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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Hybridantriebsstränge, die eine Zweitakt- oder
Viertakt-Brennkraftmaschine aufweisen, die funktional mit einem Motor
und einer Energiespeichereinrichtung in einer Hybridkombination
mit der Brennkraftmaschine verbunden sind, so dass die Brennkraftmaschine über einen
weiten Bereich der Last der Brennkraftmaschine ausschließlich oder
primär
in einem Betriebsmodus mit homogener Kompressionszündung arbeiten kann.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Viertakt-
und Zweitakt-Brennkraftmaschinen, insbesondere Kraftfahrzeug-Brennkraftmaschinen fallen
im Allgemeinen in eine von zwei Kategorien, nämlich Fremdzündungsmotoren
und Kompressionszündungsmotoren.
Traditionelle Fremdzündungsmotoren,
wie etwa Benzinmotoren, funktionieren typischerweise, indem ein
Kraftstoff/Luft-Gemisch in die Motorzylinder eingeleitet wird, welches dann
verdichtet und durch eine Zündkerze
gezündet wird.
Traditionelle Kompressionszündungsmotoren, wie
etwa Dieselmotoren, funktionieren typischerweise, indem ein unter
Druck gesetzter Kraftstoff in die Motorzylinder in der Nähe des oberen
Totpunktes (OT) des Verdichtungstaktes eingeleitet oder eingespritzt
wird. Sowohl traditionelle Benzinmotor- als auch Dieselmotorverbrennung
umfasst vorgemischte oder Diffusionsflammen, die durch Fluidmechaniken gesteuert
sind. Jede Art von Motor hat Vor- und Nachteile.
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In
jüngster
Zeit sind andere Arten von Verbrennungsmethodiken oder -konzepte
für Brennkraftmaschinen
eingeführt
worden. Eines dieser Verbrennungskonzepte ist in der Technik als
Motor mit homogener Kompressionszündung oder HCCI-Motor (HCCI
von homogeneous charge compression ignition) bekannt. HCCI ist ein
verteilter, flammenloser, gesteuerter Selbstzündungsverbrennungsprozess,
der vielmehr durch Oxidationschemie als durch Fluidmechaniken gesteuert
wird. Da HCCI ein verteilter, kinetisch gesteuerter Verbrennungsprozess
ist, können HCCI-Motoren mit einem
sehr verdünnten
Kraftstoff/Luft-Gemisch, das eine relativ niedrige Spitzenverbrennungstemperatur
aufweist, betrieben werden, wodurch geringe Niveaus von NOx-Emissionen
gebildet werden. Das Kraftstoff/Luft-Gemisch für eine HCCI-Verbrennung ist
relativ homogen, und daher werden die örtlich fetten Zonen, die Rauch
und Partikelemissionen bilden, beseitigt.
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Bei
mittlerer Motordrehzahl und -last kann rückgeführtes oder eingefangenes Abgas
dazu verwendet werden, die Einlassladung zu erwärmen, um eine Selbstzündung zu
fördern.
Dieses Verfahren arbeitet jedoch bei oder in der Nähe von Leerlaufdrehzahlbedingungen
und unter Leerlauflastbedingungen nicht zufrieden stellend. Bei
oder in der Nähe
der Leerlaufdrehzahl und -last kann es sein, dass es unzureichende
Wärmeenergie
in dem Abgas gibt, um die Einlassluft zum Ermöglichen einer stabilen Selbstzündung zu
erwärmen.
Infolgedessen ist unter der Leerlaufbedingung die Abweichung des
Verbrennungsprozesses von Zyklus zu Zyklus zu hoch, um eine stabile
Selbstzündungsverbrennung
zu ermöglichen.
Folglich ist eine der Hauptschwierigkeiten beim Betrieb eines HCCI-Motors
gewesen, den Verbrennungsprozess richtig zu steuern, so dass eine
robuste und stabile Verbrennung mit niedrigen Emissionen, einer
optimalen Wärme freigaberate
und geringem Geräusch über einen
Bereich von Betriebsbedingungen erreicht werden kann.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Hybridantriebsstrang für
ein Fahrzeug vorgesehen, der eine Brennkraftmaschine aufweist, die
für einen
Betrieb in einem Betriebsmodus mit homogener Kompressionszündung ausgestaltet ist.
Ebenso sind ein Motor und eine Energiespeichereinrichtung, wie etwa
ein Elektromotor und eine Batterie, in Hybridkombination mit der
Brennkraftmaschine vorgesehen und in der Lage, das Fahrzeug bei niedrigen
Geschwindigkeiten ungeachtet des Betriebes der Brennkraftmaschine
anzutreiben. Der Motor und die Energiespeichereinrichtung können während Zeiten
niedriger Maschinenlast Leistung liefern, wenn ein stabiler Betrieb
mit homogener Kompressionszündung
schwierig aufrechtzuerhalten ist. Ein Getriebe ist funktional mit
der Brennkraftmaschine und dem Elektromotor verbunden. Das Getriebe kann
einen oder zwei Motoren anwenden, um zu ermöglichen, dass das Getriebe
in einem stufenlos verstellbaren Betriebsmodus arbeiten kann.
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Die
Brennkraftmaschine kann ein Zweitaktmotor sein, der einen Zylinderblock
aufweist, der eine Zylinderbohrung definiert. Es kann ein Einlasskanal vorgesehen
sein, um Einlassluft in die Zylinderbohrung einzulassen, und ein
Auslasskanal, um Abgas aus der Zylinderbohrung zu transportieren.
Ein Kolben ist in der Zylinderbohrung zwischen der Position eines
oberen Totpunktes und der Position eines unteren Totpunktes hin- und hergehend umsetzbar,
wobei der Kolben betreibbar ist, um die Einlass- und Auslasskanäle selektiv
zu versperren. Ein Kraftstoffeinspritzventil kann eingerichtet sein,
um Kraftstoff direkt in die Zylinderbohrung zur Verbrennung mit
der Einlassluft einzuspritzen. Ein Controller kann funk tional mit
der Kraftstoffeinspritzvorrichtung verbunden und eingerichtet sein,
um den Betriebsmodus mit homogener Kompressionszündung zu bewirken.
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Die
Brennkraftmaschine kann ein Viertaktmotor sein, der einen Zylinderblock
aufweist, der eine Zylinderbohrung definiert. Es kann ein Einlasskanal zum
Einlassen von Einlassluft in die Zylinderbohrung und ein Einlassventil,
das betreibbar ist, um die Einlassluft selektiv von dem Einlasskanal
zu der Zylinderbohrung zu transportieren, vorgesehen sein. Es kann
auch ein Auslasskanal zum Transportieren von Abgas aus der Zylinderbohrung
und ein Auslassventil, das betreibbar ist, um das Abgas aus der
Zylinderbohrung zu dem Auslasskanal zu transportieren, vorgesehen
sein. Ein Kolben ist in der Zylinderbohrung zwischen der Position
eines oberen Totpunktes und der Position eines unteren Totpunktes
hin- und hergehend
umsetzbar. Eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung kann eingerichtet
sein, um Kraftstoff direkt in die Zylinderbohrung zur Verbrennung
mit der Einlassluft einzuspritzen. Darüber hinaus kann ein Controller funktional
mit der Kraftstoffeinspritzvorrichtung verbunden und eingerichtet
sein, um den Betriebsmodus mit homogener Kompressionszündung zu
bewirken.
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Die
obigen Merkmale und Vorteile und weitere Merkmale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung der besten Ausführungsarten
der Erfindung, wenn diese mit den begleitenden Zeichnungen in Verbindung
genommen werden, deutlich werden.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische Seitenansicht (nicht maßstäblich) eines Fahrzeugantriebsstrangs mit
einer Zweitakt-Brennkraftmaschine, die im Teilquerschnitt gezeigt
ist, welcher eingerichtet ist, in einem Betriebsmodus mit homogener
Kompressionszündung
(HCCI) zu arbeiten und der eine Hybridkombination mit einem Elektromotor
und einem Getriebe ist; und
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2 ist
eine schematische Seitenansicht (nicht maßstäblich) eines Fahrzeugantriebsstrangs mit
einer Viertakt-Brennkraftmaschine, die im Teilquerschnitt gezeigt
ist, welche eingerichtet ist, in dem HCCI-Betriebsmodus zu arbeiten
und der eine Hybridkombination mit dem Elektromotor und dem Getriebe
von 1 ist.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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In 1 ist
ein Hybridantriebsstrang 10 schematisch dargestellt. Der
Hybridantriebsstrang 10 umfasst eine Zweitakt-Brennkraftmaschine 12,
einen Motor, wie etwa einen Elektromotor 14, und ein Getriebe 16.
Die Zweitakt-Brennkraftmaschine 12 umfasst eine Kurbelwelle 18,
die mit dem Getriebe 16 und dem Elektromotor 14 funktional
verbunden ist, so dass die Zweitakt-Brennkraftmaschine 12 und
der Elektromotor 14 in einer Parallel-Hybridkombination vorliegen.
Die Zweitakt-Brennkraftmaschine 12 ist in einem Betriebsmodus
mit gesteuerter Selbstzündung oder
homogener Kompressionszündung
(HCCI von homogeneous Charge compression ignition) betreibbar.
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Die
Zweitakt-Brennkraftmaschine 12 umfasst ein Zylindergehäuse oder
einen Zylinderblock 20, der ein Kurbelgehäusevolumen 22 definiert.
Der Zylinderblock 20 definiert darüber hinaus eine Zylinderbohrung 24,
in der ein Kolben 26 hin- und herbeweglich ist. Der Kolben 26 ist
an einer Pleuelstange 28 montiert, die wiederum an der
Kurbelwelle 18 montiert ist, um eine Hin- und Herbewegung
in der Zylinderbohrung 24 zwischen einer Position eines unteren
Totpunktes oder UT und einer Position eines oberen Totpunktes oder
OT bereitzustellen. Die Kurbelwelle 18 ist zumindest teilweise
in dem Kurbelgehäusevolumen 22 angeordnet
und von dem Zylinderblock 20 drehbar gelagert. Der Kolben 26,
die Pleuelstange 28 und die Kurbelwelle 18 arbeiten
gemeinsam, um die Hin- und Herbewegung des Kolbens 26 in
eine Drehbewegung der Kurbelwelle 18 umzuwandeln. Ein Zylinderkopf 32 ist
in Bezug auf den Zylinderblock 20 abnehmbar montiert und
arbeitet, um ein Ende der Zylinderbohrung 24 zu verschließen. Der Kolben 26,
die Zylinderbohrung 24 und der Zylinderkopf 32 arbeiten
zusammen, um eine Brennkammer 34 mit variablem Volumen
zu bilden. Eine Kammer 36 mit variablem Volumen ist auf
der Seite des Kolbens 26 gegenüber der Brennkammer 34 mit
variablem Volumen vorgesehen und ist durch den Kolben 26, die
Zylinderbohrung 24 und einen Wandabschnitt 38 des
Zylinderblocks 20 definiert. Der Wandabschnitt 38 trennt
im Wesentlichen die Kammer 36 mit variablem Volumen von
dem Kurbelgehäusevolumen 22. Eine
Durchbrechung 40 ist durch den Wandabschnitt 38 definiert
und eingerichtet, die Pleuelstange 28 dort hindurch aufzunehmen.
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Der
Zylinderblock 20 definiert einen Einlasskanal 42,
einen Auslasskanal 44 und einen Übertragungskanal 46.
Der Einlasskanal 42 arbeitet, um selektiv Einlassluft 48 von
einem Einlasskrümmer 50 zu der
Kammer 36 mit variablem Volumen zu transportieren. Der Übertragungskanal 46 arbeitet,
um selektiv Einlassluft 48 von der Kammer 36 mit
variablem Volumen zu der Brennkammer 34 mit variablem Volumen
zu transportieren. Zusätzlich
arbeitet der Auslasskanal 44, um Verbrennungsprodukte oder
Abgase 52 aus der Brennkammer 34 mit variablem
Volumen selektiv zu einem Auslasskrümmer 54 für die anschließende Freigabe
an die Atmosphäre
zu transportieren. Der Kolben 26 arbeitet, um den Einlasskanal 42,
den Auslasskanal 44 und den Übertragungskanal 46 selektiv
zu versperren, wenn sich der Kolben 26 in der Zylinderbohrung 24 hin-
und herbewegt.
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Eine
Zündvorrichtung
oder Zündkerze 56 und
eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung 58 sind zumindest teilweise
in dem Zylinderkopf 32 vorgesehen. Die Kraftstoffeinspritzvorrichtung
ist eingerichtet und positioniert, um Kraftstoff 60, von
einer Druckkraftstoffquelle 62 direkt in die Brennkammer 34 mit
variablem Volumen einzuspritzen. Alternative Kraftstoffbeaufschlagungsstrategien,
wie etwa Einlasskanal-Kraftstoffeinspritzung und Drosselkörper-Kraftstoffeinspritzung,
können
auch in Verbindung mit bestimmten Aspekten der vorliegenden Erfindung
verwendet werden; jedoch ist der bevorzugte Ansatz die Direkteinspritzung.
Während
weitläufig
verfügbare Qualitäten von
Benzin und dessen leichten Ethanolmischungen bevorzugte Kraftstoffe
sind, können
bei der Implementierung der vorliegenden Erfindung ähnlich alternative
flüssige
und gasförmige
Kraftstoffe, wie höhere
Ethanolmischungen (E80, E85 usw.), reines Ethanol (E99), reines
Methanol (M100), Erdgas, Wasserstoff, Biogas, verschiedene Reformate, Syngase,
usw., ebenfalls verwendet werden. Die Zündkerze 56 erstreckt
sich durch den Zylinderkopf 32 zu der Brennkammer 34 mit
variablem Volumen und arbeitet, um eine Zündquelle für ein Gemisch von Kraftstoff 60 und
Einlassluft 48 in der Brennkammer 34 mit variablem
Volumen während
des Fremdzündungsbetriebes
der Brennkraftmaschine 12 bereitzustellen.
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Wenn
sich der Kolben aus der OT-Position in die UT-Position in der Zylinderbohrung 24 bewegt, werden
der Auslasskanal 44 und der Durchgang 64 des Übertragungskanals 46 durch
den Kolben 26 freigegeben. Zusätzlich wird das Volumen der
Kammer 36 mit variablem Volumen abnehmen, wodurch darin enthaltene
Einlassluft 48 in den Übertragungskanal 46 über den
Durchgang 66 gedrückt
wird. Die Einlassluft 48 tritt in die Brennkammer 34 mit
variablem Volumen mit einem ausreichenden Moment ein, um Abgase 52 in
den Auslasskanal 44 zu drücken und somit eine Abgasspülung zu
bewirken. Ein Reedventil 68 ist zwischen dem Einlasskrümmer 50 und
dem Einlasskanal 42 vorgesehen und arbeitet, um die Strömung der
Einlassluft 48 aus der Kammer 36 mit variablem
Volumen in den Einlasskrümmer 50 während des
Hubes des Kolbens 26 nach unten zu sperren.
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Wenn
sich der Kolben 26 aus der UT-Position in die OT-Position
bewegt, werden der obere Durchgang 64 des Übertragungskanals 46 und
der Auslasskanal 44 durch den Kolben 26 versperrt,
so dass das Gemisch aus Einlassluft 48 und Kraftstoff 60 in
der Brennkammer 34 mit variablem Volumen verdichtet wird,
um Bedingungen zu erzeugen, die für eine Verbrennung darin günstig sind.
Der in der Kammer 36 mit variablem Volumen während des
Aufwärtshubes
des Kolbens 26 geschaffene Unterdruck wird Einlassluft 48 durch
das Reedventil 68 und in die Kammer 36 mit variablem
Volumen drücken.
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Im
Betrieb arbeitet die Brennkraftmaschine 12 während leichter
bis mittlerer Maschinenlasten in einem HCCI-Verbrennungsmodus, wobei
Kraftstoff 60 früher
eingespritzt wird, als es üblich
ist, um ein adäquates
Vormischen von Kraftstoff 60 und Einlassluft 48 zu
ermöglichen.
Dieses Kraftstoffeinspritzereignis tritt auf, geringfügig nachdem
der Kolben 26 seine Bewegung von der UT-Position in die
OT-Position beginnt. Die eingespritzte Kraftstoffmenge liefert ein
ausreichend überstöchiometrisches
Luft/Kraftstoff-Verhältnis,
so dass eine vorzeitige Selbstzündung
des Gemischs im Wesentlichen vermieden wird. Wenn sich der Kolben 26 näher zu dem
OT bewegt, wird eine zweite Einspritzung von Kraftstoff durchgeführt. Diese
zweite Einspritzung arbeitet, um das Kraftstoff-Luft-Gemisch in der Brennkammer 34 mit
variablem Volumen fetter zu machen und somit zuzulassen, dass eine
Selbstzündung
auftreten kann. Fachleute werden andere Kraftstoffeinspritzstrategien
erkennen, die in der Lage sind, den HCCI-Betriebsmodus zu ermöglichen,
einschließich
das Verändern
der Kraftstoffeinspritzzeiten sowie die Verringerung oder Erhöhung der
Menge von eingespritztem Kraftstoff und die Anzahl von Kraftstoffeinspritzereignissen.
Der HCCI-Betriebsmodus ist im Allgemeinen als gesteuerter Selbstzündungsprozess
mit einem überstöchiometrischen
Luft/Kraftstoff-Verhältnis
oder einem stöchiometrischen
Luft/Kraftstoff-Verhältnis charakterisiert.
Der HCCI-Verbrennungsprozess zeichnet sich darüber hinaus durch das Fehlen eines
durch die Zündkerze 56 gelieferten
Funkens zur Einleitung der Verbrennung des Gemischs aus Einlassluft 48 und
Kraftstoff 60 aus. Bei sehr leichten Maschinenlasten und
hohen Maschinenlasten kann es sein, dass die HCCI-Verbrennung instabil
wird, was zu einem rauen Maschinenbetrieb führt. Bei höheren Maschinenlasten kann
es vorteilhaft sein, die Brennkraftmaschine 12 in einem
fremdgezündeten Betriebsmodus
zu betreiben, wobei die Gesamtmenge an Kraftstoff 60 in
die Brennkammer 34 mit variablem Volumen eingespritzt wird.
Anschließend
wird das Gemisch aus Einlassluft 48 und Kraftstoff 60 durch
den Kolben 26 verdichtet und über einen durch die Zündkerze 56 zu
einem vorbestimmten Zeitpunkt eingeleiteten Zündfunken gezündet.
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Ein
elektronisches Steuermodul oder Controller 70 ist vorzugsweise
ein programmierbarer digitaler Computer, der die Standardelemente
einer zentralen Verarbeitungseinheit, eines Direktzugriffsspeichers,
eines Nurlesespeichers, eines Analog/Digital-Wandlers, einer Eingabe/Ausgabe-Schaltung und einer
Taktschaltung umfasst. Der Controller 70 ist geeig net,
Informationen hinsichtlich verschiedener Maschinenparameter von
verschiedenen mit der Maschine verbundenen Sensoren, die nicht gezeigt sind,
zu empfangen. Bei Empfang derartiger Informationen führt der
Controller 70 erforderliche Berechnungen durch und liefert
Ausgangssignale, die zu verschiedenen Betriebssystemen übertragen
werden, die den Betrieb der Brennkraftmaschine 12 beeinflussen.
Der Controller 70 ist eingerichtet, Befehlssignale an die
Zündkerze 56 und
die Kraftstoffeinspritzvorrichtung 58 zu liefern.
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Der
Elektromotor
14 ist funktional mit einer Energiespeichereinrichtung,
wie etwa einer Batterie
72 verbunden, die selektiv Energie
zu dem Elektromotor
14 überträgt, so dass
der Elektromotor
14 zur Leistungsabgabe des Betriebes
16 beiträgt. Zusätzlich ist
der Elektromotor
14 betreibbar, um einen Antrieb eines
Fahrzeugs, das mit einem Hybridantriebsstrang ausgestattet ist,
bei niedriger Geschwindigkeit ungeachtet des Betriebes der Brennkraftmaschine
12 zu
bewirken. Das Getriebe
16 ist vorzugsweise ein stufenloses
Getriebe. Genauer ist das Getriebe
16, das in
1 dargestellt
ist, ein elektrisch verstellbares Getriebe (EVT von electrically
variable transmission). Dementsprechend umfasst das Getriebe
16 einen
zweiten Elektromotor
74, eine Antriebswelle
76, die
mit der Kurbelwelle
18 für eine Drehung als eine Einheit
damit verbunden ist, eine Abtriebswelle
78 und eine Differenzialzahnradanordnung
80.
Die Differenzialzahnradanordnung
80 ist funktional mit
den Elektromotoren
14,
74, der Antriebswelle
76 und
der Abtriebswelle
78 verbunden. Der Controller
70 ist funktional
mit der Batterie
72 und den Elektromotoren
14 und
74 verbunden,
um die Drehzahl der Elektromotoren
14,
74 und
dadurch das Drehzahlverhältnis zwischen
der Antriebswelle
76 und der Abtriebswelle
78 zu
steuern. Ein beispielhaftes EVT ist in
U.S. Patent Nr. 6,527,658 beschrieben,
das am 4. März
2003 für
Holmes et al. erteilt wurde, dessen Offenbarungsgehalt hierin durch
Bezugnahme vollständig
mit eingeschlossen ist.
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Das
Getriebe 16 hat vorzugsweise einen ersten Betriebsmodus,
in dem einer der Elektromotoren 14 oder 74 es
ermöglicht,
dass das Getriebe 16 das Drehzahlverhältnis durch das Getriebe 16 stufenlos verändern kann,
und einen zweiten Betriebsmodus, in dem zwei Elektromotoren 14 und 74 verwendet werden,
um das Drehzahlverhältnis
durch das Getriebe 16 stufenlos zu verändern. Fachleute werden erkennen,
dass eng beabstandete Übersetzungsverhältnisse
mit fester Stufe, wie etwa Stufen von 1, 4 oder weniger, mit der
vorliegenden Erfindung anstelle eines stufenlosen Betriebsmodus
verwendet werden können.
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In 2,
in der gleiche Bezugszeichen gleichen Bauteilen von 1 entsprechen,
ist schematisch ein Hybridantriebsstrang gezeigt, der allgemein mit 10' angegeben ist.
Der Hybridantriebsstrang 10' umfasst
eine Viertakt-Brennkraftmaschine 82,
den Elektromotor 14 und das Getriebe 16. Die Viertakt-Brennkraftmaschine 82 umfasst
eine Kurbelwelle 84, die funktional mit dem Getriebe 16 und
dem Elektromotor 14 verbunden ist, so dass die Viertakt-Brennkraftmaschine 82 und
der Elektromotor 14 in einer Parallel-Hybridkombination
vorliegen. Die Viertakt-Brennkraftmaschine 82 ist eingerichtet,
zumindest über
einen Teil des Betriebsbereiches der Viertakt-Brennkraftmaschine 82 in
dem HCCI-Betriebsmodus zu arbeiten.
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Die
Viertakt-Brennkraftmaschine 82 umfasst ein Zylindergehäuse oder
einen Zylinderblock 86, der ein Kurbelgehäusevolumen 88 definiert.
Der Zylinderblock 86 definiert darüber hinaus eine Zylinderbohrung 90,
in der ein Kolben 92 hin- und herbeweglich ist. Der Kolben 92 ist
an einer Pleuelstange 94 montiert, die an der Kurbelwelle 84 montiert
ist, um eine Hin- und
Herbewegung in der Zylinderbohrung 90 zwischen der UT-Position
und der OT-Position bereitzustellen. Die Kurbelwelle 84 ist
zumindest teilweise in dem Kurbelgehäusevolumen 88 angeordnet und
von dem Zylinderblock 86 drehbar gelagert. Der Kolben 92,
die Pleuelstange 94 und die Kurbelwelle 84 arbeiten
gemeinsam, um die Hin- und Herbewegung des Kolbens 92 in
eine Drehbewegung der Kurbelwelle 84 umzuwandeln. Ein Zylinderkopf 96 ist
abnehmbar in Bezug auf den Zylinderblock 86 montiert und
arbeitet, um ein Ende der Zylinderbohrung 90 zu verschließen. Der
Kolben 92, die Zylinderbohrung 90 und der Zylinderkopf 96 arbeiten
zusammen, um eine Brennkammer 98 mit variablem Volumen
zu bilden.
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Der
Zylinderkopf 96 definiert einen Einlasskanal 100 und
einen Auslasskanal 102. Der Einlasskanal 100 arbeitet,
um Einlassluft 48 in einem Einlasskrümmer 104 zu einem
Einlassventil 106 zu transportieren. Das Einlassventil 106 ist
in dem Zylinderkopf 96 verschiebbar angeordnet und arbeitet,
um die Einlassluft 48 selektiv in die Brennkammer 98 mit variablem
Volumen einzuleiten. Ein Auslassventil 108 ist in dem Zylinderkopf 96 verschiebbar
angeordnet und arbeitet, um Abgas 52 aus der Brennkammer 98 mit
variablem Volumen selektiv in den Auslasskanal 102 einzuleiten.
Ein Abgaskrümmer 110 ist
in Bezug auf den Zylinderkopf 96 montiert und arbeitet,
um Abgas 52 aus dem Auslasskanal 102 zu dem Rest des
Fahrzeugabgassystems, nicht gezeigt, zur anschließenden Freigabe
an die Atmosphäre
zu transportieren. Ein Abgasrückführsystem
oder AGR-System 112 kann
vorgesehen sein, um einen Bruchteil des Abgases 52 als
AGR-Gas 113 zu dem Einlasskrümmer 104 über einen
AGR-Kanal 114 zurückzuführen. Der
Massendurchsatz von AGR-Gas 113 kann von einem hochtemperaturbeständigen Ventil 116 selektiv
und variabel gesteuert werden. Fachleute werden erkennen, dass die
Einleitung von AGR-Gas 113 in den Einlasskrümmer 48 arbeiten kann,
um Stickoxidemissionen, oder NOx-Emissionen, zu vermindern und die
Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu verbessern. Zusätzlich kann AGR-Gas 113 eine
Maßnahme
für die
Stabilität
der Brennkraftmaschine 82 liefern, wenn diese in dem HCCI- Betriebsmodus arbeitet,
indem die Einlassluft 48 vor dem Eintritt in die Brennkammer 98 mit
variablem Volumen erwärmt
wird, wodurch die Selbstzündung
gefördert wird.
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Eine
Zündvorrichtung
oder Zündkerze 118 und
eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung 120 sind zumindest
teilweise in dem Zylinderkopf 96 vorgesehen. Die Kraftstoffeinspritzvorrichtung 120 ist
eingerichtet und positioniert, um Kraftstoff 60 von der Druckkraftstoffquelle 62 direkt
in die Brennkammer 98 mit variablem Volumen einzuspritzen.
Alternative Kraftstoffbeaufschlagungsstrategien, wie etwa Einlasskanal-Kraftstoffeinspritzung
und Drosselkörper-Kraftstoffeinspritzung,
können
ebenfalls in Verbindung mit bestimmten Aspekten der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, jedoch ist der bevorzugte Ansatz die Direkteinspritzung.
So wie es vorstehend besprochen wurde, können, obwohl weitläufig verfügbare Qualitäten von
Benzin und dessen Ethanolmischungen bevorzugte Kraftstoffe sind,
bei der Implementierung der vorliegenden Erfindung auch alternative
flüssige
und gasförmige
Kraftstoffe, wie etwa höhere
Ethanolmischungen (E80, E85, usw.), reines Ethanol (E99), reines
Methanol (M100), Erdgas, Wasserstoff, Biogas, verschiedene Reformate,
Syngase, usw. verwendet werden. Die Zündkerze 118 erstreckt
sich durch den Zylinderkopf 96 zu der Brennkammer 98 mit
variablem Volumen und arbeitet, um während des Fremdzündungsbetriebes
der Viertakt-Brennkraftmaschine 82 eine Zündquelle
für das
Gemisch aus Kraftstoff 60 und Einlassluft 48 in der
Brennkammer 98 mit variablem Volumenbereitzustellen.
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Fachleute
werden erkennen, dass die Kurbelwelle 84 der Viertakt-Brennkraftmaschine 82 während jedes
Taktes der Brennkraftmaschine durch zwei Umdrehungen oder 720 Grad
rotiert. Das heißt der
Kolben 92 in der Viertakt-Brennkraftmaschine 82 wird
sich von der OT-Position zu der UT-Position in dem so genannten Einlasstakt
bewegen, in dem Einlassluft 48, Kraftstoff 60 und/oder
AGR-Gas 113 in die Brennkammer 98 mit variablem
Volumen eingeleitet wird. Während
des Verdichtungstaktes wird sich der Kolben 92 aus der
UT-Position in die OT-Position bewegen, wobei das Gemisch aus Kraftstoff 60,
Einlassluft 48 und/oder AGR-Gas 113 verdichtet
wird, um günstige
Bedingungen zur Verbrennung zu schaffen. Anschließend wird
sich der Kolben 92 während des
Arbeits- oder Ausstoßtaktes
aus der OT-Position in die UT-Position bewegen. Während des
Ausstoßtaktes
drängen
sich schnell ausdehnende Verbrennungsgase den Kolben 92 nach
unten, um Leistung zu erzeugen. Die Abgase 52 werden aus
der Brennkammer 98 mit variablem Volumen gedrückt, wenn sich
der Kolben 92 aus der UT-Position in die OT-Position bewegt,
was üblicherweise
als der Ausstoßtakt bezeichnet
wird.
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Im
Betrieb arbeitet die Viertakt-Brennkraftmaschine 82 während leichter
bis mittlerer Maschinenlasten in dem HCCI-Verbrennungsmodus, wobei eine
vorbestimmte Menge Kraftstoff 60 früher als üblich eingespritzt wird, um
ein angemessenes Vormischen von Kraftstoff 60 und Einlassluft 48 zuzulassen.
Dieses Kraftstoffeinspritzereignis tritt üblicherweise früh in dem
Einlasstakt auf. Die eingespritzte Menge an Kraftstoff 60 liefert
ein überstöchiometrisches
Luft/Kraftstoff-Verhältnis,
so dass eine vorzeitige Selbstzündung
des Gemischs aus Einlassluft 48 und Kraftstoff 60 im
Wesentlichen vermieden wird. Wenn sich der Kolben 92 in
Richtung OT des Verdichtungstaktes bewegt, wird eine zweite Einspritzung
von Kraftstoff 60 durchgeführt. Dieses zweite Einspritzereignis
arbeitet, um das Luft/Kraftstoff-Verhältnis in der Brennkammer 98 mit
variablem Volumen fetter zu machen und somit eine Selbstzündung zuzulassen.
Fachleute werden andere Kraftstoffeinspritzstrategien erkennen,
die in der Lage sind, einen HCCI-Betriebsmodus zu ermöglichen,
einschließlich das
Verändern
der Kraftstoffeinspritzzeiten sowie das Verringern oder Erhöhen der
eingespritzten Kraftstoffmenge und die Anzahl von Kraftstoffeinspritzereignis sen.
Der HCCI-Betriebsmodus ist im Allgemeinen als ein gesteuerter Selbstzündungsprozess
mit einem überstöchiometrischen
Luft/Kraftstoff-Verhältnis oder
einem stöchiometrischen
Luft/Kraftstoff-Verhältnis
charakterisiert. Der HCCI-Verbrennungsprozess zeichnet sich darüber hinaus
durch das Fehlen eines von der Zündkerze 118 gelieferten
Zündfunkens
zum Einleiten einer Verbrennung des Gemischs aus Einlassluft 48 und
Kraftstoff 60 aus. Bei sehr leichten Maschinenlasten kann
es sein, dass die HCCI-Verbrennung instabil wird. Es kann eine Menge von
AGR-Gas 113 in den Einlasskrümmer 48 eingeleitet
werden, um die Einlassluft 48 zu erwärmen, wodurch eine Selbstzündung unterstützt wird.
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Während hoher
Maschinenlasten kann es sein, dass die HCCI-Verbrennung instabil
wird, was zu einem rauen Betrieb der Maschine führt. Bei höheren Maschinenlasten kann
es vorteilhaft sein, die Brennkraftmaschine 82 in einem
fremdgezündeten Betriebsmodus
zu betreiben, in dem die Gesamtmenge an Kraftstoff 60 in
die Brennkammer 98 mit variablem Volumen eingespritzt wird.
Die Einlassluft 48 und der Kraftstoff 60 werden
dann durch den Kolben 92 verdichtet und über einen
durch die Zündkerze 118 zu
einem vorbestimmten Zeitpunkt eingeleiteten Zündfunken gezündet. Der
Controller 70 ist eingerichtet, um der Zündkerze 118 und
der Kraftstoffeinspritzvorrichtung 120 Befehlssignale zu
liefern. Zusätzlich
ist der Controller 70 eingerichtet, um Befehlssignale zum
Steuern des Ventils 116 bereitzustellen.
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Die
Komponenten und die Funktionalität
des Getriebes 16 von 2 wurden
vorstehend anhand von 1 besprochen. Wie es früher festgestellt wurde,
tritt der HCCI-Betriebsmodus im Allgemeinen in einem begrenzten
Bereich der Maschinenlast auf. Daher wird das Bereitstellen des
Getriebes 16, das entweder variable oder eng beabstandete
feste Übersetzungsverhältnisse
oder eine Kombination davon aufweist, in Kombination mit Elektromotoren 14 und 74,
und der Batterie 72 zulassen, dass die Brennkraftmaschine 12 oder 82 die
HCCI-Verbrennung aufrechterhält,
während
der Betrieb des Fahrzeugs variiert. Die Batterie 72 und
die Elektromotoren 14 und 74 wirken, um die Leistungslast
auf der Maschine auszugleichen, während die Differenzialzahnradanordnung 80 in
dem Getriebe 16 arbeitet, um die Drehgeschwindigkeit der
Brennkraftmaschine 12 oder 82 in einem schmalen
Betriebsbereich aufrechtzuerhalten oder die Drehgeschwindigkeit
der Brennkraftmaschine 12 oder 82 zu verändern, um
den HCCI-Betriebsmodus für
ein gegebenes Maschinenleistungsniveau zu optimieren.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung anhand von Einzylinder-Brennkraftmaschinen 12 und 82 beschrieben
worden ist, werden Fachleute erkennen, dass die vorliegende Erfindung
auf Maschinen mit mehreren Zylindern, wie etwa jene, die 3, 4, 5,
6, 8, 10, 12 oder auch 16 Zylinder aufweisen, anwendbar ist. Zusätzlich beschrieb
die vorstehende Beschreibung sowohl eine Zweitakt- als auch eine
Viertakt-Brennkraftmaschine 12 bzw. 82, die in
einem fremdgezündeten
Betriebsmodus betreibbar sind. Fachleute werden erkennen, dass die
vorliegende Erfindung auf Brennkraftmaschinen angewandt werden kann,
die rein in Kompressionszündungsmodi
arbeiten, wie etwa Dieselmotoren, während sie im beanspruchten
Schutzumfang bleiben. Als solche wären die Zündvorrichtungen 56 und 118 Glühkerzen anstelle
von Zündkerzen.
Zusätzlich
können
Einlassluftheizungen vorgesehen sein, um bei der Verbrennung des
kompressionsgezündeten
Motors zu helfen. Obgleich die besten Ausführungsarten der Erfindung ausführlich beschrieben
worden sind, werden Fachleute auf dem Gebiet der Erfindung verschiedene
alternative Konstruktionen und Ausführungsformen zur praktischen
Ausführung
der Erfindung innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche erkennen.