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Die
Erfindung betrifft das Gebiet der Laserzündung von Gasgemischen. Sie
richtet sich insbesondere auf eine Zündvorrichtung zum Zünden eines brennbaren
oder explosionsfähigen
Gasgemischs in einem Hauptbrennraum, insbesondere zum Zünden eines
Kraftstoff-Luft-Gemischs bzw. Brenngas-Luft-Gemischs in einer Brennkraftmaschine,
umfassend einen hochtemperaturfesten Absorberkörper, der in Kontakt zu dem
Hauptbrennraum entstammendem Gasgemisch angeordnet ist und der eine dem
Gasgemisch zugewandte Brennrauminnenseite aufweist, und einen Lichtleitweg
zum Leiten eines Laserstrahls auf den Absorberkörper zum Erhitzen des Absorberkörpers mit
dem Laserstrahl bis zum Erreichen einer für das Zünden des Gasgemischs erforderlichen
Zündtemperatur
auf der Brennrauminnenseite des Absorberkörpers, wobei der Lichtleitweg
bis zu dem Absorberkörper
derart ausgebildet ist, dass der Laserstrahl keinen direkten Kontakt
zu dem Gasgemisch der des Hauptbrennraumes hat, sowie ein entsprechendes
Verfahren.
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Die
Erfindung richtet sich also auf eine Zündvorrichtung und ein Verfahren
zum Entflammen von Brenngas-Luftgemischen mit einer durch einen
Laserstrahl erhitzten Hot-Spot-Oberfläche mit schnell veränderbaren
Temperaturen.
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Laser
zum Erzeugen von Laserstrahlen sind im Stand der Technik bekannt
(siehe z. B.
DE 39
26 956 A1 ). Ferner sind im Stand der Technik Laserzündungen
bekannt, bei denen der Laserstrahl auf eine Stelle innerhalb des
Brennraumes fokussiert wird, also im Brennraum eine gewisse Strecke
durch das zu zündende
Gasgemisch verläuft.
Dieser Fokus liegt entweder auf einem Absorber, der das Laserlicht in
Wärme umwandelt,
oder direkt in dem Gasgemisch im Brennraum. Diese Laserzündungen
zünden nicht
mit der gewünschten
Zuverlässigkeit.
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Laserzündeinrichtungen
für Verbrennungsmotoren
vorgeschlagen. Diese sind aber bisher noch sehr teuer bzw. aufwändig (
DE 28 49 458 A1 ,
DE 199 11 737 A1 ,
US 6,053,140 A ,
WO 2005/028856 A1 =
EP 1 519 038 A1 und
EP 1 519 038 A1 ,
WO 2005/021959 A1 ,
DE 203 20 983 U1 =
EP 1 329 631 A2 ,
DE 103 50 101 A1 ,
DE 10 2004 061194
A1 ,
JP 10196508 ,
JP 59155573 ,
JP 60150480 ,
JP 63212772 ,
JP 8068374 ).
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Ein
wesentlicher Nachteil derartiger Laserzündungen besteht darin, dass
sie nur einen extrem kleinen Zündkern
erzeugen, wobei im Zusammenhang mit der vergleichsweise grobballigen
Strömungs-
und Turbulenzstruktur im Brennraum, insbesondere von Großgasmotoren,
lokal am Zündort
sehr stark schwankende Ladungszustände (Zusammensetzung, Temperatur,
Geschwindigkeit, Turbulenz) bestehen. Dadurch ergeben sich größere Schwankungen
bei der Entflammung und damit insbesondere auch beim Drehmoment
des Motors. Weiterhin besteht im Magerbetrieb das besondere Problem,
dass das Gemisch unmittelbar nach der Entflammung wieder verlöscht, da
dem Flammenkern zuviel Wärme entzogen
wird. Aus den vorgenannten Gründen
kann deshalb das zündungs-
und verbrennungstechnische Potential der Laserzündung bisher nicht voll genutzt werden.
Zudem ergeben sich bei längerem
Betrieb Verschmutzungen bzw. Ablagerungen auf der den rauen Brennraumbedingungen
ausgesetzten Oberfläche
des optischen Fensters der Laserzündeinrichtung, was im Langzeitbetrieb
zu einer Verminderung der Energieübertragung von der Laserzündeinrichtung
an die Zündstelle
führt.
Zudem wird bei der Laserzündung
im "offenen" Brennraum eine schnelle Ausbreitung
der Flammenfront vom Zündort
aus in alle Bereiche des Brennraums hinein nicht gefördert.
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Das
Dokument
DE 22 07 392
A offenbart eine gattungsgemäße Zündvorrichtung. In der Praxis haben
sich derartige, als "Hot-Spot-Laserzündung" zu bezeichnenden
Zündvorrichtungen,
bei denen das Zünden
durch Erhitzen einer zum Brennraum gerichteten Oberfläche mittels
eines Lasers erfolgt, jedoch bisher nicht durchgesetzt, weil sich
damit die Zündung
nicht mit der erforderlichen Zuverlässigkeit die hochfrequenten
Zündimpulse
von Brennkraftmaschinen, insbesondere bei höheren Drehzahlen, oder mit ausreichend
hoher Lebensdauer durchführen
ließ.
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Die
WO 2004/001221 A1 beschreibt
ein Starthilfsmittel für
einen Verbrennungsmotor, bei dem mittels eines Laserstrahles eine
in dem Brennraum angeordnete Fläche
erhitzt wird. Diese Fläche
wird konstant erhitzt und ist beispielsweise ein in den Brennraum
ragender Glühstift
oder ein anderer Punkt im Brennraum. Eine Vorkammer ist nicht vorgesehen.
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Eine
Vorkammerzündung
mit einem Laser wurde in der nach dem Prioritätstag der vorliegenden Anmeldung
veröffentlichten
DE 10 2006 018 973
A1 vorgeschlagen. Der Laser wird dabei auf einen Zündort fokussiert,
der im Gas-Luft-Gemisch innerhalb der Vorkammer liegt.
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Eine
weitere Vorkammerzündung
mit einem Laser wurde in der nach dem Prioritätstag der vorliegenden Anmeldung
veröffentlichten
DE 10 2005 050 435
A1 vorgeschlagen. Mittels eines Lasers wird dabei ein Abschnitt
der Aufnahmeeinrichtung einer Laserheizeinrichtung erhitzt, der
in den Vorkammerraum hineinragt. Die Geometrie und der Werkstoff des
erhitzten Abschnitts der Aufnahmeeinrichtung werden den erforderlichen
Zündbedingungen
angepasst. Die Verwendung eines separaten Absorberkörpers, der
durch den Laser erhitzt wird, ist nicht offenbart.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Eigenschaften der bekannten
Hot-Spot-Laserzündungen
derart zu verbessern, dass sie im praktischen Betrieb bei Brennkraftmaschinen
anwendbar ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Zündvorrichtung
bzw. ein Verfahren mit den Merkmalen der beigefügten unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen
Patentansprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung mit zugehöriger Zeichnung.
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Eine
erfindungsgemäße Zündvorrichtung zum
Zünden
eines brennbaren oder explosionsfähigen Gasgemischs in einem
Hauptbrennraum, insbesondere zum Zünden eines Kraftstoff-Luft-Gemischs bzw.
Brenngas-Luft-Gemischs
in einer Brennkraftmaschine, umfassend einen hochtemperaturfesten
Absorberkörper,
der in Kontakt zu dem Hauptbrennraum entstammendem Gasgemisch angeordnet
ist und der eine dem Gasgemisch zugewandte Brennrauminnenseite aufweist,
und einen Lichtleitweg zum Leiten eines Laserstrahls auf den Absorberkörper zum
Erhitzen des Absorberkörpers
mit dem Laserstrahl bis zum Erreichen einer für das Zünden des Gasgemischs erforderlichen
Zündtemperatur
auf der Brennrauminnenseite des Absorberkörpers, wobei der Lichtleitweg
bis zu dem Absorberkörper
derart ausgebildet ist, dass der Laserstrahl keinen direkten Kontakt
zu dem Gasgemisch des Hauptbrennraumes hat, weist also die Besonderheit
auf, dass dem Absorberkörper
auf der Brennrauminnenseite eine Vorkammer mit mindestens einer
die Vorkammer und den Hauptbrennraum verbindenden Überströmöffnung vorgelagert
ist, wobei die Brennrauminnenseite des Absorberkörpers dem Gasgemisch der Vorkammer
zugewandt ist und der Lichtleitweg bis zu dem Absorberkörper derart
ausgebildet ist, dass der Laserstrahl keinen direkten Kontakt zu
dem Gasgemisch der Vorkammer hat.
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Ein
entsprechendes Verfahren zum Zünden eines
brennbaren oder explosionsfähigen
Gasgemischs in einem Hauptbrennraum, insbesondere zum Zünden eines
Kraftstoff-Luft-Gemischs bzw. Brenngas-Luft-Gemischs in einer Brennkraftmaschine,
bei dem ein hochtemperaturfester Absorberkörper mit einer der Brennrauminnenseite
zugewandten Brennrauminnenseite in Kontakt zu dem Hauptbrennraum
entstammendem Gasgemisch angeordnet wird, und entlang eines Lichtleitweges
ein Laserstrahl auf den Absorberkörper geleitet wird, wobei der Absorberkörper mit
dem Laserstrahl erhitzt wird, bis auf der Brennrauminnenseite des
Absorberkörpers eine
für das
Zünden
des Gasgemischs erforderliche Zündtemperatur
erreicht wird, wobei der Lichtleitweg bis zu dem Absorberkörper derart ausgebildet
ist, dass der Laserstrahl keinen direkten Kontakt zu dem Gasgemisch
des Hauptbrennraumes hat, weist die Besonderheit auf, dass dem Absorberkörper auf
der Brennrauminnenseite eine Vorkammer mit mindestens einer die
Vorkammer und den Hauptbrennraum verbindenden Überströmöffnung vorgelagert wird, wobei
die Brennrauminnenseite des Absorberkörpers dem Gasgemisch der Vorkammer
zugewandt angeordnet wird und der Lichtleitweg bis zu dem Absorberkörper derart
ausgebildet wird, dass der Laserstrahl keinen direkten Kontakt zu
dem Gasgemisch der Vorkammer hat.
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Das
Merkmal, dass der Lichtleitweg bis zu dem Absorberkörper derart
ausgebildet ist, dass der Laserstrahl keinen direkten Kontakt zu
dem Gasgemisch des Brennraumes bzw. der Vorkammer hat, ist dabei
so zu verstehen, dass der Brennraum bzw. die Vorkammer vollständig gegen
den Lichtleitweg abgedichtet ist, also der Laserstrahl nicht durch
den Hauptbrennraum oder die Vorkammer bzw. nicht durch das zu zündende Gasgemisch
darin verläuft.
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Die
Vorkammerzündung
ist bei konventionellen, auf einer elektrischen Funkenzündung basierenden
Zündverfahren
bekannt. Vorkammerzündeinrichtungen,
insbesondere Vorkammerzündkerzen,
sind seit vielen Jahren bekannt und auch in die Serie eingeführt worden,
insbesondere bei mager und/oder mit Abgasrückführung stationär betriebenen
Gasmotoren. Sie werden vor allem zur Verminderung der NOx-Rohemission
eines Verbrennungsmotors bei gleichzeitig niedrigen Werten für den Kraftstoffverbrauch
und die Verminderung der Drehmomentschwankungen verwendet. Im englischen
Sprachraum werden derartige Zündvorrichtungen
als Prechamber Spark Plugs bezeichnet.
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Die
Vorkammer einer elektrischen Vorkammerzündkerze ist eine kleine, einen
Bereich um und/oder vor den Zündelektroden
liegenden Raum gegen den Hauptbrennraum abgrenzende Kammer, die
zumeist mit mehreren umlaufend angeordneten Bohrungen und einer
zentralen engen Bohrung, die als Überströmöffnungen oder, insbesondere
bei größerer Wandstärke der
Vorkammer, als Überströmkanäle bezeichnet
werden, versehen ist. Während
der Kompressionsphase stellen diese engen Bohrungen einen hohen
Strömungswiderstand
dar; hierdurch kann sich der Kompressionsdruck nur verzögert in der
Vorkammer einstellen. Es sind Ausführungsformen von Vorkammer-Zündungen
mit und ohne entsprechende Kolbenmulde, in die die Vorkammer im Kompressionstakt
eintaucht, bekannt.
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Bei
Ausführungsformen
von Vorkammer-Zündkerzen
mit Anfettung des Kraftstoff-Luftgemisches in der Kolbenmulde entsteht
beim Eintauchen der Vorkammer in die Kolbenmulde ein Druckgefälle zwischen
Hauptbrennraum und Vorkammer, so dass das fette Kraftstoff-Luft-Gemisch,
das in der Kolbenmulde aufgefangen wurde, durch die engen Bohrungen
mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
in die Vorkammer eintritt. Dabei entsteht in der Vorkammer zum Zündzeitpunkt
idealerweise ein zündfähiges, hochturbulentes,
relativ homogenes Gemisch. Dieses Gemisch ist weder von einer besonderen
Ladungsbewegung im Zylinder noch von einer speziellen Einspritzstrahlgeometrie
abhängig.
Nach der erfolgten Zündung
schießen
die Flammen infolge des positiven Druckgefälles durch die engen Bohrungen in
den Hauptbrennraum und erfassen schnell das restliche, relativ magere
Kraftstoff-Luft-Gemisch. Durch die heraustretenden Flammenstrahlen
werden rasch und gleichzeitig weite Bereiche des mageren Kraftstoff-Luft-Gemisches
im Hauptbrennraum an der Verbrennung beteiligt. Das intensive Durchdringen
der Flammenfront im Hauptbrennraum führt zu einer schnelleren und
vollständigeren
Kraftstoffumsetzung als bei einer von einem Zündort ausgehenden sphärischen
Flammenausbreitung.
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Bedingt
durch die Strömungsverhältnisse während der
Kompression und die anwachsende Druckdifferenz zwischen Hauptbrennraum
und Vorkammer, die eine Strömung
aus der Vorkammerumgebung ins Innere der Vorkammer induziert, strömt das Gemisch,
das sich in der Nähe
einer Kolbenmulde befindet, über
die Überströmbohrungen
in die Vorkammer. Durch hohe Strömungsgeschwindigkeiten beim
Einströmen
wird eine gute Gemischbildung für das
heterogene Kraftstoff-Luftgemisch des Zylinders und damit besonders
zündfähige Gemisch
in der Vorkammer erzeugt. Die Gemischbildung ist somit von der zugrundeliegenden
Zylinderinnenströmung
entkoppelt, so dass negative Einflüsse aus zyklischen Schwankungen
der Strömung
minimiert werden. Nach Zündung
des homogenen Gemisches in der Vorkammer schießt das entflammte Gemisch in
Form von Fackelstrahlen in Folge des starken Druckanstieges über die
Vorkammerbohrungen in den Hauptbrennraum und entzündet dort
weiträumig
das heterogene Grundgemisch
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Der
Zündvorgang
im Hauptbrennraum wird also durch einen vorausgehenden Vorkammerzündvorgang
ausgelöst.
Dieser Vorkammerzündvorgang umfasst
bei Vorkammerzündkerzen
mit Elektroden zwei Stufen, nämlich
einen Aufladeschritt und einen Entladeschritt. Während des Aufladeschritts wird
die Vorkammer durch den Kompressionstakt des Motors bzw. Kolbens
mit einem frischen Gas-Luft-Gemisch gefüllt. Dabei wird Restgas aus
der vorausgegangen Zündung
in einen rückwärtig liegenden
Bereich gedrückt.
Dadurch erzielt man eine sehr schnelle Entflammung des Zündgemischs
in der Vorkammer beim Zünden.
Nach dem Zünden
des Gemischs in der Vorkammer steigen der Druck und die Temperatur
in der Vorkammer sehr schnell an, so dass die Verbrennungsprodukte
in Form von Fackelstrahlen durch die Überströmöffnungen der Vorkammer in den Hauptbrennraum
gedrückt
werden und dort die Zündung
des Gasgemisches auslösen.
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Für weitere
Einzelheiten zu elektrischen Vorkammerzündungen wird auf die Literatur
Bezug genommen, beispielsweise die Dokumente
WO 98/45588 A1 ,
WO 03/071644 A1 und
EP 0 675 272 A1 .
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Zur
Verbesserung der Eigenschaften von Vorkammerzündungen wurden in neuerer Zeit
Lösungen
vorgeschlagen, bei denen durch Anreicherung des mageren Gemischs
in der Vorkammer mit Kraftstoff verbesserte Zündungs- und Entflammungseigenschaften
erreicht werden (
DE
44 19 429 A1 ,
DE 197
14 796 A1 ,
DE
10 2004 039818 A1 ,
DE 10 2004 043143 A1 ,
DE 100 16 558 A1 ). Diese
Verfahren sind aber sehr aufwändig,
da sie neben dem Gemischbildungssystem für das Hauptgemisch im Haupt brennraum
ein zusätzliches
Gemischbildungs- oder Einspritzsystem zur Bildung des Gemischs in
der Vorkammer mit erfordern.
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Im
Rahmen der Erfindung wurde gefunden, dass sich die bekannten Konzepte
der Hot-Spot-Laserzündung
und der Vorkammer in vorteilhafterweise kombinieren lassen, um eine
verbesserte, den praktischen Anforderungen entsprechende Entzündung des
Hauptgemisches im Hauptbrennraum mittels Hot-Spot-Laserzündung zu
erzielen.
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Die
Verbesserung der Eigenschaften einer Laserzündung bei einem Verbrennungsmotor
beruht dabei auf der Verlagerung der Zündstelle bzw. des Zündgebietes
in eine Vorkammer, insbesondere einer Vorkammerzündkerze. Dabei wird während des Kompressionstaktes
vom Hauptbrennraum ein Kraftstoff-Luft-Gemisch über Überströmöffnungen der Vorkammer zugeführt. Bei
Annäherung
an den oberen Totpunkt des Kolbens erfolgt in der Vorkammer eine
Entflammung des Gemischs mit der Laserzündung, wobei am Zündort ein
für die
Laserzündung
besonders günstiger
Strömungszustand
erzeugt wird, der die sichere Entflammung des Gemischs ermöglicht.
Durch eine besonders schnelle Verbrennung des Gemischs in der Vorkammer
werden Zündfackelstrahlen
erzeugt, die zu einer schnellen und gleichmäßigen Umsetzung des Gemischs
im Hauptbrennraum führen.
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Die
Erfindung aus einer Kombination der Hot-Spot-Laserzündung mit
einer Vorkammeranordnung verbessert die Eigenschaften der Hot-Spot-Laserzündung, insbesondere
bei Großgasmotoren,
hinsichtlich Sicherheit und Gleichmäßigkeit der Entflammung und
Verbrennung, bei gleichzeitig hohen Langzeiteigenschaften, insbesondere
für die Eigenschaften
der Einkoppelung der Laserzündenergie,
und vermindert den Aufwand bei der Verbesserung der Entflammung
bei Vorkammerzündkerzen, wobei
insbesondere eine sichere Entflammung und gleichmäßige Energieumsetzung
bei Luftzahlen Lambda > 2,0
erreicht wird, was mit dem jeweiligen Einzelsystem (Hot-Spot-Laserzündung, Vorkammerzündung) nicht
möglich
ist.
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Die
Erfindung hat folgende Vorteile:
- – Im Vergleich
zu existierenden Glühzündverfahren
(z. B. bei Modellbaumotoren) für
die Entflammung vorgemischter Gemische mit konstanter Oberflächentemperatur
kann mit der Erfindung der Zündzeitpunkt
in fremdgezündeten
Motoren präzise
und reproduzierbar eingestellt werden.
- – Bei
einer hochtransienten Temperaturführung am Hot-Spot in der Vorkammerzündkerze
ergibt sich die gleiche Funktion wie bei einer bekannten elektrischen
Vorkammerzündkerze,
da ein zeitgerechtes Entflammen des brennbaren Gemisches in der
Vorkammer durch den Hot-Spot erfolgt.
- – Bei
einer hochtransienten Temperaturführung wird bewirkt, dass vor
und nach der Entflammungsphase alle Wandtemperaturen am Laser-Hot-Spot-System sicher
unterhalb der Entflammungstemperatur liegen. Damit wird die Gefahr
unkontrollierter Glühzündungen
vermieden. Beim konventionellen Aufbau mit metallischen Zündelektroden
und keramischem Kerzenfuß besteht
dagegen stets die Gefahr von Glühzündungen,
da begrenzte Oberflächenzonen
durch unzureichende Wärmeabfuhr
zu Glühzündungen
Anlass geben können.
- – Wegen
der feinballigen Turbulenzstruktur innerhalb der Vorkammer ergeben
sich bessere Entflammungsbedingungen. Die sichere Entflammung durch
Hot-Spot-Systeme setzt voraus, dass das Gemisch mit möglichst
feinballiger Turbulenz die heiße
Oberfläche
berührt.
Dadurch ist der Energiebedarf wegen der kleinen Dimensionen der Turbulenzballen
geringer als bei großen
Ballen. Eine Besonderheit der Strömung in der Vorkammer ist die
feinballige Turbulenzstruktur. Daher ist in der Kombination einer
Hot-Spot-Laserzündung mit
einer Vorkammer eine wesentlich sichere Entflammung zu erreichen
als mit einer Laserzündung
oder Hot-Spot-Laserzündung
ohne Vorkammer.
- – Unterstützt wird
das Entflammen des Gasgemisches in der Vorkammer weiterhin durch
die vergleichsweise höheren
Wandtemperaturen der Vorkammer bei geringeren Wärmeverlusten als im Hauptbrennraum.
- – Die
günstigen
Entflammungsbedingungen ermöglichen
es, den Hot-Spot
so auszulegen, dass eine möglichst
kleine Substratfläche
(ca. 0,5 mm Durchmesser) um eine möglichst geringe Temperaturerhöhung verändert werden
muss. Dadurch sinkt der Kostenaufwand und ein wirtschaftlicher Betrieb
kann erreicht werden.
- – Durch
den bei der Funkenzündung
entstehenden Verschleiß der
Zündelektrode
ist die Lebensdauer der Vorkammerkerze in konventioneller Bauweise
begrenzt. Dieser Nachteil verstärkt
sich insbesondere bei hohen spezifischen Zylinderleistungen (hohe
Mitteldrücke)
durch den höheren Zündspannungsbedarf
infolge des höheren
Dichteniveaus. Dabei tritt ein unvermeidbarer Verschleiß ("Abbrand") der Elektroden
auf, durch den die Lebensdauer begrenzt wird. Insbesondere bei weiterer
Leistungserhöhung
der Motoren (Aufladung) und damit den zunehmenden höheren Zünddrücken nehmen
die Durchbruchspannung und damit der Elektrodenverschleiß zu. Diese Verschleißprobleme
bestehen bei der Hot-Spot-Laserzündung
nicht, da die Oberflächentemperaturen
am Absorber viel niedriger sind als am Zündfunken. Zusätzlich ist
die Entflammungsneigung durch das höhere Dichteniveau stark begünstigt.
Insgesamt hat die erfindungsgemäße Zündvorrichtung
einen unmerklichen Verschleiß und
damit eine annähernd
unbegrenzte Lebensdauer.
- – Die
Erfindung schafft eine Zündvorrichtung
zum Entflammen von Brenngas-Luft-Gemischen mit hoher Zündimpulsfrequenz
in dem Brennraum eines fremdgezündeten
Motors.
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Weitere
Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen erläutert.
Die beschriebenen Merkmale können
einzeln oder in Kombination verwendet werden, um bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung zu schaffen.
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Es
zeigen:
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1 einen
Längsschnitt
einer erfindungsgemäßen Hot-Spot-Laserzündkerze
mit Vorkammer;
-
2 einen
Querschnitt zu 1 in der Ebene der schrägen Überströmöffnungen;
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3 eine
Detailansicht zu 1;
-
4 eine
Detailansicht zu 3;
-
5 eine
Abwandlung zu 4;
-
6 eine
Darstellung des zeitlichen Verlaufs der Laserpulsleistung bei Verwendung
der Erfindung in einer Brennkraftmaschine;
-
7 eine
Darstellung des zeitlichen Verlaufs der Oberflächentemperatur des Absorbers
bei Verwendung der Erfindung in einer Brennkraftmaschine; und
-
8 eine
Detailansicht zu 7.
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Die 1 zeigt
eine erfindungsgemäße Zündvorrichtung
zum Zünden
eines brennbaren oder explosionsfähigen Gasgemischs in einem
Hauptbrennraum 1, insbesondere zum Zünden eines Kraftstoff-Luft-Gemischs
bzw. Brenngas-Luft-Gemischs in einer Brennkraftmaschine. Bei einer
Hot-Spot-Laserzündung nach
dem Stand der Technik, d. h. ohne Vorkammer 10, ist der
Hauptbrennraum 1 gleich dem von dem Hot-Spot entflammten
Brennraum. Die Zündvorrichtung
ist in Form einer in die Wandung eines Zylinderkopfes 18 montierbaren
Zündkerze 2 ausgebildet.
Hierzu umfasst die Zündkerze 2 ein
Außengewinde 3 und
eine Dichtung 4, womit sie dichtend in die Wandung des
Zylinderkopfes 18 eingeschraubt werden kann. Sie umfasst
einen hochtemperaturfesten Absorberkörper 5, der in Kontakt
zu dem Hauptbrennraum 1 entstammendem Gasgemisch ange ordnet
ist, mit einer dem Gasgemisch, nämlich
dem Gasgemisch in einer Vorkammer 10 zugewandten Brennrauminnenseite 6.
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Ferner
umfasst die Zündkerze 2 einen
Lichtleitweg zum Leiten eines Laserstrahls 7 auf den Absorberkörper 5 zum
Erhitzen des Absorberkörpers 5 mit
dem Laserstrahl 7 bis zum Erreichen einer für das Zünden des
Gasgemischs erforderlichen Zündtemperatur
auf der Brennrauminnenseite 6 des Absorberkörpers 5,
wobei der Lichtleitweg bis zu dem Absorberkörper 5 derart ausgebildet
ist, dass der Laserstrahl 7 keinen direkten Kontakt zu
dem Gasgemisch des Hauptbrennraumes 1 oder der Vorkammer 10 hat.
Der Laser 8 und ggf. eine Laserstrahloptik 9 können in
die Zündkerze 2 integriert
sein.
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Neben
dem Absorberkörper 5 und
dem Lichtweg umfasst die Zündkerze 2 eine
Vorkammer 10, die dem Absorberkörper 5 auf der Brennrauminnenseite 6 vorgelagert
ist und die Vorkammer 10 und den Hauptbrennraum 1 verbindende Überströmöffnungen 11 aufweist.
Die Vorkammer 10 ist als Hohlzylinder ausgebildet und umfasst
vorteilhafterweise zwischen 1 und 20, bevorzugt 3 bis 8 Überströmöffnungen 11.
Die Überströmöffnungen 11 können axial und/oder
radial und/oder schräg,
bezogen auf die Achse in dem in 1 dargestellten
Längsschnitt, durch
die Wandung der Vorkammer 10 verlaufen.
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Der
Absorberkörper 5 ist
bevorzugt nicht wandbündig
in der Wandung der Vorkammer 10 angeordnet, sondern ragt
auf einem Sockel oder Vorsprung 19 ein Stück in die
Vorkammer 10 hinein. Der Absorberkörper 5 ist dann auf
einem Vorsprung 19 angeordnet, der mit einer gewissen Eintauchtiefe
in die Vorkammer 10 hineinragt. Die Eintauchtiefe des Vorsprungs 19 in
die Vorkammer 10 beträgt
vorteilhafterweise zwischen 5% und 35%, bevorzugt zwischen 10% und
25% der (axialen) Länge
der Vorkammer 10. Dieser Vorsprung 19 hat Vorteile
für die Schaffung
eines "Atmungsraumes" für die Gemischbildung
in der Vorkammer 10, die Ausbildung einer günstigen
Strömung
in der Vorkammer 10 und das Zündverhalten des Gasgemischs.
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Wenn
die Zündkerze 2 in
die Wandung des Hauptbrennraumes 1, d. h. in den Zylinderkopf 18 eingeschraubt
ist, ist der Absorberkörper 5 im
Bereich der Wand des Hauptbrennraumes 1 angeordnet. Der
Absorberkörper 5 ist
ein hochtemperaturresistentes Substrat ohne oder mit Beschichtung.
Die Einstellung der Temperatur der zur Vorkammer 10 gerichteten
Oberfläche,
der Brennrauminnenseite 6, erfolgt durch zeitlich gesteuerte
Beheizung der Rückseite
des Absorberkörpers 5,
seiner der Vorkammer 10 abgewandten Brennraumaußenseite 14.
Die Beheizung erfolgt durch den gepulsten Laserstrahl 7, der
auf eine möglichst
gut absorbierende rückwärtige Substrat-Oberfläche trifft.
Vor dem Einschalten des Laserimpulses ist die Oberflächentemperatur
der in die Vorkammer 10 hineinragenden Brennrauminnenseite 6 unter
der für
die Gemischzündung
erforderlichen Temperatur. Durch Einschalten des Laserimpulses wird
die Oberflächentemperatur
soweit erhöht, dass
eine sichere Gemischentzündung
stattfindet. Über
den Zeitpunkt der Beheizung wird der Zündzeitpunkt des Gemisches eingestellt
und gesteuert.
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Die
Zündkerze 2 mit
einer insbesondere im Wesentlichen zylindrischen Vorkammer 10 in
Form einer in einen Zylinderkopf 18 einschraubbaren Anordnung
hat mehrere Überströmöffnungen 11,
die eine Verbindung zwischen der Vorkammer 10 und dem Hauptbrennraum 1 herstellen.
Die vorzugsweise zentral angeordnete Lasereinrichtung 8 besitzt
eine Strahloptik 9, die den Laserstrahl 7 auf
den Absorberkörper 5 fokussiert,
so dass dieser eine Zündstelle bildet.
Die während
des Verdichtungstaktes in den Überströmöffnungen 11 erzeugten
Eintrittstrahlen in die Vorkammer 10 treffen sich mit ihren
Achsen vorteilhaft in einem im Wesentlichen achsnahen Treffpunkt,
der sich im Bereich des Absorberkörpers 5 oder entfernt
davon befindet. Der Treffpunkt und dessen Umgebung ist ein ausgewählter Bereich
innerhalb der Vorkammer 10 mit hoher und besonders feinballiger
Turbulenz, der sich insbesondere in Verbindung mit der sehr kurzen
Entladedauer des Lasers 8 mit hoher kurzzeitiger Leistung
in hervorragender Weise zu einer sicheren Entflammung des Gemischs
in der Vorkammer 10, mit einem gewünschten schnell wachsenden
Flammenkern, eignet.
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Besonders
vorteilhaft für
die Zündung
ist dabei, dass das an dem Absorperkörper 5 zu zündende Kraftstoff-Luft-Gemisch
während
des Verdichtungstaktes des Motors aus dem Hauptbrennraum 1 zur Zündstelle
gelangt. Dadurch wird das bei Verdichtungsbeginn noch allein in
der Vorkammer 10 befindliche unbrennbare Restgas aus dem
vorhergehenden Arbeitzyklus während
des Verdichtungstaktes durch die sich ausbildende Strömung in
den hinteren Teil der Vorkammer 10 verdrängt. Zudem
führt dies zu
besonders geringen Schwankungen der Gemischzusammensetzung und Gemischtemperatur,
weil insbesondere als Folge des Zustroms des Gases über die Überströmöffnungen 11 aus
unterschiedlichen Bereichen des Hauptbrennraums 1 vor der
Vorkammer 10 die Gemischzusammensetzung und die Gemischtemperatur
an dem Absorberkörper 5 jeweils gemittelt
werden. Durch die im Wesentlichen achsnahe Lage der Zündstelle
sind zudem die Löscheffekte durch
feste Oberflächen
auf den sich nach der Zündung
ausbildenden Flammenkern besonders gering.
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Die
Ausbildung einer geeigneten Strömung in
der Vorkammer 10 kann verbessert werden, wenn die Vorkammer Überströmöffnungen 11 aufweist,
die tangential verlaufen, wie es in dem Querschnitt in 2 dargestellt
ist, der in der Ebene der schrägen Überströmöffnungen 11 in 1 verläuft. Die Überströmöffnungen 11 sind
dabei nicht auf die Achse gerichtet, sondern (schräg) tangential
auf einen um die Achse verlaufenden Kreis, dessen Radius zwischen Null
und dem Radius der Vorkammer 10 liegen kann. Hierdurch
bildet sich eine vorteilhafte Drehströmung in der Vorkammer 10 aus.
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Die 1 zeigt
eine Vorkammerzündkerze mit
einer vorderen Vorkammer 12 und hinteren Vorkammer 13,
wobei in die vordere Vorkammer 12 die Überströmöffnungen 11 einmünden. Zudem
ist eine zentrale Überströmöffnung 11 dargestellt,
mit der einerseits dem zu zündenden
Gasgemisch durch den in die vordere Vorkammer 12 eintretenden
Strahl eine axiale Strömungskomponente
in Richtung auf die hintere Vorkammer 13 aufgeprägt und durch
die schrägen,
tangential eintretenden Überströmöffnungen 11 in
der hinteren Vorkammer 13 eine Drehströmung erzeugt wird. Die axiale
Strömungskomponente
bewirkt, dass zum Zündzeitpunkt
aus schließlich Frischgemisch
aus dem Hauptbrennraum 1 am Hot-Spot vorhanden ist und
nach Entflammung des Frischgemisches die Flammenausbreitung in der
hinteren Vorkammer 13 durch die vorhandene Drehströmung stark
beschleunigt wird. Die schnelle Entflammung erfasst auch das vorhandene
Gemisch in der vorderen Vorkammer 12 und es treten Fackelstrahlen in
den Hauptbrennraum 1 aus, die eine besonders schnelle und
gleichmäßige Umsetzung
des Hauptgemischs im Hauptbrennraum 1 bewirken.
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Allgemein
ist es vorteilhaft, wenn die Vorkammer 10 in axialer Richtung
in eine vordere Vorkammer 12 und eine hintere Vorkammer 13 aufgeteilt ist,
wobei die hintere Vorkammer 13 weiter von dem Hauptbrennraum 1 als
die vordere Vorkammer 12 gelegen ist und wobei der Durchmesser
der hinteren Vorkammer 13 größer als der Durchmesser der
vorderen Vorkammer 12 ist. Vorteilhafterweise ist der Durchmesser
der hinteren Vorkammer 13 zwischen 5% und 100%, bevorzugt
zwischen 10% und 30% größer als
der Durchmesser der vorderen Vorkammer 12. Die (axiale)
Länge der
hinteren Vorkammer 13 beträgt vorteilhafterweise zwischen
5% und 200%, bevorzugt zwischen 10% und 80% der Länge der
vorderen Vorkammer 12. Die Ausbildung einer hinteren Vorkammer 13 hat
Vorteile für
die Schaffung eines "Atmungsraumes" für die Gemischbildung
in der Vorkammer 10, die Ausbildung einer günstigen Strömung in
der Vorkammer 10 und das Zündverhalten des Gasgemischs.
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Die 3 zeigt
ein Detail zu 1, nämlich den Laser 8,
die Strahloptik 9, den Lichtleitweg und den Absorberkörper 5.
Die Vorkammer 10 und das äußere Gehäuse der Zündkerze 2 sind in
dieser Darstellung nicht eingezeichnet.
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Die 4 zeigt
in einer Detaildarstellung das untere Ende der Anordnung von 3,
in der man gut erkennen kann, dass der Absorberkörper 5 aus einem das
Laserlicht absorbierenden Material besteht, dessen der Vorkammer 10 abgewandte
Brennraumaußenseite 14 gegenüber der
Brennrauminnenseite 6 abgedichtet ist. Der Absorberköper 5 stellt
in dieser Ausführungsform
sozusagen ein "schwarzes Fenster" dar, das von seiner
Rückseite
her mittels des Laserstrahls 7 erhitzt wird.
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Im
Gegensatz zu bekannten Laserzündsystemen
ist hierbei eine Einkopplung des Laserstrahls 7 durch einen
optischen Zugang in die Vorkammer 10 nicht erforderlich,
wodurch die verfahrensbedingten Nachteile von Verschmutzungen/Ablagerungen
umgangen werden. Zusätzlich
ist eine geringere Laserstrahlleistung erforderlich. Der Absorberkörper 5 kann
aus geeigneten Materialien, beispielsweise aus einer Keramik und/oder
aus einem Wolfram-Carbid bestehen. Der Absorberkörper 5 ist vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet.
Vorteilhafterweise hat der Absorberkörper 5 einen Durchmesser
von weniger als 10 mm, bevorzugt weniger als 5 mm, besonders bevorzugt
weniger als 2 mm.
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Ferner
weist der Absorberkörper 5 vorteilhafterweise
eine Aussparung 17 auf, in der seine Dicke reduziert ist.
Die Aussparung 17 kann auf der Brennrauminnenseite 6 und/oder
der Brennraumaußenseite 14 ausgebildet
sein. Die Aussparung 17 hat vorteilhafterweise einen Durchmesser
von weniger als 1 mm, bevorzugt weniger als 0,5 mm, und die Dicke des
Absorberkörpers
5 im Bereich der Aussparung 17 liegt vorteilhafterweise
unter 2 mm, bevorzugt unter 1 mm und besonders bevorzugt unter 0,5
mm. Aus Festigkeitsgründen
ist ein dicker Absorberkörper 5 vorteilhaft,
um den hohen Zylinderdrücken
standzuhalten. Aus Gründen
der Wärmeleitung
und zum Erzielen einer möglichst
schnellen Erwärmung
bei möglichst
kleiner Laserleistung ist es jedoch wünschenswert, wenn der Absorberkörper 5 dünn ist. Diesen
sich widersprechenden Anforderungen kann mit einer Aussparung 17 entsprochen
werden.
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Die 5 zeigt
eine abgewandelte Ausführung
zu 4 bei einer Zündkerze 2 mit
einer Strahlführung
durch einen transparenten Werkstoff und einer Absorption des Laserstrahls 7 in
einer auf dem transparenten Werkstoff angebrachten absorbierenden
Beschichtung, die den Absorberkörper 5 bildet. Dabei
ist der Absorberkörper 5 als
das Laserlicht absorbierendes, vorzugsweise tiefschwarzes Material ausgebildet,
das auf der der Vorkammer 10 zugewandten Brennrauminnenseite 6 eines
Fenstermaterials 15 angeordnet ist. Der Absorberkörper 5 kann auf
der der Vorkammer 10 abgewandten Brennraumaußenseite 14 des
Fenstermaterials 15 angeordnet sein, oder, wie in 4 dargestellt
ist, auf der der Vorkammer 10 zugewandten Brennrauminnenseite 6 des
Fenstermaterials 15 angeordnet sein, wobei das Fenstermaterial 15 für das Laserlicht
durchlässig
ist.
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Der
Absorberkörper 5 kann
bei diesen Ausführungsformen
beispielsweise aus einer Keramik, insbesondere einer Sinter-Keramik,
vorzugsweise aus Aluminiumoxid oder Aluminiumnitrid, einem metallischen
Stoff, aus Carbid, Bond, Silicid oder Nitrid bestehen. Das Fenstermaterial 15 kann
scheibenförmig
oder als Lichtleitstab 16 ausgebildet sein. Es besteht
beispielsweise aus einem Wolfram-Silikatglas, einem Bor-Silikatglas
oder Saphir.
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Der
dem Absorberkörper 5 bzw.
dem Fenstermaterial 15 unmittelbar vorgelagerte Lichtweg kann
durch Luft, Schutzgas oder einen Lichtleiter oder Lichtleitstab 16 verlaufen.
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Die 6 zeigt
den Verlauf der Laserpulsleistung P als Funktion der Zeit t. Man
erkennt, dass der Laserstrahl 7 im Arbeitszyklus T der
Brennkraftmaschine gepulst wird. Die Pulsfrequenz der Laserpulse
beträgt
vorteilhafterweise zwischen 1 Hz und 2.000 Hz, bevorzugt zwischen
1 Hz und 50 Hz. Die Pulsdauer der Laserpulse liegt vorteilhafterweise zwischen
0,1 μs und
1 min, bevorzugt zwischen 1 μs und
1 s, besonders bevorzugt zwischen 1 μs und 1 ms, wobei die langen
Pulsdauern insbesondere zum Temperaturaufbau beim Kaltstart einer
Brennkraftmaschine zweckmäßig sein
können.
Die Anstiegszeit der Laserpulse beträgt vorteilhafterweise zwischen
1 ns und 1 ms, bevorzugt zwischen 100 ns und 10 μs, und die Abklingzeit der Laserpulse
vorteilhafterweise zwischen 1 ns und 1 ms, bevorzugt zwischen 100
ns und 10 μs.
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In 7 ist
der zugehörige
zeitliche Verlauf der Oberflächentemperatur
TO des Absorberkörpers 5 auf
der Brennrauminnenseite 6 dargestellt. Jeweils kurz nach
dem Auslösen
eines Laserpulses wird die zur Gemischzündung erforderliche Zündtemperatur TZ überschritten.
Die erforderliche Zündtemperatur des
jeweiligen Zyklus kann infolge des Einflusses von Gemischzusammensetzung,
Druck, Temperatur und Strömungsparameter
an der Zündstelle
schwanken. Der erforderliche zeitliche Anstieg der Oberflächentemperatur
TO ergibt sich aus der Anforderung der zeitlichen Lage des Zündzeitpunkts
des Gemisches. Durch Vorgabe der Pulsdauer und Pulsanzahl kann die
Oberflächentemperatur
TO zur Gemischentzündung
an unterschiedliche Betriebzustände
eines Motors angepasst werden (Kaltstart, Instationärbetrieb, Drehzahl,
Last).
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Die 8 zeigt
in einer Detailansicht zu 7 den zeitlichen
Verlauf der Oberflächentemperatur
TO für
einen einzelnen Laserpuls.
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- 1
- Hauptbrennraum
- 2
- Zündkerze
- 3
- Außengewinde
- 4
- Dichtung
- 5
- Absorberkörper
- 6
- Brennrauminnenseite
- 7
- Laserstrahl
- 8
- Laser
- 9
- Laserstrahloptik
- 10
- Vorkammer
- 11
- Überströmöffnung
- 12
- Vordere
Vorkammer
- 13
- Hintere
Vorkammer
- 14
- Brennraumaußenseite
- 15
- Fenstermaterial
- 16
- Lichtleitstab
- 17
- Aussparung
- 18
- Zylinderkopf
- 19
- Vorsprung
- P
- Laserpulsleistung
- T
- Arbeitszyklus
- TO
- Oberflächentemperatur
- TZ
- Zündtemperatur
- t
- Zeit