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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Achsenanordnung für Zweiräder, insbesondere
für Fahrräder, wobei
die Achsenanordnung eine Schnellspannachse mit einer in Aufnahmeenden
einer Gabel, einer Schwinge, eines Hinterbaus oder dergleichen Halterung
einsetzbaren Achse als Trägerteil
für eine Nabe
aufweist und wobei die Achse ein Gewindeende und am anderen Ende
einen Schnellspanner mit einem Spannhebel hat.
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Schnellspannachsen
haben den Vorteil, dass sie ohne Werkzeug montiert und demontiert werden
können,
wobei jeweils nur der Spannhebel zu betätigen ist. Allerdings ist aus
Sicherheitsgründen zumindest
bei Vorderrädern
eine Ausfallsicherung vorgeschrieben, die bei geöffnetem Schnellspanner verhindert,
dass das Vorderrad aus der Gabel fällt. Dadurch werden jedoch
die Vorteile der Schnellspannachsen zugunsten der Sicherheit teilweise
aufgehoben. Um das Vorderrad zu demontieren muss nämlich mit
einer Hand die Kontermutter des Schnellspanners festgehalten werden,
damit mit der anderen Hand die Achse des Schnellspanners am Hebel etwas
weiter herausgeschraubt werden kann. Sobald das beim Spannhebel
befindliche, das eine Ausfallende außen beaufschla gende Druckstück und die auf
der anderen Seite befindliche Kontermutter soviel Abstand von der
Außenseite
des jeweiligen Aufnahmeendes oder Ausfallendes haben, dass sie außer Eingriff
aus der durch Einsenkungen gebildeten Ausfallsicherung kommen, kann
die Achse und damit das Rad aus den Ausfallenden herausgenommen
werden.
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Bei
der Montage des Vorderrades muss umgekehrt vorgegangen werden. Das
heißt,
dass nach dem Einsetzen der Schnellspannachse in die Aufnahmeenden,
die Kontermutter mit einer Hand festgehalten werden muss, während mit
der anderen Hand am Spannhebel die Achse in die gegenüber liegende,
festgehaltene Kontermutter geschraubt wird. Zum Fixieren des Schnellspannhebels
muss außerdem
die richtige Einschraubposition in die Mutter eingestellt werden,
so dass der Hebel mit der richtigen Kraft schließt. In der Regel wird dazu
der Spannhebel in verschiedenen Einschraubpositionen umgelegt und
probiert, ob eine ausreichende Spannkraft vorhanden ist. Durch die
Bedienung mit beiden Händen ist
es schwierig gleichzeitig das Fahrrad senkrecht zu halten, damit
das Rad lagerichtig in den Aufnahmeenden der Gabel sitzt.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Achsenanordnung für Zweiräder der
eingangs erwähnten
Art zu schaffen, bei der die Handhabung bei der Demontage und der
Montage der Schnellspannachse beziehungsweise des Rades vereinfacht
ist und dabei eine lagerichtige Positionierung der Achsenanordnung
sowie eine sichere Verbindung mit der Gabel, einer Schwinge, eines
Hinterbaus oder dergleichen Halterung ermöglicht sind.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass eines der Aufnahmeenden
der Gabel, der Schwinge, des Hinterbaus oder dergleichen Halterung
oder ein mit dem Aufnahmeende verbind bares Zwischenträgerteil
ein Einschraubgewinde zum Einschrauben des einen Gewindeendes der
Achse aufweist.
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Dadurch
kann bei der Montage des Rades nach dem Einsetzen der Nabe mit der
Schnellspannachse in die Aufnahmeenden der Gabel, der Schwinge,
des Hinterbaus oder dergleichen Halterung, das Einschraubende der
Achse in das Einschraubgewinde eingeschraubt werden, wobei dies mit
einer Hand vorgenommen werden kann, während die andere Hand zum Halten
des Zweirads in einer passenden, ausgerichteten Lage zur Verfügung steht.
Die korrekte, lagerichtige Positionierung der Achse in den Aufnahmeenden
der Gabel ist dadurch wesentlich vereinfacht.
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Auch
bei der Demontage lässt
sich der Schnellspanner in vorteilhafter Weise mit einer Hand öffnen und
herausschrauben. Mit der zweiten Hand kann man währenddessen das Fahrrad festhalten.
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Damit
beim Demontieren des Rades der Schnellspanner mit der die Nabe durchgreifenden Achse
nicht verloren geht, ist zweckmäßigerweise
für die
die Nabe durchgreifende Achse eine Schiebebegrenzung vorgesehen,
vorzugsweise ein an der Achse befestigter, innerhalb der Nabe befindlicher
Anschlag. Beispielsweise kann dazu ein Stellring auf der Achse montiert
sein, der so angeordnet ist, dass sich die Achse soweit aus der
Nabe herausbewegen kann, dass das Einschraubende der Achse aus dem Einschraubgewinde
herausgeschraubt werden kann. In Anschlaglage liegt der Anschlag
auf der dem Schnellspanner zugewandten Seite innen an der Nabe an.
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Der
Anschlag ist so ausgebildet, dass die Schnellspannachse sich in
der Nabe drehen und in einem bestimmten Bereich axial bewegen lässt.
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Eine
besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass
zur Begrenzung der Einschraubtiefe des Achsen-Gewindeendes in das
Einschraubgewinde des Aufnahmeendes oder in das Einschraubgewinde
des mit dem Ausfallende verbundenen Zwischenträgerteils, ein einstellbarer
Anschlag vorgesehen ist.
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Dies
trägt wesentlich
mit dazu bei, dass die Befestigung der Schnellspannachse wiederholbar mit
der passenden Zugspannung erfolgt und dadurch eine sichere Verbindung
geschaffen wird. Die richtige Position für den Schnellspanner muss somit
nicht durch Probieren und mehr oder weniger Eindrehen der Achse
in das Einschraubgewinde gesucht werden, sondern der Schnellspanner
wird einfach bis zum dem einmal eingestellten Anschlag eingeschraubt
und der Spannhebel wird dann zum Fixieren des Rades umgelegt.
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Der
Anschlag zur Begrenzung der Einschraubtiefe des Achsen-Gewindeendes in das
Einschraubgewinde ist zweckmäßigerweise
durch eine Anschlagschraube gebildet, die vorzugsweise in das Einschraubgewinde
zum Einschrauben des Achsen-Gewindeendes oder in ein sich axial
anschließendes
Gewinde einschraubbar ist.
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Wenn
die Achse des Schnellspanners auf die Anschlagschraube, beispielsweise
einen Gewindestift trifft, der einstellbar zum Beispiel im Befestigungsgewinde
der Gabel oder dergleichen für
die Schnellspannachse sitzt, so kann man den Schnellspanner nicht
weiter eindrehen, so dass eindeutig vorgegeben ist, in welcher Einschraubposition,
nämlich
der Anschlagposition, der Spannhebel umgelegt werden muss, um die
vorgesehene Zugspannung aufbauen zu können.
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Zum
Befestigen des Achsen-Gewindeendes kann anstatt des Einschraubgewindes
direkt im Aufnahmeende der Gabel, der Schwinge, des Hinterbaus oder
dergleichen Halterung, ein Zwischenträgerteil mit einem Einschraubgewinde
für das
Achsen-Gewindeende vorgesehen sein.
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Dabei
kann das Zwischenträgerteil
insbesondere eine Gewindebuchse mit Innen- und Außengewinde
oder eine Stufenbuchse mit einem Innengewinde sein. Die Innengewinde
bilden dabei jeweils das Einschraubgewinde für das Achsen-Gewindeende, während das
Außengewinde
oder die Stufung zum Verbinden mit dem Aufnahmeende dient.
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Weiterhin
kann ein Adapterteil vorgesehen sein, das zur Aufnahme des Achsen-Gewindeendes oder
des Zwischenträgerteils
dient und andererseits mit dem Aufnahmeende verbindbar ist. Das
Adapterteil hat somit Anschlussmittel zum Verbinden mit einem Zwischenträgerteil
oder ein Einschraubgewinde für
das Achsen-Gewindeende und außerdem
Verbindungsmittel zum Befestigen am Aufnahmeende der Gabel, der
Schwinge, des Hinterbaus oder dergleichen Halterung.
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Wenn
das Adapterteil direkt mit einem Einschraubgewinde für das Achsen-Gewindeende
versehen ist, bildet das Adapterteil gleichzeitig ein Zwischenträgerteil.
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Bei
Einsatz eines solchen Adapterteils kann das Aufnahmeende praktisch
unverändert
bleiben. Das Adapterteil kann außenseitig am Aufnahmeende angeschraubt,
verklebt oder anderweitig befestigt sein. Das Adapterteil kann auch
eine modifizierte Kontermutter mit Befestigungsmöglichkeit am Aufnahmeende sein.
Die jeweils vorgesehene Befestigung und Abstützung des Gewindeteils außenseitig am
Aufnahmeende dient zur Lagefixierung, hält also das Adapterteil in
der vorgesehenen Lage und sichert es am Mitdrehen beim Einschrauben
des Achsen-Gewindeendes oder eines Zwischenträgerteils.
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Nach
einer Ausführungsvariante
kann, wie bereits vorerwähnt,
als Zwischenträgerteil
eine in ein Aufnahmegewinde des Aufnahmeendes oder des Adapterteil
einschraubbare Gewindebuchse vorgesehen sein, die ein außenseitiges
Befestigungsgewinde und ein Innengewinde als Einschraubgewinde zum
Einschrauben des Achsen-Gewindeendes aufweist.
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Die
Gewindebuchse kann dabei so dimensioniert sein, dass einerseits
eine genügende
Einschraubtiefe für
das Achsen-Gewindeende vorhanden ist und andererseits so, dass von
außen
der Anschlag zur Begrenzung der Einschraubtiefe des Achsen-Gewindeendes eingeschraubt
werden kann.
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Nach
einer weiteren Ausführungsvariante kann
das Adapterteil ein Aufnahmegewinde für die ein außenseitiges
Befestigungsgewinde aufweisende Gewindebuchse haben, die das Einschraubgewinde
zum Einschrauben des Achsen-Gewindeendes aufweist. Bei dieser Ausführungsform
ist in das Adapterteil die Gewindebuchse eingeschraubt, in die dann
wiederum das Achsen-Gewindeende sowie eine Anschlagschraube einschraubbar
sind.
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Vorteilhaft
ist bei dieser Ausführungsform, dass
dadurch auch die Drehlage des Schnellspannhebels einstellbar ist.
Der Schnellspannhebel soll in seiner geschlossenen Position immer
in Bezug auf die Fahrtrichtung nach hinten oder oben zeigen, damit
dieser Hebel nicht zum Beispiel im Gestrüpp hängen bleibt und dann die Gefahr
besteht, dass er unbeabsichtigt während der Fahrt geöffnet wird.
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Auch
bei der bereits vorerwähnten
Ausführungsform
des Zwischenträgerteil
als in ein Aufnahmegewinde des Aufnahmeendes einschraubbare Gewindebuchse,
die ein Innengewinde als Einschraubgewinde zum Einschrauben des
Achsen-Gewindeendes aufweist, ist diese Einstellmöglichkeit gegeben.
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Dabei
kann das Befestigungsgewinde des Zwischenträgerteils beziehungsweise der
Gewindebuchse gleichsinnig und in seiner Steigung unterschiedlich
oder gegensinnig und gegebenenfalls in seiner Steigung unterschiedlich
zu dem Einschraubgewinde für
das Achsen-Gewindeende sein.
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Durch
Verdrehen der Gewindebuchse kann sowohl die Dreh-Position des Spannhebels
als auch die Spannkraft des Schnellspanners eingestellt werden.
Dazu kann der Schnellspanner bei in die Gewindebuchse eingeschraubtem
Achsen-Gewindeende soweit verdreht werden, bis eine passende Positionen
bezüglich
der Drehposition des Spannhebels eingestellt ist. Anschließend kann
die Gewindebuchse so verdreht werden, bis die axiale Position der Achse
für eine
vorgesehene Spannkraft des Schnellspanners passt.
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Mit
einer in die Gewindebuchse einschraubbaren Anschlagschraube, die
als Gewindestift ausgebildet sein kann, wird dann diese Einschraubtiefe des
Achsen-Gewindeendes festgelegt.
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Man
kann also unabhängig
voneinander einerseits die Drehlage des Spannhebels in Spannstellung
und andererseits die Spannkraft des Schnellspanners einstellen.
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Nach
dieser einmaligen Einstellung können die
eingestellten Teile gesichert werden, so dass anschließend das
System sehr einfach mit einer Hand bedient werden kann.
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Eine
besonders vorteilhafte Ausführungsform
sieht ein Zwischenträgerteil
vor, das zum in axialer Zugrichtung der Achse formschlüssigen,
in Rotationsrichtung drehbaren Verbinden oder Halten mit dem Aufnahmeende
oder dem Adapterteil ausgebildet ist und wenigstens eine An- oder
Ausformung aufweist.
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Vorzugsweise
ist dabei das Zwischenträgerteil
als Stufenbuchse ausgebildet, die einen außen am Aufnahmeende oder dem
Adapterteil anliegenden Anschlagbund als An- oder Ausformung sowie das
Einschraubgewinde für
die Spannachse aufweist.
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Bei
insgesamt vereinfachtem Aufbau ist auch bei dieser Aus führungsform
ein voneinander unabhängiges
Einstellen der Drehlage des Spannhebels und der Spannkraft des Schnellspanners
möglich.
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Um
insbesondere auch bei einer einfachen Ausführungsform der Erfindung mit
direkt in das Aufnahmegewinde des Aufnahmeendes oder des Adapterteils
eingeschraubtem Achsen-Gewindeende eine Einstellung der Drehlage
des Spannhebels vornehmen zu können,
kann der Spannhebel des Schnellspanners gegen ein vorgebbares Haltemoment
drehbar mit der Achse verbunden sein.
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Zusätzliche
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt. Nachstehend
ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der
Zeichnungen noch näher
erläutert.
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Es
zeigt:
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1 eine
Schnittdarstellung einer Achsenanordnung für Zweiräder mit einer in die Aufnahmeenden
oder Ausfallenden einer Gabel eingesetzten Schnellspannachse mit
einseitig in eine Gewindebuchse eingeschraubtem Achsen-Gewindeende,
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2 eine
vergrößerte Detailansicht
aus 1 mit Darstellung des in eine Gewindebuchse eingeschraubten
Achsen-Gewindeendes,
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3 eine
etwa 1 entsprechende Ansicht, hier jedoch mit direkt
in ein Einschraubgewinde eines Ausfallendes eingeschraubtem Achsen-Gewindeende,
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4 eine
vergrößerte Detailansicht
aus 3 im Bereich des Einschraubendes des Achsen-Gewindeendes,
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5 eine
Ansicht ähnlich 1,
hier jedoch mit einem Zwischenträgerteil
zum Einschrauben des Achsen-Gewindeendes und
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6 eine
vergrößerte Detaildarstellung
aus 5 im Bereich des eingeschraubten Achsen-Gewindeendes.
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Eine
in den Figuren gezeigte Achsenanordnung 1, 1a, 1b weist
eine Schnellspannachse 2 auf, die in die Ausfallenden 3, 4 einer
Gabel 5 eines Zweirades, insbesondere eines Fahrrades eingesetzt
ist. Diese Achsenanordnung kann sowohl in eine Gabel 5 für ein Vorderrad
als auch an einer Schwinge oder am Hinterbau für ein Hinterrad eines Fahrrades
oder dergleichen Zweirad eingesetzt werden. Im Ausführungsbeispiel
ist die Achsenanordnung 1, 1a, 1b in Verbindung
mit der Gabel für
ein Vorderrad beschrieben. Üblicherweise
werden die Aufnahmeenden einer Gabel für ein Vorderrad Ausfallenden
genannt.
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Die
Schnellspannachse 2 weist eine Achse 6 als Trägerteil
für eine
drehbare Nabe 7 auf. Die Achse 6 hat an einem
Ende ein Gewinde 8 und am anderen Ende einen Schnellspanner 9 mit
einem Spannhebel 10. Der Spannhebel 10 befindet
sich in den Darstellungen in Spannlage und kann zum Lösen der Schnellspannachse
verschwenkt werden.
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An
dem Ausfallende 3 ist außenseitig eine Ausfallsicherung
in Form einer Einsenkung 11 für ein dort anliegendes Druckstück 12 erkennbar,
wodurch auch bei geöffnetem
Schnellspanner ein Herausfallen der Achse 6 aus diesem
Ausfallende 3 verhindert wird.
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Das
andere Ausfallende 4 ist über eine Schraubverbindung
mit der Achse 6 verbunden. Dazu ist in dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 und 2 eine
Gewindebuchse 13 vorgesehen, die ein außenseitiges Befestigungsgewinde 14 und
ein Innengewinde als Einschraubgewinde 15 zum Einschrauben
des Achsen-Gewindeendes 16 aufweist. Die Gewindebuchse 13 ist
mit ihrem äußeren Befestigungsgewinde 14 in
ein im Ausfallende 4 vorgesehenes Aufnahmegewinde 17 eingeschraubt.
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Im
Detail ist der Verbindungsbereich der Achse 6 mit dem Ausfallende 4 in
vergrößerter Darstellung
in 2 erkennbar. In das Einschraubgewinde 15 der
Gewindebuchse 13 ist ein am Stirnende 18 des Achsen-Gewindeendes 16 anliegende
Anschlagschraube 19 einschraubt. Diese Anschlagschraube 19 sowie
die Gewindebuchse 13 haben jeweils eine Angriffsstelle
zum Verdrehen, wobei im Ausführungsbeispiel
jeweils von außen
zugängliche
Innensechskante 20, 21 für passende Innensechskantschlüssel vorgesehen
sind.
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Bei
der Montage des Rades mit der Schnellspannachse 2 wird
die Schnellspannachse 2 mit der Nabe 7 in die
Ausfallenden 3, 4 der Gabel 5 eingesetzt
und das Achsen-Gewindeende 16 in die Gewindebuchse 13 eingeschraubt.
Dies erfolgt, bis die Stirnseite 18 des Achsen-Gewindeendes 16 an
der Anschlagschraube 19 anliegt. Diese ist so eingestellt, dass
in Anschlagposition der Achse 6 die passende Spannposition
für den
Schnellspanner 9 gegeben ist. Es ist dann also nur noch
erforderlich, den Spannhebel 10 in Spannstellung umzulegen.
Die passende Spannposition entspricht also einer Einschraubposition,
aus der nach dem Umlegen des Schnellspannhebels 10 eine
korrekte Spannkraft resultiert.
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Der
Einsatz der Gewindebuchse 13 hat den Vorteil, dass nicht
nur die exakte Spannposition mittels der Anschlagschraube 19 einstellbar
ist, sondern auch die passende Drehlage der Achse 6, in
der der Spannhebel 10 des Schnellspanners 9 in
Bezug auf die Fahrtrichtung des Zweirades nach hinten weist. Dazu
sind das Gewinde 8 der Achse 6 mit zugehörigem Einschraubgewinde 15 in
der Gewindebuchse 13 vorzugsweise als Rechtsgewinde ausgebildet, während das
Aufnahmegewinde 17 im Ausfallende 4 mit zugehörigem Befestigungsgewinde 14 der
Gewindebuchse 13 als Linksgewinde ausgebildet sind.
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Das
Einstellen der richtigen Spannposition der Achse 6 und
der passenden Drehlage mit nach hinten weisendem Spannhebel 10 kann
dann vorgenommen werden, indem zunächst die Achse 6 in
die in das Ausfallende 4 einschraubte Gewindebuchse 13 eingeschraubt
wird. Dieses Einschrauben erfolgt bis in eine Position, die in etwa
der passenden endlagenahen Position entspricht, wobei die Anschlagschraube 19 noch
nicht zur Anlage an dem Stirnende 18 der Achse 6 kommt.
In dieser Einschraublage kann der Spannhebel 10 bereits
in die vorgesehene Drehlage gebracht werden.
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Zum
Einstellen der passenden Spannposition wird dann, falls die Spannung
beim Umlegen des Spannhebels 10 noch nicht ausreicht, die
Gewindebuchse 13 im Uhrzeigersinn gedreht, wobei sie sich aufgrund
ihres Linksgewindes axial nach außen bewegt. Gleichzeitig wird
auch durch die Drehbewegung der Gewindebuchse 13 die Achse 6 mit
ihrem Rechtsgewinde weiter in die Gewindebuchse 13 eingeschraubt
und bewegt sich dementsprechend auch axial in Richtung des Pfeiles
PF 1 nach außen.
Diese Verstellung kann soweit erfolgen, bis die korrekte Spannposition
erreicht ist. Die Gewindebuchse 13 kann dann in dieser
Lage gesichert werden und die Anschlagschraube 19 wird
bis an das Stirnende 18 der Achse 6 eingeschraubt.
Damit ist sowohl die korrekte Spannposition der Achse 6 als
auch die korrekte Drehlage des Spannhebels 10 fixiert.
Die Anschlagschraube 19 kann dann in dieser passenden Position
fixiert werden.
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Bei
der Achsenanordnung 1a gemäß 3 und 4 ist
die Achse 6 mit ihrem Achsen-Gewindeende 16 direkt
in ein Einschraubgewinde 15 des Ausfallendes 4 eingeschraubt.
Diese vereinfachte Ausführungsform
ist insbesondere dann vorgesehen, wenn eine Einstellbarkeit der
Spannposition der Achse 6 vorgesehen ist, die Drehlage
der Achse 6 und damit des Spannhebels 10 jedoch
keine Rolle spielt.
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Die
Achse 6 wird auch hier soweit in das Einschraubgewinde 15 des
Ausfallendes 4 eingeschraubt, bis die passende Spannposition
erreicht ist. Die Anschlagschraube 19 wird dann gegen das äußere Stirnende 18 der
Achse 6 eingedreht, so dass dann diese passende Spannposition
fixiert ist.
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Bei
der Ausführungsform
der Achsenanordnung 1 gemäß 1 und 2 ist
durch Einsatz der Gewindebuchse 13 auch eine Einstellung
der Drehlage des Schnellspanners 9 möglich. Vorteilhaft ist hierbei,
dass handelsübliche
Schnellspannachsen 2 eingesetzt werden können.
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Bei
der vereinfachten Ausführungsform
gemäß 3 und 4 ist
jedoch auch eine Einstellung der Drehlage der Schnellspannachse 2 möglich, wenn
ein erfindungsgemäß modifizierter
Schnellspanner 9 eingesetzt wird. Dieser Schnellspanner weist
einen Spannhebel 10 auf, der gegen ein vorgebbares Haltemoment
drehbar mit der Achse verbunden ist. Damit kann die Achse 6 bis
zum Anschlag an der Anschlagschraube 19 in das Einschraubgewinde 15 eingeschraubt
werden und ab dieser Einschraubposition, wo sich die Achse 6 nicht
weiter drehen lässt,
wird das vorgegebene Haltemoment zwischen dem Schnellspannmechanismus
und der Schnellspannachse 6 überwunden, so dass sich der Schnellspannhebel
in jede beliebige Position, also auch in die in der Regel gewünschte,
nach hinten weisende Position verdrehen lässt. Der Spannhebel 10 ist
also praktisch über
eine Rutschkupplung mit der Achse 6 verbunden.
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Die 5 und 6 zeigen
ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Achsenanordnung 1b, bei der anstatt einer Gewindebuchse 13 als
Zwischenträgerteil
eine Stufenbuchse 22 mit einem An schlagbund 28 vorgesehen
ist, die dadurch in axialer Richtung formschlüssig in das Ausfallende 4 eingesetzt
ist und dabei in Rotationsrichtung drehbar ist. Die Stufenbuchse 22 weist
ein Einschraubgewinde 15 für das Achsen-Gewindeende 16 auf,
wobei auch hier in das Einschraubgewinde 15 die Anschlagschraube 19 von
außen
eingedreht ist.
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Auch
bei dieser Ausführungsform
ist sowohl das Einstellen einer Spannposition für eine korrekte Spannkraft
als auch das Einstellen der Drehlage des Schnellspannhebels 10 möglich. Besonders
vorteilhaft ist hierbei, dass völlig
unabhängig
von der korrekten Drehlage des Hebels zunächst nur die Spannposition
eingestellt und mittels der Anschlagschraube 19 fixiert
werden kann. Nachträglich
kann dann durch Verdrehen der Stufenbuchse 22 die Achse 6 in
Rotationsrichtung verstellt werden, bis der Spannhebel 10 in
die richtige Lage weist. Die Spannposition bleibt dabei unbeeinflusst.
Zweckmäßigerweise
wird das Einstellen der Rotationslage bei geöffnetem Schnellspanner 9 vorgenommen.
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Gegen
unbeabsichtigtes Verdrehen der Stufenbuchse 22 ist ein
O-Ring 23 in einer Nut 24 der Stufenbuchse 22 vorgesehen,
der reibschlüssig
Kontakt zu dem feststehenden Ausfallende 4 hat. Vergleichbare
Mittel zum Sichern und/oder Erschweren einer Drehbewegung können auch
bei der Gewindebuchse 13 und der Anschlagschraube 19 vorgesehen
sein.
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In
den drei gezeigten Ausführungsbeispielen ist
das Ausfallende 4 entweder mit einem Einschraubgewinde 15 (3 und 4)
oder einem Aufnahmegewinde 17 (1 und 2)
versehen oder hat besondere Anformungen um eine Stufenbuchse 22 aufnehmen
zu können.
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Zum
Nachrüsten
oder aber auch um das Ausfallende 4 unverändert belassen
zu können,
kann ein in den Figuren nicht gezeigtes Adapterteil vorgesehen sein,
dass mit dem Ausfallende der Gabel verbindbar ist und andererseits
Anschlussmittel zum Verbinden mit einem beispielsweise durch eine
Gewindebuchse 13 oder eine Stufenbuchse 22 oder dergleichen
gebildetes Zwischenträgerteil
oder direkt ein Einschraubgewinde für das Achsen-Gewindeende 16 aufweist.
Das Adapterteil schafft somit die Verbindung zwischen den unterschiedlichen
Einschraub- bzw.
Befestigungsteilen des Achsen-Gewindeendes 16 und dem unverändert bleibenden Ausfallende 4 der
Gabel 5.
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Die
in das Gabel-Ausfallende 4 oder in ein Adapterteil einschraubbare
Gewindebuchse 13 oder die einsetzbare Stufenbuchse 22 weisen
jeweils eine Angriffsstelle 25 zum Verdrehen auf. Im Ausführungsbeispiel
sind von außen
jeweils zugänglich
Innensechskante zum Einsetzen eines Innensechskantschlüssels vorgesehen.
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Erwähnt sei
noch, dass bei Einsatz einer Gewindebuchse 13 gemäß 1 und 2 das
Achsen-Gewindeende 16 mit zugehörigem Einschraubgewinde 15 in
der Gewindebuchse 13 aus der Vorgabe, dass die Achse 6 in
der Regel ein Rechtsgewinde hat, beide entsprechend Rechtsgewinde
sind, während
das äußere Befestigungsgewinde 14 und
das zugehörige
Aufnahmegewinde 17 des Ausfallendes 4 Linksgewinde
sind. Es besteht darüber
hinaus aber auch die Möglichkeit,
dass auch im Ausfallende 4 das Aufnahmegewinde 17 und
das zugehörige
Befestigungsgewinde 14 gleichsinnig zu dem das Gewinde 8 der
Achse 6 sind, also ein Rechtsgewinde aufweisen, wobei dann
allerdings unterschiedliche Steigungen vorgesehen sein müssen, um
eine Axialbewegung der Achse 6 beim Verdrehen der Gewindebuchse 13 zu
bewirken.
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In
den 1, 3 und 5 ist noch
eine Schiebebegrenzung 26 für die Achse 6 erkennbar, die
durch einen an der Achse 6 befestigten Anschlag, zum Beispiel
einen Stellring 27 gebildet sein kann. Diese Schiebebegrenzung 26 ist
so positioniert, dass das Achsen-Gewindeende 16 etwa bis
zur seitlichen Nabenbegrenzung zurückgezogen werden kann, insgesamt
aber nicht aus der Nabe herausfällt.
In Anschlagstellung liegt die Schiebebegrenzung 26 beziehungsweise
deren Stellring 27 innenseitig an der Nabe 7 an.