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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein konfokales Endoskopsystem, das
im Stande ist, durch ein konfokales optisches System ein Beobachtungsbild zu
erfassen.
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Es
wurden Einrichtungen zu medizinischen Diagnosezwecken vorgeschlagen,
die ausgebildet sind, einem Beobachtungsbild eine Skaleninformation
zur Vermessung eines Objektes zu überlagern. Eine solche Einrichtung
ist mit einer Sonde ausgestattet, die in eine Körperkavität eines Objektes einzuführen ist,
um das Beobachtungsbild zu erhalten. Beispielsweise offenbart die
Japanische Patentveröffentlichung
3396165 (im Folgenden als
JP
3396165 bezeichnet) eine Ultraschall-Diagnoseeinrichtung, die
im Stande ist, eine Skala einem Bild zu überlagern, das anhand von an
einer Körperkavität reflektierten
Ultraschallwellen erzeugt wird.
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Kürzlich wurde
ein konfokales Endoskopsystem mit einem konfokalen optischen System
vorgeschlagen, das im Stande ist, ein Beobachtungsbild mit einer
Auflösung
und einem Skalenfaktor zu erzeugen, die höher als diejenigen eines Beobachtungsbildes
sind, das durch ein der normalen Beobachtung dienendes optisches
System erzeugt wird. Insbesondere ist dieses konfokale Endoskopsystem ausgebildet,
Gewebe in einer Körperkavität zu beleuchten,
nur einen durch eine Lochblende (Pinhole), die in einer zu einem
Brennpunkt des konfokalen optischen Systems konjugierten Position
angeordnet ist, tretenden Teil des Lichtes zu empfangen und ein Bild
auf Grundlage eines Signals zu erzeugen, dessen Amplitude der Intensität des durch
die Lochblende empfangenen Lichtes entspricht.
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Zudem
ist das konfokale Endoskopsystem im Stande, den Brennpunkt um eine
winzige Strecke in Richtung einer optischen Achse (d.h. in Richtung der
Tiefe eines beobachteten Bereichs) zu verschieben, so dass eine
Beobachtung von Gewebe in einer Tiefe möglich ist, die von der Oberfläche des
Gewebes bis zu 250 μm
reicht. Es besteht ein Bedarf an einer dreidimensionalen Darstellung
eines Bildes des Gewebes innerhalb des beleuchteten Bereichs durch Kombinieren
mehrerer Bilder, die man durch Verschieben des Brennpunktes in Richtung
der Tiefe des Gewebes erhält.
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Um
das konfokale Endoskopsystem dem praktischen Gebrauch zuzuführen, verfügt es vorzugsweise über eine
Funktion zur präzisen
Messung der Größe des Gewebes,
das einen als geschädigt vermuteten
Bereich beinhaltet, und eine Funktion zur Erzeugung eines Querschnittbildes
des Gewebes längs
der Tiefenrichtung des Gewebes, um es einem Bediener zu ermöglichen,
den geschädigten
Bereich in dem Beobachtungsbild schnell und präzise zu lokalisieren.
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Die
in der
JP 3396165 offenbarte
Ausgestaltung kann nur auf die speziell ausgestattete Ultraschall-Diagnoseeinrichtung
angewandt werden. Sie kann deshalb nicht auf das konfokale Endoskopsystem
angewandt werden, das im Stande ist, ein Beobachtungsbild mit einer
hohen Auflösung
und einem hohen Skalenfaktor zu erzeugen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist dahingehend von Vorteil, dass sie ein
konfokales Endoskopsystem bereitstellt, das im Stande ist, eine
Skaleninformation zur Vermessung eines Objektes einem Beobachtungsbild
derart zu überlagern,
dass eine Anzeigebedingung der Skaleninformation einem Anzeigemodus des
Beobachtungsbildes angepasst ist.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist ein konfokales Endoskopsystem vorgesehen,
das ausgestattet ist mit einem elektronischen Endoskop, das eine
konfokale optische Einheit aufweist, die ausgebildet ist, Beleuchtungslicht
auf ein Objekt auszusenden und nur Licht von einem bestimmten Punkt
des Objektes zu empfangen, und mit einem Prozessor, dem das von
der konfokalen optischen Einheit empfangene Licht zugeführt wird.
Der Prozessor ist ausgestattet mit einer Bildverarbeitungseinheit,
die auf Grundlage des von der konfokalen optischen Einheit übertragenen
Lichtes Bilddaten erzeugt, die ein Bild des Objektes darstellen,
und mit einer Messinformations-Überlagerungseinheit,
die Mischbilddaten erzeugt, die ein Mischbild darstellen, das erzeugt
wird, indem eine Messinformation zur Messung des Objektes dem von
der Bildverarbeitungseinheit erzeugten Bild überlagert wird. Die Messinformations-Überlagerungseinheit
legt eine Anzeigebedingung für
die Messinformation in dem Mischbild gemäß einem Abbildungsbereich der
konfokalen optischen Einheit fest.
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Mit
dieser Ausgestaltung ist es möglich,
die Messinformation, die einem hochqualitativen Objektbild angepasst
ist, auf dem von der Bildverarbeitungseinheit erzeugten Bild des
Objektes anzuzeigen.
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In
mindestens einer Ausgestaltung wird die Anzeigebedingung für die Messinformation
auf Grundlage der Vergrößerung der
konfokalen optischen Einheit und einer Bildhöhe auf einer Abbildungsfläche der
konfokalen optischen Einheit festgelegt.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das elektronische Endoskop
ferner eine Antriebseinheit, die die konfokale optische Einheit
in Richtung einer optischen Achse der konfokalen optischen Einheit
bewegt; und eine Verstellgrößen-Erfassungseinheit,
die eine Verstellgröße der konfokalen
optischen Einheit erfasst. Die Bildverarbeitungseinheit enthält eine
zur Erzeugung eines dreidimensionalen Bildes bestimmte Einheit,
die Bilddaten, die ein dreidimensionales Bild des Objektes darstellen,
auf Grundlage von Bilddaten erzeugt, die zweidimensionale Bilder darstellen,
die auf Grundlage des von der konfokalen optischen Einheit übertragenen
Lichtes und auf Grundlage von Erfassungsergebnissen der Verstellgrößen-Erfassungseinheit
erzeugt werden.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das konfokale Endoskopsystem
eine Tiefeneinstelleinheit, die ausgebildet ist, eine die Größe des dreidimensionalen
Bildes in Tiefenrichtung definierende Tiefe einzustellen. In diesem
Fall erzeugt die zur Erzeugung des dreidimensionalen Bil des bestimmte Einheit
die das dreidimensionale Bild darstellenden Bilddaten so, dass das
dreidimensionale Bild die durch die Tiefeneinstelleinheit eingestellte
Tiefe hat.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das konfokale Endoskopsystem
eine Schnittbilderzeugungseinheit, die auf Grundlage des dreidimensionalen
Bildes, das durch die zur Erzeugung des dreidimensionalen Bildes
bestimmte Einheit erzeugt wird, Bilddaten, die ein Querschnittsbild
des Objektes darstellen.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst die Bildverarbeitungseinheit
eine Schnittbild-Lageneinstelleinheit, die die Lage des Querschnittsbildes einstellt,
das durch die Querschnittbilderzeugungseinheit zu erzeugen ist.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst der Prozessor ferner eine
Ausgabesteuereinheit, die in eine Bildübertragung zwischen der Bildverarbeitungseinheit
und der Messinformations-Überlagerungseinheit
eingreift, um selektiv Bilddaten eines der in der Bildverarbeitungseinheit
erzeugten Bilder zu senden.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das konfokale Endoskopsystem
ferner eine Bildauswahleinheit, die ausgebildet ist, ein von der
Ausgabesteuereinheit auszuwählendes
Bild zu bestimmen.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das konfokale Endoskopsystem
ferner eine Skalenanzeige-Einstelleinheit, die ausgebildet ist,
ein Steuersignal zu übertragen,
das angibt, ob die Messinformation dem von der Bildverarbeitungseinheit
erzeugten Bild überlagert
werden soll. In diesem Fall sendet die Ausgabesteuereinheit die
von der Bildverarbeitungseinheit erzeugten Bilddaten an die Messinformations-Überlagerungseinheit,
wenn das aus der Skalenanzeige-Einstelleinheit stammende Steuersignal
angibt, dass die Messinformation überlagert werden soll, und
sendet die von der Bildverarbeitungseinheit erzeugten Bilddaten
direkt an eine Anzeigevorrichtung, ohne die von der Bildverarbeitungseinheit
erzeugten Bilddaten an die Messinformations-Überlagerungseinheit zu senden,
wenn das aus der Skalenanzeige-Einstelleinheit stammende Steuersignal
angibt, dass die Messinformation nicht überlagert werden soll.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst der Prozessor eine Zoomeinheit,
die die von der Messinformations-Überlagerungseinheit erzeugten Mischbilddaten
einem digitalen Zoomprozess unterzieht und die dem digitalen Zoomprozess
unterzogenen Mischbilddaten ausgibt.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das konfokale Endoskopsystem
ferner eine Zoomfaktor-Einstelleinheit, die ausgebildet ist, einen Zoomfaktor
einzustellen, der von der Zoomeinheit in dem digitalen Zoomprozess
zu verwenden ist.
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In
mindestens einer Ausgestaltung stellt die Messinformation eine Maßeinheit
dar, die dem Zoomfaktor angepasst ist, mit dem das Mischbild von der
Zoomeinheit skaliert wird.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das konfokale Endoskopsystem
ferner eine Verstellgrößen-Einstelleinheit,
die ausgebildet ist, eine Verstellgröße der konfokalen optischen
Einheit einzustellen. In diesem Fall bewegt die Antriebseinheit
die konfokale optische Einheit um die von der Verstellgrößen-Einstelleinheit
eingestellte Verstellgröße.
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In
mindestens einer Ausgestaltung umfasst das konfokale Endoskopsystem
ferner eine Messinformations-Einstelleinheit, die ausgebildet ist,
es dem Bediener zu ermöglichen,
Einstellungen einzugeben, die eine Anzeigeart der Messinformation
in dem Mischbild betreffen. In diesem Fall überlagert die Messinformations-Überlagerungseinheit
die Messinformation dem von der Bildverarbeitungseinheit erzeugten
Bild so, dass die Messinformation in dem Mischbild entsprechend
den Einstellungen dargestellt wird, die über die Messinformations-Einstelleinheit
eingegeben werden.
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In
mindestens einer Ausgestaltung beinhaltet die Messinformation Skalendaten,
die eine Skala zur Messung des Objektes darstellen.
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In
mindestens einer Ausgestaltung weist die Skala mehrere Arten von
Skalenmarken auf, die verschiedene Maßeinheiten anzeigen, wobei
diese mehreren Arten von Skalenmarken verschiedene Längen und
Dicken aufweisen.
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In
mindestens einer Ausgestaltung beinhaltet die Messinformation Rasterdaten,
die ein Raster zur Vermessung des Objektes darstellen.
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In
mindestens einer Ausgestaltung beinhaltet die Messinformation Skalendaten,
die zumindest eine Skala zur Vermessung des Objektes darstel len. In
diesem Fall beinhalten die über
die Messinformations-Einstelleinheit eingegebenen Einstellungen
mindestens eine von mehreren Einstellungen, nämlich Einstellungen, die die
Zahl an in dem Mischbild vorzusehenden Skalen betreffen, Einstellungen,
die die Bewegung der mindestens einen Skala betreffen, und Einstellungen,
die eine Drehung der mindestens einen Skala betreffen.
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In
mindestens einer Ausgestaltung sendet die konfokale optische Einheit
Laserlicht aus und empfängt
nur Fluoreszenzstrahlung, die in dem bestimmten Punkt des Objektes
erzeugt wird.
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In
mindestens einer Ausgestaltung ist die konfokale optische Einheit
eine konfokale optische Einheit vom Abtasttyp, die ausgebildet ist,
das Beleuchtungslicht relativ zu dem Objekt in zwei Dimensionen
zu bewegen.
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Kurzbeschreibung
der beigefügten
Zeichnungen
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1 ist
ein Blockdiagramm eines konfokalen Endoskopsystems nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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2 ist
ein Querschnitt durch einen Teil eines Einführrohrs, wobei dieser Querschnitt
den inneren Aufbau eines Kopfteils des Einführrohrs zeigt.
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3 ist
ein Blockdiagramm, das in dem konfokalen Endoskopsystem implementiert
ist.
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4A ist
ein Beispiel für
ein zweidimensionales Bild, dem durch einen Skalenanzeigeprozess eine
Skaleninformation überlagert
ist.
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4B zeigt
ein durch einen digitalen Zoomprozess maßstäblich vergrößertes Bild eines in 4A gezeigten
Objektes.
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5 ist
ein Beispiel für
ein dreidimensionales Bild, dem durch den Skalenanzeigeprozess eine Skaleninformation überlagert
ist.
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6 zeigt
ein Beispiel für
ein Querschnittbild, dem durch den Skalenanzeigeprozess eine Skaleninformation überlagert
ist.
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Detaillierte
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
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Im
Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
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1 ist
ein Blockdiagramm eines konfokalen Endoskopsystems 500 nach
einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Das konfokale Endoskopsystem 500 umfasst
ein elektronisches Endoskop 100, einen Prozessor 200,
an den das elektronische Endoskop 100 angeschlossen ist,
einen Prozessor 300, an den das elektronische Endoskop 100 angeschlossen
ist, und Monitore 200M und 300M, die an den Prozessoren 200 bzw. 300 angeschlossen
sind. Das elektronische Endoskop 100 hat ein flexibles
Einführrohr 10,
das in eine Körperkavität einzuführen ist
und im Stande ist, ein Bild von Gewebe in der Körperkavität aufzunehmen.
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Das
elektronische Endoskop 100 verfügt über eine Funktion zur Normalbeobachtung,
bei der unter Verwendung einer Festkörper-Bilderfassungsvorrichtung,
z.B. einem CCD, ein Bild des Gewebes aufgenommen wird, und über eine
Funktion zur Konfokalbeobachtung, bei der unter Verwendung eines konfokalen
optischen Systems ein Bild des Inneren des Gewebes erhalten wird.
Das elektronische Endoskop 100 umfasst ein Einführrohr 10,
einen Kopfteil 11, eine Instrumenteneinführöffnung 12,
in die ein Behandlungsinstrument, z.B. eine Pinzette, eingeführt wird,
eine Halteeinheit 13, die ein Bediener zum Betätigen des
elektronischen Endoskops 100 hält, eine Bedieneinheit 14,
an der verschiedene Arten von Tasten und Hebeln vorgesehen sind, über die
der Bediener das elektronische Endoskop 100 betätigen kann,
sowie Kabel 15 und 16, die an die Prozessoren 200 bzw. 300 anzuschließen sind.
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Der
Prozessor 200 wird zur Konfokalbeobachtung verwendet. Wie
in 1 gezeigt, enthält der Prozessor 200 eine
Bildverarbeitungseinheit 210, eine Lichtquelle 220 und
eine Bedieneinheit 230. Die Bedieneinheit 230 enthält beispielsweise
verschiedene Arten von Tasten oder eine externe Eingabevorrichtung
wie eine Tastatur und eine Maus. Der Prozessor 300 wird
zur Normalbeobachtung verwendet.
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2 ist
ein Querschnitt durch einen Teil des Einführrohrs 10 und zeigt
den inneren Aufbau des Kopfteils 11 des Einführrohrs 10.
Der Kopfteil 11 enthält
eine Normalbeobachtungseinheit 90 und eine konfokale optische
Einheit 50. Die konfokale optische Einheit 50 enthält eine
Einmoden-Lichtleitfaser
(im Folgenden einfach als Lichtleitfaser bezeichnet) 20, ein
optisches Objektivsystem 30, ein Deckglas 31,
piezoelektrische Elemente 40A und 40B sowie ein
Antriebselement 40C. Die Lichtleitfaser 20, das
optische Objektivsystem 30, das Deckblatt 31,
die piezoelektrischen Ele mente 40A und 40B sind
in einer zylindrischen Fassung 61 gehalten. Die Fassung 61 ist
in einem zylindrischen Metallrohr 63, dessen Durchmesser
geringfügig
größer als
der der Fassung 61 ist, so gehalten, dass sie in dem Metallrohr 63 verschiebbar ist.
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In 2 ist
die Richtung einer optischen Achse des optischen Objektivsystems 30 als
Richtung einer Z-Achse definiert, wobei eine X- und eine Y-Achse
senkrecht zur Z-Achse liegen und die X- und die Y-Achse, die senkrecht
zueinander liegen, eine Ebene (d.h. eine X-Y-Ebene) definieren,
die die optische Achse senkrecht schneidet.
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Die
Lichtleitfaser 20 dient als Lichtleiter, der zwischen dem
optischen Objektivsystem 30 und der Lichtquelle 220 des
Prozessors 200 angeordnet ist. Die piezoelektrischen Elemente 40A und 40B sind
in der Nähe
einer Austrittsschlifffläche 51 der
Lichtleitfaser 20 angeordnet und werden durch den piezoelektrischen
Effekt jeweils in zueinander senkrechten Richtungen in der X-Y-Ebene
verschoben. Das Antriebselement 40C legt in Abhängigkeit
von Steuersignalen, die ihm über
eine Signalleitung 40D zugeführt werden, Antriebsspannungen
an die piezoelektrischen Elemente 40A und 40B an.
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Werden
Antriebsspannungen an die piezoelektrischen Elemente 40A und 40B angelegt,
so drücken
die piezoelektrischen Elemente 40A und 40B einen
Teil der Lichtleitfaser 20 in der Nähe der Austrittsschlifffläche 21 in
Richtung der X-Achse bzw. der Y-Achse. Bei dieser Ausgestaltung
kann die Position der Austrittsschlifffläche 21 so gesteuert
werden, dass sie in der X-Y-Ebene bewegt wird. Genau genommen beschreibt
zwar die Ortskurve die Austrittsschlifffläche 21 eine gekrümmte Fläche, deren
Krümmungsmittelpunkt
mit dem Schnittpunkt der Verlängerung
eines Hauptstrahls eines aus der Austrittsschlifffläche 21 ausgesendeten
Strahlenbündels
mit der optischen Achse zusammenfällt. Die von der Austrittsschlifffläche 21 beschriebene
gekrümmte Fläche ist
dennoch im Wesentlichen gleich der X-Y-Ebene, da die Bewegungsstrecke
der Austrittsschlifffläche 21 äußerst klein
ist. Durch Steuern der Position der Austrittsschlifffläche 21 tastet
der aus der Austrittsschlifffläche 21 ausgesendete
Strahl in zwei Dimensionen über
die Oberfläche
des Gewebes S. Wie oben beschrieben, ist die konfokale optische Einheit 50 eine
konfokale optische Abtasteinheit.
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Zwischen
einer Außenwand 62 der
Fassung 61 und einer Innenwand 64 des Metallrohrs 63 sind eine
Schraubenfeder 70 und eine Formgedächtnislegierung 80 montiert.
Die Außenwand 62 und
die Innenwand 64 liegen jeweils senkrecht zur Z-Achse. Die
Formgedächtnislegierung 80 hat
die Funktion, bei Raumtemperatur durch eine äußere Kraft verformt zu werden
und bei Erwärmung
auf eine vorbestimmte Temperatur oder höher in eine eingeprägte Form
zu schrumpfen. In diesem Ausführungsbeispiel schrumpft
die Formgedächtnislegierung 80 durch
Erwärmung
in Richtung der Z-Achse. Die Schraubenfeder 70 ist in einem
Zustand, in dem sie gegenüber
ihrer natürlichen
Länge komprimiert
ist, an der Außenwand 62 und
der Innenwand 64 angebracht. In dem in 2 gezeigten
Zustand drückt
also die Schraubenfeder 70 die Fassung 61 in Richtung
des Kopfendes des Einführrohrs 10.
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Wie
oben beschrieben, schrumpft die Formgedächtnislegierung 80,
wenn sie durch eine angelegte Spannung erwärmt wird. Die Schrumpfkraft
der Formgedächtnislegierung 80 ist
so ausgelegt, dass sie größer als
die Spannkraft der Schraubenfeder 70 ist, so dass die Fassung 61 in
Richtung des proximalen Endes des Einführrohrs 10 gleitet,
wenn die Formgedächt nislegierung 80 erwärmt wird.
Gleitet die Fassung 61 in Richtung der Z-Achse, so verschiebt
sich auch der Lichtkonvergenzpunkt des optischen Objektivsystems 30 in
Richtung der Z-Achse. So ist eine Abtastung in Richtung der Z-Achse
mittels des Lichtkonvergenzpunktes möglich.
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Im
Folgenden wird ein Prozess zum Erzeugen von Beobachtungsbildern
des Gewebes S unter Verwendung des konfokalen optischen Systems 50 beschrieben.
Die Lichtleitfaser 20 leitet das von der Lichtquelle 220 ausgesendete
Licht in das Innere des elektronischen Endoskops 100, so
dass das Licht aus der Austrittsschlifffläche 21 ausgesendet
wird. Bei dieser Ausgestaltung dient die Austrittsschlifffläche 21 als
Punktlichtquelle.
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Der
aus der Austrittsschlifffläche 21 ausgesendete
Strahl tritt durch das optische Objektivsystem 30 und das
Deckblatt 31 und wird auf die Oberfläche des Gewebes S gebündelt. Wie
in 2 gezeigt, berührt
das Deckblatt 31 die Oberfläche des Gewebes S. Da der von
der Lichtquelle 220 ausgesendete Strahl (Laserstrahl) eine
als Anregungslicht fungierende Wellenlängenkomponente aufweist, kehrt
Fluoreszenzstrahlung, die durch das Anregungslicht in dem Gewebe
S erzeugt wird, zurück und
tritt dabei nacheinander durch das Deckblatt 31, das optische
Objektivsystem 30 und die Austrittsfläche.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
sind das optische Objektivsystem 30 und die Lichtleitfaser 20 so angeordnet,
dass sich die Austrittsschlifffläche 21 an einem
vorderen Brennpunkt des optischen Objektivsystems 30 befindet.
Somit gelangt nur Fluoreszenzstrahlung, die von einem Punkt auf
dem Gewebe S, der zur Austrittsschlifffläche 21 konjugiert
ist, ausgesendet wird, zur Austrittsschlifffläche 21. Bei dieser Ausgestaltung
fungiert die Austrittsschlifffläche 21 nicht
nur als Punktquelle, sondern auch als konfokale Lochblende (Pinhole),
die nur Fluoreszenzstrahlung sammelt, die von einem Lichtkonvergenzpunkt
des Strahls auf dem Gewebe S stammt. Wie oben beschrieben, bewegt
sich die Austrittsschlifffläche 21 (d.h.
die Punktquelle) durch die von dem piezoelektrischen Element 40A und 40B ausgeübte Antriebskraft
in der X-Y-Ebene. So kann in der X-Y-Ebene eine Abtastung mit dem
Lichtkonvergenzpunkt erzielt werden.
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Das
Licht (Fluoreszenzstrahlung), das in die Eintrittsschnittfläche 21 eintritt,
wird über
die Lichtleitfaser 20 zu dem Prozessor 200 geleitet.
Das zu dem Prozessor 200 zurückkehrende Licht wird beispielsweise über einen
Lichtwellenleiterkoppler von dem von der Lichtquelle 220 ausgesendeten
Licht getrennt und zu der Bildverarbeitungseinheit 210 geleitet.
Die Bildverarbeitungseinheit 210 erzeugt aus dem von der
konfokalen optischen Einheit 50 empfangenen Licht Punktbilder,
die jeweils den von der konfokalen optischen Einheit 50 abgetasteten
Lichtkonvergenzpunkten entsprechen, und erzeugt ein Vollbild (d.h.
ein Standbild), indem sie die Punktbilder in Positionen anordnet,
die den von der konfokalen optischen Einheit 50 abgetasteten
Lichtkonvergenzpunkten entsprechen.
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Das
konfokale Endoskopsystem 500 unterstützt einen Modus zur zweidimensionalen
Anzeige, in dem ein Bild des Gewebes in zwei Dimensionen angezeigt
wird, einen Modus zur dreidimensionalen Anzeige, in dem ein Bild
des Gewebes in drei Dimensionen angezeigt wird, sowie einen Modus
zur Schnittansicht, in dem ein Querschnittbild an einer Stelle angezeigt
wird, die aus dem dreidimensionalen des Gewebes ausgewählt wird.
Die Bildverarbeitungseinheit 210 führt in einem der oben genannten Anzeigemodi
auf einen Befehl hin, den der Bediener über die Bedieneinheit 230 eingibt,
eine Bildverarbeitung durch, um das verarbeitete Bild auf dem Monitor 200M anzuzeigen.
Der Bediener kann an dem Gewebe eine Diagnose vornehmen, während er
das angezeigte Bild mit einer hohen Auflösung und einem hohen Skalenfaktor
betrachtet.
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Die
Normabetrachtungseinheit 90 enthält ein optisches Objektivsystem,
durch das das Gewebe S mit aus dem Prozessor 300 stammendem
Weißlicht beleuchtet
wird, und eine Bildaufnahmevorrichtung (nicht gezeigt), die ein
Bild des mit dem Weißlicht
beleuchteten Gewebes S aufnimmt.
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In
der Normalbeobachtung wird das Gewebe S mit Weißlicht beleuchtet, das aus
dem Prozessor 300 stammt, und das an dem Gewebe S reflektierte Licht
wird von der Bildaufnahmevorrichtung in der Normalbeobachtungseinheit 90 empfangen.
Die Bildaufnahmevorrichtung sendet ein dem empfangenen Licht entsprechendes
Signal an den Prozessor 300. Der Prozessor 300 nimmt
an dem empfangenen Bildsignal eine Bildverarbeitung vor, um ein
Bild des Gewebes zu erzeugen und das Bild auf dem Monitor 300M anzuzeigen.
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Im
Folgenden wird ein Skalenanzeigeprozess für ein Konfokalbeobachtungsbild
beschrieben. 3 ist ein Blockdiagramm zur
Erläuterung
des Skalenanzeigeprozesses, der in dem konfokalen Endoskopsystem 500 implementiert
ist. Dabei sind Verarbeitungseinheiten und Speicher 211 bis 215 in
der Bildverarbeitungseinheit 210 implementiert, während Einstelleinheiten
und Auswahleinheiten 230A bis 230G in der Bedieneinheit 230 implementiert
sind.
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Zunächst wird
der Skalenanzeigeprozess für ein
zweidimensionales Konfokalbeobachtungsbild beschrieben. Das von
dem konfokalen optischen System 50 zurückkehrende Licht wird von einem Bildsensor
empfangen, der in einer Eingangsbildverarbeitungseinheit 211 vorgesehen
ist. In der Eingangsbildverarbeitungseinheit 211 werden
Punktbilder entsprechend dem Licht, das sukzessive in die Eingangsbildverarbeitungseinheit 211 gelangt,
erzeugt, und es wird ein Frame (d.h. ein zweidimensionales Bild)
erzeugt, indem die Punktbilder in Punkten angeordnet werden, die
den mit der konfokalen optischen Einheit 50 abgetasteten
Lichtkonvergenzpunkten entsprechen. Das zweidimensionale Bild wird dann
temporär
in einem Speicher 212 für
zweidimensionale Bilder gespeichert.
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Eine
Ausgabesteuereinheit 216 steuert die Verarbeitungseinheiten
in der Bildverarbeitungseinheit 210. Die Ausgabesteuereinheit 216 schaltet
in Abhängigkeit
eines Steuersignals, das aus einer von dem Bediener betätigten Bildauswahleinheit 230E stammt,
zwischen den Anzeigemodi um. Empfängt die Ausgabesteuereinheit 216 ein
Steuersignal, das die Ausgabesteuereinheit anweist, Bilder in dem zweidimensionalen
Anzeigemodus anzuzeigen, so liest die Ausgabesteuereinheit 216 entsprechend
einer vorbestimmten zeitlichen Festlegung, welche die Periode eines
für den
Monitor 200M bestimmten Synchronisationssignals anpasst,
ein zweidimensionales Bild aus dem Speicher 212 aus und
sendet das gelesene zweidimensionale Bild an die Skalenüberlagerungseinheit 217.
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Empfängt die
Skalenüberlagerungseinheit 217 das
zweidimensionale Bild aus der Ausgabesteuereinheit 216,
so liest die Skalenüberlagerungseinheit 217 Skalendaten
aus einem Skalendatenspeicher 218 aus. Die Skalenüberlagerungseinheit 217 erzeugt
dann ein Mischbild (zusammengesetztes Bild), indem sie eine durch
die Skalendaten dargestellte Skala dem zweidimensionalen Bild überlagert.
Die Skalendaten werden im Vorfeld auf Grundlage eines Abbildungsbereichs
des konfokalen optischen Systems 50 definiert und in dem
Skalendatenspeicher 218 gespeichert. Die Skalenüberlagerungseinheit 217 kann
so ausgebildet sein, dass sie die Skalenda ten auf Grundlage des
Abbildungsbereichs des konfokalen optischen Systems definiert und
die Skalendaten in dem Skalendatenspeicher 218 speichert.
Der Bilderzeugungsbereich ist durch die Vergrößerung des konfokalen optischen
Systems und die Bildhöhe
auf einer Abbildungsfläche
definiert. Eine einem Beobachtungsbild überlagerte Skala ist deshalb
der Größe eines
auf dem Monitor 200M angezeigten Objektes angepasst.
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An
die Skalenüberlagerungseinheit 217 ist eine
Skaleneinstelleinheit 230F angeschlossen, die die Bedieneinheit 230 bildet.
Durch Betätigen
der Skaleneinstelleinheit 230F ist der Benutzer im Stande,
einen Anzeigezustand der auf dem Beobachtungsbild angezeigten Skala
einzustellen. So kann beispielsweise die Position der angezeigten
Skala oder die Anzahl anzuzeigender Skalen geändert werden.
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Das
durch den oben beschriebenen Überlagerungsprozess
erzeugte Mischbild wird dann einer digitalen Zoomeinheit 219 zugeführt. Die
digitale Zoomeinheit 219 führt an dem zugeführten Mischbild einen
Zoomprozess aus, so dass das Mischbild maßstäblich so vergrößert oder
verkleinert wird, dass es einen bestimmten Skalenfaktor aufweist,
den der Benutzer über
eine Zoomeinstelleinheit 230G einstellt. Das von der digitalen
Zoomeinheit 290 ausgegebene Mischbild wird dann auf dem
Monitor 200M angezeigt. Indem das Mischbild, dem die Skala überlagert worden
ist, so dem Zoomprozess unterzogen wird, wird auch die Skala auf
eine maßstäbliche Vergrößerung oder
Verkleinerung des Objektes in dem Beobachtungsbild hin maßstäblich vergrößert oder
verkleinert. So ist eine präzise
Messung des Objektes möglich,
unabhängig
davon, ob der Zoomprozess auf das Mischbild angewandt wird.
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4A zeigt
ein Beispiel des zweidimensionalen Beobachtungsbildes, das dem oben
beschriebenen Skalenanzeigeprozess unterzogen worden ist. In dem
in 4A gezeigten Bild werden zwei Skalen S1 und S2
angezeigt. Der Benutzer ist im Stande, jede der Skalen S1 und S2
durch Betätigen
der Skaleneinstelleinheit 230F zu bewegen, während er
das zweidimensionale Beobachtungsbild betrachtet, das auf dem Monitor 200M angezeigt
wird. Der Benutzer ist auch in der Lage, die Anzahl der anzuzeigenden Skalen
zu ändern.
Ist beispielsweise der Anzeigezustand der in 4A gezeigten
Skala S1 als Anfangszustand festgelegt, so entspricht die Skala
S2 einem Zustand, in dem die Skala S1 durch Betätigen der Skaleneinstelleinheit 230F bewegt
und gedreht worden ist.
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In
den 4A und 4B sind
zwar die Skalen S1 und S2 jeweils aus zwei einander senkrecht schneidenden
Achsen gebildet; für
die Skalen S1 und S2 können
jedoch unterschiedliche Skalentypen verwendet werden. So kann beispielsweise
eine Skala verwendet werden, die aus einer einzigen Achse gebildet
ist.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
hat die auf dem Beobachtungsbild angezeigte Skala mehrere Typen
von Skalenmarken. Damit von diesen mehreren Skalenmarkentypen geeignete
Typen, die an einen Zoomfaktor eines Beobachtungsbildes angepasst
sind, angezeigt werden, sind die Skalendaten so konfiguriert, dass
die mehreren Skalenmarkentypen in Abhängigkeit der Skalenmaßeinheiten
verschiedene Längen
und Dicken aufweisen. Beispielsweise sind die Skalendaten so konfiguriert,
dass die Skalenmarke, die eine größere Maßeinheit darstellt, eine längere und
dickere Linie aufweist.
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Selbst
wenn die Skalenmarken für
eine kleine Maßeinheit
nicht erkennbar sind, werden bei dieser Konfiguration die Skalenmarken
für die
kleine Maßeinheit
mit der maßstäblichen
Vergrößerung des Beobachtungsbildes
erkennbar (d.h. die Skalenmarken für die kleine Maßeinheit
werden mit der maßstäblichen
Vergrößerung des
Beobachtungsbildes selbst maßstäblich vergrößert). Dagegen
stören
Skalenmarken für
eine große
Maßeinheit
den Benutzer nicht bei seiner Beobachtung, da diese Skalenmarken
für die
große
Maßeinheit
aus dem Beobachtungsbild verschwinden (d.h. diesem nicht überlagert werden),
wenn der Zoomfaktor des Beobachtungsbildes groß wird.
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4B zeigt
einen Zustand, in dem der Zoomfaktor des in 4A gezeigten
Beobachtungsbildes von dem Benutzer durch Betätigen der Zoomeinstelleinheit 230G maßstäblich vergrößert worden ist,
wodurch auch ein Bereich "p" des Beobachtungsbildes
nach 4A maßstäblich vergrößert worden ist.
Wie oben beschrieben, weisen die Skalendaten unterschiedliche Typen
von Skalenmarkierungen auf, die verschiedene Maßeinheiten darstellen. Genau genommen,
werden deshalb sämtliche
Skalenmarkentypen gleichzeitig auf dem Beobachtungsbild angezeigt.
Da jedoch Länge
und Dicke der Skalenmarken in Abhängigkeit der Skalenmaßeinheiten
variieren, sind in dem in 4A gezeigten
Beobachtungsbild nur geeigneten Skalenmarken für eine vergleichsweise große Maßeinheit
(L1 und L2) erkennbar. Dies bedeutet, dass die Skalenmarken für Maßeinheiten,
die kleiner als die Maßeinheit
der Skalenmarken L1 und L2 sind, in dem in 4A gezeigten Beobachtungsbild
nicht erkennbar sind.
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Wird
der Zoomfaktor des Beobachtungsbildes vergrößert, wie in 4B gezeigt
ist, so werden andererseits auch die Skalenmarken maßstäblich vergrößert, wodurch
die Skalenmarken L11 bis L19 für
die kleinere Maßeinheit
erkennbar werden.
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Zur
Erläuterung
des Skalenanzeigeprozesses wurden vorstehend zwei unterschiedliche
Anzeigezustände
mit verschiedenen Zoomfaktoren nach den 4A und 4B diskutiert.
Die Skalendaten können
jedoch auch so konfiguriert sein, dass sie mehr als zwei unterschiedliche
Skalenmarkentypen unterstützen.
Beispielsweise können
die Skalendaten Skalenmarken aufweisen, die eine Maßeinheit darstellen,
die kleiner als die der Skalenmarken L11 bis L19 ist. Wird in diesem
Fall der Zoomfaktor ausgehend von dem in 4B gezeigten
Anzeigezustand des Beobachtungsbildes weiter erhöht, so werden Skalenmarken
erkennbar, die eine Maßeinheit darstellen,
die kleiner als die für
die Skalenmarken L11 bis L19 ist.
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In
dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
werden die von der Eingangsbildverarbeitungseinheit 211 erzeugten
zweidimensionalen Bilder in dem Speicher 212 gespeichert.
Die von der Eingangsbildverarbeitungseinheit 211 erzeugten zweidimensionalen
Bilder können
jedoch auch direkt ohne Speicherung in dem Speicher 212 an
die Ausgabesteuereinheit 216 gesendet werden. In diesem Fall
ist es möglich,
die von der konfokalen optischen Einheit 50 empfangenen
Bilder in Echtzeit darzustellen.
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Im
Folgenden wird der Skalenanzeigeprozess für ein dreidimensionales Konfokalbeobachtungsbild
beschrieben. Die Formgedächtnislegierung 80,
die dazu dient, die konfokale optische Einheit 50 in Richtung
der Z-Achse zu bewegen, wird von einer Antriebseinheit 81 gesteuert.
Dabei steuert die Antriebseinheit 81 eine Verstellgröße der konfokalen optischen
Einheit 50 in Richtung der Z-Achse in Abhängigkeit
einer Teilungsinformation, die der Benutzer über eine Verstellteilungs-Einstelleinheit 230A eingibt.
Ist die Teilung auf einen vergleichsweise kleinen Wert eingestellt,
so kann die Auflösung
eines dreidimensionalen Bildes erhöht werden. Ist die Teilung
auf einen vergleichsweise großen
Wert eingestellt, so kann die zur Erzeugung des dreidimensionalen
Bildes verwendete Datenmenge verringert werden, wodurch die Verarbeitungsgeschwindigkeit, in
der der Skalenanzeigeprozess durchgeführt wird, erhöht wird.
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Die
Verstellgröße der konfokalen
optischen Einheit 50 wird von einer Verstellgrößen-Erfassungseinheit 82 erfasst.
Die Verstellgrößen-Erfassungseinheit 82 erfasst
die Verstellgröße der konfokalen
optischen Einheit 50 beispielsweise durch die Erfassung einer
Widerstandsänderung
und sendet ein Erfassungssignal, welches das Erfassungsergebnis
für die Verstellgröße darstellt,
an eine Signalverarbeitungseinheit 213. Die Signalverarbeitungseinheit 213 erzeugt
anhand des aus der Verstellgrößen-Erfassungseinheit 82 stammenden
Erfassungssignals eine Positionsinformation, welche die aktuelle
Position der konfokalen optischen Einheit 50 darstellt. Dann
liest die Signalverarbeitungseinheit 213 ein zweidimensionales
Bild aus, das in dem Speicher 212 temporär gespeichert
ist, und setzt die Positionsinformation, welche die aktuelle Position
der konfokalen optischen Einheit 50 darstellt, in Beziehung
mit dem zweidimensionalen Bild.
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An
die Signalverarbeitungseinheit 213 ist eine Tiefeneinstelleinheit 230B angeschlossen.
Die Tiefeneinstelleinheit 230B wird von dem Benutzer betätigt, um
die Größe eines
dreidimensionalen Bildes in Tiefenrichtung (d.h. die Tiefe des dreidimensionalen
Bildes) einzustellen. Die Signalverarbeitungseinheit 213 setzt
die Positionsinformation, welche die aktuelle Position der konfokalen
optischen Einheit 50 darstellt, in Beziehung zu jedem zweidimensionalen Bild
innerhalb der Tiefe, die der Benutzer über die Tiefeneinstelleinheit 230B einstellt.
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Die
Ausgabesteuerschaltung 216 sendet ein Steuersignal an die
Signalverarbeitungseinheit 213, wenn die Ausgabesteuereinheit 216 von
der Bildauswahleinheit 230E ein Steuersignal empfängt, das
die Auswahl eines dreidimensionalen Bildes darstellt. Mit Empfang
des Steuersignals sendet die Bildverarbeitungseinheit 213 sukzessive
zweidimensionale Bilder, denen die Positionsinformation zugeordnet
ist, an eine 3D-Bilderzeugungseinheit (3D: dreidimensional) 214.
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Die
3D-Bilderzeugungseinheit 214 erzeugt ein dreidimensionales
Bild auf Grundlage zweidimensionaler Bilder, die ihr sukzessive
zugeführt
werden und denen die Positionsinformation zugeordnet ist. Dann speichert
die 3D-Bilderzeugungseinheit 214 das dreidimensionale Bild
in einem Speicher, der in der 3D-Bilderzeungseinheit 214 vorgesehen
ist. Anschließend
wird das dreidimensionale Bild in einem 3D-Bildspeicher (3D: dreidimensional) 215 gespeichert.
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Die
Ausgabesteuereinheit 216 liest das dreidimensionale Bild
aus dem 3D-Bildspeicher 215 in einer vorbestimmten zeitlichen
Festlegung aus und sendet das dreidimensionale Bild an die Skalenüberlagerungseinheit 217.
Die Skalenüberlagerungseinheit 217 überlagert
wie im Falle des Skalenanzeigeprozesses für das zweidimensionale Bild
die Skalendaten dem dreidimensionalen Bild. Die Ausgabesteuereinheit 216 empfängt von
dem Skalendatenspeicher 218 Skalendaten, die eine Skala
darstellen, die einem Anzeigezustand des dreidimensionalen Bildes angepasst
ist. Dies bedeu tet, dass die von der Ausgabesteuereinheit 216 erhaltenen
Skalendaten für das
dreidimensionale Bild verschieden von den oben genannten Skalendaten
für das
zweidimensionale Bild sind.
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Das
dreidimensionale Bild, dem die Skala überlagert worden ist, wird
dann in der digitalen Zoomeinheit 219 dem Zoomprozess unterzogen. Dann
wird das dreidimensionale Beobachtungsbild, dem die Skala überlagert
ist, auf dem Monitor 200M angezeigt.
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5 zeigt
ein Beispiel für
ein dreidimensionales Beobachtungsbild, das durch die oben beschriebene
Bildverarbeitung erzeugt wird. Dem in 5 gezeigten
dreidimensionalen Bild ist eine Skala S3 überlagert. Wie im Falle der
für das
zweidimensionale Bild vorgesehenen Skalen S1 und S2 ist der Benutzer
im Stande, die Lage der Skala S3 zu bewegen und zu drehen. Auch
kann die Anzahl an Skalen durch Betätigen der Skaleneinstelleinheit 230F geändert werden.
Obgleich die Skala S3 aus drei einander senkrecht schneidenden Achsen
gebildet ist, können verschiedene
Skalentypen, die zur Vermessung des Gewebes geeignet sind, dem dreidimensionalen
Bild überlagert
werden. Beispielsweise kann eine Skala, die aus einer einzigen Linie
oder zwei Linien geformt ist, zur Vermessung des Gewebes überlagert
werden.
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Durch
Betätigen
der Bildauswahleinheit 230E ist der Benutzer in der Lage,
den Prozessor 200 anzuweisen, ein Querschnittbild des Gewebes
in einer gewünschten
Position anzuzeigen.
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Um
ein Querschnittbild des angezeigten Gewebes anzuzeigen, stellt der
Benutzer durch Betätigen
einer Schnittansicht-Lageneinstelleinheit 230C sowie durch
Betätigen
der Bildauswahleinheit 230E ein, welcher Teil des Gewebes
in einer Schnittansicht anzuzeigen ist. Dabei sorgt die Ausgabesteuereinheit 216,
wenn sie von der Bildauswahleinheit 230E ein die Auswahl
einer Schnittansicht anweisendes Steuersignal empfängt, dafür, dass
eine Marke C (gebildet durch eine gestrichelte Linie) anzuzeigen
ist, die die Lage eines Querschnittbildes darstellt. Die Position
der Marke C kann eingestellt werden, indem die Schnittansicht-Lageneinstelleinheit 230C betätigt wird.
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Die
Schnittansicht-Lageneinstelleinheit 230C sendet an den
3D-Bildspeicher 215 ein
Signal, das die Lage eines Querschnittbildes darstellt. Nach Empfang
dieses Signals von der Schnittansicht-Lageneinstelleinheit 230C wählt der
3D-Bildspeicher 215 ein Querschnittbild aus, das durch
das von der Schnittansicht-Lageneinstelleinheit 230C stammende
Signal angegeben wird, und sendet das ausgewählte Querschnittbild an die
Ausgabesteuereinheit 216.
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Die
Ausgabesteuereinheit 216 sendet das Querschnittbild in
Synchronisation mit einer vorbestimmten zeitlichen Festlegung, die
an die Periode des für
den Monitor 200M vorgesehenen Synchronisationssignals angepasst
ist, an die Skalenüberlagerungseinheit 217.
Die Skalenüberlagerungseinheit 217 führt an dem
Querschnittbild den oben beschriebenen Skalenanzeigeprozess durch.
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Das
Querschnittbild, dem die Skala überlagert
worden ist, wird dann in der digitalen Zoomeinheit 219 dem
Zoomprozess unterzogen und auf dem Monitor 200M angezeigt. 6 zeigt
ein Beispiel eines Querschnittbildes, das auf dem Monitor 200M angezeigt
wird. Der Monitor 200 kann sowohl das in 5 gezeigte
dreidimensionale Objekt als auch das in 6 gezeigte
Querschnittbild gleichzeitig auf dem Monitor 200 anzeigen.
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Der
oben beschriebene Skalenanzeigeprozess wird durchgeführt, wenn
der Benutzer die Durchführung
des Skalenanzeigeprozesses über eine
Skalen-Ein/Ausschalteinheit 230D freigibt.
Ist die Durchführung
des Skalenanzeigeprozesses deaktiviert, so sendet die Ausgabesteuereinheit 216 ein
Bild, das der Benutzer über
die Bildauswahleinheit 230E ausgewählt hat, direkt an die digitale Zoomeinheit 219.
In diesem Fall wird dem Beobachtungsbild keine Skala überlagert.
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Wie
oben beschrieben, ist es in den Ausführungsbeispielen möglich, in
dem von der Eingangsbildverarbeitungseinheit 211 erzeugten
Objektbild eine Messinformation anzuzeigen, z.B. eine Skala oder
ein Raster, die einem hochqualitativen Objektbild angepasst ist.
Es ist auch möglich,
eine Messinformation anzuzeigen, die dem für das Objekt vorgesehenen aktuellen
Anzeigemodus angepasst ist (zweidimensionaler Bildanzeigemodus,
dreidimensionaler Bildanzeigemodus oder Schnittansichtsmodus).
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Vorstehend
wurde die Erfindung im Einzelnen anhand von bestimmten bevorzugten
Ausführungsbeispielen
beschrieben. Es sind jedoch auch andere Ausführungsbeispiele möglich.
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In
dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist eine Skala, die als Messinformation zur Vermessung eines angezeigten
Objektes angezeigt wird, aus zwei oder drei Achsen geformt. Es ist
jedoch auch möglich,
ein Raster, das aus winzigen Rechtecken gebildet ist, als Messinformation
zu verwenden.
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In
dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
wird eine konfokale optische Einheit vom Abtasttyp als konfokale
optische Einheit 50 verwendet. In dem konfokalen Endoskopsystem 500 kann
jedoch auch eine konfokale optische Einheit verwendet werden, die
so ausgebildet ist, dass sie eine andere Abtastkonfiguration aufweist.
So kann anstelle der konfokalen optischen Einheit vom Abtasttyp
beispielsweise eine konfokale optische Einheit verwendet werden,
die so ausgebildet ist, dass sie eine zweidimensionale Anordnung
von Lichtleitfasern aufweist, die zur Abtastung eines Objektes benutzt
werden.
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In
dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist das konfokale Endoskopsystem so ausgebildet, dass es einen als
Anregungslicht dienenden Laserstrahl aussendet und auf Grundlage
der in dem Gewebe erzeugten Fluoreszenzstrahlung ein Konfokalbeobachtungsbild
empfängt.
Das konfokale Endoskopsystem 500 kann jedoch auch so ausgebildet sein,
dass es das Gewebe mit Normallicht (z.B. Weißlicht) beleuchtet und aus
dem Licht, das an dem Gewebe reflektiert wird, ein Konfokalbeobachtungsbild
erzeugt wird.