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Diese
Erfindung bezieht sich auf eine Hinterradaufhängungsvorrichtung für ein Zweiradfahrzeug, und
spezifischer auf eine Dämpfungskraftsteuerung einer
Puffereinheit zum Verhindern des Eintauchens des Fahrzeugs, wenn
das Fahrzeug die Fahrbewegung aufnimmt.
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JP-A-2002-048719,
veröffentlicht
2002, schlägt
eine Hinterradaufhängungsvorrichtung
für ein Fahrrad
vor, bei der eine Puffereinheit eines Gasfedertyps verwendet wird.
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Die
Puffereinheit umfasst einen mit Gas gefüllten Zylinder, einen von dem
Zylinder umfassten Kolben, und eine mit dem Kolben verbundene Kolbenstange,
die aus dem Zylinder vorsteht. Die Kolbenstange ist mit einem Rahmen
des Fahrrads verbunden, während
der Zylinder mit einer Hinterradachse verbunden ist.
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Der
Kolben begrenzt zwei Operationskammern in dem Zylinder. Diese Kammern
sind miteinander über
ein Ventil verbunden, welches an der Außenseite des Zylinders angeordnet
ist. Das Ventil besitzt eine Sektion, welche die Kammern direkt
verbindet, und eine Sektion, welche die Zylinder über ein Rückschlagventil
verbindet. Das Rückschlagventil sperrt
einen Gasstrom ab, der generiert wird, wenn die Kolbenstange in
den Zylinder eintaucht, während es
einen Gasstrom zulässt,
der generiert wird, wenn die Kolbenstange aus dem Zylinder ausfährt.
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Sobald
das Rückschlagventil
den Gasstrom absperrt, kann Gas in der Kammer unterhalb des Zylinders
nicht mehr abströmen
und wird deshalb in der Kammer komprimiert. Deswegen wird eine Federkonstante
der Gasfeder gegen Einfahren der Kolbenstange größer als in dem Fall, in welchem
das Rückschlagventil
den Gasstrom nicht absperrt.
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Wenn
beim Losfahren mit dem Fahrrad die Pedale stark getreten werden,
tritt ein Eintauchen des Fahrrads auf, d.h. ein Phänomen, gemäß welchem
der Fahrradrahmen als Folge einer zeitweisen Zunahme der Last auf
das Hinterrad hinuntergedrückt
wird. Wenn dieses Eintauchen auftritt, dann wirkt eine hohe Kompressionskraft
auf die Gasfeder. Indem bewirkt wird, dass das Ventil den Gasstrom absperrt,
der durch die Kontraktion der Puffereinheit generiert wird, wird
die Federkonstante der Puffereinheit erhöht und wird das Einsinken des
Fahrradrahmens über
dem Hinterrad so weit unterdrückt,
dass es nur mehr schwach ausfällt.
Wenn hingegen das Fahrrad normal fährt, dann wird das Ventil betätigt, um
die zwei Kammern miteinander zu verbinden, um auf diese Weise einen
bestimmten Fahrkomfort mit einer kleineren Federkonstanten sicherzustellen.
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Um
das Auftreten des Eintauchens des Fahrrades zu verhindern, wird
es bevorzugt, die Kontraktion der Kolbenstange zeitweise zu blockieren.
Jedoch kann die bekannte Puffereinheit durch die Verwendung einer
Gasfeder die Kontraktion der Kolbenstange inhärent nicht blockieren, so dass
ein vollständiges
Verhindern des Eintauchens nicht erwartet werden kann.
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Es
ist deshalb ein Gegenstand dieser Erfindung, eine Hinterradaufhängungsvorrichtung
für ein Fahrzeug
anzugeben, welche günstige
Dämpfungskraftcharakteristika
zeigt, einschließlich
einer Charakteristik zur Verhinderung des Eintauchens.
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Um
den obenerwähnten
Gegenstand zu erzielen, schlägt
die Erfindung eine Hinterradaufhängungsvorrichtung
für ein
Zweiradfahrzeug vor, mit einer hydraulischen Puffereinheit, die
zwischen einem Rahmen und einer Hinterradachse des Zweiradfahrzeuges
zwischengeschaltet ist, einer Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage,
welche überschüssiges Hydrauliköl aus der
hydraulischen Puffereinheit bei einer Kontraktion ablässt, einen
mit der Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage
verbundenen Akkumulator, ein eine Kompressions-Dämpfungskraft
generierendes Ventil, das in der Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage
angeordnet ist, eine Bypasspassage, welche das eine Kompressions-Dämpfungskraft
generierende Ventil umgeht, und ein Bypassventil, welches die Bypasspassage öffnet und
schließt.
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Das
die Kompressions-Dämpfungskraft
generierende Ventil ist so ausgebildet, dass es einen geschlossenen
Zustand einhält,
wenn ein Druck in der Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage
nicht höher
ist als ein vorbestimmter Losbrechdruck.
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Details
wie auch andere Merkmale und Vorteile dieser Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung und werden in den beigefügten Zeichnungen
gezeigt. Es zeigen:
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1 eine
Seitenansicht essentieller Teile einer Hinterradaufhängungsvorrichtung
eines Fahrrads, entsprechend dieser Erfindung, einschließlich einer
partiellen Längsschnittansicht,
und
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2 eine
Längsschnittansicht
von Hydrauliköl-Passagen
und zugehörigen
Strukturen, die in der Hinterradaufhängungsvorrichtung vorgesehen sind.
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In 1 ist
zwischen einem Rahmen und einer Hinterradachse eines Fahrrads eine
Hinterradaufhängungsvorrichtung
zwischengeschaltet. Diese umfasst eine hydraulische Puffereinheit 1,
einen Akkumulator 2 und ein Gehäuse 21, in welchem
ein Kompressions-Dämpfungsventil 3 eingeschlossen ist.
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Die
hydraulische Puffereinheit 1 weist einen Zylinder 11,
einen von dem Zylinder 11 umfassten Kolben und eine Kolbenstange
auf, die mit dem Kolben verbunden ist und aus dem Zylinder vorsteht.
Die Kolbenstange ist mit einem Rahmen des Fahrrads verbunden. Der
Zylinder 11 ist mit der Hinterradachse über ein Bodenglied 23 und
ein Auge 23a verbunden, das ein Teil davon ist, wie in
der Figur gezeigt ist. Das Bodenglied 23 hat auch eine
Funktion, eine Öffnung an
einem unteren Ende des Zylinders 11 zu verschließen.
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Der
Kolben begrenzt in dem Zylinder 11 zwei Hydraulikölkammern.
Die Hydraulikölkammern
sind miteinander über
Passagen verbunden, die durch den Kolben geformt sind, und zwar
unter einem bestimmten Strömungswiderstand.
Die Hydraulikölkammer,
die unterhalb des Kolbens begrenzt wird, wird in der Figur als eine
Hydraulikölkammer
R repräsentiert.
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Wenn
sich die hydraulische Puffereinheit 1 kontrahiert, wird
der Kolben in dem Zylinder 11 nach unten geschoben und
wird eine Menge des Hydrauliköls,
korrespondierend mit dem Eindringvolumen der Kolbenstange in den
Zylinder 11, zum Herausfließen aus der Hydraulikölkamnmer
R zum Akkumulator 2 gebracht, und zwar über eine in dem Ventilgehäuse 21 geformte
Passage. Wenn sich die hydraulische Puffereinheit 1 verlängert, dann
steigt der Kolben in dem Zylinder 11 hoch und eine Menge
des Hydrauliköls
korrespondierend mit einem Projektionsvolumen der Kolbenstange aus
dem Zylinder 11 wird von dem Akkumulator 2 über eine
in dem Ventilgehäuse 21 geformte
Passage in die Hydraulikölkammer
R eingesaugt.
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Der
Akkumulator 2 umschließt
einen freien Kolben 22. Der freie Kolben 22 begrenzt
den inneren Raum des Akkumulators 2 in eine Gaskammer G oberhalb
des freien Kolbens 22 und eine Hydraulikölkammer
R1 unterhalb des freien Kolbens 22.
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Die
Aufhängungsvorrichtung
umfasst ferner eine Schraubenfeder 12, die zwischen dem
Fahrradrahmen und der Hinterradachse an der Außenseite des Zylinders 11 zwischengeschaltet
ist. Die Schraubenfeder 12 appliziert auf die Kolbenstange
eine nachgiebige Kraft, derart, dass sie die Kolbenstange in Ausfahrrichtung
aus dem Zylinder 11 beaufschlagt.
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In 2 sind
in dem Ventilgehäuse 21 Hydrauliköl-Passagen
ausgebildet, die die Hydraulikölkammer
R in dem Zylinder 11 und die Hydraulikölkammer R1 in dem Akkumulator 2 miteinander
verbinden. In diesen Hydrauliköl-Passagen
sind ein Kompressions-Dämpfungsventil 3 und
ein Rückschlagventil 32 angeordnet.
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Das
Kompressions-Dämpfungsventil 3 und das
Rückschlagventil 32 funktionieren
in Kooperation. Spezifischer, ist quer über die Hydrauliköl-Passagen
ein Ventilsitz 31 geformt, und sind jeweils durch den Ventilsitz 31 eine Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage 31a und
ein Fehlmengen-Hydrauliköl-Zuführpassage 31b geformt.
Das Kompressions-Dämpfungsventil 3 ist
so angeordnet, dass es zu Öffnungen
der Passagen 31a und 31b weist, während das Rückschlagventil 32 so
angeordnet ist, dass es zu den anderen Mündungen der Passagen 31a und 31b weist.
Der Ventilsitz 31 ist auf den Außenumfang einer Mittelstange 33 gepasst,
die in das Ventilgehäuse 21 eingesetzt
ist. Das Kompressions-Dämpfungsventil 3 und
das Rückschlagventil 32 sind
ebenfalls auf den Außenumfang
der Mittelstange 33 gepasst.
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In
Bezug auf die Strömung
des Hydrauliköls von
der Hydraulikölkammer
R zu dem Akkumulator 2 in der Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage 31a öffnet das
Kompressions-Dämpfungsventil 3 so
lange nicht, bis der Hydrauliköldruck
in der Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage 31a einen
vorbestimmten Losbrechdruck erreicht. Sobald der Hydrauliköldruck den
vorbestimmten Losbrechdruck überschreitet, öffnet das
Kompressions-Dämpfungsventil 3 und
gestattet es einen Strom des Hydrauliköls von der Hydraulikölkammer
R zu dem Akkumulator 2, während es eine Dämpfungskraft
generiert. Das Kompressions-Dämpfungsventil 3 hält die Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage 31a in
Bezug auf eine Strömung
des Hydrauliköls
in der umgekehrten Richtung in einem geschlossenen Zustand. Das Kompressions-Dämpfungsventil 3 beeinflusst
eine Strömung
des Hydrauliköls
in der Fehlmengen-Hydrauliköl-Zuführpassage 31b nicht,
unabhängig
davon, welche Strömungsrichtung
hier vorliegt.
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Das
Rückschlagventil 32 erlaubt
eine Strömung
des Hydrauliköls
von dem Akkumulator 2 zu der Hydraulikölkammer R1 durch die Fehlmengen-Hydrauliköl-Zuführpassage 31b,
während
es die Fehlmengen-Hydrauliköl-Zuführpassage 31b in
Bezug auf eine Strömung
des Hydrauliköls
von der Hydraulikölkammer
R zu dem Akkumulator 2 in einem geschlossenen Zustand hält. Das
Rückschlagventil 32 beeinflusst
eine Strömung
des Hydrauliköls
in der Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage 31a nicht.
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Wenn
demzufolge als Folge der Kontraktion der Kolbenstange in der hydraulischen
Puffereinheit 1 Hydrauliköl aus der Hydraulikölkammer
R abgelassen wird, dann öffnet
das Kompressions-Dämpfungsventil 3,
sobald der Hydrauliköldruck
in der Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage 31b den
Losbrechdruck überschreitet.
Dann wird Hydrauliköl
unter einem vorbestimmten Widerstand aus der Hydraulikölkammer
R zu dem Akkumulator 2 abgelassen. Wenn aus dem Akkumulator 2 Öl als Folge
einer Ausfahrbewegung der Kolbenstange in der hydraulischen Puffereinheit 1 in
die Hydraulikölkammer
angesaugt wird, dann geht dieses Hydrauliköl durch die Fehlmengen-Hydrauliköl-Zuführpassage 31b durch, ohne
einen Widerstand zu erfahren.
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Weiterhin
ist im Inneren des Ventilgehäuses 21 eine
Bypasspassage L gebildet, um das Kompressions-Dämpfungsventil 3 und
das Rückschlagventil 32 zu
umgehen, und auf diese Weise die Hydraulikölkammer R des Zylinders 11 und
die Hydraulikölkammer
R1 des Akkumulators 2 zu verbinden. Die Bypasspassage L
geht durch einen Mittelbereich der Mittelstange 33 durch
und ist über
eine ringförmige
Nut 33 zu der Hydraulikölkammer
R1 geführt,
wobei die Nut 33 in der Außenumfangsoberfläche der
Mittelstange 33 ausgebildet ist.
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In
der Bypasspassage L sind ein Einsteller 5 und ein Bypassventil 4 in
Serie angeordnet. Der Einsteller 5 stellt den Strömungswiderstand
für das
Hydrauliköl
der Bypasspassage L ein. Das Bypassventil 4 öffnet und
schließt
die Bypasspassage L.
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Der
Einsteller 5 wird durch ein nadelartiges Glied konstituiert,
welches in den Mittelbereich der Mittelstange 33 von außen konzentrisch
mit der Mittelstange 33 eingesetzt ist, so, dass es der
Bypasspassage L gegenüberliegt.
Der Einsteller 5 ist in die innere Umfangsoberfläche der
Mittelstange 33 eingeschraubt. Entsprechend einer verdrehenden
Operation eines hinteren Teils 51, der an der Außenseite
des Gehäuses 21 freiliegend
angeordnet ist, dringt der Einsteller 5 entweder in die
Bypasspassage L ein, oder zieht er sich daraus zurück, um in
der Bypasspassage L eine Querschnittsfläche für die Strömung zu variieren. Der Einsteller 5 ist
mit einem Rastmechanismus 52 für eine Drehpositionierung versehen.
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Das
von der Hydraulikölkammer
R in die Bypasspassage L abgelassene Hydrauliköl geht zunächst durch den Einsteller 5 hindurch
und strömt dann
in die ringförmige
Nut 33b und weiter durch das Bypassventil 4, um
die Hydraulikölkammer
R1 in dem Akkumulator 2 zu erreichen.
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Das
Bypassventil 4 umfasst einen nadelförmigen Ventilkörper 42,
der durch einen Solenoid 41 antreibbar ist. Der Solenoid 41 ist
außen
am Gehäuse 21 fixiert.
Der Ventilkörper 42 steht
von dem Solenoid 41 in das Gehäuse 21 vor. Der Solenoid 41 verlagert
den Ventilkörper
entsprechend zu von außen eingegebenen
Signalen zwischen einer voll geschlossenen Position, in der der
Ventilkörper 42 auf einen
quer über
die Bypasspassage L gebildeten Ventilsitz aufgesetzt ist, und einer
voll geöffneten
Position, in welcher der Ventilkörper 42 von
dem Ventilsitz getrennt ist.
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Hierbei
werden die in den Solenoid 41 eingegebenen Signale durch
einen Sensor 43 generiert, welcher die Trittbewegung in
dem Fahrrad detektiert, d.h., das Treten in die Pedale. Unter Ansprechen
auf die von dem Sensor 43 generierten Signale öffnet das
Bypassventil 4 die Bypasspassage L in einem nicht angetriebenen
Zustand des Fahrrads vollständig
und schließt
es die Bypasspassage L vollständig, wenn
das Fahrrad durch Treten angetrieben wird.
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In 1 ist
das Ventilgehäuse 21 integral
mit dem Bodenglied 23 und einem Gehäuse des Akkumulators 2 ausgebildet.
Aufgrund dieser Ausbildung wird die Positionierung des Akkumulators 2 automatisch
ausgeführt,
wenn das Auge 23a einfach an der Hinterradachse des Fahrrads
fixiert wird.
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Als
nächstes
wird die Funktion der Hinterradaufhängungsvorrichtung beschrieben.
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Wenn
zum Losfahren mit dem Fahrrad in die Pedale getreten wird, d.h.,
wenn sich das Fahrrad in dem angetriebenen Zustand befindet, dann
schließt das
Bypassventil 4 die Bypasspassage L vollständig. Das
Treten der Pedale übt
auf die hydraulische Puffereinheit 1, die das Hinterrad
an dem Fahrradrahmen abstützt,
eine Kompressionslast aus. Unter dieser Kompressionslast dringt
die Kolbenstange der Puffereinheit 1 in den Zylinder 11 ein,
um den Kolben nach unten zu schieben. Als Resultat dieser Aktion wird
eine Menge des Hydrauliköls,
korrespondierend mit dem Eindringvolumen der Kolbenstange in den Zylinder 11,
von der Hydraulikölkammer
R zu der Hydraulikölkammer
R1 des Akkumulators 2 verdrängt.
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Da
die Bypasspassage L durch das Bypassventil 4 voll geschlossen
ist, strömt
das verdrängte Hydrauliköl in die Überschuss-Hydrauliköl-Ablasspassage 31b und
beaufschlagt es das Kompressions-Dämpfungsventil 3 im Öffnungssinn,
und erreicht schließlich
die Hydraulikölkammer
R1 des Akkumulators 2. Jedoch öffnet das Kompressions-Dämpfungsventil 3 nicht,
solange der Druck in der Hydraulikölkammer R den Losbrechdruck
des Kompressi ons-Dämpfungsventils 3 nicht überschritten
hat, so dass die hydraulische Puffereinheit 1 in einem Öl-Blockierzustand
gehalten wird. In diesem Öl-Blockierzustand
wird in die Pedale des Fahrrads getreten und wird demzufolge ein
Eintauchen des Fahrrads verhindert, bei dem der Fahrradrahmen nach unten
zu dem Hinterrad gedrückt
würde.
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Wenn
andererseits während
des Tretens in die Pedale als Folge einer Wellung der Fahroberfläche auf
das Hinterrad eine nach oben gerichtete Schocklast einwirkt, dann
erhält
die hydraulische Puffereinheit 1 eine hohe Kompressionslast.
In diesem Fall überschreitet
der rasch zunehmende Hydrauliköldruck
in der Hydraulikölkammer
R den Losbrechdruck des Kompressions-Dämpfungsventils 3, und
das Kompressions-Dämpfungsventil 3 öffnet, um es
dem Hydrauliköl
zu ermöglichen,
unter einem vorbestimmten Strömungswiderstand
aus der Hydraulikölkammer
R zu der Hydraulikölkammer
R1 zu strömen.
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Mit
dieser Hinterradaufhängungsvorrichtung kann
deshalb beim Treten in die Pedale des Fahrrads ein Schock unterdrückt werden,
während
jedoch das Eintauchen des Fahrrads aufgrund des Tretens der Pedale
verhindert wird.
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Die
auf diese Weise kontrahierte hydraulische Puffereinheit 1 verlängert sich
erneut, sobald die nach oben gerichtete Schocklast verschwindet, und
zwar als Folge der nachgiebigen Kraft der Schraubenfeder 12 und
eines Gasdrucks in einer Gaskammer G. Als Folge dieser Rückprallaktion
wird eine Menge an Hydrauliköl
korrespondierend mit einem Herausziehvolumen der Kolbenstange aus
dem Zylinder 11 aus der Hydraulikölkammer R1 in die Hydraulikölkammer
R gesaugt. Dieser Hydraulikölstrom wird,
ohne einen substantiellen Strömungswiderstand
zu erfahren, in der Fehlmengen-Hydrauliköl-Zuführpassage 31b gebildet.
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Es
ist anzumerken, dass dann, wenn sich die hydraulische Puffereinheit 1 verlängert, sich
Hydrauliköl
von der Hydraulikölkammer
oberhalb des Kolbens zu der Hydraulikölkammer R unter einem vorbestimmten
Widerstand bewegt, und zwar über
eine Passage, die durch den Kolben geformt ist. Die Rückprall-Dämpfungskraft
der hydraulischen Puffereinheit 1 wird durch diesen Strömungswiderstand
erzielt.
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Wenn
das Fahrrad fährt,
ohne dass in die Pedale getreten wird, d.h., wenn das Fahrrad in
dem nicht getretenen Zustand ist, dann öffnet das Bypassventil 4 die
Bypasspassage L vollständig.
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Wenn
in diesem Zustand auf die hydraulische Puffereinheit 1 eine
Kompressionslast einwirkt, wird eine Menge an Hydrauliköl korrespondierend
mit dem Eindringvolumen der Kol benstange in den Zylinder 11 aus
der Hydraulikölkammer
R zu der Hydraulikölkammer
R1 des Akkumulators 2 verdrängt.
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Da
die Bypasspassage L voll offen ist, strömt das verdrängte Hydrauliköl aus der
Hydraulikölkammer
R über
die Bypasspassage L in die Hydraulikölkammer R1. Die Bypasspassage
L ermöglicht
einen Hydraulikölstrom
sogar dann, wenn der Druck in der Hydraulikölkammer R niedriger ist als
der Losbrechdruck des Kompressions-Dämpfungsventils 3.
In anderen Worten kontrahiert sich die hydraulische Puffereinheit 1 dann
unter einer kleineren Dämpfungskraft als
in dem Zustand, in welchem in die Pedale getreten wird. Die in diesem
Zustand mit nicht getretenen Pedalen generierte Dämpfungskraft
hängt von
dem Strömungswiderstand
des Einstellers 5 ab. Wenn sich die hydraulische Puffereinheit 1 nach
einer Kontraktion erneut verlängert,
wird Hydrauliköl
in der Hydraulikölkammer
R1 über
die Fehlmengen-Hydrauliköl-Zufuhrpassage 31b und
ohne einen substantiellen Strömungswiderstand
wie in dem Zustand ohne Treten in die Pedale rezirkuliert.
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Wenn
nicht in die Pedale getreten wird, wird die Stoßabdämpfung des Hinterrades mit
einer kleineren Dämpfungskraft
durchgeführt
als in dem Zustand, in welchem in die Pedale getreten wird, und wird
so eine komfortable Fahrqualität
erzielt. Die in diesem Zustand generierte Kompressions-Dämpfungskraft
kann durch eine Verdrehhandhabung des Einstellers 5 eingestellt
werden. Beispielsweise können
abhängig
von Fahrkonditionen, wie dem Fahren im Gelände oder auf einer Straße, unterschiedliche Dämpfungskraftcharakteristika
eingestellt werden.
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Sogar
in dem Zustand, in welchem nicht in die Pedale getreten wird, und
wenn gerade dann die Kompressionslast für die hydraulische Puffereinheit 1 rapide
zunimmt und der Hydrauliköldruck
in der Hydraulikölkammer
R den Losbrechdruck des Kompressions-Dämpfungsventils 3 überschreitet,
dann öffnet
das Kompressions-Dämpfungsventil 3,
um beim Ablassen von Hydrauliköl
aus der Hydraulikölkammer
R in die Hydraulikölkammer
R1 zu assistieren. Es kann deshalb eine rapide Zunahme der Dämpfungskraft
in einem Vergleich mit einem Fall weiter unterdrückt werden, in welchem die
Dämpfungskraft
nur abhängig
von dem Einsteller 5 generiert wird, und es kann somit
das Stoßdämpfungsverhalten
der hydraulischen Puffereinheit 1 verbessert werden.
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In
dieser Aufhängungsvorrichtung
ist in der Bypasspassage L das Bypassventil 4 angeordnet, welches
die Dämpfungskraftcharakteristika
zwischen dem Zustand, in dem in die Pedale getreten wird, und dem
Zustand, in welchem die Pedale nicht getreten werden, umschal tet.
Sobald der Druck in der Bypasspassage L den Losbrechdruck des Kompressions-Dämpfungsventils 3 überschreitet, öffnet auch das
Kompressions-Dämpfungsventil 3,
so dass der Druck in der Bypasspassage L kaum den Losbrechdruck überschreitet.
Die Betätigungskraft,
die zum Öffnen
und Schließen
des Bypassventils 4 erforderlich ist, kann deshalb so weit
unterdrückt
werden, dass sie nur klein zu sein braucht.
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Wie
erwähnt,
verhindert die Hinterradaufhängungsvorrichtung
gemäß dieser
Erfindung das Eintauchen eines Fahrrades mit größerer Zuverlässigkeit
als die bekannte Vorrichtung, in welcher die Puffereinheit, die
das Hinterrad abstützt,
durch eine Gasfeder konstituiert wird.
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In
der bekannten Vorrichtung verlängert
sich die Puffereinheit rapide unmittelbar, nachdem das Hinterrad über die
Erhöhung
hinweggeht, was den Fahrkomfort des Fahrrades reduziert, und zwar
als Folge eines Rückpralls
nach der Kontraktion der Puffereinheit, wenn das Hinterrad über eine
Erhöhung
in der Fahroberfläche
hinwegläuft.
Die Hinterradaufhängungsvorrichtung
gemäß dieser
Erfindung absorbiert einen auf das Hinterrad ausgeübten Schock durch
eine Dämpfungskraft,
so dass der Rückprall
so weit unterdrückt
ist, dass er nur mehr klein ausfällt. Als
Resultat davon wird die Fahrqualität des Fahrrads stets auf einem
vorteilhaften Niveau gehalten.
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Die
Inhalte der japanischen Patentanmeldung Tokugan 2006-121548, mit
einem Anmeldetag vom 26. April 2006, in Japan, sind hiermit durch Rückbeziehung
inkorporiert.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezug auf eine bestimmte Ausführungsform
der Erfindung erläutert wurde,
ist die Erfindung nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform
beschränkt.
Modifikationen und Variationen sind bei der oben beschriebenen Ausführungsform
für Fachleute
auf diesem Gebiet innerhalb des Schutzumfangs der Patentansprüche offensichtlich.
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Beispielsweise
können
die in den Solenoid 41 zum Antreiben des Bypassventils 4 eingegebenen Signale
auch manuell veranlasst werden, anstelle den Sensor 43 zu
ihrer Erzeugung zu installieren.
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Weiterhin
ist es möglich,
das Bypassventil 4 so auszubilden, dass es als ein Überdruckventil
funktioniert, das nicht öffnet,
wenn der Druck in der Bypasspassage L niedrig ist. Falls das Bypassventil 4 so
ausgebildet ist, dann können
die Dämpfungskraftcharakteristika
der hydraulischen Puffereinheit 1 in einer Mehrfach-Schrittweise
durch Einstellen des Losbrech drucks des Kompressions-Dämpfungsventils 3 und
des Ansprechdrucks des Bypassventils 4 zweckmäßig variiert
werden.
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In
der oben beschriebenen Ausführungsform wird
die hydraulische Puffereinheit 1 durch einen aufrechtstehenden
Typ konstituiert, in welchem der Zylinder 11 mit der Hinterradachse
und die Kolbenstange mit dem Fahrradrahmen verbunden sind. Jedoch kann
diese Erfindung auch bei einem umgekehrten Typ einer hydraulischen
Puffereinheit eingesetzt werden, in welcher die Kolbenstange mit
der Hinterradachse und der Zylinder mit dem Fahrradrahmen verbunden
sind.
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Ferner
sollte diese Erfindung nicht auf eine Hinterradaufhängungsvorrichtung
für ein
Fahrrad beschränkt
sein. Die Erfindung kann auch auf eine Hinterradaufhängungsvorrichtung
für ein
Motorrad angewendet werden.