-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Abwärmenutzungsvorrichtung und
ein Steuerverfahren dafür.
Zum Beispiel gewinnt die Abwärmenutzungsvorrichtung
Energie durch Nutzen von Abwärme
einer wärmeerzeugenden
Einheit zurück
und kann in geeigneter Weise für
ein Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor verwendet werden.
-
Beschreibung des Standes
der Technik
-
Eine
Abwärmenutzungsvorrichtung
ist zum Beispiel in der JP-A-2005-307951 (entspricht der US 2005/0235670
A1) beschrieben. Die Abwärmenutzungsvorrichtung
enthält
einen Kühlkreis
zur Klimatisierung und einen Clausius-Rankine-Kreis, der Abwärme von
einer wärmeerzeugenden
Einheit, wie beispielsweise einem Verbrennungsmotor, zurückgewinnt.
Der Kühlkreis
enthält
einen Kompressor, der durch eine Energie des Motors angetrieben
wird, um ein Kältemittel
zu komprimieren und auszugeben, und der Clausius-Rankine-Kreis enthält eine
Expansionseinheit, die durch eine Expansion des durch die Abwärme erwärmten Kältemittels
betätigt
wird. Die Abwärme
wird von der wärmeerzeugenden
Einheit erzeugt und wird während
eines Kühlbetriebs
der wärmeerzeugenden
Einheit erhalten. Ferner ist der Clausius-Rankine-Kreis so konstruiert, dass er
einen Kondensator (Kühler)
gemeinsam mit dem Kühlkreis benutzt.
-
Ferner
werden ein alleiniger Betrieb (Einzelbetrieb) des Kühlkreises,
ein alleiniger Betrieb (Einzelbetrieb) des Clausius-Rankine-Kreises
und ein gleichzeitiger Betrieb (Kombinationsbetrieb) des Kühlkreises
und des Clausius-Rankine-Kreises entsprechend einer Klimatisierungsnotwendigkeit,
einer Wärmerückgewinnungsmöglichkeit
der Abwärme, usw.
wahlweise durchgeführt.
-
Falls
jedoch eine Kühllast
im Kühlkreis
im Sommer groß ist,
kann, wenn der Kühlkreis
und der Clausius-Rankine-Kreis in der Abwärmenutzungsvorrichtung gleichzeitig
betrieben werden, ein Energieverlust im gesamten Kreis der Abwärmenutzungs vorrichtung
bewirkt werden, selbst wenn die Abwärme im Clausius-Rankine-Kreis
zurückgewonnen wird.
Die Probleme werden im Detail wie folgt basierend auf den durch
die Erfinder der vorliegenden Anmeldung durchgeführten Experimenten beschrieben.
-
12 ist
ein Diagramm einer Beziehung zwischen der Kühllast des Kühlkreises
und einer Antriebsleistung des Kompressors, wenn nur der Kühlkreis
betrieben wird (Einzelbetrieb), und 13 ist ein
Mollier-Diagramm (p-h-Diagramm) des in 12 verwendeten
Kühlkreises.
In 13 ist DP die Antriebsleistung des Kompressors.
Als nächstes
ist 14 ein Diagramm einer Beziehung zwischen der Kühllast des
Kühlkreises
und der Antriebsleistung des Kompressors, wenn der Kühlkreis
und der Clausius-Rankine-Kreis beide gleichzeitig betrieben werden
(Kombinationsbetrieb), zusätzlich
zum Einzelbetrieb von 12.
-
Wie
in 14 dargestellt, wird die Antriebsleistung des
Kompressors im Kombinationsbetrieb im Vergleich zum Einzelbetrieb
des Kühlkreises
sehr hoch, weil Wärme
vom Kühlkreis
und Wärme
vom Clausius-Rankine-Kreis in den gemeinsamen Kondensator eingeleitet
werden. Daher wird im Kombinationsbetrieb sowohl des Kühlkreises
als auch des Clausius-Rankine-Kreises der Kondensationsdruck des
Kondensators im Vergleich zum Einzelbetrieb des Kühlkreises
höher,
wie in 15 dargestellt. In 15 zeigt
CP den Anstieg des Kondensationsdrucks im Kombinationsbetrieb im
Vergleich zum Einzelbetrieb an, E0 zeigt die Ausgangsleistung der
Expansionseinheit im Kombinationsbetrieb an, und DP1 zeigt die Leistungsverschlechterung
im Kompressor im Vergleich zum Einzelbetrieb an.
-
Ein
Kompressionsverhältnis
(d.h. ein Verhältnis
des Ausgabedrucks zum Ansaugdruck) des Kompressors wird höher, wenn
der Kondensationsdruck CP steigt, wodurch die Antriebsleistung des Kompressors
ansteigt. 16 zeigt die Antriebsenergie
E1 zum Antreiben des Kompressors und die im Clausius-Rankine-Kreis
zurückgewonnene
Rückgewinnungsenergie
E2 entsprechend einer Veränderung
der Kühllast
während
des Kombinationsbetriebs. In 16 zeigt
Z den Gleichgewichtspunkt zwischen der Antriebsenergie E1 und der
Rückgewinnungsenergie
E2 an, und die Kühllast
wird allgemein mit steigender Außenlufttemperatur größer. Wie in 16 dargestellt,
wird im Kombinationsbetrieb der Abwärmenutzungsvorrichtung, selbst
wenn die Energie im Clausius-Rankine-Kreis zurückgewonnen wird, die Energiebilanz
zwischen der Rückgewinnungsenergie
E2 und der Antriebsenergie E1 negativ, wenn die Kühllast größer als
ein vorbestimmter Wert ist, wodurch der Kraftstoffverbrauch im Motor verschlechtert
wird.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
In
Anbetracht der obigen Probleme ist es eine erste Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Abwärmenutzungsvorrichtung
vorzusehen, welche die Energiebilanz unabhängig von der Kühllast eines Kühlkreises
in einem Kombinationsbetrieb, wenn der Kühlkreis und ein Clausius-Rankine-Kreis
gleichzeitig betrieben werden, immer positiv regeln kann.
-
Es
ist eine zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Steuerverfahren
zum Steuern einer Abwärmenutzungsvorrichtung
vorzusehen, welche die Energiebilanz unabhängig von der Kühllast eines Kühlkreises
in einem Kombinationsbetrieb, wenn der Kühlkreis und ein Clausius-Rankine-Kreis
gleichzeitig betrieben werden, immer positiv regeln kann.
-
Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält eine Abwärmenutzungsvorrichtung einen
Kühlkreis,
einen Clausius-Rankine-Kreis und eine Steuereinheit, welche den
Betrieb des Kühlkreises
und des Clausius-Rankine-Kreises steuert. Der Kühlkreis enthält einen
Kompressor, der ein von einer Seite eines Verdampfapparats zum Kühlen von
Luft strömendes
Niederdruckkältemittel
ansaugt, das angesaugte Kältemittel
auf eine hohe Temperatur und einen hohen Druck komprimiert und das
komprimierte Kältemittel
zu einem Kondensator ausgibt, in dem das Kältemittel gekühlt und
kondensiert wird. Der Clausius-Rankine-Kreis benutzt den Kondensator gemeinsam
mit dem Kühlkreis
und enthält
eine Pumpe zum Pumpen und Fördern
des Kältemittels
und eine Expansionseinheit, die das durch die Pumpe geförderte und
durch Abwärme
von einer wärmeerzeugenden
Einheit erwärmte
Kältemittel
ausdehnt, um so eine mechanische Energie zurückzugewinnen.
-
In
der Abwärmenutzungsvorrichtung
führt die
Steuereinheit eine Dauerbetriebssteuerung des Clausius-Rankine-Kreises
durch, in welcher der Clausius-Rankine-Kreis unabhängig von
einem Betriebszustand des Kompressors fortlaufend betrieben wird, wenn
eine Last des Kühlkreises
niedriger als eine vorbestimmte Last ist. Dagegen führt die
Steuereinheit eine intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
durch, bei welcher der Clausius-Rankine-Kreis entsprechend dem Betriebszustand
des Kompressors intermittierend so betrieben wird, dass die durch
die Expansionseinheit zurückgewonnene
mechanische Energie größer als
eine Antriebsenergie des Kompressors ist. Demgemäß kann in einem Fall, wenn
die Last des Kühlkreises
niedriger als die vorbestimmte Last ist, weil die durch den Clausius-Rankine-Kreis
zurückgewonnene
mechanische Energie größer als
die Antriebsenergie des Kompressors ist, die Energiebilanz zwischen
der zurückgewonnenen
mechanischen Energie und der Antriebsenergie des Kompressors positiv
gemacht werden, während
der Clausius-Rankine-Kreis fortlaufend betrieben wird. Als Ergebnis
kann die Abwärme
der wärmeerzeugenden
Einheit effektiv genutzt werden. Ferner kann in einem Fall, wenn
die Last des Kühlkreises
höher als
die vorbestimmte Last ist, durch Durchführen der intermittierenden
Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises verhindert werden, dass die
von der Expansionseinheit zurückgewonnene mechanische
Energie niedriger als die Antriebsenergie des Kompressors ist. Als
Ergebnis kann die Energiebilanz zwischen der zurückgewonnenen mechanischen Energie
und der Antriebsenergie des Kompressors positiv gemacht werden,
und die Abwärme der
wärmeerzeugenden
Einheit kann effektiv genutzt werden.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält ein Steuerverfahren einer Abwärmenutzungsvorrichtung
einen Schritt des Durchführens
einer Dauerbetriebssteuerung eines Clausius-Rankine-Kreises, bei
welcher der Clausius-Rankine-Kreis
unabhängig
von einem Betriebszustand eines Kompressors eines Kühlkreises
fortlaufend betrieben wird, wenn eine Last des Kühlkreises niedriger als eine
vorbestimmte Last ist; und einen Schritt des Durchführens einer
intermittierenden Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises, bei welcher
der Clausius-Rankine-Kreis entsprechend dem Betriebszustand des
Kompressors intermittierend so betrieben wird, dass die von einer
Expansionseinheit zurückgewonnene
mechanische Energie größer eine Antriebsenergie
des Kompressors ist. Demgemäß kann die
Energiebilanz unabhängig
von der Last des Kühlkreises
selbst in einem Kombinationsbetrieb, wenn der Kühlkreis und der Clausius-Rankine-Kreis beide
gleichzeitig betrieben werden, immer positiv gemacht werden, und
die Abwärme
von der wärmeerzeugenden
Einheit kann effektiv zurückgewonnen
werden.
-
Zum
Beispiel kann in der Abwärmenutzungsvorrichtung
und in dem Steuerverfahren dafür
die Steuereinheit einen intermittierenden Betrieb des Kompressors
durchführen,
bei dem der Kompressor intermittierend betrieben wird, wenn die
intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises durchgeführt wird.
In diesem Fall führt
die Steuereinheit die intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises in einem
umgekehrten Betriebszustand zum intermittierenden Betrieb des Kompressors
durch. Der Kompressor kann ein Kompressor mit fester Verdrängung sein,
der von einer Antriebsquelle angetrieben wird und eine vorbestimmte
Ausgabekapazität
je Drehung besitzt. In diesem Fall führt die Steuereinheit den intermittierenden
Betrieb des Kompressors durch Schalten einer mit der Antriebsquelle
verbundenen Kupplung oder Ein- oder Ausschalten der Antriebsquelle
durch. Alternativ kann der Kompressor ein Kompressor mit variabler
Verdrängung
sein, bei dem die Ausgabekapazität
je Drehung einstellbar ist. In diesem Fall führt die Steuereinheit den intermittierenden
Betrieb des Kompressors durch Schalten der Ausgabekapazität zwischen einer
ersten Kapazität
und einer zweiten Kapazität größer als
die erste Kapazität
durch.
-
Die
Last des Kühlkreises
kann unter Verwendung einer Außenlufttemperatur
bestimmt werden oder kann durch Kombinieren von Informationen zum Steuern
der wärmeerzeugenden
Einheit und Informationen zum Steuern des Kühlkreises bestimmt werden.
Ferner können
die Informationen zum Steuern der wärmeerzeugenden Einheit wenigstens
eines Größe einer
Fahrzeuggeschwindigkeit, einer Drehzahl eines als die wärmeerzeugende
Einheit verwendeten Verbrennungsmotors, einer Außenlufttemperatur, einer Kühlmitteltemperatur
des Verbrennungsmotors sein. Die Informationen zum Steuern des Kühlkreises
können
wenigstens eine Größe einer
Innentemperatur eines zu klimatisierenden Raums, einer in den Raum
zu blasenden Soll-Lufttemperatur, einer durch den Verdampfapparat
gekühlten
Lufttemperatur, eines Kältemitteldrucks
im Kühlkreis
sein. Alternativ kann die Last des Kühlkreises durch Verwenden von
Informationen zum Steuern des Kühlkreises
bestimmt werden, welche wenigstens eine Größe einer Innentemperatur eines
zu klimatisierenden Raums, einer Außenlufttemperatur, einer in
den Raum zu blasenden Soll-Lufttemperatur, einer durch den Verdampfapparat
gekühlten
Lufttemperatur, eines Kältemitteldrucks
im Kühlkreis
enthalten.
-
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Weitere
Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der
folgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen besser verständlich.
Darin zeigen:
-
1 eine
schematische Darstellung eines Aufbaus einer Abwärmenutzungsvorrichtung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
2 ein
Zeitdiagramm einer Beziehung zwischen einem Ein/Aus-Betrieb einer
elektromagnetischen Kupplung und einer Kühllufttemperatur in einer Kühlkreissteuerung
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
-
3 ein
Flussdiagramm eines Steuerprozesses zum Durchführen eines Kombinationsbetriebs,
wenn ein Kühlkreis
und ein Clausius-Rankine-Kreis gleichzeitig durchgeführt werden,
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
-
4 ein
Zeitdiagramm einer Beziehung zwischen einem Betriebszustand des
Clausius-Rankine-Kreises und einem Ein/Aus-Zustand einer elektromagnetischen
Kupplung in einer Dauerbetriebssteuerung des Clausius-Rankine-Kreises von 3 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
-
5 ein
Zeitdiagramm einer Beziehung zwischen einem Ein/Aus-Zustand des
Clausius-Rankine-Kreises und einem Ein/Aus-Zustand einer elektromagnetischen
Kupplung in einer intermittierenden Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
von 3 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel;
-
6 eine
schematische Darstellung eines Aufbaus einer Abwärmenutzungsvorrichtung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
7 ein
Zeitdiagramm einer Beziehung zwischen einer Kompressorausgabekapazität und einer
Kühllufttemperatur
in einer Kühlkreissteuerung gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel;
-
8 ein
Flussdiagramm eines Steuerprozesses zum Durchführen eines Kombinationsbetriebs,
wenn ein Kühlkreis
und ein Clausius-Rankine-Kreis gleichzeitig betrieben werden, gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel;
-
9 ein
Zeitdiagramm einer Beziehung zwischen einer Kompressorausgabekapazität und einem
Betriebszustand des Clausius-Rankine-Kreises in einer Dauerbetriebssteuerung
des Clausius-Rankine-Kreises von 8 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel;
-
10 ein
Zeitdiagramm einer Beziehung zwischen einer Kompressorausgabekapazität, einem Betriebszustand
des Clausius-Rankine-Kreises und einer Kühllufttemperatur in einer intermittierenden Steuerung
des Clausius-Rankine-Kreises
in 8 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel;
-
11 ein
Flussdiagramm eines Steuerprozesses zum Durchführen eines Kombinationsbetriebs,
wenn ein Kühlkreis
und ein Clausius-Rankine-Kreis gleichzeitig betrieben werden, gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
-
12 ein
Diagramm einer Beziehung zwischen einer Kompressorantriebsleistung
und einer Kühllast
in einem Kühlkreis
zum Erläutern
von Problemen bei einer anderen Bauform;
-
13 ein
Mollier-Diagramm eines Betriebs des in 12 verwendeten
Kühlkreises;
-
14 ein
Diagramme einer Beziehung zwischen einer Kompressorantriebsleistung
und einer Kühllast
zum Erläutern
von Problemen bei einer anderen Bauform in einem Kombinationsbetrieb,
wenn der Kühlkreis
und ein Clausius-Rankine-Kreis gleichzeitig betrieben werden;
-
15 ein
Mollier-Diagramm von Betriebszuständen im Kombinationsbetrieb
von 14; und
-
16 ein
Diagramm einer Beziehung zwischen einer Energie E1 zum Antreiben
eines Kompressors des Kühlkreises,
einer im Clausius-Rankine-Kreis zurückgewonnenen Energie E2 und
einer Kühllast
im Kombinationsbetrieb von 15.
-
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
-
(Erstes Ausführungsbeispiel)
-
Ein
erstes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezug auf 1 bis 5 beschrieben.
In diesem Ausführungsbeispiel wird
eine Abwärmenutzungsvorrichtung 100 (Kreissystem)
typischerweise für
ein Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor 10 als Fahrzeugantriebsquelle benutzt.
Die Abwärmenutzungsvorrichtung 100 ist aus
einem Kühlkreis 200,
einem Clausius-Rankine-Kreis 300 mit einem Generator 321 und
einer Steuereinheit 500 (500a, 500b, 500c, 500d)
zum Steuern des Betriebs des Kühlkreises 200 und
des Clausius-Rankine-Kreises 300 aufgebaut. Ein Teil der
Komponenten des Kühlkreises 200 wird
gemeinsam mit dem Clausius-Rankine-Kreis 300 benutzt.
-
Der
Motor 10 ist ein wassergekühlter Verbrennungsmotor und
ist ein Beispiel einer wärmeerzeugenden
Einheit in diesem Ausführungsbeispiel. Wie
in 1 dargestellt, sind ein Kühlerkreis 20 und ein
Heizerkreis 30 für
den Motor 10 vorgesehen. Der Motor 10 wird durch
ein im Kühlerkreis 20 zirkulierendes
Motorkühlwasser
gekühlt,
und Klimaluft wird unter Verwendung des Motorkühlwassers (heißes Wasser)
als eine Wärmequelle
im Heizerkreis 30 geheizt. Der Motor 10 ist mit
einem Wechselstromgenerator 11 versehen, der durch die
Antriebsenergie des Motors 10 durch einen Riemen 12 angetrieben
wird, um so elektrische Energie zu erzeugen. Die durch den Wechselstromgenerator 11 erzeugte
elektrische Energie wird in einer Batterie 40 geladen und
einer elektrischen Last 41 des Fahrzeugs (z.B. Deckenbeleuchtung,
Scheibenwischer, Audio) zugeführt.
-
Der
Kühlerkreis 20 ist
mit einem Kühler 21 versehen,
der das durch eine Wasserpumpe 22 zirkulierte Motorkühlwasser
durch Durchführen
eines Wärmeaustausches
mit Außenluft
kühlt.
Zum Beispiel ist die Wasserpumpe 22 eine durch den Motor 10 angetriebene
mechanische Pumpe, die mit einem vorbestimmten Drehzahlverhältnis bezüglich einer Drehzahl
des Motors 10 betrieben wird. Alternativ kann die Wasserpumpe 22 eine
durch einen Elektromotor angetriebene elektrische Pumpe anstelle
der mechanischen Pumpe sein.
-
Ein
Wassertemperatursensor 25 zum Erfassen einer Wassertemperatur
ist in einem Wasserauslasskanal des Motors 10 zwischen
einem Wasserauslass des Motors 10 und dem Kühler 21 positioniert.
Ein Heizer 310 des Clausius-Rankine-Kreises 300 ist
ebenfalls im Wasserauslasskanal des Motors 10 im Kühlkreis 20 zwischen
dem Wasserauslass des Motors 10 und dem Kühler 21 angeordnet.
Ein durch den Wassertemperatursensor 25 erfasstes Temperatursignal
wird einer Geräte-ECU 500a der Steuereinheit 500 ausgegeben.
Das aus dem Motor 10 ausströmende Motorkühlwasser
strömt
durch den Heizer 310, um einen Wärmeaustausch mit einem Kältemittel
durchzuführen,
um so das Kältemittel
zu heizen.
-
Der
Kühlerkreis 20 ist
mit einem Kühlerbypasspfad 23 versehen,
durch den das Motorkühlwasser
am Kühler 21 vorbeiströmt, und
ein Thermostat 24 ist angeordnet, um eine Strömungsmenge
des durch den Kühler 21 strömenden Kühlwassers
und eine Strömungsmenge
des durch den Kühlerbypasspfad 23 strömenden Kühlwassers
einzustellen.
-
Der
Heizerkreis 30 ist mit einem Heizerkern 31 versehen,
sodass das Motorkühlwasser
(heißes Wasser)
im Heizerkreis 30 durch die Heißwasserpumpe 22 zirkuliert
wird. Der Heizerkern 31 ist in einem Klimagehäuse 410 einer
Klimaeinheit 400 angeordnet, um durch ein Gebläse 420 geblasene
Luft mittels des Motorkühlwassers
(heißes
Wasser) als Heizquelle zu heizen. Eine Luftmischklappe 430 ist im
Klimagehäuse 410 angeordnet,
um eine Strömungsmenge
der durch den Heizerkern 31 gelangenden Luft und eine Strömungsmenge
der am Heizerkern 31 vorbeiströmenden Luft einzustellen.
-
Der
Kühlkreis 200 enthält einen
Kompressor 210, einen Kondensator (Kältemittelkühler) 220, eine Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230,
eine Kältemittelunterkühlungseinheit 231,
ein Expansionsventil 240 und einen Verdampfapparat 250,
die in dieser Reihenfolge verbunden sind, um einen geschlossenen
Kühlkreis
zu bilden.
-
Der
Kompressor 210 ist eine Fluidmaschine zum Komprimieren
des Kältemittels
auf einen hohen Druck und eine hohe Temperatur im Kühlkreis 200.
In diesem Ausführungsbeispiel
ist der Kompressor 210 ein Kompressor mit fester Verdrängung, bei
dem eine Ausgabekältemittekapazität (Verdrängung) je
Drehung eine vorbestimmte Größe ist,
und er wird durch eine Antriebsenergie des Motors 10 angetrieben. Zum
Beispiel ist eine Riemenscheibe 211 an einer Antriebswelle
des Kompressors 210 befestigt. In diesem Fall wird der
Kompressor 210 durch Übertragen der
Antriebsenergie des Motors 10 durch den Riemen 12 auf
die Riemenscheibe 211 angetrieben. Die Riemenscheibe 211 ist
mit einer elektromagnetischen Kupplung 212 versehen, um
so eine Verbindung zwischen dem Kompressor 210 und der
Riemenscheibe 211 herzustellen oder zu trennen. Durch eine
intermittierende Steuerung (Verbindung/Trennung) der elektromagnetischen
Kupplung 212 wird der Betrieb (Ein/Aus-Betrieb) des Kompressors 210 gesteuert.
Die intermittierende Steuerung der elektromagnetischen Kupplung 212 wird
durch eine Klima-ECU 500c der Steuereinheit 500 durchgeführt.
-
Der
Kondensator 220 ist ein Wärmetauscher zum Kühlen und
Kondensieren des Kältemittels durch
Durchführen
eines Wärmeaustausches
mit Außenluft,
und er ist an einer vorderen Seite in einem Motorraum des Fahrzeugs
angeordnet. Der Kondensator 220 ist in einem Fahrzeug an
einem vorderen Teil so angeordnet, dass der Wind (Außenluft)
während
einer Fahrzeugfahrt in ein Wärmetauschteil
des Kondensators 220 strömt. Deshalb wird eine Strömungsmenge
der durch den Kondensator 220 gelangenden Außenluft
entsprechend einer Fahrzeuggeschwindigkeit erhöht. Die Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 ist
ein Auffanggefäß zum Trennen
des im Kondensator 220 kondensierten Kältemittels in ein Gaskältemittel
und ein flüssiges
Kältemittel.
Die Unterkühlungseinheit 231 ist
ein Wärmetauscher
zum weiteren Kühlen
des aus der Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 ausströmenden flüssigen Kältemittels.
Zum Beispiel können
der Kondensator 220, die Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 und
die Unterkühlungseinheit 231 so
konstruiert sein, dass sie eine Kondensatoreinheit mit einer Gas/Flüssigkeit-Trennfunktion
bilden. Ferner können
der Kondensator 220, die Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 und
die Unterkühlungseinheit 231 kombiniert
werden, um eine kombinierte Kondensatoreinheit mit der Gas/Flüssigkeit-Trennfunktion
zu bilden.
-
Das
Expansionsventil 240 ist eine Dekompressionseinheit zum
Dekomprimieren und Ausdehnen des aus der Unterkühlungseinheit 231 ausströmenden flüssigen Kältemittels.
In diesem Ausführungsbeispiel
dekomprimiert das Expansionsventil 240 das aus der Unterkühlungseinheit 231 ausströmende flüssige Kältemittel
isenthalpisch, und das Expansionsventil 240 ist ein thermisches
Expansionsventil mit einem Drosselöffnungsgrad, der so gesteuert
wird, dass ein Überhitzungsgrad
des in den Kompressor 210 gesaugten Kältemittels zu einem vorbestimmten
Wert wird.
-
Der
Verdampfapparat 250 ist in dem Klimagehäuse 410 der Klimaeinheit 400 luftstromauf
des Heizerkerns 31 angeordnet. Der Verdampfapparat 250 verdampft
das durch das Expansionsventil 240 dekomprimierte Kältemittel
und kühlt
die durch das Gebläse 420 geblasene
Luft. Eine Kältemittelauslassseite
des Verdampfapparats 250 ist mit einer Kältemittelansaugseite
des Kompressors 210 verbunden, sodass das im Verdampfapparat 250 verdampfte
Kältemittel
in die Kältemittelansaugseite
des Kompressors 210 gesaugt wird.
-
Ein
Temperatursensor 251 ist luftstromab des Verdampfapparats 250 angeordnet,
um so die Temperatur der durch den Verdampfapparat 250 gekühlten Luft
zu erfassen. Ein durch den Temperatursensor 251 erfasstes
Temperatursignal wird einer Klima-ECU 500c der Steuereinheit 500 ausgegeben. Ein Öffnungsgrad
der Luftmischklappe 430 wird durch die Klima-ECU 500c so
gesteuert, dass ein Strömungsverhältnis zwischen
einer durch den Heizerkern 31 gelangenden Luftmenge und
einer an dem Heizerkern 31 vorbeiströmenden Luftmenge so geregelt
wird, dass die in einen Fahrgastraum strömende Klimaluft eine Solltemperatur
des Fahrgastraums erreicht.
-
Als
nächstes
wird der Clausius-Rankine-Kreis 300 beschrieben. Der Clausius-Rankine-Kreis 300 gewinnt
Abwärmeenergie
(Motorkühlwasser-Wärmeenergie)
zurück,
die im Motor 10 erzeugt wird. Der Clausius-Rankine-Kreis 300 wandelt die Abwärmeenergie
in zu benutzende elektrische Energie um. Der Clausius-Rankine-Kreis 300 benutzt einen
Teil der Komponenten des Kühlkreises 200, beispielsweise
den Kondensator 220, die Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 und
die Unterkühlungseinheit 231,
gemeinsam mit dem Kühlkreis 200.
-
In
diesem Ausführungsbeispiel
ist der Clausius-Rankine-Kreis 300 ein geschlossener Kreis,
in dem die Pumpe 330, der Heizer 310, die Expansionseinheit 320,
der Kondensator 220, die Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 und
die Unterkühlungseinheit 231 in
dieser Reihenfolge verbunden sind. Weil der Kondensator 220,
die Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 und
die Unterkühlungseinheit 231 zwischen
dem Kühlkreis 200 und
dem Clausius-Rankine-Kreis 300 gemeinsam benutzt werden,
ist das im Clausius-Rankine-Kreis 300 zirkulierende Arbeitsfluid
das gleiche Kältemittel
wie im Kühlkreis 200.
-
Die
Pumpe 330 ist eine Fluidmaschine zum Zirkulieren des Kältemittels
im Clausius-Rankine-Kreis 300,
und sie wird durch eine Antriebsenergie eines Elektromotors 331 (Stellantrieb)
betrieben. Der Betrieb des Elektromotors 331 wird durch
einen Wechselrichter 500d der Steuereinheit 500 gesteuert.
-
Der
Heizer 310 ist ein Wärmetauscher,
in dem das durch die Pumpe 330 geförderte Kältemittel in Wärmeaustausch
mit dem im Kühlerkreis 20 zirkulierenden
Hochtemperatur-Motorkühlwasser
steht, um zu einem überhitzten
Dampfkältemittel
mit einem hohen Druck und einer hohen Temperatur zu werden.
-
Die
Expansionseinheit 320 ist eine Fluidmaschine, die eine
Drehantriebskraft (mechanische Energie) durch eine Expansion des überhitzten
Dampfkältemittels,
das im Heizer 310 geheizt und erzeugt wird, erzeugt. Im
Clausius-Rankine-Kreis 300 ist der Generator 321 mit
der Expansionseinheit 320 verbunden. Zum Beispiel kann
der Generator 321 integral mit der Expansionseinheit 320 ausgebildet
sein.
-
Der
Generator 321 wird durch den Wechselrichter 500d der
Steuereinheit 500 betrieben und gesteuert. Wenn die Antriebsenergie
von der Expansionseinheit 320 zum Generator 321 übertragen
wird, wird die Drehzahl des Generators 321 durch den Wechselrichtung 500d so
gesteuert, dass der vom Generator 321 erzeugte Strom eingestellt
wird. Der durch den Generator 321 erzeugte Strom wird durch den
Wechselrichtung 500d in die Batterie 40 geladen.
-
Eine
Kältemittelausgabeseite
der Expansionseinheit 320 ist mit einem Kältemittelpfad
verbunden, der mit dem Kondensator 220 verbunden ist und von
dem Kühlkreis
auf einer Kältemittelauslassseite der
Unterkühlungseinheit 231 im
Clausius-Rankine-Kreis
abzweigt, wie in 1 dargestellt.
-
Der
Clausius-Rankine-Kreis 300 ist mit einer Schalteinheit 322 zum
Schalten eines Kältemittelpfades
auf einer Kältemitteleinlassseite
der Expansionseinheit 320 im Clausius-Rankine-Kreis 300 versehen. Die
Schalteinheit 322 ist ein Expansionsschaltventil 322,
das angeordnet ist, um einen Kältemitteleinlasspfad
auf der Kältemitteleinlassseite
der Expansionseinheit 320 zu öffnen und zu schließen. Das
Expansionsschaltventil 322 ist aus einem elektromagnetischen
Ventil aufgebaut und wird durch die Gerätesteuer-ECU 500a der
Steuereinheit 500 geöffnet
und geschlossen.
-
Ein
Kältemitteldrucksensor 341 als
eine Druckerfassungseinheit ist zwischen der Pumpe 330 und dem
Heizer 310 angeordnet, um so einen Kältemitteldruck auf einer Hochdruckseite
des Clausius-Rankine-Kreises 300 zu erfassen. Ein durch
den Kältemitteldrucksensor 341 erfasstes
Drucksignal wird der Geräte-ECU 500a der
Steuereinheit 500 ausgegeben.
-
Ein
Kältemitteldrucksensor 342 zum
Erfassen eines hochdruckseitigen Kältemitteldrucks vor der Dekompression
ist im Kühlkreis 200 zwischen
der Unterkühlungseinheit 231 und
dem Expansionsventil 240 angeordnet. Ein von dem Kältemitteldrucksensor 342 erfasstes
Drucksignal wird der Geräte-ECU 500a der
Steuereinheit 500 ausgegeben.
-
Die
Steuereinheit 500 steuert den Betrieb der verschiedenen
Komponenten des Kühlkreises 200 und
des Clausius-Rankine-Kreises 300. Die Steuereinheit 500 enthält die Geräte-ECU 500a,
die Fahrzeug-ECU 500b, die Klima-ECU 500c und
den Wechselrichter 500d, die miteinander kommunizieren,
wie in 1 dargestellt. Die Geräte- ECU 500a kommuniziert mit der
Fahrzeug-ECU 500b, der Klima-ECU 500c und dem
Wechselrichtung 500d, um Signale zwischen ihnen zu senden
und zu empfangen.
-
Ein
Außenlufttemperatursensor 510 zum
Erfassen einer Temperatur T(AM) der Außenluft (d.h. Luft außerhalb
des Fahrgastraums) ist so angeordnet, dass ein Temperaturmesssignal
des Außenlufttemperatursensors 510 der
Geräte-ECU 500a eingegeben
wird.
-
Die
Geräte-ECU 500a führt eine
Gesamtsteuerung des Kühlkreises 200 und
des Clausius-Rankine-Kreises 300 durch. Zum Beispiel wird
im Kombinationsbetrieb (gleichzeitiger Betrieb) des Kühlkreises 200 und
des Clausius-Rankine-Kreises 300 der Betrieb des Clausius-Rankine-Kreises 300 durch
die Geräte-ECU 500a durch
den Wechselrichter 500d so gesteuert, dass eine Bilanz
(d.h. Differenz) zwischen einer Rückgewinnungsenergie des Clausius-Rankine-Kreises 300 und
einer Antriebsenergie des Kompressors 210 unabhängig von
einer Veränderung
der Kühllast
des Kühlkreises 200 positiv
wird.
-
Die
Fahrzeug-ECU 500b steuert hauptsächlich den Betrieb des Motors 10.
Die Fahrzeug-ECU 500b steuert eine Kraftstoffeinspritzmenge
(Kraftstoffzuführmenge)
basierend auf einer durch den Wassertemperatursensor 25 erfassten
Wassertemperatur, einer Motordrehzahl und einer durch einen Öffnungsgrad
einer Drosselklappe berechneten Motorlast (Motordrehmoment), usw.
derart, dass der Kraftstoffverbrauchswirkungsgrad maximal wird.
Die Fahrzeug-ECU 500b kann die Motordrehzahl, eine Fahrzeuggeschwindigkeit,
usw. berechnen. Die Fahrzeuggeschwindigkeit kann von der Fahrzeug-ECU 500b zum
Beispiel basierend auf einer Getriebestellung berechnet werden.
-
Die
Klima-ECU 500c steuert allgemein den Betrieb des Kühlkreises 200 basierend
auf einer Klimaanforderung eines Fahrgasts im Fahrgastraum des Fahrzeugs,
einer Solltemperatur des Fahrgastraums und einer aktuellen Innentemperatur
des Fahrgastraums, einer durch den Verdampfapparat 250 gekühlten Lufttemperatur
und einer Umgebungsbedingung (z.B. Außenlufttemperatur, Sonnenstrahlungsmenge).
Dem Wechselrichter 500d wird befohlen, den Generator 321 und
den Elektromotor 331 zu betreiben und die Drehzahlen des
Generators 321 und des Elektromotors 331 zu steuern,
um dadurch den Betrieb des Clausius-Rankine-Kreises 300 zu steuern.
-
Als
nächstes
wird der Betrieb der Abwärmenutzungsvorrichtung 100 beschrieben.
Die Abwärmenutzungsvorrichtung 100 ist
konstruiert, um einen Einzelbetrieb (d.h. alleinigen Betrieb) des
Kühlkreises 200,
einen Einzelbetrieb (d.h. alleinigen Betrieb) des Clausius-Rankine-Kreises
sowie einen Kombinationsbetrieb (d.h. gleichzeitigen Betrieb) sowohl
des Kühlkreises 200 als
auch des Clausius-Rankine-Kreises 300 durchzuführen.
-
1. Einzelbetrieb des Kühlkreises
-
In
einem Motoraufheizmodus unmittelbar nach dem Start des Motors 10 ist
die Abwärme
vom Motor 10 gering und eine durch den Wassertemperatursensor 25 erfasste
Wassertemperatur ist niedriger als eine vorbestimmte Wassertemperatur.
In diesem Fall werden, wenn die Steuereinheit 500 eine
Klimaanforderung von einem Fahrgast im Fahrgastraum bestimmt, der
Generator 321 und der Elektromotor 331 gestoppt,
um die Expansionseinheit 320 und die Pumpe 330 zu
stoppen, wodurch der Einzelbetrieb des Kühlkreises 200 durchgeführt wird.
-
Die
Steuereinheit 500 (Klima-ECU 500c) berechnet eine
Soll-Lufttemperatur basierend auf einer aktuellen Innentemperatur
des Fahrgastraums, einer aktuellen Außenlufttemperatur und einer
in den Fahrgastraum eindringenden Sonnenstrahlungsmenge, sodass
die aktuelle Innentemperatur des Fahrgastraums zur Einstelltemperatur
im Betrieb des Kühlkreises 200 wird.
Ferner wird der Betrieb des Kompressors 210 so gesteuert,
dass eine aus dem Verdampfapparat 250 ausströmende Lufttemperatur
in einem Bereich (z.B. 3–4°C) liegt,
und der Öffnungsgrad
der Luftmischklappe 430 wird gesteuert, basierend jeweils
auf der berechneten Soll-Lufttemperatur.
-
Der
Betrieb des Kompressors 210 wird durch die elektromagnetische
Kupplung 212 gesteuert. Zum Beispiel steuert die Steuereinheit 500,
wie in 2 dargestellt, die elektromagnetische Kupplung 212 so,
dass sie verbunden ist (eingeschaltet ist), sodass der Kompressor 210 betrieben
wird (EIN), wenn die durch den Temperatursensor 251 erfasste
Kühllufttemperatur
höher als
eine erste vorbestimmte Tem peratur (z.B. oberer Grenzwert von 4°C) wird. Wenn
dagegen die durch den Temperatursensor 251 erfasste Kühllufttemperatur
niedriger als eine zweite vorbestimmte Temperatur (z.B. unterer
Grenzwert von 3°C)
wird, der niedriger als die erste vorbestimmte Temperatur ist, wird
die elektromagnetische Kupplung 212 getrennt (AUS), sodass
der Betrieb des Kompressors 210 gestoppt wird (AUS). D.h.
eine Ein/Aus-Schaltsteuerung der elektromagnetischen Kupplung 212 wird
so durchgeführt,
dass die durch den Verdampfapparat 250 gekühlte Lufttemperatur
in einem vorbestimmten Bereich liegt.
-
2. Einzelbetrieb des Clausius-Rankine-Kreises
-
Falls
die Steuereinheit 500 keine Klimaaufforderung empfängt, bestimmt
die Steuereinheit 500, wenn die durch den Wassertemperatursensor 25 erfasste
Wassertemperatur höher
als eine vorbestimmte Temperatur ist, dass die Abwärme des
Motors 10 ausreichend groß ist, und sie führt den
Einzelbetrieb des Clausius-Rankine-Kreises 300 durch.
In diesem Fall trennt die Steuereinheit 500 die elektromagnetische
Kupplung 212, um den Betrieb des Kompressors 210 zu
stoppen, betätigt
den Elektromotor 331, um den Pumpbetrieb der Pumpe 330 zu
starten, und öffnet
das Expansionsschaltventil 322, wodurch der Clausius-Rankine-Kreis 300 allein
betrieben wird. Ferner wird Strom im Generator 321 entsprechend der
Drehantriebskraft der Expansionseinheit 320 erzeugt.
-
Insbesondere
wird das flüssige
Kältemittel aus
der Unterkühlungseinheit 231 durch
die Pumpe 330 unter Druck gesetzt und zum Heizer 310 geschickt,
um durch das Hochtemperatur-Motorkühlwasser geheizt zu werden.
Das überhitzte
Hochdruck-Gaskältemittel
aus einem Kältemittelauslass des
Heizers 310 strömt
durch das Expansionsschaltventil 322 und wird zur Expansionseinheit 320 geschickt.
Die Expansionseinheit 320 expandiert und dekomprimiert
das überhitzte
Gaskältemittel
isenthalpisch, sodass ein Teil der Wärmeenergie und der Druckenergie
in die Drehantriebskraft (mechanische Energie) umgewandelt wird.
Der Generator 321 wird durch die Drehantriebskraft von
der Expansionseinheit 320 betrieben, um Strom zu erzeugen.
Der durch den Generator 321 erhaltene Strom wird durch
den Wechselrichter 500d in die Batterie 40 geladen.
Zum Beispiel wird der in der Batterie 40 geladene Strom zum
Betreiben der elektrischen Last 41 des Fahrzeugs verwendet.
Es ist daher möglich,
die Last des Wechselstromgenerators 11 zu reduzieren.
-
Das
in der Expansionseinheit 320 gekühlte und im Kondensator 220 kondensierte
Kältemittel wird
in der Gas/Flüssigkeit-Trennvorrichtung 230 in Gas
und Flüssigkeit
getrennt, durch die Unterkühlungseinheit 231 unterkühlt und
in die Pumpe 330 gesaugt, sodass der Einzelbetrieb des
Clausius-Rankine-Kreises 300 durchgeführt wird.
-
3. Kombinationsbetrieb
des Kühlkreises
und des Clausius-Rankine-Kreises
-
Wenn
die Steuereinheit 500 bestimmt, dass die Abwärme ausreichend
groß ist,
führt die
Steuereinheit 500, falls eine Klimaaufforderung von einem Fahrgast
empfangen wird, den Kombinationsbetrieb durch, in dem sowohl der
Kühlkreis 200 als
auch der Clausius-Rankine-Kreis 300 gleichzeitig betrieben werden,
um so sowohl den Klimabetrieb als auch den Stromerzeugungsbetrieb
durchzuführen.
In diesem Ausführungsbeispiel
führt die
Steuereinheit 500 einen Schaltvorgang zwischen einer Dauerbetriebssteuerung
des Clausius-Rankine-Kreises und einer intermittierenden Steuerung
des Clausius-Rankine-Kreises entsprechend der Last (z.B. Kühllast)
des Kühlkreises 200 durch.
Als nächstes
wird der Schaltvorgang zwischen der Dauerbetriebssteuerung des Clausius-Rankine-Kreises
und der intermittierenden Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
während des
Kombinationsbetriebs Bezug nehmend auf 3 bis 5 beschrieben.
-
Zuerst
führt die
Steuervorrichtung 500 in Schritt S100 von 3 den
Steuerbetrieb des Kühlkreises 200 durch
Steuern des Ein/Aus-Betriebs des Kompressors 210 analog
zum Einzelbetrieb des Kühlkreises 200 durch.
D.h. der Betrieb des Kompressors 210 wird durch Steuern
des Ein/Aus-Betriebs der elektromagnetischen Kupplung 212 gesteuert,
sodass der Betrieb des Kühlkreises 200 gesteuert
wird.
-
Die
Kühllast
des Kühlkreises 200 steht
mit verschiedenen Steuerbedingungen in Zusammenhang, z.B. der Einstelltemperatur
des Fahrgastraums, der aktuellen Innentemperatur des Fahrgastraums,
der Außenlufttemperatur
und der Sonnenstrahlungsmenge. Zum Beispiel wird die Kühllast höher, wenn
die aktuelle Innentemperatur des Fahrgastraums, die Außenlufttemperatur
und die Sonnenstrahlungsmenge höher
werden und die Einstelltemperatur des Fahrgastraums niedriger wird.
In diesem Ausführungsbeispiel
wird die durch den Außenlufttemperatursensor 510 erfasste
Außenlufttemperatur T(AM)
zum Bestimmen der Kühllast
als ein Beispiel verwendet. Eine vorbestimmte Kühllast (d.h. vorbestimmte Temperatur
T1) ist so eingestellt, dass eine Bilanz (Differenz) zwischen einer
Rückgewinnungsenergie
des Clausius-Rankine-Kreises 300 und einer Antriebsenergie
des Kompressors 210 des Kühlkreises 200 bei
der vorbestimmten Kühllast
zu Null wird.
-
Daher
wird in Schritt S110 bestimmt, ob die durch den Außenlufttemperatursensor 510 erfasste Außenlufttemperatur
T(AM) gleich oder niedriger als die vorbestimmte Temperatur T1 ist.
Wenn die Außenlufttemperatur
T(AM) gleich oder niedriger als die vorbestimmte Temperatur T1 ist,
wird bestimmt, dass die Kühllast
niedrig ist. In diesem Fall wird im Kombinationsbetrieb die Dauerbetriebssteuerung
des Clausius-Rankine-Kreises
in Schritt S120 durchgeführt. Wenn
dagegen die Außenlufttemperatur
T(AM) höher
als die vorbestimmte Temperatur T1 ist, wird bestimmt, dass die
Kühllast
hoch ist, und im Kombinationsbetrieb wird die intermittierende Steuerung
des Clausius-Rankine-Kreises in Schritt S130 durchgeführt.
-
In
der Dauerbetriebssteuerung des Clausius-Rankine-Kreises von Schritt
S120 wird der Clausius-Rankine-Kreis 300 unabhängig vom
Betriebszustand des Kompressors 210 fortlaufend betrieben (EIN),
wie in 4 dargestellt. D.h. in der Dauerbetriebssteuerung
des Clausius-Rankine-Kreises wird der Elektromotor 331 (die
elektrische Pumpe 330) betrieben, wird das Expansionsschaltventil 322 geöffnet, zirkuliert
das Kältemittel
im Clausius-Rankine-Kreis 200 und erzeugt der Generator 321 Strom.
-
Andererseits
wird die intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
von Schritt S130 basierend auf dem Steuerprozess der Schritte S140 bis
S160 durchgeführt.
In Schritt S140 wird bestimmt, ob der Kompressor 210 in
Betrieb ist (Ein-Zustand) oder
nicht. Wenn der Kompressor 210 in Schritt S140 in Betrieb
ist (Ein-Zustand),
wird der Clausius-Rankine-Kreis 300 in Schritt S150 gestoppt.
Wenn der Clausius-Rankine-Kreis 300 gestoppt wird, wird
das Expansionsschaltventil 322 geschlossen und der Elektromotor 331 (die
Pumpe 330) gestoppt. Wenn dagegen der Kompressor 210 in
Schritt S140 ausgeschaltet ist (Aus-Zustand), wird der Clausius-Rankine-Kreis 300 in
Schritt S160 betrieben. Wenn der Clausius-Rankine-Kreis in Betrieb
ist, wird der Elektromotor 331 (die elektrische Pumpe 330)
betrieben, wird das Expansionsschaltventil 322 geöffnet, zirkuliert
das Kältemittel
im Clausius-Rankine-Kreis und erzeugt der Generator 321 Strom.
Nach Durchführen von
Schritt S150 oder S160 kehrt der Steuerprozess zu Schritt S110 zurück.
-
Wie
in 5 dargestellt, wird in der intermittierenden Steuerung
des Clausius-Rankine-Kreises der
Clausius-Rankine-Kreis zwischen dem Ein-Zustand und dem Aus-Zustand geschaltet,
um im umgekehrten Betriebszustand zum Kompressor 210 (Kupplung)
zu sein.
-
In
diesem Ausführungsbeispiel
wird, wenn der durch den Drucksensor 341 erfasste Kältemitteldruck
durch das Schließen
des Expansionsschaltventils 332, falls der Clausius-Rankine-Kreis 300 gestoppt
wird, höher
als ein zulässiger
Druck wird, das Expansionsschaltventil 322 anormal geöffnet, um den
Clausius-Rankine-Kreis 300 in einem Notzustand zu schützen.
-
Gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist, wenn die Kühllast während des Kombinationsbetriebs
des Kühlkreises
und des Clausius-Rankine-Kreises
niedriger als die vorbestimmte Last ist, die durch den Clausius-Rankine-Kreis 300 zurückgewonnene
elektrische Energie größer als
die Antriebsenergie des Kompressors 210. Daher wird die
Energiebilanz positiv, sodass die Abwärme des Motors 10 durch
Durchführen
der Dauerbetriebssteuerung des Clausius-Rankine-Kreises unabhängig vom
Betriebszustand des Kompressors 210 effektiv genutzt werden
kann.
-
Wenn
die Kühllast
höher als
die vorbestimmte Last ist, wird die intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
durchgeführt.
Bei der intermittierenden Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
wird der Clausius-Rankine-Kreis 300 betrieben, wenn der
Betrieb des Kompressors 210 gestoppt ist, und er wird gestoppt,
wenn der Kompressor 210 in Betrieb ist. Demgemäß kann verhindert werden,
dass die durch die Expansionseinheit 320 zurückgewonnene
elektrische Energie niedriger als die Antriebsenergie des Kompressors 210 ist.
Daher kann die Energiebilanz zwischen der durch die Expansionseinheit 320 zurückgewonnenen
elektrischen Energie und der Antriebsenergie des Kompressors 210 unabhängig vom
Betriebszustand des Kompressors 210 positiv gehalten werden.
Als Ergebnis kann die Abwärmeenergie
des Motors 10 effektiv genutzt werden, und die Kraftstoffverbrauchsleistung
des Motors 10 kann verbessert werden.
-
Weil
der Betrieb des Kompressors 210 intermittierend gesteuert
wird (Ein/Aus-Steuerung),
kann die intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises,
bei welcher der Clausius-Rankine-Kreis 300 eingeschaltet
wird, wenn der Kompressor 210 ausgeschaltet ist, während des
Kombinationsbetriebs einfach eingestellt werden.
-
Außerdem ist
gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
das Expansionsschaltventil 322 auf der Kältemitteleinlassseite
der Expansionseinheit 320 im Clausius-Rankine-Kreis 300 vorgesehen,
und das Expansionsschaltventil 322 wird geschlossen und dann
wird die Pumpe 330 gestoppt, wenn der Clausius-Rankine-Kreis 300 ausgeschaltet
wird. Deshalb kann der Clausius-Rankine-Kreis während des Kombinationsbetriebs,
wenn der Kühlkreis 200 und
der Clausius-Rankine-Kreis 300 beide gleichzeitig betrieben
werden, genau schnell gestoppt werden, wenn der Kompressor 210 in
der intermittierenden Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises betrieben
wird.
-
(Zweites Ausführungsbeispiel)
-
Ein
zweites Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezug auf 6 bis 10 beschrieben.
In einer Abwärmenutzungsvorrichtung 100 des
zweiten Ausführungsbeispiels
wird anstelle des Kompressors mit fester Verdrängung 210 im Vergleich
zum ersten Ausführungsbeispiel
ein Kompressor mit variabler Verdrängung 210A verwendet.
D.h. der Kompressor variabler Verdrängung 210A verändert einen
Neigungswinkel seiner Taumelscheibe, um so seine Ausgabekapazität je Drehung
einzustellen. Deshalb ist im zweiten Ausführungsbeispiel die elektromagnetische
Kupplung 212 des oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels
weggelassen. Daher unterscheidet sich ein Steuerverfahren zum Steuern
des Kompressors 210A im Kombinationsbetrieb des Kühlkreises 200 und
des Clausius-Rankine-Kreises 300 von
jenem des oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiels.
-
Der
Kompressor 210A hat eine variable Ausgabekapazität, die stufenlos
von 0% bis 100% veränderbar
ist, wobei eine maximale Ausgabekapazität zum Ausgeben 100% beträgt. Wenn
die Ausgabekapazität
des Kompressors 210A 0% beträgt, wird im Wesentlichen keine
Antriebsenergie des Motors 10 für den Kompressor 210A verbraucht,
und der Kompressor 210A führt im Wesentlichen keinen
Kompressionsvorgang durch, selbst wenn der Kompressor 210A durch
den Motor 10 über
den Riemen 12 gedreht wird.
-
Die
Ausgabekapazität
des Kompressors 210A wird durch die Klima-ECU 500c der
Steuereinheit 500 stufenlos so verändert, dass die durch den Verdampfapparat 250 gekühlte Lufttemperatur
zu einer vorbestimmten Temperatur (z.B. 4°C) wird, wie in 7 dargestellt.
-
Die
Steuereinheit 500 führt
den Kombinationsbetrieb des Kühlkreises 200 und
des Clausius-Rankine-Kreises 300 durch, wie in 8 dargestellt.
-
Zuerst
führt die
Steuereinheit 500 in Schritt S100A von 8 die
stufenlose Veränderung
der Kompressorkapazität
durch, bei welcher die Ausgabekapazität des Kompressors 210A entsprechend der
Kühllast
im Kühlkreis 200 stufenlos
verändert wird.
Bei der Betriebssteuerung des Kühlkreises 200 wird
in Schritt S110 bestimmt, ob die Kühllast höher als eine vorbestimmte Last
ist. Analog zum ersten Ausführungsbeispiel
kann die Kühllast
basierend auf der Außenlufttemperatur
T(AM) bestimmt werden.
-
Wenn
die Außenlufttemperatur
T(AM) gleich oder niedriger als eine vorbestimmte Temperatur T1 ist,
wird bestimmt, dass die Kühllast
niedrig ist. In diesem Fall wird in Schritt S120 die Dauerbetriebssteuerung
des Clausius-Rankine-Kreises durchgeführt. Im Gegensatz dazu wird
bestimmt, wenn die Außenlufttemperatur
T(AM) höher
als die vorbestimmte Temperatur T1 ist, dass die Kühllast hoch
ist, und in Schritt S130A wird die intermittierende Steuerung des
Clausius-Rankine-Kreises durchgeführt.
-
In
der Dauerbetriebssteuerung des Clausius-Rankine-Kreises von Schritt
S120 wird der Clausius-Rankine-Kreis 300 unabhängig vom
Betriebzustand des Kompressors 210A fortlaufend betrieben. D.h.
in der Dauerbetriebssteuerung des Clausius-Rankine-Kreises wird der Elektromotor 331 (elektrische
Pumpe 330) betrieben, wird das Expansionsschaltventil 322 geöffnet, zirkuliert
das Kältemittel
im Clausius-Rankine-Kreis
und erzeugt der Generator 321 Strom.
-
Andererseits
wird die intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
von Schritt S130A basierend auf dem Steuervorgang der Schritte S135
bis S160 durchgeführt.
In Schritt S135 wird anstelle der stufenlosen Veränderungssteuerung
der Kompressorkapazität
in Schritt S100A eine Schaltsteuerung der Kompressorkapazität durchgeführt. Wie
in 10 dargestellt, wird die Ausgabekapazität des Kompressors 210A abwechselnd
zwischen einer ersten Ausgabekapazität (z.B. 0%) und einer zweiten Ausgabekapazität (z.B.
100%) größer als
die erste Ausgabekapazität
geschaltet, sodass die durch den Verdampfapparat 250 gekühlte Lufttemperatur
eine vorbestimmte Temperatur (z.B. 4 °C) erreicht. Hierbei ist die
erste Ausgabekapazität
auf eine Kapazität
eingestellt, bei der die Antriebsenergie des Kompressors 210A nie
größer als
die durch den Clausius-Rankine-Kreis 300 zurückgewonnene
Energie ist, zum Beispiel beträgt
die Kapazität
0%. In diesem Ausführungsbeispiel
wird die Schaltsteuerung der Kompressorkapazität in Schritt S135 unter Verwendung
des Kompressors variabler Verdrängung 210A durchgeführt, sodass
der Kompressor variabler Verdrängung 210A die
gleiche Schaltfunktion wie der Kompressor fester Verdrängung 210 in
der intermittierenden Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises hat.
-
Als
nächstes
wird in Schritt S140A bestimmt, ob die vorhandene Ausgabekapazität des Kompressors 210A die
zweite Ausgabekapazität
(z.B. 100% in diesem Beispiel) ist oder nicht. Wenn die aktuelle Ausgabekapazität des Kompressors 210A 100%
beträgt,
wird der Clausius-Rankine-Kreis 300 in Schritt S150 gestoppt.
Wenn der Clausius-Rankine-Kreis 300 gestoppt wird, wird
das Expansionsventil 322 geschlossen und wird der Elektromotor 331 (die
Pumpe 330) gestoppt. Wenn dagegen die aktuelle Ausgabekapazität des Kompressors 210A nicht
100% beträgt, d.h.
wenn die aktuelle Ausgabekapazität
des Kompressors 210A 0% beträgt, wird in Schritt S160 der Clausius-Rankine-Kreis 300 betrieben.
Wenn der Clausius-Rankine-Kreis 300 in
Betrieb ist, wird der Elektromotor 331 (die elektrische
Pumpe 330) betrieben, wird das Expansionsschaltventil 322 geöffnet, zirkuliert
das Kältemittel
im Clausius-Rankine-Kreis 300 und erzeugt der Generator 321 Strom.
Nach Durch führung
von Schritt S150 oder S160 kehrt der Steuervorgang zu Schritt S110A
zurück.
-
Gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wird die intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises
mittels des Kompressors variabler Verdrängung 210A durchgeführt. D.h.
durch abwechselndes Schalten der Ausgabekapazität des Kompressors variabler
Verdrängung 210A zwischen
der ersten Ausgabekapazität (0%)
und der zweiten Ausgabekapazität
(100%) können
die gleichen Wirkungen wie jene des ersten Ausführungsbeispiels erzielt werden,
und die Energiebilanz kann tatsächlich
positiv gemacht werden. Als Ergebnis kann die Abwärme des
Motors 10 effektiv genutzt werden.
-
Im
zweiten Ausführungsbeispiel
kann die erste Ausgabekapazität
des Kompressors 210A in den Schritten S135, S140A auch
auf eine vorbestimmte Kapazität
außer
0% eingestellt werden, wenn die Antriebsenergie des Kompressors 210A nicht
größer als
die im Clausius-Rankine-Kreis 300 zurückgewonnene Energie ist. Zum
Beispiel kann die erste Ausgabekapazität des Kompressors 210A auf eine
Kapazität
nahe 0% eingestellt werden. Außerdem
kann die zweite Ausgabekapazität
des Kompressors 210A auch auf eine vorbestimmte Kapazität außer 100%
eingestellt werden, wenn die durch den Verdampfapparat 250 gekühlte Lufttemperatur
auf einer Temperatur gehalten werden kann. Zum Beispiel kann die
zweite Ausgabekapazität
des Kompressors 210A auf eine Kapazität nahe 100% eingestellt werden.
Weil der Betrieb des Clausius-Rankine-Kreises 300 umgekehrt
zum Betriebszustand des intermittierenden Betriebs des Kompressors 210A geschaltet wird,
kann die Energiebilanz positiv gemacht werden, selbst wenn die Kühllast des
Kühlkreises 200 groß ist.
-
Im
zweiten Ausführungsbeispiel
können
die anderen Teile ähnlich
jenen des oben beschriebene ersten Ausführungsbeispiels sein.
-
(Drittes Ausführungsbeispiel)
-
In
den oben beschriebenen ersten und zweiten Ausführungsbeispielen wird die Kühllast basierend
auf der Außenlufttemperatur
T(AM) bestimmt. Im dritten Ausführungsbeispiel
wird die Kühllast durch
Kombinieren von Informationen, die für die Steuerung des Motors 10 verwendet
werden, und Informationen, die für
die Steuerung des Kühlkreises 200 verwendet
werden, bestimmt.
-
Die
Fahrzeuggeschwindigkeit kann für
die Steuerinformationen des Motors 10 verwendet werden.
Allgemein wird mit steigender Fahrzeuggeschwindigkeit die in den
Kondensator 220 strömende Luft
mehr, sodass der Wärmeaustausch
mit dem Kältemittel
erleichtert wird. Deshalb wird die Kühllast des Kühlkreises 200 mit
steigender Fahrzeuggeschwindigkeit kleiner.
-
Ferner
können
als Steuerinformationen des Kühlkreises 200 zusätzlich zur
Außenlufttemperatur T(AM)
eine in den Fahrgastraum eindringende Sonnenstrahlungsmenge T(S),
eine aktuelle Innentemperatur T(IN) des Fahrgastraums und eine Einstelltemperatur
T(SET) verwendet werden. Die Kühllast ändert sich
entsprechend der Sonnenstrahlungsmenge T(S), der aktuellen Innentemperatur
T(IN) und der Einstelltemperatur T(SET) ähnlich der im ersten Ausführungsbeispiel
beschriebenen. Ferner gelangt die Kondensationskapazität im Kondensator 220 mit
höher werdendem
Kältemitteldruck
auf der Hochdruckseite einfach in einen Überlastungszustand, wodurch
die Kühllast
höher wird.
-
11 zeigt
einen Steuerbetrieb der Steuereinheit 500 in einem Kombinationsbetrieb,
in dem der Kühlkreis 200 und
der Clausius-Rankine-Kreis 300 gleichzeitig betrieben werden.
In 11 sind im Steuerprozess von 3 Schritte
S111 bis S115 hinzugefügt.
Deshalb wird auf die detaillierte Erläuterung an den gleichen Schritten
wie in 3 verzichtet.
-
Nach
Schritt S100 bestimmt die Steuereinheit 500 in Schritt
S110, ob die Außenlufttemperatur T(AM)
gleich oder niedriger als eine Temperatur T1 ist. Wenn die Steuereinheit 500 in
Schritt S110 bestimmt, dass die Außenlufttemperatur T(AM) gleich oder
niedriger als die Temperatur T1 ist, d.h. wenn die Kühllast basierend
auf der Außenlufttemperatur T(AM)
als niedrig bestimmt wird, werden die Schritte S111 bis S115 durchgeführt. Wenn
die Bestimmung irgendeines der Schritte S110 bis S115 „N" ist, wird in Schritt
S130 die intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises durchgeführt. Wenn
alle Bestimmungen der Schritte S110 bis S115 „Y" sind, wird in Schritt S120 die Dauerbetriebssteuerung
des Clausius-Rankine-Kreises
durchgeführt.
-
Insbesondere
wird in Schritt S111 bestimmt, ob die Sonnenstrahlungsmenge T(S)
gleich oder niedriger als ein Wert T2 ist, wird in Schritt S112
bestimmt, ob die Fahrzeuggeschwindigkeit T(V) gleich oder höher als
ein Wert T3 ist oder nicht, wird in Schritt S113 bestimmt, ob die
Innentemperatur T(IN) des Fahrgastraums gleich oder niedriger als
eine Temperatur T4 ist oder nicht, wird in Schritt S114 bestimmt,
ob die Einstelltemperatur T(SET) des Fahrgastraums gleich oder höher als
eine vorbestimmte Temperatur T5 ist oder nicht, und wird in Schritt
S115 bestimmt, ob der Mittelwert des durch den Drucksensor 342 erfassten
hochdruckseitigen Kältemitteldrucks
gleich oder niedriger als ein Druck P1 ist oder nicht. Wenn alle
Bestimmung der Schritte S110 bis S115 „Y" sind, wird bestimmt, dass die Kühllast aktuell
niedrig ist, und in Schritt S120 wird die Dauerbetriebssteuerung
des Clausius-Rankine-Kreises durchgeführt. Wenn
die Bestimmung irgendeines der Schritte S110 bis S115 „N" ist, wird bestimmt,
dass die Kühllast
nicht niedrig ist, und in Schritt S130 wird die intermittierende
Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises durchgeführt.
-
Demgemäß kann die
intermittierende Steuerung des Clausius-Rankine-Kreises entsprechend der
Kühllast
genau durchgeführt
werden. Die obige Bestimmung der Kühllast kann unter Verwendung
irgendeiner der Bestimmungen in den Schritten S110 bis S115 durchgeführt werden
oder unter Verwendung von wenigstens zwei der Bestimmungen in den Schritten
S110 bis S115. Alternativ kann die Kühllast mittels wenigstens einer
Größe der Motordrehzahl, der
Wassertemperatur, der Motorkühllast,
usw. zusätzlich
zu den oben beschriebenen Informationen bestimmt werden.
-
(Weitere Ausführungsbeispiele)
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung in Zusammenhang mit ihren bevorzugten
Ausführungsbeispielen
unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen vollständig beschrieben
worden ist, sollte beachtet werden, dass verschiedene Änderungen
und Modifikationen für
den Fachmann offensichtlich sein werden.
-
Zum
Beispiel ist in den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen das zum Stoppen
des Clausius-Rankine-Kreises 300 verwendete Expansionsschaltventil 322 auf
einer Kältemitteleinlassseite
des Expansionsventils 320 angeordnet. Das zum Stoppen des
Clausius-Rankine-Kreises 300 verwendete Expansionsschaltventil 322 kann
auch an einer Kältemitteleinlassseite
der Pumpe 330 oder an einer anderen Position angeordnet
werden.
-
In
den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen
wird die an der Expansionseinheit 320 zurückgewonnene
Energie zum Betreiben des Generators 321 verwendet, sodass
der Strom in der Batterie 40 gespeichert wird. Die an der
Expansionseinheit 320 zurückgewonnene Energie kann auch
als dynamische Energie durch ein Schwungrad oder eine mechanische
Energie wie beispielsweise eine elastische Energie unter Verwendung
einer Feder gespeichert werden.
-
In
den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen
ist die Pumpe 330 eine elektrische Pumpe, die durch den
Elektromotor 331 angetrieben wird. Der Elektromotor 331 kann
jedoch auch weggelassen werden und die Pumpe 330 kann mit
einem elektrischen Generator 321 mit sowohl Motor- als
auch Generatorfunktionen verbunden werden.
-
Die
Unterkühlungseinheit 231 kann
entsprechend einer notwendigen Kreiskonstruktion in den oben beschriebenen
Ausführungsbeispielen
auch in geeigneter Weise weggelassen werden.
-
In
den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen
wird der Motor (Verbrennungsmotor) 10 als eine wärmeerzeugende
Einheit verwendet. Die wärmeerzeugende
Einheit ist jedoch nicht hierauf beschränkt. Jedes Gerät, beispielsweise
eine Kraftmaschine mit externer Verbrennung, ein Brennstoffzellenstapel
für ein
Brennstoffzellenfahrzeug, Fahrzeugmotoren und Wechselrichter, die
während
des Betriebs Wärme
erzeugen und einen Teil der Wärme
für eine
Temperaturregelung des Geräts
abgeben, können
als die wärmeerzeugende
Einheit verwendet werden.
-
Solche Änderungen
und Modifikationen liegen selbstverständlich im Schutzumfang der
vorliegenden Erfindung, wie er durch die anhängenden Ansprüche definiert
ist.