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Die
Erfindung betrifft ein Installationssystem, insbesondere für Unterfluranwendungen,
zum Einführen
eines oder mehrerer Leerrohre in einen Anschlussbereich, der nach
außen
durch mindestens eine Wand begrenzt wird, wobei durch Heraustrennen
von einem oder mehreren Wandbereichen in dieser Wand Öffnungen
für den
Einlass der Rohrenden entstehen.
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Bekannt
sind eckige oder runde Bodendosen, an die runde Leerrohre bzw. im
Querschnitt rechteckige Kanäle
angeschlossen werden. Durch diese Rohre oder Kanäle lassen sich verschiedene Leitungen
bis in den Aufnahmebereich der Bodendose verlegen und dort mit vorhandenen
elektrischen Geräten,
Schaltern oder anderen Anschlüssen
verbinden. Da im Unterflurbereich nach dem Verlegen der Anschlusskanäle oder
Anschlussrohre Estrich an die Bodendose angearbeitet wird, muss
der Aufnahmebereich der Bodendose, in dem sich die elektrischen
Geräte
befinden, nach außen
verschlossen sein, so dass kein Estrich in die Bodendose eindringen
kann. Bekannte Bodendosen besitzen daher eine umlaufende geschlossene
Wandung, wobei in den vorgesehenen Anschlussbereichen für die Leerrohre
oder Kanäle
heraustrennbare Wandbereiche vorgesehen werden, die im Bedarfsfall Öffnungen zum
Anschluss der Kanäle
oder zum Anschluss entsprechender Rohre freigeben.
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Das
europäische
Patent
EP 647 004 B1 zeigt ein
wasserdichtes Gehäuse
für elektrische
Einrichtungen. Das Gehäuse
besitzt Seitenwände
mit kreisförmigen
Ausschnitten, die als Durchführungen
für Rohre
dienen können,
wenn der an diese Ausschnitte angeformte Elastomerfilm durchstoßen wird.
Nachteilig bei dieser Ausführung
ist, dass ausschließlich Rohre
und insbesondere Rohre mit einem einheitlichen Durchmesser anschließbar sind.
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Bei
der Abzweigdose gemäß
DE 37 90 482 T1 lassen
sich Rohre zwei verschiedener Größen anschließen, obwohl
die Seitenwand der Abzweigdose nur Öffnungen mit einem einheitlichen
Durchmesser aufweist. Für
den Anschluss wird ein Verbinder verwendet, der zum Eingriff in
die Öffnungen
der Seitenwand der Abzweigdose ausgebildet ist, wobei dieser Verbinder
eine Aufnahme für
ein Rohr eines bestimmten Durchmessers besitzt. Des Weiteren kann ein
Verbinder verwendet werden, der in gleicher Weise in die Öffnung der
Seitenwand der Abzweigdose einsetzbar ist und eine Aufnahme für ein Rohr
mit einem kleineren oder größeren Durchmesser
besitzt. Damit ist der Anschluss unterschiedlicher Rohre an die
Abzweigdose mittels unterschiedlicher Verbinder möglich. Nachteilig
ist, dass zum einen der Anschluss des Verbinders kompliziert gestaltet
ist und zum anderen verschiedene Verbinder bevorratet werden müssen. Für die Verwendung
einer solchen Abzweigdose im Unterflurbereich ist es nachteilig, dass
die nicht verwendeten Öffnungen
in der Abzweigdose mediendicht verschlossen werden müssen.
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Aus
dem Dokument
DE 40
33 963 A1 ist eine Kabeldose mit in den Seitenwandungen
vorgesehenen Öffnungen
für Kabeldurchlässe bekannt.
In diese Öffnungen
sind Durchstecknippel eingeformt oder an den Randkanten der Öffnungen
angespritzt. Die Durchstecknippel sind topfartig und deren Boden
ist durch eine Membran gebildet, die in einfacher Weise zum Durchstecken
von Kabeln durchstoßen
werden kann. Die Membran hat eine bestimmte Größe, es ist damit schwierig
bei Bedarf, beispielsweise zum Durchstecken unterschiedlich dicker
Rohre oder Kabel, unterschiedlich große Öffnungen zu bilden. Es sind
demzufolge unterschiedliche Durchstecknippel mit unterschiedlich
großen
Membranen vorzusehen. Nachteilig ist des Weiteren, dass in die Kabeldose eingeführte und
dort installierte Kabel sich an der Wand der Kabeldose abstützen und
abknicken. Bei Verwendung einer solchen Dose im Bodenbereich kann
es aufgrund der Belastung durch den Boden zu Beschädigungen
führen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Installationssystem zur Verfügung zu
stellen, das einfach aufgebaut ist und universell einsetzbar ist.
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Diese
Aufgabe wird mit einem Installationssystem mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
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Die
elektrischen oder sonstigen Geräte,
Anschlüsse
oder Schalter befinden sich in einem Anschlussbereich, der nach
außen
durch mindestens eine Wand begrenzt wird, nämlich bei einer runden Dose
durch eine umlaufende Wandung oder bei einer eckigen Dose durch
entsprechende Seitenwände.
In der Wandung oder den Seitenwänden
können
durch Herauslösen
von ein oder mehreren Wandbereichen Öffnungen gebildet werden, an
die entsprechende Kanäle
oder Leerrohre anschließbar
sind. Das Heraustrennen der Wandbereiche kann durch entsprechende
Wandschwächungen
oder Perforationen in der Seitenwand erleichtert werden. Vorteilhaft
ist es, wenn rechteckförmige Öffnungen
entstehen. Die Wandschwächungen
in der Seitenwand können
einen wesentlichen Bereich der Seitenwand oder nur einen Teilbereich
der Seitenwand freigeben, abhängig
vom Querschnitt des Kanals oder der anzuschließenden Kanäle. Soll ein im Querschnitt
rechteckigförmiger
Kanal angeschlossen werden, dessen Querschnitte der größt möglichen Öffnung der
Seitenwand entspricht, so werden alle möglichen Wandbereiche aus dieser
Seitenwand herausgetrennt und der entsprechende Kanal mit der Bodendose
verbunden. An die gleiche Öffnung
lassen sich Rohre nicht ohne Weiteres anschließen. Hierzu wird ein Adapter verwendet.
Ein solcher Adapter besitzt mindestens einen Rohreinsatz. Werden
ausschließlich
Rohre an einer Seitenwand der Bodendose angeschlossen, so kann der
Adapter mehrere Rohreinlässe
besitzen und wird vor der Öffnung
der entsprechenden Seitenwand fixiert. Hierzu können entsprechende Befestigungselemente
am Adapter vorgesehen werden.
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Jeder
Rohreinlass des Adapters ist wiederum durch eine Außenwand
verschlossen, wobei diese Außenwand
mehrere heraustrennbare Außenwandabschnitte
besitzt. Das Herauslösen
unterschiedlicher Außenwandabschnitte
ermöglicht
den Anschluss von Rohren unterschiedlichen Durchmessers. Dazu besitzt
mindestens ein Außenwandabschnitt
einen Rand mit einem kreisförmigen Verlauf.
Wird dieser Außenwandabschnitt
herausgetrennt, so entsteht eine Öffnung und damit ein kreisförmiger Zugang
für ein
rundes Rohr, wobei dieses Rohr den kleinstmöglichen Durchmesser der mittels dieses
Adapters anschließbaren
Rohre besitzt. Soll ein Zugang für
ein Rohr mit einem größeren Durchmesser
geschaffen werden, ist mindestens ein weiterer Außenwandabschnitt
abzutrennen.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
wird der Anschluss der Rohre an einer Bodendose gewährleistet.
Bei Unterfluranwendung ist es besonders wichtig, dass die Anschlussrohre
in einer Ebene verlegt werden, nämlich
möglichst
bodennah, da alle Rohre unterschiedlichen Durchmessers auf dem Boden
aufliegen. Bei einer vom Boden abgehobenen Rohreinführung würden die
Rohre und damit die in den Rohren verlaufenden Leitungen nur unnötig belastet
werden. Um eine bodennahe Einführung
der unterschiedlichen Rohre gewährleisten
zu können, werden
die heraustrennbaren Außenwandabschnitte für die Rohreinlässe des
Adapters so gestaltet, dass sich nach dem Heraustrennen jeweils
ein kreisförmiger
Zugang ergibt, der mit seiner Unterseite den Boden der Bodendose
berührt,
d. h. alle kreisförmigen Zugänge eines
Rohreinlasses sind exzentrisch zueinander angeordnet.
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Wird
ein Adapter mit mehreren Rohreinlässen verwendet, so ist es möglich, an
eine Bodendose an unterschiedliche Rohreinlässe Rohre mit unterschiedlichen
Durchmessern anzuschließen,
indem die entsprechenden Zugänge
mit den unterschiedlichen Durchmessern durch Heraustrennen entsprechender
Außenwandabschnitte
der jeweiligen Rohreinlässe
gebildet werden. Da sämtliche
Rohre bei einer exzentrischen Anordnung auf dem Boden aufliegen,
werden diese beim Eingang in den Anschlussbereich der Bodendose
nicht zusätzlich
belastet.
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Die
Durchmesser der vorgesehenen möglichen
Zugänge
in den Rohreinlässen
des Adapters entsprechen bei einer bevorzugten Ausführungsform standardisierten
Außendurchmessern
von einzusetzenden Rohren. Es werden die entsprechenden Standardmaße auf den
herauszutrennenden Außenwandabschnitten
durch eine entsprechende Beschriftung kenntlich gemacht. Dies erleichtert
vor Ort, d. h. beim Verlegen der entsprechenden Rohre die Entscheidung,
welcher Bereich der Außenwand
des Rohreinlasses für
den Anschluss eines bestimmten Rohres herausgetrennt werden muss.
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Bei
einer Ausführungsform
werden in jedem Rohreinlass zusätzlich
mehrere Rohrführungen
für einzusetzende
Rohre unterschiedlichen Durchmessers vorgesehen. Diese Rohreinführungen
sind ineinander geschachtelt so angeordnet, dass zwischen zwei benachbarten
Rohrführungen
ein Hohlraum verbleibt. Dieser Hohlraum ist nach außen durch
einen Außenwandabschnitt
verschlossen. Soll nun ein Rohr mit kleinstmöglichen Durchmesser angeschlossen
werden, wird der entsprechende Außenwandabschnitt herausgetrennt
und das Rohr in den kreisförmigen
Zugang eingeschoben, wobei innerhalb des Adapters das Rohr durch
die vorhandene Rohrführung
stützend
geführt
wird. Soll nun ein Rohr mit einem größeren Durchmesser angeschlossen werden,
so sind weitere Außenwandabschnitte
abzutrennen und mit diesen weiteren Außenwandabschnitten auch die
Rohrführungen,
die für Rohre
mit kleinerem Durchmesser vorgesehen sind. Das Herausbrechen der
Außenwandabschnitte
wird durch Sollbruchstellen erleichtert. Diese können in Form von Perforationen
und im Unterflurbereich insbesondere durch Wandschwächungen
an den Rändern
der Außenwandabschnitte
realisiert werden.
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Die
vorgenannten Rohrführungen
sind bei einer Ausführungsform
so ausgestaltet sein, dass sie einzusetzende Rohrenden umfangsseitig
aufnehmen, d. h. es werden bevorzugt zylindrische Rohrführungen
vorgesehen. Es sind jedoch auch Rohrführungen möglich, die ein einzusetzendes
Rohrende nur in Teilbereichen des Umfangs abstützen.
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Bei
einem Installationssystem für
Unterfluranwendungen, beispielsweise bei einer Bodendose, werden
die verschiedenen Rohrführungen
für unterschiedliche
Durchmesser exzentrisch im Rohreinlass angeordnet, so dass sämtliche
Rohrführungen
den Boden der Bodendose berühren
und damit sämtliche an
die Bodendose anzuschließenden
Rohre nicht vom Boden weggebogen, angehoben oder in sonstiger Weise
vom Boden abgehoben werden müssen, was
zu unnötigen
problematischen Belastungen der Rohre und in den Rohren enthaltenden
Leitungen im Bereich des Eingangs in die Bodendose führen würde.
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Der
vorbeschriebene Adapter kann sowohl an eine eckige Bodendose als
auch an eine runde Bodendose angeschlossen werden. Bei beiden Varianten
der Bodendose sind heraustrennbare Wandbereiche vorzusehen und der
Adapter besitzt entweder eine ebene Rückwand zum Anschluss an eine
Seitenwand einer eckigen Bodendose oder eine gebogene Rückwand zum
Anschluss an die Öffnung
einer Wandung einer runden Bodendose. Für die Festlegung des Adapters
können
entsprechende Befestigungsmittel vorgesehen werden, die den Adapter
an der Seitenwand und/oder dem Boden und/oder dem Rahmen der Bodendose
festlegen. Zusätzlich
kann der Adapter mit einem Auflageflansch ausgestattet sein, der
auf dem Bodenrand der Bodendose oder auf der Rohdecke aufliegt.
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Bei
dem Adapter handelt es sich vorzugsweise um ein einstückig spritzgegossenes
Kunststoffteil. Die Rohreinlässe,
bedarfsweise mit Rohrführungen, werden
so am Adapter angeordnet, dass sie sich nach Montage an der Bodendose
außerhalb
dieser Bodendose befinden. Somit wird der Aufnahmebereich der Bodendose,
indem sich die Anschlüsse
befinden, nicht reduziert.
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Das
vorbeschriebene Installationssystem ist universell einsetzbar. An
ein und die gleiche Anschlussdose können, wie bekannt, im Querschnitt rechteckförmige Kanäle, aber
auch Leerrohre unterschiedlichen Durchmessers angeschlossen werden.
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Weitere
Vorteile, Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Dabei zeigen im Einzelnen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Bodendose mit eingesetztem Adapter,
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2 eine
perspektivische Ansicht des Adapters,
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3 eine
Schnittdarstellung durch den Adapter gemäß 2.
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Von
dem erfindungsgemäßen Installationssystem 10 sind
in der 1 ausschließlich
die Bodendose 30 und der Adapter 50 gezeigt. An
diese Bodendose lassen sich sowohl runde Rohre als auch im Querschnitt
rechteckförmige
Kanäle
anschließen.
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Bei
der Installation wird die Bodendose 30 mit ihrem Boden 31 auf
die Rohdecke aufgesetzt. Im Boden 31 der Bodendose 30 sind
dazu im Eckbereich Bohrungen vorhanden, damit die Füße, die
den Rahmen 20 stützen,
direkt auf der Rohdecke aufgesetzt werden können, was in 1 nicht
zu sehen ist. Diese Füße können in
ihrer Höhe
verändert
werden und damit die Bodendose ausgerichtet werden. Dies ist auch
noch nach der Installation möglich,
in dem ein Werkzeug in entsprechende Bohrungen 23 des Rahmens 20 eingreifen
kann. Der Rahmen 20 in 1 besteht
aus einer quadratischen Einfassung 22. die jeweils an den
Ecken von Winkelstücken 21 getragen
wird. Der Rahmen 20 verdeckt damit nicht die Seitenwände 32 der
Bodendose 30. Diese Seitenwände 32 sind zwischen
den Winkelstücken 21 sichtbar.
Die Seitenwände 32 besitzen
heraustrennbare Wandbereiche 35, 35'. Durch Heraustrennen dieser Wandbereiche 35, 35' entstehen Öffnungen
in der Seitenwand 32 der Bodendose 30 und damit
ein Zugang für
Leitungen in den Aufnahmebereich der Bodendose 30. Dieser
Aufnahmebereich ist in 1 durch eine Abdeckung 40 verschlossen.
In dem Aufnahmebereich können
sich elektrische oder sonstige Geräte, Schalter oder Anschlüsse befinden,
an die entsprechende Leitungen angeschlossen werden können.
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Leitungen
werden insbesondere im Unterflurbereich durch sie umgebende Kanäle oder
Rohre geschützt.
An diese Bodendose 30 gemäß 1 können Kanäle angeschlossen
werden, die einen rechteckigen Querschnitt besitzen, wobei die Breite dieser
Kanäle
entweder der Breite des Wandbereichs 35 oder 35' entspricht
oder aber der Gesamtbreite einer Öffnung nach Heraustrennen beider
Wandbereiche 35, 35'.
Es ist des Weiteren möglich,
sowohl einen rechteckförmigen
Kanal der Breite des Wandbereichs 35 anzuschließen und
daneben mit Hilfe eines Adapters 50 ein oder mehrere Rohre,
in diesem Fall ein bis drei Rohre unterschiedlichen Durchmessers. Der
Adapter kann dann nur die halbe Breite des links in der Zeichnung
von 1 gezeigten Adapters 50 besitzen und
dieser deckt die Öffnung
ab, die durch Herauslösen
des Wandbereichs 35' entsteht.
Ein solcher Adapter lässt
sich einfach durch einen Trennschnitt aus dem Adapter 50 erhalten.
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In
der 1 ist der Adapter 50 gezeigt, der eine Öffnung verschließt, die
durch Heraustrennen zweier Wandbereiche 35, 35' entsteht. Dieser
Adapter 50 ist im Detail in den 2 und 3 gezeigt.
Er besitzt einen Auflageflansch 51, der auf dem die Seitenwände 32 der
Bodendose überragenden
Bodenrand 34 aufliegt. Die Rückwand 52 des Adapters 50 ist
unmittelbar vor der Öffnung
in der Seitenwand 32 der Bodendose 30 positioniert
und mittels Fixiermitteln 54 an der Seitenwand 32 befestigt,
hier nicht dargestellt. Die Fixiermittel 54 sind in diesem
Fall zwei die Rückwand 52 des
Adapters überragende
Befestigungslaschen, die in einen entsprechenden Überstand
an der Seitenwand 32 oder in eine Riefe des Rahmens 20 eingreifen
könen.
Es ist auch möglich, Befestigungsmittel
vorzusehen, die an der Seitenwand 32 in Haken oder in entsprechende
Ausstanzungen am Boden 31 eingreifen. Letzteres insbesondere,
wenn ein Adapter 50 ohne Auflageflansch 51 verwendet
wird.
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In
dem in 1 gezeigten Fall wird die Positionierung des Adapters 50 zusätzlich durch
die Verlängerung 51' des Auflageflansch 51 unterstützt. Diese
Verlängerung 51' kommt an den
Winkelstücken 21 des
Rahmens 20 zur Anlage.
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Der
in diesem Ausführungsbeispiel
gezeigte Adapter 50 besitzt sechs Rohreinlässe 53,
wobei in jedem Rohreinlass 53 Rohre unterschiedlichen Durchmessers
einsetzbar sind. Wie insbesondere aus 2 zu ersehen,
können
standardisierte Rohre mit den Außendurchmessern 20 mm, 30 mm,
40 mm und 50 mm jeweils in einen dieser Rohreinlässe 53 eingesetzt
werden. Die entsprechenden Beschriftungen 58 für die standardisierten
Durchmesser sind bei einem Rohreinlass 53 auf der Außenwand
dargestellt. Selbstverständlich
kann die Beschriftung 58 auch bei allen Rohreinlässen 53 vorgesehen
sein. Dies erleichtert die Installation. So kann vor Ort entschieden
werden, welche Außenwandabschnitte 57, 57', 57'', 57''' der Außenwand
des Rohreinlasses 53 für
das anzuschließende
Rohr herauszutrennen sind. Soll beispielsweise ein standardisiertes
Rohr mit dem Durchmesser 20 mm angeschlossen werden, so ist aufgrund
der Beschriftung 58 klar, dass ausschließlich der
Außenwandbereich 57 herausgetrennt
werden muss. Soll dagegen ein Rohr mit dem Durchmesser 30 mm angeschlossen
werden, so ist zusätzlich zum
Außenwandbereich 57 auch
der Außenwandbereich 57' herauszutrennen
und des Weiteren, wie der 3 zu entnehmen,
neben den Außenwandbereichen 57 und 57' die Rohrführung 55.
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In
jedem Rohreinlass 53 sind zur Erleichterung der Einführung der
unterschiedlichen Rohrenden Rohrführungen 55, 55', 55'', 55''' vorgesehen. Wird
beispielsweise ein Rohr mit dem kleinsten Durchmesser 20 mm eingeführt, so
wird der Wandbereich 57 herausgetrennt. Das Heraustrennen
wird durch eine Wandschwächung 59 erleichtert, die
sich am Rand des kreisförmigen
Außenwandabschnittes 57 befindet.
Neben einer Wandschwächung 59 wären auch
Perforationen möglich,
wenn diese sehr schmal ausgeführt
sind und das Eindringen von Estrich nicht ermöglichen, welches nach der Installation der
Kanäle
und Rohre an die Bodendose angearbeitet wird. Ist der Wandbereich 57 herausgetrennt,
lässt sich
ein Rohr mit dem Durchmesser 20 mm in den kreisförmigen Zugang des Rohreinlasses 53 einführen. Das
Rohrende stützt
sich dabei unten auf dem Auflageflansch 51 und ansonsten
an der Rohrführung 55 ab.
Diese Rohrführung 55 umgibt
dann das Rohrende umfassend, d. h. der von vorn sichtbare kreisförmige Zugang,
der durch das Heraustrennen des Wandabschnitts 57 frei
wird, geht in eine zylinderförmige
Führung über, begrenzt
durch den Auflageflansch 51 und die Rohrführung 55.
Innerhalb dieser zylindrischen Führung
ist ein Freiraum vorgesehen, der durch den Hohlraum 56 gebildet
wird und ausreichend Platz für
die durchzuführenden
Anschlussleitungen.
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Die
einzelnen Rohrführungen 55, 55', 55'', 55''' sind ineinander
geschachtelt angeordnet, in diesem Fall konzentrisch zueinander,
d. h. jede Rohrführung 55, 55', 55'', 55''' ergibt zusammen
mit dem Auflageflansch 51 eine zylinderförmige Führung, so dass
sämtliche
Rohre der Durchmesser 20 mm, 30 mm, 40 mm, 50 mm am Boden verlegt
werden können.
Sollen neben dem vorbeschriebenen Rohr mit dem Durchmesser 20 mm
benachbart dazu in einem weiteren Rohreinlass 53 ein Rohr
mit dem Durchmesser 30 mm eingeführt
werden, so wird ein kreisförmiger
Zugang mit einem Durchmesser 30 mm benötigt. Am Rand dieses kreisförmigen Zugangs
befindet sich die Wandschwächung 59'. Dazu sind
die Außenwandabschnitte 57, 57', die die Hohlräume 56, 56' zwischen dem
Auflageflansch 51 und der Rohrführung 55' nach außen begrenzen,
herauszutrennen. Mit diesen Außenwandabschnitten 57, 57' wird auch die
Rohrführung 55,
die mit dem Außenwandabschnitt 57' verbunden ist,
entfernt. Es entsteht ein zylinderförmiger Einlass mit dem Durchmesser
30 mm. Das Rohrende des Rohres mit dem Durchmesser 30 mm kann sich
am Auflageflansch 51 und an der Rohrführung 55' abstützen.
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In
gleicher Weise kann ein Zugang für
ein Rohr mit dem Durchmesser 40 mm bzw. 50 mm geschaffen werden,
in dem für
diese kreisförmigen
Zugänge,
die durch die Wandschwächung 59'' bzw. 59''' begrenzt werden,
die entsprechenden Außenwandabschnitte 57, 57', 57'', die die Hohlräume 56, 56', 56'' zwischen dem Auflageflansch 51 und
der Rohrführung 55'' nach außen begrenzen zusammen mit
den Rohrführungen 55, 55' entfernt oder
bei Auswahl des Rohres mit dem Durchmesser 50 mm zusätzlich der
Außenwandabschnitt 57''',
der mit der Rohrführung 55'' verbunden ist und den Hohlraum 56''' nach
außen
begrenzt. Es entstehen entsprechende zylinderförmige Zugänge für die Rohrenden mit dem Durchmesser
40 mm bzw. 50 mm, die vom Auflageflansch 51 und der Rohrführung 55'' bzw. der Rohrführung 55''' begrenzt
werden.
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Es
ist möglich,
die Rohrführungen 55, 55', 55'', 55''' der Rohreinlässe 53 konzentrisch
anzuordnen. Für
Unterfluranwendungen ist jedoch die in 2 gezeigte
exzentrische Anordnung dieser Rohrführungen 55, 55', 55'', 55''' und zwar so,
dass sich sämtliche
einzuführende
Rohre am Boden abstützen können, von
Vorteil.
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Mit
Hilfe dieses neuen Adapters 50, der im Bereich einer Seitenwand 32 vor
der Öffnung,
die durch das Heraustrennen der Wandabschnitte 35 und/oder 35' entsteht, angeordnet
wird und mit Fixiermitteln 54 in dieser Position gehalten
wird. Eine Festlegung des Adapters 50 ist auch durch Einschieben
oder über
andere formschlüssige
oder kraftschlüssige
Verbindungen möglich.
Der Adapter 50 besteht vorzugsweise aus Kunststoff und
wird im Spritzguss in einem Schritt hergestellt. Bei dieser Herstellung
werden die Wandschwächungen 59, 59', 59'', 59''' entsprechend
mit eingeformt.
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Dieser
neue Adapter 50 ermöglicht
in einfacher Weise den Anschluss von standardisierten Leerrohren
unterschiedlichen Durchmessers an ein und die gleiche Öffnung der
Seitenwand 32 in der Bodendose, ohne dass unterschiedliche
Adapter für
unterschiedliche Durchmesser verwendet werden müssen. Für alle Rohre wird ein und der
gleiche Adapter eingesetzt. Erst bei der Installation vor Ort wird
entschieden, welche Außenwandabschnitte
und eventuelle Rohrführungen
für das
einzusetzende Rohr herausgetrennt werden müssen. Dies ergibt eine besonders
universell einsetzbare Bodendose und damit ein besonders universelles
Installationssystem, da an diese Bodendose sowohl rechteckförmige Kanäle als auch
Leerrohre an unterschiedlichen Seiten oder benachbart an einer Seite
anschließbar
sind. Die Vorteile dieses Installationssystems ergeben sich insbesondere
bei Unterfluranwendungen, aber auch bei sonstigen Abzweigdosen,
an die Leitungen die in Kanälen
oder Leerrohren aufgenommen und verlegt werden, angeschlossen werden
sollen.
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- 10
- Installationssystem
- 20
- Rahmen
- 21
- Winkelstück
- 22
- Einfassung
- 30
- Bodendose
- 31
- Boden
- 32
- Seitenwand
- 33
- Wandschwächung
- 34
- Bodenflansch
- 35,
35'
- heraustrennbarer
Wandbereich
- 40
- Abdeckung
- 50
- Adapter
- 51
- Auflageflansch
- 51'
- Verlängerung
- 52
- Rückwand
- 53
- Rohreinlass
- 54
- Fixiermittel
- 55,
55', 55'', 55'''
- Rohrführung
- 56,
56', 56'', 56'''
- Hohlraum
- 57,
57', 57'',57'''
- Außenwandbereich
- 58
- Beschriftung
- 59,
59', 59'', 59'''
- Wandschwächung