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DE102007007276A1 - Panzerung der Oberflächen von Rollenpressen-Presswalzen - Google Patents

Panzerung der Oberflächen von Rollenpressen-Presswalzen Download PDF

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Abstract

Um für die Oberflächen von Rollenpressen-Presswalzen für die Druckbehandlung insbesondere Gutbettzerkleinerung körnigen Gutmaterials eine Panzerung zu schaffen, die bezüglich Verschleißwiderstandsfähigkeit, Standzeitvermögen und Höhe des einsetzbaren Walzenpressdruckes bisherige Grenzen überwinden kann, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, als Werkstoff des Walzenmantels (10) ADI einzusetzen, einen Kugelgraphitguss mit bainitischem Gefüge, ferner in die Oberfläche des Walzenmantels (10) voneinander beabstandete Ausnehmungen für den autogenen Verschleißschutz einzuformen und in den jeweils an den Walzenmantelstirnseiten gelegenen Ausnehmungen (13) radial und axial vorstehende fixierte Hartkörper (12) einzusetzen, die ein Herausdrücken des Gutmaterials über die Walzenmantelstirnseiten hinaus verhindern und eine Walzenpanzerung an den Walzenrändern mit autogenem Verschleißschutz bilden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Panzerung der Oberflächen von Rollenpressen-Presswalzen für die Druckbehandlung insbesondere Gutbettzerkleinerung körnigen Gutmateriales.
  • Bei Walzenmühlen wird körniges sprödes Gutmaterial in den Walzenspalt, durch den die beiden drehbar gelagerten gegenläufig rotierbaren Walzen voneinander getrennt sind, eingezogen und dort einer Druckzerkleinerung unterworfen. Bekannt ist auch die sogenannte Gutbettzerkleinerung im Walzenspalt einer Hochdruck-Walzenmühle, auch Rollenpresse genannt, bei der die einzelnen Partikel des durch Reibung in den Walzenspalt eingezogenen Gutmateriales in einem Gutbett, d. h. in einer zwischen den beiden Walzenoberflächen zusammengedrückten Materialschüttung bei Anwendung eines hohen Druckes gegenseitig zerquetscht werden. Dabei sind die Walzenoberflächen einer hohen Druckbeanspruchung und Verschleißbeanspruchung ausgesetzt.
  • In der DE 10 2004 043 562 A1 sind für die Presswalzen solcher Rollenpressen als Walzenmantel dickwandige Ringbandagen vorgeschlagen worden, deren Werkstoff aus einem wärmebehandelten Kugelgraphitguss mit bainitischem Gefüge mit Restaustenit besteht, wobei ein solcher Werkstoff oft mit ADI (Austempered Ductile Iron) bezeichnet wird (Gießerei-Praxis Nr. 7/8 – 1997, Seite 152). Ein solcher Werkstoff zeichnet sich dadurch aus, dass durch äußere Druckbelastung der Bandagenoberfläche der Gusswerkstoff in den Randschich ten der Bandagen aufhärtet. Bekannt ist auch, in die Außenoberfläche solcher Ringbandagen voneinander beabstandete Vertiefungen einzuformen, in die im Betrieb der Rollenpresse zu behandelndes Gutmaterial eingepresst wird, welches dort während der Walzenumdrehungen verbleiben soll, einen autogenen Verschleißschutz für die Bandagenoberflächen bilden und aufgrund seiner Rauhigkeit auch ein gutes Einzugsverhalten aufweisen soll. Allerdings ist die Gefahr nicht ausgeschlossen, dass im Rollenpressenbetrieb im Walzenspalt gepresstes Gutmaterial in unerwünschter Weise über die Walzenmantelstirnseiten hinaus herausgedrückt wird.
  • Weiterhin ist es bekannt, die Walzenränder dadurch zu panzern, dass im Bereich der umlaufenden Walzenrandkanten eine Umfangsnut angeordnet wird, die mit Auftragsschweißmaterial ausgefüllt wird.
  • Ferner ist es aus der Broschüre 2-201d "Mahlanlagen von KHD Humboldt Wedag", 7/2000, Seiten 18 und 19 bekannt, den o. g. autogenen Verschleißschutz auf den Rollenoberflächen von Rollenpressen dadurch zu realisieren, dass auf der Rollenoberfläche eine Vielzahl von vorgefertigten Hartkörpern wie z. B. pulvermetallurgisch hergestellten Noppenbolzen angeordnet wird, die in entsprechende Lochbohrungen des Walzenmantels eingelagert sind, wobei diese Verschleißschutztechnologie Rasterpanzerung genannt wird. Dabei stehen die Noppenbolzen mit einer so großen Höhe nach außen von der Walzenoberfläche vor und sie sind mit einem solchen Abstand voneinander angeordnet, dass im Betrieb der Rollenpresse die Zwischenräume zwischen den Noppenbolzen mit dem zusammengepressten feinkörnigen Gutmaterial zwecks Herbeiführung des autogenen Verschleißschutzes ausgefüllt bleiben. Diese Art der Panzerung der Oberflächen von Rollenpressen-Presswalzen hat sich bei der Gutbettzerkleinerung insbesondere von Erzmaterial in der Praxis bewährt. Allerdings ist Sorge dafür zu tragen, dass wegen der Belastung der Noppenbolzen im Betrieb nicht Risse im Walzenmantel insbesondere am Grund der Noppenbolzen-Bohrungen auftreten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die Oberflächen von Rollenpressen-Presswalzen für die Druckbehandlung insbesondere Gutbettzerkleinerung körnigen Gutmateriales eine Panzerung zu schaffen, die bezüglich Standzeitvermögen und Höhe des einsetzbaren Walzenpressdruckes und Verschleißwiderstandsfähigkeit bisherige Grenzen überwinden kann.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Panzerung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Bei der erfindungsgemäßen Presswalzenpanzerung besteht der Werkstoff des Walzenmantels aus ADI (Austempered Ductile Iron). Dieser Werkstoff weist eine hohe Bruchdehnung, Druckfestigkeit und Zähigkeit auf. Überraschend hat sich gezeigt, dass sich dieser hoch legierte Werkstoff mit Werkzeugen gut bearbeiten lässt, dass also Ausnehmungen eingearbeitet wie z. B. Löcher gebohrt werden können zum Einsatz von z. B. stiftförmigen Hartkörpern zur Ermöglichung des oben beschriebenen autogenen Verschleißschutzes. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass dieser Werkstoff infolge seines Kugelgraphitgussgefüges ggf. auftretende Mikrorisse zum Stoppen bringt und eine hohe Rissunempfindlichkeit aufweist, so dass die Rissgefährdung des Walzenmantels ausgehend besonders vom Bohrungsgrund oder Nutgrund minimiert ist. Im Gegenteil: Der Grundwerkstoff ADI bildet im Betrieb der Rollenpresse bei Belastung durch Druckverfestigung harte Oberflächenschichten, welche in der Lage sind, die in Ausnehmungen wie Bohrungen eingesetzten Hartkörper wie Noppenbolzen spielfrei festzuhalten und einen Walzenmantelverschleiß durch sonst auftretende Mikrobewegungen der Hartkörper erst gar nicht auftreten zu lassen.
  • Weil bei der erfindungsgemäßen Oberflächenpanzerung selbst bei Anwendung von Hartkörpern die Gefahr der Rissbildung im Walzenmantel minimiert ist, können deutlich höhere Pressdrücke im Walzenspalt der Rollenpresse zur Durchführung der energiesparenden Gutbettzerkleinerung angewandt werden, wobei dann allerdings die Neigung steigt, dass ein Teil des autogenen Verschleißschutzmaterials sowie des zwischen den Presswalzen gepressten Gutmaterials in unerwünschter Weise über die Walzenmantelstirnseiten hinaus gedrückt werden kann. Um dies zu verhindern, sind wenigstens an den Walzenmantelstirnseiten an deren Rändern Hartkörper fixiert, die radial und axial vom Walzenmantel vorstehen und die einerseits einen Damm für das gepresste Gutmaterial und andererseits einen Verschleißschutz für die Walzenmantelstirnseiten bilden.
  • Würde man dagegen bei einem Walzenmantel aus dem Werkstoff ADI auf die ringförmigen Walzenränder umlaufende Umfangsschweißraupen als Schweißlagen-Randwulstringe aufschweißen, würden Spannungsrisse erzeugt werden, die entstehen, wenn auf einer unprofilierten ADI-Werkstoffoberfläche geschweißt wird.
  • Der Walzenpressdruck kann erfindungsgemäß deutlich erhöht werden, ohne Gefahr zu laufen, dass im Walzenmantel Risse entstehen. Durch den möglichen erhöhten Pressdruck mit Einsatz von Hartkörpern wird das in die Zwischenräume gepresste Gut noch sicherer festgehalten für den autogenen Verschleißschutz selbst bei relativ spröden der Gutbettzerkleinerung zu unterziehenden Gutmaterialien wie z. B. Schlacke.
  • Bei der erfindungsgemäßen Presswalzenpanzerung können die in den Walzenmantel eingeformten voneinander beabstandeten Ausnehmungen längs Walzenmantellinien verlaufende Durchgangsnuten sein, die an ihren beiden an den Walzenmantelstirnseiten gelegenen Enden durch je einen fixierten Hartkörper abgeschlossen sind. Zu diesem Zweck können aber auch an den Walzenrändern Ringsegmente angeordnet sein, die an der Walzenstirnseite lösbar befestigt sind, wobei dann mehrere solcher Ringsegmente jeweils zu einem Kreisring zusammengesetzt sind, z. B. 8 Stück 45°-Ringsegmente oder z. B. 12 Stück 30°-Ringsegmente.
  • Um die Rissbildungsgefahr bei der erfindungsgemäßen Presswalzenpanzerung noch weiter zu minimieren, können die radial inneren Enden der zylindrischen oder mehreckigen pulvermetallurgisch hergestellten Hartkörper sowie die entsprechenden Walzenmantel-Ausnehmungen bzw. Bohrungen in ihrem tiefsten Bereich nach außen gekrümmte Flächen, annähernd die gewölbte Form einer Halbkugelkalotte aufweisen, um Kerbspannungen im Walzenmantel gar nicht entstehen zu lassen.
  • Die Erfindung und deren weitere Merkmale und Vorteile werden anhand der in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Es zeigt:
  • 1: in perspektivischer Ansicht einen Ausschnitt aus einem an der rechten Stirnseite gelegenen Bereich einer dickwandigen Ringbandage als Walzenmantel einer Rollenpressen-Presswalze zur Gutbettzerkleinerung körnigen Gutmaterials mit einer ersten Ausführungsform einer Oberflächenpanzerung,
  • 2: die Panzerung der 1, bevor die an den Walzenmantelstirnseiten fixierbaren Hartkörper eingesetzt worden sind,
  • 3: die Panzerung der 1 und 2 mit Anwendung von zusätzlichen Schweißpanzerungen,
  • 4: die Walzenpanzerung der 3 mit Rand-Hartkörpern einer etwas anderen Konfiguration,
  • 5: ausschnittsweise die Stirnansicht eines gepanzerten Walzenmantels mit Rand-Hartkörpern wie bei 1 und mit über die gesamte Walzenoberfläche verteilten in Bohrungen angeordneten Noppenbolzen als Rasterpanzerung,
  • 68: wiederum perspektivisch als weitere Ausführungsformen Presswalzenpanzerungen, deren Panzerung an den Walzenrändern durch profilierte und hartaufgeschweißte Ringsegmente zusammengesetzt sind.
  • Bei der Walzenpanzerung der 1 sowie auch der übrigen Figuren besteht der Werkstoff des als dickwandige Ringbandage gegossenen Walzenmantels 10 aus ADI, einem Werkstoff, der gut spanend zu bearbeiten ist und sich durch hohe Rissunempfindlichkeit auszeichnet. Wie auch in 2 deutlich zu erkennen, sind in den Walzenmantel 10 voneinander beabstandete längs Walzenmantellinien, also achsial verlaufende durchgehende Durchgangsnuten 11 eingeformt bzw. eingearbeitet, die an ihren beiden an den Walzenmantelstirnseiten gelegenen Enden durch je einen fixierbaren pulvermetallurgisch hergestellten Hartkörper 12 abgeschlossen sind, wobei die Hartkörper bei 2 noch weggelassen aber bei den 1 und 3 bereits eingesetzt sind. Diese Hartkörper 12 sind in radiale Ausnehmungen 13 des Walzenmantels 10 eingesetzt derart, dass sie wenigstens radial von der Walzenoberfläche und ggf. auch axial von der Walzenmantelstirnfläche vorstehen.
  • Die um den Umfang der Walzenmantelstirnseiten verteilten Hartkörper 12 weisen jeweils einen zylindrischen Teil 14 auf, der in die radialen Ausnehmungen 13 des Walzenmantels 10 eingepasst ist, wodurch die Hartkörper 12 im Walzenmantel 10 axial gesichert sind, während sie insbesondere durch Einklebung radial gesichert sind. Der sich an den zylindrischen Teil 14 der Rand-Hartkörper 12 nach außen anschließende Teil hat im Querschnitt ein Rechteckformat.
  • Im Betrieb der Rollenpresse sind die nutförmigen Ausnehmungen 11 mit zusammengepresstem feinkörnigen Gutmaterial ausgefüllt, das einen autogenen Verschleißschutz bildet. Die an den Walzenmantelstirnseiten in die radialen Ausnehmungen 13 eingesetzten vorstehenden Rand-Hartkörper 12 verhindern ein Herausdrücken des autogenen Verschleißschutzmateriales sowie des im Walzenspalt bei der Gutbettzerkleinerung gepressten Gutmaterials über die Walzenmantelstirnseiten hinaus, und außerdem dienen diese Rand-Hartkörper 12 zum Verschleißschutz der beiden Walzenmantelstirnseiten.
  • Aus 3 geht hervor, dass die zwischen den beabstandeten Nuten 11 liegenden Profilierungsvorsprünge der Walzenmanteloberfläche noch durch aus Hartstoffen bestehende Auftragsschweißraupen 15 gepanzert sein können. Diese zusätzliche Schweißpanzerung schafft keine Probleme, da die beim Auftragsschweißen entstehenden Schweißspannungen von den stegförmigen Profilierungsvorsprüngen praktisch völlig abgebaut werden und die Gefahr der Rissbildung durch Unternahtrisse im Walzenmantel vermieden ist.
  • Die Rand-Hartkörper 12a der 4 unterscheiden sich von denjenigen der 1 bis 3 dadurch, dass am zylindrischen Teil 14 des Rand-Hartkörpers 12a nach innen gerichtet noch ein Steg 16 angeformt ist, wobei sich diese Stege 16 von den Nutenden her in die Durchgangsnuten 11 erstrecken und ein walzenstirnseitiges Herauspressen von Gutmaterial erschweren. Bei dieser Ausführungsform ist die Gefahr des Anschweißens der Rand-Hartkörper 12a durch die Auftragsschweißraupen 15 minimiert.
  • Die Stirnansicht der 5 lässt die über den Umfang des Walzenmantels 10 an der Walzenmantelstirnseite verteilten Rand-Hartkörper 12 bzw. 12a erkennen sowie eine Vielzahl von über die gesamte Walzenoberfläche verteilten in Bohrungen angeordneten Noppenbolzen 17 als Rasterpanzerung für den autogenen Verschleißschutz, wobei diese Rasterpanzerung sowohl an einem unprofilierten Walzenmantel ohne Anwendung der achsialen Durchgangsnuten als auch an einem profilierten Walzenmantel angeordnet werden kann. Um die Rissbildungsgefahr im Walzenmantel 10 noch weiter zu reduzieren, haben die radial inneren Enden 18 der zylindrischen Noppenbolzen 17 sowie die entsprechenden Bohrungen in ihrem tiefsten Bereich annähernd etwa die gewölbte Form einer Halbkugelkalotte. Im Betrieb der Rollenpresse sind die Zwischenräume zwischen allen vorstehenden Hartkörpern 17 und 12 mit zusammengepresstem feinkörnigen Gutmaterial für den autogenen Verschleißschutz ausgefüllt.
  • Gemäß Ausführungsbeispiele der 6 bis 8 ist die Presswalzen-Panzerung an den Walzenrändern nicht durch um den Umfang verteilte einzelne Rand-Hartkörper gebildet, sondern durch spezielle Ringsegmente, die an der Walzenstirnseite lösbar befestigt sind, wobei mehrere solcher Ringsegmente jeweils zu einem Kreisring zusammensetzbar sind. In 7 ist ein einzelnes Walzenrand-Ringsegment 19 herausgezeichnet, das sich über einen Kreisbogen von 45° erstreckt. 8 Stück solcher Ringsegmente 19 lassen sich zu einem Kreisring zusammensetzen. Es können aber auch z. B. 12 Stück solcher Ringsegmente mit einem Kreisbogen von 30° zu einem geschlossenen Kreisring zusammengesetzt sein. Jedenfalls ist deutlich zu erkennen, dass die Ringsegmente 19 im Querschnitt eine etwa U-förmig nach innen abgewinkelte Nase 20 haben, mit der sie, wie aus 6 ersichtlich, in eine in Nähe der Walzenmantelstirnseite liegende umlaufende Umfangsnut 21 des Walzenmantels 10 eingehängt sind. Durch die Nase 20 mit ihrer Steckverbindung sind die Ringsegmente 19 axial gesichert, während die radiale Sicherung durch Schraubenbolzen vorgenommen wird, die durch entsprechende Löcher 22, 23 etc. der Ringsegmente 19 hindurch in den Walzenmantel 10 eingeführt werden.
  • Der Werkstoff der Rand-Ringsegmente 19 kann aus Stahl oder Stahlguss bestehen, der an seiner Außenoberfläche noch eine Verschleißschutzschicht aufweisen kann. Die Montage/Demontage der auf diese Weise hergestellten Presswalzen-Randpanzerung ist erfindungsgemäß sehr vereinfacht.
  • Jedenfalls dienen die Ringsegmente dazu, das beim Betrieb der Rollenpresse in die Nuten 11 eingepresste Gutmaterial stirnseitig einzuhausen und ein Herausdrücken des gepressten Gutmaterials axial über die Seitenränder der Presswalzen hinaus zu verhindern. Die an die Ringsegmente 19 angeformten axial verlaufenden kurzen Stege 24, 25 etc. schließen die Durchgangsnuten 11 der 6 an ihren beiden Enden sicher ab.
  • Auch beim Ausführungsbeispiel der 6 können wie bei 3 demonstriert die zwischen den beabstandeten Nuten 11 liegenden Profilierungsvorsprünge der Walzenmanteloberfläche noch durch aus Hartstoffen bestehende Auftragsschweißraupen 15 gepanzert sein, die dann bezüglich ihres Außenumfangs in einer Höhe mit dem Außenumfang der Rand-Ringsegmente 19 liegen.
  • Ein zum Rand-Ringsegment 19 der 7 ähnliches Rand-Ringsegment zeigt 8, deren etwa U-förmig nach innen abgewinkelte Nase 20a eine etwas andere Konfiguration aufweist. Jedenfalls ist sowohl an 7 als auch an 8 zu erkennen, dass die Außenseiten der abgewinkelten Nasen 20, 20a der Ringsegmente voneinander beabstandete Nuteinbuchtungen 26, 27 aufweisen, welche die längs Mantellinien in der Walzenmanteloberfläche verlaufenden Nuten 11 an beiden Längsenden begrenzen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102004043562 A1 [0003]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - Gießerei-Praxis Nr. 7/8 – 1997, Seite 152 [0003]
    • - "Mahlanlagen von KHD Humboldt Wedag", 7/2000, Seiten 18 und 19 [0005]

Claims (10)

  1. Panzerung der Oberflächen von Rollenpressen-Presswalzen für die Druckbehandlung insbesondere Gutbettzerkleinerung körnigen Gutmateriales, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) der Werkstoff des Walzenmantels (10) besteht aus ADI (Austempered Ductile Iron), einem Kugelgraphitguss mit bainitischem Gefüge; b) in die Oberfläche des Walzenmantels (10) sind voneinander beabstandete Ausnehmungen für den autogenen Verschleißschutz eingeformt; c) in den jeweils an den Walzenmantelstirnseiten gelegenen Ausnehmungen (13) sind radial und axial vorstehende fixierte Hartkörper (12 bzw. 12a) eingesetzt, die ein Herausdrücken des Gutmaterials über die Walzenmantelstirnseiten hinaus verhindern und eine Walzenpanzerung an den Walzenrändern mit autogenem Verschleißschutz bilden.
  2. Panzerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die um den Umfang der Walzenmantelstirnseiten verteilten Hartkörper (12 bzw. 12a) jeweils einen zylindrischen Teil (14) aufweisen, der in die radialen Ausnehmungen (13) des Walzenmantels (10) eingepasst ist, wobei die Hartkörper (12 bzw. 12a) im Walzenmantel (10) axial gefangen und durch Einklebung radial gesichert sind.
  3. Panzerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Walzenmantel (10) eingeformten voneinander beabstandeten Ausnehmungen längs Walzenmantellinien verlaufende Durchgangsnuten (11) sind, die an ihren beiden an den Walzenmantelstirnseiten gelegenen Enden durch je einen fixierten Hartkörper (12 bzw. 12a) abgeschlossen sind.
  4. Panzerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den beabstandeten Nuten (11) liegenden Profilierungsvorsprünge der Walzenmanteloberfläche noch durch aus Hartstoffen bestehende Auftragsschweißraupen (15) gepanzert sind.
  5. Panzerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenpanzerung an den Walzenrändern durch Ringsegmente (19) gebildet ist, die an der Walzenstirnseite lösbar befestigt sind, wobei mehrere Ringsegmente jeweils zu einem Kreisring zusammengesetzt sind.
  6. Panzerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringsegmente (19) im Querschnitt gesehen eine etwa U-förmig nach innen abgewinkelte Nase (20, 20a) haben, mit der sie in eine in Nähe der Walzenmantelstirnseite liegende umlaufende Umfangsnut (21) des Walzenmantels (10) eingehängt sind.
  7. Panzerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseiten der abgewinkelten Nasen (20, 20a) der Ringsegmente voneinander beabstandete Nuteinbuchtungen (26, 27) haben, welche die längs Walzenmantellinien in der Walzenmanteloberfläche verlaufenden Nuten (11) an beiden Längsenden begrenzen.
  8. Panzerung insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die radialen Ausnehmungen verteilt über die gesamte Walzenoberfläche an der Walzenmanteloberfläche nach außen vorstehende Hartkörper (17, 12 bzw. 12a) eingesetzt sind, wobei im Betrieb der Rollenpresse die Zwischenräume zwischen allen vorstehenden Hartkörpern mit zusammengepresstem feinkörnigen Gutmaterial für den autogenen Verschleißschutz ausgefüllt sind.
  9. Panzerung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hartkörper (12 bzw. 12a, 17) pulvermetallurgisch hergestellt und zylindrisch oder mehreckig sind.
  10. Panzerung nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die radial inneren Enden (18) der Hartkörper (17) sowie die Walzenmantel-Ausnehmungen in ihrem tiefsten Bereich nach außen gekrümmte Flächen, annähernd die gewölbte Form einer Halbkugelkalotte aufweisen.
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