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Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung zur Befestigung eines Verkleidungsteils, insbesondere einer Zierleiste, an einem flächigen Trägerteil, insbesondere einem Karosserieteil eines Automobils, mit einem Verbindungselement, das in eine Öffnung im Verkleidungsteil einsetzbar und in der Öffnung festhaltbar ist, wobei die Öffnung im Verkleidungsteil einen Abschnitt mit parallelen Seitenrändern aufweist und eine größere Länge als der in die Öffnung einsetzbare Abschnitt des Verbindungselements hat und der Abschnitt des Verbindungselements in der Öffnung längsverschieblich ist und wobei das Verbindungselement ein Paar nebeneinander und in einem Abstand voneinander angeordnete, federnde Haltearme aufweist, die mit einem Ende an dem Verbindungselement befestigt und mit dem anderen freien Ende zueinander bewegbar sind, und die auf ihren voneinander abgekehrten Außenseiten Rastvorsprünge haben. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Befestigung eines Verkleidungsteils an einem Trägerteil.
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Bei einer aus
DE 27 44 294 B2 bekannten Befestigungsanordnung der angegebenen Art ist zur Befestigung einer Zierleiste mit im Wesentlichen C-förmigem Querschnitt ein Befestigungselement aus Kunststoff vorgesehen, das ein längliches Halteglied mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt und an den entgegengesetzten Enden des Halteglieds je zwei sich in entgegengesetzter Richtung erstreckende Halteschenkel hat. An den Halteschenkeln sind nockenartige Vorsprünge ausgebildet, die bei montierter Zierleiste aufgrund der Eigenfederung bzw. Rückstellkraft der Halteschenkel die Längskanten einer Zierleiste hintergreifen und dadurch die Zierleiste an dem Befestigungselement festhalten. Zur Befestigung an einem Karosserieblech weist das Befestigungselement eine Bolzenaufnahmeöffnung mit darin angeordneten Sperrelementen auf, durch die das Befestigungselement an einem T-Bolzen, der an einem Karosserieblech angeschweißt ist, festhaltbar ist. Bei dieser bekannten Befestigungsanordnung wird das Befestigungselement zunächst auf einen T-Bolzen aufgedrückt. Anschließend wird die Zierleiste durch Andrücken mit dem vormontierten Befestigungselement verbunden. Für eine andere Vorgehensweise ist das bekannte Befestigungselement nicht geeignet, da seine Längsposition in der Ausnehmung der Zierleiste nicht definiert ist und es daher schwierig ist, Bolzenaufnahmeöffnung und Bolzen bei der Montage miteinander zur Deckung zu bringen.
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Aus
EP 0 337 884 B1 ist eine Befestigungsanordnung der angegebenen Art zur Befestigung einer Zierleiste an einem Trägerteil der Karosserie eines Automobils bekannt, bei der ein Verbindungselement in eine Öffnung im Verkleidungsteil einsetzbar und in der Öffnung festhaltbar ist. Die Öffnung im Verkleidungsteil hat eine größere Länge als der in die Öffnung einsetzbare Abschnitt des Verbindungselements und der Abschnitt des Verbindungselements ist in der Öffnung längsverschieblich. Das Verbindungselement hat eine langgestreckte Öffnung, in welcher ein in die Öffnung eingesteckter Bolzen des Trägerteils festhaltbar ist. Bei der bekannten Anordnung wird erst das Verbindungselement an dem Trägerteil montiert, indem der Bolzen des Trägerteils in die Öffnung des Verbindungselements eingesteckt und anschließend durch Verschieben des Verbindungselements gegenüber dem Trägerteil das Trägerteil an dem Bolzen befestigt wird. Danach wird das Verkleidungsteil so auf das Verbindungselement aufgesetzt, dass am Verbindungselement angeordnete Klemmzungen mit Rastvorsprüngen in die Öffnung des Verkleidungsteils einrasten und das Verkleidungsteil am Trägerteil festhalten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsanordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der das Verbindungselement vor dem Verbinden mit dem Trägerteil in einer definierten Stellung mit dem Verkleidungsteil verbindbar und durch eine Haltekraft in der definierten Stellung festhaltbar ist und bei der das Verkleidungsteil nach dem Verbinden mit dem Trägerteil durch Überwindung der Haltekraft an dem Verbindungselement begrenzt verschiebbar ist.
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Zur Lösung der Aufgabe ist bei der gattungsgemäßen Befestigungsanordnung nach der Erfindung vorgesehen, dass die Öffnung des Verkleidungsteils einen Abschnitt mit parallelen Seitenrändern und einen sich daran anschließenden Endabschnitt mit divergierenden Seitenrändern aufweist und dass die Außenseiten der Haltearme des Verbindungselements in einem Winkel zueinander angeordnet sind, der sich in Richtung der freien Enden der Haltearme öffnet und dass durch Eingreifen der Haltearme in den Endabschnitt das Verbindungselement in einer definierten Lage in der Öffnung des Verkleidungsteils festhaltbar ist.
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Bei der Befestigungsanordnung nach der Erfindung kann das Verbindungselement in einer durch den Endabschnitt mit divergierenden Seitenrändern festgelegten Position mit dem Verkleidungsteil verbunden werden, wobei die Haltearme des Verbindungselements aufgrund ihrer Winkelstellung bestrebt sind, das Verbindungselement in dieser Position zu halten. Nach der Montage des Verbindungselements an dem Trägerteil kann das Verkleidungsteil in Längsrichtung gegenüber dem Verbindungselement verschoben werden, wobei die Haltearme in den Abschnitt mit parallelen Seitenrändern der Öffnung im Verkleidungsteil gelangen und dabei gegen den bestehenden Verformungswiderstand zusammengedrückt werden. Durch die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung ist es möglich, das Verkleidungsteil mit dem daran befestigten Verbindungselement gegenüber dem Trägerteil exakt in der Stellung zu positionieren, in der das Verbindungselement mit dem Trägerteil verbunden werden kann. Anschließend kann das Verkleidungsteil gegenüber Verbindungselement und Trägerteil verschoben werden, um beispielsweise Fertigungstoleranzen auszugleichen.
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Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Verbindungselement zwei Paare Haltearme aufweist, die auf entgegengesetzten Seiten des Verbindungselements befestigt sind und sich in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Vorzugsweise sind die Haltearme beider Paare in einem Winkel zueinander angeordnet, so dass das Verbindungselement symmetrisch ist, wodurch die Montage erleichtert wird. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Haltearme eines Paares parallel zueinander ausgerichtet sind, damit dieses Paar leichter in den Abschnitt mit parallelen Seitenrändern der Öffnung hineingedrückt werden kann.
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Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, dass jeder Haltearm auf seiner der Öffnung des Verkleidungsteils zugeordneten Einsteckseite eine zur Einsteckrichtung geneigte Gleitfläche hat, die sich von dem Rastvorsprung bis zum gegenüberliegenden Seitenrand des Haltearms erstreckt. Hierdurch ergibt sich eine relativ große Breite der Gleitfläche, an der der Rand der Öffnung beim Einsetzen des Verbindungselements entlanggleitet, wodurch das Einführen des Verbindungselements in die Öffnung des Verkleidungsteils einfacher wird. Es kann außerdem vorgesehen sein, dass die Breite der geneigten Gleitfläche in Richtung auf das freie Ende des Haltearms zunimmt. Dies ist besonders vorteilhaft bei den Haltearmen, die für das Einführen in den Endabschnitt der Öffnung mit divergierenden Seitenrändern bestimmt sind.
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Die Befestigung des Verbindungselements an dem Trägerteil kann unter Anwendung verschiedener bekannter Fügetechniken erfolgen. Eine bevorzugte Ausgestaltung der Befestigungsanordnung sieht vor, dass das Verbindungselement eine Öffnung mit darin angeordneten, federnden Sperrelementen hat, durch welche ein in die Öffnung eingesteckter Bolzen des Trägerteils festhaltbar ist. Der Bolzen kann durch Schweißen an dem Trägerteil angebracht sein. Eine Befestigungsöffnung im Trägerteil wird dadurch vermieden.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Öffnung im Verbindungselement auf zwei gegenüberliegenden Seiten von parallelen Federschenkeln begrenzt ist, an denen die Sperrelemente angeordnet sind. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Öffnung des Verkleidungsteils einen breiteren Ausweichbereich, in den die Federschenkel bei der Montage des Bolzens seitlich ausweichen können, und einen engeren Sperrbereich hat, der das seitliche Ausweichen der Federschenkel verhindert. Durch Verschieben des Verbindungselements in den Sperrbereich der Öffnung kann somit ein Lösen des Verbindungselements von einem in die Öffnung eingesetzten Bolzen erschwert oder verhindert werden.
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Das Verbindungselement kann weiterhin federnde Arme haben, die an dem Trägerteil abstützbar sind und eine spielfreie Halterung des Verbindungselements an dem Trägerteil gewährleisten, Vorzugsweise sind die federnden Arme zwischen den Haltearmen des Verbindungselements angeordnet.
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Vorteilhafte Verfahren zur Montage der Befestigungsanordnung nach der Erfindung sind in den Ansprüchen 13 und 14 angegeben.
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Ein Verfahren zur Befestigung eines Verkleidungsteils an einem flächigen Trägerteil umfasst nach der Erfindung ein Verbindungselement, das in eine Öffnung im Verkleidungsteil einsetzbar und in der Öffnung festhaltbar ist, wobei die Öffnung im Verkleidungsteil eine größere Länge als der in die Öffnung einsetzbare Abschnitt des Verbindungselements hat und der Abschnitt des Verbindungselements in der Öffnung längsverschieblich ist, wobei das Verbindungselement eine Öffnung mit darin angeordneten, federnden Sperrelementen hat, durch welche ein in die Öffnung eingesteckter Bolzen des Trägerteils festhaltbar ist und die Öffnung im Verbindungselement auf zwei gegenüberliegenden Seiten von Federschenkeln begrenzt ist, an denen die Sperrelemente angeordnet sind und wobei die Öffnung des Verkleidungsteils einen breiteren Ausweichbereich, in den die Federschenkel bei der Montage des Bolzens seitlich ausweichen können, und einen engeren Sperrbereich hat, der das seitliche Ausweichen der Federschenkel verhindert, wobei in einem ersten Schritt das Verbindungselement in die Öffnung des Verkleidungsteils so eingesetzt wird, dass das Verbindungselement durch an federnden Haltearmen angeordnete Rastvorsprüngen in einer definierten Lage in der Öffnung des Verkleidungsteils gehalten wird, in der die Federschenkel in den breiteren Ausweichbereich ausweichen können, dass danach die Einheit aus Verkleidungsteil und Verbindungselement an dem Trägerteil so montiert wird, dass der Bolzen des Trägerteils in die Sperrelemente in der Öffnung des Verbindungselements einrastet und dass anschließend das Verkleidungsteil gegenüber dem Verbindungselement derart verschoben wird, dass die Federschenkel in den Sperrbereich der Öffnung des Verkleidungsteils gelangen, in der sie gegen seitliches Ausweichen verriegelt sind.
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Ein weiteres Verfahren zur Befestigung eines Verkleidungsteils an einem flächigen Trägerteil nach der Erfindung umfasst ein Verbindungselement, das in eine Öffnung im Verkleidungsteil einsetzbar und in der Öffnung festhaltbar ist, wobei die Öffnung im Verkleidungsteil eine größere Länge als der in die Öffnung einsetzbare Abschnitt des Verbindungselements hat und der Abschnitt des Verbindungselements in der Öffnung längsverschieblich ist, wobei das Verbindungselement eine Öffnung mit darin angeordneten, federnden Sperrelementen hat, durch welche ein in die Öffnung eingesteckter Bolzen des Trägerteils festhaltbar ist und die Öffnung im Verbindungselement auf zwei gegenüberliegenden Seiten von Federschenkeln begrenzt ist, an denen die Sperrelemente angeordnet sind und wobei die Öffnung des Verkleidungsteils einen breiteren Ausweichbereich, in den die Federschenkel bei der Montage des Bolzens seitlich ausweichen können, und einen engeren Sperrbereich hat, der das seitliche Ausweichen der Federschenkel verhindert, wobei in einem ersten Schritt das Verbindungselement an dem Trägerteil so montiert wird, dass der Bolzen des Trägerteils in die Sperrelemente in der Öffnung des Verkleidungsteils einrastet, dass danach das Verkleidungsteil an dem Verbindungselement befestigt wird, indem das Verbindungselement in die Öffnung des Verkleidungsteils eingesetzt und mittels an federnden Haltearmen angeordneten Rastvorsprüngen an dem Verkleidungsteil festgehalten wird und dass anschließend das Verkleidungsteil gegenüber dem Verbindungselement derart verschoben wird, dass die Federschenkel in den Sperrbereich der Öffnung des Verkleidungsteils gelangen, in der sie gegen seitliches Ausweichen verriegelt sind.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen
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1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Verbindungselements nach der Erfindung,
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2 eine Ansicht der Einsteckseite des Verbindungselements gemäß 1,
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3 eine Seitenansicht des Verbindungselements gemäß 1,
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4 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Verbindungselements nach der Erfindung,
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5 eine Ansicht der Einsteckseite des Verbindungselements gemäß 4,
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6 eine Seitenansicht des Verbindungselements gemäß 4,
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7 ein Verkleidungsteil mit einer Öffnung zur Aufnahme eines Verbindungselements nach der Erfindung,
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8 das Verkleidungsteil gemäß 7 mit einem Verbindungselement gemäß 1 nach der Montage,
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9 eine Befestigungsanordnung nach der Erfindung in einer ersten Montagestellung und
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10 die Befestigungsanordnung gemäß 9 in einer zweiten Montagestellung.
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Das in den 1 bis 3 dargestellte Verbindungselement 1 hat ein Mittelteil 2 in Form eines rechteckigen Rahmens, der aus zwei langen, sich in einer Längsrichtung erstreckenden Federschenkeln 3 und zwei die Enden der Federschenkel 3 miteinander verbindenden, kurzen Schenkeln 4 gebildet ist. Die Enden der Schenkel 4 ragen nach außen über die Befestigungsstellen der Federschenkel 3 hinaus und sind an ihren Stirnseiten mit Einführschrägen 5, Führungsflächen 6 und vorspringenden Anschlagnocken 7 versehen. In der Mitte zwischen den Federschenkeln 3 sind an den Schenkeln 4 zu den Federschenkeln 3 parallele Rippen 8 befestigt, die an einer im Zentrum des Mitteilteils 2 zwischen den Federschenkeln 3 vorgesehenen Öffnung 9 zur Aufnahme eines Bolzens enden. Die Federschenkel 3 weisen auf ihren der Öffnung 9 zugekehrten Seiten Ausnehmungen 10 in Form eines Kreisringabschnitts auf, die zur Aufnahme eines kreisscheibenförmigen Bolzenkopfes dienen. Auf den der Öffnung 9 abgekehrten Außenseiten sind an den Federschenkeln 3 nach außen vorspringende, gekrümmte Rippen 11 ausgebildet. Die gekrümmten Außenflächen der Rippen 11 liegen auf einem gemeinsamen Kreisbogen.
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An jedem der Schenkel 4 ist auf der den Federnschenkeln 3 entgegengesetzten Seite ein Paar im Abstand voneinander angeordneter Haltearme 12, 13 angeordnet, die sich in Längsrichtung des Verbindungselements 1 erstrecken. Die Haltearme 12, 13 sind jeweils durch ein Biegegelenk 14 mit den Schenkeln 4 verbunden. Jeder Haltearm 12, 13 hat ein im Wesentlichen T-förmiges Querschnittsprofil mit einem Querbalken, der eine auf der Einsteckseite des Haltearms 12, 13 liegende Gleitfläche 15 bildet. Der Querbalken ist außerdem zur Einsteckrichtung derart geneigt, dass die innen liegende Längskante der Gleitfläche 15 in Einsteckrichtung vorsteht und die Gleitfläche 15 nach außen entgegen der Einsteckrichtung abfällt. Vorzugsweise beträgt die Neigung der Gleitflächen 15 zur Einsteckrichtung etwa 45°. Die Haltearme 12 sind in einem solchen Winkel zueinander angeordnet, dass sich ihr Abstand mit zunehmender Entfernung von dem angrenzenden Schenkel 4 vergrößert. Vorzugsweise beträgt der von den Haltearmen 12 eingeschlossene Winkel etwa 20°. Die Haltearme 13 sind dagegen parallel zueinander ausgerichtet. Auf der Außenseite der Haltearme 12, 13 bildet der Querbalken einen Rastvorsprung 16, mit dem sich das eingesetzte Verbindungselement 1 an dem Verkleidungsteil abstützt. Der Längsbalken des T-förmigen Profils der Haltearme 12, 13 bildet mit seiner Außenseite eine Abstützung für den Innenrand einer das Verbindungselement aufnehmenden Öffnung eines Verkleidungsteils.
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An den Schenkeln 4 des Mittelteils 2 sind in der Mitte zwischen den Haltearmen 12, 13 federnde Arme 19 angeformt, deren Enden über die der Einsteckseite abgekehrte Anlagefläche des Mitteilteils 2 hinausragen. Die Arme 19 dienen zur federnden Abstützung des Verbindungselements 1 an einem flächigen Trägerteil.
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Die 4 bis 6 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Verbindungselements 201 mit einem Mittelteil 202, das hier als rechteckiger, starrer Rahmen ausgebildet ist. Der Rahmen umschließt eine Öffnung 209 in der an den gegenüberliegenden Schmalseiten Sperrfinger 220 ausgebildet sind, die dazu bestimmt sind, den Kopf oder einen Rücksprung eines in die Öffnung 209 eingesteckten Bolzens zu hintergreifen und dadurch den Bolzen in der Öffnung festzuhalten.
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Wie bei dem Verbindungselement 1 sind auch bei dem Verbindungselement 201 an der Außenseite der kürzeren Schenkel 204 des Rahmens jeweils ein Paar Haltearme 212, 213 mit Biegegelenken 214 angeformt. Im Unterschied zu dem Verbindungselement 1 sind hierbei die Haltearme 213 nicht parallel zueinander, sondern ebenso wie die Haltearme 212 in einem sich nach außen öffnenden Winkel zueinander angeordnet. Die Haltearme 212, 213 haben ein im Wesentlichen T-förmiges Querschnittsprofil mit einem Querbalken, der eine auf der Einsteckseite liegende Gleitfläche 215 bildet. Der Querbalken ist außerdem zur Einsteckrichtung derart geneigt, dass die Gleitfläche 215 nach außen entgegen der Einsteckrichtung abfällt. Weiterhin nimmt die Breite der Querschenkel der Haltearme 212, 213 und die Breite ihrer Gleitflächen 215 in Richtung der freien Enden der Haltearme 212, 213 zu. An den Schenkeln 204 des Mittelteils 202 sind außerdem zwischen den Haltearmen 212, 213 federnde Arme 219 vorgesehen.
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An den sich in Längsrichtung des Verbindungselements 201 erstreckenden Schenkeln 203 des Mittelteils 202 sind nach außen vorspringende Rippen 207 ausgebildet, die analog zu den Anschlagnocken 7 die Einstecktiefe des Verbindungselements 201 begrenzen. Die Funktion der Führungsflächen 6 des Verbindungselements 1 erfüllen bei dem Verbindungselement 201 die Außenflächen 206 der Schenkel 203.
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7 zeigt einen rechteckigen Ausschnitt eines plattenförmigen Verkleidungsteils 30, das zur Befestigung an einem Träger mit Hilfe eines oben beschriebenen Verbindungselements ausgebildet ist. Das Verkleidungsteil 30 weist eine rechteckige Öffnung 31 mit parallelen Seitenrändern 32 und Querrändern 33 auf. Etwa in der Mitte ist die Öffnung 31 durch einander gegenüberliegende, rechteckige Ausnehmungen 34 in den Seitenrändern 32 verbreitert. Weiterhin ist an einem Ende 35 die Öffnung mit einer trapezförmigen Verbreiterung versehen. Durch die Verbreiterung sind als Endabschnitte der Seitenränder 32 Seitenränder 36 gebildet, die in Richtung des benachbarten Querrands 33 auseinander laufen.
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In die Öffnung 31 des Verkleidungsteils 30 wird, wie in 8 gezeigt, das Verbindungselement 1 so eingesetzt, dass die divergierenden Haltearme 12 in die divergierenden Seitenränder 36 und die parallelen Haltearme 13 in die parallelen Seitenränder 32 eingreifen. Das Einsetzen erfolgt bei der in 8 gewählten Darstellung durch Niederdrücken des Verkleidungsteils 30 auf das auf einer Unterlage abgestützte Verbindungselement 1. Bei diesem Vorgang gelangen die Seitenränder 32 und die Seitenränder 36 in Kontakt mit den geneigten Gleitflächen 15, wodurch die Haltearme 12, 13 paarweise so weit zusammengedrückt werden, dass sie in die Öffnung 31 eindringen können. Sobald die Seitenränder 32 und Seitenränder 36 über die Rastvorsprünge 16 der Haltearme 12, 13 hinweggeglitten sind, federn die Haltearme 12, 13 in ihre Ausgangslange zurück und nehmen die in 8 gezeigte Stellung ein. In dieser Stellung liegt das Verkleidungsteil 30 auf den Anschlagnocken 7 des Verbindungselements 1 auf, und durch das Zusammenwirken der parallelen Seitenränder 32 und der Führungsflächen 6 wird das Verbindungselement 1 in der Öffnung 31 zentriert. Die Rastvorsprünge 16 übergreifen das Verkleidungsteil 30 auf der Oberseite und halten dadurch das Verbindungselement 1 an dem Verkleidungsteil 30 fest. Die Ausnehmungen 34 der Öffnung 31 liegen den Rippen 11 gegenüber und sorgen dadurch für genügend Freiraum, damit die Federschenkel 3 zum Einführen eines Bolzens seitlich ausfedern können.
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Im nächsten Montageschritt wird die vormontierte Einheit aus Verkleidungsteil 30 und Verbindungselement 1 an einem Trägerteil 40 befestigt, das mit einem daran angebrachten oder angeformten Bolzen 41 versehen ist. Hierzu wird, wie in 9 gezeigt, das Verbindungselement 1 mit seiner Öffnung 9 auf dem Bolzen 41 aufgedrückt, wobei die Federschenkel 3 von dem Bolzenkopf auseinander gespreizt werden und dann in die 9 gezeigte Einbaulage zurückfedern, in der der Bolzenkopf in die Ausnehmungen 10 auf der Innenseite der Federschenkel 3 einrastet. Die federnden Arme 19 des Verbindungselements 1 stützen sich mit. ihren freien Enden an dem Trägerteil 40 ab und halten die Schultern der Ausnehmungen 10 mit der Unterseite des Bolzenkopfes in Eingriff. Die Rippen 8 liegen außen an dem Kopf des Bolzens 41 an, so dass das Verbindungselement 1 in Längsrichtung fest an dem Kopf des Bolzens 41 abgestützt ist. Bei diesem Montageschritt ist das Verbindungselement 1 durch die divergierenden Haltearme 12 in axialer Richtung in der Öffnung 31 fixiert, so dass das Verbindungselement 1 mit Hilfe des Verkleidungsteils 30 zum Bolzen 41 ausgerichtet und dann an das Trägerteil 40 angedrückt werden kann. Dies ist vor allem wichtig, weil bei vielen Anwendungen das Verbindungselement bei der Montage durch das Verkleidungsteil 30 verdeckt ist, so dass die Positionierung und Montage nur über das Verkleidungsteil 30 erfolgen kann.
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Nach der Befestigung des Verbindungselements 1 an dem Trägerteil 40 kann das Verkleidungsteil 30 wie in 10 gezeigt in Längsrichtung der Öffnung 31 entgegen der Haltekraft der Haltearme 12 relativ zum Verbindungselement 1 verschoben werden. Bei diesem Vorgang wird das Verkleidungsteil 30 an den Führungsflächen 6 des Verbindungselements 1 geführt. Die Haltearme 12 werden von den Seitenrändern 36 zusammengedrückt und in den Bereich der Seitenränder 32 geschoben. Weiterhin gelangen die Rippen 11 an den Federschenkeln 3 aus dem Bereich der Ausnehmungen 34 und zwischen die daran angrenzenden Seitenränder 32, so dass ein Ausfedern der Federschenkel 3 durch die Seitenränder 32 verhindert wird. Die Befestigung des Verbindungselements 1 an dem Trägerteil 40 ist hierdurch formschlüssig verriegelt und kann daher auch quer zur Öffnung 31 Haltekräfte aufnehmen, ohne dass die Gefahr des Lösens besteht.