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Stand der Technik
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Die
Erfindung geht aus von einer Anschlusseinheit für eine
Druckmesszelle nach der Gattung des unabhängigen Anspruchs.
Aus der
DE 10
2004 033 846 A1 ist bereits ein Ventil mit integriertem Drucksensor
bekannt. Durch eine Bohrung im Polkern des Ventildoms wird der Druck
der Hydraulikflüssigkeit auf eine Messmembran der Messzelle übertragen.
Die Kontaktierung des Drucksensors erfolgt beispielsweise durch
Direktbondung des Drucksensors auf die Leiterplatte.
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Offenbarung der Erfindung
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bauraumminimierte Anschlusseinheit
für eine Druckmesszelle anzugeben, welche zudem durch konventionelle
Fertigungsmethoden und -werkstoffe hergestellt werden kann. Diese
Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs.
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Die
Anschlusseinheit für eine Druckmesszelle gemäß den
Merkmalen des unabhängigen Anspruchs hat demgegenüber
den Vorteil, dass zu ihrer Herstellung nur bekannte Technologien
und Prozesse verwendet werden können. Die Kontaktierung
erfolgt durch Verwendung eines Leitklebers, wie dies beispielsweise
aus einem anderen technischen Gebiet geläufig ist, nämlich
der Hybridfertigung beim Leitkleben elektronischer Bauteile auf
das Keramiksubstrat. Insbesondere sogenannte Leitkleberdepots sorgen
für eine sichere Kontaktierung auch über schwankende
Temperaturbereiche hinweg durch großflächiges
Aufbringen des Leitklebers. Weiterhin lässt die gewählte
Form der Anschlusseinheit zu, dass eine Steckverbindung mittels
Schiebekontakts gebildet werden kann. Dadurch wird die Kontaktierung
verbessert, da beim Aufschieben des Steckers auf das Gegenstück
eventuell vorhandene Schmutzpartikel weggeschoben werden.
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In
einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen,
dass der Stecker zumindest einen Durchbruch oder zumindest eine
Bohrung aufweist, wobei der Leitkleber zumindest teilweise in dem
Durchbruch oder der Bohrung angeordnet ist zur Kontaktierung des
Kontaktblechs mit dem Kontaktpunkt. Diese Stellen eignen sich besonders
gut zur Etablierung eines Leitkleberdepots, auch weil das Kontaktblech durch
entsprechende Durchbrüche vom Steckerinneren in Richtung
zur Druckmesszelle gebracht werden muss.
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In
einer zweckmäßigen Weiterbildung weist der Stecker
zumindest eine Öffnung auf zur möglichen Entlüftung
des Leitkleberdepots. Dadurch kann verhindert werden, dass das Leitkleberdepot
während der Kleberaushärtung zu Blasenbildungen
führt. Zweckmäßiger Weise lässt
sich diese Öffnung durch einen Fangzapfen des Steckers überdecken,
so dass der ohnehin vorhandene Fangzapfen gleichzeitig auch das
Innere der Anordnung vor Umwelteinflüsse schützt.
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In
einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen,
dass der Durchbruch oder die Bohrung von einem Dichtring umgeben
ist. Über diesen Dichtring kann verhindert werden, dass
der Leitkleber nicht aus dem Durchbruch oder der Bohrung herauslaufen kann.
Dadurch kann ein Kurzschluss insbesondere zwischen zwei Kontaktpunkten
vermieden werden.
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In
einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen,
dass das Kontaktblech zu der Innenseite des Steckers hin freiliegend
ausgebildet ist, wobei die Abmessungen des Kontaktblechs zum Ausgleich
eines axialen und/oder radialen Versatzes dienen.
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Dadurch
wird eine größere Verdrehung von Stecker zu Gegenstecker
zugelassen. Dies ist insbesondere deshalb notwendig, da die Magnetventile
mit relativ großer Verdrehtoleranz eingestemmt werden. Auch
in axialer Richtung ist ebenfalls ein großer Toleranzbereich
durch diesen neuartigen Stecker gegeben. Durch die Innen liegenden
Kontaktbleche wird die Robustheit der Anordnung weiter erhöht,
so dass insbesondere im Tauschfall ein Steuergerät mit
oft scharf kantigen Spulen über diese gefügt werden kann,
ohne die Steckerkontakte zu beeinträchtigen.
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Die
Robustheit der Anordnung wird zweckmäßig weiter
erhöht, indem eine Schutzhülse zumindest die Druckmesszelle
seitlich umschließt. Neben dem Schutz vor mechanischen
Belastungen kann die Schutzhülse einen Berührschutz
(ESD-Schutz) sicherstellen.
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Weitere
zweckmäßige Weiterbildungen ergeben sich aus weiteren
abhängigen Ansprüchen und aus der Beschreibung.
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Zeichnung
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Zwei
Ausführungsbeispiele der Anschlusseinheit für
einen Druckmesszelle sind in der Zeichnung dargestellt und werden
nachfolgend näher erläutert.
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Es
zeigen:
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die 1 eine
perspektivische Ansicht eines Polkerns eines Magnetventils,
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die 2 eine
perspektivische Ansicht des Polkerns mit aufgesetzter Druckmesszelle,
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die 3 eine
perspektivische Ansicht der Anordnung nach 2 mit aufgesetzter
Kontaktbrücke und gefüllten Leitkleberdepots,
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die 4 eine
perspektivische Ansicht der Druckmesszelle,
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die 5 eine
perspektivische Ansicht der Kontaktbrücke von oben,
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die 6 eine
perspektivische Ansicht der Kontaktbrücke von unten,
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die 7 eine
perspektivische Seitenansicht eines Steckers,
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die 8 eine
perspektivische Ansicht des Steckers von unten,
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die 9 eine
perspektivische Ansicht des Steckers von oben,
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die 10 eine
Schnittdarstellung der montierten Komponenten der Anschlusseinheit,
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die 11 eine
perspektivische Ansicht des Steckers im montierten Zustand,
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die 12 eine
perspektivische Ansicht des gesamten Messwertgebers bzw. Anschlusseinheit,
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die 13 ein
zweites Ausführungsbeispiel mit einem einteiligen Stecker
im aufgesetzten Zustand,
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die 14 eine
Draufsicht auf den Stecker nach 13 mit
eingesetzten
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Kontaktblechen,
die 15 eine perspektivische Ansicht des Steckers der 13 und 14 von
unten,
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die 16 eine
Schnittdarstellung der zusammengesetzten Komponenten unter Verwendung des
Steckers nach den 13–15,
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die 17 eine
allgemeine Schnittdarstellung zur vorteilhaften Verbindung einer
Stromschiene mit einem Leitkleberdepot sowie
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die 18 eine
Ausführung eines mehrpoligen Längssteckers mit
beidseitig angeordneten Kontaktflächen.
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Auf
einen Polkern 10 eines Ventils, beispielsweise für
eine hydraulische Bremsanlage eines Kraftfahrzeugs, wird eine Druckmesszelle 20 zur
Erfassung des in dem Ventil herrschenden Fluiddrucks aufgesetzt.
Die Druckmesszelle 20 ist im Wesentlichen ringförmig
aufgebaut. Im mittleren Abschnitt besitzt sie einen flanschähnlichen
Bund 23, dessen ringförmige Struktur seitlich
durch eine Nase 25 durchbrochen ist. Auf der Oberseite
der Druckmesszelle befindet sich eine Messbrücke 21 sowie
vier Kontaktpunkte, sogenannte Lands 24 zum Abgriff der Ausgangssignale
der Messbrücke 21. Auf die auf dem Polkern 10 befindliche
Druckmesszelle 20 wird eine Kontaktbrücke 30 aufgesetzt.
Deren vier Bohrungen 31 dienen zur Aufnahme von Leitkleber 40 als Leitkleberdepot
wie in 3 angedeutet.
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In
der 4 ist der Aufbau der Druckmesszelle 20 im
nicht montierten Zustand gezeigt. Daraus wird noch klarer deutlich,
dass die Druckmesszelle 20 im Wesentlichen rohr- bzw. hülsenförmig
aufgebaut ist, mit einem mittleren Bundabschnitt 23 mit größerem
Radius.
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In
den 5 und 6 ist die Kontaktbrücke 30 näher
dargestellt. Die Kontaktbrücke 30 ist im Wesentlichen
kappenförmig ausgebildet. An der Oberseite befindet sich
im Mittelpunkt eine in axialer Richtung herausragende Steckerzentrierung 32,
die im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist und
zumindest an einer Seite eine nicht näher bezeichnete Führungsnase
aufweist. Die Oberseite der Kontaktbrücke 30 ist
durch vier um den Mittelpunkt angeordneten Bohrungen 31 durchbrochen.
Die Innenseite der Kontaktbrücke gemäß 6 ist
so aufgebaut, dass darin die Außenkontur der Druckmesszelle 20 aufgenommen
und befestigt werden kann. Insbesondere wirkt die Nut 35 mit
der Nase 25 der Druckmesszelle 20 zusammen. Die
Oberseite des Bundes 23 der Druckmesszelle 20 liegt
im montierten Zustand auf einer Klebefläche 34 der
Kontaktbrücke 30 auf. Weiterhin ist im Mittelpunkt
eine Bohrung 36 vorgesehen, über die die Steckerzentrierung 32 angeordnet ist.
Die Unterseiten der Bohrungen 31 werden gegenüber
der Druckmesszelle 20 über Dichtringflächen 33 abgedichtet,
welche ringförmig ausgeführt sind.
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Gemäß 7 ist
eine perspektivische Darstellung eines Steckers 60 gezeigt.
Der Stecker 60 ist im Wesentlichen zylinderförmig
ausgeführt und weist in der Mitte einen rohrförmigen,
nach oben hin kegelförmig auslaufenden Fangzapfen 66 auf.
An der zylindrischen Innenseite des Steckers 60 sind in
regelmäßigen Abständen vier im wesentlichen
rechteckförmige, an die zylindrische Innenkontur des Steckers 60 angepasste
Kontaktbleche 62 angeordnet. Die Oberseiten der Kontaktbleche 62 sind
leicht nach außen hin gebogen. Die Unterseiten der Kontaktbleche 62 verjüngen
sich am Ende. Die verjüngten Bereiche der Kontaktbleche
werden über nicht näher bezeichnete Durchbrüche
durch den Boden des Steckers in axialer Richtung aus dem Inneren
des Steckers 60 herausgeführt und werden anschließend
in Richtung der Mittelpunktachse des Steckers 60 gebogen
weitergeführt. Die so gebogenen unteren Endabschnitte 63 der
Kontaktbleche 62 laufen in jeweils einem von vier Kreissegmenten
an der Unterseite des Steckers 60 aus, wobei die Kreissegmente
durch einen kreuzförmigen Steg 48, welcher im
Mittelpunkt eine Bohrung 64 aufweist, voneinander getrennt sind.
Die Unterseite dieses Stegs 48 dient zur Verbindung, beispielsweise über
einen Kleber 50, mit der Oberseite der Kontaktbrücke 30.
Die Stege 48 des Steckers 60 kommen dabei auf
der Kontaktbrücke 30 so zu liegen, dass die Bohrungen 31 nicht überdeckt werden,
sondern die Kontaktbleche 63 in den Bohrungen 31 aufgenommen
werden. Die Verbindung zwischen der Unterseite der Kontaktbleche 63 und den
Kontaktpunkten 24 erfolgt durch Leitkleber 40, wobei
die Bohrung 31 zur Aufnahme des Leitklebers 40 als
entsprechendes Leitkleberdepot dient. Zur Befestigung der Kontaktbleche 62 an
der Innenseite des Steckers 60 sind jeweils vier Stege 65 ausgebildet, die
weiter in den Mittelpunkt des Steckers 60 hineinragen und über
entsprechende Hinterschneidungen mit den Seitenkanten der Kontaktbleche 63 zur
Befestigung zusammenwirken.
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In 10 sind
die beschriebenen Komponenten Polkern 10, Druckmesszelle 20,
Kontaktbrücke 30 und Stecker 60 im montierten
Zustand gezeigt. Weiterhin ist noch an der Außenseite der
Anordnung eine rohrförmige Schutzhülse 70 gezeigt, die
an der Unterseite über eine Schweißung 71 mit dem
Polkern 10 verbunden ist. Auf den Polkern 10 ist ebenfalls
durch Schweißung 26 die Druckmesszelle 20 befestigt.
Der Druck im Inneren des Ventils wird anhand einer Beaufschlagung
der Membran mit dem zu erfassenden Fluid ermittelt. Die druckabhängige Verformung
der Membran wird durch die Messbrücke 21 der Druckmesszelle 20 erfasst.
Auf die Druckmesszelle 20 ist die Kontaktbrücke 30 aufgesetzt.
Die Klebefläche 34 der Kontaktbrücke 30 wird
mit der Oberseite des Bunds 23 der Druckmesszelle 20 verklebt.
Hierbei wird die Kontaktbrücke 30 so orientiert, dass
deren Nut 35 mit der Nase 25 der Druckmesszelle 20 im
Eingriff steht. Die Orientierung der Kontaktbrücke 30 lässt
es nun zu, dass die Kontaktpunkte 24 der Messbrücke 21 über
die vier Bohrungen 31 kontaktiert werden können.
Dazu werden die Bohrungen 31 mit Leitkleber 40 befüllt,
sodass sich in jeder Bohrung 31 ein Leitkleberdepot ausbildet.
In diese Leitkleberdepots werden jeweils die Endabschnitte der Kontaktbleche 63 gebracht,
wie in 10 ersichtlich. Dazu wird der
Stecker 60 mit der Bohrung 64 voraus auf die Steckerzentrierung 32 aufgesetzt.
Die Steckerzentrierung 32 sorgt dafür, dass der
Stecker 60 lagedefiniert in der Weise zu liegen kommt,
dass die Unterseiten des kreuzförmigen Stegs 48 des
Steckers 60 zwischen den Bohrungen 31 der Kontaktbrücke 30 zum
Liegen kommen. Die Unterseite der Stege sowie die Außenkonturen
der Bohrung 64 werden mit Kleber 50 versehen,
sodass der Stecker 60 mit der Kontaktbrücke 30 fest
verbunden ist.
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Der 11 lässt
sich entnehmen, dass in den nicht von dem Steg 48 überdeckten
Bereichen sich jeweils ein Leitkleberdepot 40 ausbilden
kann.
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Gemäß 12 ist
der komplette Messwertgeber 80 gezeigt. Nur der Fangzapfen 66 sowie
die Kontaktbleche 63 im oberen Bereich sind noch sichtbar,
während Druckmesszelle 20, Kontaktbrücke 30 und
Stecker 60 von der Schutzhülse 70 sicher
umschlossen werden. Die Schutzhülse 70 ist beispielsweise
durch Laserschweißung 71 mit dem Polkern 10 verbunden.
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Das
zweite Ausführungsbeispiel, welches in Verbindung mit den 13 bis 16 näher
erläutert wird, unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel
dadurch, dass Kontaktbrücke 30 und Stecker 60 zu
einem einzigen Bauteil integriert sind, nämlich zu einem
Stecker 60'. Der Stecker 60' weist wiederum Kontaktbleche 62' auf,
die im Wesentlichen rechteckförmig ausgeführt
und an die zylinderförmige Innenkontur des Steckers 60' angepasst
sind. Die Kontaktbleche 62' verjüngen sich in
der Unterseite und gehen im mittleren Bereich über in Kontaktbleche 63'.
Diese Kontaktbleche 63' besitzen eine deutlich verringerte
Breite und weisen eine gewisse L-förmige Hakenstruktur
auf, indem die axial ausgerichteten Endabschnitte der Kontaktbleche 63' näher
an der Mittelpunktachse des Steckers 60' liegen als die
Kontaktbleche 62'. Wie auch beim ersten Ausführungsbeispiel
sind gemäß 14 Stege 65' vorgesehen, die
an der Steckerinnenseite in Richtung Mittelpunkt herausragen und
deren Hinterschneidungen der Aufnahme der Kontaktbleche 62' dienen.
Bei der Ansicht von oben lassen sich andeutungsweise die als Leitkleberdepots
dienenden Durchbrüche 74 erkennen. In diese Leitkleberdepots
bzw. Durchbrüche 74 ragen die Unterseite der Kontaktbleche 63' hinein.
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Die
Unterseite des Steckers 60' lässt sich 15 entnehmen.
Dabei sind die Innenkonturen des Steckers 60' für
die Aufnahme der Druckmesszelle 20 ausgelegt. So wirkt
die Nut 35' mit der Nase 25 der Druckmesszelle 20 zusammen,
wie sie bereits in Verbindung mit 4 beschrieben
wurde. Wiederum ist eine Auflagefläche 68' vorgesehen,
die mit dem Bund 23 der Druckmesszelle 20 beispielsweise über
Kleber verbunden wird. Weiterhin sind vier als Leitkleberdepot dienende
Durchbrüche 74 vorgesehen. Die Unterseite dieser
Durchbrüche 74 wird über eine Dichtringfläche 67 abgeschlossen,
welche jeweils den Durchbruch 74 umschließen und
im montierten Zustand auf den Kontaktpunkten 24 der Druckmesszelle 20 bündig
aufliegen, sodass das über die Durchbrüche 74 gebildete
und mit Leitkleber 40 befüllte Leitkleberdepot
nicht auslaufen kann. An die Auflagefläche 68' schließt
sich eine zylinderförmige Innenfläche an, die
als Presspassung 61 ausgebildet ist zur Aufnahme der Druckmesszelle 20.
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16 zeigt
die Komponenten des zweiten Ausführungsbeispiels, nämlich
Polkern 10, Druckmesszelle 20 und Stecker 60' im
montierten Zustand. Wie auch beim ersten Ausführungsbeispiel
ist die Schutzhülse 70 über Laserschweißung 71 mit
dem Polkern 10 verbunden. Auf den Polkern 10 wird
die Druckmesszelle 20 ebenfalls über Laserschweißung 26 druckdicht
angebracht. Auf die Druckmesszelle 20 wird der Stecker 60' aufgesetzt
und eine mechanische Verbindung durch Klebung zwischen Auflagefläche 68' und
Oberseite des Bunds 23 hergestellt. Der Stecker 60' kommt
dabei so zu liegen, dass die Durchbrüche 74 auf
den Kontaktpunkten 24 aufsitzen. Die Durchbrüche 74 werden
zur Bildung eines Leitkleberdepots mit Leitkleber 40 gefüllt,
um dadurch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Kontaktblechen 63' und
den Kontaktpunkten 24 herzustellen.
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Gemäß 17 lässt
sich eine Verallgemeinerung der verbesserten Kontaktierung eines
Kontaktmittels 90 (wie beispielsweise eine Stromschiene oder
Kontaktbleche 62', 63') mit einem mit Leitkleber 40 befüllten
Leitkleberdepot entnehmen. Hierzu ist das Kontaktmittel 90 zumindest
mit einem federnden Abschnitt 92 versehen, sodass dieser
einen Längenausgleich, bedingt durch temperaturabhängiges
Ausdehnungsverhalten, kompensieren kann. Dadurch verringern sich
die Kräfte auf die Kontaktverbindung. Gemäß 18 lässt
sich dieses Prinzip auch beispielsweise bei einem mehrpoligen Längsstecker
mit beidseitig angeordneten Kontaktflächen 94 anwenden.
Zwischen den gegenüberliegenden Kontaktflächen 94 liegen
Pads 96, die jeweils mit einer Kontaktfläche 94 elektrisch
leitend verbunden sind.
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Für
die beschriebenen Messwertgeber 80 werden zur Herstellung
lediglich bekannte Technologien und Herstellprozesse verwendet.
Eine wesentliche Neuerung der Anschlusseinheit 80 für
die Druckmesszelle 20 bildet einerseits die von Ausnehmungen
wie Bohrungen 31 oder Durchbrüche 74 gebildeten
Leitkleberdepots sowie die mit diesen zusammenwirkenden Kontaktbleche 62', 63',
welche Bestandteile des Steckers 60 sind. Auch andere Formen
der Ausnehmung(en) sind denkbar. In den Ausführungsbeispielen
wird nun nicht eine elektrische Verbindung zwischen Druckmesszelle 20 und
Stecker 60 über Bonden hergestellt, sondern durch
Verwendung des Leitklebers 40. Dieser Leitkleber 40 ist beispielsweise
aus der Hybridfertigung durch das Leitkleben elektrischer Bauteile auf
ein Keramiksubstrat bekannt. Der Stecker 60 ist als Vierfach-Innen-Segment-Stecker
ausgeführt und wird wegen der geringen Abmessungen als
Miniaturstecker bezeichnet. Die Art der Steckverbindung eignet sich
insbesondere deshalb, weil über die Kontaktbleche 63, 63' ein
Schiebekontakt gebildet wird. Dies bedeutet, dass bei der Montage
des nicht gezeigten Gegensteckers die Kontaktpartner, hier die Kontaktbleche 63, 63' des
Steckers 60, gegeneinander verschoben werden und so eventuell
vorhandene Schmutzpartikel weggeschoben werden. Dies ist insbesondere
im Austauschfall wichtig. Dank der segmentförmigen Struktur
der Kontaktbleche 62, 62' wird auch eine größere
Verdrehung von Stecker 60, 60' zum Gegenstecker
ermöglicht. Dies ist insbesondere deshalb notwendig, da
die Ventile, beispielsweise Magnetventile, mit relativ großer
Verdrehtoleranz eingestemmt werden. Auch in axialer Richtung ist
ebenfalls ein größerer Toleranzbereich durch diesen
Stecker 60, 60' gegeben.
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Auf
den Polkern 10 eines Magnetventils wird die Druckmesszelle 20 laserverschweißt.
Auf diese Druckmesszelle 20 wird die Kontaktbrücke 30 mittels Klebefläche 34 und
Gegenstück, nämlich dem Bund 23, mit
dem Kleber 50 fixiert. Die Kontaktbrücke 30 ist als
einfaches Spritzgießteil ausgeführt. Die radiale Position
zwischen Druckmesszelle 20 und Kontaktbrücke 30 wird
durch Nase 25 und Nut 35 eindeutig festgelegt.
Die vier Bohrungen 31 bilden, gefüllt mit dem
Leitkleber 40, ein Leitkleberdepot. Durch die in der Mitte
der Kontaktbrücke 30 liegende Bohrung 36, welche
auch als Entlüftungsbohrung dient, wird verhindert, dass
das Leitkleberdepot während der Kleberaushärtung
zu Blasenbildung führt. Der Stecker 60 wird über
die Bohrung 64 und die Steckerzentrierung 32 lagezentriert
und mit dem Kleber 50 fixiert. Die Kontaktbleche 62 sind
im Stecker 60 fest verankert, beispielsweise durch verklemmende
seitliche Nasen im Steg 65. Die Enden der Kontaktbleche 63 tauchen
dabei in das Leitkleberdepot ein.
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Der
sogenannte Vier-Segment-Innen-Stecker 60 besitzt den Fangzapfen 66,
um damit einen nicht dargestellten Gegenstecker so zu zentrieren, dass
eine Steckverbindung ermöglicht wird. Über das Gebilde
wird noch die Schutzhülse 70 übergeschoben
und mit dem Polkern 10 laserverschweißt. Diese Schutzhülse 70 aus
Stahl soll den Messwertgeber 80 mechanisch gegen Beschädigungen
schützen und auch einen Berührschutz (elektrischer
ESD-Schutz) sicherstellen. Die Messbrücke 21 auf
der Druckmesszelle 20 ist gegen höhere Spannungen
nur durch die Schutzhülse 70 im Sinne eines ausreichenden
Berührschutzes abgesichert. Durch die zweigeteilte Ausführung
von Kontaktbrücke 30 und Stecker 60 ist das
Leitkleberdepot während der Herstellung gut zugänglich
und überprüfbar.
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Auch
bei dem zweiten, einteiligen Ausführungsbeispiel wird auf
den Polkern 10 eines Magnetventils die Druckmesszelle 20 laserverschweißt 26. Nun
wird unmittelbar auf die Druckmesszelle 20 der Stecker 60' aufgesetzt.
Dieser besteht aus einem Einfach-Spritzteil. Die Dichtringflächen 67 werden auf
die Kontaktflächen 24 der Druckmesszelle 20 aufgepresst.
Die Verbindung von Segment-Stecker 60' und Druckmesszelle 20 wird
durch eine Presspassung 61 und durch klebende Verbindung
der Auflagefläche 68' mit dem Bund 23 der
Druckmesszelle 20 erreicht. Die radiale Position zwischen
Stecker 60' und Druckmesszelle 20 wird durch Nase 25 und
Nut 69' eindeutig festgelegt. Die vier Durchbrüche 74 bilden,
gefüllt mit dem Leitkleber 40, ein Leitkleberdepot.
Die Kontaktbleche 62' sind im Stecker 60' fest verankert,
beispielsweise durch klemmende seitliche Nasen im Steg 65'.
Die Kontaktblechenden 63 tauchen dabei in das Leitkleberdepot 40 ein.
Der Vier-Segment-Innen-Stecker 60' besitzt ebenfalls den
Fangzapfen 66', um den nicht dargestellten Gegenstecker
so zu zentrieren, dass eine toleranzüberbrückende
Steckverbindung ermöglicht wird. Über das Gebilde
wird noch die Schutzhülse 70 übergeschoben
und mit dem Polkern 10 laserverschweißt 71.
Diese Schutzhülse 70 aus Stahl soll wiederum den
Messwertgeber 80 mechanisch gegen Beschädigungen
schützen und auch einen Berührschutz (ESD-Schutz)
sicherstellen.
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Bei
der Fertigung und auch im Tauschfall wird eine nicht dargestellte
Steuereinheit mit den Spulen über den Messwertgeber 80 gefügt
und könnte diesen beschädigen. Durch die innen
liegenden Kontaktbleche 62 des Steckers 60' in
Verbindung mit der hochgezogenen Schutzhülse 70 wird
jedoch eine direkte Berührung vermieden. Dies ist insbesondere wichtig,
da die Druckmesszelle 20 schon bei relativ niedrigen Spannungsimpulsen
beschädigt werden kann. Die hochgezogene metallische Schutzhülse 70 kann
die ESD-Pulse nach Masse ableiten. Dank der segmentförmigen
Kontaktbleche 62' dürfen Stecker 60' und
Gegenstecker um einen definierten Winkelbereich verdreht eingebaut
werden, ohne dass die Kontaktierung darunter leidet.
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Besonders
vorteilhaft bei der Kontaktierung der Enden des Kontaktblechs 62, 63' mit
dem Leitkleberdepot ist eine federnde Ausgestaltung der Kontaktmittel 90.
Dies kann beispielsweise bei dem Ausführungsbeispiel nach 17 so
erreicht werden, dass die Kontaktmittel 90 eine Z-förmige
Biegestruktur aufweist. Dadurch entsteht einerseits ein federnder
Bereich 92. Der erste Biegebereich liegt hierbei auf einer
ersten Schulter auf, während der sich an den federnden
Bereich 92 anschließende Bereich mit dem Leitkleber 40 in
Kontakt kommt. Durch diese federnde Anordnung der Stromschiene 90 lässt
sich ein Längenausgleich erreichen, sodass temperaturabhängiges
Ausdehnungsverhalten kompensiert werden kann. Dadurch minimieren
sich die Kräfte auf die elektrische Verbindung.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102004033846
A1 [0001]