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DE102007009659A1 - Laser-Scanning-Mikroskop mit einem UV-Beleuchtungsstrahlengang - Google Patents

Laser-Scanning-Mikroskop mit einem UV-Beleuchtungsstrahlengang Download PDF

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DE102007009659A1
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laser
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laser scanning
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Dieter Dr. Huhse
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Carl Zeiss Microscopy GmbH
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Carl Zeiss MicroImaging GmbH
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Abstract

Verwendung eines DPSS-Lasers mit Frequenzvervielfachung im cw-Betrieb zur Erzeugung von UV-Strahlung und Einkopplung in den Scankopf eines Laser-Scanning-Mikroskops über eine Monomode-Lichtleitfaser sowie Laser-Scanning-Mikroskop mit einem UV-Beleuchtungsstrahlengang, wobei eine Lichtquelle über eine Monomodefaser in den Strahlengang des Mikroskops eingekoppelt wird, wobei die Lichtquelle ein DPSS-Laser mit Frequenzvervielfachung im cw-Bereich ist.

Description

  • Stand der Technik
  • In einem Laser-Scanning-System werden Laser unterschiedlicher Leistungsklassen verwendet. Weiterhin ist ein Laser-Scanning-System durch eine große Anzahl von variablen Modulen gekennzeichnet, die als Detektor oder zur Beleuchtung dienen. Ein konfokales Scanmikroskop enthält ein Lasermodul, das bevorzugt aus mehreren Laserstrahlquellen besteht, die Beleuchtungslicht unterschiedlicher Wellenlängen erzeugen. Eine Scaneinrichtung, in die das Beleuchtungslicht als Beleuchtungsstrahl eingekoppelt wird, weist einen Hauptfarbteiler, einen x-y-Scanner und ein Scanobjektiv auf, um den Beleuchtungsstrahl durch Strahlablenkung über eine Probe zu führen, die sich auf einem Mikroskoptisch einer Mikroskopeinheit befindet. Ein dadurch erzeugter von der Probe kommender Messlichtstrahl wird über einen Hauptfarbteiler und eine Abbildungsoptik auf mindestens eine konfokale Detektionsblende (Detektionspinhole) eines Detektionskanals gerichtet.
  • In 1 ist schematisch ein derartiger Strahlengang eines Laser-Scanning-Mikroskopes dargestellt.
  • Dargestellt sind hier die Module: Lichtquelle, Scanmodul/Detektionseinheit und Mikroskop. Diese Module werden im folgenden näher beschrieben. Es wird zusätzlich auf DE 19 702 753 A1 verwiesen.
  • Zur spezifischen Anregung der verschiedenen Farbstoffe in einem Präparat werden in einem LSM Laser mit verschiedenen Wellenlängen eingesetzt. Die Wahl der Anregungswellenlänge richtet sich nach den Absorptionseigenschaften der zu untersuchenden Farbstoffe. Der Anregungsstrahlung wird im Lichtquellenmodul erzeugt. Zum Einsatz kommen hierbei verschiedene Laser (u. a. Argon, Argon Krypton, TiSa-Laser). Weiterhin erfolgt im Lichtquellenmodul die Selektion der Wellenlängen und die Einstellung der Intensität der benötigten Anregungswellenlänge, z. B. durch den Einsatz eines akusto-optischen Kristalls. Anschließend gelangt die Laserstrahlung über eine Faser oder eine geeignete Spiegelanordnung in das Scanmodul.
  • Die in der Lichtquelle erzeugte Laserstrahlung wird mit Hilfe des Objektivs beugungsbegrenzt über die Scanner, die Scanoptik und die Tubuslinse in das Präparat fokussiert. Der Fokus rastert punktförmig die Probe in x-y-Richtung ab. Die Pixelverweilzeiten beim Scannen über die Probe liegen meist im Bereich von weniger als einer Mikrosekunde bis zu einigen 100 Mikrosekunden.
  • Bei einer konfokalen Detektion (descanned Detection) des Fluoreszenzlichtes, gelangt das Licht das aus der Fokusebene (Specimen) und aus den darüber- und darunterliegenden Ebenen emittiert wird, über die Scanner auf einen dichroitischen Strahlteiler (MD). Dieser trennt das Fluoreszenzlicht vom Anregungslicht. Anschließend wird das Fluoreszenzlicht auf eine Blende (konfokale Blende/Pinhole) fokussiert, die sich genau in einer zur Fokusebene konjugierten Ebene befindet. Dadurch werden Fluoreszenzlichtanteile außerhalb des Fokus unterdrückt. Durch Variieren der Blendengröße kann die optische Auflösung des Mikroskops eingestellt werden. Hinter der Blende befindet sich ein weiterer dirchroitischer Blockfilter (EF) der nochmals die Anregungsstrahlung unterdrückt. Nach Passieren des Blockfilters wird das Fluoreszenzlicht mittels eines Punktdetektors (PMT) gemessen.
  • Bei Verwendung einer Mehrphotonen-Absorption erfolgt die Anregung der Farbstofffluoreszenz in einem kleinen Volumen an dem die Anregungsintensität besonders hoch ist. Dieser Bereich ist nur unwesentlich größer als der detektierte Bereich bei Verwendung einer konfokalen Anordnung. Der Einsatz einer konfokalen Blende kann somit entfallen und die Detektion kann direkt nach dem Objektiv erfolgen (non descannte Detektion).
  • In einer weiteren Anordnung zur Detektion einer durch Mehrphotonenabsorption angeregten Farbstofffluoreszenz erfolgt weiterhin eine descannte Detektion, jedoch wird diesmal die Pupille des Objektives in die Detektionseinheit abgebildet (nichtkonfokal descannte Detektion).
  • Von einem dreidimensional ausgeleuchteten Bild wird durch beide Detektionsanordnungen in Verbindung mit der entsprechenden Einphotonen bzw. Mehrphotonen-Absorption nur die Ebene (optischer Schnitt) wiedergegeben, die sich in der Fokusebene des Objektivs befindet. Durch die Aufzeichnung mehrerer optische Schnitte in der x-y Ebene in verschiedenen Tiefen z der Probe kann anschließend rechnergestützt ein dreidimensionales Bild der Probe generiert werden. Das LSM ist somit zur Untersuchung von dicken Präparaten geeignet. Die Anregungswellenlängen werden durch den verwendeten Farbstoff mit seinen spezifischen Absorptionseigenschaften bestimmt. Auf die Emissionseigenschaften des Farbstoffes abgestimmte dichroitische Filter stellen sicher, dass nur das vom jeweiligen Farbstoff ausgesendete Fluoreszenzlicht vom Punktdetektor gemessen wird.
  • In biomedizinischen Applikationen werden zur Zeit mehrere verschiedene Zellregionen mit verschiedenen Farbstoffe gleichzeitig markiert (Multifluoreszenz).
  • Die einzelnen Farbstoffe können mit den Stand der Technik entweder aufgrund verschiedener Absorptionseigenschaften oder Emissionseigenschaften (Spektren) getrennt nachgewiesen werden. Dazu erfolgt eine zusätzliche Aufspaltung des Fluoreszenzlichts von mehreren Farbstoffen mit den Nebenstrahlteilern (DBS) und eine getrennte Detektion der einzelnen Farbstoffemissionen in getrennten Punktdetektoren (PMT).
  • Das LSM LIVE der Carl Zeiss Micolmaging GmbH realisiert einen sehr schnellen Linienscanner mit einer Bilderzeugung um 120 Bildern pro Sekunde
    (http://www.zeiss.de/c12567be00459794/Contents-Frame/fd9fa0090eee01a641256a550036267b).
  • Die Verbindung der Lichtquellenmodule mit dem Scanmodul erfolgt in der Regel über Lichtleitfasern.
  • Das Einkoppeln mehrerer unabhängiger Laser in eine Faser zur Übertragung zum Scankopf wurde beispielsweise in Pawley: „Handbook of Confocal Microskopy„ Plenum Press, 1994, Seite 151, beschrieben.
  • In der konfokalen Laserscanmikroskopie werden immer häufiger Experimente mit UV-Laserlicht im Bereich von ca. 350–365 nm durchgeführt.
  • Zur Erzeugung dieser Laserstrahlung wurde bisher meistens ein spezieller Ar-Laser verwendet, der groß und teuer ist. Da er zudem einen extrem kleinen Wirkungsgrad aufweist, ist eine aufwändige Luft- oder manchmal sogar Wasserkühlung erforderlich. Eine zweite, bekannte Methode besteht darin, einen gepulsten, modengekoppelten (üblicherweise, aber nicht zwingend diodengepumpten) Nd:YAG-Laser mit einer Laseremission bei 1064 nm als primäre Laserquelle zu verwenden. Die Ausgangspulse werden dann in einer geeigneten Anordnung, beispielsweise in einem nachgeordneten nichtlinearen optischen Element, in ihrer optischen Frequenz verdreifacht (third harmonic generation, THG), d. h. die Wellenlänge wird gedrittelt. Es ergeben sich Ausgangspulse mit einer Wellenlänge von 355 nm. Es ist auch möglich, das THG-Element direkt in die Laserkavität einzubauen, um letztlich denselben Effekt zu erzielen.
  • Der Nachteil dieser Methode ist, dass man durch die gepulste UV-Ausgangsstrahlung sehr hohe Pulsspitzenleistungen benötigt, um eine für seine Anwendungen genügend hohe Durchschnittsleistung zu erhalten.
  • Durch die hohe Pulsspitzenleistung wird jedoch die Oberfläche der Glasfaser, in die die Laserstrahlung eingekoppelt und zum Scankopf hin geleitet wird, sehr schnell zerstört.
  • Dies wird in seiner Wirkung noch dadurch verstärkt, dass man für ein LSM normalerweise eine polarisationserhaltende (polarization maintaining, PM), einmodige (single mode, SM) Glasfaser verwendet.
  • In PM-SM-Glasfasern existieren durch den inneren Aufbau üblicherweise hohe mechanische Spannungen, die gerade für die PM-Eigenschaften sorgen. Durch diese inneren Spannungen wird nun die Zerstörschwelle der Fasern weiter herabgesetzt, so dass ein Degradieren der Faser bei noch kleineren Leistungen einsetzt. Dadurch sind diese gepulsten UV-Laser für ein fasergekoppeltes LSM so nicht oder nur bei für viele Anwendungen zu geringen Leistungen verwendbar.
  • Darstellung der Erfindung und ihrer Wirkungen und Vorteile Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass sich die oben genannten Probleme durch die Verwendung eines diodengepumpten Festkörperlasers (diode pumped solid state, DPSS), der zur Erzeugung von UV Strahlung frequenzverdreifacht wird und im cw-Betrieb läuft, lösen lassen.
  • Solche Laser werden derzeit beispielsweise von der Firma Oxxius, 4 rue Louis de Broglie, F-22300 Lannion, France beschrieben (http://www.oxxius.com). Erste Geräte wurden bereits erfolgreich demonstriert, wenn auch derzeit mit für manche Anwendungen zu geringen Laserleistungen. Laser mit höherer Leistung befinden sich jedoch bereits in der Entwicklung.
  • Der mögliche Aufbau des LSM mit dem Laser ist in 2 skizziert.
  • Der Laser L wird über eine Einkoppeloptiok KO in eine Monomodefaser F eingekoppelt und wie obern beschrieben in den LSM Strahlengang MI eingekoppelt. Einzelheiten zum cw-DPSS-THG-Laser kann man der beiliegenden Veröffentlichung von Oxxius entnehmen.
  • Durch den cw-Betrieb entstehen keine hohen Pulsspitzenleistungen, und die Stirnseite der Glasfaser wird weniger stark als im Pulsbetrieb beansprucht. Dadurch ist die Verwendung höhere Durchschnittsleistungen als bei gepulsten Systemen für die Experimente am LSM möglich. Durchschittsleistungen (aus einem cw-Laser) von deutlich mehr als 50 mW werden heutzutage vom Anwender benötigt und in handelsüblichen LSms, beispielsweise dem LSM 510 von Carl Zeiss, eingesetzt. Im Pulsbetrieb arbeitende UV-Laser zerstören die Stirnseite der Glasfaser jedoch innerhalb weniger Stunden.
  • Es ist von Vorteil, wenn man den Laserstrahl vor der Einkopplung in die Glasfaser noch durch einen AOM (oder AOTF) leitet, siehe Skizze in 3.
  • In diesem Fall lässt sich die optische Leistung regulieren oder beim Scannen eine „region of interest (ROI)" durch definierte schnelle Ab- und Abschaltung definieren (19829981 C2).
  • Weiterhin kann auch ein Shutter zwischen Laser und AOM bzw. Glasfaser sitzen könnte, um die Belastung der Faser während der Zeiten, zu denen keine Bildaufnahme stattfindet, zu verringern.
    • • Der Laser muss nicht unbedingt diodengepumpt sein, andere Pumparten (welche auch immer) sind auch denkbar.
    • • Prinzipiell können auch andere Laser als Nd:YAG als Ausgangslaser verwendet werden, sofern deren Wellenlänge (bei Verwendung von THG) im Bereich um 1064 nm liegt.
    • • Auch frequenzverdoppelte Festkörper cw-Laser (sofern es welche mit Wellenlänge im Bereich 710 nm gibt) können verwendet werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19702753 A1 [0003]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - http://www.zeiss.de/c12567be00459794/Contents-Frame/fd9fa0090eee01a641256a550036267b [0012]
    • - „Handbook of Confocal Microskopy„ Plenum Press, 1994, Seite 151 [0014]
    • - http://www.oxxius.com [0022]

Claims (5)

  1. Verwendung eines DPSS Lasers mit Frequenzvervielfachung im cw Betrieb zur Erzeugung von UV Strahlung und Einkopplung in den Scankopf eines Laser-Scanning-Mikroskopes über eine Monomode-Lichtleitfaser.
  2. Laser Scanning Mikroskop mit einem UV-Beleuchtungsstrahlengang, wobei eine Lichtquelle über eine Monomodefaser in den Strahlengang des Mikroskops eingekoppelt wird, dadurch gekennzeichnet dass die Lichtquelle ein DPSS Lasers mit Frequenzvervielfachung im cw Betrieb ist.
  3. Laser-Scanning-Mikroskop nach Anspruch 2, wobei die Frequenzvervielfachung über nichtlineare optische Elemente erfolgt.
  4. Laser-Scanning-Mikroskop nach Anspruch 1 oder 3, wobei eine Frequenzverdopplung- oder verdreifachung zur Erzeugung der UV Strahlung erfolgt.
  5. Laser-Scanning-Mikroskop nach Anspruch 2, 3 oder 4, wobei ein akustooptisches Element der Lichtquelle vor- oder nach der Faser nachgeordnet ist.
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