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Die
Erfindung betrifft einen Lastkraftwagen mit zwei Längsträgern,
an welchen jeweils eine Konsole endseitig angeordnet ist, und einer
Unterfahrschutz-Stoßstange, welche an den Konsolen angeordnet
ist.
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In
vielen Ländern ist das Anbringen einer Unterfahrschutz-Stoßstange
in einer bestimmten Höhe an einem Heck eines Lastkraftwagens
gesetzlich vorgeschrieben. Mithilfe der Unterfahrschutz-Stoßstange,
welche häufig auch als Unterfahrschutzbalken bezeichnet
wird, soll verhindert werden, dass ein anderer geraten kann.
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In
der
DE 197 51 217
C1 ist ein Unterfahrschutz für ein Nutzfahrzeug
aus einer Stoßstange, die mithilfe zweier Tragelemente
an den beiden Längsträgern des Nutzfahrzeugs befestigbar
ist, beschrieben. Um die Höhe der Stoßstange unabhängig von
der Anbringhöhe der beiden Längsträger
des jeweiligen Typs des Nutzfahrzeugs auf den gesetzlich vorgeschriebenen
Wert einzustellen, umfasst jedes der beiden Tragelemente zwei zueinander
verstellbare Untereinheiten. Allerdings erweist sich die Biegesteifigkeit
der herkömmlichen Unterfahrschutz-Stoßstange und
der Tragelemente zum Befestigen der Unterfahrschutz-Stoßstange
am Heck des Lastkraftwagens häufig als zu gering, um ein
gegen die Unterfahrschutz-Stoßstange prallendes Fahrzeug
aufzufangen.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Biegesteifigkeit
einer Unterfahrschutz-Stoßstange eines Lastkraftwagens
zu steigern.
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Die
Aufgabe wird durch einen Lastkraftwagen gemäß dem
Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen
Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Patentansprüchen
angegeben.
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Der
erfindungsgemäße Lastkraftwagen mit zwei Längsträgern,
an welchen jeweils eine Konsole endseitig angeordnet ist, und einer
Unterfahrschutz-Stoßstange, welche an den Konsolen angeordnet
ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Unterfahrschutz-Stoßstange
zumindest an den Anbringungen der Konsolen gewinkelt ausgebildet
ist und die Konsolen umgreift.
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Eine
gewinkelt ausgebildete Unterfahrschutz-Stoßstange weist
zwei parallel zur Längsachse der Unterfahrschutz-Stoßstange
verlaufende Schenkel auf. Bei einem Verbiegen der gewinkelten Unterfahrschutz-Stoßstange
werden bei jedem der beiden Schenkel Teiloberflächen gegeneinander
gedrückt. Das Volumen der beiden Schenkel wirkt damit einer
Verbiegung der Unterfahrschutz-Stoßstange entgegen. Zusätzlich
wirkt das Volumen der mit der Unterfahrschutz-Stoßstange
verbundenen Enden der Konsolen einer Verbiegung der Unterfahrschutz-Stoßstange
an den Anbringungen der Konsolen entgegen. Ein Verbiegen der Unterfahrschutz-Stoßstange
an den Anbringungen der Konsolen ist damit kaum ohne ein Zusammendrücken
des Volumens der beiden Schenkel und des jeweiligen Endes einer
Konsole möglich. Deshalb weist der erfindungsgemäße Lastkraftwagen
eine Unterfahrschutz-Stoßstange mit einer erhöhten
Biegesteifigkeit auf.
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Vorzugsweise
können die gewinkelt zueinander angeordneten Schenkel der
Unterfahrschutz-Stoßstange unterschiedliche Dicken aufweisen.
Die beiden Schenkel der Unterfahrschutz-Stoßstange können
zusätzlich so ausgebildet sein, dass entweder der eine
oder der andere Schenkel als oberer Schenkel an den Konsolen befestigbar
ist. Durch die Ausbildung der Unterfahrschutz-Stoßstange
mit unterschiedlichen Dicken der beiden Schenkel besteht bei der
Montage der Unterfahrschutz-Stoßstange die Möglichkeit,
den dickeren oder den dünneren Schenkel an eine nach unten
gerichteten Fläche der Konsole anliegen zu lassen und dadurch
die Anbringhöhe der Unterfahrschutz-Stoßstange
zu variieren.
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Vorteilhafterweise
ist die von der Konsole abgewandte Seite der Unterfahrschutz-Stoßstange
stetig gekrümmt ausgebildet. Dies erhöht zusätzlich
die Biegesteifigkeit der Unterfahrschutz-Stoßstange.
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Des
Weiteren können die Innenseiten der Schenkel der gewinkelten
Unterfahrschutz-Stoßstange im Wesentlichen eben ausgebildet
sein und an jeweils gewinkelt zueinander ausgebildeten Anlageflächen
der Konsolen anliegen. Durch den Kontakt der Innenseiten der Schenkel
mit den Anlageflächen der Konsolen erhöht sich
der Biegewiederstand der Unterfahrschutz-Stoßstange an
den mit der Unterfahrschutz-Stoßstange verbundenen Enden
der Konsolen zusätzlich.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann jede der beiden Konsolen eine Befestigungsebene zum Befestigen
der Konsole an einem der beiden Längsträger und
eine Anbringebene zum Befestigen der Unterfahrschutz-Stoßstange
an der Konsole aufweisen, wobei die Befestigungsebene und die Anbringebene
zueinander gewinkelt angeordnet sind, insbesondere einen Winkel
von ungefähr 90° einschließen. Die gewinkelte
Ausführung der Konsolen erhöht ihre Biegesteifigkeit.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
und anhand der 1 bis 6. Dabei
zeigen:
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1 einen
Rahmen eines Lastkraftwagens mit einer daran befestigten Unterfahrschutz-Stoßstange
in einer perspektivischen Heckansicht;
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2 den
Rahmen mit der Unterfahrschutz-Stoßstange in einer Draufsicht;
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3 eine
Seitenansicht einer an einem Längsträger befestigten
Konsole;
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4 eine
perspektivische Darstellung der Konsole;
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5 das
gestanzte Blechteil für eine Konsole vor einer Verformung;
und
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6 Befestigungsöffnungen
der Konsole zum Befestigen der Unterfahrschutz-Stoßstange.
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In 1 ist
ein hinterer Teil eines aus einem Schlussquerträger 1 und
zwei Längsträgern 2a und 2b gebildeten
Rahmens eines Lastkraftwagens dargestellt. Da es sich bei dem Schlussquerträger 1 und bei
den beiden Längsträgern 2a und 2b um
herkömmliche Teile handelt, werden sie hier nicht weiter beschrieben.
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An
jedem der beiden Längsträger 2a und 2b ist
je eine Konsole 3a und 3b befestigt. Mit Hilfe
der beiden Konsolen 3a und 3b ist eine Unterfahrschutz-Stoßstange 4 am
Rahmen des Lastkraftwagens angebracht. Die Unterfahrschutz-Stoßstange 4 ist
an einer parallel zu ihrer Längsachse L verlaufenden Biegeachse 41 (3)
so gebogen, das sie einen Winkel α von ungefähr
90° einschließt. Wie bei der Beschreibung der 3 noch
genauer erläutert wird, weist die Unterfahrschutz-Stoßstange 4 durch ihre
gewinkelte Form mit einem Innenwinkel α von ungefähr
90° einen erhöhten Biegewiderstand auf.
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Stößt
ein Fahrzeug an die Unterfahrschutz-Stoßstange 4,
so kann durch die stabilere Form der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 verhindert werden,
dass das Fahrzeug an den Fahrzeugrahmen gerät. Auf den
beiden Seiten der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 sind
die Kennzeichenhalter 5 und die Schlussleuchten 6 befestigt.
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In 2 sind
die Fahrzeugkomponenten 1 bis 6 in Draufsicht
dargestellt.
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In 3 ist
eine Seitenansicht des Längsträgers 2a,
des Schlussquerträgers 1, der Konsole 3a und
der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 dargestellt. Dabei
ist zu erkennen, dass die Konsole 3a auf einer Befestigungsebene 31a Einschraublöcher 32a aufweist,
deren Größe und Anordnung den Einschraublöchern 21a des
Längsbalkens 2a entspricht. Mit Hilfe der Einschraublöcher 32a und 21a kann
die Konsole 3a an den Längsträger 2a geschraubt
werden.
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Die
Unterfahrschutz-Stoßstange 4 ist als Walzprofil
so geformt, dass sie einen Winkel α von ungefähr
90° einschließt. Die parallel zur Längsachse
L der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 verlaufende Biegeachse 41 unterteilt
die Unterfahrschutz-Stoßstange 4 in zwei Schenkel 421 und 422.
Jeder der beiden Schenkel 421 und 422 berührt
an einer Innenseite 431 bzw. 432 die Konsole 3a.
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Beim
Betrachten der 3 wird deutlich, dass eine Verformung
der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 kaum möglich
ist, ohne das Volumen zumindest eines der beiden Schenkel 421 oder 422 zusammenzudrücken.
Dies erhöht die Stabilität der Unterfahrschutz-Stoßstange 4.
Durch das Eingreifen der Konsole 3a in den von den beiden
Schenkel 421 und 422 aufgespannten Raum wird die
Stabilität der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 zusätzlich
erhöht, da für eine Verformung der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 an
der Anbringung der Konsole 3a diese zuvor zusammengedrückt
werden muss.
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Die
Unterfahrschutz-Stoßstange 4 weist eine von den
Konsolen 3a und 3b abgewandte Außenseite 45 mit
einer stetig gekrümmten Form auf. Durch diese Form der
abgewandten Außenseite 45 erhöht sich
die Biegesteifigkeit der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 zusätzlich.
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In
dem Ausführungsbeispiel aus den 1 bis 6 wird
die Unterfahrschutz-Stoßstange 4 bei ihrer Herstellung
an der Biegeachse 41 gebogen, wobei sich zwischen den beiden
Schenkeln 421 und 422 eine Einkerbung 44 ausbildet.
Als Alternative dazu kann eine Unterfahrschutz-Stoßstange 4 allerdings auch
gewinkelt ausgebildet werden, indem eine keilförmige Aussparung
aus der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 durch Materialausnehmung
erzeugt wird.
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In
der in 3 dargestellten Seitenansicht der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 wird
deutlich, dass die Schenkel 421 und 422 unterschiedliche
Dicken d1 und d2 aufweisen. Des Weiteren ist die Unterfahrschutz-Stoßstange 4 so
ausgebildet, dass entweder der Schenkel 421 (wie in 3 gezeigt)
oder der Schenkel 422 als oberer Schenkel an den Konsolen 3a und 3b befestigbar
ist. Durch die verschiedenen Dicken d1 und d2 der Schenkel 421 und 422 kann
die Anbringhöhe der an die Konsolen 3a und 3b befestigten
Unterfahrschutz-Stoßstange 4 über die
Wahl des Schenkels 421 oder 422 als nach oben
orientierter Schenkel variiert werden.
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Die 4 zeigt
die vollständig gefertigte Konsole 3b stellvertretend
auch für die Konsole 3a. Die Konsolen 3a und 3b bestehen
beide jeweils aus einem gestanzten Blechteil, welches in 5 in
seiner im Wesentlichen ebenen Form vor einer abschließenden
Verformung wiedergegeben ist. Bei dieser Verformung wird das Blechteil
an den Biegelinien 33b bis 35b um jeweils einen
Winkel von nahezu 90° gebogen.
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Die
Biegelinien 33b bis 35b unterteilen die Oberfläche
der Konsole 3b in eine Befestigungsebene 31b zum
Befestigen der Konsole 3b an dem Längsträger 2b,
einer benachbart zur Befestigungsebene 31b angeordneten
Anbringebene 36b zum Festschrauben der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 an der
Konsole 3b und zwei seitlich von der Befestigungsebene 31b und
der Anbringebene 36b gelegene Abstützebenen 391 und 392.
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Die
Konsolen 3a und 3b sind Biegeteile, deren Länge
leicht variierbar ist. Dazu wird in einem Schneideverfahren ein
Stück Blech von der den Einschraublöchern 32b entgegengesetzten
Seite 38b der Konsole 3b abgeschnitten. Nach dem
Abtrennen des Blechstreifens von der Seite 38b werden neue Befestigungslöcher 37b in
die Anbringebene 36b gestanzt. Eine Variation der Anbringhöhe
der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 durch das Abtrennen
eines Blechstreifens an der Konsole 3b verändert
nicht die Lage der Biegelinien 33b bis 35b.
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Anhand
der 6 lässt sich die Befestigung der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 an
der Konsole 3a erläutern. Zum Festschrauben der
Unterfahrschutz-Stoßstange 4 an der Konsole 3a weist
die Konsole 3a auf der Anbringebene 36a die Befestigungslöcher 37a auf.
Die Befestigungslöcher 37a sind versetzt angeordnet
und als Langlöcher ausgeführt. Dies erleichtert
einem Mechaniker das Festschrauben der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 an
der Konsole 3a. Sowohl der Schenkel 421 als auch
der Schenkel 422 weist mehrere Befestigungslöcher 46 auf.
Damit besteht die Möglichkeit, entweder den Schenkel 421 oder
den Schenkel 422 an der Anbringebene 36a festzuschrauben.
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In 6 ist
auch zu erkennen, wie sich die Innenseiten 431 und 432 der
Schenkel 421 und 422 an der Konsole 3a abstützen.
Die Innenseite 431 liegt an den seitlichen Rändern
der Abstützebenen 391 und 391 an. Die
Anbringebene 36b liegt auf der Innenseite 432.
Durch diesen Kontakt zwischen den Innenseiten 431 und 432 und
den Ebenen 36b, 391 und 392 erhöht
sich die Stabilität der Anbringung der Unterfahrschutz-Stoßstange 4 an
der Konsole 3a.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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