-
1. Erfindungsgegenstand
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Skatevorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft von daher eine Skatevorrichtung insbesondere
in Form eines einspurigen Rollschuhs, eines sog. Inline-Skate, bei dem
ein Sohlenrahmen (Sole Frame) oder eine Schiene (Frame) an der Unterseite
des Skateschuhs befestigt ist und an dessen Schiene Rollen befestigt sind.
Unter der Skatevorrichtung wird aber nicht nur ein derartiger Inline-Skate,
sondern auch ein Roller-Skate
(beispielsweise mit zwei in Längsrichtung des
Skate versetzt liegenden Paaren von seitlich angeordneten Rollen),
ein Streetboard, ein Eisskate (Eisschlittschuh) oder aber auch eine
Kombination aus Skischuh mit Ski und dergleichen verstanden, also
Einrichtungen, mit denen gerollt und/oder geglitten werden kann.
-
2. Stand der Technik
-
Um
eine gewisse Bewegungsfreiheit des Fußes zu gewährleisten, sind Skates gewöhnlich aus
einem flexiblen bzw. weicheren Material gefertigt. Dieses weichere
Material bewirkt eine langsame Gleitgeschwindigkeit auf Oberflächen wie
Bordsteinen aus Beton oder Geländern
aus Stahl und verursacht eine ungewünschte Durchbiegung der Schuhsohle. Diese
Probleme wurden in der Vergangenheit dadurch gelöst, dass an der Unterseite
des Skates schnellere oder härtere
Gleitplatten oder Sohlenrahmen, die eine große Fläche der Unterseite des Schuhs
abdecken, befestigt wurden. Gleitplatten lösen jedoch nicht das Durchbiegungsproblem
der Skatesohle und Sohlenrahmen bewirken eine ungewollte Erhöhung des
Abstands zwischen Fuß und
Boden. Die zwei Lagen zwischen dem Fuß und Grund vermindern auch
das Gefühl
und die Kontrolle des Benutzers über
den Skate.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Skatevorrichtung zu schaffen,
die einen Skate ohne Zwischenboden umfasst. Von daher wird nachfolgend
anstelle von Skatevorrichtung auch häufig nur von Skate gesprochen.
-
Gemäß einem
Anspruch der vorliegenden Erfindung ist eine Skatevorrichtung dadurch
gekennzeichnet, dass sie einen Schuh mit einem Fersenteil, einem
Zehenteil, gegenüber
liegenden Seitenrändern
und eine nach unten offen Basis aufweist, deren Öffnung sich entlang der gegenüberliegenden
Seitenrändern
von der Ferse zu den Zehen erstreckt, mindestens ein erheblicher
Anteil des Schuhs aus einem ersten Material besteht, ein sich über die
offene Basis des Schuhs erstreckender Sohlenrahmen befestigt ist
und der Sohlenrahmen aus einem zweiten Material gefertigt ist, das
härter
als das erste Material ist.
-
Bei
dem montierten Skate ist eine Gleitvorrichtung an der Unterseite
des Sohlenrahmens befestigt. Die Skatevorrichtung kann ein Inline-Skate sein,
dessen Gleitvorrichtung eine Schiene mit daran drehbar montierten
Rollen umfasst, ein herkömmlicher
Rollerskate mit einer Aufhängung,
die ein Paar von auseinander liegenden und in Laufrichtung ausgerichteten
Rollen umfasst, ein Eisschlittschuh mit Schiene oder eine Skischuh
mit Ski. Ganz allgemein betrifft die Erfindung einen Skate oder
eine Skate-Einrichtung im weitesten Sinne, beispielsweise in Form
eines Skateboards, eines Inline-Skates, eines Roller-Skates in Form
von Rollschuhen, eines Streetboards, in Form von Eisschlittschuhen
mit einer Schiene oder, wie erwähnt,
in Form eines Skischuh mit Ski und dergleichen. Beschränkung auf
bestimmte Ausführungsformen
der Anwendungsfälle
gibt es insoweit nicht.
-
Das
Design der Skatevorrichtung mit offener Bodenplatte vermeidet das
Problem einer flexiblen Schuhsole. Da der Schuh an der Unterseite
offen ist und direkt an dem Sohlenrahmen befestigt ist, bleibt die
Gesamthöhe
des Schuhs unverändert
und es befindet sich lediglich eine Materialschicht (der Sohlenrahmen)
zwischen dem Fuß des
Benutzers und der mit dem Boden in Verbindung stehenden Gleitvorrichtung.
Dies verbessert das Gefühl
und die Kontrolle des Benutzers über
die Skatebewegungen.
-
In
einer erweiterten Ausführung
der Erfindung ist der Sohlenrahmen lösbar mit dem Schuh verbunden.
In dieser Ausführung
sind in den gegenüber
liegend angeordneten Seitenrändern Öffnungen angebracht
und der Sohlenrahmen hat entsprechende Öffnungen, die im montierten
Zustand bündig
mit den Öffnungen
in den Seitenwänden
des Schuhs ausgerichtet sind. Geeignete Bolzen reichen durch die
aneinander liegenden Öffnungen
hindurch, um eine sichere, jedoch lösbare Verbindung zwischen dem
Schuh und Sohlenrahmen herzustellen. Die Seitenränder können Versenkungen für T-förmige Schraubenmuttern
aufweisen, die zur Verbindung mit Bolzen vorgesehen sind, die durch
die aneinander liegenden Öffnungen
hindurch reichen. In einer abgewandelten Ausführung können der Sohlenrahmen und Schuh
durch eine unlösbare
Verbindung wie Annähen
o. ä. befestigt
sein.
-
In
einem Beispiel einer Ausführung,
bei welcher der Sohlenrahmen lösbar
mit dem Schuh verbunden ist, hat der Sohlenrahmen einen erhöhten, umlaufenden
Rand, der sich zumindest über
einen Teil des Schuhumfangs erstreckt. Eine Seite des umlaufenden
Rands und das entsprechende Seitenteil des Schuhs haben eine Verbindung
ermöglichende Ausformung
für eine
lösbare
Verbindung, wenn der Sohlenrahmen über die offene Basis des Schuhs
angebracht ist. Diese Ausführung
kann ein am Sohlenplattenrand nach innen ausgerichteter Bolzen sein, der
in eine entsprechende Öffnung
an der Seitenwand des Schuhs eingeführt wird.
-
Ein
oder mehrere Schlitten- oder Gleitplatten sind für die Befestigung an der Außenseite
der Schuhs bestimmt. Die Schlitten sind vorzugsweise aus einem geeigneten
dauerhaften, glattflächigen Material,
das möglichst
keinem Abrieb unterliegt, wenn Skater mit den Schlitten über Rutschflächen oder
-geländer
gleiten. In dieser Ausführung
sind die Schlitten mit Basisflächen
mit Öffnungen
zur Ausrichtung mit entsprechenden Befestigungsöffnungen in den Seitenrändern der
offen Schuhunterseite und des Sohlenrahmens ausgestattet, so dass
die Befestigungselemente durch alle drei aufgereihten Öffnungen
eines jeden Befestigungsteils hindurch reichen. Die Schlitten können auch über nach
innen ausgerichtete Bolzen verfügen,
die durch die entsprechende Öffnung
in der anliegenden Außenseite
der Schuhwand hindurch reichen. In dieser Ausführung tragen die Schlitten
auch zu einem Zusammenhalt von Sohlenplatte und Schuh bei. In einer
abgewandelten Ausführung
können
die Abriebflächen
auch integrierter Bestandteil des Sohlenrahmens oder Schuhs sein.
-
In
einer weiteren Ausführung
der Erfindung ist der Sohlenrahmen zur Abdeckung der Öffnung nicht
lösbar,
mittels einer vernähten
Verbindung mit dem Schuh verbunden. In diesem Fall verfügt der Sohlenrahmen über einen
erhöhten,
umlaufenden Rand, der sich zumindest über einen Teil des Umfangs
des Schuhs erstreckt und dem Schuh angepasst ist und in deesem Rand
eine Vertiefung (Rille) zur Aufnahme der Naht vorgesehen ist.
-
Zusammenfassend
kann also festgehalten werden, dass die erfindungsgemäße Skatevorrichtung
aus einem Schuh mit einer überwiegend
vollständig
offenen Unterseite und einem an der offenen Schuhunterseite befestigten
Sohlenrahmen aus einem härteren
Material als der Schuh besteht. Die Unterseite hat eine Öffnung,
die sich zumindest überwiegend über die
gesamte Länge
des Schuhs von der Ferse zu den Zehen erstreckt und Seitenränder, die
sich entlang von gegenüberliegenden
Seiten der Basisöffnung
erstrecken. Der Sohlenrahmen kann sowohl lösbar als auch fest mit den Schuh
verbunden sein.
-
Weitere
Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen.
-
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen für verschiedene
Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei
zeigen im Einzelnen:
-
1:
eine schematische Seitenansicht der unmontierten Einzelteile der
Skatevorrichtung gemäß einer
beispielhaften Ausführung
der Erfindung;
-
2:
eine Ansicht des Schuhs gemäß 1 mit
Blick auf die Unterseite, wobei die Öffnungen in der Unterseite
des Schuhs dargestellt sind;
-
3:
eine Seitenansicht des Schuhs von 1 und 2;
-
4:
eine Unteransicht des Schuhs;
-
5:
eine Innenansicht der Front- und Fersenschlitten und Backslide Plate
von 1;
-
6:
eine Draufsicht des Sohlenrahmens von 1;
-
7:
eine Unteransicht des Sohlenrahmens von 1 und 6;
-
8:
eine Draufsicht der Skatevorrichtung mit montierten Einzelteilen;
-
9:
eine Ansicht der Skatevorrichtung gemäß 8 mit Blick
auf die Unterseite;
-
10:
ein Ausschnitt des Querschnitt genommen längs der Linie 10-10 der 8;
-
11:
ein Ausschnitt des Querschnitt genommen längs der Linie 11-11 der 9;
-
12:
eine Innenansicht ähnlich
wie 3 mit Ansicht eines Skates gemäß einer weiteren Ausführung der
Erfindung;
-
13:
eine Ansicht des Schuhs gemäß 12 mit
Blick auf die Unterseite, wobei die Öffnung in der Unterseite des
Skates dargestellt ist;
-
14:
eine Seitenansicht eines Sohlenrahmens zur Montage über der
offenen Basis des Schuhs der 12 und 13;
-
15:
eine Innenansicht des Sohlenrahmens der 13;
-
16:
eine Draufsicht des Sohlenrahmens der 13 und 14
-
17:
eine schematische Seitenansicht des Sohlenrahmens und Schuhs der 12 – 15 montiert
mit der Gleitvorrichtung oder Schiene, Schlitten und Backslide Plate.
-
Detaillierte Beschreibung
-
Ausgewählte Ausführungen
der nachfolgend Beschreibung beziehen sich auf einen einspurigen Rollschuh
(Inline Skate) mit einer offenen Schuhunterseite.
-
Obwohl
jedoch in der vorliegenden Beschreibung verschiedene Anwendungsbeispiele
der Erfindung abgehandelt sind, stellen diese gleichwohl nur Beispiele
dar, und zwar ohne jede Einschränkung.
-
Die 1 bis 11 der
Zeichnungen zeigen eine Skatevorrichtung 10 gemäß einer
ersten Ausführung
der Erfindung, die einen Teil eines Inline oder herkömmlichen
Roller Skates darstellen kann.
-
Die 1–11 zeigen
einen rechten Skate. Ein linker Schuh wird in entsprechender Weise
mit den spiegelbildlichen Strukturen zur Anpassung an den linken
Fuß eines
Benutzers angefertigt. Die Vorrichtung 10 beinhaltet einen
Schuh 12, einen Sohlenrahmen 14 zur Befestigung über die
Unterseite des Schuhs und ein Set von Schlitten zur Befestigung
des montierten Schuhs und Sohlenrahmens über die Außenseite. Die Schlitten bestehen
aus einem Frontschlitten 15, einer Backslide Plate 16, ähnlich wie
in US Patent 6,863,284 beschrieben, und einem Fersenschlitten 18.
Die montierten Einzelteile sind in 9 dargestellt.
Es ist ersichtlich, dass die (Skate-) Schiene (nicht abgebildet) an
der Unterseite des Sohlenrahmens in der vorgesehenen Führung 20 und
Montagebohrungen 22 (7) befestigt
wird. Die Schiene verfügt über eine
Reihe von nach unten ausgerichteten, drehbar montierten Rollen.
-
Der
Skateschuh 12 besteht aus einem relativ weichen und flexiblen
Material, um bei der Benutzung Komfort und eine gewisse Bewegungsfreiheit
zu gewährleisten.
Das Schuhmaterial kann aus Kunststoff oder aus unterschiedlichen
Materialen in verschiedenen Bereichen des Schuhs, wie z. B. Kunststoff
mit Stoffgeweben, bestehen. Geeignete Materialien für den Schuh 12 sind
Polyurethan, Polyethylene und Polypropylene. Der Schuh hat einen
Hauptbereich bestehend aus einem Zehenteil 24, einen Fersen- oder
hinteren Schaftbereich 25, Innen- und Außenseitenteile 27, 28,
und er ist basislos, d. h. die Schuhunterseite ist überwiegend
vollständig
offen, mit einer sich über
die überwiegende
Länge des
Schuhs erstreckenden Öffnung 29,
wie es in den 2 und 4 dargestellt
ist. Seitenränder 30 erstrecken
sich entlang gegenüber
liegenden Seiten der Öffnung 29. Eine
Reihe von in bestimmtem Abstand angeordneten Befestigungsbohrungen
befinden sich entlang der jeweiligen Seitenränder 30. Diese Öffnungen
sind vorzugsweise versenkt, so dass die Mutter oder der Kopf der
Schraube nicht über
die Oberfläche
des Seitenrandes hinaus steht (siehe 10 und 11 und
die begleitende Beschreibung).
-
Ein
leicht versenkter niedriger Rand 32 erstreckt sich über die
niedrigere Peripherie des Schuhhauptteils und eine Reihe von schlitzförmigen Öffnungen
(Nuten) sind in bestimmten Abständen entlang
der Innen- und Außenseite
dieses Randes angebracht, wie es am besten in den 2 und 3 zu
erkennen ist. Eine Vertiefung 35 ist in der Außenseite
des Randes 32 zur Aufnahme der Backslide Plate 16 angebracht.
-
Da
Skates aus relativ weichem Material gefertigt sind und bei direkter
Montage der Schiene auf den Schuh eine unerwünschte Durchbiegung des Skates
auftreten kann, wird in der Praxis zur Verstärkung vorzugsweise ein Sohlenrahmen
oder Sole Frame aus einem härteren
und steiferen Material an die Unterseite des Schuhs angebracht.
In diesem Fall ist die Unterseite des Schuhs ohne Sohle und über den Großteil der
Unterseite hin offen, und der am Schuh befestigte Sohlenrahmen 14 deckt
die Öffnung
an der Schuhunterseite ab, wie es am besten aus den 1 sowie 8 bis 11 ersichtlich
ist. Die Sohlenplatte ist vorzugsweise aus einem geeigneten harten und
steifen Material wie Polyamid (Nylon) oder glasfaserverstärkten Polyamid
gefertigt, welches durch hohe Abriebsfestigkeit gekennzeichnet ist.
Der Sohlenrahmen ist lösbar
mit der offenen Unterseite des Schuhs verbunden und kann entfernt
und ausgetauscht werden, wenn die Oberfläche nach einiger Zeit Benutzung
durch Gleit- und Schleifmanöver
abgenutzt ist.
-
Die
Ober- und Unterseiten des Sohlenrahmens 14 sind in genaueren
Detail in den 6 und 7 abgebildet.
Die äußere Form
und Abmessungen des Sohlenrahmens sind auf die der offenen Schuhunterseite
abgestimmt, und der Sohlenrahmen verfügt über einen erhöhten umlaufenden
Rand 36, der sich über
dessen inneren Seitenwände,
sowie Zehen- und Fersenbereich erstreckt. Die äußere Seitenwand des Sohlenrahmens
hat eine Versenkung oder Aussparung 38, die mit der Versenkung 35 an der
Außenseite
des Schuhs abgestimmt ist und die für die Aufnahme der Backslide
Plate vorgesehen ist und über
eine niedrigere Randhöhe 39 verfügt, die sich
von der Aussparung 38 zum Zehen- und Fersenbereich des
Sohlenrahmens erstreckt.
-
Eine
Reihe von vier nach innen ausgerichteten Bolzen befinden sich an
der Innenseite des Sohlenrahmenrands 36, wie es in 6 abgebildet
ist. Die Bolzen 40 sind positioniert, um mit den längsförmigen Öffnungen
(Nuten) 34 an der Innenseite des Skates eine bündige Verbindung
einzugehen, wenn der Sohlenrahmen an die offenen Schuhunterseite montiert
ist, wie es in den 8 und 10 abgebildet
ist. Die Bolzen 40 sind so ausgelegt, dass sie in die entsprechenden Öffnungen 34 einschnappen, wenn
der Sohlenrahmen an der Unterseite des Schuhs angebracht wird und
die Seitenränder 36 mit den
entsprechenden Seitenrändern 32 des
Schuhs in Verbindung treten, wie es am besten aus 10 ersichtlich
ist. Befestigungsöffnungen 42 sind
entlang gegenüber
liegenden Seiten des Sohlenrahmens vorgesehen, die mit der Position
der Befestigungsöffnungen 31 in
den Seitenrändern 30 der
Schuhunterseite abgestimmt sind.
-
Wie
in den 1, 5 und 9 abgebildet,
sind eine Reihe von Schlitten vorgesehen, um mit dem Außenrand
und dem Sohlenrahmen eine Verbindung einzugehen, wenn der Sohlenrahmen
an der offenen Unterseite des Schuhs angebracht worden ist. Die
Schlitten sind ebenfalls aus einem harten, dauerhaften und abriebfesten
Material wie Nylon, glasfaserverstärktem Nylon o. ä. gefertigt.
Die Schlitten bestehen aus einem separaten Frontschlitten 15, einer
Backslide Plate 16 und einem Fersenschlitten 18.
Jedoch kann alternativ auch ein Schlitten aus einem Stück verwendet
werden, oder die Gleitflächen können integrierter
Bestandteil des Sohlenrahmens sein. Ein Vorteil von getrennten Schlitten
ist, dass sie bei Verschleiß einzeln
ersetzt werden können.
Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Schlitten helfen den Sohlenrahmen
an der Schuhunterseite festzuhalten.
-
Die
Backslide Plate verfügt über eine
konkave Wölbung
oder Groove 17, wie sie in Fachkreisen bekannt ist. Die
Schlitten verfügen
alle über
relativ glatte, äußere Gleitflächen, wie
es am besten in 9 ersichtlich ist, die ein Skater
zum Gleiten über geeignete
Oberflächen
wie Handgeländer,
Bordsteine, Mauern oder ähnliches
einsetzen kann.
-
Jeder
Schlitten ist in der Regel L-förmig
ausgeformt, verfügt über eine
Basiswand oder -arm 44 und eine aufstehende Seitenwand
oder -arm 45 (siehe 5). Die
Seitenwände
der Front- und Fersenschlitten 15, 18 verfügen über zwei
räumlich
voneinander getrennte, nach innen ausgerichtete Bolzen 46,
die so ausgelegt sind, dass sie mit den entsprechenden Öffnungen 34 im äußeren Seitenrand
des Schuhs eine Kupplungs- oder Anschluss-Verbindung eingehen, wie
dies aus den 2, 5 und 11 hervorgeht.
Die Basiswände
der einzelnen Schlitten und der Backslide Plate 16 verfügen jeweils über ein Paar
räumlich
voneinander getrennter Öffnungen 48, die
so ausgelegt sind, dass sie bündig
mit den Öffnungen 31, 42 in
den Seitenrändern
der Schuhunterseite und des Sohlenrahmens ausgerichtet sind. 11 stellt
diese Ausrichtung für
die Gesamtheit der Öffnungen
im Frontschlitten 15, des Sohlenrahmens 14 und
des Seitenrandes 30 der Schuhunterseite anschaulich dar. 10 veranschaulicht
die Ausrichtung der Öffnungen 31 des
gegenüber
liegenden inneren Seitenrandes 30 und der Öffnung 42 des Sohlenrahmens.
-
Die
entsprechenden Schlitten, Sohlenrahmen und äußerer Seitenrand 30 der
Schuhunterseite sind miteinander entlang der Außenseite des Schuhs mittels
einer ersten Reihe von T-Schraubverschlüssen 50 verbunden,
während
der Sohlenrahmen und innere Seitenrand 30 entlang der gegenüber liegenden
Seite der Schuhunterseite ebenfalls mit einer zweiten Reihe (Menge)
von T-Schraubverschlüssen 52 miteinander
verbunden ist, wobei die T-Schraubverschlüsse dabei durch die bündig ausgerichteten Öffnungen
hindurch reichen, wie es aus den 8, 10 und 11 ersichtlich
ist. Wie in 11 gezeigt, bestehen die T-Schraubverschlüsse der
ersten Menge aus einem Bolzen mit einem Kopf 54, der förmlich der
Vertiefung um die Öffnung 48 des
entsprechenden Schlittens angepasst ist und einem Schaft 55,
der sich durch die ausgerichteten Öffnungen 48, 42 und 31 erstreckt,
und einer Mutter 56 die mit dem herausstehendem Schaftende
verschraubt wird und die in einer Vertiefung um die Öffnung 31 sitzt.
Jeder T-Schraubverschluss des zweiten Sets ist von gleicher Beschaffenheit,
und wie in 10 gezeigt, werden entsprechend
gleiche Referenznummern für
gleiche Teile verwendet. Der einzige Unterschied ist, dass in diesem
Fall der Kopf 54 in der Vertiefung um die Öffnung 42 des
Sohlenrahmens sitzt und der Schraubenschaft etwas kürzer ist,
da er sich nur durch den Sohlenrahmen und die Seitenränder 30 erstreckt.
-
Die
Kombination der Nut- (längliche Öffnung) und
Bolzenverbindung zwischen dem Sohlenrahmen und der Außenseite
des Schuhs, der Nutverbindung zwischen den Schlitten und der Innenseite
des Schuhs, sowie den T-Schraubverschlüssen 50, 52 hält den Sohlenrahmen
fest über
der offenen Unterseite des Schuhs. Die Schlitten 15, 16 und 18 halten den
Schuh und Sohlenrahmen, wie in 10 abgebildet,
ent lang der Außenseite
des Schuhs fest zusammen, wobei die Nut- und Bolzenverbindung 34, 40 diese
Teile entlang der anderen Seite des Schuhs zusammenhalten. Die Nut-
und Bolzenverbindung hält
die Teile in der korrekten Position mit den Verschlussöffnungen
aneinander ausgerichtet, wobei die Verschlusselemente 50, 52 durch
die Öffnungen miteinander
verbunden sind. Die durch die aneinander ausgerichteten Öffnungen
reichenden Verschlusselemente 52 verhindern eine versehentliche
Trennung dieser Komponenten während
des Skatens.
-
Der
Sohlenrahmen hat in dieser Ausführung die
Doppelfunktion, um die offene Unterseite des Schuhs abzudecken und
eine stabile und steife Aufnahme für die Schiene mit Rollen zu
schaffen. In bestehenden Skatevorrichtungen mit herkömmlicher Schuhunterseite
bildet die Schuhunterseite und der Sohlenrahmen zwei Lagen zwischen
dem Fuß des Skaters
und der Gleitoberfläche.
Die Vorrichtung dieser Erfindung hat nur eine einzige Lage zwischen dem
Fuß des
Skaters und der Gleitoberfläche,
nämlich
den Sohlenrahmen oder Sole Frame, wodurch die Gesamthöhe des Skates
reduziert und der Skater näher
zum Boden gebracht wird. Dies vermittelt ein direkteres „Gefühl" zwischen der Fußsohle und
der Schiene und verbessert die Beherrschung des Skaters über das
Sportgerät.
Der Körperschwerpunkt wird
zugunsten eines verbesserten Gleichgewichts nach unten verlagert
und die Verbindung zwischen dem Fuß des Skaters und der Schiene
ist solider und direkter. Durch die mehr oder weniger offene Schuhunterseite
wird deutlich weniger Material verwendet, wodurch Kosten und Gewicht
eingespart werden.
-
Der
Sohlenrahmen und Schlitten sind lösbar am Schuh be festigt, so
dass eine oder mehrere dieser Komponenten bei Verschleiß oder Abnutzung entfernt
und ersetzt werden können.
-
In
dieser Ausführung
der 1 bis 11 sind der Sohlenrahmen und
Schlitten lösbar
an der Schuhunterseite befestigt. Die 12 bis 17 zeigen
eine alternative Skatevorrichtung (17) in der
ein fester Sohlenrahmen 62 unlösbar an einem bodenlosen, der
vorherigen Ausführung ähnlichen Schuh 64 befestigt
ist. Die Skatevorrichting 60 beinhaltet ebenfalls Gleitschienen 15, 16 und 18,
die den Gleitschienen der vorherigen Ausführung ähnlich sind und dessen Referenznummern,
wenn angebracht, mit den entsprechenden Teilen übereinstimmen. Die montierte
Abbildung von 17 zeigt die an der Unterseite
des Sohlenrahmens 62 angebrachte Schiene 61 mit
Rollen 63, woraus ersichtlich ist, dass eine ähnliche
Schiene auch am auswechselbaren Sohlenrahmen 14 der vorhergehenden
Ausführung
angebracht werden kann.
-
Der
Schuh und der Sohlenrahmen der 12 bis 17 sind
aus dem gleichen oder ähnlichen
Material wie in der vorherigen Ausführung gefertigt, wobei der
Schuh aus einem weicheren, etwas flexibleren Material und der Sohlenrahmen
aus einem härteren,
abriebfesteren Material besteht. Die generelle Form des Schuhs 64 ist ähnlich wie
in der vorherigen Ausführung,
mit einem Zehenteil 65, einem Fersen- und Schaftteil 66, einem Innen-
und Außenteil 68, 69 für die Aufnahme
des Fußes
des Skaters, und einer im Wesentlichen offenen Unterseite 70,
die sich im Wesentlichen über
die gesamte Länge der
Schuhunterseite erstreckt, wie es in 13 abgebildet
ist. Gegenüber
liegende Seitenränder 71, 72 erstrecken
sich entlang der Innen- und Außenseiten der Öffnung 70.
Im Gegensatz zur vorherigen Ausführung
befinden sich versetzte Öffnungen 74 nur
am äußeren Seiterand
des Schuhs. Der Schuh hat einen leicht vertieften unteren Rand 75,
der sich über
seine Außenseite
erstreckt. Versetzte längliche Öffnungen (Nuten) 76 sind
an der Außenseite
des Randes angebracht, nicht jedoch an der Innenseite der Randes,
im Gegensatz zu der vorherigen Ausführung.
-
Eine
Rille 78 mit reduzierter Wandstärke zur Aufnahme eines Nähfadens
erstreckt sich über
den Außenrand
des Schuhs. Wie in der vorherigen Ausführung ist in einem mittigen
Bereich des Schuhaußenrandes
eine Aussparung angebracht, die zur Aufnahme der Backslide Plate 18 dient.
Wie in der vorherigen Ausführung
ist die Form des Sohlenrahmen 62 abgestimmt, um auf die
offene Unterseite des Schuhs zu passen und hat einen erhöhten Außenrand 80,
um eine Verbindung mit dem vertieften Außenrand 75 des Schuhs
einzugehen. Eine vertiefte Nahtrille 82 erstreckt sich über den
Außenrand 80 und
ist mit der Rille 78 bündig
ausgerichtet, wenn der Sohlenrahmen an der Schuhunterseite angebracht ist.
Im Gegensatz zur vorherigen Ausführung
hat der Rand des Sohlenrahmens in dieser Ausführung keine nach innen gerichteten
Bolzen, sondern geht nur eine passgenaue Verbindung mit dem unteren
Rand des Schuhs ein.
-
Der
umlaufende Rand 80 an der Außenseite des Sohlenrahmens
verfügt über einen
abgerundeten Abschnitt 84 mit einer Öffnung 85, die im
montierten Zustand bündig
mit der Backslide Plate Vertiefung 79 des Schuhs ausgerichtet
ist, wie es in den 14 und 17 abgebildet
ist. Die Form der Öffnung
entspricht der Form der Backslide Plate 16, so dass diese
(16) kraftschlüssig
in Öffnung 85 montiert werden
kann. Die Öffnung 85 erstreckt
sich in die Unterseite der Backslide Plate 16, wie dies
in 16 ersichtlich ist.
-
Wie
aus 16 ersichtlich ist, hat der Sohlenrahmen auf der
mittigen Linie vertiefte Öffnungen 86,
die zur Befestigung der Schiene mit Rollen 61 an dem Sohlenrahmen
dienen. Im Gegensatz zur vorherigen Ausführung sind zusätzliche
Befestigungsöffnungen 88 nur
entlang des Außenrandes
des Sohlenrahmens zur Befestigung der Schlitten angebracht. Da der
Sohlenrahmen durch Annähen
permanent mit dem Schuh verbunden ist, besteht keine Notwendigkeit
für zusätzliche
Befestigungselemente zwischen dem Schuh und der Sohlenplatte. Die
Außenseite
des Sohlenrahmens verfügt
an der Unterseite an gegenüber
liegenden Seiten der Backslide Plate Öffnung 85, über Vertiefungen 89, 90,
die, wie nachfolgend ausführlich
beschrieben, zur Aufnahme der Front- und Fersenschlitten 15, 18 dienen.
Der Sohlenrahmen kann darüber
hinaus zur Erhöhung der
Steifigkeit und Gewichtsersparnis an der Ober- und Unterseite über Stege
und Rippen verfügen.
-
In
dieser Ausführung
ist der Sohlenrahmen über
die offene Schuhunterseite plaziert und der Rand des Sohlenrahmens
ist mit dem Schuhrand mit einen Nähfaden 92 in den dafür vorgesehenen
Nahtrillen 75 und 82 durch Annähen befestigt. Der Faden kann
aus Zwirn, Bindfaden oder ähnlichem
bestehen, der stark genug ausgelegt ist um die Teile beständig zusammenzuhalten.
Obwohl der Sohlenrahmen in der vorliegenden Ausführung wie abgebildet durch Annähen befestigt
ist, können
auch andere Verfahren wie Verkleben oder Ähnliches zur Befestigung angewendet
werden. Klebstoff kann zusätzlich
zur Näht für eine extra
starke Ver bindung eingesetzt werden.
-
Wenn
der Sohlenrahmen an der Schuhunterseite befestigt ist, sind die
Befestigungsöffungen 88 entlang
des äußeren Seitenrandes
mit den Befestigungsöffungen 74 im
Seitenrand 72 des Schuhs bündig ausgerichtet. Diese werden,
wie in der vorherigen Ausführung
zur Befestigung der Front- und Fersenschlitten 15, 18 und
der Backslide Plate 16, über die Außenkante des Schuhs verwendet.
Wie oben angemerkt, sind die Schlitten 15, 18 und 16 in
dieser Ausführung
im Wesentlichen identisch zu der vorherigen Ausführung, wobei die Front- und
Fersenschlitten an den inneren Seitenwänden über nach innen ausgerichtete
Bolzen 46 verfügen,
wie es in 5 im Zusammenhang mit der vorherigen
Ausführung
abgebildet ist. Darüber
hinaus sind, wie in 5 abgebildet, im unteren Basisteil
der Schlitten 15, 18 und Backslide Plate Befestigungsöffnungen
vorgesehen.
-
In
dieser Ausführung
ist die Backslide Plate 16 mit der Öffnung 85 in der Außenseite
des Sohlenrahmens 62 und durch die Vertiefung 79 an
der Außenseite
des Schuhs mit diesen Teilen verbunden.
-
Die
Front- und Fersenschlitten hingegen sind jedoch über die Außenseite des Schuhs an gegenüber liegenden
Seiten der Backslide Plate 16 mit dem Sohlenrahmen verbunden,
wobei die Bolzen 46 durch die Nuten 76 und Öffnungen 48,
die mit den entsprechenden Öffnungen 88 und 74 im
Sohlenrahmen und Schuhaußenrand
bündig
ausgerichtet sind, hindurchragen. Jeder dieser Schlitten ist mit
dem Schuh durch die aneinander ausgerichteten Öffnungen mittels geeigneter
Befestigungselemente, wie z. B. T-Schraubverschlüsse 52 aus 10 und 11 der
vorherigen Ausführung,
befestigt.
-
Der
komplett montierte Skate ist in 17 abgebildet.
-
In
jeder der obig aufgeführten
Ausführungen ist
ein im Wesentlichen „bodenloser" Skateschuh fest oder
lösbar
mit einem Sohlenrahmen aus einem härteren Material verbunden,
der die offene Schuhunterseite abdeckt. Dies bewirkt Steifigkeit
an der Verbindungsstelle zwischen Schuh und Schiene, wobei der Fuß des Skaters
relativ nahe zu Boden und Rollen ist und keine zusätzliche
Zwischenlage die Höhe
der Vorrichtung vergrößert.
-
Die
obige Beschreibung der aufgeführten
Lösungen
dient dazu, um einer fachkundigen Person zu vermitteln, wie die
Erfindung benutzt oder hergestellt werden kann. Verschiedene Abwandlungen
dieser Ausführungen
werden fachkundigen Personen rasch bewusst, und die hier beschriebenen
grundlegenden Prinzipien können,
ohne vom Geist oder Umfang der Erfindung abzuweichen, auf weitere
Ausführungen angewendet
werden. Es ist daher ersichtlich, dass die hier präsentierten
Beschreibungen und Zeichnungen eine momentan bevorzugte Anwendung
der Erfindung darstellen und daher repräsentativ für das Grundthema der Erfindung
sind. Es ist weiterhin ersichtlich, dass der Umfang der vorliegenden
Erfindung weitere Anwendungen umfasst, die fachkundigen Personen
offensichtlich werden können
und dass der Umfang der vorliegenden Erfindung daher durch nichts
anderes als die angehängten
Ansprüche begrenzt
ist.