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Die
Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsreinigungsvorrichtung
mit einer Steueranordnung zur Veränderung der Ausrichtung zumindest
einer Reinigungseinrichtung wie sie aus der nachveröffentlichten
DE 10 2005 004 230
A1 bekannt ist.
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Die
Abtrennung von Fest- und Schwimmstoffen aus Flüssigkeiten erfolgt in der Abwasserreinigung
in großen
Becken oder Behältern,
die mindestens eine Zulaufseite für das Abwasser und mindestens
eine Ablaufseite für
die gereinigte Flüssigkeit
besitzen. Die gereinigte Flüssigkeit
verlässt
die Becken zumeist im Freispiegelabfluss, wobei sie über eine Überfallkante
in eine Ablaufeinrichtung überfällt. Je nach
Flüssigkeitsvolumenstrom,
mit dem das Becken beschickt wird, bilden sich in der Ablaufeinrichtung unterschiedliche
Flüssigkeitshöhenstände während des Überfalls
aus.
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Die
Geschwindigkeit der überfallenden
Flüssigkeit
nimmt mit geringer werdender Entfernung zur eigentlichen Überfallkante
immer weiter zu, bis dass sie in der Nähe des Überfalls ihren Maximalwert
erreicht. Durch diese Geschwindigkeitsveränderung entsteht eine Potentialdifferenz,
die einen Sog hervorruft, durch den zuvor abgeschiedene Schwimm- und
Feststoffe wieder aufgewirbelt und mit dem überfallenden Wasser in die
Ablaufeinrichtung transportiert werden können. Dadurch wird die Wirkung
der davor liegenden Becken oder Behälter verschlechtert. Aus diesem
Grund werden die Überfallkanten mit
Reinigungseinrichtungen, wie z. B. feststehenden senkrechten Platten,
sogenannten Tauchwänden, oder
geneigten Platten, sogenannten Lamellen, versehen, die einen Rückhalt der
abgeschiedenen Stoffe in den Becken oder Behältern sowie auf der Oberfläche des
Flüssigkeitsspiegels
gewährleisten
sollen. Um den Rückhalt
zu ermöglichen,
werden die Reinigungs einrichtungen in einem festen Abstand als feststehende
oder vertikal aufschwimmende ebene Platte vor der Überfallkante
angebracht. Die aufschwimmende Variante wird überwiegend bei nicht dauereingestauten
Becken oder Behältern
eingesetzt, so dass schon während
des Füllvorganges
die ebene Platte in die Flüssigkeit
eintaucht und so ein verbesserter Schwimmstoffrückhalt gegeben ist. Da der
Einbau der Reinigungseinrichtung, insbesondere der Tauchwände, die
Strömungsgeschwindigkeit
und die Überfallhöhe an der Überfallkante
beeinflusst, wäre es
vorteilhaft, die Ausrichtung und/oder Position in Form des Abstandes,
des Winkels und/oder der Eindringtiefe der Reinigungseinrichtung
in die Flüssigkeit
in Abhängigkeit
des Beschickungsvolumenstroms zu variieren.
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Im
Bereich der Mischwasserspeicherung kann die Abscheideleistung der
Becken durch Reinigungseinrichtungen, die aus geneigten Platten
bestehen, erhöht
werden (
DE 697 01
121 T2 ). Die Steuerung dieser Reinigungseinrichtungen,
insbesondere deren Winkelstellung, erfolgt über die Füllstandshöhe bzw. über die Flüssigkeitsspiegeländerung
innerhalb der Becken. Bei dieser Steueranordnung ist besonders nachteilig,
dass bei dauereingestauten Becken nur die Flüssigkeitsspiegeländerung
zur Regelung der Reinigungseinrichtung eingesetzt werden kann. Aufgrund
der großen
Oberfläche
der Becken sind die Flüssigkeitsspiegeländerungen
sehr gering, so dass eine mechanische Regelung sowohl sehr ungenau ist,
als auch eine hohe Trägheit
besitzt.
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In
der Patentschrift
US
4,514,303 A wird zur Verstellung einer Reinigungseinrichtung
ein elektrisches Stellelement in Form eines Motors eingesetzt, jedoch
erfolgt die Positionsveränderung
der Reinigungseinrichtung nicht automatisch, sondern wird manuell
betätigt.
Diese Ausführungsvariante
ist besonders nachteilig, da hier keine Kopplung zwischen der Stelleinrichtung
und der Stellgröße, beispielsweise
der Flüssigkeitsmenge,
der Flüssigkeitsgeschwindigkeit
oder dem Flüssigkeitsniveau
besteht, und da die Reinigungsleistung des Beckens oder Behälters nur
dann gesteigert bzw. erhalten bleibt, wenn die Betätigung der
Stelleinrichtung gleichzeitig zur Veränderung der Flüssigkeit
in den Becken oder Behältern
erfolgt. Diese Nachteile können
durch eine automatisch wirkende Steueranordnung umgangen werden,
in der die Stellgröße dauerhaft
erfasst und das Stellelement nach der Stellgröße betätigt wird.
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Die
US 5,538,631 A betrifft
eine Reinigungsvorrichtung, die nach dem Flotationsprinzip arbeitet. Dabei
werden im Abscheidebecken einerseits schwere Bestandteile des zu
reinigenden Abwassers am Boden gesammelt und dort abgezogen und
andererseits wird Druckluft durch Rohre am Beckenboden eingeleitet.
Die eingeleitete Luft setzt sich an Schwebestoffen fest und verleiht
diesen Auftrieb, so dass die Schwebestoffe an die Flüssigkeitsoberfläche driften
und dort mittels eines umlaufenden Rechens von der Oberfläche abgezogen
werden. Um eine möglichst
effiziente Verbindung zwischen den Luftblasen und den Schwebestoffen
zu erreichen, ist eine laminare Strömung durch das Becken erwünscht. Zum Erzielen
der laminaren Strömung
sind im Becken verteilt Strömungsflügel angeordnet,
die eine gleichmäßige Ausbreitung
der Strömung
im Becken bewirken. Da sich die Strömungsgeschwindigkeit und damit das
Turbulenzverhalten mit der Strömungsmenge ändert, ist
der Neigungswinkel der Strömungsflügel verstellbar.
Eine Abscheidung von Verunreinigungen an den Strömungsflügeln und eine anschließende Ausfällung der
abgeschiedenen Verunreinigungen zum Beckenboden ist daraus nicht
bekannt.
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Die
DE 29 33 057 C2 beschreibt
eine Vorrichtung für
Regen- und Klärbecken
mit einer schwimmfähigen,
beweglichen Tauchwand zur Rückhaltung
von Oberflächenschlamm.
Die verschwenkbar gelagerte Tauchwand ist mittels eines Hebelmechanismus
in Abhängigkeit
von der Höhe
des Wasserspiegels verstellbar.
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Die
EP 0 690 179 A1 schlägt eine
schwimmende Tauchwand vor der Überlaufwand
von Regenüberlauf-
und Klärbecken
zum Rückhalten
aufschwimmender Verunreinigungen vor. Die Tauchwand kann in Abhängigkeit
vom Niveau des Flüssigkeitsspiegels
sowohl direkt an einer Schwenkachse angelenkt sein als auch an einem
oder mehreren Schwenkarmen befestigt sein.
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Bei
der
DE 296 23 598
U1 weist eine Kläreinrichtung
eine horizontal und vertikal verstellbare Lamelleneinheit zur Anpassung
an unterschiedliche Feinstoffanteile im Waschwasser und zur Einstellung des
Abscheidegrades auf. Hierbei sind die einzelnen Lamellen über ein
Gestänge
verbunden, wobei ein gemeinsamer Verstellmechanismus außerhalb
des Wasserbereichs angeordnet ist.
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Bei
der nachveröffentlichten
DE 10 2005 004 230
A1 wird der Anstellwinkel eines Lamellenabscheiders in
einem Reinigungsbecken in Abhängigkeit
der in das Becken zuströmenden
Flüssigkeitsmenge
verstellt.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine Flüssigkeitsreinigungsvorrichtung
mit einer effizienten Steueranordnung zur Steuerung zumindest einer
im Reinigungsbehälter
angeordneten Reinigungsvorrichtung vorzusehen.
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Diese
Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Gemäß Anspruch
1 wird die aus dem Behälter
strömende
Flüssigkeit
in eine Ablaufeinrichtung geleitet. Die in die Ablaufeinrichtung
einströmende und/oder
die die Ablaufeinrichtung durchströmende und/oder sich dort zeitweise
sammelnde Flüssigkeit wirkt
auf das zumindest eine Stellelement und bewirkt dessen Betätigung,
beispielsweise dessen Auslenkung. Die Betätigung bzw. Betätigungskraft
die das zumindest eine Stellelement erfährt, wird durch die Stelleinrichtung
in eine Änderung
der Position und/oder Ausrichtung zumindest einer Reinigungseinrichtung
umgesetzt. Der Reinigungsbehälter
ist beispielsweise ein Becken (Reinigungsbecken).
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Im
Gegensatz zu einer Verstellung der Reinigungseinrichtung durch eine
Niveauänderung
im Reinigungsbehälter,
ist eine Verstellung in Abhängigkeit
der Flüssigkeit
in der nachgeschalteten Ablaufeinrichtung wesentlich empfindlicher
auf den aktuellen Reinigungsbedarf im Behälter aufgrund der vorhandenen
Behälterdurchströmung abzustimmen.
Vor allem wenn es gewünscht
ist das Niveau im Behälter möglichst
konstant zu halten, ist das Niveau eine ineffektive Größe zur Veränderung
der Stellung oder Lage der Reinigungseinrichtung. Auch im Vergleich zur
Veränderung
der Lage oder Position der Reinigungseinrichtung in Abhängigkeit
der in den Behälter zuströmenden Flüssigkeit,
gibt die Abhängigkeit
von der abströmenden
Flüssigkeit
den tatsächlichen
Reinigungsbedarf im Becken bzw. die Reinigungsverhältnisse
genauer wieder, da sich die benötigte
Reinigungsleistung auf die zu reinigende Flüssigkeitsmenge bezieht, also
die Flüssigkeitsmenge,
die abströmt.
Ist beispielsweise der Behälter
nur teilweise gefüllt,
so wird die in den Behälter
zulaufende Flüssigkeit
erst den Behälter
füllen,
bevor die gereinigte Flüssigkeit
bei Erreichen des Ablaufniveaus aus dem Behälter austritt.
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Bei
einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das zumindest eine Stellelement
oder zumindest eines der Stellelemente ein Schwimmkörper (z.
B. Auftriebskörper)
und/oder ein Strömungskörper (z.
B. Verdrängungskörper), so
dass ein einfacher und kostengünstiger
Aufbau ermöglicht
wird. Alternativ umfasst das zumindest eine Stellelement einen Schwimm-
und/oder Strömungskörper.
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Vorzugsweise
findet an der Reinigungseinrichtung eine Akkumulation der Verunreinigungen aus
der Flüssigkeit
im Reinigungsbehälter
statt. Vorteilhaft erfolgt die Abreinigung der Verunreinigungen schwerkraftbedingt
oder -unterstützt.
Um die Schwerkraftreinigung zu unterstützen wird zumindest eine Tauchwand
oder eine Lamellenabscheiderwand zeitweise vertikal oder ungefähr vertikal
gestellt. Dagegen wird die Reinigungswirkung mit zunehmender Neigung
der zumindest einen Tauchwand oder Lamellenabscheiderwand gegenüber der
Vertikalen erhöht.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Neigung automatisch
durch die Steuereinrichtung mit zunehmender Menge der aus dem Behälter abfließenden Flüssigkeitsmenge
erhöht
(zunehmender Reinigungsbedarf im Behälter). Dagegen findet die Abreinigung
bzw. das Ausfällen
der Verunreinigungen von der zumindest einen Tauchwand oder Lamellenabscheiderwand
bevorzugt bei geringem Ablauf statt (geringe oder keine Auslenkung
gegenüber der
vertikalen Stellung).
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Vorteilhaft
weist das zumindest eine Stellelement aufgrund seiner Form einen
hohen Strömungswiderstand
auf, beispielsweise in Form eines geschlossenen viereckigen Kastens,
der beispielsweise mit seiner größten Seite
angeströmt
wird und senkrecht zur Strömungsrichtung
in der Ablaufeinrichtung angeordnet ist, und/oder aufgrund seines
Aufbaus, beispielsweise als Hohlkörper, der beispielsweise eine
geringere mittlere Dichte als die umgebende Flüssigkeit besitzt. Dieses Stellelement
wird sowohl einer Widerstandskraft aufgrund der strömenden Umgebungsflüssigkeit
und/oder einer Auftriebskraft aufgrund der Verdrängung der umgebenden Flüssigkeit
ausgesetzt. Durch die bewegliche Anordnung des Stellelementes innerhalb
der Stelleinrichtung bewirkt die Widerstandskraft eine Lageveränderung des
Stellelementes in der Ablaufeinrichtung in Strömungsrichtung und/oder die
Auftriebskraft eine Lageveränderung
in Richtung der Flüssigkeitsoberfläche. Vorteilhaft
ist mittels der zumindest einen Stelleinrichtung die Position und/oder
Ausrichtung der zumindest einen Reinigungseinrichtung so veränderbar,
dass eine Auslenkung der zumindest einen Reinigungseinrichtung mit
zunehmender Strömungsgeschwindigkeit
zunimmt.
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Bei
einer Weiterbildung kann durch die Neigung des Bodens der Ablaufeinrichtung
die Strömungsgeschwindigkeit
der ablaufenden Flüssigkeit beeinflusst
werden. Dabei erhöht
sich generell die Strömungsgeschwindigkeit
bei einem zur Auslaufseite der Ablaufeinrichtung hin abfallendem
Verlauf, was durch die höhere
Strömungsgeschwindigkeit und/oder
höheren
Staudruck eine erhöhte
Kraft zur Auslenkung des zumindest einen Stellelements bereitstellt.
Beispielsweise wird mit zunehmender Neigung die Strömungsgeschwindigkeit
größer. Die
kinetische Energie der Flüssigkeit
kann unter Verwendung des zumindest einen Stellelements teilweise oder
vollständig
in einen Staudruck umgewandelt werden. Der Staudruck ist proportional
zur Strömungsgeschwindigkeit
und übt
eine Verstellkraft in Form einer Druckkraft auf das Stellelement
aus. Bei einer Ausführung
des zumindest einen Stellelements ist dieses ein geschlossener Körper oder
ein Hohlkörper,
vorzugsweise mit einer größeren Anström- und einer
kleineren Abströmseite.
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Bei
einer Weiterbildung der Ablaufeinrichtung weist diese eine Neigung
(vorzugsweise größer oder
gleich 3%) und in Strömungsrichtung
ein Aufstauelement auf. Durch die Neigung nimmt die Strömungsgeschwindigkeit überproportional
zu, so dass ein starker Staudruck an dem zumindest einen Stellelement
entsteht. Ist das zumindest eine Stellelement beispielsweise als
Stauelement ausgebildet, z. B. als Dreieckswehr, führt auch
eine geringe vom Behälter überströmende Flüssigkeitsmengen
zu einer überproportionalen
Anhebung des Wasserspiegels vor dem zumindest einen Stauelement
(Stellelement), wodurch die Höhenlage
des Stellelementes (Schwimmerfunktion) und/oder die Auslenkung des Stellelements
(Verdrängungsfunktion)
durch die Flüssigkeit
stärker
verändert
und so die Empfindlichkeit der Stelleinrichtung erhöht wird.
Auch wird dabei vorzugsweise die Trägheit der Stelleinrichtung
verringert.
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Bei
einer vorteilhaften Weiterbildung des zumindest einen Stellelements
ist dieses als Hohlkörper
ausgebildet ist, der von der abfließenden Flüssigkeit umströmt werden
kann. Das Stellelement weist dabei in Strömungsrichtung zwei unterschiedlich
große
Flächen
auf, wobei die Anströmfläche einen
größeren Querschnitt
hat als die Abströmfläche. Vorteilhaft
füllt der
Querschnitt der Anströmfläche den Querschnitt
der Ablaufeinrichtung bis zur Oberkante der Anströmfläche großenteils
aus, so dass die oberhalb des Stellelementes in der Ablaufeinrichtung
anströmende
Flüssigkeitsmenge
vor dem Stellelement angestaut wird. Vorteilhaft ist das Querschnittsverhältnis Anströmfläche/Ablaufeinrichtung
größer 50%, vorzugsweise
größer 65%
oder 80%. Je nach Größe der Ablaufeinrichtung
und der Flüssigkeitsmenge
ist es auch möglich,
das zumindest eine Stellelement so auszubilden, dass nur eine Teilmenge
der oberhalb in der Ablaufeinrichtung gesammelten Flüssigkeit
durch das Stellelement fließt.
Durch die unterschiedlichen Flächen
erfolgt vor dem Stellelement ein Rückstau, dessen zusätzliche
geodätische
Höhe in
kinetische Energie während
des Durchströmens
umgesetzt und so eine Widerstandskraft auf das Stellelement hervorgerufen
wird. Diese Kraft wird durch die Stelleinrichtung zur Veränderung
der Ausrichtung und/oder Position der Reinigungseinrichtung genutzt.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung nimmt mit zunehmender Lageveränderung
des zumindest einen Stellelementes die gesammelte Flüssigkeitsmenge überproportional
zu, so dass die Trägheit
der Stelleinrichtung kleiner wird und die Betätigungsstärke der Reinigungseinrichtung
erhöht
werden kann. Die Führung
des Stellelementes kann beispielsweise über Rollen oder Gleitschienen
innerhalb der Ablaufeinrichtung erfolgen.
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Das
zumindest eine Stellelement kann in einer Weiterbildung als Vollkörper oder
vollständig
geschlossener oder teilweise geschlossener Hohlkörper ausgebildet sein, dessen
mittlere Dichte kleiner als die der umgebenden Flüssigkeit
ist. Dadurch kann die Auftriebskraft als Verstellkraft für die Stelleinrichtung
genutzt werden. Wird das Stellelement als Vollkörper ausgebildet, ist es vorzugsweise
aus Kunststoff hergestellt sein. Bei einem geschlossenen Hohlkörper ist
die Materialstärke
der Hohlkörperwandung
vorzugsweise gering gegenüber
dem Hohlkörpervolumen,
damit eine hohe Flüssigkeitsverdrängung realisiert
werden kann. Der Hohlkörper
kann auch nur teilweise geschlossen sein, wobei die Aufhängung des
Stellelementes so ausgeführt
sein muss, dass sich die offene Fläche des Stellelementes oberhalb
des Flüssigkeitsspiegels
befindet.
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Um
das Gewicht der zumindest einen Stelleinrichtung und damit ihre
Trägheit
zu verringern, kann in einer Weiterbildung der Stelleinrichtung
diese zumindest teilweise eine Nur- Zugeinrichtung als Verbindungselement
zwischen der zumindest einen Reinigungseinrichtung und dem zumindest
einen Stellelement aufweisen, beispielsweise ein Seil oder ein Band.
Dieses Verbindungselement kann bei einer geringen Materialdicke
hohe Zugkräfte übertragen.
Da aber nur Zugkräfte übertragen
werden können,
ist vorteilhaft die Stelleinrichtung mit der Reinigungseinrichtung
so verbunden, dass auf das zumindest eine Stellelement durch die
Stelleinrichtung und/oder durch die Reinigungseinrichtung eine Rückstellkraft wirkt,
die der vom Stellelement auf das Verbindungselement Zugkraft entgegenwirkt.
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Um
den Aufbau der Verstelleinrichtung zu vereinfachen, kann in einer
Weiterbildung der Stelleinrichtung in dieser Verbindungselemente
zum Einsatz kommen, die sowohl Zug- als auch Druckkräfte übertragen
können.
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Bei
einer Weiterbildung wird mindestens ein Verbindungselement eingesetzt,
welches aus einem Schubgehäuse
und einem Schubschaft besteht. Durch diese Anordnung können zur
Verstellung des Stellelementes nur Biegekräfte übertragen werden. Da der Schubschaft
die außermittigen
Abweichungen des Verstellelementes während dessen Lageänderung
ausgleichen kann, indem der Schubschaft im Schubgehäuse verfährt, ist
es mit solch einem Verbindungselement möglich, das Stellelement auf
einer Linie und dadurch kostengünstig
in der Ablaufeinrichtung zu führen.
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Bei
speziellen Anwendungsfällen
kann es wünschenswert
sein, eine nicht-lineare Lageveränderung
des zumindest einen Stellelementes in Abhängigkeit der Flüssigkeitsmenge
zu erreichen, um die Abscheideleistung im Behälter zu verbessern. Dadurch
wird vorteilhaft die Position und/oder Ausrichtung der zumindest
einen Reinigungseinrichtungen überproportional
verändert.
In einer Weiterbildung der Steueranordnung ist dies durch eine Einrichtung
(z. B. Über-
oder Untersetzungsanordnung) implementiert, die die Betätigungsstärke verändert, beispielsweise
durch einen mechanisch wirkenden Hebel oder eine Kurvenscheibe.
Je nach Anwendungsfall kann dabei die Einrichtung zur Umwandlung
der Betätigungsstärke so ausgeführt, dass
sie die Positionsveränderung
des zumindest einen Stellelements zumindest über Teilbereiche von dessen Auslenkung
verstärkt
oder abschwächt – d. h.
die Positions- und/oder Ausrichtungsänderung der zumindest einen
Reinigungseinrichtung ist überproportional
oder unterproportional zur Stellelement-Auslenkung.
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Da
die zumindest eine Reinigungseinrichtung, hier insbesondere Tauchwände, vorzugsweise über die
gesamte Überfallkante
zwischen dem Reinigungsbehälter
und der Ablaufeinrichtung ausgeführt wird,
muss bei einer Positions- und/oder Ausrichtungsveränderung
der Reinigungseinrichtung(en) gewährleistet sein, dass sich die
Reinigungseinrichtung nicht an den Behälterbegrenzungen festklemmen kann.
Um diese zu gewährleisten,
ist in einer Weiterbildung der Steueranordnung für die horizontale und/oder
vertikale Positionsänderung
der Reinigungseinrichtung eine Linearführung vorgesehen. Die Linearführung kann
beispielsweise aus einem Trägergestell
bestehen, in dem die Reinigungseinrichtung befestigt ist und welches
an seinen Enden über
Rollen verfährt,
die in einer Führungsschiene verfahren.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung weist die Reinigungseinrichtung eine
Verunreinigungsakkumulations- und/oder Ausfälleinrichtung auf. Insbesondere ist
diese ein Lamellenabscheider oder weist einen solchen auf.
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Für die Feststoffabscheidung
ist der Winkel der zumindest einen Reinigungseinrichtung von besonderer
Bedeutung. Eine einfache und kostengünstige Ausführung der Steueranordnung besteht
in einer Weiterbildung darin, dass die Reinigungseinrichtung an
jeder Seite an einem Lager für
die Drehung befestigt ist. Um die Reinigungseinrichtung mit einer geringen
Verstellkraft zu betätigen,
sollte das Lager im Gewichtsschwerpunkt der Reinigungseinrichtung angebracht
sein.
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Da
die Flüssigkeit
in der Ablaufeinrichtung eine maßgebliche Größe für die Verstellkraft
und die Positions- und/oder Ausrichtungsveränderung der zumindest einen
Reinigungseinrichtung durch die Stelleinrichtung ist, wird bei einer
Weiterbildung eine Strukturierung der Innenfläche der Ablaufeinrichtung vorgeschlagen,
mittels der die Steuercharakteristik der Steueranordnung in Abhängigkeit
der Struktur angepasst ist. Beispielsweise ist die Ablaufeinrichtung
in mindestens zwei verschiedene Teilflächen unterteilt. Durch die
Unterteilung der Ablaufeinrichtung können die Flüssigkeitsmenge, die Flüssigkeitsgeschwindigkeit
und das Flüssigkeitsniveau
und damit die Steuercharakteristik der Stelleinrichtung auf ausschließlich hydraulischem
Wege angepasst werden. Durch die Struktur – vorteilhaft in Form von mehreren Segmenten – der Ablaufeinrichtung
hängen
das Flüssigkeitsniveau
und/oder die Strömungsgeschwindigkeit
in den einzelnen Segmenten oder zwischen den einzelnen Segmenten
nicht mehr linear von der vom Behälter in die Ablaufeinrichtung
fließenden
Flüssigkeitsmenge
ab. Beispielsweise werden bestimmte Segmente nur dann mit Flüssigkeit
gefüllt
und/oder von Flüssigkeit
durchströmt,
wenn die Flüssigkeitsmenge
bestimmte Schwellwerte übersteigt.
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Eine
vorteilhafte Weiterbildung der strukturierten (in Segmente unterteilten)
Ablaufeinrichtung wird mit mehr als zwei Teilstrukturen gebildet,
wobei zwischen den Teilstrukturen (Segmenten) Trennelemente angeordnet
sind, die die freie Strömung
zwischen den Teilstrukturen (also die Strömung ohne Trennelemente) zumindest
teilweise hemmen oder unterbinden. Die vorgegebene Höhe der Trennelemente
zwischen den Teilstrukturen ist eine nach hydraulischen Erfordernissen
festgelegte Höhe.
Vorteilhaft ist, wenn die Höhe
des jeweiligen Trennelementes nicht größer ist als die Höhe der Überfallkante
zur Sohle der Ablaufeinrichtung minus der maximalen Höhe der überfallenden
Flüssigkeit
von einer Teilfläche
zur anderen. Bei einem unvollkommenen Überfall darf die Höhe der Trennelemente
nicht größer sein
als der Flüssigkeitsspiegel
an der Überfallkante bis
zur Sohle der Ablaufeinrichtung minus der maximalen Höhe der überfallenden
Flüssigkeit
von einer Teilfläche
zur anderen.
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Eine
weitere Möglichkeit
der alternativen Ausgestaltung besteht in einer Steueranordnung
für mindestens
eine Reinigungseinrichtung in einem Behälter, deren Stellelement im
Bereich der Ablaufeinrichtung eines Behälters so angeordnet ist, dass
eine vollständige
bzw. nahezu vollständige
hydraulische Trennung zwischen der Flüssigkeitsoberfläche in dem
Behälter
und der Flüssigkeitsoberfläche in der Ablaufeinrichtung
vorhanden ist, in der mindestens ein Stellelement für eine Stelleinrichtung
einer Steueranordnung angeordnet ist, zur Verstellung von Reinigungseinrichtungen,
insbesondere Tauchwände zum
Schwimmstoffrückhalt
und Abscheideflächen zur
Feststoffabscheidung, in dem strömungstechnisch
davor und/oder dahinter liegenden Behälter, wobei das Stellelement über mindestens
eine Stelleinrichtung mit den beweglichen Reinigungseinrichtungen
verbunden ist, das mindestens ein beweglich angeordnetes Stellelement
enthält,
welches aufgrund seiner Geometrie durch die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit
in der Ablaufeinrichtung eine Widerstandskraft und/oder aufgrund
seiner gegenüber
der umgebenden Flüssigkeit
geringeren mittleren Dichte eine Auftriebskraft induziert, die eine Lageveränderung
des Stellelementes bewirkt und diese Lageveränderung über das Verbindungssystem der
Stelleinrichtung zur Steuerung der Reinigungseinrichtung benutzt
wird.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren erläutert. Es
zeigen:
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1a eine
Prinzipdarstellung einer Stelleinrichtung zur horizontalen Verstellung
einer Reinigungseinrichtung in einem Behälter bzw. Becken im nichtbetätigten Zustand,
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1b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 1a im
betätigten
Zustand,
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2a eine
Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Stelleinrichtung
zur Neigungsverstellung einer Reinigungseinrichtung in einem Becken
in Draufsicht,
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2b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 2a im
Querschnitt,
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3a eine
Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Stelleinrichtung
im Querschnitt, wobei die Flüssigkeit
das Stellelement umströmt
und das Stellelement am Drehbolzen gelagert ist,
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3b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 3a im
Längsschnitt,
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4a–4c geschnittene
Seitenansichten einer weiteren Ausführungsform eines Stellelements
in der Ablaufeinrichtung zur Positionsänderung einer Reinigungseinrichtung
in einem Becken, wobei die Ablaufeinrichtung eine stark geneigte
Sohle aufweist und das Stellelement bei unterschiedlichen Flüssigkeitspegeln
dargestellt ist,
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5a eine
Prinzipdarstellung in der Draufsicht einer weiteren Ausführungsform
einer Stelleinrichtung zur Neigungsverstellung einer Reinigungseinrichtung
in einem Becken, wobei die Flüssigkeitsmenge,
die strömungstechnisch
vor dem Stellelement überfällt, eine
Kraft zur Verschiebung des Stellelements aufbringt,
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5b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 5a im
Querschnitt,
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6a eine
Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer auftriebsbetätigten Stelleinrichtung
zur Neigungsverstellung einer Reinigungseinrichtung in einem Becken
im unbetätigten Zustand,
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6b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 6a im
betätigten
Zustand,
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7a eine
Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Stelleinrichtung
zur horizontalen Verstellung einer Reinigungseinrichtung in einem
Becken im unbetätigten
Zustand,
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7b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 7a im
betätigten
Zustand,
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8a eine
Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Stelleinrichtung
zur vertikalen Verstellung einer Reinigungseinrichtung in einem
Becken im unbetätigten
Zustand,
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8b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 8a im
betätigten
Zustand,
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9a eine
Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Stelleinrichtung
zur Neigungsverstellung einer Reinigungseinrichtung in Form von
Abscheideflächen
in einem Becken im nicht betätigten
Zustand,
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9b eine
Prinzipdarstellung der Stelleinrichtung von 9a im
betätigten
Zustand,
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10a eine Prinzipdarstellung der Höhenverhältnisse
einer Stelleinrichtung ohne segmentierte Ablaufeinrichtung (vgl. 10b–d),
und
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1b–d Prinzipdarstellungen
der Höhenverhältnisse
einer weiteren Ausführungsform
einer Steuereinrichtung, bei der die Steuerungscharakteristik durch
eine segmentierte Ablaufeinrichtung realisiert ist, in unterschiedlichen
Einstausituationen in den segmentierten Teilflächen.
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1a zeigt
die Draufsicht der Steueranordnung im nicht ausgelenkten Zustand
einer Stelleinrichtung gemäß einer
ersten Ausführungsform.
Aus einem Becken bzw. einem Behälter 3 fällt die
Flüssigkeit
in den angedeuteten Stromlinien 12 über eine Überfallkante 13 in
eine Ablaufeinrichtung 2 über. In der Ablaufeinrichtung 2 wird
die Flüssigkeit
gesammelt und verlässt
diese in Richtung des dargestellten Fließpfeiles. In der Ablaufeinrichtung 2 sind
Stellelemente 1 der Stelleinrichtung 1, 4–10 angeordnet,
die eine kegelstumpfförmige
Kontur aufweisen. Das Stellelement 1 kann als Hohlkörper oder
als geschlossener Körper
ausgeführt
sein. Im ersten Fall wird die Widerstandskraft, die auf das Stellelement 1 wirkt, während des
Umströmens
des Stellelementes 1 und im zweiten Fall während des
Anströmen
des Stellelementes 1 durch die Flüssigkeit bzw. einen Teil der Flüssigkeit
induziert.
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Das
Stellelement 1 ist durch ein Verbindungsgestänge 5 mit
einem Drehbolzen 6 verbunden. Das Verbindungsgestänge 5 ist
mittels des schwenkbaren Drehbolzens 6 an einem Lager 4 schwenkbar
gelagert. Das Stellelement 1 der 1a ist,
wie für
das Stellelement der zweiten Ausführungsform in 2b gezeigt,
mit einem Führungsstift 15 in
einer Konturenplatte 16 geführt. In der Konturenplatte
ist mindestens eine Nut vorhanden, die die erforderliche Lageveränderung
des Stellelementes 1 bei der Auslenkung des Stellelements
durch die Flüssigkeitsströmung festlegt.
Der Drehbolzen 6 ist mit einer zweiteilige Schubstange
verbunden, deren Schubgehäuse 7 am
Drehbolzen fixiert ist. Ein Schubschaft 8 der Schubstange
ist über
ein Lager 9 drehbar mit einem Tauchwandverfahrarm 10 verbunden.
Die andere Seite des Schubschaftes 8 ist linear beweglich
im Schubgehäuse 7 geführt.
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Mittels
des Tauchwandverfahrarms 10 wird die horizontale Position
einer Reinigungseinrichtung 11, hier eine sogenannte Tauchwand 11,
verändert, wobei
der Abstand ΔL
zwischen der Reinigungseinrichtung 11 und der Überfallkante 13 mit
zunehmender Flüssigkeitsabflussmenge
vergrößert wird,
wie in der Draufsicht der 1b dargestellt.
Durch die Widerstandskraft, die als Verstellkraft dient, die auf
das Stellelement 1 wirkt, wird über das Verbindungsgestänge 5 der
Drehbolzen 6 aus der in 1a dargestellten
Ruhestellung gedreht. Die Schubstange wird geschwenkt, wodurch der
Schubschaft 8 aus dem Schubgehäuse 7 herausfährt und
die Verstellkraft über
das Lager 9 an den Tauchwandverfahrarm 10 weitergibt.
Die beiden Enden der Reinigungseinrichtung 11 können durch
die Beckenbegrenzung oder eine Linearführung parallel gehalten werden.
Die Rückstellung
der Reinigungseinrichtung 11 erfolgt über den Flüssigkeitsdruck im Becken 3,
der auf diese wirkt.
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Soweit
nicht anders angegeben, werden gleiche Bezugszeichen in den dargestellten
und beschriebenen Ausführungsformen
für gleiche
oder gleichwirkende Elemente verwendet.
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Eine
Neigungsverstellung in ausgelenkter Position durch eine Stelleinrichtung 1, 4, 38–39 gemäß einer
zweiten Ausführungsform
zeigt die 2a in der Draufsicht. Die Reinigungseinrichtung 11,
hier wiederum als Tauchwand ausgeführt, ist in vertikaler Richtung
an ihrem unteren, in der Flüssigkeit
befindlichen Ende mit einem Drehlager 14 verbunden. Durch
den unteren Fixpunkt des Drehlagers 14 wird die Verstellkraft über das
Stellelement 1 durch die Stelleinrichtung 1, 4, 38–39,
in eine Drehbewegung der Reinigungseinrichtung 11 um diesen
Punkt versetzt und der Neigungswinkel α in Abhängigkeit der Flüssigkeitsmenge
verändert.
Das Verbindungselement zwischen dem Stellelement 1 und
der Reinigungseinrichtung 11 ist ein Betätigungsseil 38,
welches nur Zugkräfte übertragen
kann. Die Rückstellung
des Stellelementes 1 erfolgt beispielsweise durch den Flüssigkeitsdruck
in dem Becken auf die Reinigungseinrichtung 11.
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Die 2b zeigt
einen Querschnittsausschnitt durch einen Teil des Beckens 3 im
Ablauf- bzw. Überlaufbereich
mit der Ablaufeinrichtung 2. In der Ablaufeinrichtung 2 ist
die Anströmseite
des Stellelements 1 zu sehen, das als Hohlkörper ausgebildet ist.
Während
des Durchströmens
des Stellelementes 1 erhöht sich durch dessen kleinere
Austrittsöffnung die
Strömungsgeschwindigkeit
innerhalb des Stellelementes 1, so dass sich der Flüssigkeitsspiegel
innerhalb der Ablaufeinrichtung 2 wie gezeichnet vor dem
Stellelement 1 erhöht.
Das Stellelement 1 wird an seiner Unterseite durch den
Führungsstift 15 in der
Konturenplatte 16 gehalten. Die Konturenplatte 16 begrenzt
den Weg, den das Stellelement 1 während des Steuervorganges abfahren
kann.
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Die 3a zeigt
den Querschnitt durch das Becken 3 mit der Ablaufeinrichtung 2 für eine Steuereinrichtung
gemäß einer
dritten Ausführungsform. 3b zeigt
den Längsschnitt
der Ablaufeinrichtung 2 von 3a. In
der Ablaufeinrichtung 2 ist die Anströmseite des Stellelements 1 zu
sehen, das als Hohlkörper
ausgebildet ist. Während
des Durchströmens
des Stellelementes 1 erhöht sich durch dessen kleinere
Austrittsöffnung
die Strömungsgeschwindigkeit
innerhalb des Stellelementes 1, so dass sich der Flüssigkeitsspiegel
innerhalb der Ablaufeinrichtung 2 wie gezeichnet vor dem
Stellelement 1 erhöht.
Die Lagerung des Stellelementes 1 erfolgt jedoch nicht wie
in 2b gezeigt in einer Konturenplatte 16,
sondern direkt am unteren Teil des Drehbolzens 36. Eine weitere
Führung
in der Ablaufeinrichtung 2 muss bei dieser Ausführungsvariante
nicht vorgesehen werden, aufgrund der Anbindung des Stellelementes 1 an
den Drehbolzen mit Auflager 36 über ein Schubgehäuse 7 mit
Schubschaft 8 kann das Stellelement aber auch linear in
der Ablaufeinrichtung 2 auf Gleitschienen oder Rollenführung verfahren
werden.
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Die 4a, 4b und 4c zeigen Längsschnitte
durch die Ablaufeinrichtung 2 einer Steuereinrichtung gemäß einer
vierten Ausführungsform,
wobei die Ablaufeinrichtung mit einer großen Neigung der Sohle versehen
ist. Durch diese Ausführung
der Ablaufeinrichtung 2 wird die Strömungsgeschwindigkeit besonders
im Bereich des Flüssigkeitsspiegels
angehoben und für
die Verstellung des Stellelementes 1 genutzt. Um das Flüssigkeitsniveau in
der Ablaufeinrichtung 2 weiter zu erhöhen und das als Hohlkörper ausgeführte Stellelement 1 anzuheben,
wurde die Ablaufeinrichtung mit einem Stauelement 37 versehen.
Die 4a zeigt die Flüssigkeitsspiegellage ohne Stauelement 37 und
die 4b mit Stauelement 37, wobei die überfallende
Flüssigkeitsmenge
gleich ist. In der 4c wurde zusätzlich die Flüssigkeitsspiegellage
verändert,
indem die überfallende
Flüssigkeitsmenge
erhöht
worden ist.
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5a zeigt
die Draufsicht auf die Steueranordnung für ein Stellelement 1 einer
Steuereinrichtung gemäß einer
fünften
Ausführungsform,
wobei das Stellelement als Durchströmkörper ausgeführt und die gesamte in Strömungsrichtung
vor dem Stellelement 1 überfallende
Flüssigkeitsmenge
aufnehmen kann. Die 5b zeigt den Querschnitt dieser Anordnung.
Das Stellelement 1 weist eine große Anströmfläche und eine kleinere Abströmfläche auf.
Dadurch wird ein Flüssigkeitsaufstau
im Bereich der Anströmfläche erreicht
und somit eine Geschwindigkeitserhöhung der Flüssigkeit während des Durchströmens des
Stellelementes und damit eine größere Verstellkraft
erzielt. Die Verfahrung des Stellelementes 1 in der Ablaufeinrichtung 2 erfolgt
durch die Führung
des abgewinkelten Schubschaftes 35 in einem Schubgehäuse 7 linear.
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Die 6a und 6b zeigen
den Querschnitt einer Neigungsverstellung einer Reinigungseinrichtung 11 mittels
des Stellelements 1 einer Steuereinrichtung gemäß einer
sechsten Ausführungsform,
wobei die Auftriebskraft als Verstellkraft genutzt wird. Das Stellelement 1 kann
als geschlossener oder offener Hohlkörper und/oder als Vollkörper ausgeführt werden,
wobei in allen Fällen
die resultierende Dichte des Stellelements 1 kleiner als
die der umgebenden Flüssigkeit
sein muss. Die 6a zeigt die Stellung der Reinigungseinrichtung 11 im
unbetätigten
und die 6b im betätigten Zustand. Das Verbindungssystem 6, 17–22,
zwischen Stellelement 1 und Reinigungseinrichtung 11 wird
mit einem Drehbolzen 6 an der Aufhängung 18 positioniert.
Die Verstellkraft zwischen Stellelement 1 und Drehbolzen 6 wird
durch einen Stab 17 übertragen
und anschließend über eine
einteilige Schubstange 19 weitergeleitet, die auf der einen
Seite fest mit dem Drehbolzen 6 und auf der anderen Seite
mit einem Gelenk 20 mit der Tauchwandstange 21 verbunden
ist. Die untere Seite der Tauchwandstange endet in einem weiteren Drehlager 22,
welches an der Reinigungseinrichtung ortsfest angebracht ist. Die
Reinigungseinrichtung ist mit einem Drehlager 14 mit den
Beckenwänden
verbunden und kann durch die Kraft, die auf das Stellelement 1 wirkt,
um das Drehlager 14 geschwenkt werden.
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Die
nachfolgende 7a und 7b verdeutlichen
im Querschnitt die Prinzipskizzen für eine horizontal wirkende
Stelleinrichtung 1, 6, 18, 19, 22, 23 gemäß einer
siebten Ausführungsform,
wobei 7a die Steueranordnung im unausgelenkten
und die 7b im ausgelenkten Zustand zeigt.
Die Auftriebskraft wird durch den Hebel 23, der fest mit
dem Drehbolzen 6 verbunden ist, auf die Schubstange 19 übertragen.
Die Steuerungscharakteristik der Stelleinrichtung 1, 6, 17–19, 22, 23,
kann durch die Länge des
Hebels 23 variiert und so an die hydraulischen Bedingungen
angepasst werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, den Hebel 23 durch
eine Kurvenscheibe zu ersetzen, so dass die Steuercharakteristik
weiter verfeinert werden kann. Die Reinigungseinrichtung ist mit
einer oberen 24 und unteren 26 Linearführung versehen,
die in einer oberen 25 und unteren 27 Führungsschiene
verfahren werden kann. Durch die Führungsschienen 25 und 27 können bauliche
Unebenheiten ausgeglichen und eine leichtgängige Verfahrung der Reinigungseinrichtung
realisiert werden.
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In
der 8a ist eine prinzipielle vertikale Verfahrmöglichkeit
der Reinigungseinrichtung 11 im nicht auslenkten und in
der 8b im auslenkten Zustand mit einer mechanischen
Stelleinrichtung 1, 6–8, 17, 18, 22 gemäß einer
achten Ausführungsform dargelegt.
Der Stab 17 leitet die Auftriebskraft des Stellelementes 1 an
den Drehbolzen 6, der wiederum mit einer zweiteiligen Schubstange 7/8 verbunden
ist. Die Schubstange 7/8 ist beweglich mit der
Reinigungseinrichtung 11 über ein Lager 22 verbunden, das
eine Drehbewegung der Schubstange 7/8 ermöglicht.
Bei dieser Ausführungsvariante
besteht auch wieder die Möglichkeit,
die Reinigungseinrichtung 11 mit einer oberen 24 und
unteren 26 Linearführung
zu versehen. Die Führungsschienen
links 28 und rechts 29 sind jedoch vertikal angeordnet.
Um die notwendige Kraft zur Verfahrung der Reinigungseinrichtung 11 und
auf das Lager 22 bzw. den Drehbolzen 6 zu minimieren
und dadurch einen geringeren Verschleiß sowie eine geringere Trägheit der Stelleinrichtung 1, 6–8, 17, 18, 22,
zu verwirklichen, sollte die Dichte des Materials der Reinigungseinrichtung,
insbesondere von Tauchwänden,
in etwa die der umgebenden Flüssigkeit
aufweisen.
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Die
Möglichkeit,
die Ausrichtung und/oder die Position, hier insbesondere den Neigungswinkel, einer
Reinigungseinrichtung 31 in Form von Abscheideflächen 31 in
einem Becken 3 zu verstellen, zeigen die 9a und 9b für eine Steuereinrichtung
gemäß einer
neunten Ausführungsform.
Die 9a stellt die Steueranordnung im unausgelenkten
und die 9b im ausgelenkten Zustand dar.
Die Kraft auf das Stellelement 1 wird durch ein Verbindungssystem 6, 17, 19, 23 auf
ein Drehlager 30, welches mit mindestens einer Abscheidefläche 31 fest
verbunden ist, übertragen.
Die Abscheideflächen 31 können mit
einem Verbindungselement 32 zu einem Paket gekoppelt werden.
Die Steuercharakteristik der Abscheideflächen kann durch den Hebel 23 bestimmt
werden.
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Die 10a, b, c, d zeigen eine Möglichkeit, die Steuerungscharakteristik
der Steueranordnung gemäß einer
zehnten Ausführungsform
auf hydraulischem Wege zu verändern.
Die Ablaufeinrichtung 2 wird dazu in Abflussrichtung durch
beispielsweise zwei senkrecht angebrachte Trennelemente 33, 34 aufgeteilt,
die senkrecht und/oder geneigt angeordnet werden. Der Gesamtabflussquerschnitt
A0 bleibt für den Maximalabfluss Q0 unverändert,
jedoch stellen sich für
die Teilabflussflächen
A1, A2 sowie A3 bei kleineren Abflussmengen unterhalb des
Maximalabflusses unterschiedliche Abflusshöhen und -geschwindigkeiten
in den jeweiligen Unterteilungen ein. In den 10b,
c, d ist dies für
unterschiedliche Teilhöhen
verdeutlicht. Durch den Überfall
der Flüssigkeit
in die unterteilte Ablaufeinrichtung 2 wird bei geringen
Flüssigkeitsmengen
die Teilhöhe
der Fläche A1 gegenüber
einer nicht unterteilten Ablaufeinrichtung 2 wie in 10a erhöht.
Dadurch kann das Stellelement 1 schon bei geringen Flüssigkeitsmengen, wie
in 10b dargestellt, seine Lage verändern. Überschreitet
die Flüssigkeitsmenge
die Maximalhöhe
der Unterteilung für
die Teilfläche
A1, so fällt
ein Teil der Flüssigkeitsmenge
in die weitere Teilfläche
A2 über
(10c). Das Stellelement 1 verändert seine Lage
bis zur vollständigen
Füllung
des Teilsegments A2 auf die Höhe H1 nicht. Erhöht sich die Flüssigkeitsmenge
weiter, so verändert
das Stellelement 1 seine Lage in der 10d bis zur Höhe
H2. Ab dieser Flüssigkeitsteilmenge wird die
Teilfläche
A3 befüllt.
Erst wenn diese Teilfläche
bis zur Höhe
H2 gefüllt
ist und die Flüssigkeitsmenge
weiter steigt, findet eine erneute Lageveränderung des Stellelementes 1 statt.
-
- 1
- Stellelement
- 2
- Ablaufeinrichtung
- 3
- Becken
- 4
- Lager
- 5
- Verbindungsgestänge
- 6
- Drehbolzen
- 7
- Schubgehäuse
- 8
- Schubschaft
- 9
- Lager
- 10
- Tauchwandverfahrarm
- 11
- Reinigungseinrichtung
- 12
- Stromlinien
der Flüssigkeit
- 13
- Überfallkante
- 14
- Drehlager
- 15
- Führungsstift
- 16
- Konturenplatte
- 17
- Stab
- 18
- Aufhängung
- 19
- Schubstange
- 20
- Gelenk
- 21
- Tauchwandstange
- 22
- Drehlager
- 23
- Hebel
- 24
- obere
Linearführung
- 25
- obere
Führungsschiene
- 26
- untere
Linearführung
- 27
- untere
Führungsschiene
- 28
- linke
Führungsschiene
- 29
- rechte
Führungsschiene
- 30
- Drehlager
- 31
- Abscheidefläche
- 32
- Verbindungselement
- 33
- Trennelement
- 34
- Trennelement
- 35
- Abgewinkelter
Schubschaft
- 36
- Drehbolzen
mit Auflager
- 37
- Staueinrichtung
- 38
- Betätigungsseil
- 39
- Umlenkrolle