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DE102007003126A1 - Verfahren zum Starten eines Kommunikationssystems, Kommunikationssystem mit einem Kommunikationsmedium und mehreren daran angeschlossenen Teilnehmern und Teilnehmer eines solchen Kommunikationssystems - Google Patents

Verfahren zum Starten eines Kommunikationssystems, Kommunikationssystem mit einem Kommunikationsmedium und mehreren daran angeschlossenen Teilnehmern und Teilnehmer eines solchen Kommunikationssystems Download PDF

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DE102007003126A1
DE102007003126A1 DE102007003126A DE102007003126A DE102007003126A1 DE 102007003126 A1 DE102007003126 A1 DE 102007003126A1 DE 102007003126 A DE102007003126 A DE 102007003126A DE 102007003126 A DE102007003126 A DE 102007003126A DE 102007003126 A1 DE102007003126 A1 DE 102007003126A1
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DE
Germany
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communication
communication system
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Withdrawn
Application number
DE102007003126A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Newald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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Priority to RU2009127860/09A priority patent/RU2009127860A/ru
Priority to JP2009524207A priority patent/JP2010500228A/ja
Priority to PCT/EP2007/063164 priority patent/WO2008077717A1/de
Priority to US12/304,661 priority patent/US20100061404A1/en
Priority to KR1020097012731A priority patent/KR20090099534A/ko
Priority to EP07847675A priority patent/EP2127192A1/de
Publication of DE102007003126A1 publication Critical patent/DE102007003126A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04WWIRELESS COMMUNICATION NETWORKS
    • H04W56/00Synchronisation arrangements
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L7/00Arrangements for synchronising receiver with transmitter
    • H04L7/04Speed or phase control by synchronisation signals
    • H04L7/10Arrangements for initial synchronisation
    • HELECTRICITY
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    • H04J3/00Time-division multiplex systems
    • H04J3/02Details
    • H04J3/06Synchronising arrangements
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem (1) mit einem Kommunikationsmedium (2) und mindestens zwei daran angeschlossenen Teilnehmern (3, 4), wobei das Kommunikationssystem (1) zur Übertragung von Daten zwischen den Teilnehmern (3, 4) über das Kommunikationsmedium (2) in Komunikationsrahmen von Kommunikationszyklen mittels eines zeitgesteuerten Protokolls ausgelegt ist. Um das Starten des Kommunikationssystems (1) im Vorfeld der eigentlichen Datenübertragung zu beschleunigen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das Kommunikationssystem (1) in mindestens einem der Teilnehmer (3, 4), beispielsweise in dem Knoten AB (3a), Mittel zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus und pro Kanal aufweist. Die Mittel sind beispielsweise als zwei separate Kommunikationscontroller (8, 9) pro Übertragungskanal ausgebildet. Alternativ können die Mittel auch als eine einfache logische Schaltung, ein sog. anwendungsspezifisches Standard-Produkt (ASSP, 10), ausgebildet sein. Es wird vorgeschlagen, dass der Teilnehmer zur Erzeugung der mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus als ein aktiver Sternkoppler (4) des Kommunikationssystems (1) ausgebildet ist. Die Datenübertragung in dem Kommunikationssystem (1) erfolgt vorzugsweise nach dem FlexRay-Protokoll.

Description

  • Stand der Technik
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem mit einem Kommunikationsmedium und mehreren daran angeschlossenen Teilnehmern gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem einen an ein Kommunikationsmedium eines Kommunikationssystems angeschlossenen Teilnehmer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 6. Schließlich betrifft die vorliegende Patentanmeldung ein Verfahren zum Starten eines Kommunikationssystems gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 11.
  • Die Vernetzung von Steuergeräten, Sensorik und Aktuatorik mit Hilfe eines Kommunikationssystems mit einem Kommunikationsmedium, bspw. einem Bussystem, hat in den letzten Jahren beim Bau von modernen Kraftfahrzeugen oder auch im Maschinenbau, insbesondere im Werkzeugmaschinenbereich, sowie in der Automatisierung drastisch zugenommen. Synergieeffekte durch die Verteilung von Funktionen auf mehrere Steuergeräte als Teilnehmer des Kommunikationssystems können dabei erzielt werden. Man spricht hierbei von verteilten Systemen. Die Kommunikation zwischen verschiedenen Teilnehmern findet mehr und mehr über ein Kommunikationsmedium statt. Der Kommunikationsverkehr auf dem Kommunikationsmedium, Zugriffs- und Empfangsmechanismen sowie Fehlerbehandlung werden über ein Protokoll geregelt. Ein bekanntes Protokoll hierzu ist das FlexRay-Protokoll, wobei im Augenblick die FlexRay-Protokollspezifikation v2.1 zugrunde liegt. Ein FlexRay-Kommunikationssystem ist ein schnelles, deterministisches und fehlertolerantes Bussystem, insbesondere für den Einsatz in einem Kraftfahrzeug. Das FlexRay-Protokoll arbeitet nach dem Verfahren des Time Division Multiple Access (TDMA), wobei den Knoten (also den Teilnehmern des Kommunikationssystems) beziehungsweise den zu übertragenden Botschaften feste Zeitschlitze zugewiesen werden, in denen sie einen exklusiven Zugriff auf das Kommunikationsmedium haben. Die Zeitschlitze, die auch als Kommunikationsrahmen bezeichnet werden, wiederholen sich dabei in einem festgelegten Kommunikationszyklus, so dass der Zeitpunkt, zu dem eine Botschaft über den Bus übertragen wird, exakt vorausgesagt werden kann und der Buszugriff deterministisch erfolgt. Andere Beispiele für zeitgesteuerte Kommunikationssysteme sind bspw. Time Triggered CAN (TTCAN), Time Triggered Protocol (TTP), Media Oriented Systems Transport (MOST) Bus und Local Interconnect Network (UN) Bus.
  • Um die Bandbreite für die Botschaftsübertragung auf dem Bussystem optimal zu nutzen, unterteilt FlexRay den Zyklus in einen statischen und einen dynamischen Teil. Die festen Zeitschlitze befinden sich dabei im statischen Teil am Anfang eines Buszyklusses. Im dynamischen Teil werden die Zeitschlitze dynamisch vergeben. Darin wird der exklusive Buszugriff jeweils nur für eine kurze Zeit, für die Dauer eines so genannten Minislots, ermöglicht. Nur wenn innerhalb eines Minislots ein Buszugriff erfolgt, wird der Zeitschlitz um die benötigte Zeit verlängert. Damit wird Bandbreite also nur verbraucht, wenn sie auch tatsächlich benötigt wird.
  • FlexRay kommuniziert über zwei physikalisch getrennte Leitungen mit einer Datenrate von je maximal 10 Mbit/s je Kanal. Selbstverständlich kann FlexRay auch mit niedrigeren Datenraten betrieben werden. Es sind insgesamt zwei Kanäle, also 2 × 2 Leitungen vorgesehen. Die beiden Kanäle entsprechen dabei der physikalischen Schicht, insbesondere des OSI-Schichtenmodells (Open Systems Interconnection Reference Model). Die beiden Kanäle dienen hauptsächlich der redundanten und damit fehlertoleranten Übertragung von Botschaften, das heißt auf beiden Kanälen werden parallel die gleichen Daten übertragen. Die Kanäle können jedoch auch unterschiedliche Botschaften übertragen, wodurch sich dann die Datenrate verdoppeln würde.
  • Dies wird in der Praxis derzeit jedoch noch nicht genutzt. Momentan werden Daten meist lediglich über einen der beiden Kanäle übertragen, so dass der andere Kanal ungenutzt ist.
  • Um synchrone Funktionen zu realisieren und die Bandbreite durch kleine Abstände zwischen zwei Botschaften zu optimieren, benötigen die verteilten Komponenten im Kommunikationsnetzwerk, also die Teilnehmer, eine gemeinsame Zeitbasis, die so genannte globale Zeit. Für die Uhrensynchronisation werden Synchronisationsnachrichten im statischen Teil des Kommunikationszyklus übertragen, wobei mit Hilfe eines speziellen Algorithmus entsprechend der FlexRay-Spezifikation die lokale Uhrzeit eines Teilnehmers so korrigiert wird, dass alle lokalen Uhren zu einer gemeinsamen globalen Uhr synchron laufen.
  • Ein FlexRay-Netzknoten oder FlexRay-Teilnehmer enthält einen Teilnehmerprozessor, einen FlexRay-Controller oder Kommunikationscontroller sowie bei einer Busüberwachung einen Bus Guardian. Dabei liefert und verarbeitet der Prozessor die Daten, die über den FlexRay-Kommunikationscontroller übertragen werden. Für die Kommunikation in einem FlexRay-Netzwerk können Botschaften beziehungsweise Botschaftsobjekte mit zum Beispiel bis zu 254 Datenbytes konfiguriert werden.
  • Ein Teilnehmer kann ein Steuergerät zur Realisierung einer bestimmten Funktionalität, beispielsweise zur Steuerung einer Bremse für ein Rad eines Kraftfahrzeugs, sein. Der Begriff "Teilnehmer" im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst aber auch jegliche Art von Knoten in dem Kommunikationssystem, beispielsweise auch einen aktiven Sternknoten oder Sternkoppler, durch den dem Kommunikationsmedium eine Sterntopologie gegeben wird. Sternkoppler sind beispielsweise für FlexRay-Kommunikationssysteme aus der FlexRay-Spezifikation v2.1 bekannt. Der Aufbau und die Funktionsweise gehören zu der spezifizierten physikalischen Schicht (so genannter physical layer) des FlexRay-Kommunikationssystems. Aktive Sternkoppler sind in Kommunikationsnetzen von Bedeutung, in denen sich die Kommunikationsverbindung beziehungsweise das Kommunikationsmedium aufspaltet, also eine Sterntopologie hat, und ein Datensignal auf mehrere Zweige des Kommunikationsmediums aufgespalten werden soll. Außerdem sind aktive Sternkoppler von Bedeutung, wenn es um die Übertragung von Datensignalen über komplexe Netztopologien und längere Strecken geht, da sie zusätzlich oder alternativ zur Aufteilung des Datensignals auf mehrere Zweige das Signal auch verstärken können. Durch den Einsatz von Sternkopplern bleiben Fehler in der Übertragung auf einen Zweig begrenzt.
  • Ein entsprechender aktiver Sternkoppler (so genannter Active Star) für den Einsatz in einem FlexRay-Kommunikationssystem wird von der Firma Philips Semiconductors angeboten. In dem bekannten Sternkoppler sind FlexRay-Kommunikationscontroller vom Typ "SJA 2510" gemäß der Spezifikation v2.1 und ein ARM9-Microcontroller integriert. An dem bekannten aktiven Sternkoppler sind mehrere Anschlüsse vorgesehen, an die mehrere Zweige des Kommunikationsmediums angeschlossen sind. Die Anschlüsse können entweder als Eingang für eingehende Datensignale und/oder als Ausgang für abgehende Datensignale konfiguriert werden. Der Sternkoppler weist an jedem Anschluss einen Bus-Treiber zum Verstärken eines ausgehenden Datensignals auf. Ein über einen der Anschlüsse eingehendes analoges Datensignal wird an eine zentrale Verarbeitungslogik des Sternkopplers weitergeleitet, die ein Rechengerät, beispielsweise in Form eines Field Programmable Gate Arrays (FPGA), eines Microcontrolles (μC) oder eines digitalen Signalprozessors (DSP) aufweist.
  • Die aus dem Stand der Technik von Philips bekannten aktiven Sternkoppler können Bustreiber vom Typ Philips "TJA 1080" umfassen, die denen von FlexRay-Transceivereinheiten (sog. FlexRay-Knoten) entsprechen. Der bekannte Sternkoppler stellt eine Verknüpfung mehrerer Transceiver zu einem Hub dar. Ein Hub leitet von einem Teilnehmer oder Knoten eines Kommunikationsnetzwerks über einen Zweig des Kommunikationsmediums eingehende Daten an alle übrigen Teilnehmer des Kommunikationssystems weiter und verstärkt gleichzeitig das weiterzuleitende Signal.
  • Zum Starten des Kommunikationssystems werden die Teilnehmerknoten eingeschaltet (d. h. mit Strom versorgt), initialisiert und auf die globale Zeit synchronisiert. Das Starten des Kommunikationssystems wird auch als "Startup" bezeichnet. Im Gegensatz zum so genannten "Wakeup", bei dem die Teilnehmerknoten eines Kommunikationsnetzwerks aus dem Zustand "sleep" hochgefahren werden, werden die Teilnehmerknoten beim Startup aus dem ausgeschalteten Zustand hochgefahren und beginnen mit der Kommunikation, das heißt die ersten Kommunikationszyklen laufen ab und die Knoten synchronisieren sich (sog. Kaltstart). Teilnehmer, die an einem Starten des Kommunikationssystems teilnehmen, werden im Weiteren als Kaltstart-Knoten (sog. Coldstart Nodes) bezeichnet. Im Stand der Technik bedarf es immer mindestens zweier Kaltstart-Knoten, um das Starten des Kommunikationssystems ausführen zu können.
  • Beim Starten des Kommunikationssystems übernimmt einer der Kaltstart-Knoten die Rolle des führenden Kaltstart-Knotens. In aller Regel übernimmt derjenige Teilnehmer die Rolle des führenden Kaltstart-Knotens, dessen Initialisierung bzw. Wakeup als erstes beendet ist. Falls auf den Kanälen kein Datenverkehr stattfindet, sendet der führende Kaltstart-Knoten ein so genanntes "Collision Avoidance Symbol" (CAS). Durch dieses Symbol teilt er den anderen Kaltstart-Knoten mit, dass er die Rolle des Führenden übernommen hat. Danach laufen die ersten Kommunikationszyklen ab, in denen der führende Kaltstart-Knoten jeweils einen Synchronisationsrahmen, ein so genanntes Startup-Frame, sendet. Gemäß FlexRay-Spezifikation v2.1 ist dies während der ersten vier Kommunikationszyklen der Fall. Sollte ein anderer Kaltstart-Knoten gleichzeitig den Startup gestartet und das CAS gesendet haben, stellen die Knoten dies jetzt fest und sorgen dafür, dass nur einer den Startup weiterführt. Während der ersten vier Kommunikationszyklen haben die anderen Kaltstart-Knoten sich auf den führenden synchronisiert und beginnen im fünften Zyklus selbst mit dem Senden von Synchronisationsrahmen. Jetzt hat der führende Kaltstart-Knoten in den nachfolgenden Kommunikationszyklen die Möglichkeit, sich zu synchronisieren, da er zum ersten Mal Kommunikationsrahmen von anderen Knoten empfängt. Gemäß FlexRay-Spezifikation v2.1 erfolgt dies während des fünften und sechsten Kommunikationszyklus. Nach der Synchronisation im fünften und sechsten Kommunikationszyklus beginnt der führende Kaltstart-Knoten dann mit der ganz normalen Datenübertragung. Die übrigen Kaltstart-Knoten, die erst nach dem führenden Kaltstart-Knoten mit der Initialisierung fertig waren, beginnen einen Zyklus später mit der normalen Datenübertragung. Die Nicht-Kaltstart-Knoten haben während der ersten acht Zyklen Zeit, sich zu synchronisieren und starten frühestens im neunten Zyklus mit der Datenübertragung.
  • Ein Nachteil des bekannten Verfahrens zum Starten des Kommunikationssystems besteht darin, dass die Teilnehmer mit der Datenübertragung bzw. Synchronisation überhaupt erst beginnen können, wenn mindestens zwei Kaltstart-/Startup-Teilnehmer am Netz sind. Für die Synchronisation der lokalen Uhren der Teilnehmer ist es also erforderlich, dass mindestens zwei Startup-Teilnehmer eingeschaltet und mit der Initialisierung fertig sind. In der Praxis ist es nun allerdings so, dass die Einschaltzeiten der Teilnehmer, das heißt die Zeitdauer vom Einschalten des Teilnehmers bis zum Abschließen der Initialisierung, starken Schwankungen unterworfen sind. Die Einschaltzeiten liegen typischerweise in einem Bereich von 50–200 ms. Im Vergleich dazu liegen die FlexRay-Kommunikationszyklen im Bereich von 1–16 ms. Wenn nun einer der Kaltstart-Knoten bereits nach 50 ms mit der Initialisierung fertig ist, der zweitschnellste Kaltstart-Knoten aber erst nach 200 ms mit der Initialisierung fertig ist, muss der erste Knoten 150 ms, bei einem FlexRay-Kommunikationszyklus von 1 ms entspricht dies immerhin 150 Kommunikationszyklen, warten, bevor die Teilnehmer synchronisiert werden können und mit einer Datenübertragung begonnen werden kann. Bis dahin kann das Kommunikationssystem noch nicht synchronisiert werden. In der Praxis ist es also so, dass der am schnellsten eingeschaltete Knoten immer erst auf den zweitschnellsten Kaltstart-Knoten warten muss, bevor mit der Synchronisation der lokalen Uhren und einige Zyklen später mit der eigentlichen Datenübertragung begonnen werden kann. Die Folge ist eine zum Teil erhebliche zeitliche Verzögerung beim Starten des Kommunikationssystems.
  • Ein weiterer Nachteil ergibt sich dadurch, dass jeder Teilnehmer des bekannten Kommunikationssystems eine Kaltstart-Funktionalität aufweisen muss, da er theoretisch am Startup des Systems teilnehmen können muss (falls er als einer der ersten zwei Knoten mit der Initialisierung fertig ist).
  • Offenbarung der Erfindung
  • Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das Starten eines zeitgesteuerten Kommunikationssystems, das heißt das Einschalten, Initialisieren und Synchronisieren der Teilnehmer des Kommunikationssystems, zu beschleunigen, damit früher mit der eigentlichen Datenübertragung begonnen werden kann.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird ausgehend von dem Kommunikationssystem gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 vorgeschlagen, dass das Kommunikationssystem in mindestens einem der Teilnehmer Mittel zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aufweist. Zur Lösung dieser Aufgabe wird außerdem ein Teilnehmer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 6 vorgeschlagen, der Mittel zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aufweist. Schließlich wird zur Lösung dieser Aufgabe auch ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11 vorgeschlagen, wobei ein Teilnehmer des Kommunikationssystems eingeschaltet und initialisiert wird und der Teilnehmer dann zur Synchronisation mindestens zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aussendet, der Teilnehmer auf einen der beiden Synchronisationsrahmen synchronisiert wird und danach zur Datenübertragung bereit ist.
  • Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass ein Teilnehmer eingeschaltet und initialisiert werden kann und danach unmittelbar und ohne Wartezeiten auch isoliert für sich alleine die Synchronisationsprozedur durchlaufen kann, für die nach FlexRay-Spezifikation v.2.1 mindestens zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen erforderlich sind. Zur Synchronisation des Teilnehmers ist es also nicht mehr erforderlich, dass ein weiterer Teilnehmer mit der Initialisierung fertig ist und für die Synchronisation bereit steht. Die zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen wurden bisher im Stand der Technik von zwei separaten Kaltstart-Knoten erzeugt. Die Synchronisation des ersten Teilnehmers isoliert für sich wird gemäß der Erfindung dadurch ermöglicht, dass der Teilnehmer zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aussendet.
  • Im Anschluss an seine Initialisierung übernimmt der Teilnehmer zunächst die Rolle des führenden Kaltstart-Knotens in dem Kommunikationsnetzwerk. Da auf den Kanälen kein Datenverkehr stattfindet (er ist der einzige aktive Knoten), sendet er ein Collision Avoidance Symbol (CAS) aus. Durch dieses Symbol teilt er den anderen (nicht vorhandenen) Kaltstart-Knoten mit, dass er die Rolle des Führenden übernommen hat. Danach laufen die ersten vier Kommunikationszyklen ab, in denen der Teilnehmer jeweils einen ersten Synchronisationsrahmen (so genanntes Startup-Frame) aussendet. Andere (nicht vorhandene) Kaltstart-Knoten haben während der ersten vier Zyklen die Möglichkeit, sich auf den Teilnehmer zu synchronisieren. Falls in dem Teilnehmer ein anderer Kaltstart-Knoten simuliert wird, könnte sich dieser auf den führenden Teilnehmer (der die ersten Synchronisationsrahmen ausgesandt hat) synchronisieren. Alternativ können die ersten vier Zyklen auch einfach ungenutzt verstreichen oder es können bereits die zweiten Sync-Frames übermittelt werden, wobei dann allerdings die nachfolgende Übermittlung der Sync-Frames entfallen könnte. Im Anschluss an die Übermittlung der ersten Synchronisationsrahmen sendet der Teilnehmer (bzw. der simulierte Kaltstart-Knoten) während der nachfolgenden zwei Kommunikationszyklen die zweiten Synchronisationsrahmen aus. Nun hat der führende Teilnehmer (der die ersten Synchronisationsrahmen ausgesandt hat) die Möglichkeit, sich auf den simulierten Kaltstart-Knoten bzw. auf die zweiten Synchronisationsrahmen zu synchronisieren. Dadurch kann sich der Teilnehmer während der ersten sechs Zyklen gewissermaßen auf sich selbst synchronisieren, das heißt der (führende) Teilnehmer, der die ersten Synchronisationsrahmen aussendet, synchronisiert sich auf den (simulierten) Teilnehmer, der die zweiten Synchronisationsrahmen aussendet, bzw. auf die zweiten Synchronisationsrahmen. Damit ist der Teilnehmer auf eine globale Zeit synchronisiert und kann dann mit der ganz normalen Datenübertragung beginnen. Erfindungsgemäß sind der simulierte Knoten und der führende Knoten ein und derselbe Teilnehmerknoten, so dass sich der Teilnehmer gewissermaßen auf sich selbst synchronisiert. Erfindungsgemäß werden in dem Teilnehmer also zumindest für die Dauer des Startup durch das Aussenden zweier unterschiedlicher Synchronisationsrahmen zwei verschiedene Kaltstart-Knoten bzw. für die Synchronisation erforderliche Teile davon simuliert. Bei dieser Ausführungsform wäre der mindestens eine Teilnehmer, der zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aussendet, voll kompatibel mit der in dem Kommunikationssystem verwendeten Protokoll-Spezifikation.
  • Obwohl mindestens zwei Kaltstart-Knoten für einen Startup des Kommunikationssystems erforderlich sind (gemäß der FlexRay-Spezifikation v2.1 sind es höchstens drei Kaltstart-Knoten, um eine Cliquenbildung zu vermeiden), kann mit der vorliegenden Erfindung ein Startup des Kommunikationssystems bereits dann ausgeführt werden, wenn lediglich ein Kaltstart-Teilnehmer mit der Initialisierung fertig ist. Dadurch können Verzögerungen beim Starten des Kommunikationssystems verhindert werden. Damit wird die Kommunikation in dem Kommunikationssystem mit einem quasi nicht vorhandenen Teilnehmer gestartet, wichtig ist aber, dass die Kommunikation gestartet wurde. Alle anderen Teilnehmer des Kommunikationsnetzwerks synchronisieren sich dann als so genannte Integrating Nodes auf den ersten Teilnehmer. Die Erfindung wurde anhand des FlexRay-Protokolls erläutert, ist aber gleichermaßen anwendbar auf jegliche Art zeitgesteuerten Kommunikationssystems, bei dem zum Starten mehrere Teilnehmer bzw. Synchronisationsnachrichten von mehreren Teilnehmern erforderlich sind.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Realisierung der Erfindung besteht darin, dass der mindestens eine Teilnehmer, der zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aussendet, zumindest hinsichtlich des Startup nicht kompatibel mit der in dem Kommunikationssystem verwendeten Protokoll-Spezifikation ist. Dies könnte beispielsweise dadurch realisiert werden, dass nach dem Einschalten des Kommunikationssystems bzw. des mindestens einen Teilnehmers dieser sofort startet und unmittelbar nach dem Startup ein Bitmuster erzeugt und über das Kommunikationsmedium aussendet, als bestünde bereits ein Kommunikationsnetz mit zwei Knoten. Zu diesem Zweck müssen entsprechende Nachrichten (sog. NULL-Frames) und Synchronisationsrahmen (sog. Sync-Frames) erzeugt und über das Kommunikationsmedium übertragen werden. Gibt es in dem Kommunikationssystem eine zyklusabhängige Checksummenbildung, müssen die Nachrichten bzw. Synchronisationsrahmen diesem Umstand Rechnung tragen. Bei FlexRay gibt es bspw. 64 aufeinander folgende Zyklen, die bei der Checksummenbildung berücksichtigt werden müssen. Alle anderen Teilnehmer des Kommunikationssystem können sich immer mit einem "join coldstart" dem (scheinbar) bestehenden Kommunikationsnetz anschließen und können unmittelbar danach mit der Übertragung von Botschaften beginnen. Es ist also ausreichend, wenn lediglich der mindestens eine Teilnehmer Kaltstarteigenschaften hat; die übrigen Teilnehmer müssen sich lediglich auf das bestehende (simulierte) Kommunikationsnetz aufintegrieren können, Kaltstarteigenschaften und die damit zusammenhängenden Hardware- und Software-Komponenten benötigen sie nicht.
  • Schließlich ist es sogar denkbar, dass irgendwo in dem Kommunikationssystem – nicht unbedingt in einem der Teilnehmer des Systems – eine einfache logische Schaltung vorgesehen ist, welche nach dem Einschalten des Kommunikationssystems bzw. der Schaltung unmittelbar die zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aussendet, so dass sich andere Teilnehmer darauf synchronisieren können. Diese logische Schaltung kann relativ einfach und kostengünstig gefertigt werden. Angeordnet in einem beliebigen zeitgesteuerten Kommunikationssystem bietet sie die Möglichkeit, jegliche Art von zeitgesteuerten Kommunikationssystem innerhalb minimaler Zeit nach dem Einschalten in einen Zustand zu bringen, dass Teilnehmer, die sich bei dem simulierten Netz anmelden zur Datenübertragung bereit sind, ohne dass ein Startup bzw. eine Kaltstart-Routine gemäß verwendeter Spezifikation durchlaufen werden müsste.
  • Die vorliegende Erfindung stellt also eine einfache und preiswerte Methode zur Verfügung, früher als bisher zu synchronisieren, da die Startup-Phase wegfällt bzw. nur verkürzt durchlaufen wird. Es ist auch denkbar, dass die erfindungsgemäßen Teilnehmer bezüglich des Hochfahrens des Kommunikationssystems nicht FlexRay-konform sind. Bezüglich der eigentlichen Datenübertragung über das Kommunikationssystem sind jedoch auch die erfindungsgemäßen Teilnehmer FlexRay-konform. Das würde dann bedeuten, dass die erfindungsgemäßen Teilnehmer zwar in einer nicht FlexRay-konformen Prozedur hochfahren (ohne Startup bzw. mit einem verkürztem Startup), dann aber ganz normal gemäß FlexRay-Spezifikation mit der Kommunikation beginnen. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass auch die nicht erfindungsgemäßen Teilnehmer, nicht mehr FlexRay-konform sind, da sie sich jetzt stets nur mehr als sog. integrating Nodes in die bereits bestehende Kommunikation einschalten; die Fähigkeit der nicht erfindungsgemäßen Teilnehmer, den Kaltstart selbst vorzunehmen, ist nicht mehr erforderlich.
  • Das nicht FlexRay-konforme Starten des Kommunikationssystems kann bspw. mittels einer einfachen, logischen Schaltung erreicht werden, welche nicht den FlexRay-Kaltstart durchläuft, sondern sich so verhält, wie sich zwei normale FlexRay Knoten zusammen verhalten würden, wenn sie schon im normalen Betriebszustand ("normal active") wären. Das heißt, es werden einfach zwei Synchronisationsrahmen (sog. Startup-Frames bzw. Sync-Frames) erzeugt, und zwar sogenannte NULL-Frames (Frames ohne nutzbare Daten; Variable Null frame indicator = 0). Das kann durch eine ganz einfache sequentielle Logik erreicht werden, die also z. B. zwei NULL-Frames mit der Kennung bzw. ID 1 und 2 erzeugt, die zusätzlich als Startup-Frames gekennzeichnet sind. Die Werte für den Zykluszähler (sog. Cycle Counter) und den CRC (Cyclic Redundancy Check) variieren dabei je nach Zyklus, es müssen also 64 verschiedene Sequenzen erzeugt werden, dann wird wieder von vorne begonnen.
  • Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung. Ihre Merkmale und Vorteile können im Einzelnen der nachfolgenden Figurenbeschreibung entnommen werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Es zeigen:
  • 1 Zustandsübergänge in einem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
  • 2 Zustandsübergänge in einem aus dem Stand der Technik bekannten Kommunikationssystem;
  • 3 ein Beispiel für eine Netzwerktopologie eines erfindungsgemäßen Kommunikationssystems;
  • 4 einen erfindungsgemäßen Teilnehmer des Kommunikationssystems gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform;
  • 5 einen erfindungsgemäßen Teilnehmer des Kommunikationssystems gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform; und
  • 6 einen erfindungsgemäßen Teilnehmer des Kommunikationssystems gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform.
  • Ausführungsform(en) der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem, wie es beispielsweise in 3 dargestellt und in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist. Das Kommunikationssystem 1 weist ein Kommunikationsmedium 2 auf, das der physikalischen Schicht entspricht. Das Kommunikationsmedium 2 kann einen oder mehrere Kanäle und eine oder mehrere Leitungen oder andere Medien je Kanal umfassen. Statt einer elektrischen Leitung kann auch eine optische Leitung (z. B. Glasfaser), eine Funkverbindung oder eine Infrarot-Verbindung als physikalische Schicht eingesetzt werden. An das Kommunikationsmedium 2 sind mindestens zwei Teilnehmer angeschlossen. Das in 3. dargestellte Kommunikationssystem 1 umfasst Teilnehmer in Form von Netzwerkknoten 3 sowie von aktiven Sternkopplern 4. Insgesamt umfasst das in 3 dargestellte Ausführungsbeispiel sieben Netzwerkknoten 3 und zwei aktive Sternkoppler 4.
  • Das Kommunikationssystem 1 ist zur Übertragung von Daten zwischen den Teilnehmern 3, 4 über das Kommunikationsmedium 2 in Kommunikationsrahmen von Kommunikationszyklen mittels eines zeitgesteuerten Protokolls ausgelegt. Als geeignetes Protokoll findet beispielsweise das FlexRay-Protokoll, vorzugsweise in der Spezifikation v2.1, Anwendung. Als Protokoll kann aber auch jedes andere zeitgesteuerte Protokoll Anwendung finden, das für eine Datenübertragung über das Kommunikationsmedium in Kommunikationsrahmen von Kommunikationszyklen sorgt.
  • Einer der Knoten 3 des Kommunikationssystems 1, der Knoten AB 3a, umfasst Mittel zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus. Vorzugsweise erzeugt der mindestens eine Teilnehmer 3a genau zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus. Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem 1 hat den Vorteil, dass zum Starten des Kommunikationssystems 1 nicht wie bisher im Stand der Technik mindestens zwei Kaltstart-Knoten 3 erforderlich sind, sondern dass das Kommunikationssystem 1 unter Berücksichtigung der eingesetzten Protokollspezifikation allein mit dem Knoten 3a gestartet werden kann. Dabei geht es um einen so genannten Kaltstart (oder Startup) des Kommunikationssystems als Vorbereitung für die eigentliche Datenübertragung. Es wird also nicht das Kommunikationssystem 1 während einer Entwicklungsphase, Simulationsphase, Testphase, Messphase oder Kalibrierungsphase, sondern das in ein Kraftfahrzeug, in ein Gebäude oder anderweitig fertig implementierte Kommunikationssystem betrachtet, das vor seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch (der Datenübertragung) in der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Weise gestartet wird. Das ist deshalb von Bedeutung, da die vorliegende Erfindung das Starten des Kommunikationssystems 1 erheblich beschleunigen kann, was insbesondere beim Starten des Kommunikationssystems 1 als Vorbereitung für den bestimmungsgemäßen Gebrauch besonders vorteilhaft ist, da das Kommunikationssystem 1 früher für eine Datenübertragung zur Verfügung steht. Im Gegensatz dazu kann während einer Entwicklungsphase, Simulationsphase, Testphase, Messphase oder Kalibrierungsphase problemlos länger gewartet werden, bis das System gestartet ist.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend im Detail erläutert. Zunächst wird unter Bezugnahme auf 2 auf den Ablauf des Startup bei einem herkömmlichen, aus dem Stand der Technik bekannten FlexRay-Kommunikationssystem eingegangen, bei dem jeder der Teilnehmer lediglich einen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus erzeugen kann. In 2 ist lediglich ein Kanal dargestellt, da der Ablauf üblicherweise auf beiden Kanälen synchron ist.
  • Der Knoten A (Node A) und der Knoten B (Node B) sind so genannte Kaltstart-Knoten (Coldstart Nodes), die zum Starten des bekannten Kommunikationssystems zur Verfügung stehen. Einer der Kaltstart-Knoten (hier der Knoten A) übernimmt die Rolle des führenden Kaltstart-Knotens, da er nach dem Einschalten als erster mit der Initialisierung fertig ist. Falls auf den Kanälen kein Datenverkehr stattfindet, sendet der Knoten A ein so genanntes Collision Avoidance Symbol (CAS). Durch dieses Symbol teilt er dem anderen Kaltstart-Knoten (hier dem Knoten B) mit, dass er die Rolle des Führenden übernommen hat. Als nächstes laufen die ersten vier Kommunikationszyklen (Cycle 0 bis Cycle 3) ab, in denen der Knoten A jeweils einen Synchronisationsrahmen (so genanntes Startup-Frame) sendet. Sollte der andere Knoten B gleichzeitig den Startup gestartet und das CAS gesendet haben, stellen die Knoten dies jetzt fest und sorgen dafür, dass nur einer (nämlich der Knoten A) den Startup weiterführt. Während der ersten vier Zyklen hat sich der andere Kaltstart-Knoten B auf den führenden Knoten (Knoten A) synchronisiert und beginnt im fünften Zyklus (Cycle 4) selbst mit dem Senden von Synchronisationsrahmen. Jetzt hat der Knoten A die Möglichkeit, sich zu synchronisieren, da er zum ersten Mal Synchronisationsrahmen von anderen Knoten empfängt. Diese Synchronisation nimmt er im fünften und sechsten Zyklus (Cyle 4 und Cycle 5) vor und beginnt dann im nächsten Zyklus (Cycle 6) mit der ganz normalen Datenübertragung. Der Knoten B beginnt einen Zyklus später (Cycle 7) mit der normalen Datenübertragung. Die übrigen Nicht-Kaltstart-Knoten (hier der Knoten C) haben während der ersten acht Zyklen (Cycle 0 bis Cycle 7) Zeit, sich zu synchronisieren, und starten frühestens im neunten Zyklus (Cycle 8) mit der Datenübertragung.
  • In der Praxis erweist es sich als nachteilig, dass die Teilnehmer (Kaltstart-Knoten A und B) innerhalb eines FlexRay-Clusters (Rechnerverbund) nicht gleichzeitig eingeschaltet werden und/oder mit ihrer Initialisierung nicht gleich schnell fertig sind. Einschaltzeiten für die Teilnehmer liegen typischerweise im Bereich von etwa 50–200 ms. Im Vergleich dazu liegt ein Kommunikationszyklus im FlexRay im Bereich von etwa 1–16 ms. Wenn in 2 der erste Teilnehmer (Knoten B) vor dem zweiten Teilnehmer (Knoten A) mit der Initialisierung fertig ist, sieht der erste Teilnehmer keinen Partner, bricht nach einiger Zeit die Kaltstartversuche ab und wartet weiterhin auf einen Partner. Dann erst wird der zweite Teilnehmer eingeschaltet und fährt selbst als führender Kaltstart-Knoten hoch.
  • Theoretisch kann im günstigsten Fall nach acht Kommunikationszyklen mit der bestimmungsgemäßen Datenübertragung, also mit der Kommunikation über das Kommunikationssystem, begonnen werden (Zustand des Knotens: normal active). Genau betrachtet kann in 2 der Knoten A in dem siebten Zyklus (Cycle 6) das erste Mal senden, der Knoten B in dem achten Zyklus (Cycle 7) und alle anderen Knoten in dem neunten Zyklus (Cycle 8). Wichtig ist aber, dass überhaupt erst gesendet werden kann, wenn der zweitschnellste der Kaltstart-Knoten mindestens sechs (beziehungsweise acht) Zyklen am Netz ist. Alle anderen Teilnehmer können ohne einen Partner, das heißt einen zweiten Kaltstart-Knoten, weder senden noch empfangen, selbst wenn sie schon lange vorher dazu bereit wären. In der Praxis führt dies zu relativ langen Verzögerungen beim Synchronisieren der Teilnehmer und damit beim Starten des Kommunikationssystems.
  • Dies wird nachfolgend anhand des Beispiels aus 2 und konkreter Zahlenwerte näher erläutert: Es wird davon ausgegangen, dass der Kaltstart-Knoten B 50 ms nach dem Einschalten startet, und der Kaltstart-Knoten A erst 210 ms nach dem Einschalten startet. Die Zykluszeit beträgt 5 ms.
    • – Knoten A kann frühestens 240 ms (210 ms + 6·5 ms) nach dem Einschalten senden,
    • – Knoten B kann frühstens 245 ms (210 ms + 7·5 ms) nach dem Einschalten senden, und
    • – Knoten C kann frühestens 250 ms (210 ms + 8·5 ms) nach dem Einschalten senden.
  • Mit der Synchronisation kann also nicht bereits 50 ms nach dem Einschalten (Knoten B initialisiert), sondern erst 210 ms nach dem Einschalten begonnen werden, wenn auch der Knoten A fertig initialisiert ist. Das bedeutet, dass bei diesem Beispiel das Starten des Kommunikationssystems um 32 Kommunikationszyklen ((210 ms–50 ms):5 ms) verzögert ist und mit der eigentlichen Kommunikation über das Kommunikationssystem erst mit einer Verzögerung von 32 Kommunikationszyklen begonnen werden kann.
  • Durch die vorliegende Erfindung wird erreicht, dass das Starten des Kommunikationssystems in jedem Fall bereits acht Kommunikationszyklen nach dem Einschalten eines Teilnehmers abgeschlossen ist, selbst wenn kein weiterer Kaltstart-Knoten als Partner für den Teilnehmer zur Verfügung steht. Dies wird dadurch erreicht, dass zwei Kaltstart-Knoten in einer Hardware zusammengefasst sind und dadurch auch gleichzeitig starten. Es können zwei komplette Kaltstart-Knoten mit dem kompletten Funktionsumfang in einer Hardware zusammengefasst sein. Alternativ ist es aber auch denkbar, dass nur Teil-Funktionalitäten der Kaltstart-Knoten, vorzugsweise die für die Synchronisation erforderlichen Funktionen der Knoten, in der Hardware zusammengefasst sind. Diese Teil-Funktionalitäten können auch durch applikationsspezifische Standard Halbleiterschaltungen realisiert werden, die unter Umständen entsprechend angepasst oder programmiert werden müssen. Durch geeignete Hardware-Unterstützung kann sichergestellt werden, dass der Kaltstart des Teilnehmers in jedem Fall unmittelbar nach dem Einschalten bzw. nach Abschluss der Initialisierung erfolgt.
  • Der Ablauf des Startup bei dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem 1 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf 1 näher erläutert. Es ist nur ein Kaltstart-Knoten (hier Knoten AB) erforderlich, der die Rolle des führenden Kaltstart-Knotens übernimmt und ein Collision Avoidance Symbol (CAS) sendet, falls auf den Kanälen kein Datenverkehr stattfindet. Wenn sichergestellt ist, dass der Knoten AB der einzige Kaltstart-Knoten in dem Kommunikationsnetzwerk ist, kann alternativ auf das Senden des CAS auch verzichtet werden, da keine anderen Kaltstart-Knoten vorhanden sind, denen der Knoten AB mitteilen müsste, dass er die Rolle des Führenden übernommen hat. Danach laufen die ersten vier Kommunikationszyklen ab, in denen der Knoten AB jeweils ein erstes Startup-Frame sendet. Sollte ein anderer Knoten gleichzeitig den Startup gestartet und das CAS gesendet haben, so stellen die Knoten dies jetzt fest und sorgen dafür, dass nur einer, nämlich der Knoten AB, den Startup weiterführt.
  • Während der ersten vier Zylen haben – sofern andere Kaltstart-Knoten vorhanden sind – diese die Möglichkeit, sich auf die ersten Synchronisationsrahmen zu synchronisieren. Anschließend beginnt der Knoten AB im fünften Zyklus mit dem Senden des zweiten Startup-Frames. Jetzt hat der Knoten AB die Möglichkeit, sich zu auf die zweiten Synchronisationsrahmen zu synchronisieren, da er zum ersten Mal Rahmen (sog. Frames) empfängt. Bei dieser Ausführungsform synchronisiert sich der Knoten AB also während des fünften und sechsten Zyklus auf die zweiten Synchronisationsrahmen. Alternativ wäre es auch denkbar, dass sich der Knoten AB während der ersten vier Zyklen auf die ersten Synchronisationsrahmen synchronisiert, wobei dann im fünften und sechsten Zyklus keine Synchronisation des Knotens AB erfolgen würde.
  • Der Knoten AB verfügt somit über Mittel zum Erzeugen der unterschiedlichen Synchronisationsrahmen. Durch die Mittel zum Erezeugen des zweiten Synchronisationsrahmens wird dem Knoten AB die Anwesenheit eines weiteren Kaltstart-Knotens, bzw. die Anwesenheit anderer Synchronisationsrahmen eines weiteren Kaltstart-Knotens, vorgetäuscht. Dadurch kann der Synchronisationsvorgang ganz normal ablaufen, mit der Ausnahme, dass der simulierte Knoten zusätzlich in dem einzigen Kaltstart-Knoten AB integriert ist. Die Synchronisation des Knotens AB wird im fünften und sechsten Zyklus bzw. im ersten bis vierten Zyklus vorgenommen, so dass der Knoten AB dann in dem siebten Zyklus bzw. im achten Zyklus mit der ganz normalen Datenübertragung beginnen kann. Alle übrigen FlexRay-Kommunikationspartner-Knoten sind nur noch so genannte Integrating Nodes, die sich auf die durch den Knoten AB vorgegebene globale Zeit aufsynchronisieren.
  • Das erfindungsgemäß Verfahren zum Starten des Kommunikationssystems 1 hat insbesondere aus den folgenden Gründen große Vorteile gegenüber dem bisherigen Verfahren. Als Startup-Knoten können nur solche Teilnehmer verwendet werden, die – je nach Einsatzbereich des Kommunikationssystems – in allen Ausstattungen eines Kraftfahrzeugs, eines Gebäudes, einer Werkzeugmaschine, etc. vorhanden ist. Insbesondere können keine Teilnehmer eingesetzt werden, die lediglich optionale Geräte des Kommunikationssystems darstellen. Typische Geräte in einem Kraftfahrzeug, die als Kaltstart-Knoten eingesetzt werden können, sind Knoten des Bremsensystems, der Motorsteuerung, eines Gateways, etc. Gerade diese Geräte sind jedoch relativ komplex und benötigen viel Zeit für Selbsttest und die gesamte Initialisierung bevor die eigentliche Kommunikation gemäß der verwendeten Protokollspezifikation anlaufen kann. Im Stand der Technik bestimmte der zweitschnellste Startup-Knoten die Zeit, nach der eine Kommunikation möglich ist, was unter Umständen sehr verzögert werden kann. Hier kann die Erfindung dahingehend Abhilfe schaffen, dass ein einziger erfindungsgemäßer Teilnehmer ausreicht, um die Synchronisation durchzuführen und deshalb deutlich früher mit der Kommunikation begonnnen werden kann. Es muss nicht mehr auf den zweitschnellsten Knoten gewartet werden, da die Kommunikation zwischen dem erfindungsgemäßen Teilnehmer und einem quasi nicht vorhandenen Teilnehmer ohne Verzögerung (über die gemäß verwendeter Protokollspezifikation erforderliche Zeit für die Synchronisation hinaus) zum frühest möglichen Zeitpunkt gestartet werden kann.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines konkreten Beispiels näher erläutert. Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem 1 verfügt über mindestens einen besonderen Teilnehmer 3a (Kaltstart-Knoten AB), der 50 ms nach dem Einschaltet startet. Es wird weiterhin von einer Zykluszeit von 5 ms ausgegangen.
    • – Knoten AB kann frühestens 80 ms (50 ms + 6·5 ms) nach dem Einschalten senden (wenn er im fünften und sechsten Zyklus auf die zweiten Synchronisationsrahmen synchronisiert wird), und
    • – Knoten C synchronisiert sich als integrierender Knoten auf die durch den Knoten AB vorgegebene Zeitbasis und kann frühestens 90 ms (50 ms + 8·5 ms) nach dem Einschalten senden.
  • Für den Knoten C ergibt sich damit gegenüber dem oben zum Stand der Technik angeführten Zahlenbeispiel ein zeitlicher Gewinn von 160 ms (250 ms – 90 ms) oder 32 Kommunikationszyklen.
  • In den 4 bis 6 sind verschiedene Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Teilnehmers dargestellt, der Mittel zum Erzeugen und Aussenden von zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus und pro Kommunikationskanal (Chan A oder Chan B) aufweist. Gemäß 4 ist der Teilnehmer als ein Knoten 3a ausgebildet. Der Knoten 3a verfügt über einen Quarzoszillator (XTAL), sowie zwei Eingänge 5, 6 für eine Versorgungsspannung (Ubatt) und ein externes Wakeup-Signal (WakeUp). Der Knoten 3a verfügt außerdem über einen Mikrocontroller 7 sowie über zwei separate Kommunikationscontroller 8, 9 (CC1 und CC2). Jeder der Kommunikationscontroller 8, 9 verfügt über eine gesonderte Sende-Empfangseinheit, einen so genannten Transceiver (Xcvr1, Xcvr2, Xcvr3, oder Xcvr4), für jeden der beiden Kanäle A, B. Der Knoten 3a kann mittels des ersten Kommunikationscontrollers 8 einen ersten Synchronisationsrahmen und mittels des zweiten Kommunikationscontrollers 9 einen zweiten Synchronisationsrahmen erzeugen und diese auf dem gleichen Kanal (Chan A) über das Kommunikationsmedium übertragen. Da ein Kommunikationscontroller 8, 9 nicht zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen erzeugen kann, müssen bei der Ausführungsform gemäß 4 zwei separate Kommunikationscontroller 8, 9 vorgesehen sein, um die Anforderung "No single point of failure" zu erfüllen.
  • Auch bei der Ausführungsform aus 5 ist der mindestens eine Teilnehmer des Kommunikationssystems 1, der Mittel zum Aussenden von zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus und pro Kanal aufweist, als ein Netzwerkknoten 3a ausgebildet. Allerdings werden bei der Ausführungsform aus 5 statt zweier separater Kommunikationscontroller 8, 9 ein so genanntes Application Specific Standard Product (ASSP) 10 eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine standard integrierte Schaltung, die allgemein verfügbar ist und für den Zweck eingesetzt wird, mindestens zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus und pro Kommunikationskanal zu erzeugen und auszusenden. Dabei ist es durchaus möglich, dass die integrierte Schaltung 10 nicht konform ist mit der verwendeten Protokollspezifikation. Allerdings muss die verwendete integrierte Schaltung 10 den Synchronisationsvorgang gemäß der verwendeten Protokollspezifikation unterstützen, so dass durch die Synchronisation des einzelnen Knotens 3a in dem Kommunikationssystem 1 keine Fehlermeldung ausgelöst wird oder mit der Synchronisation nicht so lange gewartet wird, bis weitere Kaltstart-Knoten ihre Initialisierung abgeschlossen haben.
  • Die in 5 gezeigte integrierte Schaltung 10 (ASSP) kann auch auf zwei integrierte Schaltungen (ASSP1 und ASSP2) aufgeteilt werden, wie dies in 1 für den Knoten AB dargestellt ist beziehungsweise die in 1 dargestellten separaten integrierten Schaltungen (ASSP1 und ASSP2) können auch als eine einzige integrierte Schaltung 10 ausgebildet sein. Bei der in 5 dargestellten Ausführungsform handelt es sich um eine gegenüber der Ausführungsform aus 4 optimierte Lösung. Es wird kein Kommunikationscontroller 8, 9 verwendet, sondern die integrierte Schaltung 10 kann nur Wakeup- and Startup-Vorgänge realisieren, allerdings kann sie zwei Sync-Null Frames pro Kommunikationszyklus erzeugen. Damit kann der Teilnehmer 3a als führender Kaltstart-Knoten (so genannter Sync Master) dienen, die Synchronisation ausführen und so die Kommunikation in dem Kommunikationssystem (mit quasi nicht vorhandenen Teilnehmern) starten.
  • In 6 ist eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Teilnehmers dargestellt. Dabei dient als Teilnehmer nicht ein Netzwerkknoten, sondern ein aktiver Sternkoppler 4. Ein Kommunikationskanal ist auf mehrere physikalische Segmente verteilt. Zu diesem Zweck verfügt der Sternkoppler 4 über eine Sende-Empfangseinheit, einen so genannten Transceiver (Xcvr1). In der Ausführungsform aus 6 verfügt der Sternkoppler 4 über ein Application Specific Standard Product (ASSP) 10, welches die Erzeugung des beiden unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus übernimmt. Statt der integrierten Schaltung 10 kann der Sternkoppler 4 jedoch auch zwei separate Kommunikationscontroller (CC1 und CC2) aufweisen, entsprechend dem Ausführungsbeispiel aus 4.

Claims (12)

  1. Kommunikationssystem (1) mit einem Kommunikationsmedium (2) und mindestens zwei daran angeschlossenen Teilnehmern (3, 4), wobei das Kommunikationssystem (1) zur Übertragung von Daten zwischen den Teilnehmern (3, 4) über das Kommunikationsmedium (2) in Kommunikationsrahmen von Kommunikationszyklen mittels eines zeitgesteuerte Protokolls ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationssystem (1) in mindestens einem der Teilnehmer (3, 4) Mittel (8, 9; 10) zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aufweist.
  2. Kommunikationssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus als mindestens zwei Kommunikationscontroller (8, 9) pro Übertragungskanal ausgebildet sind.
  3. Kommunikationssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus als mindestens ein anwendungsspezifisches Standard-Produkt (10), nachfolgend als ASSP bezeichnet, ausgebildet sind, das zur Erzeugung von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus ausgelegt ist.
  4. Kommunikationssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Teilnehmer als ein aktiver Sternkoppler (4) des Kommunikationssystems (1) ausgebildet ist.
  5. Kommunikationssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationssystem (1) zur Übertragung von Daten zwischen den Teilnehmern (3, 4) mittels eines FlexRay-Protokolls ausgelegt ist.
  6. An ein Kommunikationsmedium (2) eines Kommunikationssystems (1) angeschlossener Teilnehmer (3, 4), wobei das Kommunikationssystem (1) mindestens einen weiteren an das Kommunikationsmedium (2) angeschlossenen Teilnehmer (3, 4) aufweist und zur Übertragung von Daten zwischen den Teilnehmern (3, 4) über das Kommunikationsmedium (2) in Kommunikationsrahmen von Kommunikationszyklen mittels eines zeitgesteuerte Protokolls ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilnehmer (3, 4) Mittel (8, 9; 10) zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aufweist.
  7. Teilnehmer (3, 4) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8, 9; 10) zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus als mindestens zwei Kommunikationscontroller (8, 9) pro Übertragungskanal ausgebildet sind.
  8. Teilnehmer (3; 4) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus als mindestens ein anwendungsspezifisches Standard-Produkt (10), nachfolgend als ASSP bezeichnet, ausgebildet sind, das zur Erzeugung von mindestens zwei unterschiedlichen Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus ausgelegt ist.
  9. Teilnehmer (3, 4) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Teilnehmer als ein aktiver Sternkoppler (4) des Kommunikationssystems (1) ausgebildet ist.
  10. Teilnehmer (3, 4) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationssystem (1) zur Übertragung von Daten zwischen den Teilnehmern (3, 4) mittels eines FlexRay-Protokolls ausgelegt ist.
  11. Verfahren zum Starten eines Kommunikationssystems (1) mit einem Kommunikationsmedium (2) und mindestens zwei daran angeschlossenen Teilnehmern (3, 4), wobei beim Starten des Kommunikationssystems (1) mindestens zwei der Teilnehmer (3, 4) eingeschaltet, initialisiert und synchronisiert werden und das Kommunikationssystem (1) nach dem Starten zur Übertragung von Daten zwischen den Teilnehmern (3, 4) über das Kommunikationsmedium (2) in Kommunikationsrahmen von Kommunikationszyklen mittels eines zeitgesteuerte Protokolls ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilnehmer (3, 4) des Kommunikationssystems (1) eingeschaltet und initialisiert wird und der Teilnehmer (3, 4) dann zur Synchronisation mindestens zwei unterschiedliche Synchronisationsrahmen pro Kommunikationszyklus aussendet, der Teilnehmer (3, 4) auf einen der beiden Synchronisationsrahmen synchronisiert wird und danach zur Datenübertragung bereit ist.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilnehmer (3, 4) unmittelbar nach dem Einschalten initialisiert und synchronisiert wird.
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