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Die
Erfindung liegt auf dem Gebiet der Medizintechnik und der Datenverarbeitung.
Sie betrifft insbesondere einen Ansatz zum Verwalten, insbesondere
zum Speichern und zum Archivieren, von medizinischen Bilddatenobjekten
in einer verteilten klinischen Einrichtung, umfassend mehrere Sites.
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Der
informationstechnologische Hintergrund der meisten heutigen klinischen
Einrichtungen ist ein verteiltes System, was eine Vielzahl von unterschiedlichen
Standorten mit unterschiedlichen computerbasierten Anwendungen umfasst.
Neben einem oder mehreren zentralen Servern sind unterschiedliche Modalitäten (Computer-Tomographen,
Magnetresonanz-Tomographen, Röntgen-Geräte etc.)
und unterschiedliche Workstations angeschlossen. Ein Teil derselben
kann einer Krankenhausabteilung oder einer Untereinheit einer klinischen
Einrichtung zugeordnet werden. Weitere angeschlossene Sub-Systeme
können
niedergelassene Arztpraxen, Labors oder weitere Krankenhäuser umfassen.
Die meisten Daten liegen heute in digitaler Form vor und sollen über alle
Einheiten der klinischen Einrichtung ausgetauscht und transferiert
werden können.
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Geht
man davon aus, dass es zumindest eine zentrale Hauptverwaltungseinheit
(main site) und eine Vielzahl von daran angeschlossenen rechnerbasierten
Knoten (satellite sites) gibt, so ist es im Stand der Technik bei
den bekannten Systemen vorgesehen, die Daten sowohl verteilt zu
speichern, als auch, diese verteilt zu archivieren. Bekannt ist
also eine dezentrale Speicherung und eine dezentrale Archivierung.
In Anbetracht der Tatsache, dass gerade im bildgebenden medizinischen
Sektor ein enormes Datenvolumen zu speichern und zu archivieren
ist, führt
dieser Ansatz zwangsläufig
zu einem sehr hohen Speicherplatzverbrauch, der sich nachteilig
auf die Perfor mance und auf den Wartungsaufwand des Systems insgesamt
auswirkt.
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Im
Folgenden soll exemplarisch ein bekanntes Datenverwaltungssystem
beschrieben werden. Das SIENET MagicStore der Firma Siemens ist
ein Beispiel eines bekannten Datenmanagement-Systems für verteilte
Systeme. Eine zentrale Komponente ist dabei verantwortlich für die Administration, Speicherung
und Archivierung von digitalen Röntgenbildern.
Es können
unterschiedliche Bilddatenbanken (Image Management System – IMS) an
die zentrale Patienten-Datenbank angeschlossen werden. Dieses System
basiert auf einer verteilten Datenspeicherung. Die Daten, die z.
B. im Rahmen einer (Röntgen)
Untersuchung erfasst werden, werden in zwei unterschiedlichen Datenbanken
gespeichert und verwaltet. Zum Einen ist die Patientendatenmanagement-Datenbank
(Patient Data Management Database; PDIR) vorgesehen, die zur Speicherung von
allen Untersuchungsdatensätzen
für alle
Patienten bestimmt ist. Darüber
hinaus sind darin bestimmte Daten-Charakteristika in Bezug auf jeden
Patienten gespeichert, wie beispielsweise der Patienten-Name, das
Geburtsdatum, das Geschlecht, die Station und eine Patienten-Identifikationsnummer gespeichert.
Zum Anderen ist eine Bildmanagement-Systemdatenbank (Image Management
System Database; IMS) vorgesehen, die zur Verwaltung von Bildern
einer Untersuchung bestimmt ist, die in einem Bildspeichersystem
abgelegt sind, wie beispielsweise einem RAID-System (Redundant Array of Independent
Discs; RAID). In der IMS-Datenbank können beispielsweise Bilder
von Patienten abgelegt sein, die aktuell gerade untersucht werden
oder die unlängst
untersucht worden sind.
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Wenn
nun von bestimmten Arbeitsplatzrechnern Abfragen in Bezug auf Patienten
abgesetzt werden, so werden diese bei den vorstehend erwähnten Datenbanken
(PDIR, IMS) durchsucht. Abhängig
von den jeweils eingegebenen Suchkriterien kann beispielsweise nach
allen Untersuchungen in Bezug auf einen bestimmten Patienten gesucht
werden oder es ist möglich,
die Untersuchungen aller Patienten anzeigen zu lassen, die inner halb
einer bestimmten Zeitperiode untersucht worden sind. Die mittels
der Suchanfrage aufgefundenen Datenobjekte bzw. Untersuchungen können dann
in den Speicher des jeweiligen Arbeitsplatzes bzw. des Rechners
(hier MagicView-Workstation) geladen werden, um dort, falls erforderlich,
weiterverarbeitet zu werden. Es ist grundsätzlich auch möglich, mehr
als ein SIENET-Magic-Store-System innerhalb eines SIENET-Netzwerkes zu verwenden.
Die Bilder einer jeweiligen Modalität (CT, MR etc.) wurden stets
auf einem spezifischen SIENET-Magic-Store-System
gespeichert und archiviert.
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Bisher
wurde allerdings nicht zwischen den Bilddaten und den Meta-Daten
in Hinblick auf ihre Speicherart unterschieden. Deshalb wurden sowohl die
Bilder, als auch die Meta-Daten dezentral, mehrfach lokal auf den
jeweiligen File-Servern abgelegt. In der Praxis hat sich das bisherige
Vorgehen jedoch aus mehreren Gründen
als nachteilig erwiesen. Zum einen besteht ein wesentlicher Nachteil
darin, dass das bisherige System ein relativ hohes Fehlerpotential
birgt, da bei Änderungen
an einem Datensatz alle Instanzen des jeweiligen Datensatzes mit
geändert werden
müssen.
Kann aufgrund eines lokalen Computerfehlers jedoch diese Änderung
nur an einer Workstation nicht nachvollzogen werden, so besteht bereits
eine Inkonsistenz in Bezug auf die Daten, was schwerwiegende Fehler
nach sich ziehen kann. Ein anderer Nachteil ist in dem relativ hohen
Wartungsaufwand zu sehen, da bei einer Änderung grundsätzlich alle
Instanzen des jeweiligen Datensatzes und somit mehrfach lokal mitberücksichtigt
und mitgeändert
werden müssen.
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Die
vorliegende Erfindung hat sich deshalb zur Aufgabe gesetzt, einen
Weg aufzuzeigen, mit dem ein Speichern und ein Archivieren von Datenobjekten,
umfassend Bilddaten und Meta-Daten,
in Bezug auf die Bilddaten verbessert, insbesondere effizienter
und weniger fehleranfällig
gestaltet werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung wird durch die beiliegenden Hauptansprüche gelöst, insbesondere durch
ein Verfahren, ein Ver waltungssystem und ein Computerprogrammprodukt
gemäß der beiliegenden Patentansprüchen.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand der verfahrensgemäßen Lösung beschrieben.
Hierbei erwähnte
Vorteile, Merkmale oder alternative Ausführungsformen sind ebenso auch
auf die anderen beanspruchten Gegenstände zu übertragen, insbesondere auf
das System und den Bestückungsapparat sowie
auf das Produkt. Mit anderen Worten können auch die vorstehend genannten
beanspruchten Gegenstände
mit Merkmalen weitergebildet sein, die in Zusammenhang mit dem Verfahren
beschrieben und/oder beansprucht worden sind und umgekehrt.
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Die
Erfindung wird insbesondere gelöst durch
ein Verfahren zum Verwalten von medizinischen Daten, umfassend Bilddaten
und diesen jeweils zugeordneten Meta-Daten, in einem verteilten Netzwerk-System
einer klinischen Einrichtung, umfassend:
- – zumindest
einen zentralen Server und
- – eine
Vielzahl von dezentralen Knoten,
wobei die Bilddaten jeweils
dezentral auf dem jeweiligen Knoten gespeichert oder in zumindest
einem Archiv archiviert werden und wobei die Meta-Daten jeweils
zentral auf dem zentralen Server gespeichert werden, wobei ein Zugriff
von einem lokalen oder von einem entfernten Knoten auf die Bilddaten über die jeweils
zugeordneten Meta-Daten erfolgt, die als Zeiger auf einen Speicherort
der Bilddaten fungieren.
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Unter
dem Begriff "Verwalten" sollen erfindungsgemäß alle administrativen
Aufgaben in Bezug auf medizinische Daten verstanden werden, was
insbesondere ein Kurzzeit-Speichern, ein Langzeit-Speichern, ein
Archivieren und/oder einen Zugriff auf gespeicherte und/oder archivierte
Daten umfasst.
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Bei
den medizinischen Daten handelt es sich vorzugsweise um medizinische
Untersuchungsdaten, die von beliebigen Modalitäten erfasst worden sind, wie
beispielsweise mit einem Magnet resonanz-Tomographen, einem Computer-Tomographen, einem
Röntgen-Gerät oder dergleichen.
In der Regel handelt es sich um Bilddaten in dem DICOM-Format. Ein
Datenobjekt besteht also aus Bilddaten (den eigentlichen Bildern
einer Studie bzw. Untersuchung) und Meta-Daten in Bezug auf diese
Bilddaten. Meta-Daten können
in unterschiedlichsten Formaten vorliegen (beispielsweise vom Typ
boolean, integer, string etc.). Bei den Meta-Daten kann es sich
um patientenspezifische Daten handeln (beispielsweise Name, Alter,
Adresse des Patienten etc.), um studienspezifische Daten (von welcher
Modalität
wurden die Daten erfasst, Art der Modalität und weitere Kennzeichen derselben,
Zeitpunkt der Untersuchung etc.) oder um weitere Kennzeichnungen
in Bezug auf die Bilddaten handeln.
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Die
klinische Einrichtung umfasst in der Regel mehrere Abteilungen (Krankenhausstationen,
Labors, Rechenzentren etc.) und des Weiteren können beliebige externe Einrichtungen
(externe Labors, Arztpraxen etc.) angeschlossen sein. Alle computergestützten Einrichtungen
sind über
ein Netzwerk verbunden und stehen miteinander in Datenaustausch. Der
datentechnische Hintergrund des jeweiligen Netzwerkes kann unterschiedlich
sein, so dass neben einem LAN (Local Area Network) auch ein WLAN (Wireless
Local Area Network) oder eine Datenübertragung über das Internet oder über Satelliten,
sowie über
mobile Datenträger
(USB-Stick etc.) möglich
ist.
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Der
zentrale Server ist üblicherweise
auf der "main site" angeordnet und umfasst
ein Datenmanagement-System (z. B. ein SIRIUS-Datenmanagement-System),
ein Archiv bzw. einen Langzeitspeicher (LTS, Long Time Storage)
und ein Verwaltungssystem (OPM – Operation
Management, administrativer Server, beispielsweise in COSMOS-Systemen). In
alternativen Ausführungsformen
kann der zentrale Server jedoch noch mit weiteren Modulen und Instanzen
ausgebildet sein. Vorzugsweise ist jedoch nur ein Verwaltungssystem
(OPM) innerhalb des gesamten Netzwerkes vorgesehen, was die Kosten
und den Verwaltungsaufwand bei der erfindungsgemäßen Lösung deutlich verringert.
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Bei
den dezentralen Knoten handelt es sich um beliebige computergestützte Instanzen,
Rechner, Arbeitsplätze,
aber auch um komplexere Systeme und Teilsysteme wie z. B. Krankenhausabteilungen, Netzwerke
von einzelnen oder zusammengeschlossenen Arztpraxen etc. Bei dem
computergestützten Knoten
kann es sich darüber
hinaus um einzelne Modalitäten
(MR, CT etc.) um Datenbanken oder um rechnergestützte Arbeitsplätze handeln.
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Ein
wesentliches Konzept der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen,
dass die jeweiligen Datenobjekte (also einzelne Datensätze oder
eine Zusammenfassung von mehreren Datensätzen) in zwei unterschiedliche
Kategorien eingeteilt werden: nämlich
in Bilddaten und in Meta-Daten und, dass diese unterschiedlichen
Kategorien hinsichtlich ihrer Speicherung bzw. Archivierung unterschiedlich
gehandhabt werden. So ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Bilddaten
dezentral, also jeweils lokal und mehrfach redundant auf dem jeweiligen
Knoten (in der Regel auf Speicherinstanzen, die der jeweiligen Modalität zugeordnet
sind) abgelegt werden, während
die Meta-Daten,
die nur einen Bruchteil des Speicherplatzes der Bilddaten benötigen, zentral
auf dem zentralen Server abgelegt werden. Dies hat den Vorteil,
dass bei einer Änderung
der Daten (in der Regel werden nur die Meta-Daten geändert) nur
ein Änderungszugriff
notwendig ist. Es müssen
keine weiteren Datensätze
behandelt werden. Damit kann sowohl der Verwaltungsaufwand deutlich
minimiert werden, und es wird möglich,
das Fehlerrisiko aufgrund inkonsistenter Datensätze deutlich zu verringern. Darüber hinaus
können
Zugriffskonflikte vermieden werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass alle Objekte,
die zu einer Studie bzw. zu einer Untersuchung gehören, auf
ein- und demselben File-Server abgelegt werden. Bei dem File-Server
handelt es sich um einen Computer bzw. um einen computergestütztes System
einer angeschlossenen Site (Satellite Site) oder der main site,
der für
ein zentrales Speichern und Datenmanagement verantwortlich ist,
so dass andere Computer (entfernte Knoten) desselben Netzwerkes
auf die Daten des File-Servers zugreifen können. Darüber hinaus stellt der File-Server
sicher, dass die Information über
das Netzwerk auch anderen Nutzern (bzw. Knoten) zur Verfügung steht. Durch
das Merkmal, dass grundsätzlich
alle Datenobjekte einer Studie auf nur einem File-Server abgelegt
werden, kann der Verwaltungsaufwand erfindungsgemäß weiter
verringert werden.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass die Bilddaten jeweils immer nur auf einem
Knoten, insbesondere auf einem File-Server, abgelegt sind. Damit
kann der Speicherplatz minimiert werden und es werden Fehler ausgeschlossen,
die bei einer redundanten Speicherung der Bilddaten entstehen könnten.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst das Verfahren
einen Zugriffs-Mechanismus, der sicherstellt, dass auf einem ersten
Knoten abgelegte Bilddaten auch von einem zweiten Knoten angefordert
werden können
und/oder von diesem zugreifbar sind. Damit wird sichergestellt,
dass ein Datenaustausch im Hinblick auf die Bilddaten auch zwischen
den dezentralen Knoten möglich
ist. Vorteilhafterweise wird der Zugriff über den zentralen Server vermittelt.
In der bevorzugten Ausführungsform
geschieht dies, indem die auf dem zentralen Server abgelegten Meta-Daten
hinsichtlich eines Speicherortes für die angefragten Bilddaten
abgefragt werden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst das Verfahren
einen Synchronisations-Mechanismus, der sicherstellt, dass keine
inkonsistenten Datenobjekte, insbesondere durch parallele Zugriffe,
abgelegt werden. Damit kann die Sicherheit des Systems erhöht werden.
Beispielsweise wird von vornherein ausgeschlossen, dass für ein und denselben
Zeitpunkt ein und derselbe Patient mit unterschiedlichen Modalitäten untersucht
wird. Sollte also ein solcher Datensatz im System gespeichert werden,
obwohl bereits für
diesen Zeitraum und den jeweiligen Patienten ein Datensatz existiert,
wird eine Fehlermeldung ausgegeben. In einer komplexeren Ausfüh rungsform
sind weitere Überprüfungsmechanismen
vorgesehen, die zu einer Ausgabe von Fehlermeldungen führen, beispielsweise
bei unerlaubten Löschaktionen
oder dergleichen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
basiert das erfindungsgemäße Verfahren
darauf, dass innerhalb des verteilten Netzwerksystems der klinischen
Einrichtung nur ein Verwaltungssystem (OPM – Operation Management System)
vorgesehen ist. Damit kann der Verwaltungsaufwand deutlich gesenkt
werden.
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Weiterhin
ist es möglich,
dass das Verfahren neben einem Archivieren von Datenobjekten auch ein
Dearchivieren umfasst, wobei Datenobjekte aus dem Archiv geladen
werden.
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Grundsätzlich ist
es möglich,
dass bei einem Zugriff auf die Bilddaten eine Wahlmöglichkeit
für den Anwender
besteht: Es kann ausgewählt
werden, ob tatsächlich
die originalen Bilddaten angezeigt werden sollen oder ob nur eine
Miniaturdarstellung der jeweiligen Bilddaten (als Token oder Thumbnail)
angezeigt werden soll. Damit entsteht der Vorteil, dass das Verfahren
flexibler gestaltet werden kann und die Zugriffszeiten durch das
Laden einer Miniaturdarstellung weiter verringert werden können. In
alternativen Ausführungsformen
wird dieses Konfigurationsmerkmal nicht vom Anwender ausgeführt, sondern
von der zugrundeliegenden Anwendung (also automatisch vom System)
oder von einem System-Administrator oder von anderen Instanzen des
Netzwerkes.
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Eine
alternative Aufgabenlösung
sieht ein Speichermedium vor, das zur Speicherung des vorstehend
beschriebenen, computerimplementierten Verfahrens bestimmt ist und
von einem Computer lesbar ist.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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In
der folgenden detaillierten Figurenbeschreibung werden nicht einschränkend zu
verstehende Ausführungsbeispiele
mit deren Merkmalen und weiteren Vorteilen anhand der Zeichnung
besprochen. In dieser zeigen:
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1 eine übersichtsartige
schematische Darstellung eines klinischen Netzwerksystems zur Verwaltung
von medizinischen Datensätzen;
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2 eine
Darstellung eines möglichen
Arbeitsablaufes zum Laden von Tokens und Bildern an einen Arbeitsplatzrechner
zwischen unterschiedlichen Knoten des Netzwerksystems gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
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3 eine
Darstellung eines möglichen
Arbeitsablaufes zum Speichern von Bildern auf einem File-Server
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
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4 eine
schematische übersichtsartige Darstellung
eines möglichen
Funktionsablaufes zum Archivieren von Bildern gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
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5 eine
schematische übersichtsartige Darstellung
eines möglichen
Funktionsablaufes zum Dearchivieren gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung; und
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6 eine
schematische übersichtsartige Darstellung
eines möglichen
Funktionsablaufes zum Dearchivieren, falls die Datenobjekte auf
unterschiedlichen File-Servern
gespeichert sind.
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Im
Folgenden wird in Zusammenhang mit 1 der grundlegende
Aufbau des erfindungsgemäßen Systems
und der grundlegende Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens geschildert.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ist zur Verwaltung von Datensätzen
bzw. Datenobjekten ausgelegt, die neben Bilddaten BD auch Meta-Daten MD
umfassen. Die Bilddaten BD stammen von Modalitäten unterschiedlicher Art (CT,
MR, PET etc.), während die
Meta-Daten MD in der Regel textuelle Daten sind, die Meta-Informationen
in Bezug auf die Bildobjekte darstellen (patientenspezifische Daten,
untersuchungsspezifische Daten, modalitätsspezifische Daten etc.).
Ein Datenobjekt umfasst also Bilddaten BD und Meta-Daten MD.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zielt nun darauf ab, die Bilddaten BD dezentral und somit lokal auf
dem jeweiligen Knoten K zu speichern, während die zugehörigen Meta-Daten
MD nur zentral auf dem zentralen Server Z abgelegt werden.
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In 1 ist
eine zentrale Hauptinstanz – auch
main site – Z
in ein erfindungsgemäßes Netzwerk
einer klinischen Einrichtung eingebettet, die als zentraler Server
Z fungiert. An dem zentralen Server Z sind eine Vielzahl von Satelliten,
auch satellite sites genannt, angeschlossen, die ebenso als Knoten
K des Netzwerkes dienen. Zwischen den Satellitenknoten K und dem
zentralen Server Z besteht eine datentechnische Verbindung in Form
eines Netzwerkes. In der bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei
den Satelliten-Knoten K beispielsweise um Laboratorien, Arztpraxen
oder um Krankenhausabteilungen. Die main site wird in der Hauptinstanz
der klinischen Einrichtung angeordnet sein und umfasst in der bevorzugten
Ausführungsform
einen Applikationsserver AS, in dem die Speicherorte bzw. Adressen
für Datenobjekte
verwaltet werden. In der bevorzugten Ausführungsform umfasst die main
site Z folgende Instanzen:
- – einen Applikationsserver
AS,
- – ein
Datenmanagement-System, beispielsweise ein SIRIUS-Datenmanagement-System,
- – einen
zentralen File-Server FS,
- – ein
Archiv A bzw. einen Langzeitspeicher LTS (Long Time Storage – LTS),
- – eine
Verwaltungsinstanz, die auch als Operation Management-Instanz bezeichnet
wird OPM und die für
administrative Dienste und Aufgaben bestimmt ist.
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In
alternativen Ausführungsformen
kann der zentrale Server Z noch weitere Instanzen umfassen oder
er kann nur Ausschnitte der vorstehend erwähnten Instanzen beinhalten.
Darüber
hinaus ist es möglich,
die Instanzen integral in den Server Z zu integrieren oder diese über datentechnische
Verbindungen (bzw. über
ein Netzwerk) an entfernten Stellen vorzusehen und diese an den
Server Z anzubinden.
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Der
zentrale Server Z steht mit einer Vielzahl von satellite sites in
Verbindung. Die Satelliten-Knoten K umfassen – wie ebenfalls in 1 schematisch dargestellt – einen
lokalen File-Server FS, einen Webserver WS und vorzugsweise einen
Kurzzeitspeicher (Short Time Storage) STS. Bei den Satelliten-Knoten
K kann es sich um beliebige rechnergestützte Arbeitsplätze, insbesondere
SIRIUS-Arbeitsplätze,
SWP handeln. Ebenso sind als Satelliten-Knoten K die Modalitäten, Befundungsrechner, Laborrechner
etc. an dem zentralen Server Z angebunden und stehen mit ihm in
Datenaustausch.
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Werden
beispielsweise im Rahmen einer medizinischen Untersuchung Röntgenbilder
an einem Röntgen-Gerät erfasst,
der als Knoten K dem System angeschlossen ist, so ist es erfindungsgemäß vorgesehen,
dass die jeweiligen Bilddaten BD der Röntgenbilder in dem jeweiligen
lokalen File-Server FS der Modalität abgelegt werden. Möchte nun ein
befundender Arzt, der an einem anderen Arbeitsplatz SWP arbeitet,
auf diese Bilder zugreifen, so sendet er eine entsprechende Anfrage
an die zentrale Instanz Z. Der Applikationsserver AS teilt dem anfragenden
Arbeitsplatz SWP mit, auf welchem File-Server bzw. wo die angefragten
Bilddaten BD abgelegt sind. Dies erfolgt unter Zugriff auf die jeweiligen
Meta-Daten MD der angefragten Bilddaten BD. Daraufhin kann der anfragende
Arbeitsplatz SWP unmittelbar und direkt auf den File-Server FS zugreifen, auf
den die angefragten Bilddaten BD abgelegt sind. Ein Meta-Datensatz verweist
also eineindeutig auf die ihm zugeordneten Bilddaten BD.
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Die
Bilddaten BD sind also stets auf dem lokalen File-Server FS gespeichert.
Falls es notwendig ist, dass ein Client Meta-Daten (patientenspezifische Daten, demografische
Daten oder Workflow-Daten etc.) abfragt, so muss er eine Anfrage
an den zentralen Applikationsserver AS schicken, der auf der main site
Z angeordnet ist. Der Bildtransfer von dem Datenmanagement-System
wird durch eine Anfrage von dem jeweiligen Arbeitsplatz SWP an den
zentralen Applikationsserver AS initiiert. Der Applikationsserver
AS initiiert den Transfer von dem lokalen oder von einem entfernten
File-Server FS, der die angefragten Bilddaten BD gespeichert hat,
zu dem Arbeitsplatz SWP. Da die Bilddaten BD jeweils auf dem lokalen,
der jeweiligen site zugeordneten File-Server FS gespeichert sind,
und da es sehr wahrscheinlich ist, dass von dem jeweiligen Arbeitsplatz
der site aus auf diese lokalen Bilddaten BD zugegriffen wird, erfolgt
dieser Transfer innerhalb des LAN.
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Es
ist jedoch auch möglich,
Bilddaten BD von einem entfernten Knoten K, also von einer remote
site, anzufordern. In diesem Fall wird von dem jeweiligen Knoten
K eine direkte Verbindung zu dem jeweiligen File-Server FS der remote
site aufgebaut.
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Da
das hohe Datenvolumen hauptsächlich durch
die Bilddaten BD entsteht, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass lediglich
die Bilddaten BD in ein Archiv A geladen werden, während die
zugehörigen
Meta-Daten MD (die lediglich ein deutlich geringeres und vergleichsweise
zu vernachlässigendes Datenvolumen
aufweisen) auf dem jeweiligen lokalen File-Server verbleiben und
nicht archiviert werden. Die Meta-Daten MD dienen auch als Zeiger
für den Zugriff
auf die jeweiligen Bilddaten im Archiv A oder auf dem jeweiligen
lokalen File-Server FS. Die Bilddaten BD werden in das Archiv A
archiviert, das auf dem zentralen Server Z als Long-Time-Storage
(LTS) angeordnet ist. Das zentrale Datenmanagement-System DMS verwendet
die Meta-Daten MD sozusagen als Zeiger, also als Angabe, auf welchem File-Server
FS die Bilddaten gespeichert sind, falls Bilddaten BD aus dem Archiv
A geladen werden müssen.
Dies wird auch als Dearchivierungsvorgang oder Prefetching be zeichnet.
In der bevorzugten Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass das Archivieren und/oder das Dearchivieren
konfigurierbar ist und/oder von der jeweiligen Krankenhausabteilung abhängt.
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Vorzugsweise
ist lediglich eine Verwaltungsinstanz OPM auf dem zentralen Server
S vorgesehen. Alle Arbeitsplätze
und alle Datenmanagement-Dienste greifen auf die Verwaltungsinstanz OPM
zu, um Verwaltungsdaten bzw. sonstige administrative Daten zu erhalten.
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Ein
RIS-System (Radiology Information System – RIS) ist zur Planung und
Verwaltung aller Patientenuntersuchungen von allen Abteilungen verantwortlich.
Das zugrundeliegende Netzwerk zwischen den satellite sites und der
main site verfügt
vorzugsweise über
eine ausreichende Bandbreite, um die jeweiligen Datenzugriffe in
einer zufriedenstellenden Geschwindigkeit ausführen zu können. Ein wesentlicher Vorteil
der erfindungsgemäßen Lösung ist
darin zusehen, dass keine spezielle Synchronisation notwendig wird,
da lediglich eine zentrale Datenbank erforderlich ist. Es ist lediglich
ein Datenmanagement-System auf dem zentralen Server Z vorgesehen.
Darüber
hinaus müssen
die jeweiligen Knoten (auch Hosts genannt) des verteilten File-Systems
bezüglich
ihrer computergestützten
Infrastruktur weniger aufwendig ausgerüstet sein, da alle wesentlichen Instanzen
zentralisiert auf dem zentralen Server Z bereitgestellt werden.
Da nur eine Datenbank existiert, ist vorteilhafterweise auch nur
eine Datenbank-Lizenz erforderlich. Darüber hinaus kann der Speicherplatz
zur Speicherung der jeweiligen Datenobjekte deutlich verringert
werden.
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In 2 ist
schematisch ein Arbeitsablauf vorgestellt, der beim Laden von Token
oder von Bildern auf einem Arbeitsplatz SWP ausgeführt wird. Falls
der Anwender die entsprechende Prozedur auf dem Arbeitsplatz SWP
anklickt, wird eine "getPatientContext-Anfrage" und eine "loadToken-Anfrage" initiiert. Der zentrale
Datenmanagement-Applikationsserver AS bestimmt daraufhin, auf welchen/welchem File-Servern)
FS die jeweili gen Bilddaten bzw. Token gespeichert sind. Als Ergebnis
der Anfrage wird eine Information bereitgestellt, wie der jeweilige
File-Server FS angesprochen werden kann. Diese Information wird
direkt und unmittelbar an den jeweiligen Arbeitsplatz SWP weitergeleitet,
der daraufhin die jeweiligen File-Server kontaktiert. Die lokalen File-Server
FS liefern daraufhin die entsprechenden Tokens bzw. Bilddaten BD
zurück.
Die Tokens befinden sich in einer bestimmten Reihenfolge (mit einer
entsprechenden Nummerierung). Diese Reihenfolge bzw. Nummerierung
dient dazu, dass die jeweiligen Tokens oder Bilddaten BD auf dem
jeweiligen Arbeitsplatz SWP auch in der korrekten Reihenfolge angezeigt
werden können.
Falls vom Anwender ein Laden von Bilddaten BD veranlasst wird, so
ist es vorgesehen, dass die jeweilige Anfrage lediglich die Datenobjekte
umfasst, die exakt zu einer Studie gehören, da grundsätzlich nur
Datenobjekte einer Studie auf einem File-Server FS abgelegt sind.
Die von dem Applikationsserver AS bereitgestellte Information über den
Speicherort (also über
den/die involvierten. File-Server FS) wird als Anfrage des jeweiligen
Clients, die vorzugsweise nach dem SOAP-Protokoll erfolgt, bereitgestellt.
Nachdem dem Client die Information zur Verfügung gestellt werden kann,
kann dieser den jeweiligen File-Server
FS ansprechen und das Laden der Bilddaten BD starten.
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Im
Folgenden wird eine Kurzdarstellung der jeweiligen Verfahrensschritte
in Bezug auf den in 2 dargestellten Arbeitsablauf
gegeben, wobei in den Figuren der englische Fachbegriff beibehalten worden
ist. So kennzeichnet in 2:
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Schritt
1: Einloggen des Anwenders an dem Arbeitsplatz SWP
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Schritt
2: Verbindungsaufbau mit dem zentralen Applikationsserver AS.
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Schritt
3: Am Arbeitsplatz SWP wird der Patientenkontext von dem zentralen
Applikationsserver AS aufgenommen.
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Schritt
4: Arbeitsplatz SWP fragt den zentralen Applikationsserver AS nach
den Tokens der Bilder des Patienten.
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Schritt
5: Der zentrale Applikationsserver AS greift auf die jeweilige Datenbank
zu um die Tokens zu lokalisieren.
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Schritt
6: Zentraler Applikationsserver AS sendet dem lokalen File-Server
FS eine Nachricht, dass eine Ladeanfrage stattfinden wird. Daraufhin wird
an den jeweiligen lokalen File-Server FS eine Nachricht über die
Adresse bzw. über
den Verbindungsaufbau gesendet.
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Schritt
7: Zentraler Applikationsserver AS sendet dem entfernten File-Server
FS eine Nachricht, dass eine Ladeanfrage stattfinden wird. Daraufhin
wird an den entfernten lokalen File-Server FS eine Nachricht über die
Adresse bzw. über
den Verbindungsaufbau gesendet.
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Schritt
8: Die übermittelte
Information für
den Verbindungsaufbau wird verwendet, so dass der Arbeitsplatz auf
die Token des lokalen File-Servers
FS zugreifen kann.
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Schritt
9: Verwendung der Information über den
Verbindungsaufbau, so dass der Arbeitsplatz SWP den entfernten File-Server
FS für
die angefragten Token kontaktiert.
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Schritt
10: Der Arbeitsplatz SWP erfragt bei dem zentralen Applikationsserver
AS die Bilder des Patienten.
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Schritt
11: Zentraler Applikationsserver greift auf die Datenbank zu, um
die jeweiligen Bilder zu lokalisieren.
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Schritt
12: Zentraler Applikationsserver AS sendet eine Nachricht an den
lokalen File-Server FS, dass ein Ladeauftrag stattfinden wird. Daraufhin
wird an den Arbeitsplatz SWP eine Information über den Verbindungsaufbau zu
dem lokalen File-Server
FS übermittelt.
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Schritt
13: Verwendung der Information über die
Verbindung, so dass der Arbeitsplatz SWP den lokalen File-Server FS für die Bilder
befragt.
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Schritt
14: Arbeitsplatz SWP kann darüber hinaus
den zentralen Applikationsserver AS für frühere Bilder (von zurückliegenden
Studien eines Patienten) befragen.
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Schritt
15: Zentraler Applikationsserver greift auf die Datenbank zu, um
die zurückliegenden
Bilder zu lokalisieren.
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Schritt
16: Zentraler Applikationsserver AS sendet eine Nachricht an den
entfernten File-Server FS, dass ein Ladeauftrag stattfinden wird.
Daraufhin wird eine Information über
die Verbindung mit dem entfernten File-Server FS zurückgegeben.
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Schritt
17: Diese Information über
den Verbindungsaufbau wird verwendet, so dass der Arbeitsplatz SWP
den entfernten File-Server FS in Hinblick auf die Bilder BD befragt.
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Bei
diesem Ladeablauf ist zu beachten, dass der Anwender keineswegs
darauf beschränkt
ist, stets umfassend alle Bilddaten BD zu laden. Er kann auch lediglich
die Token als Kurzansichten für
die Bilddaten BD laden.
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In 3 soll
der Ablauf für
das Speichern von Bilddaten BD auf einem lokalen oder entfernten File-Server
FS erläutert
werden.
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Schritt
1: Der Anwender sichert die Bilddaten BD auf seinem Arbeitsplatz
SWP.
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Schritt
2: Der Arbeitsplatz SWP sendet eine Speicheranfrage an den zentralen
Applikationsserver AS.
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Schritt
3: Der zentrale Applikationsserver AS überprüft mittels eines eineindeutigen
Studien-Identifikators
(UID), ob auch noch andere Datenobjekte der Studie auf anderen File-Servern
FS abgelegt sind. Falls keine anderen Datenobjekte der Studie auf
anderen File-Servern FS abgelegt sind, sendet der zentrale Applikationsserver
AS die Information über
den Verbindungsaufbau mit dem bevorzugten File-Server FS an den
jeweiligen Arbeitsplatz SWP. Hier wird also der lokale (Satelliten-)File-Server
FS angesprochen.
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Schritt
4: Unter Verwendung der Information sichert der Arbeitsplatz SWP
die Bilddaten BD auf dem lokalen File-Server FS.
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Schritt
5: Die Bilddaten BD werden auf dem lokalen (Satelitten-)File-Server
FS gespeichert.
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Schritt
6: (als Variante der Schritte 3, 4, 5) Anderenfalls, falls also
andere Datenobjekte der Studie auf weiteren File-Servern FS existieren,
sendet der zentrale Applikationsserver AS eine Information an den
Arbeitsplatz SWP über
den jeweiligen Verbindungsaufbau mit dem entfernten File-Server
FS, hier auf der main site. Die Bilddaten werden dann auf dem jewei ligen
entfernten File-Server FS (remote file server at main site) gesichert.
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In 4 ist
ein Archivierungsvorgang von Bilddaten BD auf einem Langzeitspeicher
LTS dargestellt, der hier als Archiv A fungiert.
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Schritt
1: Ein Satelliten-File-Server FS sendet eine Anfrage an den zentralen
Applikationsserver AS, dass bestimmte Datenobjekte archiviert werden müssen.
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Schritt
2: Der zentrale Applikationsserver AS sucht nach möglichen
Datenobjekten, die auf dem LTS archiviert werden sollen. Der zentrale
Applikationsserver sendet die Information über die möglichen Datenobjekte an den
Satelliten-File-Server FS.
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Schritt
3: Unter Verwendung dieser Information sendet der Satelliten-File-Server
FS die Dateien bzw. Datenobjekte an das Archiv A zum Zwecke der Archivierung.
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Schritt
4: Der File-Server FS sendet eine Anfrage zum Update für Archivadressen
bzw. von im Archiv A besetzten Speicherplätzen an den zentralen Applikationsserver
AS.
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In 5 ist
schematisch ein Funktionsablauf für einen Dearchivierungsvorgang
dargestellt. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird an dieser Stelle für die Beschreibung
dieses Verfahrensablaufs auf die bisher verwendeten Figurenbeschreibungen
Bezug genommen. Es sei jedoch bemerkt, dass hier, insbesondere bei
Schritt 4, eine Bindung der Studie an einen ausgewählten File-Server
FS erfolgt. Dieser Bindungsvorgang erfolgt im Rahmen eines Synchronisations-Mechanismus.
Es muss sichergestellt werden, dass es keine parallelen Anfragen gibt,
um den jeweiligen Datensatz zu verändern (zu speichern, zu archivieren,
zu dearchivieren, zu erzeugen oder zu löschen etc.). Um stets konsistente
Daten zu gewährleisten,
wird sichergestellt, dass die jeweiligen Anfragen in einer bestimmten
Reihenfolge abgearbeitet werden.
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In
einer alternativen Ausführungsform
zu der in 5 dargestellten Ausführungsform
wird in Zusammenhang mit 6 das Szenario beschrieben, das
entsteht, wenn der Applikationsserver AS Dearchivierungsanfragen
an File-Server FS senden muss, der Datenobjekte von früheren Studien
enthält.
In 6 ist bei den Schritten 4 bis 7 gekennzeichnet,
dass der Dearchivierungsauftrag aufgeteilt wird auf unterschiedliche
Instanzen: Zum Einen wird eine Dearchivierungsanfrage an das zentrale
Archiv A gesendet und zum Anderen wird die Dearchivierungsanfrage
an einen anderen entfernten Satelitten-File-Server FS gesendet. Als Ergebnis dearchivieren
die File-Server
FS die angeforderten Datenobjekte von dem zentralen Archiv A.
-
Abschließend sei
darauf hingewiesen, dass die Beschreibung der Erfindung und die
Ausführungsbeispiele
grundsätzlich
nicht einschränkend
in Hinblick auf eine bestimmte physikalische Realisierung der Erfindung
zu verstehen sind. Für
einen einschlägigen
Fachmann ist es insbesondere offensichtlich, dass die Erfindung
teilweise oder vollständig
in Soft- und/oder
Hardware und/oder auf mehrere physikalische Produkte – dabei
insbesondere auch Computerprogrammprodukte – verteilt realisiert werden kann.