsrichtung 36 verteilt an dem zweiten Abschnitt 26 des
zweiten rohrförmigen Abschnitts 14 vorgesehen
sind. Die Anschlagpaare 34 grenzen dabei an die Stirnseite 16 des
Kupplungsteiles 2 an. Zwischen den Anschlagpaaren 34 ist
in Umfangsrichtung jeweils ein Abstand a vorgesehen.
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Eine
vergrößerte Darstellung der Anschlagpaare 34 ist
in den 3 bis 6 bzw. 7 bis 10 dargestellt,
wobei die erstgenannten Figuren eine erste Ausführungsform
und die zweitgenannten Figuren eine zweite Ausführungsform
des Anschlagpaares 34 zeigen. Nachstehend wird zunächst
die erste Ausführungsform unter Bezugnahme auf die 3 bis 6 beschrieben.
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Das
Anschlagpaar 34 in der ersten Ausführungsform
umfasst einen ersten radial versetzten Abschnitt 38 und
einen in Umfangsrichtung 36 daneben angeordneten zweiten
radial versetzten Abschnitt 40. Die radial versetzten Abschnitte 38, 40 des
Anschlagpaares 34 sind an die Stirnseite 16 angrenzend
an dem zweiten Abschnitt 26 des zweiten rohrförmigen Abschnitts 26 vorgesehen
und radial nach innen versetzt. Zwischen den radial versetzten Abschnitten 38, 40 ist
ein Abstand b vorgesehen, der wesentlich kleiner als der Abstand
a zwischen den benachbarten Anschlagpaaren 34 ausgebildet
ist.
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Die
radial versetzten Abschnitte sind jeweils durch eine Einprägung 42 bzw. 44 in
der radial nach außen weisenden Oberfläche 46 des
zweiten Abschnitts 26 des zweiten rohrförmigen
Abschnitts 14 erzeugt. So ist die Einprägung 42 bzw. 44 derart
vorgenommen, dass der radial versetzte Abschnitt 38 bzw. 40 einen
Anschlag 48 ausbildet, der von der Innenseite des zweiten
rohrförmigen Abschnitts 14 radial nach innen hervorsteht,
wie dies insbesondere in den 5 und 6 zu
sehen ist. Auf diese Weise ist zwischen dem umlaufenden Absatz 28 einerseits und
dem radial nach innen hervorstehenden Anschlag 48 eine
umlaufende Nut 50 für den Sicherungsring 20 ausgebildet
und der Sicherungsring 20 kann auch in der axialen Richtung 32 an
dem Kupplungsteil 2 abgestützt werden.
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Die
Einprägungen 42, 44 haben eine Einprägetiefe
c, die eine maximale Einprägetiefe cmax nicht überschreitet,
wobei die maximale Einprägetiefe cmax geringer
als die Dicke d des zweiten rohrförmigen Abschnitts 14 ist.
Wie aus den 5 und 6 ersichtlich,
ist hierdurch sichergestellt, dass der radial versetzte Abschnitt 38 bzw. 40 über
seine gesamte Breite e stoffschlüssig in radialer Richtung 30, 32 mit
dem zweiten rohrförmigen Abschnitt 14 verbunden
ist. So verbleibt selbst in dem Bereich der maximalen Einprägetiefe
cmax ein Verbindungsabschnitt 52,
wie dies in 5 zu sehen ist. Die Breite e
bezieht sich hier auf die Erstreckung des radial versetzten Abschnitts 38 bzw. 40 in
Umfangsrichtung 36.
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Aus
den 3 und 4 ist ferner ersichtlich, dass
der radial versetzte Abschnitt 38 bzw. 40 einen
bogenförmigen Verlauf in Breitenrichtung aufweist, so dass
sich die Einprägetiefe c zu den Seiten des radial versetzten
Abschnittes 38 bzw. 40 verringert. Hierdurch wird
die über den Sicherungsring 20 erfolgende Krafteinleitung
optimiert. Um die Krafteinleitung weiter zu verbessern, ist in Umfangsrichtung 36 zwischen
dem Boden 54, 56 der Einprägung 42, 44 und
der Oberfläche 46 des zweiten rohrförmigen Abschnitts 14 ein
stetiger bzw. gleichmäßiger Übergang
vorgesehen, dessen jeweilige Position in 4 anhand
der gestrichelten Linien angedeutet ist.
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Der
Boden 54, 56 der Einprägung 42, 44 verläuft
bei der ersten Ausführungsform in axialer Richtung parallel
zu der Längsachse 4 des Kupplungsteils 2.
Nachstehend wird die zweite Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die 7 bis 10 beschrieben,
wobei lediglich auf die Unterschiede zu der ersten Ausführungsform
eingegangen werden soll, während die obige Beschreibung
der ersten Ausführungsform entsprechend gilt. Es werden
gleiche Bezugszeichen für gleiche oder ähnliche
Teile verwendet.
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Im
Gegensatz zu der ersten Ausführungsform ist der Boden 54, 56 der
Einprägung 42, 44 bei der zweiten Ausführungsform
gegenüber der Längsachse 4 des rohrförmigen
Abschnitts 14 geneigt. Diese Neigung ist insbesondere in
den 9 und 10 gezeigt. So nimmt die Einprägetiefe
c in axialer Richtung 32 bzw. in Richtung der Stirnseite 16 des zweiten
rohrförmigen Abschnitts 14 ab. Dementsprechend
ist auch die gegenüberliegende bzw. die radial nach innen
weisende Oberfläche 58 des Anschlages 48 gegenüber
der Längsachse 4 des rohrförmigen Abschnitts 14 geneigt.
Durch die Neigungen wird eine günstigere Kraftein- und
-weiterleitung erzielt.
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Der
zuvor genannte Vorteil wird weiter durch das Merkmal verstärkt,
dass die Neigung des Bodens 54, 56 der Einprägung 42, 44 und
der gegenüberliegenden Oberfläche 58 des
Anschlages 48 gegenüber der Längsachse 4 in
Umfangsrichtung 36 unterschiedlich stark ausgebildet ist.
So ist die Neigung des Bodens 54, 56 der Einprägung 42, 44 und
der gegenüberliegenden Oberfläche 58 des
Anschla ges 48 gegenüber der Längsachse 4 bezogen
auf die Breite e in der Mitte des radial versetzten Abschnittes 38, 40 am
größten und in Umfangsrichtung 36 stetig
verringert. Dies geht insbesondere aus einem Vergleich zwischen
den 9 und 10 hervor, die jeweils einen
Querschnitt des radial versetzten Abschnitts 38 an unterschiedlichen
Positionen in Umfangsrichtung 36 zeigen.
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In
einer Kupplungseinrichtung kann das als Kupplungsgehäuse
ausgebildete Kupplungsteil 2 im ersten Raum 12 weitere
Kupplungsbestandteile aufnehmen, während in dem zweiten
Raum 22 ein Torsionsschwingungsdämpfer angeordnet
sein kann. Letzterer kann in axialer Richtung 32 an dem
Sicherungsring 20 abgestützt sein, während
der Sicherungsring 20, der beispielsweise als herkömmlicher Sprengring
ausgebildet sein kann, in der Nut 50 angeordnet ist. Somit
ist der Sicherungsring in axialer Richtung 30 an dem umlaufenden
Absatz 28 und in der anderen axialen Richtung 32 an
den Anschlägen 48 der Anschlagpaare 34 abgestützt.
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Um
das Kupplungsteil 2 besonders einfach bzw. kostengünstig
herstellen zu können, wird ein Rohling tiefgezogen, um
ein Kupplungsteil 2 mit dem rohrförmigen zweiten
Abschnitt 14 zu erzeugen. Das Tiefziehen erfolgt dabei
unter Ausbildung des ersten Abschnitts 24 und des daran
anschließenden zweiten Abschnitts 26, zwischen
denen der umlaufende Absatz 28 entsteht. Im selben Verfahrensschritt
wird das radiale Versetzen zur Erzeugung der radial versetzten Abschnitte 38, 40 durchgeführt,
wobei dies durch Einprägen erfolgt.
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- 2
- Kupplungsteil
- 4
- Längsachse
- 6
- erster
Nabenabschnitt
- 8
- erster
rohrförmiger Abschnitt
- 10
- zweiter
Nabenabschnitt
- 12
- erster
Raum
- 14
- zweiter
rohrförmiger Abschnitt
- 16
- Stirnseite
- 18
- Öffnung
- 20
- Sicherungsring
- 22
- zweiter
Raum
- 24
- erster
Abschnitt
- 26
- zweiter
Abschnitt
- 28
- umlaufender
Absatz
- 30
- axiale
Richtung
- 32
- entgegengesetzte
axiale Richtung
- 34
- Anschlagpaare
- 36
- Umfangsrichtung
- 38
- erster
radial versetzter Abschnitt
- 40
- zweiter
radial versetzter Abschnitt
- 42
- erste
Einprägung
- 44
- zweite
Einprägung
- 46
- Oberfläche
- 48
- Anschlag
- 50
- Nut
- 52
- Verbindungsabschnitt
- 54
- Boden
der ersten Einprägung
- 56
- Boden
der zweiten Einprägung
- 58
- Oberfläche
des Anschlages
- a
- Abstand
zwischen den Anschlagpaaren
- b
- Abstand
zwischen dem ersten und zweiten radial versetzten Abschnitt
- c
- Einprägetiefe
- cmax
- maximale
Einprägetiefe
- d
- Dicke
des zweiten rohrförmigen Abschnitts
- e
- Breite
des radial versetzten Abschnitts
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 2619479
C2 [0003, 0008, 0016]