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Die
Erfindung betrifft eine Rohrverbindungsvorrichtung zur Verbindung
zweier Rohrleitungsabschnitte eines Flugzeugrohrleitungssystems.
Ferner betrifft die Erfindung ein Flugzeugrohrleitungssystem mit
mindestens einer derartigen Rohrverbindungsvorrichtung.
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Ein
an Bord eines Flugzeugs vorgesehenes Rohrleitungssystem, wie z.
B. das Rohrleitungssystem einer Flugzeugklimaanlage, besteht üblicherweise
aus einer Vielzahl einzelner Rohrleitungsabschnitte, deren Enden
bei der Montage des Rohrleitungssystems im Flugzeug abdichtend miteinander
verbunden werden müssen.
Zur Verbindung von Rohrleitungsabschnitten mit rundem oder ovalem
Querschnitt werden üblicherweise
aus Gummi bestehende Manschetten verwendet, die durch Rohrschellen an
den beiden miteinander zu verbindenden Enden der Rohrleitungsabschnitte
befestigt werden. Die Verbindung zweier Flachkanalabschnitte erfolgt
dagegen mit Hilfe von Flanschelementen, die auf die beiden miteinander
zu verbindenden Enden der Flachkanalabschnitte aufgesteckt und durch
Laminieren fest mit den Flachkanalabschnitten verbunden werden.
Eine zwischen einer Außenfläche der
Flachkanalabschnitte und einer Innenfläche der Flanschelemente gebildete
Nut dient schließlich
der Aufnahme eines Verbindungselements, das eine abdichtende Verbindung
der beiden Flachkanalabschnitte ermöglicht. Diese beiden bekannten
Anordnungen zur Herstellung einer Verbindung zwischen zwei Rohrleitungsabschnitten
haben den Nachteil, dass ihre Montage verhältnismäßig aufwendig und somit teuer
ist.
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Die
EP 0 366 637 A1 offenbart
eine Vorrichtung zur Verbindung zweier Rohre einer Klimaanlage,
die einen Grundkörper
mit einem H-förmigen Querschnitt
sowie in Aufnahmeabschnitten des Grundkörpers aufgenommene Dichtelemente
umfasst. Die Dichtelemente sind jeweils mit Schlitzen versehen,
in die Endabschnitte der miteinander zu verbindenden Rohre eingeschoben
werden können.
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Die
DE 1 937 176 A beschreibt
eine Muffe zur Verbindung zweier dünnwandiger, gewindeloser Rohre,
die zwei offene Ringnuten zur Aufnahme der Enden der miteinander
zu verbindenden Rohre umfasst. Die Enden der miteinander zu verbindenden Rohre
werden mittels einer knetbaren, schnell aushärtenden Kleb- und Abdichtungsmasse
in den Ringnuten der Muffe befestigt. Abgestufte Enden eines einen
Außenabschnitt
der Ringnuten bildenden Teils der Muffe sind im mit den Rohrenden verbundenen Zustand
der Muffe nach innen umgebogen und pressen einen Dichtring in eine
in den Rohrenden vorgesehene Sicke.
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Aus
der
DE 1 860 425 U ist
eine Dichtungsmuffe mit einem äußeren und
einem inneren zylindrischen Mantel sowie einem den äußeren mit
dem inneren Mantel verbindenden Steg bekannt. An einem Außenumfang
des inneren Mantels sind mehrere Dichtwülste ausgebildet.
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Die
EP 0 390 748 A2 betrifft
eine Schweißmuffe
zum Verbinden mehrschichtiger Rohre, die eine Ausnehmung zur Aufnahme
eines mit der Muffe zu verbindenden Rohrs umfasst. Die Ausnehmung
ist über
einen Durchgang mit dem Muffeninneren verbunden.
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Die
FR 2 206 828 A beschreibt
eine Rohrverbindungsvorrichtung, die an ihrem Außenumfang mit einer Nut versehen
ist. Über
der Nut ist ein metallischer Dichtring angeordnet.
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Die
vorliegende Erfindung ist auf die Aufgabe gerichtet, eine Rohrverbindungsvorrichtung
bereitzustellen, die es ermöglicht,
zwei Rohrleitungsabschnitte eines Flugzeugrohrleitungssystems auf
rasche und einfache Art und Weise sicher miteinander zu verbinden,
und gleichzeitig die Montage einer die Fluidströmung durch die Rohrleitungsabschnitte
steuernden Einrichtung an den Rohrleitungsabschnitten zu vereinfachen.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe umfasst eine erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung
zur Verbindung zweier Rohrleitungsabschnitte eines Flugzeugrohrleitungssystem
einen Stegabschnitt, dessen Querschnittsform an eine Querschnittsform der
miteinander zu verbindenden Rohrleitungsabschnitte angepasst ist.
Wenn die Rohrverbindungsvorrichtung zur Verbindung von Rohrleitungsabschnitten
mit rundem Querschnitt vorgesehen ist, ist der Stegabschnitt beispielsweise
kreisringförmig ausgebildet.
Die Querschnittsform des Stegabschnitts kann jedoch auch an einen
ovalen Rohrquerschnitt oder an einen Flachkanalquerschnitt angepasst
sein. Darüber
hinaus umfasst die Rohrverbindungsvorrichtung einen ersten Aufnahmeabschnitt, der
durch zwei sich in einer ersten Richtung von dem Stegabschnitt erstreckende
Schenkel gebildet wird und dazu eingerichtet ist, einen Randabschnitt
eines ersten Rohrleitungsabschnitts des Flugzeugrohrleitungssystem
aufzunehmen, sowie einen zweiten Aufnahmeabschnitt, der durch zwei
sich in einer der ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Richtung von
dem Stegabschnitt erstreckende Schenkel gebildet wird und dazu eingerichtet
ist, einen Randabschnitt eines zweiten Rohrleitungsabschnitts aufzunehmen.
Schließlich
ist an einem Innenumfang der Rohrverbindungsvorrichtung eine Vorrichtung
zur Befestigung einer Blende ausgebildet.
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Zur
Verbindung der beiden Rohrleitungsabschnitte des Flugzeugrohrleitungssystems
unter Verwendung der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
wird zunächst
die Rohrverbindungsvorrichtung derart auf den Randabschnitt des
ersten Rohrleitungsabschnitts aufgesteckt, dass der Randabschnitt
des ersten Rohrleitungsabschnitts in dem ersten Aufnahmeabschnitt
der Rohrverbindungsvorrichtung aufgenommen wird. Anschließend wird
der Randabschnitt des zweiten Rohrleitungsabschnitts in den zweiten
Aufnahmeabschnitt der Rohrverbindungsvorrichtung geschoben. Mit
Hilfe der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
können
somit die Enden zweier Rohrleitungsabschnitte eines an Bord eines
Flugzeugs vorgesehenen Rohrleitungssystems auf rasche Art und Weise
sicher miteinander verbunden werden. Darüber hinaus ermöglicht der
Aufbau der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
eine einfache Steckmontage, bei der in Regel sogar auf den Einsatz
von Werkzeugen verzichtet werden kann. Da die Rohrverbindungsvorrichtung
durch einfache Anpassung der Querschnittsform des Stegabschnitts
an beliebige Rohrquerschnitte der miteinander zu verbindenden Rohrleitungsabschnitte
angepasst werden kann, ist sie überdies
besonders flexibel einsetzbar. Schließlich ermöglicht die erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung
im Vergleich zu bekannten Rohrverbindungsanordnungen eine deutliche
Reduzierung der Anzahl der zu montierenden Einzelteile.
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Der
Stegabschnitt, der erste Aufnahmeabschnitt und der zweite Aufnahmeabschnitt
der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
sind vorzugsweise einstückig
ausgebildet und können beispielsweise
aus einem unter dem Handelsnamen ULTEM® vertriebenen
amorphen thermoplastischen Polyetherimidmaterial oder einem unter
dem Handelsnamen LEXAN® vertriebenen Polycarbonatmaterial
bestehen. Das Bauteil kann dann auf kostengünstige Art und Weise als Spritzgussteil
gefertigt werden und weist überdies
die für
einen Einsatz im Flugzeugbau erforderliche schlechte Brennbarkeit
auf.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
umfasst ein erstes Dichtelement. Das erste Dichtelement kann im
mit dem ersten Rohrleitungsabschnitt verbundenen Zustand der Rohrverbindungsvorrichtung
in dem ersten Aufnahmeabschnitt der Rohrverbindungsvorrichtung aufgenommen
sein, so dass eine Außenfläche des
ersten Dichtelements abdichtend mit Innenflächen der den ersten Aufnahmeabschnitt
bildenden Schenkel zusammenwirkt. Dadurch sorgt das erste Dichtelement
für eine
abdichtende Verbindung des ersten Rohrleitungsabschnitts mit der
Rohrverbindungsvorrichtung.
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Die
erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
kann ferner ein zweites Dichtelement umfassen. Das zweite Dichtelement
kann im mit dem zweiten Rohrleitungsabschnitt verbundenen Zustand der
Rohrverbindungsvorrichtung in dem zweiten Aufnahmeabschnitt der
Rohrverbindungsvorrichtung aufgenommen sein, so dass eine Außenfläche des zweiten
Dichtelements abdichtend mit Innenflächen der den zweiten Aufnahmeabschnitt
bildenden Schenkel zusammenwirkt. Das zweite Dichtelement sorgt
somit für
eine abdichtende Verbindung des zweiten Rohrleitungsabschnitts mit
der Rohrverbindungsvorrichtung.
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Eine
Querschnittsform des ersten und/oder des zweiten Dichtelements ist
vorzugsweise an die Querschnittsform der miteinander zu verbindenden Rohrleitungsabschnitte
angepasst. Beispielsweise kann/können
das erste und/oder das zweite Dichtelement einen kreisringförmigen Querschnitt
aufweisen, wenn die beiden miteinander zu verbindenden Rohrleitungsabschnitte
einen runden Querschnitt aufweisen. Alternativ dazu kann/können das
erste und/oder das zweite Dichtelement jedoch auch eine ovale Querschnittsform
oder eine an einen Flachkanalquerschnitt angepasste Querschnittsform
aufweisen.
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Vorzugsweise
ist in dem ersten und/oder dem zweiten Dichtelement eine Nut zur
Aufnahme des Randabschnitts des ersten und/oder des zweiten Rohrleitungsabschnitts
ausgebildet. Bei der Verbindung der ersten und zweiten Rohrleitungsabschnitte unter
Verwendung der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
kann dann zunächst
auf rasche und komfortable Art und Weise das erste Dichtelement
auf den Randabschnitt des ersten Rohrleitungsabschnitts aufgesteckt
werden. Anschließend kann
die Rohrverbindungsvorrichtung über
den bereits mit dem ersten Dichtelement verbundenen Randabschnitt
des ersten Rohrleitungsabschnitts geschoben werden, bis das erste
Dichtelement und der Randabschnitt des ersten Rohrleitungsabschnitts
sicher in dem ersten Aufnahmeabschnitt der Rohrverbindungs vorrichtung
aufgenommen sind. In ähnlicher Weise
kann das zweite Dichtelement auf den Randabschnitt des zweiten Rohrleitungsabschnitts aufgesteckt
werden, bevor der Randabschnitt des zweiten Rohrleitungsabschnitts
mit dem daran befestigten zweiten Dichtelement in den zweiten Aufnahmeabschnitt
der Rohrverbindungsvorrichtung geschoben wird.
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Mit
Hilfe der ersten und zweiten Dichtelemente kann eine Rohrverbindung
hergestellt werden, die eine hohe Dichtigkeit aufweist. Die Abmessungen der
ersten und zweiten Dichtelemente sind vorzugsweise so gewählt, dass
die ersten und zweiten Dichtelemente die ersten und zweiten Aufnahmeabschnitte
der Rohrverbindungsvorrichtung nicht vollständig ausfüllen. Vielmehr sind ersten
und zweiten Dichtelemente vorzugsweise so geformt, dass zwischen
dem Stegabschnitt der Rohrverbindungsvorrichtung und den in den
Aufnahmeabschnitten der Rohrverbindungsvorrichtung aufgenommen Dichtelementen
jeweils ein gewisser Freiraum vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil
der ersten und zweiten Dichtelemente besteht darin, dass sie dazu
in der Lage sind, Herstellungstoleranzen der Rohrverbindungsvorrichtung
sowie der Randabschnitte der miteinander zu verbindenden ersten
und zweiten Rohrleitungsabschnitte auszugleichen und auch dann noch
für eine
sichere abdichtende Verbindung der ersten und zweiten Rohrleitungsabschnitte
mit der Rohrverbindungsvorrichtung zu sorgen, wenn diese Bauteile
gewisse Formtoleranzen aufweisen.
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Im
Bereich des ersten Aufnahmeabschnitts der Rohrverbindungsvorrichtung
ist vorzugsweise mindestens ein einen Querschnitt des ersten Aufnahmeabschnitts
verengender Sicherungsvorsprung ausgebildet. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
sind im Bereich des ersten Aufnahmeabschnitts zwei einander gegenüberliegende,
einen Querschnitt des ersten Aufnahmeabschnitts verengende Sicherungsvorsprünge vorgesehen.
In ähnlicher
Weise kann im Bereich des zweiten Aufnahmeabschnitts mindestens
ein einen Querschnitt des zweiten Aufnahmeabschnitts verengender
Sicherungsvorsprung ausgebildet sein. Vorzugsweise sind jedoch auch
im Bereich des zweiten Aufnahmeabschnitts der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
zwei einander gegenüberliegende,
einen Querschnitt des zweiten Aufnahmeabschnitts verengende Sicherungsvorsprünge vorgesehen.
Durch die Sicherungsvorsprünge
wird einem Herausrutschen der ersten und zweiten Dichtelemente aus
den ersten und zweiten Aufnahmeabschnitten der Rohrverbindungsvorrichtung
entgegengewirkt.
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Die
erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung
kann ferner einen an den ersten Aufnahmeabschnitt angrenzenden ersten
Erweiterungsabschnitt umfassen, der durch eine Verlängerung
der beiden den ersten Aufnahmeabschnitt bildenden Schenkel gebildet
wird. Ein an den zweiten Aufnahmeabschnitt der Rohrverbindungsvorrichtung
angrenzender zweiter Erweiterungsabschnitt kann durch eine Verlängerung
der beiden den zweiten Aufnahmeabschnitt bildenden Schenkel gebildet
werden. Die erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung
kann völlig
ohne Erweiterungsabschnitte oder mit lediglich einem Erweiterungsabschnitt
ausgebildet sein. Die Rohrverbindungsvorrichtung zeichnet sich dann
durch ein besonders geringes Gewicht aus. Durch den Erweiterungsabschnitt
wird das in dem an den Erweiterungsabschnitt angrenzenden Aufnahmeabschnitt
aufgenommene Dichtelement jedoch besonders gut vor Umgebungseinflüssen geschützt. Die
Gestaltung der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
ohne Erweiterungsabschnitte, mit lediglich einem Erweiterungsabschnitt oder
zwei Erweiterungsabschnitten kann daher für jeden speziellen Einsatzfall
beispielsweise in Abhängigkeit
der Umgebungsbedingungen und der an die Rohrverbindungsvorrichtung
gestellten mechanischen Anforderungen angepasst werden.
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Die
erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung
weist ferner vorzugsweise eine Entlüftungsbohrung auf, die einen
Außenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung mit einem Innenraum des ersten und/oder
des zweiten Aufnahmeabschnitts verbindet. Beispielsweise kann eine
erste Entlüftungsbohrung
eine Verbindung zwischen dem Außenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung und dem zwischen den Schenkeln des
ersten Aufnahmeabschnitts gebildeten Innenraum des ersten Aufnahmeabschnitts
herstellen. In ähnlicher
Weise kann eine zweite Entlüftungsbohrung
eine Verbindung zwischen dem Außenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung und dem zwischen den Schenkeln des
zweiten Aufnahmeabschnitts gebildeten Innenraum des zweiten Aufnahmeabschnitts
herstellen. Vorzugsweise ist jedoch lediglich eine Entlüftungsbohrung
vorhanden, die sich im Bereich des Stegabschnitts der Rohrverbindungsvorrichtung
erstreckt und dadurch sowohl den ersten als auch den zweiten Aufnahmeabschnitt
der Rohrverbindungsvorrichtung mit dem Außenumfang der Rohrverbindungsvorrichtung
verbindet. Die Entlüftungsbohrung
hat die Funktion, die eingeschlossene Luft zwischen den Aufnahmeabschnitten
der Rohrverbindungsvorrichtung und den Dichtelementen entweichen
zu lassen. Darüber
hinaus wird durch die Entlüftungsbohrung
verhindert, dass bei einer Demontage der Rohrverbindungsvorrichtung
ein durch ein Vakuum verursachter Widerstand entsteht.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
ist an einem Außenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung eine Nut zur Aufnahme einer Befestigungsvorrichtung
ausgebildet. Die Nut kann als umlaufende Nut geformt und dazu eingerichtet
sein, eine Schellenhalterung aufzunehmen. Die durch die erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung
geschaffene Verbindungsstelle zwischen dem ersten und dem zweiten
Rohrleitungsabschnitt kann somit gleichzeitig als Befestigungspunkt
genutzt werden.
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
ist an einem Innenumfang der Rohrverbindungsvorrichtung eine weitere
Nut ausgebildet, die sich vorzugsweise umlaufend um den Innenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung erstreckt. Diese weitere Nut dient
der Aufnahme einer Blende zur Steuerung des durch die ersten und
zweiten Rohrleitungsabschnitte fließenden Fluidvolumenstroms.
Eine Rohrverbindungsvorrichtung mit einer Blendenaufnahmenut ermöglicht eine
rasche und einfache Montage der Blende und kann daher in einem Rohrleitungssystem
einer Flugzeugklimaanlage, in dem eine Vielzahl von Blenden zur
Steuerung der das Rohrleitungssystem durchströmenden Fluidvolumenströme erforderlich
ist, in besonders vorteilhafter Weise eingesetzt werden.
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Vorzugsweise
umfasst die erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung
ferner eine Blende, die mindestens einen Rastflansch mit einem an
dem Rastflansch ausgebildeten Vorsprung aufweist. Dieser Vorsprung
ist vorzugsweise dazu eingerichtet, bei der Montage der Blende in
der am Innenumfang der Rohrverbindungsvorrichtung ausgebildeten
weiteren Nut zu verrasten.
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Ein
erfindungsgemäßes Flugzeugrohrleitungssystem,
beispielsweise ein Rohrleitungssystem einer Flugzeugklimaanlage,
umfasst mindestens eine oben beschriebene erfindungsgemäße Rohrverbindungsvorrichtung.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
werden nun anhand der beigefügten
schematischen Zeichnungen näher
erläutert,
von denen
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1 eine
erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
im Längsschnitt
zeigt,
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2 die
in 1 dargestellte Rohrverbindungsvorrichtung im mit
ersten und zweiten Rohrleitungsabschnitten sowie einer Blende verbundenen Zustand
im Längsschnitt
zeigt,
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3 eine
zweite Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
im Längsschnitt
zeigt, und 4 eine dritte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Rohrverbindungsvorrichtung
im Längsschnitt
zeigt.
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Eine
in den 1 und 2 gezeigte Rohrverbindungsvorrichtung 10 zur
Verbindung eines ersten und eines zweiten Rohrleitungsabschnitts 12, 14 eines
Rohrleitungssystems einer Flugzeugklimaanlage umfasst einen Stegabschnitt 16.
Der Stegabschnitt 16 hat einen kreisringförmigen Querschnitt und
ist somit an den runden Querschnitt der ersten und zweiten Rohrleitungsabschnitte 12, 14 angepasst.
Die Rohrverbindungsvorrichtung 10 umfasst ferner einen
ersten Aufnahmeabschnitt 18, der durch zwei sich im Wesentlichen
parallel zueinander in einer ersten Richtung von dem Stegabschnitt 16 erstreckende
Schenkel 20, 22 gebildet wird. Schließlich ist ein
zweiter Aufnahmeabschnitt 24 vorhanden, der ebenfalls durch
zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordnete Schenkel 26, 28 gebildet
wird, wobei sich die Schenkel 26, 28 in einer
der ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Richtung von dem Stegabschnitt 16 erstrecken.
Der Stegabschnitt 16, der erste Aufnahmeabschnitt 18 und
der zweite Aufnahmeabschnitt 24 der Rohrverbindungsvorrichtung 10 sind
einstückig
als Spritzgussteil ausgebildet und bestehen aus einem unter dem
Handelsnamen ULTEM® vertriebenen amorphen
thermoplastischen Polyetherimidmaterial.
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Die
Rohrverbindungsvorrichtung 10 umfasst ferner ein erstes
Dichtelement 30 sowie ein zweites Dichtelement 32 (siehe 2).
Die ersten und zweiten Dichtelemente 30, 32 weisen
einen kreisringförmigen
Querschnitt auf. Die Querschnittsform der ersten und zweiten Dichtelemente 30, 32 ist
somit, ebenso wie die Querschnittsform des Stegabschnitts 16, an
die runde Querschnittsform der beiden miteinander zu verbindenden
Rohrleitungsabschnitte 12, 14 angepasst. In dem
ersten Dichtelement 30 ist eine Nut 34 ausgebildet,
die dazu eingerichtet ist, einen Randabschnitt 38 des ersten
Rohrleitungsabschnitts 12 aufzunehmen. In gleicher Weise
ist in dem zweiten Dichtelement 32 eine Nut 36 ausgebildet,
die dazu eingerichtet ist, einen Randabschnitt 40 des zweiten
Rohrleitungsabschnitts 14 aufzunehmen.
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Wenn
die ersten und zweiten Rohrleitungsabschnitte 12, 14,
wie in 2 gezeigt, mit der Rohrverbindungsvorrichtung 10 verbunden
sind, ist der Randabschnitt 38 des ersten Rohrleitungsabschnitts 12 mit
dem ersten Dichtelement 30 in dem ersten Aufnahmeabschnitt 18 der
Rohrverbindungsvorrichtung 10 aufgenommen, wobei eine Außenfläche des ersten
Dichtelements 30 abdichtend mit zwei einander gegen überliegenden
Innenflächen
der den ersten Aufnahmeabschnitt 18 bildenden Schenkel 20, 22 zusammenwirkt.
Der Randabschnitt 40 des zweiten Rohrleitungsabschnitts 14 mit
dem zweiten Dichtelement 30 ist dagegen in dem zweiten
Aufnahmeabschnitt 24 der Rohrverbindungsvorrichtung aufgenommen,
wobei eine Außenfläche des
zweiten Dichtelements 32 abdichtend mit einander gegenüberliegenden
Innenflächen
der den zweiten Aufnahmeabschnitt 24 bildenden Schenkel 26, 28 zusammenwirkt.
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Wie
aus 2 ersichtlich ist, sind die Abmessungen der ersten
und zweiten Dichtelemente 30, 32 so gewählt, dass
die ersten und zweiten Dichtelemente 30, 32 die
ersten und zweiten Aufnahmeabschnitte 18, 24 im
mit den Rohrleitungsabschnitten 12, 14 verbundenen
Zustand der Rohrverbindungsvorrichtung 10 nicht vollständig ausfüllen. Vielmehr sind
die ersten und zweiten Dichtelemente 30, 32 in einem
bestimmten Abstand von dem Stegabschnitt 16 der Rohrverbindungsvorrichtung 10 angeordnet, so
dass zwischen dem ersten Dichtelement 30 und dem Stegabschnitt 16 sowie
zwischen dem zweiten Dichtelement 32 und dem Stegabschnitt 16 Freiräume 42, 44 vorhanden
sind.
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Um
ein Herausrutschen des ersten Dichtelements 30 und damit
des Randabschnitts 38 des ersten Rohrleitungsabschnitts 12 aus
dem ersten Aufnahmeabschnitt 18 der Rohrverbindungsvorrichtung 10 zu
verhindern, sind im Bereich des ersten Aufnahmeabschnitts 18 zwei
einander gegenüberliegende, einen
Querschnitt des ersten Aufnahmeabschnitts 18 verengende
Sicherungsvorsprünge 46, 48 ausgebildet.
In gleicher Weise sind im Bereich des zweiten Aufnahmeabschnitts 24 zwei
einander gegenüberliegende,
einen Querschnitt des zweiten Aufnahmeabschnitts 24 verengende
Sicherungsvorsprünge 50, 52 vorgesehen,
die ein Herausrutschen des zweiten Dichtelements 32 und
damit des Randabschnitts 40 des zweiten Rohrleitungsabschnitts 14 aus
dem zweiten Aufnahmeabschnitt 24 der Rohrverbindungsvorrichtung 10 sicher
unterbinden.
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An
den ersten Aufnahmeabschnitt 18 der Rohrverbindungsvorrichtung 10 grenzt
ein erster Erweiterungsabschnitt 54 an, der durch eine
Verlängerung
der beiden den ersten Aufnahmeabschnitt 18 bildenden Schenkel 20, 22 gebildet
wird. Darüber
hinaus ist ein an den zweiten Aufnahmeabschnitt 24 angrenzender
zweiter Erweiterungsabschnitt 56 vorhanden, der durch eine
Verlängerung
der beiden den zweiten Aufnahmeabschnitt 24 bildenden Schenkel 26, 28 gebildet
wird. Die Erweiterungsabschnitte 54, 56 schützen die
in den ersten und zweiten Aufnahmeabschnitten 18, 24 aufgenommenen
ersten und zweiten Dichtelemente 30, 32 in vorteilhafter
Weise vor Umgebungseinflüssen.
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Im
Bereich des Stegabschnitts 16 der Rohrverbindungsvorrichtung 10 ist
eine Entlüftungsbohrung 58 ausgebildet,
die einen Außenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung 10 mit den ersten und zweiten
Aufnahmeabschnitten 18, 24, d. h. den zwischen
dem Stegabschnitt 16 und den Dichtelementen 30, 32 vorhandenen
Freiräumen 42, 44 verbindet. Die
Entlüftungsbohrung 58 hat
die Funktion, die eingeschlossene Luft zwischen den Aufnahmeabschnitten 18, 24 der
Rohrverbindungsvorrichtung 10 und den Dichtelementen 30, 32 entweichen
zu lassen. Darüber
hinaus wird durch die Entlüftungsbohrung 58 verhindert,
dass bei einer Demontage der Rohrverbindungsvorrichtung 10 ein
durch ein Vakuum verursachter Widerstand entsteht.
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Am
Außenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung 10 ist ferner eine Nut 60 ausgebildet,
die sich ringförmig
um den gesamten Außenumfang
der Rohrverbindungsvorrichtung 10 erstreckt und dazu dient,
eine Befestigungsvorrichtung, wie z. B. eine Schellenhalterung oder
dergleichen aufzunehmen. Die durch die Rohrverbindungsvorrichtung 10 gebildete
Verbindungsstelle zwischen den Rohrleitungsabschnitten 12, 14 kann
somit gleichzeitig als Befestigungspunkt genutzt werden.
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Schließlich weist
die Rohrverbindungsvorrichtung 10 eine sich ringförmig entlang
ihres gesamten Innenumfangs erstreckende weitere Nut 62 auf. Wie
der 2 zu entnehmen ist, dient die weitere Nut 62 der
Befestigung einer Blende 64 zur Steuerung des Fluidvolumenstroms
durch die ersten und zweiten Rohrleitungsabschnitte 12, 14.
Die Blende 64 ist in dem in 2 gezeigten
Ausführungsbeispiel als
Ringblende ausgebildet und weist vier entlang ihres Umfangs verteilte
Rastflansche 66 auf, die sich im Wesentlichen senkrecht
zu einer Blendenfläche 68 erstrecken.
An den Rastflanschen 66 ist jeweils ein Vorsprung 70 ausgebildet,
der im an der Rohrverbindungsvorrichtung 10 montierten
Zustand der Blende 64 in der am Innenumfang der Rohrverbindungsvorrichtung 10 ausgebildeten
weiteren Nut 62 verrastet ist.
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Zur
Verbindung der ersten und zweiten Rohrleitungsabschnitte 12, 14 mit
Hilfe der Rohrverbindungsvorrichtung 10 wird zunächst das
erste Dichtelement 30 so auf den ersten Rohrleitungsabschnitt 12 aufgesteckt,
dass der Randabschnitt 38 des ersten Rohrleitungsabschnitts 12 in
der in dem ersten Dichtelement 30 ausgebildeten Nut 34 aufgenommen wird.
Anschließend
wird das durch den Stegabschnitt 16 und die beiden Aufnahmeabschnitte 18, 24 gebildete
Bauteil der Rohrverbindungsvorrichtung 10, an dem bereits
die Blende 64 befestigt sein kann, über den Randabschnitt 38 des
ersten Rohrleitungsabschnitts 12 geschoben, bis der Randabschnitt 38 mit dem
daran befestigten ersten Dichtelement 30 in dem ersten
Aufnahmeabschnitt 18 aufgenom men ist. Im nächsten Schritt
wird das zweite Dichtelement 32 auf den Randabschnitt 40 des
zweiten Rohrleitungsabschnitts 14 aufgesteckt, so dass
der Randabschnitt 40 in der in dem zweiten Dichtelement 32 ausgebildeten
Nut 36 aufgenommen wird. Anschließend wird der Randabschnitt 40 des
zweiten Rohrleitungsabschnitts 14 mit dem daran befestigten zweiten
Dichtelement 32 in den zweiten Aufnahmeabschnitt 24 eingeschoben,
bis der Randabschnitt 40 mit dem daran befestigten zweiten
Dichtelement 32 sicher in dem zweiten Aufnahmeabschnitt 24 aufgenommen
ist.
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Die
in der 3 gezeigte Ausführungsform einer Rohrverbindungsvorrichtung 10 unterscheidet sich
von der Vorrichtung gemäß den 1 und 2 dadurch,
dass sie lediglich einen Erweiterungsabschnitt aufweist. Bei der
in der 4 dargestellten Ausführungsform wurde sogar auf
beide Erweiterungsabschnitte verzichtet. Im Übrigen entsprechen der Aufbau
und die Funktionsweise der in den 3 und 4 gezeigten
Ausführungsformen
einer Rohrverbindungsvorrichtung 10 dem Aufbau und der Funktionsweise
der in den 1 und 2 gezeigten
Anordnung. Die Rohrverbindungsvorrichtungen 10 mit nur
einem Erweiterungsabschnitt (3) oder ohne
Erweiterungsabschnitte (4) zeichnen sich durch ein besonders
geringes Gewicht aus.