DE102007008473B4 - Ausweitung des Betriebs mit bedarfsabhängigem Hubraum bei Drehmomentsteuerungssystemen - Google Patents
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Abstract
Description
- GEBIET DER ERFINDUNG
- Die vorliegende Erfindung betrifft Brennkraftmaschinen mit bedarfsabhängigem Hubraum (DOD von displacement an demand) und insbesondere ein Ausweiten des Betriebs einer DOD-Maschine in einem deaktivierten Modus. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren zum Regeln einer Drehmomentausgabe einer Maschine mit variablem Hubraum nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 9.
- HINTERGRUND DER ERFINDUNG
- Brennkraftmaschinen erzeugen ein Antriebsdrehmoment, das über eine Kurbelwelle an einen Antriebsstrang übertragen wird. Einige Brennkraftmaschinen weisen Maschinensteuerungssysteme auf, die in Niedriglastsituationen Zylinder deaktivieren. Zum Beispiel kann ein Achtzylindermotor mit vier Zylindern betrieben werden, um durch Verringern von Pumpverlusten die Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu verbessern. Dieses Verfahren wird allgemein als bedarfsabhängiger Hubraum oder DOD bezeichnet. Der Betrieb mit allen Maschinenzylindern wird als ein aktivierter Modus bezeichnet. Ein deaktivierter Modus bezieht sich auf einen Betrieb mit weniger als allen Zylindern des Motors (d. h. einer oder mehrere Zylinder nicht aktiv).
- Die Maschine wird unter Verwendung eines Drehmomentsteuerungssystems gesteuert, welches Maschinenbetriebsparameter einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Luftströmung in die Maschine, den elektronischen Zündzeitpunkt, die Kraftstoffzufuhr und die Aktivierung oder Deaktivierung der Zylinder regelt. Das Drehmomentsteuerungssystem regelt diese Maschinenbetriebsparameter auf der Grundlage der verschiedenen Maschinenbetriebseingaben und einem von einem Fahrer angeforderten Maschinendrehmoment.
- Bei existierenden Drehmomentsteuerungssystemen regeln verschiedene Subsysteme den Maschinenbetrieb. Zum Beispiel steuert die Drosselklappe den Maschinenansaugkrümmerdruck (d. h. die Luftbeladung) und die Luftströmung, die elektronische Zündsteuerung steuert den Zündzeitpunkt, und Kraftstoffeinspritzventile dosieren die Kraftstoffzufuhr. In der Kombination regeln diese Subsysteme die Maschinendrehmomentausgabe. Unter der Annahme, dass die Kraftstoffzufuhr zur Emissionssteuerung bei einem stochiometrischen Verhältnis festgelegt ist, kann die Kraftstoffzufuhr nicht verwendet werden, um das Drehmoment in einem normalen Betriebsmodus zu steuern. Dies lässt die Luftströmung, die Luftbeladung und den Zündzeitpunkt als die Subsysteme übrig, welche das Maschinenausgangsdrehmoment regeln können.
- Einige Maschinen implementieren eine Zündklopfgrenze (d. h. eine maximale Zündzeitpunktfrühverstellung, welche die Maschine von einem Klopfen abhält), die auf der Grundlage der Zylinderluftbeladung ermittelt wird. In einem deaktivierten Modus werden hohe Zylinderluftladungen erreicht, und der Zündzeitpunkt wird stark spätverstellt, um ein Klopfen zu verhindern. Wenn der Zündzeitpunkt weiter von dem Maximalzündwert für bestes Drehmoment (MBT) weg spätverstellt wird, sinkt die Drehmomentausgabe der Maschine ab. Demzufolge wird die Drosselklappe geöffnet, um die Ladung zu erhöhen, um die Maschinendrehmomentausgabe konstant zu halten. Während sich die Drosselklappe öffnet, wird jedoch die Luftbeladung erhöht und der Zündzeitpunkt wird weiter spätverstellt. Dieser Zyklus hält an, bis die Maschine vollständig ungedrosselt ist und in den aktivierten Modus (das heißt Betrieb auf allen Zylindern) zurückkehren muss. An diesem Punkt sind alle Effizienzgewinne, die aus dem Betrieb in dem deaktivierten Modus resultieren, verloren.
- Die
DE 10 2005 057 067 A1 offenbart ein Verfahren zum Regeln einer Drehmomentausgabe einer Maschine mit variablem Hubraum nach dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 9. - In der
DE 103 22 513 A1 ist ein Steuerungssystem mit Drehmomentanpassung für eine Brennkraftmaschine mit variablem Hubraum offenbart, bei dem ein Drehmoment bei Übergängen, die beim Ab- und Zuschalten von Zylindern auftreten, geglättet wird. - Die
DE 42 32 974 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einstellen des Drehmoments einer Brennkraftmaschine ohne Zylinderabschaltung, bei denen ein Solldrehmoment anhand eines Integrationswerts einer Drehmomentabweichung modifiziert wird. - Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Kraftstoffwirtschaftlichkeit einer Brennkraftmaschine mit bedarfsabhängigem Hubraum zu verbessern.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
- Dementsprechend stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Regeln einer Drehmomentausgabe einer Maschine mit variablem Hubraum zur Verfügung. Ein Maschinensteuerungssystem, welches das Verfahren implementiert, umfasst ein erstes Modul, das einen Drehmomentmodifikationsterm auf der Grundlage eines Maschinenbetriebsparameters berechnet, und ein zweites Modul, das ein gewünschtes Maschinendrehmoment und ein geschätztes Maschinendrehmoment ermittelt. Ein drittes Modul modifiziert das gewünschte Maschinendrehmoment auf der Grundlage des Drehmomentmodifikationsterms, um ein modifiziertes gewünschtes Maschinendrehmoment bereitzustellen, und ein viertes Modul regelt eine Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des modifizierten gewünschten Maschinendrehmoments und des geschätzten Maschinendrehmoments, wenn die Maschine in einem deaktivierten Modus arbeitet. Erfindungsgemäß umfasst das Maschinensteuerungssystem ferner ein fünftes Modul, das den Betrieb eines Fahrzeugsystems auf der Grundlage des geschätzten Maschinendrehmoments regelt, während das vierte Modul das Maschinenausgangsdrehmoment auf der Grundlage des modifizierten gewünschten Maschinendrehmoments und eines modifizierten geschätzten Maschinendrehmoments während eines Maschinenbetriebs in dem deaktivierten Modus regelt. Das Fahrzeugsystem umfasst ein Getriebe.
- Gemäß einem anderen Merkmal modifiziert das dritte Modul das geschätzte Maschinendrehmoment, um ein modifiziertes geschätztes Maschinendrehmoment bereitzustellen. Das vierte Modul regelt die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des modifizierten geschätzten Maschinendrehmoments.
- Gemäß einem anderen Merkmal umfasst der Dremomentmodifikationsterm eine Drehmomentverstärkung oder einen Drehmoment-Offset.
- Gemäß einem anderen Merkmal umfasst der Maschinenbetriebsparameter einen Zündzeitpunkt oder eine Nockenphasensteller-Stellung.
- Gemäß einem anderen Merkmal regelt das vierte Modul die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des gewünschten Maschinendrehmoments und des geschätzten Maschinendrehmoments, wenn die Maschine in einem aktivierten Modus arbeitet.
- Gemäß noch einem anderen Merkmal wird das gewünschte Maschinendrehmoment auf der Grundlage einer Gaspedaleingabe ermittelt.
- Gemäß noch einem anderen Merkmal wird das geschätzte Maschinendrehmoment auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern ermittelt.
- Weitere Anwendungsgebiete der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgend gegebenen detaillierten Beschreibung ersichtlich werden.
- KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
- Die vorliegende Erfindung wird aus der detaillierten Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen besser verstanden werden, wobei:
-
1 ein Funktionsblockschaltbild eines beispielhaften Maschinensystems ist, das auf der Grundlage der DOD-Drehmomentsteuerung der vorliegenden Erfindung geregelt wird; -
2 ein Flussdiagramm ist, das beispielhafte Schritte darstellt, die durch die DOD-Drehmomentsteuerung der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden; -
3 eine Graphik ist, die einen erweiterten DOD-Gewinn veranschaulicht, der unter Verwendung der DOD-Drehmomentsteuerung der vorliegenden Erfindung erzielt wird; und -
4 ein Funktionsblockschaltbild von beispielhaften Modulen ist, welche die DOD-Drehmomentsteuerung der vorliegenden Erfindung ausführen. - DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
- Die folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform ist nur beispielhafter Natur und in keiner Weise dazu gedacht, die Erfindung, ihre Anwendung oder ihren Nutzen zu beschränken. Zum Zweck der Klarheit werden in den Zeichnungen die gleichen Bezugszeichen verwendet, um ähnliche Elemente zu bezeichnen. Wie hier verwendet, bezieht sich der Begriff Modul auf eine applikationsspezifische integrierte Schaltung (ASIC), eine elektronische Schaltung, einen Prozessor (gemeinsam genutzt, dediziert oder Gruppen-) und einen Speicher, die ein oder mehrere Software- oder Firmwareprogramme ausführen, eine kombinatorische Logikschaltung und/oder andere geeignete Komponenten, welche die beschriebene Funktionalität bereitstellen. Wie hier verwendet, bezieht sich aktiviert auf den Betrieb unter Verwendung aller Maschinenzylinder. Deaktiviert bezieht sich auf den Betrieb unter Verwendung weniger als aller Maschinenzylinder (ein oder mehrere Zylinder nicht aktiv).
- Nun auf
1 Bezug nehmend umfasst ein Fahrzeug10 eine Maschine12 , die ein Antriebsdrehmoment erzeugt. Luft strömt durch eine Drosselklappe14 in die Maschine12 . Die Maschine12 umfasst N Zylinder18 . Ein oder mehrere der Zylinder18 werden während des Maschinenbetriebs selektiv deaktiviert. Obwohl1 acht Zylinder (N = 8) darstellt, ist es einzusehen, dass die Maschine12 zusätzliche oder weniger Zylinder18 aufweisen kann. Zum Beispiel werden Maschinen mit 4, 5, 6, 8, 10, 12 und 16 Zylindern in Erwägung gezogen. Luft strömt durch einen Ansaugkrümmer20 in die Maschine12 und wird in den Zylindern18 mit Kraftstoff verbrannt. Der Verbrennungsprozess treibt wechselseitig Kolben (nicht gezeigt) in den Zylindern18 an. Die Kolben treiben eine Kurbelwelle (nicht gezeigt) rotatorisch an, um ein Antriebsdrehmoment an den Motor-/Antriebsstrang zu liefern. Die Maschine12 kann auch Einlass- und/oder Auslass-Nockenphasensteller22 bzw.24 umfassen, welche den Zeitpunkt der Öffnung des Einlass- und des Auslassventils relativ zu der Position des Kolbens in dem Zylinder (d. h. dem Kurbelwellenwinkel) einstellen. Auf diese Weise können die Nockenphasensteller22 ,24 die Menge der Ladeluft regeln, welche in dem Zylinder eingeschlossen wird, und ebenso die Menge an aus dem Zylinder abgelassenem Abgas. - Ein Steuerungsmodul
38 kommuniziert wie hier beschrieben mit der Maschine12 und mit verschiedenen Eingaben und Sensoren. Ein Fahrzeugbediener betätigt ein Gaspedal40 , um die Drosselklappe14 zu regeln. Genauer gesagt erzeugt ein Pedalstellungssensor42 ein Pedalstellungssignal, das an das Steuerungsmodul38 übermittelt wird. Ein Maschinendrehzahlsensor48 erzeugt ein Signal auf der Grundlage der Maschinendrehzahl. Ein Ansaugkrümmerabsolutdruck-Sensor (MAP-Sensor)50 erzeugt ein Signal auf der Grundlage eines Drucks des Ansaugkrümmers20 . Ein Drosselklappenstellungssensor (TPS-Sensor)52 erzeugt ein Signal auf der Grundlage der Drosselklappenstellung. Das Steuerungsmodul38 ermittelt eine Steuerungs- oder gewünschte Maschinendrehmomentausgabe (TDES) auf der Grundlage des Pedalstellungssignals. Das Steuerungsmodul38 berechnet auch eine tatsächliche oder geschätzte Maschinendrehmomentausgabe (TEST) und regelt die Maschinendrehmomentausgabe unter Verwendung einer Steuerung mit geschlossenem Regelkreis (zum Beispiel einer PID-Regelung) auf der Grundlage von TDES und TEST. - Wenn eine leichte Maschinenlast auftritt, leitet das Steuerungsmodul
38 die Maschine12 in den deaktivierten Modus über. Bei einer beispielhaften Ausführungsform werden N/2 Zylinder18 deaktiviert, obwohl ein oder mehr Zylinder deaktiviert werden kann bzw. können. Bei Deaktivierung der ausgewählten Zylinder18 erhöht das Steuerungsmodul38 die Leistungsausgabe der verbleibenden oder aktivierten Zylinder18 . Die Einlass- und Auslasskanäle (nicht gezeigt) der deaktivierten Zylinder18 werden geschlossen, um Pumpverluste zu verringern. - Die Maschinenlast wird auf der Grundlage des Ansaug-MAP, des Zylindermodus und der Maschinendrehzahl (Maschinen-RPM) ermittelt. Insbesondere wird, wenn der MAP für eine gegebene RPM unter einem Schwellenniveau liegt, die Maschinenlast für leicht befunden, und die Maschine
12 wird in dem deaktivierten Modus betrieben. Wenn der MAP für eine gegebene RPM über dem Schwellenniveau liegt, wird die Maschinenlast für hoch befunden, und die Maschine12 wird in dem aktivierten Modus betrieben. - Die DOD-Drehmomentsteuerung der vorliegenden Erfindung verringert die Empfindlichkeit der Drehmomentsteuerung aufgrund der Klopfbegrenztheit der Maschine
12 und der Drosselklappenöffnungsneigung, um den Maschinenbetrieb in dem deaktivierten Modus auszuweiten. Genauer gesagt werden, wenn die Maschine12 nicht in dem deaktivierten Modus arbeitet, TDES und TEST als normal ermittelt. Zum Beispiel kann TDES auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Maschinendrehzahl, den MAP, den Zündzeitpunkt, die Nockenphasensteller-Stellung und die Eingabe des Fahrers über das Gaspedal40 berechnet werden. TEST wird auf der Grundlage eines vorprogrammierten mathematischen Modells auf der Grundlage der oben identifizierten Maschinenbetriebsparameter ermittelt. Wenn die Maschine12 in dem deaktivierten Modus arbeitet, wird bzw. werden ein Drehmomentmodifikationsterm oder mehrere Drehmomentmodifikationsterme ermittelt, und TDES wird auf der Grundlage des Drehmomentmodifikationsterms bzw. der Drehmomentmodifikationsterme modifiziert, um ein modifiziertes Steuerungs- oder gewünschtes Drehmoment (T'DES) bereitzustellen. - Der Modifikationsterm bzw. die Modifikationsterme wird bzw. werden aus einer Nachschlagetabelle oder aus mehreren Nachschlagetabellen auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern einschließlich, aber nicht beschränkt auf den Zündungszeitpunkt (das heißt die Zündzeitpunktfrühverstellung) und/oder die Einlass- und/oder Auslass-Nockenphasensteller-Stellung ermittelt. Der Modifikationsterm bzw. die Modifikationsterme umfasst bzw. umfassen eine Verstärkung, einen Offset oder sowohl eine Verstärkung als auch einen Offset. Zum Beispiel kann T'DES ermittelt werden, indem TDES mit einer Verstärkung multipliziert wird, indem ein Drehmoment-Offset zu TDES hinzuaddiert wird oder von TDES subtrahiert wird oder indem TDES mit einer Verstärkung multipliziert wird und ein Drehmoment-Offset zu TDES hinzuaddiert wird oder von TDES subtrahiert wird.
- In dem deaktivierten Modus führt die DOD-Drehmomentsteuerung eine Drehmomentsteuerung mit geschlossenem Regelkreis auf der Grundlage von TDES und T'EST durch. Die DOD-Drehmomentsteuerung verwendet TEST (das heißt das unmodifizierte tatsächliche oder geschätzte Maschinendrehmoment) gleichzeitig für parallel laufende Algorithmen. Zum Beispiel kann TEST verwendet werden, um während eines Gangwechsels den Getriebeleitungsdruck zu regeln, während T'EST gleichzeitig verwendet wird, um die Maschinendrehmomentausgabe zu regeln.
- Nun auf
2 Bezug nehmend werden beispielhafte Schritte im Detail beschrieben, die durch das Maschinendrehmomentsteuerungssystem ausgeführt werden. Bei Schritt200 ermittelt die Steuerung, ob die Maschine in dem deaktivierten Modus arbeitet. Wenn die Maschine nicht in dem deaktivierten Modus arbeitet, fährt die Steuerung bei Schritt202 fort. Wenn die Maschine in dem deaktivierten Modus arbeitet, fährt die Steuerung bei Schritt204 fort. Bei den Schritten202 und206 berechnet die Steuerung TDES und TEST auf eine herkömmliche Weise. Bei Schritt208 führt die Steuerung die Drehmomentsteuerung mit geschlossenem Regelkreis auf der Grundlage von TDES und TEST aus, und die Steuerung endet. - Bei Schritt
204 ermittelt die Steuerung den Modifikationsterm bzw. die Modifikationsterme auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern einschließlich, aber nicht beschränkt auf den Zündzeitpunkt und/oder die Nockenphasensteller-Stellung. Bei Schritt210 berechnet die Steuerung TDES und TEST auf eine herkömmliche Weise. Bei Schritt212 ermittelt die Steuerung T'DES und T'EST auf der Grundlage von TDES, TEST und des Modifikationsterms bzw. der Modifikationsterme. Auf diese Weise wird TEST parallel berechnet, zur externen Algorithmenverwendung (z. B. Getriebesteuerung) und um sicherzustellen, dass die Drehmomentsteuerung mit geschlossenen Regelkreis nicht durch die Modifikation beeinträchtigt wird. Bei Schritt208 führt die Steuerung die Drehmomentsteuerung mit geschlossenem Regelkreis auf der Grundlage von T'DES und T'EST aus, und die Steuerung endet. Auf diese Weise beruht die Drehmomentsteuerung mit geschlossenem Regelkreis auf T'DES und T'EST, wenn sie in dem deaktivierten Modus arbeitet, und sie beruht auf TDES und TEST, wenn sie in dem aktivierten Modus arbeitet. - Nun auf
3 Bezug nehmend veranschaulicht eine Graphik einen erweiterten DOD-Gewinn, der unter Verwendung der DOD-Drehmomentsteuerung der vorliegenden Erfindung erzielt wird. Genauer gesagt weitet die DOD-Drehmomentsteuerung den Maschinenbetrieb in dem deaktivierten Modus aus, indem die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage von T'DES geregelt wird, welcher für eine längere Zeitspanne unter dem Drehmomentschwellenwert für den deaktivierten Modus bleibt (d. h. dem Drehmoment, bei dem der Maschinenbetrieb in den aktivierten Modus übergeht), als es möglich wäre, falls die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage von TDES geregelt würde. Auf diese Weise wird ein signifikanter Teil der Normalverteilung einer Drehmomentanforderung eines Fahrers verstärkt, während die Maschine in dem deaktivierten Modus arbeitet, und eine entsprechende Zunahme der Kraftstoffwirtschaftlichkeit wird durch Ausweiten des Betriebs in dem deaktivierten Modus erzielt. - Nun auf
4 Bezug nehmend werden beispielhafte Module im Detail beschrieben, welche die DOD-Drehmomentsteuerung ausführen. Die beispielhaften Module umfassen ein Modifikationstermmodul400 , ein TDES und TEST-Ermittlungsmodul402 , ein Modifikationsmodul404 , ein Drehmomentsteuerungsmodul406 und ein Fahrzeugsystemsteuerungsmodul408 . Das Modifikationstermmodul400 ermittelt einen Modifikationsterm oder Modifikationsterme (z. B. einen Drehmoment-Offset und/oder eine Drehmomentverstärkung) auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern (zum Beispiel Zündzeitpunkt und/oder Nockenphasensteller-Stellung). Der Modifikationsterm bzw. die Modifikationsterme wird bzw. werden an das Modifikationsmodul404 ausgegeben. Das TDES und TEST-Ermittlungsmodul402 ermittelt TDES und TEST auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern (zum Beispiel MAP, RPM und/oder Gaspedalstellung) und gibt TDES und TEST an das Modifikationsmodul404 aus. TEST wird auch an das Fahrzeugsystemsteuerungsmodul408 ausgegeben. - Das Modifikationsmodul
404 modifiziert TDES und TEST auf der Grundlage des Modifikationsterms bzw. der Modifikationsterme und einem ”aktiviert”-Signal (ACT-Signal) oder ”deaktiviert”-Signal (DEACT-Signal), um T'DES und T'EST bereitzustellen. Genauer gesagt gibt, wenn das Modifikationsmodul404 das DEACT-Signal empfängt (d. h. wenn die Maschine in dem deaktivierten Modus arbeitet), das Modifikationsmodul404 T'DES und TEST an das Drehmomentsteuerungsmodul406 aus. Wenn das Modifikationsmodul404 das ACT-Signal empfangt (d. h. wenn die Maschine in dem aktivierten Modus arbeitet), gibt das Modifikationsmodul404 TDES und TEST aus. Es wird alternativ vorweggenommen, dass das Modifikationstermmodul400 die ACT/DEACT-Signale empfangen kann. Wenn das Modifikationstermmodul400 das ACT-Signal empfängt, wird der Modifikationsterm bzw. werden die Modifikationsterme auf 0 gesetzt, falls es ein Offset ist und/oder auf 1 gesetzt, falls es eine Verstärkung ist. Auf diese Weise beeinträchtigt der Modifikationsterm nicht TDES oder TEST in dem Modifikationsmodul404 , während die Maschine in dem aktivierten Modus arbeitet. - Das Drehmomentsteuerungsmodul
406 erzeugt auf der Grundlage von TDES und TEST Maschinensteuerungssignale, wenn die Maschine in dem aktivierten Modus arbeitet, oder auf der Grundlage von T'DES und T'EST, wenn die Maschine in dem deaktivierten Modus arbeitet. Das Fahrzeugsystemsteuerungsmodul408 erzeugt Fahrzeugsystemsteuerungssignale auf der Grundlage von TEST. Das gesteuerte Fahrzeugsystem kann zum Beispiel ein Getriebe umfassen.
Claims (16)
- Verfahren zum Regeln einer Drehmomentausgabe einer Maschine mit variablem Hubraum, umfassend: Berechnen eines Drehmomentmodifikationsterms auf der Grundlage eines Maschinenbetriebsparameters; Ermitteln eines gewünschten Maschinendrehmoments und eines geschätzten Maschinendrehmoments; Modifizieren des gewünschten Maschinendrehmoments auf der Grundlage des Drehmomentmodifikationsterms, um ein modifiziertes gewünschtes Maschinendrehmoment bereitzustellen; und Regeln einer Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des modifizierten gewünschten Maschinendrehmoments und des geschätzten Maschinendrehmoments, wenn die Maschine in einem deaktivierten Modus arbeitet; dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb eines Fahrzeugsystems auf der Grundlage des geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird, während das Maschinenausgangsdrehmoment während des Maschinenbetriebs in dem deaktivierten Modus auf der Grundlage des modifizierten gewünschten Maschinendrehmoments und eines modifizierten geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, ferner umfassend, dass das geschätzte Maschinendrehmoment modifiziert wird, um ein modifiziertes geschätztes Maschinendrehmoment bereitzustellen, wobei die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des modifizierten geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Drehmomentmodifikationsterm eine Drehmomentverstärkung oder einen Drehmoment-Offset umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Maschinenbetriebsparameter einen Zündzeitpunkt oder eine Nockenphasensteller-Stellung umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 1, das ferner umfasst, dass die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des gewünschten Maschinendrehmoments und des geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird, wenn die Maschine in einem aktivierten Modus arbeitet.
- Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Fahrzeugsystem ein Getriebe umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 1, wobei das gewünschte Maschinendrehmoment auf der Grundlage einer Gaspedaleingabe ermittelt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, wobei das geschätzte Maschinendrehmoment auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern ermittelt wird.
- Verfahren zum Regeln einer Drehmomentausgabe einer Maschine mit variablem Hubraum, um den Maschinenbetrieb in einem deaktivierten Modus auszuweiten, wobei das Verfahren umfasst: Ermitteln eines gewünschten Maschinendrehmoments und eines geschätzten Maschinendrehmoments; Ermitteln, ob die Maschine in dem deaktivierten Modus arbeitet; Berechnen eines Drehmomentmodifikationsterms auf der Grundlage eines Maschinenbetriebsparameters, wenn die Maschine in dem deaktivierten Modus arbeitet; Modifizieren des gewünschten Maschinendrehmoments auf der Grundlage des Drehmomentmodifikationsterms, um ein modifiziertes gewünschtes Maschinendrehmoment bereitzustellen; und Regeln einer Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des modifizierten gewünschten Maschinendrehmoments und des geschätzten Maschinendrehmoments, wenn die Maschine in einem deaktivierten Modus arbeitet; dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb eines Fahrzeugsystems auf der Grundlage des geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird, während das Maschinenausgangsdrehmoment während eines Maschinenbetriebs in dem deaktivierten Modus auf der Grundlage des modifizierten gewünschten Maschinendrehmoments und eines modifizierten geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird.
- Verfahren nach Anspruch 9, ferner umfassend, dass das geschätzte Maschinendrehmoment modifiziert wird, um ein modifiziertes geschätztes Maschinendrehmoment bereitzustellen, wobei die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des modifizierten geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird.
- Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Drehmomentmodifikationsterm eine Drehmomentverstärkung oder einen Drehmoment-Offset umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Maschinenbetriebsparameter einen Zündzeitpunkt oder eine Nockenphasensteller-Stellung umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 9, ferner umfassend, dass die Maschinendrehmomentausgabe auf der Grundlage des gewünschten Maschinendrehmoments und des geschätzten Maschinendrehmoments geregelt wird, wenn die Maschine in einem aktivierten Modus arbeitet.
- Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Fahrzeugsystem ein Getriebe umfasst.
- Verfahren nach Anspruch 9, wobei das gewünschte Maschinendrehmoment auf der Grundlage einer Gaspedaleingabe ermittelt wird.
- Verfahren nach Anspruch 9, wobei das geschätzte Maschinendrehmoment auf der Grundlage von Maschinenbetriebsparametern ermittelt wird.
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