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DE102007009684B4 - Mechanischer Bleistift - Google Patents

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Abstract

Mechanischer, einen Vorschubmechanismus für Minen aufweisender Bleistift, umfassend eine Minenbremse (4) mit einem im wesentlichen zylindrischen, von einer Bohrung (6) axial durchsetzten, zur Aufnahme und zum Festklemmen einer Mine dienenden Klemmkörper (7) und mit einem gegenüber diesem radial erweiterten, zur axialen Führung der Minenbremse in einem Gleitbereich (3) des Stiftes dienenden Gleitkörper, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper als Gleitring (13) ausgestaltet ist, der den Klemmkörper (7) mit Radialabstand umgreift, und mit diesem über mehrere, Durchbrechungen (23) zwischen sich freilassende Radialstege (14) verbunden ist, und dass an der Außenseite von sich jeweils zwischen zwei benachbarten Stegen erstreckenden Wandsegmenten (24) des Gleitrings (13) jeweils ein radial abstehender Vorsprung (25) angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen mechanischen Bleistift. Ein solcher etwa aus DE 195 027 791 A1 bekannter Bleistift weist einen etwa hülsenförmigen, mit einer Spitze versehenen Schaft auf, in dem ein Minenreservoir und ein dem axialen Vorschub einer Mine dienender, beispielsweise aus DE 39 15 331 C2 oder US4,896,982 bekannter Vorschubmechanismus angeordnet ist. Der Minenvorschub umfasst eine Spannvorrichtung, die durch eine axial wirksamen Druckmechanismus oder auch durch einen Drehmechanismus betätigbar ist. Die Spitze ist von einer Durchgangsöffnung durchsetzt, wobei in der Durchgangsöffnung ein die Mine reibschlüssig haltendes Teil, eine sog. Minenbremse angeordnet ist. Die Minenbremse umfasst einen zylindrischen, von einer Bohrung axial durchsetzten, zur reibschlüssigen Halterung der Mine dienenden Klemmkörper und einen radial erweiterten Gleitkörper. Dieser ist in einem Gleitbereich der Durchgangsöffnung angeordnet und so bemessen, dass er aufgrund elastischer Rückstellkräfte radial gegen den Gleitbereich gedrückt wird, so dass er bei Beaufschlagung mit einer Axialkraft axial verschiebbar ist. Der Gleitkörper der Minenbremse ist ein im Gebrauchszustand des Stiftes aus dessen Spitze herausragendes Minenröhrchen verbunden. Aufgrund der axialen Verschiebbarkeit der Minenbremse kann das Minenröhrchen, indem es beispielsweise gegen eine Schreibunterlage gedrückt wird, in die Durchgangsöffnung hinein geschoben werden. Der Klemmkörper ist so ausgelegt, dass er die Mine mit einer Reibungskraft festhält, die kleiner ist als die bei einer Axialverschiebung der Minen bremse bzw. des Gleitkörpers im Gleitbereich auftretende Reibungskraft.
  • Minenbremsen sind üblicherweise aus Kunststoff gespritzt. Dabei werden in der Regel Werkzeuge verwendet, die eine Vielzahl von Formnestern aufweisen. Schon allein daraus ergibt sich ein Problem hinsichtlich der am fertigen Produkt auftretenden Toleranzen. Hinzu kommen noch prozessbedingte Toleranzen. Schließlich treten auch bei der Herstellung der Minenspitze bzw. des Gleitbereichs Abweichungen von den Sollmaßen auf, so dass je nach Toleranzlage die Minenbremse mit zu hohen oder zu geringen Reibungskräften im Gleitbereich geführt ist. Das Zurückfahren der Minenbremse zusammen mit dem mit ihr verbundenen Minenröhrchen 8 kann dementsprechend je nach Toleranzlage unterschiedliche Kräfte erfordern.
  • Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Minenbremse für einen Druckbleistift vorzuschlagen, die in dieser Hinsicht verbessert ist.
  • Diese Aufgabe wird nach Anspruch 1 dadurch gelöst, dass der Gleitkörper als Gleitring ausgestaltet ist, der den Klemmkörper mit Radialabstand umgreift, und mit diesem über mehrere, Durchbrechungen zwischen sich freilassende Radialstege verbunden ist, und dass an der Außenseite von sich jeweils zwischen zwei benachbarten Stegen erstreckenden Wandsegmenten des Gleitrings jeweils ein radial abstehender Vorsprung angeordnet ist. Wie bereits eingangs erwähnt wurde, liegt der Gleitkörper bzw. der Gleitring mit radialer Vorspannung im Gleitbereich ein. Dementsprechend werden die Wandsegmente gegen elastische Rückstellkräfte radial nach innen gedrückt, wobei sie sich abflachen. Toleranzabweichungen des Gleitbereiches des Stifts und des Gleitrings werden nun durch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Verformung bzw. Abflachung der Wandsegmente kompensiert, so dass unabhängig von der jeweiligen Toleranzlage eine Axialverschiebung der Minenbremse stets mit nahezu gleicher Axialkraft gewährleistet ist.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
  • 1 einen Axialschnitt durch den spitzen Bereich eines Druckbleistifts,
  • 2 eine perspektivische Ansicht einer Minenbremse,
  • 3 eine perspektivische Ansicht der Minenbremse von ihrer Rückseite her bzw. in Richtung des Pfeiles III in 2,
  • 4 eine weitere perspektivische Ansicht der Minenbremse,
  • 5 einen perspektivischen Axialschnitt der Minenbremse,
  • 6 eine Draufsicht in Richtung des Pfeils VI in 4,
  • 7 eine Seitenansicht der Minenbremse,
  • 8 einen Schnitt entsprechend Linie VIII-VIII in 6,
  • 9 eine Draufsicht auf die Rückseite der Minenbremse bzw. in Richtung des Pfeils IX in 5,
  • 10 einen Axialschnitt entsprechend Linie X-X in 7,
  • 11 das Detail XI aus 10,
  • 12 eine abgewandelte Minenbremse in einer 6 entsprechenden Darstellung.
  • Die Minenbremse 4, die in 1 im Montagezustand, also eingebaut in eine Spitze 1a eines Stifts 1 gezeigt ist, umfasst einen im Wesentlichen zylindrischen Klemmkörper 7. Von dessen vorderen Stirnseite 5 her sind in diesen zwei diametral gegenüberliegende Axialschlitze 9 eingebracht. Auf diese Weise sind zwei sich diametral gegenüberliegende Haltezungen 10 gebildet, die auf ihrer Innenseite jeweils eine radial nach innen ragende Noppe 12 tragen. Wird eine Mine durch die Vorschubmechanik des Stifts 1 durch die Bohrung 6 gefördert, passiert die Mine die Noppen 12, wodurch die Haltezungen 10 radial aufgespreizt werden und die Mine aufgrund elastischer Rückstellkräfte reibschlüssig halten. Das hintere Ende des Klemmkörpers 7 ist von einem Gleitring 13 mit Radialabstand koaxial umgriffen. Der Gleitring 13 ist über wenigstens zwei, vorzugsweise über drei Radialstege 14 mit dem Klemmkörper 7 verbunden, wobei die Radialstege 14 gleichmäßig über den Umfang des Gleitrings 13 verteilt sind. Die Außenfläche 15 des Gleitrings 13 verläuft zylindrisch und koaxial zum Klemmkörper 7 bzw. zur Mittellängsachse 16 der Minenbremse 4. Ein sich von der vorderen Stirnseite 17 des Gleitrings 13 nach hinten erstreckender Längsabschnitt 18 weist eine geringere Wandstärke auf, als ein sich daran anschließender, zur hinteren Stirnseite 19 erstreckender zweiter Längsabschnitt 20. Die den Klemmkörper 7 mit dem Ring 13 verbindenden Radialstege 14 sind an der Innenwand 22 des ersten Längsabschnitts 18 angeformt. Ihre axiale Erstreckung entspricht etwa der axialen Erstreckung des ersten Längsabschnitts 18. Aufgrund der Fixierung des Rings 13 über Stege 14 am Klemmkörper 7 erstrecken sich zwischen benachbarten Radialstegen 14 kreisbogenförmige Durchbrechungen 23. An der Außenfläche 15 von sich zwischen zwei benachbarten Radialstegen 14 erstreckenden Wandsegmenten 24 ist jeweils ein radial nach außen ragender Vorsprung 25 angeformt. Die Vorsprünge 25 sind, ebenso wie die Radialstege 14, gleichmäßig über den Umfang des Ringes 13 verteilt, aber ge genüber diesen um jeweils 45° verdreht angeordnet, so dass sie – in Umfangsrichtung gesehen – mittig an den Wandsegmenten positioniert sind. Die axiale Erstreckung der Vorsprünge 25 entspricht etwa der axialen Erstreckung des Rings 13. Die Vorsprünge 25 weisen eine erste, sich von der vorderen Stirnseite 17 weg erstreckende erste Konusfläche 26 und eine zweite, sich an diese anschließende und sich nahezu bis zur hinteren Stirnseite 19 des Rings 13 erstreckende zweite Konusfläche 27 auf, welche eine größere axiale Länge hat, als die erste Konusfläche 26. Die erste Konusfläche dient als Einführschräge beim Einsetzen einer Minenbremse 4 in den Gleitbereich 3.
  • Der Gleitring 13 liegt mit seinen drei Vorsprüngen 25 an der Innenwand 11 des zylindrischen Gleitbereichs 3 der Stiftspitze 1 an. Die lichte Weite der Vorsprünge 25 bzw. der Durchmesser eines sie umgreifenden gedachten Umkreises ist größer als der Innendurchmesser des Gleitbereichs 3, wodurch die Wandbereiche 24 radial nach innen gedrückt und dabei abgeflacht werden. Was die Anzahl der Vorsprünge betrifft, so sind prinzipiell zumindest zwei Vorsprünge erforderlich, um die Minenbremse axial verschiebbar im Gleitbereich zu führen und zentrisch zu lagern. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Dreipunktlagerung der Minenbremse 4 durch drei in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilte Vorsprünge 25. Die die Vorsprünge 25 tragenden Wandsegmente 24 sind aufgrund ihrer geringen Wandstärke elastisch verformbar. Im Montagezustand sind die Wandsegmente leicht abgeflacht bzw. etwas radial nach innen gedrückt, so dass die Vorsprünge 25 aufgrund elastischer in Radialrichtung wirkender Rückstellkräfte an die Innenwand 11 des Gleitbereichs 3 gedrückt werden. Aufgrund der Mehr- bzw. der bevorzugten Dreipunktlagerung der Minenbremse 4 im Gleit bereich 3 wird eine etwa toleranzbedingte Abweichung des Gleitbereichs 3 von der Kreisform durch die radiale Beweglichkeit der Vorsprünge 25 kompensiert, so dass die Minenbremse auch bei Vorliegen der genannten Situation in Axialrichtung mit nahezu konstanter Kraft im Gleitbereich 3 verschiebbar ist. Durch die Dreipunktlagerung ist außerdem eine Zentrierung der Minenbremse 4 im Gleichbereich 3 gewährleistet. Dies ist insbesondere dann gewährleistet, wenn die Vorsprünge Punkt- oder linienförmig mit dem Gleitbereich in Kontakt stehen. Die Anpassungsfähigkeit des Gleitkörpers 5 an unterschiedliche Toleranzlagen kann noch erhöht werden, indem die Wandstärke eines Teilbereichs 31 der Wandsegmente 24a weiter verringert wird, was bei einem der drei Wandsegmente 24 in 12 angedeutet ist. Ein Teilbereich 31 kann einen Vorsprung 25 tragen oder auch seitlich versetzt davon angeordnet sein. Aufgrund der Keilform der Vorsprünge 25 bzw. des Vorhandenseins der beiden Konusflächen 26, 27 stehen die Vorsprünge 25 im Wesentlichen nur mit der die beiden Konusflächen 26, 27 miteinander verbindenden Scheitelkante 28, also linienförmig mit der Innenwand 11 des Gleitbereichs 3 in Kontakt.
  • Der hintere Abschnitt der dem Klemmkörper 7 durchsetzenden Bohrung 6 ist als ein etwa trichterförmig erweiterter Bereich 33 ausgestaltet, der etwa die Form eines Schalltrichters einer Trompete aufweist. Die trichterförmige Erweiterung setzt sich stufenlos in die hinteren Stirnseiten 29 der Stege 14 fort. Durch die trichterförmige Ausgestaltung des hinteren Bohrungsbereiches ist gewährleistet, dass von der Stiftmechanik nachgelieferte Stiftminen problemlos in die Bohrung 6 des Klemmkörpers 7 gelangen können.
  • Wegen der größeren Wandstärke des zweiten Längsabschnitts 20 des Rings 13 sind die Durchbrechungen 23 an ihrer hinteren Seite verengt. Die Wandstärke des zweiten Längsabschnitts 20 ist nun so gewählt, dass die Durchbrechungen 13 an ihrem hinteren Ende eine lichte Weite 30 aufweisen, die kleiner ist als 0,35 mm, vorzugsweise kleiner als 0,25 mm. Die dünnsten in Druckbleistiften üblicherweise eingesetzten Minen weisen einen Durchmesser von 0,35 mm auf. Somit kann eine Mine oder ein Minenbruchstück nicht durch eine Durchbrechung 23 hindurchtreten.
  • An einem sich von dem Ring 13 weg erstreckenden Längsabschnitt 32 des Klemmkörpers 7 sind Axialrippen 32 angeformt, auf die das Minenröhrchen 8 aufgesteckt ist (1).

Claims (10)

  1. Mechanischer, einen Vorschubmechanismus für Minen aufweisender Bleistift, umfassend eine Minenbremse (4) mit einem im wesentlichen zylindrischen, von einer Bohrung (6) axial durchsetzten, zur Aufnahme und zum Festklemmen einer Mine dienenden Klemmkörper (7) und mit einem gegenüber diesem radial erweiterten, zur axialen Führung der Minenbremse in einem Gleitbereich (3) des Stiftes dienenden Gleitkörper, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper als Gleitring (13) ausgestaltet ist, der den Klemmkörper (7) mit Radialabstand umgreift, und mit diesem über mehrere, Durchbrechungen (23) zwischen sich freilassende Radialstege (14) verbunden ist, und dass an der Außenseite von sich jeweils zwischen zwei benachbarten Stegen erstreckenden Wandsegmenten (24) des Gleitrings (13) jeweils ein radial abstehender Vorsprung (25) angeordnet ist.
  2. Bleistift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring (13) drei Radialstege (14) und dementsprechend drei Wandsegmente (24) und drei Vorsprünge (25) aufweist.
  3. Bleistift nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Vorsprünge (25) – in Umfangsrichtung gesehen – mittig an einem Wandsegment (24) angeordnet ist.
  4. Bleistift nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Vorsprung (25) punkt- oder linienförmig mit dem Gleitbereich (3) in Kontakt steht.
  5. Bleistift nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (25) eine sich von der vorderen Stirnseite (17) des Gleitrings wegerstreckende, sich zur Spitze (1) hin verjüngende Konusfläche (26) aufweisen.
  6. Bleistift nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (25) eine zweite Konusfläche (27) aufweisen, die sich an die erste Konusfläche (26) anschließt und sich zum hinteren Stiftende hin verjüngt, wobei die beiden Konusflächen über eine sich in Umfangsrichtung erstreckende, mit dem Gleitbereich (3) in Kontakt stehende Scheitelkante (28) ineinander übergehen.
  7. Bleistift nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Wandsegment (24) einen Teilbereich (31) mit einer verringerten Wandstärke aufweist.
  8. Bleistift nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilbereich (31) einen Vorsprung (25) trägt.
  9. Bleistift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen (23) – in Radialrichtung gesehen – eine lichte Weite aufweisen, die kleiner ist als der Durchmesser einer im Druckbleistift eingesetzten Mine.
  10. Bleistift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein hinterer Abschnitt der den Klemmkörper (7) axial durchsetzenden Bohrung (6) zum hinteren Ende des Stifts hin etwa trichterförmig erweitert ist.
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