-
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Analysieren einer elektronischen
Aufzeichnung. Darüber hinaus
betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Analysieren einer elektronischen
Aufzeichnung von Daten mit einem Wiedergabeteil zur Wiedergabe der Aufzeichnung
und zum Anhalten der im Wiedergabeteil abrollenden Aufzeichnung
in einem Bereich vorgegebener Daten.
-
Nicht
selten besteht das Bedürfnis
aus einer elektronischen Aufzeichnung von Daten bestimmte Einzelheiten
besonders darzustellen und zwar sowohl aus einem Zusammenhang visueller
Daten als auch von Audio-Daten. Zu diesem Zwecke werden beispielsweise
Cutter eingesetzt, die Ton- bzw. Bildfolgen vor sich ablaufen lassen.
Dabei müssen
sie feststellen, in welchem Bereich der gesamten Aufzeichnung die
interessierende Einzelheit auftaucht. Sodann muss in einem Bereich
dieser interessierenden Einzelheiten eine schrittweise Schaltung
für das Vorbeilaufen
der gesamten Aufzeichnung vorgenommen werden. Je unscheinbarer die
gesuchte Einzelheit ist, umso genauer muss die Untersuchung in dem
in Frage kommenden Bereich vorgenommen werden. Schließlich muss
der Transport der Einzelheit markiert und gegebenenfalls eine Kopie
dieses Bereichs hergestellt werden. Sodann können aus diesem Bereich Einzeldarstellungen
gewonnen und für
eine Verarbeitung nutzbar gemacht werden, beispielsweise durch Herstellung
von einem Standbild bzw. einer speziellen Klangfolge.
-
Diese
Arbeitsweise ist nicht nur zeitlich sehr aufwendig, sondern strapaziert
darüber
hinaus auch noch in erheblichem Umfange die mit der Auswahl der
Einzelheiten betraute Person. Diese kann sich nur eine begrenzte
Zeit auf die mit großer
Geschwindigkeit an ihr vorbeibewegten Bildfolgen konzentrieren,
ohne in der Lage zu sein, Einzelbilder aus dieser Bildfolge zu analysieren.
Eine Bewegung darstellende Bildfolge von 20 Einzelbildern pro Sekunde
eröffnet
dem menschlichen Auge nicht das Erkennen der Einzelbilder dieser
Bildfolge. Dadurch ist der gesamte Ablauf nur zu bewältigen,
wenn nach einem vorgegebenen Rhythmus Ruhepausen eingelegt werden. Aber
selbst in solchen Fällen
muss mit einer relativ hohen Fehlerquote gerechnet werden, bei der
die Einzelheit entweder nicht gefunden wird oder Abschnitte zitiert
werden, die den gewünschten
Zusammenhang nicht erkennen lassen.
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, das Analysieren einer elektronischen
Aufzeichnung so zu rationalisieren, dass der menschliche Eingriff
in das Auswahlverfahren erst erfolgt, nachdem die Einzelheiten bereits
in Form von leicht erkennbaren Darstellungen vorliegen.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß beim Verfahren
dadurch gelöst,
dass die Aufzeichnung in eine Vielzahl von Einzelabschnitten unterteilt
wird und jeder Einzelabschnitt mit einer digital elektronisch ansprechbaren
Adresse versehen wird und die Adressen und deren Zuordnung zu den
Aufzeichnungen in einer Datenbank abgelegt werden und zum Aufruf
mindestens eines bestimmten Einzelabschnitts dessen Adresse angesprochen
und dessen Inhalt sinnlich wahrnehmbar dargestellt wird.
-
Hinsichtlich
der Vorrichtung wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass mit dem Wiedergabeteil
ein Markierungsteil zur Aufbringung von digital elektronisch ansprechbaren
Adressen in vorgegebenen Abständen
auf die Aufzeichnung gekoppelt ist und eine Datenbank zur Aufnahme
und zum Abrufen einer Information über die Zuordnung einer jeden
vergebenen Adresse zu dem mit dieser auf der Aufzeichnung markierten
Abstand vorgesehen ist, und der Wiedergabeteil entsprechend der
aus der Datenbank entnommenen Information im Bereich der Adresse
anzusteuern und anhaltbar ist.
-
Durch
dieses Verfahren wird erreicht, dass die zu analysierende Aufzeichnung
zunächst
großräumig im
Bild in den Bereich der interessierenden Einzelheit transportiert
wird. Sodann wird eine Weiterschaltung der Aufzeichnung entsprechend
der auf die Aufzeichnung aufgebrachten Adressen vorgenommen. Auf
diese Weise wird sichtbar gemacht, was das menschliche Auge aufgrund
der Schnelligkeit der vorbeibewegten Einzelbilder nicht wahrnehmen
konnte. Je nach der Erkennbarkeit der gesuchten Einzelheit kann
der Weitertransport mehr oder minder schnell vorgenommen werden,
bis zu einer Adresse, der ein Einzelabschnitt zugeordnet ist, auf der
die gesuchte Einzelheit deutlich erkennbar wird. Im Bereich dieses
Einzelabschnittes können
je nach Bedarf noch weitere Aufrufe nachfolgender oder vorhergehender
Einzelabschnitte mit Hilfe der benachbarten Adresse aufgerufen werden,
um eindeutige Feststellungen darüber
treffen zu können,
wie die entsprechende Einzelheit sich in den Gesamtzusammenhang
der Aufzeichnung einfügt.
Entsprechende Adressen werden vorgemerkt und nach einer Auswertung
der diesen Adressen zugeordneten Einzelabschnitte werden die bezüglich der
Einzelheit besonders interessanten Einzelabschnitte besonders herausgestellt,
beispielsweise in Form von Standbildern. Dabei können die für die Auswertung besonders
interessanten Einzelabschnitte gemeinsam nebeneinander bzw. untereinander
dargestellt werden, um einen Überblick über die
Zusammenhänge
zu gewinnen, die schließlich
zu der gesuchten Einzelheit geführt
haben.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird eine Aufzeichnung visuell darstellbarer Daten
in ihre Einzelbilder zerlegt, von denen jedes mit einer Adresse
versehen wird und über
die Adresse aufrufbar ist. Dazu werden sinnvollerweise digitale
Adressen eingesetzt, wenn auch nicht notwendigerweise. Durch diese
Maßnahme
wird erreicht, dass jedes Einzelbild der Aufzeichnung unmittelbar
angesprochen und dar aufhin untersucht werden kann, ob es die gesuchten
Qualifikationen besitzt, beispielsweise eine besondere Einzelheit
zeigt oder sich als Darstellung eines Standbildes eignet, dessen
Veröffentlichung
beabsichtigt ist. Diese Standbilder können je nach einem gegebenen
Anwendungsfall genutzt werden, um z. B. zur Aufklärung eines
Kriminalfalles für
Fahndungszwecke veröffentlicht
zu werden oder um eine Besonderheit zu zeigen, die von großem öffentlichen
Interesse ist.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird aus einer Sequenz aufeinander folgender Bilder
mindestens eines durch Aufruf seiner Adresse ausgewählt und
als Standbild dargestellt, das einer gesonderten Behandlung unterworfen
wird. Es kann beispielsweise an eine Fahndungsstelle oder an einen
Verlag versendet werden.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird das Standbild einer Untersuchung auf eine gesuchte
Einzelheit unterworfen. Dabei genießt der Untersuchende den Vorteil,
dass dieses Standbild für
seine Untersuchung solange zur Verfügung steht, wie er für die Untersuchung
benötigt.
Auch sehr detaillierte Untersuchungen können daher mit dem notwendigen
Zeitaufwand geführt werden.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird das Standbild mit mindestens einem benachbarten
Standbild gemeinsam dargestellt und daraufhin untersucht, welches
der abgebildeten Standbilder die gesuchte Einzelheit am deutlichsten
zeigt. Auch durch diese Gegenüberstellung
einander benachbarter Standbilder wird die Intensität der Untersuchung
erheblich gefördert.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die Adressen der Aufzeichnung deren zeitlichem
Ablauf zugeordnet. Auf diese Weise kann bei der Untersuchung der
ein zelnen Bilder davon ausgegangen werden, dass bei einer Adressierung
mit fortlaufender Nummernfolge die mit der höheren Nummer gekennzeichneten
Bilder ein fortgeschritteneres Stadium der der Aufzeichnung zugrunde
liegenden Darstellung aufweist als die Bilder mit der niederrangigeren
Kennzeichnung.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die Adressen der Aufzeichnung im Abstand der
Einzelbilder zugeordnet. Dadurch erhält jedes Einzelbild eine gesonderte Adresse
und kann daher mit dieser Adresse auch unmittelbar angesprochen
werden.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird zum Auffinden einer Einzelheit die Aufzeichnung
bis zu einem erwarteten Eintritt der gesuchten Einzelheit mit einer
der Aufnahmegeschwindigkeit entsprechenden Abspielgeschwindigkeit
abgespielt und nach dem erwarteten Erreichen der Einzelheit werden
einzelne Standbilder mit aufeinander folgenden Adressen geschaltet
und auf das Vorhandensein der gesuchten Einzelheit untersucht. Auf
diese Weise wird erreicht, dass die Aufzeichnung bis zum erwarteten
Eintritt der gesuchten Einzelheit mit einer üblichen Abspielgeschwindigkeit abläuft, und
erst nach Erreichen der gesuchten Einzelheit werden die Einzelbilder
entsprechend ihren Adressen weitergeschaltet und untersucht.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden von aufeinander folgenden Adressen Standbilder
erzeugt und miteinander hinsichtlich eines Auftritts der gesuchten
Einzelheit miteinander verglichen. Dieses Verfahren dient dazu,
die Untersuchung der Standbilder in bezug auf das Auftreten der
Einzelheiten zu intensivieren.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden in Abständen
aufeinander folgende Sequenzen von Adres sen als Standbilder erzeugt
und daraufhin untersucht, wie sich die Einzelheit von einem Standbild
zum anderen weiter entwickelt hat. Auf diese Weise erhält der Betrachter
einen sehr genauen Überblick über die
Einzelheit und deren Entstehen.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die Sequenzen in einem Vorwärtslauf des Geschehens auf
das Auftreten der Einzelheit untersucht. Allerdings können auch
in einer weiteren Ausbildung der Erfindung die Sequenzen in einem
Rückwärtslauf
des Geschehens auf das Auftreten der Einzelheit hin untersucht werden.
Auf diese Weise sind sehr genaue Entwicklungstendenzen hinsichtlich
der Einzelheit untersuchbar.
-
Hinsichtlich
der Vorrichtung ist zur Darstellung der im markierten Abstand der
Aufzeichnung enthaltenen Daten ein die Daten zur sinnlichen Aufnahme
zur Verfügung
stellender Darstellungsteil vorgesehen, auf den die Daten übertragbar
sind. In diesem Darstellungsteil werden die dargestellten Daten, beispielsweise
in Form von Bildern auf das Auftreten einer gesuchten Einzelheit
hin untersucht. Eine derartige Suche kann auch im Darstellungsteil
erfolgen, wenn die Aufzeichnung Daten aus dem Audiobereich enthält.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung bilden visuelle Daten im Darstellungsteil ein Standbild.
Dadurch können
die Untersuchungen am Standbild im Darstellungsteil vorgenommen
werden.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die im markierten Abstand enthaltenen Daten jeder üblichen
Datenverarbeitung zuführbar.
Auf diese Weise wird erreicht, dass die Verarbeitung der Daten mit
einer sehr großen
Flexibilität
und Geschwindigkeit vorgenommen werden kann, bei spielsweise durch
Ausbildung von Standbildern oder durch eine Fernübertragung an einen interessierten
Abnehmer.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Daten einer Übertragung auf beliebige Datenempfänger zugänglich. Dadurch
können
die Daten auch auf entsprechend geeigneten Datenträgern abgespeichert
und einer Verwertung zugeführt
werden.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die Daten eines vorgegebenen Abstandes als Einzelbilder
ausdruckbar. Diese Einzelbilder können beispielsweise für Informationszwecke
verwendet oder in Druckwerken niedergelegt werden.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind eine Mehrzahl von aufeinander folgenden Einzelbildern
zeitlich fortlaufend in Bildzeilen ausdruckbar. Durch diese Darstellung kann
ein schneller Überblick
darüber
gewonnen werden, wie bestimmte Szenen sich entwickelt haben und
welche Einzelbilder einer Szene ausgedruckt werden sollen.
-
Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind eine Mehrzahl von Bildzeilen untereinander in
Bildansammlungen ausdruckbar. Derartige Bildansammlungen sind sehr übersichtlich
und lassen einen relativ großen
Betrachtungszeitraum deutlich werden.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist mindestens eines der Standbilder als ein Indexbild
ausgestaltet, bei dessen Aufruf ein szenischer Zusammenhang mit
mindestens einem benachbarten Einzelbild herstellbar ist. Mit Hilfe
dieses Indexbildes können
für nachfolgende
Untersuchungen zusammenhängende
Darstellungen aufgerufen werden, die einen gewünschten Überblick ergeben.
-
Weitere
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung und den beigefügten
Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
veranschaulicht ist.
-
In
den Zeichnungen zeigen:
-
1 Skizze
einer Vorrichtung zum Analysieren einer elektronischen Aufzeichnung,
-
2 vergrößerte Darstellung
von drei aufeinander folgenden Einzelbildern mit je einer Adresse
und
-
3 Darstellung
einer Bildansammlung mit Einzelbildern aus verschiedenen Szenen.
-
Eine
Vorrichtung zum Analysieren einer elektronischen Aufzeichnung besteht
im wesentlichen aus einem Wiedergabeteil 1, einen Markierungsteil 2 und
einer Datenbank 3. In dem Wiedergabeteil verläuft eine
Aufzeichnung 4 von einer Abrollung 5 in Richtung
auf eine Aufrollung 6. Dabei entspricht die Abrollung 5 einer
Freigabe von digitalem Speicher des Markierungsteils 2 und
die Aufrollung 6 einer digitalen Erfassung der aufgebrachten
Markierung. Die Eingabe der Aufzeichnung 4 in den Wiedergabeteil 1 erfolgt über einen
Signaleingang 33. Dieser erhält Daten, beispielsweise TV-Daten
von einem nicht dargestellten Satelliten.
-
Zwischen
der Abrollung 5 und der Aufrollung 6 passiert
die Aufzeichnung 4 eine Abtastung 7, mit deren
Hilfe auf der Aufzeichnung 4 gespeicherte Daten abgetastet
und elektronisch in Richtung auf einen Darstellungsteil 8 abgeleitet
werden. Im Falle einer visuellen Darstellung 9 kann der
Darstellungsteil 8 beispielsweise als ein Monitor ausgebildet
sein, der über
Leitungen 10, 11 mit der Abtastung 7 verbunden ist.
-
Es
ist auch möglich,
eine Abtastung 7 für
Audiodaten vorzusehen. Diese werden ebenfalls über Leitungen beispielsweise
auf einen Lautsprecher übertragen.
-
Auf
ihrem Weg von der Abrollung 5 in Richtung auf die Abtastung 7 passiert
die Aufzeichnung 4 den Markierungsteil 2. Dieser
ist mit einem Antrieb 12, der die Aufzeichnung 4 von
der Abrollung 5 zur Aufrollung 6 fördert, so
verschaltet, dass abhängig von
der Geschwindigkeit der Aufzeichnung 4 auf dieser Markierungen 13 angebracht
werden, die von der Abtastung 7 abgetastet werden. Diese
Markierungen erscheinen im Darstellungsteil 8 beispielsweise
unterhalb der visuellen Darstellung 9.
-
Die
Leitungen 10, 11 sind über Verbindungen 14, 15 mit
der Datenbank 3 verbunden, in der die von der Abtastung 7 aufgenommenen
Daten nach einem rekonstruierbaren Ordnungsplan abgelegt werden. Dieser
Ordnungsplan lässt
ein Ansprechen von Einzelbildern 16, 17, 18 über die
jedem Einzelbild 16, 17, 18 zugeordnete
Markierung 19, 20, 21 zu. Dabei ist vorausgesetzt,
dass der Markierungsteil 2 so gesteuert ist, dass er jedem
an ihm vorbeilaufenden Einzelbild 16, 17, 18 eine
entsprechende Markierung 19, 20, 21 zuordnet.
Das in der Datenbank 3 vorgesehene Ordnungsprinzip ermöglicht über ein
Steuerungspult 22, das mit der Datenbank 3 elektrisch
verbunden ist, das Aufrufen einer jeden vergebenen Markierung 13 und
des mit dieser Markierung 13 versehenen Einzelbildes 16, 17, 18.
-
Diese
Einzelbilder 16, 17, 18 können beispielsweise
als Standbilder genutzt werden. Sie werden zu diesem Zwecke elektronisch
in der Datenbank 3 gespeichert und können aus dieser über die
Markierung 13 abgerufen und in einen Drucker 23 ausge druckt
werden. Es ist auch möglich,
die Einzelbilder 16, 17, 18 über eine
Fernübertragung,
beispielsweise das Internet 24 einem Interessenten 25 zuzuleiten, der
die Einzelbilder 16, 17, 18, einer gesonderten
Untersuchung unterziehen will, beispielsweise für forensische Zwecke. Schließlich ist
es auch möglich,
die Einzelbilder 16, 17, 18 über ein
nicht dargestelltes Intranet auf eine Vielzahl von Inhaus-Interessenten, beispielsweise
einer Presseagentur oder eines Verlagshauses zu streuen.
-
Zum
schnellen Auffinden der Einzelbilder 16, 17, 18 auf
der Aufzeichnung 4 wird diese von der Abrollung 5 mit
einer üblichen
Darstellungsgeschwindigkeit in Richtung auf die Aufrollung 6 gefördert. Dabei
wird am Darstellungsteil 8, beispielsweise einem Monitor,
aufmerksam verfolgt, auf welchem Teil der Aufzeichnung eine besonders
interessierende Einzelheit 27, beispielsweise ein Mensch
sichtbar wird. Sobald dieser auf dem Darstellungsteil 8 erscheint, wird
am Steuerungspult 22 der Befehl eingegeben, den Antrieb 12 der
Aufzeichnung 4 zu stoppen. Dabei wird der Steuerungsbefehl über die
Datenbank 3 eingegeben mit der Weisung, den Stoppbefehl
auszuführen,
wenn das von der Markierung 13 markierte Einzelbild 9 auf
dem Darstellungsteil 8 erscheint. Dieses Einzelbild 9 ist
als ein Standbild ausgebildet, das solange auf dem Darstellungsteil 8 erscheint,
wie die Ermittlungen hinsichtlich einer zu untersuchenden Einzelheit 27,
beispielsweise des Menschen 26 andauern. Um die Entstehung
dieser Einzelheit 27 auf der Aufzeichnung 4 nachvollziehen
zu können,
werden Einzelbilder 16, 17, 18 in ihrem
szenischen Zusammenhang 28 untersucht. Dazu gehören Veränderungen
an der Einzelheit 27, beispielsweise das Eintreten des
Menschen 26 in einen Vordergrund 29 des Einzelbildes 16, 17, 18 bzw.
das Verschwinden des Menschen 26 in den Hintergrund des
Einzelbildes 16, 17, 18. Aus derartigen
Einzeluntersuchungen von Einzelheiten 27 können zeitliche
Abläu fe,
Bewegungsrichtungen, erwartete Ereignisse und viele weitere interessierende
Einzelheiten abgelesen werden.
-
Zu
diesem Zwecke bietet sich eine Darstellung der Einzelbilder 16, 17, 18 an,
bei der mehrere Einzelbilder auf dem Darstellungsteil 8 nebeneinander
oder untereinander dargestellt werden, um die gesuchte Einzelheit
im Detail lesen und mit benachbarten Darstellungen vergleichen zu
können.
Gegebenenfalls können
auch weitere Bilder, die über
die Einzelbilder 16, 17, 18 hinausgehen,
mit Hilfe der Markierungen 13 in den Darstellungsteil 8 aufgerufen werden.
Zu diesem Zwecke ist sowohl eine Vorwärts- als auch eine Rückwärtsschaltung 30, 31 am
Darstellungsteil 8 vorgesehen, um die detailgenauen Untersuchungen
bei vorwärtsschreitendem
oder bei rückwärtsschreitendem
Szenenwechsel untersuchen zu können.
-
Die
Schnelligkeit der Übermittlung
von Einzelbildern 16, 17, 18 wird dadurch
gefördert,
dass die Versendung der Einzelbilder 16, 17, 18 an
andere Interessenten 25 elektronisch über das Internet oder schnelle
Datenleitungen erfolgen kann. Auf diese Weise erhalten beispielsweise
Redaktionen bildliche Darstellungen von Einzelheiten 16, 17, 18,
die sie in aktuellen Auflagen verwerten können.
-
Die
Anbringung der Markierungen erfolgt entweder bei der Markierung
der Audio-Daten zeitabhängig.
Dabei erhalten gleichgroße
Abschnitte der Aufzeichnung 4 jeweils eine Markierung 13 abhängig von
der jeweiligen Fördergeschwindigkeit
der Aufzeichnung 4. Dabei wird vorausgesetzt, daß die Abrollung
der Aufzeichnung 4 mit annähernd gleich bleibender Geschwindigkeit
erfolgt, so dass jeweils in zeitlich gleichgroßen Abschnitten der Abrollung
jeweils eine Markierung 13 gesetzt wird.
-
Bei
einer Aufzeichnung 4 mit visuellen Darstellungen, die sich
aus gleichgroßen
Einzelbildern 16, 17, 18 zusammensetzt,
be kommt jedes dieser Einzelbilder 16, 17, 18 eine
Markierung 13, so dass jedes Einzelbild getrennt von den
anderen Einzelbildern 16, 17, 18 aufgerufen
werden kann. Die Einzelbilder 16, 17, 18 einer
Aufzeichnung 4 werden dadurch bestimmt, dass der Übergang
von einem Einzelbild zum nächsten
optisch abgetastet wird. Sodann wird die Markierung 13 im
Bereich der Mitte jedes Einzelbildes eingesetzt. Diese Mitte jedes
Einzelbildes 16, 17, 18 wird dadurch
ermittelt, dass der Durchlauf eines Einzelbildes 16, 17, 18 in
Zeiteinheiten festgelegt und dadurch die Mitte des Bildes bestimmt
wird. Die Schnelligkeit einer digital elektronischen Markierung 13 ist
Voraussetzung für
diese Verfahrensweise. Durch die Nutzung dieser Markierung 13 wird
das Zeigen von Einzelheiten 27 eines jeden Einzelbildes 16, 17, 18 ermöglicht,
die ein menschliches Auge mangels geeigneter Fähigkeiten, den Wechsel der
Einzelbilder 16, 17, 18 zu erfassen, nicht
sehen kann.
-
Die
Markierungen 13 können
auf unterschiedliche Weise bestimmt werden. So können die Einzelbilder 16, 17, 18 beispielsweise
fortlaufend nummeriert und entsprechend dieser Nummerierung den
Einzelbildern 16, 17, 18, in der Datenbank 3 zugeordnet
werden. Allerdings können
die Einzelbilder 16, 17, 18 auch durch
den Aufdruck einer Laufzeit der Aufzeichnung 4 festgelegt
werden, die vom Einschalten des Antriebs 12 an gezählt werden.
Derartige zeitabhängige
Markierungen 32 sind in 3 dargestellt.