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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Verbinder
und betrifft im Spezielleren einen wasserdichten elektrischen Verbinder.
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Im
Stand der Technik ist unter den elektrischen Verbindern ein wasserdichter
Verbinder bekannt, der das Eindringen von Wasser in den Verbindungsbereich
mit einem komplementären
Verbinder verhindert. Das Airbag-System eines Kraftfahrzeugs sendet
ein elektrisches Signal zu der Zündvorrichtung,
um einen Berstvorgang zu veranlassen, wobei das durch den Berstvorgang
erzeugte Gas in den Airbag gefüllt
wird. Die Verdrahtung, die das elektrische Signal in dem Airbag-System sendet, ist
durch einen elektrischen Verbinder mit dem komplementären Verbinder
an der Zündvorrichtung
verbunden. In der jüngeren
Zeit werden Airbag-Vorrichtungen
nicht nur im Lenkbereich im Innenraum von Kraftfahrzeugen installiert,
sondern auch im Inneren der Türen
in Form eines Vorhang-Airbags oder eines Seiten-Airbags. Da eine
größere Wahrscheinlichkeit
besteht, dass sich Tau oder dergleichen im Inneren der Türen als im
Vergleich zu dem Innenraum bildet, muss der im Inneren der Türen verwendete
Verbinder wasserdicht sein. Aus diesem Grund sind bereits wasserdichte elektrische
Verbinder vorgeschlagen worden, die mit wasserdichten Ringen aus
elastischen Materialien ausgestattet sind (siehe zum Beispiel die
japanischen Patentanmeldungs-Offenlegungsschriften Nr. 2004-193079
und 2005-050685).
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Die 8 und 9 zeigen Schnittdarstellungen von wasserdichten
elektrischen Verbindern des herkömmlichen
Typs.
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8 veranschaulicht einen
wasserdichten Verbinder 80, der mit einem komplementären Verbinder 85 auf
der Zündvorrichtungsseite
verbunden ist, wobei die innere Konstruktion des wasserdichten Verbinders 80 in
der Zeichnung weggelassen ist. Ein wasserdichter Ring 82 aus
einem elastischen Material ist an dem Außenumfangsbereich eines Gehäuses 81 des
wasserdichten Verbinders 80 angebracht. Wenn der wasserdichte
Verbinder 80 in den komplementären Ver binder 85 eingepasst
wird, gelangen sowohl an dem wasserdichten Verbinder 80 als
auch an dem komplementären
Verbinder 85 vorhandene Kontakte (nicht gezeigt) in elektrischen
Kontakt miteinander. Ferner tritt der wasserdichte Ring 82 in
engen Kontakt mit dem Öffnungsbereich
eines konkaven Kontaktaufnahmebereichs des komplementären Verbinders 85,
um dadurch den Spalt zwischen dem konkaven Kontaktaufnahmebereich
und dem Gehäuse 81 dicht
zu verschließen.
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Bei
dem in 9 dargestellten
wasserdichten Verbinder 90 handelt es sich um einen anderen Typ
eines wasserdichten Verbinders als den in 8 dargestellten. Der Außendurchmesser
des wasserdichten Rings 92 ist größer ausgebildet als der Durchmesser
der Öffnung
des konkaven Kontaktaufnahmebereichs eines komplementären Verbinders 95.
Wenn ein Gehäuse 91 in
den konkaven Kontaktaufnahmebereich des komplementären Verbinders 95 eingesetzt
und in diesem aufgenommen wird, wird somit das Gehäuse 91 mit
dem komplementären
Verbinder 95 verriegelt, während der wasserdichte Ring 92 in
Einführrichtung
zwischen dem Gehäuse 91 und den
Rändern
des konkaven Kontaktaufnahmebereichs gehalten ist. Auf diese Weise
bilden die in 8 und 9 dargestellten wasserdichten
Verbinder 80 und 90 die Verbindungsbereiche der
Kontakte in einer wasserdichten Ausbildung.
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Bei
einigen Verbindern ist jedoch zum Verriegeln der Rotationsbewegung
von diesen eine Kerbe an dem Öffnungsbereich
ihres konkaven Kontaktaufnahmebereichs ausgebildet. Wenn der herkömmliche
wasserdichte Verbinder 80 oder 90 in einen derartigen
komplementären
Verbinder eingepasst wird, entsteht ein Spalt an der Stelle, an
der die Kerbe ausgebildet ist, so dass die wasserdichte Ausbildung
beeinträchtigt
wird. Ferner wird der in 9 dargestellte wasserdichte
Verbinder 90 mit dem komplementären Verbinder 95 verriegelt,
während
der wasserdichte Ring 92 von dem Öffnungsbereich des komplementären Verbinders 95 fest
gehalten wird. Als Ergebnis hiervon wird der wasserdichte Ring 92 in
anhaltender Weise mit starkem Druck beaufschlagt, so dass es zu Verschleiß kommt
und die wasserdichte Ausbildung von diesem beeinträchtigt wird.
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Die
vorliegende Erfindung ist in Anbetracht der vorstehend geschilderten
Umstände
erfolgt und hat sich zum Ziel gesetzt, einen wasserdichten elektrischen
Verbinder zu schaffen, der unabhängig
von dem Vorhandensein einer Kerbe an dem Öffnungsbereich eines komplementären Verbinders
eine ausgezeichnete Wasserdichtheit aufrecht erhält.
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Gemäß einem
Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein wasserdichter
elektrischer Verbinder zum elektrischen Verbinden einer Verdrahtung
mit einem komplementären
Verbinder geschaffen, in dem ein konkaver Kontaktaufnahmebereich ausgebildet
ist, wobei der wasserdichte elektrische Verbinder Folgendes aufweist:
einen
Kontakt, der mit einem Ende der Verdrahtung verbunden ist;
ein
isolierendes Gehäuse,
das einen Einpassbereich zum Einpassen in den konkaven Kontaktaufnahmebereich
des komplementären
Verbinders aufweist und in dem der Kontakt untergebracht ist;
ein
Dichtungselement, das in integraler Weise an einer äußeren Umfangsfläche in der
Nähe eines
oberen bzw. freien Endes des Einpassbereichs angeordnet ist und
in enger Berührung
mit einer Innenwand des konkaven Kontaktaufnahmebereichs steht,
wenn der Einpassbereich in den konkaven Kontaktaufnahmebereich eingesetzt
ist; und
ein Verriegelungselement, das den Austritt des isolierenden
Gehäuses
aus dem konkaven Kontaktaufnahmebereich verhindert, wenn der in
den konkaven Kontaktaufnahmebereich eingesetzte Einpassbereich eine
vorbestimmte Tiefe des konkaven Kontaktaufnahmebereichs erreicht.
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Bei
dem wasserdichten elektrischen Verbinder der vorliegenden Erfindung
ist das Dichtungselement in der Nähe des freien Endes des Einpassbereichs
angeordnet. Selbst wenn eine Kerbe in einem Öffnungsbereich des komplementären Verbinders ausgebildet
ist, führt
die Kerbe somit zu keiner Beeinträchtung der Wasserdichtheitsfunktion
des Dichtungselements. Außerdem
ist das Dichtungselement an der äußeren Umfangsfläche in der
Nähe des
freien Endes des Einpassbereichs angeordnet. Selbst in einem Zustand,
in dem ein Lösen
des isolierenden Gehäuses
durch das Verriegelungselement verhindert ist, wird das Dichtungselement
somit nicht so stark zusammengedrückt, dass es zu Verschleiß kommt.
Als Ergebnis hiervon ist die wasserdichte Ausbildung stabilisiert.
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Bei
dem wasserdichten elektrischen Verbinder der vorliegenden Erfindung
wird das Dichtungselement vorzugsweise durch Einsatzformen oder durch
Doppel-Spritzgießen in integraler
Weise an das isolierende Gehäuse
angeformt.
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In
einem Fall, in dem das Dichtungselement durch Einsatzformen oder
Doppel-Spritzgießen in integraler
Weise an dem isolierenden Gehäuse
angeordnet ist, kann der Raum zum Anordnen des Dichtungselements
beispielsweise im Vergleich zu einem Fall reduziert werden, in dem
das isolierende Gehäuse
zu einem späteren
Zeitpunkt mit einem separaten wasserdichten Ring und einem Befestigungselement für den wasserdichten
Ring versehen wird. Als Ergebnis hiervon besteht selbst bei miniaturisierten Verbindern
die Möglichkeit,
das Dichtungselement an der äußeren Umfangsfläche in der
Nähe des
freien Endes des Einpassbereichs anzuordnen, ohne die Konturausbildung
des Verbinders zu verändern.
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Ferner
ist bei dem wasserdichten elektrischen Verbinder der vorliegenden
Erfindung die Verdrahtung vorzugsweise mittels eines heiß schmelzenden
Materials haftend mit dem isolierenden Gehäuse verbunden.
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Im
Gegensatz zu anderen üblichen
Harzmaterialien für
den Harzformvorgang vermindert das heiß schmelzende Material die
Entstehung eines Spalts auf Grund zyklischer thermischer Belastung zwischen
dem isolierenden Gehäuse
und der Verdrahtung. Als Ergebnis hiervon werden ausgezeichnete
Wasserdichtheitseigenschaften in diesem Bereich zwischen dem isolierenden
Gehäuse
und der Verdrahtung aufrecht erhalten.
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Weiterhin
vorzugsweise wird der wasserdichte elektrische Verbinder gemäß der vorliegenden Erfindung
als Zündverbinder
verwendet, der mit der Zündvorrichtung
eines Kraftfahrzeug-Airbags verbunden ist.
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Der
wasserdichte elektrische Verbinder gemäß der vorliegenden Erfindung
kann auch an solchen Stellen verwendet werden, an denen die Wahrscheinlichkeit
einer Taubildung besteht. Somit kann der wasserdichte elektrische
Verbinder als Zündverbinder
beispielsweise eines Vorhang-Airbags oder eines Seiten-Airbags verwendet
werden.
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Wie
vorstehend erläutert
worden ist, lässt sich
gemäß der vorliegenden
Erfindung ein wasserdichter elektrischer Verbinder schaffen, bei
dem ausgezeichnete Wasserdichtheitseigenschaften aufrecht erhalten
werden können.
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Die
Erfindung und Weiterbildungen der Erfindung werden im Folgenden
anhand der zeichnerischen Darstellungen von Ausführungsbeispielen noch näher erläutert. In
den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
Perspektivansicht unter Darstellung des Erscheinungsbildes eines
Zündverbinders gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
Darstellung des Erscheinungsbildes des Zündverbinders gemäß dem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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3 eine
Schnittdarstellung entlang der Linie A-A der 2;
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4 eine
auseinandergezogene Perspektivansicht des in den 1 bis 3 dargestellten Zündverbinders;
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5 eine
Schnittdarstellung zur Erläuterung
eines Zustands, in dem der Zündverbinder
der 1 bis 3 mit einem komplementären Verbinder
verbunden ist;
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6 eine
weitere Schnittdarstellung zur Erläuterung eines Zustands, in
dem der Zündverbinder der 1 bis 3 mit
dem komplementären
Verbinder verbunden ist;
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7 eine
Perspektivansicht zur Erläuterung
eines Beispiels eines komplementären
Verbinders, in dem eine Kerbe zum Verriegeln der Rotationsbewegung
eines Gegenverbinders an einem Öffnungsbereich
von diesem ausgebildet ist;
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8 eine
Schnittdarstellung eines wasserdichten elektrischen Verbinders herkömmlichen Typs;
und
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9 eine
Schnittdarstellung eines weiteren wasserdichten elektrischen Verbinders
herkömmlichen
Typs.
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Im
Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen
erläutert.
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Die 1 bis 3 veranschaulichen
das Erscheinungsbild eines Zündverbinders,
bei dem es sich um ein Ausführungsbeispiel
eines wasserdichten elektrischen Verbinders gemäß der vorliegenden Erfindung
handelt.
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Bei
dem Bereich (a) der 1 handelt es sich um eine Perspektivansicht
eines Zündverbinders 10,
dessen obere Endfläche
in einen komplementären
Verbinder einzupassen ist, und bei dem Bereich (b) der 1 handelt
es sich um eine Perspektivansicht des Zündverbinders 10 unter
Darstellung einer Seitenfläche
von diesem bei Betrachtung von der entgegengesetzten Seite zu dem
oberen Ende her. Bei dem Bereich (a) der 2 handelt
es sich um eine Ansicht des Zündverbinders 10 von
der Seite her, und bei dem Bereich (b) der 2 handelt es
sich um eine Frontflächenansicht
von diesem. 3 zeigt eine Schnittdarstellung
entlang der Linie A-A der 2.
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Der
Zündverbinder 10 verbindet
eine Verdrahtung 20 mit einem komplementären Verbinder (nicht
gezeigt), der an der Zündvorrichtung
eines Kraftfahrzeug-Airbags vorgesehen ist. Der Zündverbinder 10 beinhaltet
ein isolierendes Gehäuse 11,
ein Dichtungselement 12, einen Harzformbereich 13 und ein
Verriegelungselement 14. Das Isoliergehäuse 11 weist einen
Einpassbereich 111a auf, der in einen konkaven Kontaktaufnahmebereich
des komplementären
Verbinders passt. Wie ferner in 3 gezeigt ist,
sind im Inneren des isolierenden Gehäuses 11 des Zündverbinders 10 ein
mit einem Ende der Verdrahtung bzw. jedes Drahts 20 verbundener
Kontakt 15 und ein Ferritkern 16 für die Absorption
von externem Geräusch
vorhanden. Der bzw. die Kontakte 15 und der Ferritkern 16 sind
in einer Kontaktaufnahmekammer 111f untergebracht, die
in einem Gehäusehauptkörper 111 des
isolierenden Gehäuses 11 ausgebildet
ist. An einem oberen bzw. freien Ende 111c des Einpassbereichs 111a ist
eine Öffnung 111g ausgebildet.
Die Öffnung 111g stellt
eine Verbindung zwischen der Kontaktaufnahmekammer 111f und
der äußeren Umgebung
her. Wenn der Zündverbinder 10 mit
dem komple mentären
Verbinder verbunden wird, wird ein steckerartiger Kontakt des komplementären Verbinders
in die Kontaktaufnahmekammer 111f eingeführt, wobei
er sich durch die Öffnung 111g hindurch
erstreckt und mit dem jeweiligen Kontakt 15 in Kontakt
gelangt.
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4 zeigt
eine auseinander gezogene Perspektivansicht des in den 1 bis 3 dargestellten
Zündverbinders 10.
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Der
Zündverbinder 10 wird
folgendermaßen hergestellt.
Als erstes werden der Ferritkern 16 und die mit der Verdrahtung 20 verbundenen
Kontakte 15 in der Kontaktaufnahmekammer 111f des
Gehäusehauptkörpers 111 untergebracht,
an dem das Dichtungselement 12 in integraler Weise ausgebildet
ist. Anschließend
wird ein Deckelbereich 112 an dem Gehäusehauptkörper 111 angebracht.
Anschließend wird
der Formharzbereich 13 an der Außenseite des isolierenden Gehäuses 11 gebildet.
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Im
Folgenden werden die den Zündverbinder 10 bildenden
Komponenten auch unter Bezugnahme auf 4 beschrieben.
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Bei
den Kontakten 15 handelt es sich jeweils um einen buchsenartigen
Kontakt, in den sich der steckerartige Kontakt des komplementären Verbinders
einpassen lässt
und bei dem es sich um ein Element handelt, das durch Stanzen einer
Metallplatte mittels eines Werkzeugs, durch Biegen und Plattieren
gebildet ist. Jeder Kontakt 15 ist in etwa L-förmig und
beinhaltet einen Kontaktierungsbereich 151, der mit dem
steckerartigen Kontakt des komplementären Verbinders in Kontakt tritt,
sowie einen Verdrahtungs-Anschlussbereich 152, der mit
der Verdrahtung 20 verbunden ist. Jeder Verdrahtungs-Anschlussbereich 152 beinhaltet
einen Kernverdrahtungs-Crimpbereich 152a, der auf die Kernverdrahtung
der Verdrahtung 20 gecrimpt ist, und einen Isolierungsabdeckungs-Crimpbereich 152b,
der auf die Isolierungsabdeckung der Verdrahtung 20 gecrimpt ist.
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Das
isolierende Gehäuse 11 beinhaltet
den Gehäusehauptkörper 111 und
den Deckelbereich 112, die beide aus einem isolierenden
Kunstharzmaterial gebildet sind. In dem Gehäusehauptkörper 112 des isolierenden
Gehäuses 11 sind
der Einpassbereich 111a und ein Verdrahtungsführungsbereich 111b ausgebildet.
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Der
Einpassbereich 111a besitzt eine säulenartige Formgebung und wird
in den konkaven Kontaktaufnahmebereich des komplementären Verbinders
eingepasst. Der Verdrahtungsführungsbereich 111b dient
zum Festhalten der Verdrahtung 20. Das isolierende Gehäuse 11 hält jeden
Kontakt 15 und jede Verdrahtung 20 derart fest,
dass der Kontakt 15 und die Verdrahtung 20 sandwichartig
zwischen dem Gehäusehauptkörper 111 und
dem Deckelbereich 112 angeordnet sind. Wie ferner in 1 gezeigt
ist, sind an einer äußeren Umfangsfläche 111d (siehe
Bereich (a) der 2) des Einpassbereichs 111a des
isolierenden Gehäuses 11 die
Verriegelungselemente 14 ausgebildet. Die Verriegelungselemente 14 verhindern
jeweils ein Austreten des Einpassbereichs 111a aus dem
konkaven Kontaktaufnahmebereich des komplementären Verbinders, wenn der Einpassbereich 111a bis
zu einer vorbestimmten Tiefe in den konkaven Kontaktaufnahmebereich
eingeführt
ist. Jedes Verriegelungselement 14 ist in integraler Weise
mit dem Gehäusehauptkörper 111 ausgebildet.
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4 zeigt
das Dichtungselement 12, das aus Gründen der Vereinfachung in einem
Zustand beschrieben wird, in dem es von dem Gehäusehauptkörper 111 getrennt
ist. Bei Beendigung der Herstellung des Verbinders wird das Dichtungselement 12 in integraler
Weise an dem Gehäusehauptkörper 111 gebildet.
Das Dichtungselement 12 wird durch Einsatzformen von Öl-imprägniertem
Silikongummi an der äußeren Umfangsfläche 111d des
bereits gebildeten Gehäusehauptkörpers 111 gebildet.
Der Öl-imprägnierte
Silikongummi wird bei dem Einsatzformvorgang haftend an dem Gehäusehauptkörper 111 angebracht,
so dass das Dichtungselement 12 in einer integralen Ausbildung
mit dem Gehäusehauptkörper 111 gebildet
wird. Es ist darauf hinzuweisen, dass anstelle des mit Öl-imprägnierten
Silikongummis als Material für
das Dichtungselement 12 auch mittels Öl aufgebrachter Silikongummi,
Silikongummi im Allgemeinen und dergleichen verwendet werden können. Alternativ
hierzu kann das Dichtungselement 12 durch Doppel-Spritzgießen gleichzeitig
in integraler Weise an den Gehäusehauptkörper 111 angeformt
werden. Wie in 2 gezeigt ist, ist das Dichtungselement 12 in
integraler Weise an der äußeren Umfangsfläche 111d in
der Nähe
des oberen bzw. freien Endes 111c des Einpassbereichs 111a angeordnet.
Das Dichtungselement 12 ist ringförmig ausgebildet und umgibt
einen Teil der äußeren Umfangsfläche 111d,
und ein Lippenbereich 12a (siehe Bereich (a) der 1)
ist an dem äußersten
Umfang des Dichtungselements 12 ausgebildet. Der Lippenbe reich 12a ragt
von der äußeren Umfangsfläche 111d nach
außen.
Der Außendurchmesser
d des Dichtungselements 12 (siehe Bereich (a) der 2) ist
größer als
der Innendurchmesser des konkaven Kontaktaufnahmebereichs des komplementären Verbinders.
Genauer gesagt ist das Dichtungselement 12 derart ausgebildet,
dass es in elastische und enge Berührung mit der Innenwand des
konkaven Kontaktaufnahmebereichs tritt, wenn der Einpassbereich 111a in
den konkaven Kontaktaufnahmebereich eingesetzt ist.
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Durch
die integrale Ausbildung des Dichtungselements 12 an der äußeren Umfangsfläche 111d durch
Einsatzformen oder Doppel-Spritzgießen ist es möglich, das
Dichtungselement 12 auf der äußeren Umfangsfläche 111d in
der Nähe
des freien Endes 111c des Einpassbereichs 111a anzuordnen.
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Wenn
das wasserdichte Element an dem isolierenden Gehäuse 11 angebracht
wird, nachdem das wasserdichte Element als von dem isolierenden Gehäuse 11 separater
wasserdichter Ring ausgebildet ist, müssen eine Nut und dergleichen
zum Anbringen des wasserdichten Rings und ein Befestigungselement
für den
wasserdichten Ring in dem isolierenden Gehäuse vorgesehen werden. Da Zündverbinder
miniaturisiert werden, um mit den komplementären Verbindern zusammenzupassen,
die ebenfalls miniaturisiert sind, ist die Dicke des Einpassbereichs des
isolierenden Gehäuses
dünn geworden.
Als Ergebnis hiervon ist es schwierig, den wasserdichten Ring und
das Befestigungselement für
den wasserdichten Ring ohne Veränderung
der Konturausbildung der Zündverbinder
anzubringen.
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Dagegen
ist bei dem Zündverbinder 10 des vorliegenden
Ausführungsbeispiels
das Dichtungselement 12 in integraler Weise an der äußeren Umfangsfläche 111d in
der Nähe
des freien Endes 111c des Einpassbereichs 111a durch
Einsatzformen oder Doppel-Spritzgießen ausgebildet. Als Ergebnis
hiervon kann der Raum zum Anordnen des Dichtungselements 12 im
Vergleich zu einem Fall reduziert werden, in dem der wasserdichte
Ring und das Befestigungselement für den wasserdichten Ring später an dem
fertigen isolierenden Gehäuse 11 angebracht werden.
Bei dem Zündverbinder
des vorliegenden Ausführungsbeispiels
besteht somit die Möglichkeit, das
Dichtungselement 12 auf der äußeren Umfangsfläche 111d in
der Nähe
des freien Endes 111c des Einpassbereichs 111a anzuordnen,
ohne dass die Konturausbildung oder die Abmessung des Verbinders
verändert
wird.
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4 zeigt
den Harzformbereich 13, der aus Gründen der Vereinfachung in einem
Zustand beschrieben wird, in dem er von dem isolierenden Gehäuse 11 getrennt
ist. Nach der Fertigstellung des Verbinders wird der Harzformbereich 13 in
integraler Weise an dem isolierenden Gehäuse 11 ausgebildet. Der
Harzformbereich 13 wird durch Einsatzformen eines heißschmelzenden
Materials an der Außenseite des
isolierenden Gehäuses 11 gebildet,
wobei die Verdrahtung bzw. die Leitungen 20 durch das isolierende
Gehäuse 11 festgehalten
und von diesem weggeführt
sind. Als heißschmelzendes
Material kann ein heißschmelzendes
Polyamid-Material verwendet werden, bei dem es sich um eine Art
von heißschmelzendem
Material handelt, das bei niedrigem Druck geformt wird und hohe
Haftfähigkeit
besitzt. Wie in 3 gezeigt ist, überdeckt
der Harzformbereich 13 einen Teil des Gehäusehauptkörpers 111 sowie
die gesamte Oberfläche
des Deckelbereichs 112, und ferner füllt er den Verbindungsbereich
zwischen dem Gehäusehauptkörper 111 und
dem Deckelbereich 112 einschließlich eines Bereichs aus, in
dem die Verdrahtung 20 gehalten ist. Mit anderen Worten
ist die Verdrahtung 20 mittels des heißschmelzenden Materials des
Harzformbereichs 13 haftend an dem Gehäusehauptkörper 111 angebracht.
In dieser Hinsicht vermindert das heißschmelzende Material die Bildung
eines Spalts auf Grund von zyklischer thermischer Belastung zwischen
dem isolierenden Gehäuse 11 und
der Verdrahtung 20, so dass auf diese Weise die wasserdichte
Eigenschaft in dem Bereich zwischen dem isolierenden Gehäuse 11 und
der Verdrahtung 20 in effizienter Weise aufrecht erhalten bleibt.
Es ist darauf hinzuweisen, dass als Material für den Harzformbereich 13 anstelle
eines heißschmelzenden
Polyamidmaterials auch ein heißschmelzendes
Polyestermaterial verwendet werden kann, das zusätzlich zu hohen Hafteigenschaften
und Formbarkeit bei niedrigem Druck auch hohe Wärmebeständigkeit besitzt.
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Die 5 und 6 zeigen
Schnittdarstellungen zur Erläuterung
des Zustands, in dem der Zündverbinder
der 1 bis 3 mit dem komplementären Verbinder
verbunden ist.
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5 zeigt
eine Schnittdarstellung des Zündverbinders 10 orthogonal
zu der Richtung, in der die Verdrahtung 20 verläuft, während die
innere Konstruktion des Zündverbinders 10 weggelassen
ist. 6 zeigt eine Schnittdarstellung in der gleichen Richtung
wie in 3.
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An
einem komplementären
Verbinder 50 ist ein konkaver Kontaktaufnahmebereich 51 ausgebildet.
Im Inneren des konkaven Kontaktaufnahmebereichs 51 sind
zwei steckerartige Kontakte 52 angeordnet, die in 5 teilweise
zu sehen sind.
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Wie
in 6 gezeigt ist, sind dann, wenn der Einpassbereich 111a des
Zündverbinders 10 in
den konkaven Kontaktaufnahmebereich 51 eingeführt und
eingepasst ist, die steckerartigen Kontakte 52 in die Kontaktaufnahmekammer 111f eingeführt, wobei sie
sich durch die Öffnung 111g hindurch
erstrecken und auf diese Weise mit dem jeweiligen Kontakt 15 in Kontakt
treten. Auf diese Weise ist die Verdrahtung 20 mit dem
komplementären
Verbinder 50 elektrisch verbunden. Wie ferner in 5 gezeigt
ist, wird der Einpassbereich 111a bis auf eine vorbestimmte
Tiefe des konkaven Kontaktaufnahmebereichs 51 eingesetzt,
an der das obere bzw. freie Ende 111c des Einpassbereichs 111a nahezu
den Boden 51a des konkaven Kontaktaufnahmebereichs 51 erreicht.
Dann befindet sich jedes Verriegelungselement 14 in Eingriff
mit einem jeweiligen Eingriffsbereich 50a des komplementären Verbinders 50 und
verhindert, dass das isolierende Gehäuse 11 aus dem konkaven
Kontaktaufnahmebereich 51 austritt. Ferner ist dabei der Lippenbereich 12a des
Dichtungselements 12 gegen die Innenwand des konkaven Kontaktaufnahmebereichs 51 gedrückt und
befindet sich in elastischer und enger Berührung mit dieser. Auf diese
Weise schließt
das Dichtungselement 12 den Spalt zwischen dem freien Ende 111c des
Einpassbereichs 111a und dem konkaven Kontaktaufnahmebereich 51 in
dichter Weise. Es ist zum Beispiel möglich, Wasser, das von dem
Spalt zwischen dem Einpassbereich 111a und dem konkaven
Kontaktaufnahmebereich 51 eingetreten ist, an einem weiteren
Eintreten in den Spalt zwischen dem freien Ende 111c des Einpassbereichs 111a und
dem konkaven Kontaktaufnahmebereich 51 zu hindern. Auf
diese Weise ist es möglich,
den Verbindungsbereich zwischen jedem Kontakt 15 und jedem
steckerartigen Kontakt 52 wasserdicht auszubilden.
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Aus
dem Vorstehenden ist erkennbar, dass bei dem Zündverbinder 10 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
das Dichtungselement 12 in der Nähe des freien Endes 111c des
Einpassbereichs 111a angeordnet ist. Selbst in einem Fall,
in dem der Zündverbinder
zum Beispiel mit einem komplementären Verbinder 60 verbunden
wird, der einen Öffnungsbereich
aufweist, in dem eine Kerbe 60a ausgebildet ist, wie dies
in 7 gezeigt ist, ist der Zündverbinder somit immer noch
wasserdicht. Da ferner das Dichtungselement 12 an der äußeren Umfangsfläche 111d in
der Nähe
des äußeren Endes 111c des
Einpassbereichs 111a angeordnet ist, wird das Dichtungselement
ferner nicht so stark zusammengedrückt, dass es Verschleiß erleidet,
wobei dies selbst für
den Fall gilt, in dem das isolierende Gehäuse 11 nicht herausbewegt
werden kann. Als Ergebnis hiervon ist die wasserdichte Ausbildung
stabilisiert.
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Es
ist darauf hinzuweisen, dass bei der vorliegenden Ausführungsform
ein Beispiel eines Zündverbinders
erläutert
worden ist. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf diesen
Fall beschränkt.
Die vorliegende Erfindung ist auch bei wasserdichten elektrischen
Verbindern für
andere Einsatzzwecke anwendbar. Auch ist darauf hinzuweisen, dass
der wasserdichte elektrische Verbinder der vorliegenden Erfindung
auch an einer Stelle eingesetzt werden kann, an der die Wahrscheinlichkeit
von Taubildung besteht. Bei Verwendung der vorliegenden Erfindung in
Form eines Zündverbinders,
der mit der Zündvorrichtung
für einen
Kraftfahrzeug-Airbag verbunden ist, kann somit ein solcher Zündverbinder
auch als Zündverbinder
eines Vorhang-Airbags oder eines Seiten-Airbags verwendet werden,
der im Inneren der Türen
angebracht ist.
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Ferner
ist gemäß der Beschreibung
des vorliegenden Ausführungsbeispiels
das Dichtungselement 12 mit dem Lippenbereich 12a ausgebildet.
Jedoch kann der Lippenbereich auch in einer mehrfaltigen Formgebung
vorliegen. Wenn der Lippenbereich zum Beispiel in Form von zwei
Falten ausgebildet ist, ist die Wasserdichtheit noch weiter verbessert.