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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Isolierrohrmanschette enthaltend
einen flexiblen, flächigen Träger und einen mit
dem Träger verbundenen flexiblen, flächigen Isolierteil,
dessen Dicke ein mehrfaches der Dicke des Trägers beträgt.
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Im
Bereich der Warmwasserversorgung ist es üblich, Behälter
und Rohrleitungen thermisch zu isolieren. Die Behälter
werden hierzu beispielsweise mit einer Schaumstoffschicht eingekleidet,
welche ihrerseits von einer Deckschicht umschlossen wird. Letztere
hat dabei vorwiegend ästhetische Aufgaben. Die Rohrleitungen
werden üblicherweise mittels Halbschalen aus Hartschaum
isoliert, welche an den Durchmesser der betreffenden Leitung angepasst sind
und diese vollständig umschließen. Dabei bilden die
Anschlüsse von Rohrleitungen an Behälter Problembereiche,
weil einerseits die Isolation des Behälters für
die Rohranschlüsse ausgespart werden muss und andererseits
die Rohrisolation meistens nicht über die im Bereich der
Anschlussstellen meistens vorhandenen Armaturen wie Muffen, Schraubverschlüsse,
Absperrhähne und dergleichen passt. Daher werden die betreffenden
Bereiche oft unzureichend oder gar nicht isoliert.
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Im Österreichischen
Gebrauchsmuster
AT000403U1 ist
eine Verschlussvorrichtung für Öffnungen beschrieben,
die insbesondere im Bereich von Rohranschlüssen in Isolierhauben
von Behältern vorhanden sind. Die Verschlussvorrichtung
besteht aus einem bevorzugt offenzelligen und/oder schwer entflammbaren
Kunststoff-Weichschaum und einem zylinder- bzw. rohrförmig
ausgebildeten Kernteil, der in einem Stirnbereich mit einem an diesem
angeformten kreisringförmigen Flansch versehen ist, wobei der
Flansch ein Mehrfaches der Dichte des Kernteils aufweist. Durch
diese Verschlussvorrichtung wird zwar ein dichter Abschluss der
Behälterisolation im Bereich eines Rohranschlusses erreicht,
jedoch löst sie nicht das oben geschilderte Problem der
unterschiedlichen Durchmesser von Leitungen und Armaturen.
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Daher
liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Isolierrohrmanschette
vorzuschlagen, die einfach und kostengünstig herzustellen
sowie einfach und rasch zu montieren ist, ohne dass diese Montage
durch Durchmesserdifferenzen zwischen Rohrleitungen und Armaturen
behindert wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass der Träger auf seiner dem Isolierteil abgewandten
Seite eine Seite eines Klettverschlusses trägt und dass
der Träger auf einer Seite über den Isolierteil
vorsteht und in diesem vorstehenden Bereich auf der den Isolierteil
tragenden Seite die komplementäre Seite des Klettverschlusses
trägt.
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Der
durch diese erfindungsgemäßen Merkmale erreichte
Vorteil besteht insbesondere darin, dass diese Isolierrohrschelle äußerst
einfach anzubringen und zu entfernen ist und auf Grund ihrer Flexibilität
durch Armaturen wie Verschraubungen, Absperrorgane und dergleichen
bedingte Durchmesserdifferenzen überbrückt. Durch
den vorstehenden Bereich ist es möglich, die beiden haftenden
Flächen des Klettverschlusses in einer Position zu verbinden, in
welcher der Isolierteil zu einem geschlossenen rohrförmigen
Körper eingerollt ist.
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Nach
einer Ausführungsart trägt der Träger auf
seiner dem Isolierteil abgewandten Seite die Vlies-Seite des Klettverschlusses
und im vorstehenden Bereich auf der den Isolierteil tragenden Seite die
Haken-Seite des Klettverschlusses. Mit Vlies-Seite ist in diesem
Zusammenhang ein Material gemeint, das Faserschlaufen enthält,
in die sich die feinen Häkchen der Haken-Seite einhängen.
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Nach
einer anderen Ausführungsart trägt der Träger
auf seiner dem Isolierteil abgewandten Seite die Haken-Seite des
Klettverschlusses und im vorstehenden Bereich auf der den Isolierteil
tragenden Seite die Vlies-Seite des Klettverschlusses.
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Eine
weitere Ausführungsart sieht vor, dass die Haken-Seite
des Klettverschlusses mindestens annähernd die ganze dem
Isolierteil zugewandte Seite des Trägers bedeckt. Dies
hat den Vorteil einer besonders einfachen Fertigung der Isolierrohrmanschette.
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Wenn
nach einer weiteren Ausführungsart der Isolierteil aus
einem Vlies besteht, wird in Kombination mit der vorangehend erwähnten
Ausführungsart erreicht, dass der Isolierteil durch die
Haken-Seite mit dem Träger verbunden ist und somit keine
gesonderten Maßnahmen für die Verbindung zwischen
Träger und Isolierteil vorgesehen werden müssen.
Dieses Vlies des Isolierteils ist bevorzugt ein Polyesterfaservlies.
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Eine
weitere Ausführungsart sieht vor, dass der Träger
ein textiles Material enthält. Dadurch ist eine gute Flexibilität
bei hoher Zugfestigkeit des Trägers gewährleistet.
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Die
Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels;
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2 eine
Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels;
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3 ein
Ausführungsbeispiel in eingerolltem Zustand und
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4 eine
an einem Rohrleitungsanschluss eines Behälters montierte
Isolierrohrmanschette.
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Einführend
sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche
Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen
versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen
Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit
gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten
Lageangaben, wie z. B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar
beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer
Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage
zu übertragen. Weiter können auch Einzelmerkmale
oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen
Ausführungsbeispielen für sich eigenständige,
erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen
darstellen.
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Sämtliche
Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung
sind so zu verste hen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche
daraus mit umfassen, z. B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen,
dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren
Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d. h. sämtliche
Teilbereich beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer
und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z. B. 1 bis
1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungegemäßen
Isolierrohrschelle 1 in einer seitlichen Ansicht. Ein vorzugsweise
aus einem textilen Material bestehendes Band 2 ist auf
seiner oberen Seite mit einer Vlies- bzw. Flausch-Schicht versehen.
Auf der unteren Seite des Bandes 2 trägt dieses
links auf einem Teil seiner Länge einen Klettenträger 3 mit
nach unten weisenden Kletthaken 4. Auf dem restlichen,
größeren Teil seiner Länge ist das Band 2 an
seiner Unterseite mit einem Isoliervlies 5 belegt. Das
Isoliervlies besteht beispielsweise aus Polyesterfasern und ist
mit dem Band 2 beispielsweise durch Kleben, Schweißen
oder Nähen verbunden,
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Wie 2 zeigt,
ist auch eine Ausführungsart möglich, bei der
auf den Klettenträger 3 verzichtet wird und statt
dessen das Band 2 auf seiner ganzen Länge mit
Kletthaken 4 versehen ist. Im Bereich des Isoliervlieses 5 dienen
die Kletthaken 4 zu dessen Befestigung am Band 2.
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3 zeigt,
wie die Isolierrohrmanschette 1 nach 1 oder 2 zum
Gebrauch eingerollt wird. Die Kletthaken greifen dabei in die Vlies-
bzw. Flausch-Schicht an der Oberseite des Bandes 2 ein und
halten so die Isolierrohrmanschette 1 geschlossen. Dank
der Elastizität des Isoliervlieses 5 wird dieses
an der Fügestelle 6 leicht radial komprimiert,
so dass die Isolierohrmanschette rundum geschlossen is.
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Selbstverständlich
kann das beschriebene Prinzip des Klettverschlusses auch umgekehrt
werden, indem die Kletthaken 4 bei den Ausführungsbeispielen
Nach 1 und 2 nach oben bzw. in der Darstellung
nach 3 nach außen weisen und die Vlies- bzw.
Flausch-Schicht entsprechend nach unten bzw. innen.
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4 zeigt
in einem Teilschnitt ein Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Isolierrohrmanschette 1. An einem Behälter 7 ist
ein Rohrstutzen 9 angeordnet, beispielsweise eingeschweißt. Der
Behälter 7 ist mit einer Behälterisolation 8 versehen,
welche im Bereich des Rohrstutzens 9 ausgenommen ist, um
Platz für den Anschluss einer Rohrleitung 11 zu
schaffen. Letztere ist in diesem Beispiel mit dem Rohrstutzen 9 mittels
einer Rohrverschraubung 10 verbunden. Die Rohrleitung 11 ist
mit einer Leitungsisolation 12, beispielsweise aus Kunststoff-Hartschaum
versehen, welche in einem Abstand vor der Rohrverschraubung 10 endet,
damit die benachbarte Überwurfmutter der Rohrverschraubung 10 bei
Bedarf gelöst werden kann. Wie die 4 deutlich
macht, wird die Anschlussstelle durch die erfindungsgemäße
Isolierrohrmanschette 1 vollständig umschlossen.
Durch die Elastizität des das Isoliervlieses werden die
unterschiedlichen Durchmesser und Formungen, in diesem Beispiel
bedingt durch die Rohrverschraubung 10, optimal ausgeglichen.
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Ein
Beispiel einer erfindungsgemäßen Isolierrohrmanschette 1,
das für Anschlussgrößen von ½''
bis 2'' verwendbar ist, hat etwa folgende Dimensionen. Die Gesamtlänge
des Bandes 2 beträgt 350 mm, seine Breite 120
mm. Das Isoliervlies 5 hat eine Länge von 300
mm und eine Dicke von 20 bis 30 mm. Die Isolierrohrmanschette kann
natürlich in beliebigen Dimensionen gefertigt werden. Auch
kann sie bei Bedarf ohne Weiteres zugeschnitten werden. Um beispielsweise
die Länge anzupassen, wird die Isolierrohrmanschette 1 einfach
auf der in den 1 und 2 rechten
Seite abgeschnitten.
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Tests
der Anmelderin haben ergeben, dass durch das Anbringen erfindungsgemäßer
Isolierrohrmanschetten eine Energieeinsparung von ca. 0,1 kWh/24h
pro wasserführenden Anschluss erzielt wird. Bei durchschnittlich
5 Anschlüssen eines Warmwasserspeichers ergibt dies eine
Ersparnis von ca. 0,5 kWh/24h.
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Der
Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass
zum besseren Verständnis des Aufbaus der Isolierrohrmanschette
diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt
wurden.
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- 1
- Isolierrohrschelle
- 2
- Band
- 3
- Klettenträger
- 4
- Kletthaken
- 5
- Isoliervlies
- 6
- Fügestelle
- 7
- Behälter
- 8
- Behälterisolation
- 9
- Rohrstutzen
- 10
- Rohrverschraubung
- 11
- Rohrleitung
- 12
- Leitungsisolation
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste
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erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
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Zitierte Patentliteratur
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