-
Die
vorliegende Anmeldung beansprucht die Auslandspriorität der japanischen
Patentanmeldung Nr. 2006-045042, eingereicht am 22. Februar 2006, deren
Gesamtinhalt durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung eingeschlossen
wird.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Detektor und ein Verfahren
zur Erfassung einer Anomalität
bei der Zeitsynchronisierung, speziell zur Erfassung einer Zeitverzögerung zwischen
Geräten,
die miteinander über
eine Kommunikationsleitung verbunden sind.
-
Es
ist bereits ein Sicherheitssystem zur Sicherstellung der Sicherheit
einer Betriebsanlage bekannt. Wenn das Sicherheitssystem eine Anomalität der Betriebsanlage
feststellt, erzeugt das Sicherheitssystem einen Alarm, und schaltet
die Betriebsanlage ab, um die Sicherheit der Betriebsanlage sicherzustellen.
-
Weiterhin
wird bei diesem Sicherheitssystem eine Anomalität bezüglich der Kommunikation zwischen
Sicherheitssteuerungen, welche das System bilden, dauernd erfasst.
Wenn die Kommunikationsanomalität
festgestellt wird, wird ebenfalls die Betriebsanlage abgeschaltet.
Daher wird ein unerwarteter Zustand vermieden, wenn das Sicherheitssystem infolge
der Anomalität
der Kommunikation nicht funktioniert.
-
Die
JP-A-2000-305955 beschreibt ein Ereignissammelsystem zur Durchführung einer
Zeitkorrektur, um die Zeit mehrerer Stationen zu synchronisieren.
-
Bei
dem voranstehend geschilderten Sicherheitssystem umfasst eine Einzelheit
zur Erfassung der Anomalität
der Kommunikation eine Übertragungsverzögerung der
Kommunikationsleitung, Wenn die Zeit von einer Übertragung einer vorbestimmten
Nachricht zu einem Empfang der Nachricht einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet, wird
festgestellt, dass eine Anomalität
der Kommunikation vorhanden ist, welche die Übertragungsverzögerung hervorruft,
und wird die Betriebsanlage abgeschaltet.
-
Allerdings
wird die Übertragungszeit
der Nachricht durch einen Zeitgeber an der Senderseite gemessen,
und wird die Empfangszeit der Nachricht durch einen Zeitgeber an
der Empfangsseite gemessen. Daher ist keine zeitliche Synchronisierung
zwischen den Zeitgebern sichergestellt. Wenn eine Zeitverzögerung zwischen
den Zeitgebern vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, dass eine Anomalität der Kommunikation
infolge der Übertragungsverzögerung fehlerhaft
festgestellt wird.
-
Die
vorliegende Erfindung wurde angesichts der voranstehenden Umstände entwickelt,
und stellt einen Detektor und ein Verfahren zur Erfassung einer Anomalität der Zeitsynchronisierung
zur Verfügung, welche
eine Zeitverzögerung
auf Grundlage der Anomalität
der Zeitsynchronisierung erfassen können, und eine fehlerhafte
Feststellung einer Anomalität der
Kommunikation verhindern können.
-
Bei
einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein Detektor zur Feststellung
einer Zeitverzögerung
zwischen einem ersten Gerät
und einem zweiten Gerät vorgesehen,
die miteinander über
eine Kommunikationsleitung verbunden sind, wobei der Detektor aufweist:
einen
Sende- und Empfangsabschnitt zum Senden von Daten, welchen eine
erste Zeit hinzugefügt
ist, die in dem ersten Gerät
gemessen wird, von dem ersten Gerät über die Kommunikationsleitung,
und zum Empfangen der Daten in dem zweiten Gerät;
einen Kommunikationsanomalitätserfassungsabschnitt
zur Erfassung einer Anomalität
einer Kommunikation zwischen dem ersten Gerät und dem zweiten Gerät auf Grundlage
der empfangenen Daten; und
einen Zeitverzögerungserfassungsabschnitt
zur Erfassung der Zeitverzögerung
zwischen dem ersten Gerät
und dem zweiten Gerät
durch Vergleich der ersten Zeit, die den Daten hinzugefügt ist,
mit einer zweiten Zeit, die in dem zweiten Gerät gemessen wird, zum Zeitpunkt
des Empfangs der Daten.
-
Bei
dem Detektor gemäß der Erfindung
erfasst der Kommunikationsanomalitätserfassungsabschnitt die Anomalität der Kommunikation
zwischen dem ersten Gerät
und dem zweiten Gerät
durch Vergleichen der ersten Zeit mit der zweiten Zeit.
-
Bei
dem Detektor gemäß der Erfindung
ist ein Zeitbereich, der ein Schwellenwert zur Erfassung der Zeitverzögerung in
dem Zeitverzögerungserfassungsabschnitt
werden soll, kleiner als ein Zeitbereich, der ein Schwellenwert
zur Erfassung der Anomalität
der Kommunikation in dem Kommunikationsanomalitätserfassungsabschnitt werden
soll.
-
Bei
einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Erfassungsverfahren
zur Erfassung einer Zeitverzögerung
zwischen einem ersten Gerät
und einem zweiten Gerät
zur Verfügung
gestellt, die miteinander über
eine Kommunikationsleitung verbunden sind, wobei das Erfassungsverfahren
umfasst:
Übertragen
von Daten, denen eine erste Zeit hinzugefügt ist, die in dem ersten Gerät gemessen
wird, von dem ersten Gerät über die
Kommunikationsleitung;
Empfangen der Daten in dem zweiten Gerät;
Erfassung
einer Anomalität
bezüglich
der Kommunikation zwischen dem ersten Gerät und dem zweiten Gerät auf Grundlage
der empfangenen Daten; und
Erfassung der Zeitverzögerung zwischen
dem ersten Gerät
und dem zweiten Gerät
durch Vergleich der ersten Zeit, die den Daten hinzugefügt ist,
mit einer zweiten Zeit, die in dem zweiten Gerät gemessen wird, zum Zeitpunkt
des Empfangs der Daten.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen Erfassungsverfahren
wird die Anomalität
der Kommunikation zwischen dem ersten Gerät und dem zweiten Gerät durch
Vergleich der ersten Zeit mit der zweiten Zeit festgestellt.
-
Bei
dem Erfassungsverfahren gemäß der Erfindung
ist ein Zeitbereich, der ein Schwellenwert zur Erfassung der Zeitverzögerung werden
soll, kleiner als ein Zeitbereich, der ein Schwellenwert zur Erfassung
der Anomalität
der Kommunikation werden soll.
-
Die
Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es
zeigt:
-
1 ein
Blockdiagramm mit einer Darstellung der Funktionen eines Detektors
zur Erfassung einer Anomalität
bei der zeitlichen Synchronisierung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
2 ein
Blockdiagramm eines Teils einer Anordnung eines Sicherheitssystems,
bei welchem der Detektor zur Erfassung einer Anomalität der zeitlichen
Synchronisierung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird;
-
3A und 3B Flussdiagramme,
die eine Prozedur zur Erfassung einer Anomalität in Bezug auf einen Zeitvergleich
zeigen;
-
4A ein
Diagramm, das ein Beispiel zeigt, welches zwei Funktionsblöcke verwendet,
die kombiniert werden sollen;
-
4B ein
Diagramm, das ein Beispiel zur Eingabe eines Schwellenwertes T1
und eines Schwellenwertes T2 in Eingabeparameter in einem Funktionsblock
zeigt; und
-
4C ein
Diagramm, das ein Beispiel zur Einstellung von zwei Erfassungsvorgängen in
einem Funktionsblock durch einen von einem Benutzer definierten
Funktionsblock zeigt.
-
1 ist
ein Blockdiagramm, welches die Funktionsweise eines Detektors zur
Erfassung einer Anomalität
bezüglich
der zeitlichen Synchronisierung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
-
In 1 überträgt ein Sende-
und Empfangsabschnitt 101 Daten, welchen eine Zeit hinzugefügt ist,
die in einem ersten Gerät
gemessen wurde, von dem ersten Gerät über eine Kommunikationsleitung,
und empfängt
die Daten in einem zweiten Gerät.
Ein Kommunikationsanomalitätserfassungsabschnitt 102 stellt
eine Anomalität
bezüglich
der Kommunikation zwischen dem ersten Gerät und dem zweiten Gerät auf Grundlage
der empfangenen Daten fest. Ein Zeitverzögerungserfassungsabschnitt 103 erfasst
eine Zeitverzögerung
zwischen dem ersten Gerät
und dem zweiten Gerät,
durch Vergleichen der Zeit, die den Daten hinzugefügt ist,
mit einer Zeit, die in dem zweiten Gerät gemessen wird, zum Zeitpunkt
des Empfangs der Daten.
-
Nunmehr
wird nachstehend unter Bezugnahme auf die 2 bis 4 eine Ausführungsform eines Detektors
zur Erfassung einer Anomalität
bezüglich der
zeitlichen Synchronisierung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
-
2 ist
ein Blockdiagramm, das ein Teil einer Anordnung eines Sicherheitssystems
zeigt, bei welcher der Detektor zur Erfassung einer Anomalität bezüglich der
zeitlichen Synchronisierung gemäß der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird. Das Sicherheitssystem
erfasst eine Anomalität
einer Betriebsanlage, und führt
einen erforderlichen Prozess zum Sicherstellen der Sicherheit der
Betriebsanlage durch.
-
Wie
in 2 gezeigt, weist das Sicherheitssystem eine Sicherheitssteuerung 1 auf,
an welche ein in der Betriebsanlage vorgesehener Sensor 4 angeschlossen
ist, sowie eine Sicherheitssteuerung 2, an welche ein in
der Betriebsanlage vorgesehenes Ventil 5 angeschlossen
ist. Die Sicherheitssteuerung 1 und die Sicherheitssteuerung 2 sind
miteinander über
eine Kommunikationsleitung 3 verbunden.
-
Die
Sicherheitssteuerung 1 weist einen Prozessor 11 zur
Durchführung
eines erforderlichen Prozesses sowie einen Zeitgeber 12 zum
Erhalten der momentanen Zeit auf. Entsprechend weist die Sicherheitssteuerung 2 einen
Prozessor 21 zur Durchführung
eines erforderlichen Prozesses und einen Zeitgeber 22 zum
Erhalten der momentanen Zeit auf.
-
Wie
in 2 gezeigt, stellt der Zeitgeber 12 die
korrekte Zeit, die über
einen GPS-Empfänger 13 (Empfänger eines
globalen Positionierungssystems) erhalten wird, als Vorgabezeit
ein, und stellt der Zeitgeber 22 seine korrekte Zeit, die über einen GPS-Empfänger 23 erhalten
wird, als Vorgabezeit ein, um jeweils die Zeit zu messen. Daher
ist die Zeit des Zeitgebers 12 dauernd mit der Zeit des
Zeitgebers 22 synchronisiert, so dass der Prozessor 11 der Sicherheitssteuerung 1 und
der Prozessor 21 der Sicherheitssteuerung 2 jeweils
die korrekte Zeit entsprechend ihren Zeitgebern erhalten können.
-
Als
nächstes
wird ein Betriebsvorgang des Sicherheitssystems beschrieben. Der
Prozessor 11 der Sicherheitssteuerung 1 führt einen
vorbestimmten Prozess auf Grundlage von Information von dem Sensor 4 durch,
und überträgt erforderliche
Daten an die Sicherheitssteuerung 2 über die Kommunikationsleitung 3.
Der Prozessor 21 der Sicherheitssteuerung 2 führt eine
Berechnung auf Grundlage der Daten durch, die von der Sicherheitssteuerung 1 übertragen
wurden, und führt
einen vorbestimmten Abschaltprozess durch, beispielsweise das Schließen des Ventils 5,
wenn die Anomalität
der Betriebsanlage festgestellt wird.
-
Weiterhin
wird in dem Sicherheitssystem eine Nachricht (vorbestimmte Daten)
zyklisch übertragen
und empfangen, zwischen der Sicherheitssteuerung 1 und
der Sicherheitssteuerung 2, um die Anomalität der Kommunikation
festzustellen. Wenn eine Anomalität der Kommunikation festgestellt
wird, wird der vorbestimmte Abschaltprozess durchgeführt. Der
Nachricht wird eine laufende Nummer oder ein CRC-Code (Code eines
Prüfsummenverfahrens) oder
dergleichen hinzugefügt.
An der Empfangsseite der Nachricht wird ein vorbestimmter Überprüfungsprozess
oder eine Überprüfung der
Empfangssequenz der Nachricht durchgeführt, um streng einen Fehler
zu überprüfen, der
möglicherweise
während eines
Sendevorgangs auftreten kann. Ein derartiger Fehler umfasst eine
Unterbrechung der Nachricht, ein Fehlen der Nachricht, eine Duplizierung
der Nachricht, eine Anomalität
in der Empfangssequenz der Nachricht, eine Anomalität in Bezug
auf das Ziel (das Ziel der Sendung) und dergleichen.
-
Der
Nachricht wird ein Zeitstempel hinzugefügt, welcher die Zeit zum Zeitpunkt
des Sendens der Nachricht angibt, um die von dem Zeitstempel angegebene
Zeit mit der Zeit zum Zeitpunkt des Empfangs der Nachricht zu vergleichen.
Wenn die zeitliche Differenz einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet,
wird festgestellt, dass eine Übertragungsverzögerung aufgetreten
ist, und eine Anomalität
der Kommunikation vorhanden ist, damit der vorbestimmte Abschaltprozess
durchgeführt
werden kann. Weiterhin wird bei der vorliegenden Ausführungsform der
Vergleich der Zeit, die dazu erforderlich ist, zu entscheiden, ob
eine Übertragungsverzögerung vorhanden
ist oder nicht, eingesetzt, um die Zeitverzögerung zwischen den Zeitgebern
in den Sicherheitssteuerungen festzustellen.
-
Die 3A und 3B sind
Flussdiagramme, die eine Prozedur zur Erfassung einer Anomalität in Bezug
auf den Vergleich der Zeit zeigen. Die Prozedur wird beispielhaft
so geschildert, dass die Nachricht von der Sicherheitssteuerung 1 an
die Sicherheitssteuerung 2 übertragen wird.
-
Die
Schritte S1 bis S2 in 3A zeigen die Prozedur zur Erzeugung
und Übertragung
der Nachricht in der Sicherheitssteuerung 1. Diese Prozedur wird
entsprechend der Steuerung des Prozessors 11 der Sicherheitssteuerung 1 durchgeführt.
-
In
dem Schritt S1 von 3A wird die Nachricht in dem
Prozessor 11 erzeugt. Wie voranstehend geschildert, werden
der Nachricht die laufende Nummer, die CRC (Prüfsumme) und der Zeitstempel
hinzugefügt.
In dem Zeitstempel ist die Übertragungszeit
der Nachricht auf Grundlage des Zeitgebers 12 der Sicherheitssteuerung 1 angegeben.
-
Dann
wird im Schritt S2 die in dem Schritt S1 erzeugte Nachricht übertragen,
und dann kehrt der Prozess zum Schritt S1 zurück. Auf diese Art und Weise
wird in der Sicherheitssteuerung 1 die Erzeugung und Übertragung
der Nachricht zyklisch wiederholt.
-
Die
Schritte S11 bis S18 in 3B zeigen die
Prozedur zur Erfassung der Anomalität in der Sicherheitssteuerung 2.
Diese Prozedur wird gesteuert durch den Prozessor 21 der
Sicherheitssteuerung 2 durchgeführt.
-
Im
Schritt S11 von 3B wird auf den Empfang der
Nachricht gewartet, und dann geht der Prozess zum Schritt S12 über.
-
Im
Schritt S12 wird die momentane Zeit des Zeitgebers 22 der
Sicherheitssteuerung 2 erhalten, also die Empfangszeit
für die
Nachricht auf Grundlage des Zeitgebers 22.
-
Dann
wird im Schritt S13 die Zeit erhalten, die durch den Zeitstempel
angegeben wird, welcher der Nachricht hinzugefügt ist.
-
Dann
wird im Schritt S14 die Empfangszeit der Nachricht, die in dem Schritt
S12 erhalten wurde, mit der Zeit des Zeitstempels verglichen, die
im Schritt S13 erhalten wurde.
-
Im
Schritt S15 wird festgestellt, ob die Empfangszeit der Nachricht
gegenüber
der Zeit des Zeitstempels um mehr als einen vorbestimmten Schwellenwert
T1 verzögert
ist oder nicht, abhängig
von dem Vergleichsergebnis der Zeiten im Schritt S14. Bei einem
positiven Ergebnis dieser Feststellung geht der Prozess zum Schritt
S18 über.
Bei einem negativen Ergebnis dieser Feststellung geht der Prozess
zum Schritt S16 über.
-
In
dem Schritt S18 wird der vorbestimmte Abschaltprozess durchgeführt, und
dann kehrt der Prozess zum Schritt S11 zurück. Wie voranstehend geschildert
wird, wenn die Abfrage im Schritt S15 ein positives Ergebnis zeigt,
festgestellt, dass eine Anomalität
der Kommunikation vorhanden ist, welche eine Verzögerung der Übertragung
hervorruft, und wird eine Meldung durch einen Alarm durchgeführt, und
dann wird der Abschaltprozess durchgeführt.
-
Andererseits
wird in dem Schritt S16 festgestellt, ob die Empfangszeit der Nachricht
gegenüber der
Zeit des Zeitstempels um mehr als einen vorbestimmten Schwellenwert
T2 verzögert
ist oder nicht, abhängig
vom Vergleichsergebnis der Zeiten im Schritt S14. Der Schwellenwert
T2 ist auf einen Wert eingestellt, der kleiner ist als der Schwellenwert
T1, der im Schritt S15 verwendet wird. Bei einem positiven Ergebnis
der Abfrage geht der Prozess zum Schritt S17 über. Bei einem negativen Ergebnis
der Abfrage kehrt der Prozess zum Schritt S1 zurück.
-
Im
Schritt S17 wird eine Alarm-Vorwarnung zur Mitteilung der Zeitverzögerung des
Zeitgebers durchgeführt,
und dann kehrt der Prozess zum Schritt S11 zurück. Wie voranstehend geschildert
wird, wenn sich ein positives Ergebnis der Abfrage im Schritt S16
ergibt, festgestellt, dass eine Zeitverzögerung des Zeitgebers vorhanden
ist, und dann wird die Alarm-Vorwarnung im Schritt S17 durchgeführt.
-
Die
Vorgehensweise der Durchführung
der Prozedur der Schritte S11 bis S18, die in den 3A und 3B gezeigt
sind, wird frei wählbar
ausgewählt.
So können
beispielsweise ein Funktionsblock zur Erfassung der Anomalität der Kommunikation und
ein Funktionsblock zur Erfindung der Zeitverzögerung des Zeitgebers jeweils
vorbereitet werden.
-
In
diesem Fall wird, wie in 4A gezeigt, der
Schwellenwert T1 einem Eingabeparameter des erstgenannten Funktionsblockes
zugeführt.
Wenn die Abfrage im Schritt S15 positiv ist, wird ein vorher festgelegter
Ausfallsicherheitswert ausgegeben, und wird die Betriebsanlage durch
eine Logik einer hinteren Stufe abgeschaltet, welche den Ausfallsicherheitswert
empfängt.
Weiterhin wird der Schwellenwert T2 einem Eingabeparameter des letztgenannten Funktionsblocks
eingegeben. Wenn die Abfrage im Schritt S16 positiv ist, wird eine
Alarm-Vorwarnung durchgeführt. In
diesem Fall wird der Ausgangswert des letztgenannten Funktionsblocks
nicht der Logik der nachgeschalteten Stufe zugeführt, welche den Abschaltprozess
durchführt.
-
Weiterhin
können
die Erfassung der Anomalität
der Kommunikation und die Erfassung der Zeitverzögerung des Zeitgebers in einem
Funktionsblock implementiert sein. Beispielsweise werden, wie in 4B gezeigt,
der Schwellenwert T1 und der Schwellenwert T2 in Eingabeparameter
eingegeben. Wenn die Zeitverzögerung
den Schwellenwert T1 überschreitet,
wird der Abschaltprozess durchgeführt, wenn die Anomalität der Kommunikation
vorhanden ist. Wenn die Zeitverzögerung
den Schwellenwert T2 überschreitet,
jedoch nicht den Schwellenwert T1 überschreitet, kann eine Vorwarnung durch
den Alarm durchgeführt
werden.
-
Weiterhin
können,
wie in 4C gezeigt, die beiden Erfassungsvorgänge in einem
Funktionsblock vorgesehen werden, durch einen vom Benutzer festgelegten
Funktionsblock.
-
Wie
voranstehend geschildert wird bei der vorliegenden Ausführungsform,
wenn die Zeitgeber der Sicherheitssteuerungen nicht zeitlich synchronisiert
sind, und eine Zeitverzögerung
auftritt, die Anomalität
festgestellt. Weiterhin kann infolge der Tatsache, dass der Schwellenwert
T2 zur Erfassung der Anomalität
der zeitlichen Synchronisierung auf einen Wert eingestellt ist,
der kleiner ist als der Schwellenwert T1 zur Erfassung einer Anomalität der Kommunikation,
selbst dann, wenn die Zeitverzögerung
bezüglich
der Messzeiten der Zeitgeber der verschiedenen Sicherheitssteuerungen
allmählich
auftritt, eine Vorwarnung durch den Alarm durchgeführt werden, bevor
die Betriebsanlage abgeschaltet wird, infolge der Erfassung der
Anomalität
der Kommunikation.
-
Daher
kann bei der vorliegenden Ausführungsform,
wenn die Kommunikation normal verläuft, aber die Anomalität bezüglich der
zeitlichen Synchronisierung zwischen den Zeitgebern auftritt, die
Rate verringert werden, mit welcher dieser Zustand fehlerhaft als
Anomalität
der Kommunikation festgestellt wird. Daher kann der Betriebszeitraum
der Betriebsanlage verlängert
werden.
-
Die
Anomalität
der zeitlichen Synchronisierung des Zeitgebers umfasst verschiedene
Gründe. Beispielsweise
führt in 2,
wenn der Empfangszustand des GPS-Empfängers 23 beeinträchtigt ist,
und der Zeitgeber 22 von dem GPS-Empfänger 23 keine genaue
Zeit erhalten kann, der Zeitgeber 22 durchgehend eine Zählung der
Zeit mit seiner eigenen Genauigkeit im nicht synchronisierten Zustand
durch. Auf diese Weise nimmt, wenn infolge irgendeines Grundes keine
Synchronisierung erzielt werden kann, die Zeitverzögerung zwischen
den Sicherheitssteuerungen allmählich
zu, in Abhängigkeit
von der Genauigkeit der Zeitgeber der Sicherheitssteuerungen. Bei
der vorliegenden Ausführungsform
werden die Sendezeit und die Empfangszeit der Nachricht mehrerer
Zeitgeber verglichen, so dass eine Anomalität bezüglich der Messzeit irgendeines
der Zeitgeber oder eine Anomalität
der Synchronisierung zwischen den Zeitgebern vorhergesagt werden
kann, bevor die Betriebsanlage infolge einer Anomalität der Kommunikation
abgeschaltet wird.
-
Wie
voranstehend geschildert kann bei der vorliegenden Ausführungsform
die Anomalität
vorher festgestellt werden, ohne fehlerhaft die Betriebsanlage abzuschalten,
durch das Sicherheitssystem, infolge einer Anomalität der zeitlichen
Synchronisierung, also einer unsicheren Funktion. Weiterhin wird
die Anomalität
der zeitlichen Synchronisierung, die nicht als Anomalität der Kommunikation
behandelt wird, mit hoher Empfindlichkeit festgestellt, so dass
die Alarm-Vorwarnung
durchgeführt
werden kann, bevor die Betriebsanlage abgeschaltet wird.
-
Der
Anwendungsbereich der vorliegenden Erfindung ist nicht auf die voranstehend
geschilderte Ausführungsform
beschränkt.
Die vorliegende Erfindung kann in weitem Ausmaß bei einem Detektor und einem
Verfahren zur Erfassung einer Anomalität der zeitlichen Synchronisierung
eingesetzt werden, welche die Zeitverzögerung zwischen einem ersten
Gerät und
einem zweiten Gerät
feststellen, die miteinander über
eine Kommunikationsleitung verbunden sind.
-
Bei
dem Detektor und dem Verfahren zur Erfassung einer Anomalität der zeitlichen
Synchronisierung wird die zeitliche Verzögerung zwischen dem ersten
Gerät und
dem zweiten Gerät
dadurch festgestellt, dass die Zeit, welche den übertragenen Daten hinzugefügt wird,
mit der Zeit verglichen wird, die in dem zweiten Gerät zum Zeitpunkt
des Empfangs der Daten gemessen wird. Daher können die Daten zur Erfassung
der Anomalität
der Kommunikation zur Feststellung der zeitlichen Verzögerung verwendet werden.
-
Fachleute
werden erkennen, dass verschiedene Abänderungen und Modifikationen
bei den geschilderten, bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung vorgenommen werden können,
ohne vom Wesen oder Umfang der Erfindung abzuweichen. Wesen und
Umfang der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der Gesamtheit
der vorliegenden Anmeldeunterlagen und sollen von den beigefügten Patentansprüchen umfasst
sein.
-
FIGURENBESCHRIFTUNG
-
[1]
- 101
- Übertragungs-
und Empfangsabschnitt
- 102
- Kommunikationsanomalitätserfassungsabschnitt
- 103
- Zeitverzögerungserfassungsabschnitt
- a
- Erstes
Gerät
- b
- Daten
- c
- Zweites
Gerät
- d
- Messzeit
-
[2]
- 1
- Sicherheitssteuerung
- 2
- Sicherheitssteuerung
- 12
- Zeitgeber
- 11
- Prozessor
- 4
- Sensor
- 22
- Zeitgeber
- 21
- Prozessor
- 5
- Ventil
- 13
- GPS-Empfänger
- 23
- GPS-Empfänger
-
[3A]
- S1
- Nachricht
erzeugen
- S2
- Nachricht übertragen
- #1
- Übertragung
der Nachricht
-
[3B]
- S11
- Empfangen?
- S12
- Momentane
Zeit des Zeitgebers erhalten
- S13
- Zeit
des Zeitstempels erhalten
- S14
- Zeit
vergleichen
- S15
- Anomalität der Kommunikation?
- S16
- Zeitverzögerung?
- S17
- Alarm-Vorwarnung
- S18
- Abschaltung
- #2
- Erfassung
einer Anomalität
-
[4A]
- #1
- Schwellenwert
T1
- #2
- Schwellenwert
T2
- #3
- Zeitverzögerung
- #4
- Ausfallsicherheitswert
-
[4B]
- #1
- Schwellenwert
T1
- #2
- Schwellenwert
T2
- #3
- Zeitverzögerung
- #4
- Ausfallsicherheitswert
-
[4C]
- #1
- Schwellenwert
T1
- #2
- Schwellenwert
T2
- #3
- Zeitverzögerung
- #4
- Ausfallsicherheitswert
- #5
- Vom
Benutzer definierter Funktionsblock