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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät und auf ein Verfahren zum
Steuern einer Bremskraft, die für
jedes Rad eines Fahrzeugs vorgesehen wird.
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Es
sind Bremssteuergeräte
bekannt, die eine Bremssteuerung zum Reduzieren des Kurvenradius ausführen, wenn
ein Fahrzeug wie zum Beispiel ein Auto eine Kurve fährt. Das
Bremssteuergerät,
das in der Japanischen Patentoffenlegungsschrift
JP-8-207823 A offenbart ist
(nachfolgend als ein herkömmliches
Gerät bezeichnet),
erhält
zum Beispiel den Lenkwinkel des Lenkrads, und es bestimmt, dass das
Lenkrad in einem maximalen Lenkzustand ist, falls der so erhaltene
Lenkwinkel gleich oder größer als
ein voreingestellter Schwellwert ist. In diesem Fall führt dieses
herkömmliche
Gerät eine
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt (diese wird auch als eine Kleinkurvensteuerung bezeichnet)
aus, um eine Bremskraft für
das hintere Rad an der inneren Seite relativ zu der Richtung vorzusehen,
in der das Fahrzeug eine Kurve fährt
(zum Beispiel das rechte hintere Rad, falls das Fahrzeug eine Rechtskurve
fährt). Der
maximale Lenkzustand meint einen Zustand, bei dem das Lenkrad in
einer Kurvenrichtung (im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn)
maximal gelenkt wird.
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Die
Fahrzeuge, die die Kleinkurvensteuerung auf diese Art und Weise
durchführen,
fahren eine Kurve bei einer Kurvenbewegung um das hintere Rad an
der inneren Seite relativ zu der Richtung, in der das Fahrzeug die
Kurve fährt.
Daher wird der Kurvenradius der Fahrzeuge, die die Kleinkurvensteuerung
durchführen,
kleiner als bei den Fahrzeugen, die die Kleinkurvensteuerung nicht
durchführen. Wenn
ein Fahrer ein Hindernis in der Richtung findet, in der das Fahrzeug
fährt,
und wenn er das Lenkrad maximal dreht, ist es infolge dessen möglich, das Hindernis
zu umfahren, indem die Kleinkurvensteuerung in geeigneter Weise
durchgeführt
wird.
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Bei
Fahrzeugen, bei denen ein herkömmliches
Gerät gemäß der vorstehenden
Beschreibung angebracht ist, wird eine Bremskraft für das hintere Rad
an der Innenseite relativ zu der Richtung vorgesehen, in der das
Fahrzeug eine Kurve fährt,
indem die Kleinkurvensteuerung durchgeführt wird, falls das Lenkrad
auch in jenem Zustand maximal gedreht wird, wenn sich das Fahrzeug
nicht bewegt. Falls das Beschleunigungspedal durch den Fahrer des
Fahrzeugs in diesem Zustand niedergedrückt wird, fährt das Fahrzeug eine Kurve
in einem Zustand, in dem eine Bremskraft für das hintere Rad an der inneren Seite
relativ zu der Richtung vorgesehen wird, in der das Fahrzeug die
Kurve fährt.
Die Größe der Bremskraft,
die für
das hintere Rad an der inneren Seite relativ zu der Richtung vorgesehen
wird, in der das Fahrzeug die Kurve fährt, wird unter der Annahme
eines Zustands festgelegt, in dem die Räder des Fahrzeugs angetrieben
werden.
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Jedoch
ist der statische Reibungskoeffizient im Allgemeinen größer als
der dynamische Reibungskoeffizient, und dies trifft auch für die Bremsklötze für Fahrzeuge
zu. Falls ein Fahrzeug in einem Stopzustand eine Fahrt durch den
Niederdrückungsprozess des
Beschleunigungspedals durch den Fahrer beginnt, während die
Kleinkurvensteuerung durchgeführt
wird, wird daher die Art der Reibungskraft, die bei den Bremsklötzen vorgesehen
wird, von der statischen Reibungskraft zu der dynamischen Reibungskraft
gewechselt, und somit wird die Bremskraft, die auf das hintere Rad
an der inneren Seite relativ zu der Richtung aufgebracht wird, in
der das Fahrzeug die Kurve fährt,
schnell reduziert. Anders gesagt wird die Drehgeschwindigkeit des
hinteren Rads an der inneren Seite relativ zu der Richtung schnell
erhöht,
in der das Fahrzeug die Kurve fährt. In
Folge dessen verzögert
sich eine Erhöhung
der Beschleunigung in der Richtung, in der das Fahrzeug fährt, relativ
zu dem Betrag, mit dem der Fahrer das Beschleunigungspedal niederdrückt (oder
die Pedalbetätigungsgeschwindigkeit),
wenn die Kleinkurvensteuerung durchgeführt wird, unmittelbar nachdem das
Fahrzeug die Bewegung startet. Dies kann eine sich schwerfällig anfühlende Beschleunigung
verursachen. Die Schwerfälligkeit
bezieht sich darauf, wenn die durch den Fahrer wahrgenommene Beschleunigung
geringer ist als jene, die durch den Fahrer beabsichtigt wird.
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Falls
zusätzlich
das Fahrzeug die Bewegung in einem Zustand startet, in dem eine
Bremskraft für das
hintere Rad an der inneren Seite relativ zu der Richtung aufgebracht
wird, in der das Fahrzeug die Kurve fährt, können Geräusche in der Nähe des hinteren
Rads an der inneren Seite relativ zu der Richtung auftreten, in
der das Fahrzeug die Kurve fährt. Das
Wechseln der für
die Bremsklötze
vorgesehenen Reibungskraft von der statischen Reibungskraft zu der
dynamischen Reibungskraft wird als eine der Ursachen von diesen
Geräuschen
angesehen.
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Wie
dies vorstehend beschrieben ist, kann der Fahrer ein unangenehmes
Gefühl
wahrnehmen, wenn die Bremssteuerung während der Kurvenfahrt bei einem
Fahrzeug in einem Stopzustand durchgeführt wird und das Fahrzeug die
Bewegung startet.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bremssteuergerät und ein
Bremssteuerverfahren vorzusehen, die das durch einen Fahrer wahrgenommene
unangenehme Gefühl reduzieren,
wenn ein Fahrzeug die Bewegung startet, falls eine Bremssteuerung
während
einer Kurvenfahrt durchgeführt wird,
wobei das Fahrzeug in einem Stopzustand ist.
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Um
die vorstehend beschriebene Aufgabe zu lösen, sieht ein Aspekt der vorliegenden
Erfindung ein Bremssteuergerät
vor, das bei einem Fahrzeug mit Rädern an der linken und an der
rechten Seite verwendet wird, und das eine Bremskraft steuert, die für jedes
Rad vorgesehen wird. Das Bremssteuergerät hat einen Bereich zum Berechnen
einer Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit, einen Bereich zum Berechnen
eines Lenkwinkels und einen Steuerbereich. Der Bereich zum Berechnen
der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit erhält eine Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
des Fahrzeugs. Der Bereich zum Berechnen des Lenkwinkels erhält einen
Lenkwinkel des Lenkrads des Fahrzeugs. Der Steuerbereich führt eine
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durch. Die Bremssteuerung während der Kurvenfahrt wird
ausgeführt,
um eine Bremskraft für ein
Rad an der inneren Seite hinsichtlich einer Fahrzeugkurvenrichtung
in einem Fall vorzusehen, in dem der Absolutwert des Lenkwinkels
gleich oder größer ist
als ein voreingestellter Schwellwert des Lenkwinkels. Falls die
Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit kleiner als ein voreingestellter
Geschwindigkeitsschwellwert ist, führt der Steuerbereich die Bremssteuerung
während
der Kurvenfahrt so durch, dass die für das Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung vorgesehene Bremskraft kleiner
ist als die Bremskraft in jenem Fall, wenn die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
gleich oder größer als
der Geschwindigkeitsschwellwert ist.
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Ein
anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung sieht ein Bremssteuerverfahren
vor, das bei einem Fahrzeug mit Rädern an der linken und der
rechten Seite verwendet wird, und das eine Bremskraft steuert, die
für jedes
Rad vorgesehen wird. Das Verfahren beinhaltet folgende Schritte:
Erhalten einer Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit des Fahrzeugs; Erhalten
eines Lenkwinkels eines Lenkrads des Fahrzeugs; und Durchführen einer
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt. Die Bremssteuerung während der Kurvenfahrt wird
ausgeführt,
um eine Bremskraft für
ein Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
in dem Fall vorzusehen, wenn der Absolutwert des Lenkwinkels gleich oder
größer ist
als ein voreingestellter Schwellwert des Lenkwinkels. Falls die
Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit kleiner ist als ein voreingestellter
Geschwindigkeitsschwellwert, wenn die Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt durchgeführt
wird, wird die Bremskraft, die für
das Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
vorgesehen wird, kleiner als die Bremskraft in jenem Fall, wenn
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit gleich oder größer ist
als der Geschwindigkeitsschwellwert.
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Weitere
Aspekte und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung
im Zusammenhang mit den beigefügten
Zeichnungen ersichtlich, die anhand eines Beispiels die Prinzipien
der Erfindung darstellen.
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Die
Erfindung wird zusammen mit ihren Merkmalen und Vorteilen unter
Bezugnahme auf die folgende Beschreibung der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsbeispiele
im Zusammenhang mit den beigefügten
Zeichnungen ersichtlich, wobei:
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1 zeigt
eine Blockdarstellung eines Fahrzeugs, bei dem ein Bremssteuergerät gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung angebracht ist;
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2 zeigt
eine Blockdarstellung des Bremskraftaufbringungsmechanismus in der 1;
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3 zeigt
ein Flussdiagramm einer Bestimmungsprozessroutine gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
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4 zeigt
ein Flussdiagramm der Prozessroutine einer Bremssteuerung während einer
Kurvenfahrt bei einem Schritt S16 in der 3;
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5 zeigt
ein Zeitdiagramm in einem Fall, wenn die Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt bei einem Fahrzeug durchgeführt wird, bei dem ein herkömmliches
Bremssteuergerät
angebracht ist;
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6 zeigt
ein Zeitdiagramm in dem Fall, wenn die Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt bei einem Fahrzeug durchgeführt wird, bei dem das Bremssteuergerät gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
angebracht ist;
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7 zeigt
ein Flussdiagramm einer Prozessroutine für eine Bremssteuerung während einer Kurvenfahrt
gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung; und
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8 zeigt
ein Zeitdiagramm in dem Fall, wenn die Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt bei einem Fahrzeug durchgeführt wird, bei dem das Bremssteuergerät gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
angebracht ist.
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Im
Folgenden wird ein erstes Ausführungsbeispiel
gemäß der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf die 1 bis 6 beschrieben.
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Wie
dies in der 1 gezeigt ist, ist ein Fahrzeug,
bei dem ein Bremssteuergerät 11 gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel
angebracht ist, mit vier Rädern
versehen:
ein vorderes rechtes Rad FR, ein vorderes linkes
Rad FL, ein hinteres rechtes Rad RR und ein hinteres linkes Rad
RL. Das Fahrzeug ist ein Frontantriebsfahrzeug, bei dem die vorderen
Räder FR
und FL als Antriebsräder
dienen. Dieses Fahrzeug hat eine Kraftmaschine 12, die
eine Antriebsquelle ist, einen Leistungsübertragungsmechanismus 13,
einen Vorderradlenkmechanismus 14 und einen Bremskraftaufbringungsmechanismus 15.
Der Leistungsübertragungsmechanismus 13 überträgt die in
der Kraftmaschine 12 erzeugte Antriebskraft zu den vorderen
Rädern
FR und FL. Der Vorderradlenkmechanismus 14 lenkt die vorderen
Räder FR
und FL, die zu lenkende Räder
sind. Der Bremskraftaufbringungsmechanismus 15 sorgt für eine Bremskraft
für jedes
der Räder FL,
FR, RL und RR. Zusätzlich
hat das Fahrzeug eine elektronische Steuereinheit (nachfolgend als „ECU" bezeichnet) 16,
die ein Steuerbereich zum geeigneten Steuern der jeweiligen Mechanismen 13, 14 und 15 gemäß dem Fahrtzustand
des Fahrzeugs ist. Die ECU 16 dient als das Bremssteuergerät 11.
Die Kraftmaschine 12 erzeugt eine Antriebskraft entsprechend
der Niederdrückungsbetätigung des
Beschleunigungspedals 17 durch den Fahrer des Fahrzeugs.
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Der
Leistungsübertragungsmechanismus 13 hat
ein Getriebe 18, das mit der Abgabewelle der Kraftmaschine 12 verbunden
ist, und ein Differentialgetriebe 19 für die vorderen Räder FL,
FR, das die von dem Getriebe 18 übertragene Antriebskraft geeignet
aufteilt und die aufgeteilte Antriebskraft zu den vorderen Rädern FL
und FR überträgt. Das
Getriebe 18 hat einen Momentenwandler. Ein Einlasskanal 20a innerhalb
eines Einlassrohres 20, das sich von der Kraftmaschine 12 nach
außen
erstreckt, hat ein Drosselventil 21 zum Ändern der
Querschnittsfläche seiner Öffnung.
Ein Drosselventilaktuator (zum Beispiel ein Gleichstrommotor) 22 zum
Steuern des Öffnungsgrads
des Drosselventils 21 ist außerhalb des Einlassrohrs 20 vorgesehen.
Zusätzlich
ist eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung 23 mit einem Injektor
zum Einspritzen von Kraftstoff in der Nähe des Einlassanschlusses (nicht
gezeigt) der Kraftmaschine 12 vorgesehen. Ein Beschleunigungspedalpositionssensor SE1
ist in der Nähe
des Beschleunigungspedals 17 vorgesehen, um den Betrag
zu erfassen, um den das Beschleunigungspedal 17 niedergedrückt wird.
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Der
Vorderradlenkmechanismus 14 hat eine Lenkrad 24,
eine Lenkwelle 25, einen Lenkaktuator 26, einen
Kopplungsmechanismusabschnitt 27, einen Lenkwinkelsensor
SE2 und einen Lenkmomentensensor SE3. Das Lenkrad 24 ist
an der Lenkwelle 25 befestigt. Der Lenkaktuator 26 ist
an die Lenkwelle 25 gekoppelt. Der Kopplungsmechanismusabschnitt 27 hat
eine Verbindungsstange, die in der Links- und Rechts-Richtung des
Fahrzeugs mittels des Lenkaktuators 26 bewegbar ist, und
eine Kopplung zum Lenken der vorderen Räder FL und FR, wenn sich die Verbindungsstange
bewegt. Der Lenkwinkelsensor SE2 erfasst den Lenkwinkel des Lenkrads 24.
Der Lenkmomentensensor SE3 erfasst das Lenkmoment, das auf das Lenkrad 24 aufgebracht
wird.
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Als
nächstes
wird der Bremskraftaufbringungsmechanismus 15 unter Bezugnahme
auf die 2 beschrieben.
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Wie
dies in der 2 gezeigt ist, hat der Bremskraftaufbringungsmechanismus 15 eine Hydraulikdruckerzeugungsvorrichtung 32 und
eine Hydraulikdrucksteuervorrichtung (durch eine Zweipunktstrichlinie
in der 2 gezeigt) 35. Die Hydraulikdruckerzeugungsvorrichtung 32 hat
einen Hauptzylinder 30 und einen Verstärker 31. Die Hydraulikdruckverstärkungsvorrichtung 35 hat
eine erste Hydraulikdruckschaltung 33 und eine zweite Hydraulikdruckschaltung 34.
Die jeweiligen Hydraulikdruckschaltungen 33 und 34 sind
mit der Hydraulikdruckerzeugungsvorrichtung 32 verbunden.
Die erste Hydraulikdruckschaltung 33 ist mit einem Radzylinder 36b verbunden,
der so vorgesehen ist, dass er dem vorderen linken Rad FL entspricht,
und einem Radzylinder 36c, der so vorgesehen ist, dass
er dem hinteren rechten Rad RR entspricht. Die zweite Hydraulikdruckschaltung 34 ist
mit einem Radzylinder 36a verbunden, der so vorgesehen
ist, dass er dem vorderen rechten Rad FR entspricht, und einen Radzylinder 36d,
der so vorgesehen ist, dass er dem hinteren Rad RL entspricht.
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Ein
Bremspedal 37 ist mit der Hydraulikdruckerzeugungsvorrichtung 32 verbunden.
Wenn das Bremspedal 37 durch den Fahrer niedergedrückt werden,
werden der Hauptzylinder 30 und der Verstärker 31 der
Hydraulikdruckerzeugungsvorrichtung 32 angetrieben. Der
Hauptzylinder 30 ist mit zwei Abgabeanschlüssen 30a und 30b versehen.
Die erste Hydraulikdruckschaltung 33 ist mit dem ersten
Abgabeanschluss 30a verbunden, und die zweite Hydraulikdruckschaltung 34 ist
mit dem zweiten Abgabeanschluss 30b verbunden. Die Hydraulikdruckerzeugungsvorrichtung 32 ist mit
einem Bremsschalter SW1 versehen, der mit der ECU 16 elektrisch
verbunden ist, und der Bremsschalter SW1 gibt ein Signal zu der
ECU 16 entsprechend dem Betriebszustand des Bremspedals 37 ab.
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Die
Hydraulikdrucksteuervorrichtung 35 hat eine erste Pumpe 38,
eine zweite Pumpe 39 und einen Motor M. Die erste Pumpe 38 erhöht des Druck des
Bremsfluids innerhalb der ersten Hydraulikdruckschaltung 33.
Die zweite Pumpe 39 erhöht
den Druck des Bremsfluids innerhalb der zweiten Hydraulikdruckschaltung 34.
Der Motor M treibt die beiden Pumpen 38 und 39 gleichzeitig
an. Entsprechende Reservoirs 40 und 41 zum Speichern
des Bremsfluids sind mit den jeweiligen Hydraulikdruckschaltungen 33 und 34 verbunden.
Das Bremsfluid innerhalb der jeweiligen Reservoirs 40 und 41 wird
zu den entsprechenden Hydraulikdruckschaltungen 33 und 34 auf
der Grundlage des Antriebs durch die Pumpen 38 und 39 zugeführt.
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Die
erste Hydraulikdruckschaltung 33 hat einen Pfad 33a für das vordere
linke Rad, der mit dem Radzylinder 36b verbunden ist und
einen Pfad 33b für
das hintere rechte Rad, der mit dem Radzylinder 36c verbunden
ist. Der Pfad 33a für
das vordere linke Rad ist mit einem normal offenen Proportionalelektromagnetventil 42 und
einem normal geschlossenen Elektromagnetventil 46 versehen.
Der Pfad 33b für das
hintere rechte Rad ist mit einem normal offenen Proportionalelektromagnetventil 43 und
einem normal geschlossenen Elektromagnetventil 47 versehen.
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In
der gleichen Art und Weise hat die gleiche Hydraulikdruckschaltung 34 einen
Pfad 34a für
das vordere rechte Rad, der mit dem Radzylinder 36a verbunden
ist, und einen Pfad 34b für das hintere linke Rad, der
mit dem Radzylinder 36d verbunden ist. Der Pfad 34a für das vordere
rechte Rad ist mit einem normal offenen Proportionalelektromagnetventil 44 und
einem normal geschlossenen Elektromagnetventil 48 versehen.
Der Pfad 34b für
das hintere linke Rad ist mit einem normal offenen Proportionalelektromagnetventil 45 und
einem normal geschlossenen Elektromagnetventil 49 versehen.
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Ein
normal offenes Proportionalelektromagnetventil 50 und ein
Entlastungsventil 51 sind so vorgesehen, dass sie eine
parallele Beziehung in einem Abschnitt der ersten Hydraulikdruckschaltung 33 zwischen
dem Hauptzylinder 30 und dem Verzweigungspunkt der beiden
Pfade 33a und 33b haben. Das Proportionalelektromagnetventil 40 und
das Entlastungsventil 51 bilden ein Proportionaldifferentialdruckventil 52.
Das Proportionaldifferentialdruckventil 52 kann eine Differenz
(eine Differenz des Drucks des Bremsfluids) zwischen dem Hydraulikdruck
in einem Abschnitt der ersten Hydraulikdruckschaltung 33 zwischen
dem Hauptzylinder 30 und dem Proportionaldifferentialdruckventil 52 und
dem Hydraulikdruck in einem Abschnitt der ersten Hydraulikdruckschaltung 33 zwischen
den Radzylindern 36b und 36c und dem Proportionaldifferentialdruckventil 52 auf
der Grundlage der Steuerung durch die ECU 16 erzeugen.
Der Maximalwert der Differenz des Hydraulikdrucks wird durch die
Druckkraft einer Feder 51a des Entlastungsventils 51 bestimmt.
Zusätzlich erstreckt
sich ein abgezweigter Hydraulikdruckkanal 33c von einem
Abschnitt der ersten Hydraulikdruckschaltung 33 zwischen
dem Reservoir 40 und der ersten Pumpe 38 zu einem
Abschnitt der ersten Hydraulikdruckschaltung 33 zwischen
dem Hauptzylinder 30 und dem Proportionaldifferentialdruckventil 52.
Ein normal geschlossenes Elektromagnetventil 53 ist in
dem abgezweigten Hydraulikdruckkanal 332 vorgesehen.
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In
der gleichen Art und Weise sind ein normal offenes Proportionalelektromagnetventil 54 und
ein Entlastungsventil 55 so vorgesehen, dass sie eine parallele
Beziehung in einem Abschnitt der zweiten Hydraulikdruckschaltung 34 zwischen
dem Hauptzylinder 30 und dem Verzweigungspunkt der beiden Pfade 34a und 34b haben.
Das Proportionalelektromagnetventil 54 und das Entlastungsventil 55 bilden ein
Proportionaldifferentialdruckventil 56. Das Proportionaldifferentialdruckventil 56 kann
eine Differenz (Differenz des Drucks des Bremsfluids) zwischen den
Hydraulikdruck in einem Abschnitt der zweiten Hydraulikdruckschaltung 34 zwischen
dem Hauptzylinder 30 und dem Proportionaldifferentialdruckventil 56 und
dem Hydraulikdruck in einem Abschnitt der zweiten Hydraulikdruckschaltung 34 zwischen
den Radzylindern 36a und 36d und dem Proportionaldifferentialdruckventil 56 auf
der Grundlage der Steuerung durch die ECU 16 erzeugen.
Der Maximalwert der Differenz des Hydraulikdrucks wird durch die
Druckkraft einer Feder 55a des Entlastungsventils 55 bestimmt.
Zusätzlich
erstreckt sich ein abgezweigter Hydraulikdruckkanal 34c von
einem Abschnitt der zweiten Hydraulikdruckschaltung 34 zwischen
dem Reservoir 41 und der zweiten Pumpe 39 zu einem
Abschnitt der zweiten Hydraulikdruckschaltung 34 zwischen
dem Hauptzylinder 30 und dem Proportionaldifferentialdruckventil 56.
Ein normal geschlossenes Elektromagnetventil 57 ist in dem
abgezweigten Hydraulikdruckkanal 34c vorgesehen.
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Eine Änderung
des Drucks des Bremsfluids innerhalb der jeweiligen Radzylinder 36a bis 36d wird in
jenem Fall beschrieben, bei dem die Solenoidspule in den jeweiligen
Elektromagnetventilen 42 bis 49 in einem bestromten
Zustand ist, und in jenem Fall, wenn sie in einem nicht bestromten
Zustand sind. In der folgenden Beschreibung sind beide Proportionalelektromagnetventile 50 und 54 in
einem geöffneten Zustand,
und gleichzeitig sind die Elektromagnetventile 53 und 57 in
den abgezweigten Hydraulikdruckkanälen 33c und 34c in
einem geschlossenen Zustand.
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Falls
alle Solenoidspulen der Elektromagnetventile 42 bis 49 in
einem nicht bestromten Zustand sind, sind zunächst die normal offenen Proportionalelektromagnetventile 42 bis 45 in
einem geöffneten Zustand,
und gleichzeitig sind die normal geschlossenen Elektromagnetventile 46 bis 49 in
einem geschlossenen Zustand. Falls die Pumpen 38 und 39 angetrieben
werden, strömt
daher das Bremsfluid innerhalb der Reservoirs 40 und 41 in
die entsprechenden Radzylinder 36a bis 36d über die
entsprechenden Pfade 33a, 33b, 34a und 34b,
und somit erhöht sich
der Druck des Bremsfluids innerhalb der jeweiligen Radzylinder 36a bis 36d.
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Falls
nur die Solenoidspulen der normal offenen Proportionalelektromagnetventile 42 bis 45 von den
Elektromagnetventilen 42 bis 49 in einem bestromten
Zustand sind, sind während
dessen alle Elektromagnetventile 42 bis 49 in
einem geschlossenen Zustand. Daher wird die Strömung des Bremsfluids über die
jeweiligen Pfade 33a, 33b, 34a und 34b begrenzt,
und der Druck des Bremsfluids innerhalb der jeweiligen Radzylinder 36a bis 36d wird
aufrecht erhalten.
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Falls
alle Solenoidspulen der Elektromagnetventile 42 bis 49 in
einem bestromten Zustand sind, sind die normal offenen Proportionalelektromagnetventile 42 bis 45 in
einem geschlossenen Zustand, und gleichzeitig sind die normal geschlossenen
Elektromagnetventile 46 bis 49 in einem geöffneten
Zustand. Daher strömt
das Bremsfluid innerhalb der jeweiligen Radzylinder 36a bis 36d aus
den entsprechenden Reservoirs 40 und 41 über die
entsprechenden Pfade 33a, 33b, 34a und 34b,
und somit wird der Druck des Bremsfluids innerhalb der jeweiligen
Radzylinder 36a bis 36d abgesenkt.
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Wie
dies in der 1 gezeigt ist, hat die ECU 16 einen
digitalen Computer mit einer CPU 60, einem ROM 61 und
einem RAM 62, sowie eine Treiberschaltung (nicht gezeigt)
zum Antreiben der jeweiligen Vorrichtungen. Der ROM 61 speichert
verschiedenartige Steuerprogramme und verschiedenartige Schwellwerte
zum Steuern des Leistungsübertragungsmechanismus 13,
des Vorderradlenkmechanismus 14 und des Bremskraftaufbringungsmechanismus 15 (Hydraulikdrucksteuervorrichtung 35).
Die verschiedenartigen Schwellwerte beinhalten den nachfolgend beschriebenen
ersten Geschwindigkeitsschwellwert KVS1, den Lenkwinkelschwellwert KA
und den zweiten Geschwindigkeitsschwellwert KVS2. Zusätzlich speichert
der RAM 62 verschiedenartige Informationen, die in geeigneter
Weise während
des Antriebs des Fahrzeugs überschrieben
werden.
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Zusätzlich sind
der Bremsschalter SW1, der Beschleunigungspedalpositionssensor SE1,
der Lenkwinkelsensor SE2, der Lenkwinkelmomentensensor SE3 und Raddrehzahlsensoren
SE4, SE5, SEE und SE7 mit einer Eingabeschnittstelle (nicht gezeigt)
der ECU 16 verbunden. Die jeweiligen Raddrehzahlsensoren
SE4, SE5, SE6 und SE7 erfassen die Drehzahl der entsprechenden Räder FR,
FL, RR und RL. Darüber
hinaus sind ein Fahrzeugkarosseriebeschleunigungssensor (G-Sensor)
SE8 zum Erfassen der Beschleunigung der Fahrzeugkarosserie in der
Vorwärts-
und Rückwärtsrichtung
des Fahrzeugs und ein Betriebsschalter SW2, der auf „EIN" in jenem Fall gesetzt
wird, wenn die nachfolgend beschriebene Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt durchgeführt
wird, mit der Eingabeschnittstelle verbunden.
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Die
ECU 16 erhält
den Lenkwinkel des Lenkrads 24 auf der Grundlage des Signals
von dem Lenkwinkelsensor SE2. Die ECU 16 erhält den Lenkwinkel
als einen positiven Wert auf der Grundlage des Signals von dem Lenkwinkelsensor
SE2 in jenem Fall, wenn das Lenkrad 24 im Uhrzeigersinn
gedreht wird, und sie erhält
den Lenkwinkel als einen negativen Wert auf der Grundlage des Signals
von dem Lenkwinkelsensor SE2 in jenem Fall, wenn das Lenkrad 24 im
Gegenuhrzeigersinn gedreht wird. Die ECU 16 erhält die Beschleunigung
der Fahrzeugkarosserie als einen positiven Wert auf der Grundlage
des Signals von dem Fahrzeugkarosseriebeschleunigungssensor SE8,
wenn sich das Fahrzeug vorwärts
bewegt, und sie erhält
die Beschleunigung der Fahrzeugkarosserie als einen negativen Wert
auf der Grundlage des Signals von dem Fahrzeugkarosseriebeschleunigungssensor
SE8, wenn sich das Fahrzeug rückwärts bewegt.
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Während dessen
sind der Motor M zum Antreiben der beiden Pumpen 38 und 39 und
außerdem die
Elektromagnetventile 42 bis 50, 53, 54 und 57 mit einer
Abgabeschnittstelle (nicht gezeigt) der ECU 16 verbunden.
Die ECU 16 steuert die individuellen Betriebe des Motors
M und der Elektromagnetventile 42 bis 50, 53, 54 und 57 auf
der Grundlage der Eingabesignale von dem Bremsschalter SW1 und der
verschiedenarten Sensoren SE1 bis SE8.
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Als
nächstes
wird die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt, die durch die ECU 16 durchgeführt wird,
unter Bezugnahme auf die Flussdiagramme, die in den 3 und 4 gezeigt
sind, die Zeitdiagramme beschrieben, die in den 5 und 6 gezeigt
sind.
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Das
in der 5 gezeigte Zeitdiagramm ist ein Zeitdiagramm,
das sich auf ein Fahrzeug bezieht, bei dem ein herkömmliches
Bremssteuergerät
angebracht ist. Das in der 6 gezeigte
Zeitdiagramm ist ein Zeitdiagramm, das sich auf ein Fahrzeug bezieht, bei
dem das Bremssteuergerät 11 gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel
angebracht ist.
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Die
ECU 16 führt
die in der 3 gezeigte Bestimmungsverarbeitungsroutine
in vorbestimmten Intervallen durch (zum Beispiel alle 0,01 Sekunden). Bei
der Bestimmungsverarbeitungsroutine wird bestimmt, ob die Bremssteuerung
während
der Kurvenfahrt durchgeführt
werden soll. Zunächst
bestimmt die ECU 16 bei einem Schritt S10, ob das Eingabesignal
von dem Bremsschalter SW1 „AUS" ist. Die ECU 16 bestimmt
nämlich,
ob das Bremspedal 37 nicht niedergedrückt wird. Falls das Ergebnis
der Bestimmung bei dem Schritt S10 eine negative Bestimmung ist
(SW1 = „EIN"), schreitet die
Verarbeitung der ECU 16 zu dem folgenden Schritt S17.
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Falls
das Ergebnis bei dem Schritt S10 eine positive Bestimmung ist (SW1
= „AUS"), erhält die ECU 16 während dessen
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS auf der Grundlage der Eingabesignale
von den Raddrehzahlsensoren SE4 bis SE7 bei einem Schritt S11. Konkret
erhält
die ECU 16 die jeweiligen Drehzahlen der vorderen Räder FR und
FL auf der Grundlage der Eingabesignale von den Raddrehzahlsensoren
SE4 und SE5 entsprechend den vorderen Rädern FR und FL, die Antriebsräder sind, und
sie erhält
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS auf der Grundlage des größeren Wertes
zwischen den Drehzahlen der vorderen Räder FR und FL. Diesbezüglich dient
die ECU 16 als ein Bereich zum Berechnen der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel.
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Bei
dem nachfolgenden Schritt S12 bestimmt die ECU 16, ob der
Absolutwert der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS, die bei dem
Schritt S11 erfasst wird, kleiner als oder gleich dem voreingestellten
ersten Geschwindigkeitsschwellwert KVS1 ist (zum Beispiel 10 km/h).
Der erste Geschwindigkeitsschwellwert KVS1 ist ein Grenzwert (oberer Grenzwert)
der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit, mit dem die nachfolgend beschriebenen
Effekte der Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt in geeigneter Weise verstärkt werden können, und
er wird durch Experimente und Simulationen voreingestellt. Der erste
Geschwindigkeitsschwellwert KVS1 wird auf einen Wert festgelegt,
der geringfügig
größer ist als
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit in jenem Fall, wenn das Fahrzeug
aufgrund eines Kriechphänomens
fährt,
das bei Fahrzeugen mit einem Momentenwandler üblich ist. Ein Kriechphänomen meint,
dass die Antriebskraft der Kraftmaschine 12 entsprechend
der Drehzahl der Kraftmaschine 12 zur Zeit des Leerlaufs
zu den vorderen Rädern
FR und FL über
die Kurbelwelle und das Differentialgetriebe 19 für die vorderen
Räder übertragen
wird und das Fahrzeug fährt
ungefähr
5 km/h.
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Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S12 eine negative Bestimmung
ist (Absolutwert von VS > KVS1),
schreitet der Prozess der ECU 16 zu dem nachfolgend beschriebenen
Schritt S17. Falls das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S12
eine positive Bestimmung ist (Absolutwert von VS ≤ KVS1), erhält die ECU 16 während dessen
den Lenkwinkel A des Lenkrads 24 auf der Grundlage des Eingabesignals
von dem Lenkwinkelsensor SE2 bei einem Schritt S13. Diesbezüglich dient
die ECU 16 als ein Bereich zum Berechnen des Lenkwinkels
gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel.
-
Bei
einem Schritt S14 bestimmt die ECU 16 nachfolgend, ob der
Absolutwert des bei dem Schritt S13 erfassten Lenkwinkels A größer als
oder gleich dem voreingestellten Schwellwert KA ist. Der Lenkwinkelschwellwert
KA ist auf den Absolutwert des maximalen Lenkwinkels des Lenkrads 24 festgelegt. Der
maximale Lenkwinkel meint den Lenkwinkel, wenn das Lenkrad 24 in
einer Drehrichtung (im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn)
maximal gedreht ist.
-
Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S14 eine negative Bestimmung
ist (Absolutwert von A < KA),
schreitet der Prozess der ECU 16 zu dem nachfolgend beschriebenen
Schritt S17. Falls das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S14
eine positive Bestimmung ist (Absolutwert von A ≥ KA), bestimmt die ECU 16 währenddessen
bei einem Schritt S15, ob der Betätigungsschalter SW2 auf „EIN" gesetzt ist. Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S15 eine negative Bestimmung
ist (SW2 = „AUS"), schreitet der
Prozess der ECU 16 zu dem nachfolgend beschriebenen Schritt
S17.
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Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S15 eine positive Bestimmung
ist (SW2 = „EIN"), führt die
ECU 16 währenddessen
einen Prozess für
eine Bremssteuerung während
einer Kurvenfahrt bei einem Schritt S16 durch, um den Kurvenradius
des Fahrzeugs zu reduzieren (das heißt um das Fahrzeug zum Fahren
einer kleineren Kurve zu veranlassen). Danach beendet die ECU 16 die
gegenwärtige
Routine. Die Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt (die Steuerung für
kleine Kurven) wird nämlich
in jenem Fall durchgeführt,
wenn der Absolutwert der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS kleiner
als oder gleich dem ersten Geschwindigkeitsschwellwert KVS1 ist
und wenn der Absolutwert des Lenkwinkels A des Lenkrads 24 größer als
oder gleich dem Lenkwinkelschwellwert KA ist, wie dies in den 5 und 6 gezeigt
ist, und wenn zusätzlich der
Betätigungsschalter
SW2 auf „EIN" gesetzt ist.
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Bei
dem Schritt S17 beendet die ECU 16 den Bremsbetrieb während der
Kurvenfahrt, falls eine negative Bestimmung bei einem der Bestimmungsprozesse
von den jeweiligen Bestimmungsprozessen der Schritte S10, S12, S14
und S15 gemacht wird. Danach beendet die ECU 16 die gegenwärtige Routine.
Wie dies in den 5 und 6 gezeigt
ist, wird nämlich
die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt gestoppt, falls der Absolutwert des Lenkwinkels A
des Lenkrads 24 kleiner als der Lenkwinkelschwellwert KA
ist, und zwar auch dann, wenn die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS kleiner als oder gleich dem Absolutwert des ersten Geschwindigkeitsschwellwerts
KVS1 ist und der Betätigungsschalter SW2
auf „EIN" gesetzt ist.
-
Als
nächstes
wird der Prozess für
die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt bei dem Schritt S16 unter Bezugnahme auf das in
der 4 gezeigte Flussdiagramm und das in den 5 und 6 gezeigte
Zeitdiagramm beschrieben.
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Bei
einem Schritt S20 in der 4 bestimmt die ECU 16,
welches von den hinteren Rädern
RR und RL an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
ist. Konkret bestimmt die ECU 16, dass das hintere rechte
Rad RR an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
ist, falls der bei dem Schritt S13 in der 3 erhaltene Lenkwinkel
A einen positiven Wert hat, und sie bestimmt außerdem, dass das hintere linke
Rad RL an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
ist, falls der erhaltene Lenkwinkel A einen negativen Wert hat.
-
Als
nächstes
bestimmt die ECU 16 bei einem Schritt S21, ob der Absolutwert
der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS, die bei dem Schritt S11
in der 3 erhalten wird, kleiner ist als der zweite Geschwindigkeitsschwellwert
KVS2. Der zweite Geschwindigkeitsschwellwert VS2 wird auf einen
Wert festgelegt, der kleiner ist als der erste Geschwindigkeitsschwellwert
VS1, und er beträgt
zum Beispiel 0,5 km/h. Der zweite Geschwindigkeitsschwellwert VS2
ist ein Wert zum Bestimmen, ob die für das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung vorgesehene Bremskraft
in Vergleich mit jenem Fall reduziert ist, bei dem der Absolutwert
der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS größer als oder gleich dem zweiten
Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist. Der zweite Geschwindigkeitsschwellwert
VS2 wird auf einen Wert festgelegt, der ausreichend kleiner ist
als die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit in jenem Fall, wenn das
Fahrzeug aufgrund eines Kriechphänomens
fährt,
und zwar anhand von Experimenten, Simulationen oder dergleichen.
-
Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S21 eine negative Bestimmung
ist (Absolutwert von VS ≥ KVS2),
dann legt die ECU 16 die Bremskraft BP, die auf das hintere
Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, auf die normale Bremskraft BP1 mit der voreingestellten Größe bei einem
Schritt S22 fest, und danach wird die gegenwärtige Routine beendet. Falls
das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
das hintere rechte Rad RR ist, führt
die ECU 16 zum Beispiel einen Strom zu den Solenoiden der
jeweiligen Proportionalelektromagnetventile 42,44, 45, 50 und 54 zu, um
die Proportionalelektromagnetventile 42, 44, 45, 50 und 54 in
einen geschlossenen Zustand zu versetzen. Zusätzlich führt die ECU 16 einen
Strom zu dem Solenoid des Elektromagnetventils 53 zu, um
das Elektromagnetventil 53 in einen geöffneten Zustand zu versetzen.
Dann treibt die ECU 16 den Motor M an, um die erste Pumpe 38 anzutreiben.
-
Die
ECU 16 misst die Antriebszeit des Motors M unter Verwendung
eines nicht gezeigten Zeitgebers innerhalb der ECU 16,
und sie schätzt
die Größe der Bremskraft
BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der
Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, aus der gemessenen Antriebszeit.
Die ECU 16 nimmt an, dass die Größe der Bremskraft BP, die auf
das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, umso größer ist,
je länger
die Antriebszeit des Motors M ist. Falls zusätzlich die Bremskraft BP, die
auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, auf die normale Bremskraft BP1 erhöht wird, berechnet die ECU 16 die
Antriebszeit des Motors M, die dazu erforderlich ist, dass die geschätzte gegenwärtige Bremskraft
BP auf die normale Bremskraft BP1 erhöht wird und sie treibt den
Motor M für
die berechnete Antriebszeit an.
-
Somit
erhöht
sich der Druck des Bremsfluids innerhalb des Radzylinders entsprechend
dem hinteren Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
auf den voreingestellten Druck des Bremsfluids. Wie dies in der 6 gezeigt
ist, erhöht
sich nämlich
die Bremskraft BP, die für
das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
vorgesehen wird, auf das Niveau der normalen Bremskraft BP1. Zum
Beispiel erhöht sich
in der 6 die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an
der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, wenn der Motor M nach einem Zeitpunkt T10, wenn der Motor
M seinen Antrieb startet, bis zu einem Zeitpunkt T11 angetrieben
wird. Wenn die Bremskraft BP die normale Bremskraft BP1 bei dem
Zeitpunkt T11 erreicht, wird somit der Antrieb des Motors M gestoppt,
und gleichzeitig wird das Proportionalelektromagnetventil entsprechend
dem hinteren Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
(zum Beispiel das Proportionalelektromagnetventil 43 im
Falle des hinteren rechten Rads RR) in einen geschlossenen Zustand
versetzt. In Folge dessen wird die Bremskraft BP, die auf das hintere
Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, auf die normale Bremskraft BP1 aufrecht erhalten.
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Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S21 in der 4 eine
positive Bestimmung ist (Absolutwert von VS < KVS2), beseitigt die ECU 16 währenddessen
die Aufbringung der Bremskraft BP auf das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung bei einem Schritt
S23, und danach wird die gegenwärtige
Routine beendet. Die ECU 16 reduziert nämlich die Bremskraft BP, die auf
das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht wird, auf eine Größe, die
kleiner ist als jene Bremskraft, die dann aufgebracht wird, falls
der Absolutwert der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS gleich
oder größer als
der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist. Falls das hintere
Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
das hintere rechte Rad RR ist, führt
die ECU 16 zum Beispiel einen Strom zu dem Solenoid des
Elektromagnetventils 47 zu, um das Elektromagnetventil 47 in
einem geöffneten
Zustand während
einer voreingestellten und vorbestimmten Zeit zu versetzen, und
sie stoppt die Zufuhr des Stroms zu dem Solenoid des Elektromagnetventils 47,
nachdem die vorbestimmte Zeit verstrichen ist. Die vorstehend beschriebene
vorbestimmte Zeit ist eine Zeit, die zum ausreichenden Reduzieren
des Drucks des Bremsfluids innerhalb des Radzylinders erforderlich
ist, und sie wird durch Experimente, Simulationen oder dergleichen
festgelegt.
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Bei
einem Fahrzeug, bei dem das herkömmliche
Bremssteuergerät
angebracht ist, wie dies in der 5 gezeigt
ist, wird die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird,
auch dann nicht beseitigt, wenn die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS kleiner ist als der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 (nämlich auch wenn
das Fahrzeug stoppt). Daher startet das Fahrzeug keine Bewegung,
es sei denn, der Fahrer drückt das
Beschleunigungspedal 17 relativ stark nieder. Auch wenn
das Fahrzeug seine Bewegung startet, fühlt der Fahrer zusätzlich die
Schwerfälligkeit,
und Geräusche
entstehen in der Nähe
des hinteren Rads an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung,
wie dies in der Beschreibungseinleitung beschrieben ist.
-
Gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel,
wie dies in der 6 gezeigt ist, wird jedoch die
Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, von der normalen Bremskraft
BP1 auf O reduziert, falls die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS kleiner als der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist.
Bei einem Zeitpunkt T12, wenn zum Beispiel die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS kleiner als der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist, wird
die Bremskraft BP beseitigt, die auf das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird.
Daher kann sich das Fahrzeug aufgrund eines Kriechphänomens bewegen.
Dem entsprechend fühlt
der Fahrer keine Schwerfälligkeit,
wenn das Beschleunigungspedal niedergedrückt wird und das Fahrzeug seine.
Bewegung startet. Zusätzlich kann
ein Start der Bewegung des Fahrzeugs in einem Zustand verhindert
werden, wenn die Bremskraft BP auf das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird,
und daher entstehen keine Geräusche
in der Nähe
des hinteren Rads an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung,
wenn das Fahrzeug seine Bewegung startet.
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Wenn
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS gleich oder größer als
der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 zum Zeitpunkt T13 ist,
wird die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, im Vergleich
mit jenem Fall groß, wenn
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS kleiner als der zweite
Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist. Falls die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS nämlich
kleiner als der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 zwischen
dem Zeitpunkt T12 und dem Zeitpunkt T14 ist, wird die Bremskraft
BP zu Null, die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird. Falls die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS
gleich oder größer als
der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist, wird während dessen
die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, innerhalb
eines Bereichs groß,
der die normale Bremskraft BP1 nicht überschreitet.
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Falls
das Beschleunigungspedal 17 bei einem Zeitpunkt T14 weiter
niedergedrückt
wird, erhöht
sich die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS, und gleichzeitig
erhöht
sich die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird.
-
Wenn
danach die Bremskraft BP die normale Bremskraft BP1 bei einem Zeitpunkt
T15 erreicht, wird der Antrieb des Motors M gestoppt, und somit wird
die Erhöhung
der Bremskraft BP gestoppt.
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Falls
nämlich
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS größer als der zweite Geschwindigkeitsschwellwert
KVS2 und kleiner als der erste Geschwindigkeitsschwellwert KVS1
ist, wird die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird,
auf die normale Bremskraft BP1 aufrecht erhalten. Daher ist es möglich, den
Kurvenradius des Fahrzeugs im Vergleich mit jenem Fall von Fahrzeugen
zu verkleinern, bei denen keine Bremssteuerung während der Kurvenfahrt durchgeführt wird.
Falls der Absolutwert des Lenkwinkels A des Lenkrads 24 kleiner
als der Lenkwinkelschwellwert KA ist, wird danach bestimmt, dass
die Kurvenfahrt des Fahrzeugs beendet ist, und die Bremssteuerung
während
der Kurvenfahrt wird gestoppt. Die Aufbringung der Bremskraft BP
auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
wird nämlich
beseitigt.
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Dem
entsprechend hat das gegenwärtige Ausführungsbeispiel
die folgenden Vorteile.
- (1) Falls die Ergebnisse
der Bestimmungen bei den Schritten S10, S12, S14 und S15 alle positiv sind,
wird die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt zum Aufbringen der Bremskraft BP auf das hintere
Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
durchgeführt.
Falls der Absolutwert der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS kleiner
als der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist, während die
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt wird,
wird die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, auf einen Wert
festgelegt, der kleiner ist als in jenem Fall, wenn der Absolutwert
der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS gleich oder größer als
der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist (konkret wird die
Bremskraft BP auf 0 festgelegt). Auch in jenem Fall, wenn das Fahrzeug
stoppt, während die
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird, kann daher die Schwerfälligkeit reduziert
werden, die der Fahrer wahrnimmt, und die Geräusche, die in der Nähe des hinteren
Rads an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
entstehen, werden unterdrückt,
wenn das Fahrzeug danach eine Bewegung startet. Falls die Bremssteuerung
während
der Kurvenfahrt bei dem Fahrzeug in einem Stopzustand durchgeführt wird,
kann dem entsprechend das unangenehme Gefühl für den Fahrer reduziert werden,
wenn das Fahrzeug seine Bewegung startet.
- (2) Falls die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS gleich oder
größer als
der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 ist, wird die Größe der Bremskraft
BP, die festgelegt wurde (normale Bremskraft BP1), auf das hintere
Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht,
und daher kann der Kurvenradius des Fahrzeugs reduziert werden,
indem die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird.
- (3) Falls das Fahrzeug in einem Stopzustand ist, wird keine
Bremskraft BP auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht, auch wenn die Bremssteuerung
während
der Kurvenfahrt durchgeführt wird.
Wenn das Fahrzeug seine Bewegung startet, wird daher die Wahrnehmung
einer Schwerfälligkeit
durch den Fahrer verhindert, und gleichzeitig wird die Entstehung
der Geräusche
in der Nähe
des hinteren Rads an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
verhindert.
-
Als
nächstes
wird ein zweites Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die 7 und 8 beschrieben.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich der Inhalt der Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt von der Bremssteuerung während der Kurvenfahrt gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel.
Dem entsprechend werden im Folgenden hauptsächlich Abschnitte beschrieben,
die sich von dem ersten Ausführungsbeispiel
unterscheiden, und es werden dieselben Bezugszeichen für die Elemente
vorgesehen, die den Elementen des ersten Ausführungsbeispiels gleichen oder
entsprechend und dieselben Beschreibungen werden weggelassen.
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Bei
dem gegenwärtigen
Ausführungsbeispiel wird
die Routine in der 7 anstelle der Routine in der 4 durchgeführt. Bei
einem Schritt S30 bestimmt die ECU 16 nämlich, welches von den beiden hinteren
Rädern
RR und RL an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
ist. Bei einem Schritt S31 bestimmt die ECU 16 nachfolgend,
ob der Absolutwert der bei dem Schritt S11 in der 2 erhaltenen
Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS kleiner als der dritte Geschwindigkeitsschwellwert KVS3
ist, der auf einen Wert festgelegt wurde, der kleiner ist als der
erste Geschwindigkeitsschwellwert KVS1. Der dritte Geschwindigkeitsschwellwert
KVS3 wird durch Experimente, Simulationen oder dergleichen als ein
Wert festgelegt, mit dem die Wirkungen in geeigneter Weise verstärkt werden
können,
die durch die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt bewirkt werden können.
Der dritte Geschwindigkeitsschwellwert KVS3 wird auf einen Wert
festgelegt, der kleiner ist als die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
in jenem Fall, wenn das Fahrzeug aufgrund eines Kriechphänomens fährt, und
er wird größer als
der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 im Falle des ersten
Ausführungsbeispiels
festgelegt, zum Beispiel auf 2 km/h.
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Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S31 negativ ist (Absolutwert
von VS ≥ KVS3), bestimmt
die ECU 16 bei einem Schritt S32, ob die Bremskraft BP,
die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, kleiner ist als der voreingestellte obere Grenzwert BPmax.
Die ECU 16 liest nämlich die
Bremskraft BP, die aus der Antriebszeit des Motors M geschätzt wird,
und sie bestimmt, ob die geschätzte
Bremskraft BP kleiner ist als der obere Grenzwert BPmax. Der obere
Grenzwert BPmax ist ein oberer Grenzwert der Bremskraft BP, die
auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht wird, wenn die Bremssteuerung während der Kurvenfahrt durchgeführt wird,
und er wird durch Experimente, Simulationen oder dergleichen voreingestellt.
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Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S32 positiv ist (BP < BPmax), vergrößert die ECU 16 bei
einem Schritt S33 die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an
der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, so dass sie größer ist
als die Bremskraft, die gegenwärtig
auf das hintere Rad aufgebracht wird. Falls das hintere Rad an der
inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung das hintere
rechte Rad RR ist, versetzt die ECU 16 zum Beispiel die
Proportionalelektromagnetventile 42, 44, 45, 50 und 54 in
den geschlossenen Zustand, und gleichzeitig versetzt sie das Elektromagnetventil 53 in
den geöffneten
Zustand. Darüber
hinaus treibt die ECU 16 den Motor M an, um die erste Pumpe 38 anzutreiben.
Danach beendet die ECU 16 die gegenwärtige Routine. Somit erhöht sich
der Druck des Bremsfluids innerhalb des Radzylinders entsprechend
dem hinteren Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung.
Wie dies in der 8 gezeigt ist, erhöht sich nämlich allmählich die
Bremskraft BP im Laufe der Zeit, die auf das hintere Rad an der
inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird.
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Falls
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S32 negativ ist (BP ≥ BPmax), erhält währenddessen
die ECU 16 bei einem Schritt S34 die Bremskraft BP aufrecht,
die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht wird, und zwar auf den oberen Grenzwert BPmax. Falls
das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung das
hintere rechte Rad RR ist, versetzt die ECU 16 zum Beispiel
das Proportionalelektromagnetventil 43 in den geschlossenen
Zustand, und gleichzeitig stoppt sie den Antrieb des Motors M. Danach
beendet die ECU 16 die gegenwärtige Routine.
-
Wie
dies in der 8 gezeigt ist, wenn der Niederdrückungsbetrag
des Beschleunigungspedals 17 zum Beispiel zwischen einem
Zeitpunkt T20 und einem Zeitpunkt T21 erhöht wird, erhöht sich
nämlich der
Wert der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS gemäß dem Niederdrückungsbetrag.
Somit erhöht sich
die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, um die
Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS auf den dritten Geschwindigkeitsschwellwert
KVS3 aufrecht zu erhalten. Wenn sich die Bremskraft BP, die auf
das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht wird, im Laufe der Zeit zwischen dem Zeitpunkt T21 und
dem Zeitpunkt T22 erhöht, wird
zusätzlich
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS klein, und die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS wird im Wesentlichen gleich dem dritten Geschwindigkeitsschwellwert
KVS3. Danach wird die Größe der Bremskraft
BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der
Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, so eingestellt, dass die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS auf den dritten Geschwindigkeitsschwellwert KVS3 zwischen dem
Zeitpunkt T22 und einem Zeitpunkt T23 aufrecht erhalten wird.
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Falls
zum Beispiel der Niederdrückungsbetrag
des Beschleunigungspedals 17 zwischen dem Zeitpunkt T22
und dem Zeitpunkt T23 weiter erhöht wird,
erhöht
sich die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird. Falls
bestimmt wird, dass die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an
der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, bei einem Zeitpunkt T24 einen Wert annimmt, der gleich oder
größer als der
obere Grenzwert BPmax ist, wird zusätzlich zum Beispiel die Bremskraft
BP auf die gegenwärtige Bremskraft
aufrecht erhalten, nämlich
auf den oberen Grenzwert BPmax.
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Falls
währenddessen
das Ergebnis der Bestimmung bei dem Schritt S31 positiv ist (Absolutwert von
VS < KVS3), verkleinert
die ECU 16 bei einem Schritt S35 die Bremskraft BP, die
auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht wird, so dass sie kleiner ist als die Bremskraft, die
gegenwärtig
auf das hintere Rad aufgebracht wird. Falls das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung das hintere rechte
Rad RR ist, versetzt die ECU 16 zum Beispiel das Proportionalelektromagnetventil 43 in
den geschlossenen Zustand, und gleichzeitig versetzt sie das Elektromagnetventil 47 in
den geöffneten
Zustand, und darüber
hinaus stoppt sie den Antrieb des Motors M. Danach beendet die ECU 16 die
gegenwärtige
Routine.
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Wie
dies in der 8 gezeigt, ist, wenn sich zum
Beispiel der Niederdrückungsbetrag
des Beschleunigungspedals 17 zwischen einem Zeitpunkt T25
und einem Zeitpunkt T26 verringert, verringert sich allmählich die
Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS. Falls zusätzlich die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS kleiner als der dritte Geschwindigkeitsschwellwert KVS3 zum Beispiel
bei dem Zeitpunkt T27 wird, wird die Bremskraft BP, die auf das hintere
Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht wird, kleiner als der obere Grenzwert BPmax, so dass
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS auf den dritten Geschwindigkeitsschwellwert
KVS3 aufrecht erhalten wird. Wenn sich die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS erhöht
und die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS erneut gleich oder
größer als
der dritte Geschwindigkeitsschwellwert KVS3 zum Beispiel bei einem
Zeitpunkt T28 wird, erhöht
sich infolge dessen die Bremskraft BP im Laufe der Zeit, die auf
das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht wird.
-
Wenn
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS im Wesentlichen gleich
dem dritten Geschwindigkeitsschwellwert KVS3 zum Beispiel bei einem
Zeitpunkt T29 wird, wird zusätzlich
die Größe der Bremskraft
BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der
Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, so eingestellt, dass die
Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS auf den dritten Geschwindigkeitsschwellwert
KVS3 aufrecht erhalten wird.
-
Gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel
wird nämlich
die Größe der Bremskraft
BP eingestellt, die auf das hintere Rad an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, und somit fährt das
Fahrzeug eine Kurve mit einer Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS, die im Wesentlichen gleich dem dritten Geschwindigkeitsschwellwert
KVS3 ist. Daher wird das Stoppen des Fahrzeugs verhindert, während die
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird.
-
Dementsprechend
erhält
das gegenwärtige Ausführungsbeispiel
die folgenden Vorteile zusätzlich
zu dem Vorteil (1) des vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels.
- (4) Wenn die Drehzahl des hinteren Rads an
der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung während der
Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt zu Null wird, fährt
das Fahrzeug theoretisch eine Kurve mit dem minimalen Radius um
das hintere Rad. Wenn das Fahrzeug eine Kurve in einem Zustand fährt, wenn
die Drehzahl des hinteren Rads an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung Null beträgt, erhöht sich jedoch in Wirklichkeit
die Last, die auf das hintere Rad aufgebracht wird. Daher ist es
für die
Raddrehzahl des hinteren Rads an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung wünschenswert,
dass sie behutsam auf einen Wert nahe Null verringert wird. Daher
erhöht
sich im Laufe der Zeit gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel
während
der Zeitperiode, wenn die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS gleich oder
größer als
der dritte Geschwindigkeitsschwellwert KVS3 ist, während die
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird, die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird.
Daher kann die Drehzahl des hinteren Rads an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung verglichen mit jenem Fall schnell abgesenkt
werden, bei dem eine konstante Bremskraft auf das hintere Rad an der
inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, und daher kann der Kurvenradius des Fahrzeugs zuverlässig verkleinert
werden.
- (5) Gemäß dem gegenwärtigen Ausführungsbeispiel
wird zusätzlich
die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, so eingestellt,
dass die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS auf den dritten Geschwindigkeitsschwellwert
KVS3 aufrecht erhalten wird. Infolgedessen wird der Stop des Fahrzeugs
verhindert, während
die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird, und folglich wird die Wahrnehmung der Schwerfälligkeit
durch den Fahrer verhindert, und eine Entstehung der Geräusche in
der Nähe
des hinteren Rads an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
wird in wirksamer Weise verhindert.
- (6) Falls es erforderlich ist, die Bremskraft BP aufzubringen,
die gleich oder größer als
der obere Grenzwert BPmax ist, und zwar auf das hintere Rad an der
inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung, dann kann
im Allgemeinen geschätzt
werden, dass die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS relativ hoch
ist. Auch wenn die Bremssteuerung während der Kurvenfahrt nicht
durchgeführt
wird, wird in diesem Fall eine Bremskraft auf die jeweiligen Räder FR,
FL, RR und RL durch die Betätigung
des Fahrers auf das Bremspedal 37 aufgebracht, und daher
wird der Kurvenradius des Fahrzeugs reduziert. Folglich wird das
Aufbringen einer Bremskraft BP, die gleich oder größer als
der obere Grenzwert BPmax ist, auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung verhindert, während die
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird. Infolge dessen wird verhindert, dass sich Bauteile (Radzylinder 36c,
Bremsklötze
und dergleichen) zum Aufbringen einer Bremskraft BP auf das hintere Rad
an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung verschleißen.
-
Die
jeweiligen Ausführungsbeispiele
können folgendermaßen abgewandelt
werden.
-
Bei
den jeweiligen Ausführungsbeispielen kann
die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, wenn das
Fahrzeug in einem Stopzustand ist, eine beliebige Größe haben, solange
sie kleiner ist als die Bremskraft, die auf das hintere Rad an der
inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, wenn die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS gleich oder größer als
der zweite Geschwindigkeitsschwellwert KVS2 oder der dritte Geschwindigkeitsschwellwert KVS3
ist.
-
Es
ist nicht erforderlich, dass der obere Grenzwert BPmax bei dem zweiten
Ausführungsbeispiel
vorgesehen wird. Wenn in diesem Fall die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS gleich oder größer als
der dritte Geschwindigkeitsschwellwert KVS3 ist, während die
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird, wird die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren
Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird,
im Laufe der Zeit weiterhin erhöht,
bis der Druck des Bremsfluids innerhalb des Radzylinders zu dem
maximal zulässigen
Wert für
den Radzylinder wird.
-
Bei
jedem Ausführungsbeispiel
kann ein Hydrauliksensor zum Erfassen des Drucks des Bremsfluids
für jeden
Radzylinder 36a bis 36d vorgesehen sein, um die
Bremskraft individuell zu erhalten, die auf die jeweiligen Räder FR,
FL, RR und RL aufgebracht wird. Bei einer derartigen Konfiguration
kann die Bremskraft BP, die auf das hintere Rad an der inneren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, in geeigneter
Weise erhalten werden, während
die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird.
-
Bei
jedem Ausführungsbeispiel
ist es nicht erforderlich, den Bestimmungsprozess bei dem Schritt
S12 in der Routine gemäß der 3 durchzuführen. Falls
nämlich
alle Bestimmungsprozesse der Schritte S10, S14 und S15 positiv sind,
kann die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt ungeachtet der Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
VS durchgeführt
werden.
-
Zusätzlich ist
es nicht erforderlich, den Bestimmungsprozess des Schritts S10 in
der Routine gemäß der 3 durchzuführen. Falls
alle Bestimmungsprozesse der Schritte S12, S14 und S15 positiv sind,
kann nämlich
die Bremssteuerung während der Kurvenfahrt
ungeachtet der Niederdrückungsbetätigung des
Bremspedals 37 durchgeführt
werden.
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Darüber hinaus
ist es nicht erforderlich, den Bestimmungsprozess bei dem Schritt
S15 in der Routine gemäß der 3 durchzuführen. Falls
nämlich
alle Bestimmungsprozesse der Schritte S10, S12 und S14 positiv sind,
kann die Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt ungeachtet des Betätigungszustands des Betätigungsschalters
SW2 durchgeführt werden
(ob er nun auf EIN oder AUS gesetzt ist).
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Bei
jedem Ausführungsbeispiel
ist es nicht erforderlich, den Betätigungsschalter SW2 vorzusehen.
In diesem Fall wird das Lenkmoment, das auf das Lenkrad 24 aufgebracht
wird, auf der Grundlage des Signals von dem Lenkmomentensensor SE3
bei dem Schritt S15 in der 3 erhalten,
und es ist vorzuziehen, den Schritt S16 in der 3 durchzuführen, wenn
das Lenkmoment gleich oder größer als ein
voreingestellter Lenkmomentenschwellwert ist.
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Bei
jedem Ausführungsbeispiel
kann eine Bremskraft außerdem
für das
vordere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung vorgesehen
werden, wenn die Bremssteuerung während der Kurvenfahrt durchgeführt wird.
Zusätzlich kann
eine Bremskraft nur für
das vordere Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
vorgesehen werden, ohne dass eine Bremskraft auf das hintere Rad
an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird.
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Bei
jedem Ausführungsbeispiel
kann der Lenkwinkelschwellwert KA ein Wert sein, der kleiner ist
als der maximale Lenkwinkel.
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Bei
jedem Ausführungsbeispiel
kann die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS unter Bezugnahme auf
den höchsten
Wert, den zweithöchsten
Wert oder den dritthöchsten
Wert oder den Durchschnittswert der Drehzahlen der Räder FR,
FL, RR und RL erhalten werden.
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Zusätzlich kann
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VS aus den Informationen erhalten werden,
die durch einen Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeitssensor oder durch
GPS (Global Positioning System) erhalten werden, anstatt dass sie
aus den Drehzahlen der Räder
FR, FL, RR und RL erhalten werden.
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Bei
jedem Ausführungsbeispiel
kann die vorliegende Erfindung auf ein Bremssteuergerät angewendet
werden, dass bei einem Fahrzeug mit Heckantrieb oder bei einem Allradfahrzeug
angebracht ist, anstatt dass das Bremssteuergerät 11 an einem Fahrzeug
mit Frontantrieb angebracht ist.
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Bei
jedem Ausführungsbeispiel
können
der Radzylinder 36a für
das vordere rechte Rad FR und der Radzylinder 36b für das vordere
linke Rad FL mit der ersten Hydraulikdruckschaltung 33 verbunden sein,
und der Radzylinder 36c für das hintere rechte Rad RR
und der Radzylinder 36d für das hintere linke Rad RL
können
mit der zweiten Hydraulikdruckschaltung 34 verbunden sein.
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Bei
jedem Ausführungsbeispiel
kann der Bremskraftaufbringungsmechanismus 15 ein Brake-by-Wire-System
sein, das den Betrag, mit dem der Fahrer das Bremspedal 37 niederdrückt, in
ein elektrisches Signal umwandelt, und das die Bremskraft auf der
Grundlage des elektrischen Signals für jedes Rad FR, FL, RR und
RL bereitstellt.
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Bei
jedem der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele wird eine Bremskraft
auf ein Rad an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung
aufgebracht, und keine Bremskraft wird auf die Räder an der äußeren Seite hinsichtlich der
Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht, während die Bremssteuerung während der
Kurvenfahrt durchgeführt
wird. Die Bremskraft, die auf die Räder an der äußeren Seite hinsichtlich der
Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, beträgt nämlich Null, während die
Bremskraft, die auf die Räder
an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht
wird, größer als
Null ist. Jedoch kann eine Bremskraft, die größer als Null ist, auf das Rad
an der äußeren Seite
hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht werden, während die
Bremssteuerung während
der Kurvenfahrt durchgeführt
wird. In diesem Fall werden dieselben Ergebnisse wie bei der Bremssteuerung
während
der Kurvenfahrt gemäß jedem
der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele erhalten, wenn
die Bremskraft, die auf das Rad an der inneren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird, größer ist als die Bremskraft,
die auf die Räder
an der äußeren Seite hinsichtlich
der Fahrzeugkurvenrichtung aufgebracht wird.
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Die
gegenwärtigen
Beispiele und Ausführungsbeispiele
sollen als darstellend und nicht als einschränkend betrachtet werden, und
die Erfindung ist nicht auf die hierbei vorgegebenen Einzelheiten beschränkt, sondern
sie kann innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche abgewandelt werden.
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Es
ist ein Bremssteuergerät
offenbart, das bei einem Fahrzeug verwendet wird, welches Räder an der
linken und an der rechten Seite aufweist, und das eine Bremskraft
steuert, die für
jedes Rad vorgesehen wird. Das Bremssteuergerät hat einen Bereich zum Berechnen
einer Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit, einen Bereich zum Berechnen
eines Lenkwinkels und eine ECU. Eine Bremskraft wird für ein Rad
an der inneren Seite hinsichtlich der Fahrzeugkurvenrichtung in
jenem Fall vorgesehen, wenn der Absolutwert des Lenkwinkels gleich
oder größer ist als
der voreingestellte Schwellwert des Lenkwinkels. Falls die Fahrzeuggeschwindigkeit
kleiner als der voreingestellte Geschwindigkeitsschwellwert ist,
wird die Bremskraft kleiner als die Bremskraft in jenem Fall, wenn
die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit gleich oder größer als
der Geschwindigkeitsschwellwert ist.