DE102007009633A1 - Verfahren zur Herstellung von einer Dekorhaut - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dekorhäuten für Fahrzeuginnenausstattungsteile, wobei eine reaktionsfähige Polyurethanmasse in ein Spritzwerkzeug eingebracht wird und dort chemisch aushärtet.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dekorhäuten für Fahrzeuginnenausstattungsteile, wobei eine reaktionsfähige Polyurethanmasse in ein Spritzwerkzeug eingebracht wird und dort chemisch aushärtet.
- Derartige Herstellungsverfahren sind beispielsweise aus der
DE 101 60 173 A1 bekannt. Diese Herstellungsverfahren haben jedoch den Nachteil, dass insbesondere großflächige Dekorhäute oftmals Fehler aufweisen und dass die Haptik nicht ansprechend ist. - Es war deshalb die Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung von Dekorhäuten für Fahrzeuginnenausstattung zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweisen.
- Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung von Dekorhäuten für Fahrzeuginnenausstattungsteile, wobei eine reaktionsfähige Polyurethanmasse in ein Spritzwerkzeug eingebracht wird und dort chemisch aushärtet und mindestens eine Komponente vor dem Einbringen in das Spritzwerkzeug mit einem Gas beladen wird.
- Es war für den Fachmann erstaunlich und nicht zu erwarten, dass mit dem erfindungsgemäßen Verfahren großflächige Dekorhäute fehlerfrei herstellbar sind. Die gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Dekorhäute weisen eine für den Benutzer angenehme Haptik auf. Das erfindungsgemäße Verfahren ist einfach und kostengünstig herzustellen.
- Erfindungsgemäß werden die Dekorhäute aus Polyurethan hergestellt. Dafür werden ein Polyalkohol und ein Polyisozyanat in ein Spritzwerk dosiert und vermischen sich dort miteinander. Nach oder während der Vermischung erfolgt die Polyadditionsreaktion.
- Als Ausgangsverbindung können aliphatische oder aromatische Komponenten eingesetzt werden.
- Erfindungsgemäß wird/werden mindestens eine, vorzugsweise beide Komponenten, vor dem Einbringen in das Spritzwerkzeug mit einem Gas beladen. Vorzugsweise erfolgt die Ladung mit dem Gas bereits in dem Vorratsbehälter der jeweiligen Komponente. Ganz besonders bevorzugt wird das Gas feinblasig in der jeweiligen Komponente verteilt. Das Gas liegt dann gelöst oder feinblasig verteilt in der jeweiligen Reaktionskomponente vor. Das Gas kann einem Netz entnommen werden und/oder in Vorratsbehältern in der Nähe der Produktionsanlage zur Verfügung gestellt werden. Vorzugsweise wird das Gas mit einem Statikrührer und/oder einem Düsensystem in eine oder beide Komponenten eingebracht. Vorzugsweise steht der Vorratsbehälter unter Druck. Weiterhin bevorzugt weist der Vorratsbehälter ein Umpumpsystem auf.
- In einer anderen bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Beladung mindestens einer der Komponenten mit einem Gas durch ein mit Druck beaufschlagtes Tank-in-Tank-System. Die Beladung erfolgt an einem Komponenten-Fallvorhang vorzugsweise in der Druckumgebung des Doppeltanks. Dabei wird die Komponente durch ständiges Umpumpen immer wieder in den inneren Tank eingeleitet, läuft oben aus dem inneren Tank und bildet somit einen definiert hohen Fallvorhang zum Außenbehälter, aus dem es wieder entnommen wird. Die höhe des Fallvorhanges und der Behälterinnendruck bestimmen den Grad der Beladung der jeweiligen Komponente. Die Temperierung der jeweiligen Komponente geschieht vorzugsweise in dem inneren Tank oder außerhalb des Tankes. Das ständige Umpumpen der Komponente ersetzt Rühraggregate.
- Als Gas eignen sich Stickstoff, Sauerstoff Kohlendioxid, ein Edelgas oder eine Mischung aus mindestens zwei dieser Gase. Ganz besonders bevorzugt ist das Gas jedoch Luft.
- Durch die Gasbeladung wird das Fließverhalten und das Reaktionsverhalten der Komponenten und damit die resultierende Dekorhaut beeinflusst.
- Vorzugsweise beträgt die Gasbeladung bis zu 700 g/Kg, besonders bevorzugt 5–650 g/kg und ganz besonders bevorzugt 40–600 g/kg Reaktionskomponente, wobei die Oberflächengüte mit zunehmender Gasbelagung steigt und die Dichte der resultierenden Dekorhaut mit zunehmender Gasbeladung sinkt.
- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Dekorhäute mit einer Dicke von 0,2 bis 20 mm herstellen. Vorzugsweise weist die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Dekorhaut jedoch keine konstante Dicke auf. Vorzugsweise ist die Dichte der resultierenden Dekorhaut in Bereichen mit einer kleineren Dicke größer als in Bereichen mit einer größeren Dicke.
- Durch diese bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass die Dekorhaut Bereiche mit einer hohen Elastizität aufweist. Derartige elastische Bereiche können beispielweise Dekorhäute für Armauflagen, das Armaturenbrett und dergleichen sein, die weicher gestaltet sind als beispielsweise vertikale Bereiche, die sich daran anschließen.
- Vorzugsweise wird durch die Gasbeladung in der Dekorhaut ein innerer Druck erzeugt, der dazu führt, dass das Spritzwerkzeug besser ausgeformt wird, was sowohl die optischen als auch die mechanischen Eigenschaften der resultierenden Dekorhaut verbessert. Dieses bevorzugte Ausführungsform ist insbesondere für die Herstellung von Dekorhäuten mit einer narbenartigen Struktur geeignet.
- Weiterhin bevorzugt wird das Fliesverhalten der jeweiligen Reaktionskomponente durch die Gasbeladung verändert, was ebenfalls die Ausformung des Spritzwerkzeuges verbessert und somit in besseren optischen und mechanischen Eigenschaften der Dekorhaut resultiert.
- Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, die Reaktionswärme in Teilbereichen der Dekorhaut zu reduzieren. Insbesondere in den Bereichen der Dekorhaut mit einer großen Dicke, sorgt die Gasbeladung dafür, dass weniger Reaktionsmasse pro Volumeneinheit zur Verfügung steht. Dadurch wird die entstehende Reaktionswärme reduziert, was zu einer reduzierten Anzahl an Fehlern in der Oberfläche der hergestellten Dekorhaut resultiert.
- Die resultierende Dekorhaut weist eine geringere relative Dichte, eine bessere Haptik, eine geringere Stauchhärte, eine verbesserte Oberflächengüte, eine bessere Oberflächenqualität, homogenere Farben und/oder die Ausgangsmaterialien bessere Fließeigenschaften auf.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10160173 A1 [0002]
Claims (7)
- Verfahren zur Herstellung von Dekorhäuten für Fahrzeuginnenausstattungsteile, wobei eine reaktionsfähige Polyurethanmasse in ein Spritzwerkzeug eingebracht wird und dort chemisch aushärtet, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Komponente vor dem Einbringen in das Spritzwerkzeug mit einem Gas beladen wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente in einem Vorratsbehälter mit dem Gas beladen wird.
- Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas Luft ist.
- Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas in der Komponente fein verteilt wird.
- Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Höhe der Gasbeladung die haptischen Eigenschaften der Dekorhaut beeinflusst werden.
- Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Gasbeladung in der Dekorhaut ein innerer Druck erzeugt wird.
- Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Teilbereichen der Dekorhaut die entstehende Reaktionswärme reduziert wird.
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