[go: up one dir, main page]

DE102007003132A1 - Schaltanordnung - Google Patents

Schaltanordnung Download PDF

Info

Publication number
DE102007003132A1
DE102007003132A1 DE200710003132 DE102007003132A DE102007003132A1 DE 102007003132 A1 DE102007003132 A1 DE 102007003132A1 DE 200710003132 DE200710003132 DE 200710003132 DE 102007003132 A DE102007003132 A DE 102007003132A DE 102007003132 A1 DE102007003132 A1 DE 102007003132A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact piece
fluid
movable contact
contact pieces
drive device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200710003132
Other languages
English (en)
Inventor
Christoph Sorowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE200710003132 priority Critical patent/DE102007003132A1/de
Publication of DE102007003132A1 publication Critical patent/DE102007003132A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/28Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H33/36Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using dynamo-electric motor
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H31/00Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H31/003Earthing switches
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H31/00Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H31/26Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means with movable contact that remains electrically connected to one line in open position of switch
    • H01H31/32Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means with movable contact that remains electrically connected to one line in open position of switch with rectilinearly-movable contact
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/28Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H33/40Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using spring motor

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Abstract

Eine Schaltanordnung (1) weist ein Kapselungsgehäuse (2) auf. Das Kapselungsgehäuse (2) ist mit einem elektrisch isolierenden Fluid befüllt. Die Schaltanordnung (1) weist ein bewegbares Kontaktstück (5) auf. Zum Bewegen des bewegbaren Kontaktstückes (5) ist eine Antriebseinrichtung (12) vorgesehen. Die Antriebseinrichtung (12) ist zumindest teilweise innerhalb des Kapselungsgehäuses (2) angeordnet.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltanordnung mit einem mittels einer Antriebseinrichtung bewegbaren Kontaktstück, welches von einem elektrisch isolierenden Fluid umspült und von einem fluiddichten Kapselungsgehäuse umgeben ist.
  • Eine derartige Schaltanordnung ist beispielsweise aus der internationalen Veröffentlichung WO 2000/45486 bekannt. Dort ist ein Leistungsschalterbaustein beschrieben, welcher ein bewegbares Kontaktstück aufweist. Das bewegbare Kontaktstück ist von einem Kapselungsgehäuse umgeben. Eine Antriebseinrichtung ist außerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet. Zur Übertragung einer von der Antriebseinrichtung bewirkten Antriebsbewegung auf das bewegbare Kontaktstück ist eine aufwendige kinematische Kette mit Umlenkhebeln und Schubstangen vorgesehen. Da es sich bei dem Kapselungsgehäuse um ein fluiddichtes Kapselungsgehäuse handelt, muss die Antriebsbewegung fluiddicht durch das Kapselungsgehäuse hindurch übertragen werden.
  • Zum Antrieb vorgesehene kinematische Ketten mit Umlenkhebeln, Wellen, Schubstangen usw. stellen komplexe mechanische Anordnungen dar. Diese sind zum einen aufwendig herzustellen. Zum anderen können während eines Betriebes aufgrund der Vielzahl von relativ zueinander bewegten Teilen die miteinander interagieren Verschleißerscheinungen auftreten. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass eine kinematische Kette nach einer Vielzahl von Bewegungsspielen eine Antriebsbewegung ungenau überträgt. Daher sind regelmäßige Überprüfungen bzw. Überholungen derartiger kinematischer Ketten nötig.
  • Als Aufgabe der Erfindung ergibt sich eine Schaltanordnung anzugeben, welche eine einfachere und zuverlässigere Übertragung einer Antriebsbewegung von einer Antriebseinrichtung zu einem bewegbaren Kontaktstück ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß wird dies bei einer Schaltanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Antriebseinrichtung zumindest teilweise innerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet ist.
  • Von der Antriebseinrichtung wird die zu einem Schalten des bewegbaren Kontaktstückes nötige Bewegung erzeugt bzw. bereitgestellt. Die Antriebseinrichtung wandelt Energieformen um. Beispielsweise wird elektrische Energie in Bewegungsenergie umgeformt. Kapselungsgehäuse, welche ein elektrisch isolierendes Fluid in sich aufnehmen, weisen eine begrenzte räumliche Ausdehnung auf. Als elektrisch isolierende Fluide sind beispielsweise Isolieröle oder Isoliergase wie Schwefelhexafluorid und Stickstoff einsetzbar. Insbesondere von Vorteil ist, wenn zur Isolierung eingesetzte Isoliergase mit einem gegenüber der Umgebung des Kapselungsgehäuses erhöhten Druck beaufschlagt sind. So wird die Isolationsfestigkeit verbessert. In diesem Falle stellen die Kapselungsgehäuse Druckbehälter dar und man spricht von einer druckgasisolierten Schaltanordnung. Derartige Schaltanordnungen sind beispielsweise gasisolierte Schaltanlagen, bei denen Aktivteile zur Übertragung elektrischer Energie innerhalb von Kapselungsgehäusen, die mit einem druckerhöhten Isoliergas befüllt sind, angeordnet sind. Wird die Antriebseinrichtung nunmehr zumindest teilweise vorzugsweise vollständig innerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet, ist es nicht mehr erforderlich, eine Bewegung durch eine Wandung des Kapselungsgehäuses hindurch zu übertragen. Bewegtteile der kinematischen Kette können innerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet sein. Le diglich unbewegliche Vorrichtungen wie beispielsweise elektrische Leitungen usw. sind entsprechend abgedichtet durch das Kapselungsgehäuse hindurchzuführen. Da diese Teile jedoch unbewegt sind, ist dies im Vergleich zu einer bewegt durch eine Wandung des Kapselungsgehäuses hindurchgeführte Vorrichtung, die entsprechend abzudichten ist, kostengünstig und dauerhaft ausgestaltbar.
  • Durch den Verzicht auf Bewegtteile, welche abgedichtet durch das Kapselungsgehäuse hindurchzuführen sind, kann die Komplexität der zur Übertragung einer Bewegung von der Antriebseinrichtung zu dem bewegbaren Schaltkontaktstück nötigen kinematischen Kette vermindert werden. Weiterhin ist aufgrund der Verlagerung der Antriebseinrichtung in die Nähe des bewegbaren Kontaktstückes der Übertragungsweg der Bewegung verkürzt. Somit können die zur Übertragung der Bewegung nötigen Übertragungselemente kompakter ausgestaltet werden. Damit ist deren Neigung zu einem Verformen während einer Übertragung einer Bewegung vermindert.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass ein eine Schaltstellung des bewegbaren Kontaktstückes abbildender Sensor von dem Kapselungsgehäuse umgeben ist.
  • Bei dem bewegbaren Kontaktstück handelt es sich beispielsweise um ein bewegbares Kontaktstück eines Leistungsschalters, eines Erdungsschalters, eines Trennschalters, eines Lasttrennschalters, eines Schnellerdungsschalters oder einer anderen elektrischen Schaltanordnung, welche relativ zueinander bewegbare Kontaktstücke an einer Schaltstelle aufweist. Aufgrund des Kapselungsgehäuses ist es nicht ohne weiteres möglich, den Schaltzustand einer Schaltanordnung mit relativ zueinander bewegbaren Kontaktstücken direkt zu erfassen. Daher werden Sensoren eingesetzt, welche eine Schaltstellung eines bewegbaren Kontaktstückes abbilden. Ein Sensor kann beispielsweise einen Schaltkontakt aufweisen, der dazu genutzt wird, um eine EIN-Position eines bewegbaren Kontaktstückes abzubilden. Weiterhin können Schaltkontakte eingesetzt werden; um eine AUS-Position oder eine Zwischenposition des bewegbaren Kontaktstückes abzubilden. Es kann vorgesehen sein, dass ein Sensor eingesetzt wird, welcher mehrere Schaltkontakte aufweist, die gegebenenfalls auch unterschiedliche Signalpegel abgeben können. Bei einem Anordnen des bzw. der Schaltkontakte) innerhalb des Fluids können diese von dem elektrisch isolierenden Fluid umspült werden. Die Schaltkontakte befinden sich so innerhalb einer definierten Umgebung, so dass beispielsweise Oxidationserscheinungen in verringertem Maße auftreten. Die bei einem Schalten der Schaltkontakte gegebenenfalls auftretenden Lichtbögen können von dem elektrisch isolierenden Fluid leicht beherrscht werden. So ist es möglich, den Sensor vor frühzeitigem Verschleiß zu schützen.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass eine Antriebswelle gasdicht durch das Kapselungsgehäuse nach Außen geführt ist.
  • Antriebswellen dienen der Übertragung von Drehbewegungen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Antriebseinrichtung ihre Kraft auf eine Antriebswelle einkoppelt. Bei einer entsprechend torsionssteifen Ausgestaltung der Antriebswelle können so hohe Kraftmomente übertragen werden. Somit ist es beispielsweise möglich, hohe Schaltkräfte und/oder relativ schnelle Schaltbewegungen zu übertragen. Die Antriebswelle ist somit Teil einer kinematischen Kette. Dabei kann vorgesehen sein, dass die kinematische Kette eine Getriebeanordnung aufweist, so dass die von der Antriebseinrichtung abgegebene Primärbewegung übersetzt, untersetzt oder anderweitig ihrem Bewegungsprofil verändert wird.
  • Durch die Anordnung der Antriebseinrichtung im Innern des Kapselungsgehäuses wird die äußere Umgebung des Kapselungsgehäuses von Anbauten freigehalten. Wird nunmehr die Antriebswelle zusätzlich durch eine Wandung des Kapselungsgehäuses nach außen geführt, so ist die Möglichkeit gegeben, beispielsweise in Havariesituationen eine manuelle Erzeugung einer Antriebsbewegung des bewegbaren Kontaktstückes zu bewirken. Dazu kann die Antriebswelle beispielsweise an einem ersten nach außen geführten stirnseitigen Ende mit einer entsprechenden Anformung versehen sein, so dass Werkzeuge auf die Antriebswelle aufsetzbar sind und eine außerhalb des Kapselungsgehäuses erzeugte Bewegung in das Innere zu dem bewegbaren Kontaktstück übertragen werden kann. Dabei ist die Welle entsprechend fluiddicht durch das Kapselungsgehäuse hindurchzuführen. Da im normalen Betriebsfall der durch das Kapselungsgehäuse hindurchgeführte Abschnitt nicht in einen einen Kraftfluss übertragenen Abschnitt der kinematischen Kette eingebunden ist, kann diese Abdichtung vereinfacht ausgeführt werden. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Antriebswelle im Bereich der Kapselungsgehäusewandung gelagert ist, um eine Drehbewegung möglichst reibungsfrei ausführen zu können. In diesem Fall kann eine Lagerungsfunktion und eine Dichtungsfunktion miteinander kombiniert werden.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Antriebseinrichtung einen Elektromotor aufweist.
  • Elektromotoren können verlustarm elektrische Energie in Bewegungsenergie wandeln. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Elektromotor direkt einen Antrieb des bewegbaren Kontaktstückes bewirkt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Elektromotor beispielsweise zum Laden eines Energiespeichers eingesetzt wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn innerhalb von kurzer Zeit große Antriebsenergien zur Verfügung gestellt werden müssen, um beispielsweise an einem Leistungsschalter ein bewegbares Kontaktstück schnell zu bewegen. Als Energiespeicher können beispielsweise komprimierbare Federpakete eingesetzt werden, die während eines relativ langen Zeitraumes gespannt werden. Der Elektromotor kann dabei eine vergleichsweise geringe elektrische Leistung aufweisen, da für das Laden des Energiespeichers im Vergleich zu der Dauer der Bewegung des bewegbaren Kontaktstückes ein langer Zeitraum zur Verfügung steht. Die zum Betrieb des Elektromotors nötigen elektrischen Anschlusselemente können in einfacher Weise in das Innere des Kapselungsgehäuses abgedichtet eingeführt werden. Dazu können beispielsweise entsprechend isoliert durch die Wandung hindurchgeführte Steckkontaktstifte vorgesehen sein. Die Energieversorgungseinrichtung kann dabei außerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet sein. Hierfür können beispielsweise Batterie- oder Generatoranlagen zum Einsatz gelangen.
  • Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das elektrisch isolierende Fluid Teil einer elektrischen Isolation des Elektromotors ist.
  • Bei einer Anordnung des Elektromotors im Innern des Kapselungsgehäuses ist es möglich, das dort befindliche elektrisch isolierende Fluid durch Abschnitte des Elektromotors hindurchzuleiten. Das elektrisch isolierende Fluid kann dabei Teile des Elektromotors voneinander elektrisch isolieren. Da im Regelfall das elektrisch isolierende Fluid gegenüber atmosphärischer Luft eine größere Spannungsfestigkeit aufweist, kann der Elektromotor in seinen Abmessungen vermindert werden, da Schlagweiten reduziert sind. Mit der Verringerung der Abmessung ergeben sich neue Einsatzmöglichkeiten von Antriebseinrichtungen innerhalb des Kapselungsgehäuses einer Schaltanlage, da nunmehr kompaktere Antriebseinrichtungen zur Verfügung stehen. So ist es möglich, beispielsweise Bauräume innerhalb der Kapselungsgehäuse zu nutzen, die zur Aufnahme herkömmlicher Antriebseinrichtungen keine ausreichenden Volumina aufweisen.
  • Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel in einer Figur schematisch gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.
  • Dabei zeigt die
  • Figur einen Schnitt durch ein Kapselungsgehäuse einer Schaltanordnung.
  • In der Figur ist eine Schaltanordnung 1 in einem Schnitt dargestellt. Die Schaltanordnung 1 weist ein Kapselungsgehäuse 2 auf. Das Kapselungsgehäuse 2 umschließt und begrenzt ein Volumen. Ein Kapselungsgehäuse kann so aus verschiedenen gasdicht miteinander verbundenen Baugruppen zusammengefügt sein. Das Kapselungsgehäuse 2 ist in der Figur ausschnittsweise dargestellt und weist einen metallischen Guskörper 2a auf. Als Gussmaterial sind vorzugsweise Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen einsetzbar. Der Gusskörper 2a weist mehrere Flansche 3a, 3b, 3c, 3d auf. Die Flansche 3a, 3b, 3c, 3d weisen jeweils kreisringförmige Flanschflächen auf. Die Flansche 3a, 3b, 3c, 3d sind dabei derart angeordnet, dass jeweils zwei einander gegenüberliegende Flansche koaxial zueinander ausgerichtet sind. Neben der in der Figur gezeigten Ausgestaltung des Gusskörpers 2a können jedoch auch verschiedenste weitere Ausgestaltungsvarianten zum Einsatz gelangen. Die Flansche 3a, 3b, 3c, 3d sind vorgesehen, um weitere Baugruppen anzusetzen. So ist es beispielsweise vorgesehen, dass an zwei Flansche 3c, 3d jeweils die Flanschöffnungen gasdicht verschließende Scheibenisolatoren 4a, 4b angeflanscht sind. Die Scheibenisolatoren 4a, 4b dienen der isolierten Halterung von elektrischen Leiterzügen, welche in das Innere des Gusskörpers 2a hineinragen. Dabei sind die Scheibenisolatoren 4a, 4b derart ausgestaltet, dass weitere sich an die Scheibenisolatoren 4a, 4b anschließende Kapselungsgehäuse mit jeweils darin liegenden Leiterzügen an die im Innern des Kapselungsgehäuses 2 liegenden Schalterzüge anschließbar sind. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass ein Flansch 3b von einem Scheibenisolator freigehalten ist, so dass nach einem Anflanschen einer weiteren Baugruppe an diesen Flansch 3b mit dem Gusskörper 2a gemeinsam ein vergrößerter Gasraum dem Innern des Kapselungsgehäuses 2 ausgebildet ist.
  • Die Schaltanordnung 1 weist ein bewegbares Kontaktstück 5 auf. Weiterhin weist die Schaltanordnung 1 ein feststehendes Kontaktstück 6 auf. Die beiden Kontaktstücke 5, 6 sind relativ zueinander bewegbar. Das bewegbare Kontaktstück 5 ist an seinem dem feststehenden Kontaktstück 6 zugewandten Ende buchsenförmig ausgebildet. Entsprechend ist das feststehende Kontaktstück 6 an seinem dem bewegbaren Kontaktstück 5 zugewandten Ende bolzenförmig ausgeformt. Eine Bewegungsrichtung des bewegbaren Kontaktstückes 5 ist in der Figur durch einen Doppelpfeil 7 symbolisiert. Das bewegbare Kontaktstück 5 ist mit einer zylinderförmigen Mantelfläche an einem ersten Leiterzug 8 gleitend gelagert und elektrisch mit dem ersten Leiterzug 8 kontaktiert. Der erste Leiterzug 8 verläuft im Wesentlichen quer zu der Bewegungsrichtung des bewegbaren Kontaktstückes 5. Um das bewegbare Kontaktstück 5 in seiner Ausschaltposition (in der Figur gezeigte Lage) dielektrisch zu schirmen, weist der erste Leiterzug im Bereich des bewegbaren Kontaktstückes 5 eine bauchige Verdickung auf. Die Verdickung verjüngt sich ausgehend vom Aufnahmebereich des bewegbaren Kontaktstückes 5 zu den jeweiligen Enden des ersten Leiterzuges 8. Das feststehende Kontaktstück 6 ist an einem zweiten Leiterzug 9 befestigt. Der zweite Leiterzug 9 ist derart ausgeformt, dass weitere Bauteile an den zweiten Leiterzug 9 anflanschbar sind. Somit ist es möglich, über die Schaltanordnung 1 den zweiten Leiterzug 9 nach Art eines Abzweiges über das bewegbare Kontaktstück 5 an den ersten Leiterzug 8 anzuschließen oder abzutrennen.
  • Zur Erzeugung einer Bewegung des bewegbaren Kontaktstückes 5 ist das bewegbare Kontaktstück 5 über eine elektrisch isolierende Pleuelstange 10 an eine Antriebswelle 11 angekoppelt. Die Antriebswelle 11 ist über eine Antriebseinrichtung 12 antreibbar. Zur Wandelung der von der Antriebswelle 11 übertragbaren Drehbewegung in eine lineare Bewegung ist die Pleuelstange 11 über Hebel 13a, 13b an die Antriebswelle 11 angeschlagen.
  • Die Hebel 13a, 13b in Verbindung mit der Antriebswelle 11 wirken nach Art einer Kurbelwelle. Je nach Betrag des während einer Schaltbewegung durch die Antriebswelle 11 zu vollziehenden Drehwinkels kann die Antriebswelle 11 im Bereich der Hebel 13a, 13b unterbrochen sein, so dass eine Kröpfung der Antriebswelle 11 entsteht. Auf eine derartige Kröpfung kann verzichtet werden, wenn während einer zum Bewegen des bewegbaren Kontaktstückes 5 nötigen Drehbewegung die Pleuelstange 10 nicht durch die Rotationsachse der Antriebswelle 11 hindurchtauchen muss.
  • An den Flansch 3a ist eine Abdeckhaube 14 angeflanscht. Die Abdeckhaube 14 lagert die Antriebseinrichtung 11 und die Antriebswelle 11. Somit ist es möglich, nach einem entkuppeln der Pleuelstange 10 die kinematische Kette, welche zum Antrieb des bewegbaren Kontaktstückes 5 nötig ist, samt Abdeckhaube 14 auszutauschen. Die Antriebseinrichtung 11 weist einen Elektromotor auf, welcher über eine entsprechende Getrie beuntersetzung eine Drehbewegung auf die Antriebswelle 11 überträgt. Während eines Betriebes des Motors wird dessen Antriebsbewegung über die Hebel 13a, 13b die Pleuelstange 10 direkt auf das bewegbare Kontaktstück 5 gegeben. Eine Ein- bzw. Ausschaltbewegung verläuft dabei innerhalb eines Zeitfensters von mehreren Sekunden.
  • Da die Kontaktstücke 5, 6 außerhalb des Kapselungsgehäuses 2 nicht unmittelbar erkenntlich sind, ist ein erstes stirnseitiges Ende der Antriebswelle durch eine Wandung des Kapselungsgehäuses 2 (hier die Abdeckhaube 14) nach außen geführt. Dort ist eine Anzeigeeinrichtung 15 angeordnet, welche den Ein- bzw. Ausschaltzustand der Schaltanordnung 1 symbolisiert. Ein zweites stirnseitiges Ende der Antriebswelle 11 ist ebenfalls durch das Kapselungsgehäuse 2 (hier Abdeckhaube 14) hindurchgeführt. Die beiden nach außen geführten Enden der Antriebswelle 11 sind jeweils mit einer Profilierung versehen, so dass mittels entsprechender Werkzeuge im Havariefall auch von außen eine Bewegung zu dem bewegbaren Kontaktstück eingekoppelt werden kann.
  • Die Antriebseinrichtung 12 weist einen Elektromotor auf, welcher über entsprechende Versorgungsleitungen, welche gasdicht durch das Kapselungsgehäuse 2 hindurchgeführt sind, mit elektrischer Energie versorgbar ist. Ebenso können entsprechende Steuerleitungen gasdicht aus dem Inneren des Kapselungsgehäuses 2 nach außen geführt sein. Neben der unmittelbaren Abgabe einer durch den Motor erzeugten Bewegung an das bewegbare Kontaktstück 5 kann die Antriebseinrichtung 12 einen Energiespeicher aufweisen, welcher von dem Elektromotor aufgeladen wird. Ein derartiger Energiespeicher ist beispielsweise eine spannbare Feder, die bei einem Entspannen eine schlagartige Abgabe von einer Bewegung ermöglicht und so ein schnelles Schalten des bewegbaren Kontaktstückes 5 inner halb von Bruchteilen von Sekunden ermöglicht. Um die Bauform des Elektromotors möglichst kompakt zu gestalten, sind die Windungen von dem im Innern des Kapselungsgehäuses 2 befindlichen elektrisch isolierenden Fluid durchströmt. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass zur Erfassung der Schaltstellung des bewegbaren Kontaktstückes 5 vorgesehene Sensoren ebenfalls im Innern des Kapselungsgehäuses 2 angeordnet sind. Die Informationen der Sensoren können drahtgebunden oder berührungsfrei zu einem Ort außerhalb des Kapselungsgehäuses 2 übertragen werden. Mittels der von den Sensoren gelieferten Informationen ist eine Automatisierung der Schaltanordnung 1 möglich. So können beispielsweise unter Nutzung der Informationen der Sensoren verschiedene Schaltanordnungen gegeneinander verriegelt werden, so dass beispielsweise in Abhängigkeit bestimmter Schaltstellungen einer Schaltanordnung eine andere Schaltanordnung nicht betätigbar ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 2000/45486 [0002]

Claims (5)

  1. Schaltanordnung (1) mit einem mittels einer Antriebseinrichtung (12) bewegbaren Kontaktstück (6), welches von einem elektrisch isolierenden Fluid umspült und von einem fluiddichten Kapselungsgehäuses (2) umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (12) zumindest teilweise innerhalb des Kapselungsgehäuses (2) angeordnet ist.
  2. Schaltanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein eine Schaltstellung des bewegbaren Kontaktstückes (5) abbildender Sensor von dem Kapselungsgehäuse (2) umgeben ist.
  3. Schaltanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebswelle (11) gasdicht durch das Kapselungsgehäuse (2) nach Außen geführt ist.
  4. Schaltanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (12) einen Elektromotor aufweist.
  5. Schaltanordnung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch isolierende Fluid Teil einer elektrischen Isolation des Elektromotors ist.
DE200710003132 2007-01-17 2007-01-17 Schaltanordnung Withdrawn DE102007003132A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200710003132 DE102007003132A1 (de) 2007-01-17 2007-01-17 Schaltanordnung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200710003132 DE102007003132A1 (de) 2007-01-17 2007-01-17 Schaltanordnung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102007003132A1 true DE102007003132A1 (de) 2008-07-24

Family

ID=39530825

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200710003132 Withdrawn DE102007003132A1 (de) 2007-01-17 2007-01-17 Schaltanordnung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102007003132A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010004981B3 (de) * 2010-01-18 2011-07-21 Abb Technology Ag Metallgekapselter, gasisolierter kombinierter Trenn- und Erdungsschalter
DE102015204666A1 (de) 2015-03-16 2016-09-22 Siemens Aktiengesellschaft Schaltanordnung für eine gasisolierte Schaltungsanlage und entsprechende Schaltungsanlage
EP3276647A1 (de) * 2016-07-29 2018-01-31 Siemens Aktiengesellschaft Erdungseinheit für eine schaltanlage

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DD99479A1 (de) * 1972-10-05 1973-08-13
DE2439381A1 (de) * 1974-08-15 1976-02-26 Siemens Ag Vakuumschaltgeraet fuer hochspannung
DE29620438U1 (de) * 1996-11-13 1997-01-23 Siemens AG, 80333 München Kapselungsgehäuse für gasisolierte, metallgekapselte Schaltanlagen
DE29717731U1 (de) * 1997-10-07 1997-12-11 Siemens AG, 80333 München Druckfest ausgebildete Kompaktstation
DE19653683C1 (de) * 1996-12-13 1998-06-18 Siemens Ag Übertragungseinrichtung für Festkontakte von Schaltfeldern
WO2000045486A1 (de) 1999-01-28 2000-08-03 Siemens Aktiengesellschaft Mehrphasig gekapselte freiluft-hochspannungsschalteinrichtung

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DD99479A1 (de) * 1972-10-05 1973-08-13
DE2439381A1 (de) * 1974-08-15 1976-02-26 Siemens Ag Vakuumschaltgeraet fuer hochspannung
DE29620438U1 (de) * 1996-11-13 1997-01-23 Siemens AG, 80333 München Kapselungsgehäuse für gasisolierte, metallgekapselte Schaltanlagen
DE19653683C1 (de) * 1996-12-13 1998-06-18 Siemens Ag Übertragungseinrichtung für Festkontakte von Schaltfeldern
DE29717731U1 (de) * 1997-10-07 1997-12-11 Siemens AG, 80333 München Druckfest ausgebildete Kompaktstation
WO2000045486A1 (de) 1999-01-28 2000-08-03 Siemens Aktiengesellschaft Mehrphasig gekapselte freiluft-hochspannungsschalteinrichtung

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010004981B3 (de) * 2010-01-18 2011-07-21 Abb Technology Ag Metallgekapselter, gasisolierter kombinierter Trenn- und Erdungsschalter
DE102015204666A1 (de) 2015-03-16 2016-09-22 Siemens Aktiengesellschaft Schaltanordnung für eine gasisolierte Schaltungsanlage und entsprechende Schaltungsanlage
WO2016146348A1 (de) 2015-03-16 2016-09-22 Siemens Aktiengesellschaft Schaltanordnung für eine gasisolierte schaltungsanlage und entsprechende schaltungsanlage
EP3276647A1 (de) * 2016-07-29 2018-01-31 Siemens Aktiengesellschaft Erdungseinheit für eine schaltanlage

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3375003B1 (de) Anordnung und verfahren zum führen einer schaltstange eines hochspannungs-leistungsschalters
WO2014191154A1 (de) Elektrisches schaltgerät
DE102007003132A1 (de) Schaltanordnung
DE10317735B3 (de) Erdungsschalter mit einem bewegbaren Kontaktstück
DE102008027642A1 (de) Anordnung mit einem Kapselungsgehäuse
EP2551886A1 (de) Schaltgerät mit über eine flexible Welle angetriebenem Schaltglied
DE4320906C2 (de) Gehäuse für einen druckgasisolierten Hochspannungs- Leistungs-Schalter
DE10224449B3 (de) Elektrisches Schaltgerät
EP1851083A1 (de) Hochspannungsanlage für ein fahrzeug
DE102016202329A1 (de) Überspannungsableiteranordnung
DE3904439C2 (de)
DE102018205563A1 (de) Elektrische Schaltanordnung
WO2013079354A1 (de) Erdschalter für gasisolierte mittel- oder hochspannungsanlage
DE102019132506A1 (de) Getriebeeinrichtung für ein elektrisch antreibbares Fahrzeug, Antriebseinrichtung für ein elektrisch antreibbares Fahrzeug und Fahrzeug
DE102015217410A1 (de) Übertragungsvorrichtung zum Koppeln oder Entkoppeln eines Poles eines elektrischen Schaltgerätes für Nieder-, Mittel- oder Hochspannung
EP2441081B1 (de) Antriebsmechanismus für elektrische schaltgeräte mit drei getrennten stellungen
DE202017107146U1 (de) Anordnung zum Betätigen eines Schaltgeräts und Schaltschrank oder Schaltanlage enthaltend eine solche Anordnung
EP1726025B1 (de) Antriebseinrichtung mit einer antriebswelle und einer abtriebswelle insbesondere zum antrieb eines kontaktstückes eines elektrischen schaltgerätes
KR101720633B1 (ko) 가스 차단기
DE102019128509A1 (de) Verschlusssystem für einen Hochvolt-Anschluss
DE60129450T2 (de) Unterbrecherschalter
CN216212953U (zh) 用于开合多个开关的传动机构
DE102013005746A1 (de) Antriebsvorrichtung für einen Leistungsschalter einer Mittel- oder Hochspannungsschaltanlage
DE19959450B4 (de) Elektrische Steckverbindung, welche sich während der Montage der isoliergasbefüllten Schaltanlagenkomponenten selbsttätig mit Isoliergas befüllt
DE102011079969A1 (de) Schaltgerät

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8139 Disposal/non-payment of the annual fee